In Altendorf-Ulfkotte laufen die Vorbereitungen für einen großen Protestmarsch gegen die geplante Deponie auf der Hürfeld-Halde auf Hochtouren. Für Sonntag, 8. März 2026, um 16 Uhr rufen die Bürgerinitiative zum Schutz vor Bergbau- und Umweltschäden in Dorsten (BISBU) und zahlreiche örtliche Vereine zur Teilnahme auf.
Ziel der Demonstration ist es, ein deutliches Zeichen für die Einhaltung des Haldenvertrags und eine Nutzung der Fläche als Naherholungsgebiet zu setzen.
Breite Unterstützung aus dem Dorf
Den Anstoß zur gemeinsamen Organisation gab der Verein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich e. V.“ (ATS). Mitte Februar lud der Vorstand alle Vereinsvertreter des Dorfes zu einem Abstimmungstreffen ein. Gemeinsam mit der BISBU wurde die weitere Vorgehensweise geplant.
Nach Angaben der Organisatoren stehen die Vereine geschlossen hinter dem Protest. Die vielfältigen Aufgaben, von der Mobilisierung der Bevölkerung bis zur Durchführung der Demonstration, sind dabei auf mehrere Schultern verteilt. Ziel ist es, nicht nur Altendorf-Ulfkotte, sondern auch Dorstener Bürgerinnen und Bürger sowie Anwohner aus der Region zu erreichen.
BISBU erinnert an Erfolge und fordert Vertragstreue
Klaus Wagner, Vorstandssprecher der BISBU, verweist auf die langjährige Arbeit der Bürgerinitiative. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 setzt sie sich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit Bergbau- und Umweltschäden ein.
„Nur gemeinsam haben wir eine Chance, dass der Haldenvertrag von 1982 eingehalten wird und die Hürfeldhalde zu einem Ort für Freizeit- und Erholung entwickelt wird“, betont Wagner.
Während es in den Anfangsjahren vor allem um die Stilllegung bergbaulicher Aktivitäten ging, richtet sich der Protest heute gegen neue Industrieprojekte und insbesondere gegen die geplante Umwandlung der Hürfeld-Halde in eine Sondermülldeponie.
Ablauf des Protestmarsches
Der Protest beginnt um 16 Uhr an der Altendorfer Straße im Bereich „Im Hürfeld“. Nach einer kurzen Begrüßung startet der Demonstrationszug in Richtung Halde. Unterwegs informieren die Organisatoren über Hintergründe und aktuelle Entwicklungen. Gegen 17 Uhr ist eine Abschlusskundgebung geplant, das Ende der Veranstaltung soll etwa um 18 Uhr stattfinden.

Protest vor politisch entscheidender Phase
Der Protestmarsch findet in einer entscheidenden Phase der Debatte statt. In Dorsten beraten Politik und Verwaltung derzeit über mögliche Alternativen zur Deponieplanung, darunter auch eine sportliche Nutzung im Rahmen der Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr. Gleichzeitig fordern Bürgerinitiativen und große Teile der Lokalpolitik die Einhaltung der Haldenverträge und eine Renaturierung der Fläche.
Mit der Demonstration wollen die Organisatoren den öffentlichen Druck erhöhen und die Bedeutung des Themas für die Menschen vor Ort sichtbar machen.
Ein Symbol für den Strukturwandel
Für viele Beteiligte steht die Hürfeld-Halde stellvertretend für den Umgang mit den Folgen des Bergbaus im Ruhrgebiet. Die Frage, ob die Fläche künftig als Deponie, Sportstätte oder Naherholungsgebiet genutzt wird, hat daher weit über Altendorf-Ulfkotte hinaus Bedeutung.
Am 8. März soll nun ein sichtbares Signal aus der Bürgerschaft folgen.




























