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Sirenen heulen am 8. September

Veröffentlicht am

Klassische Motorsirene vom Typ E57. (Symbolbild: Pixabay)

Der landesweite Warntag findet in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, 8. September, statt. Neben einer Sirenenprobe um 11 Uhr ist eine Probe-Warnmeldung des Innenministeriums über die Warn-App NINA geplant.

Die Sirenen heulen auch zur Aufklärung der Bevölkerung: Die Probealarme sollen die Bedeutung der Warnsignale bekannt machen, die die Bevölkerung bei großen Schadenslagen warnen. Es geht darum, zu informieren, aber auch zu sensibilisieren für die richtige Reaktion im Ernstfall.

Das Sirenennetz im Kreis Recklinghausen befindet sich noch im Aufbau, für die Sirenen selbst sind die Städte verantwortlich. Je nach Ausbaustufe des Sirenennetzes wird der Alarm daher nicht in allen Stadtteilen zu hören sein.

Zur Bedeutung der Sirenenprobe sagt Innenminister Herbert Reul: „Die technische Erprobung der Sirenen ist wichtig. Nur wenn das regelmäßig getestet wird, kann auch die Funktion und Zuverlässigkeit überprüft werden. Bei einem landesweiten Sirenenprobealarm möchten wir gleichzeitig noch die Reichweite für das Thema nutzen, damit die Bürger auch etwas mit den Sirenentönen anfangen können.“

Das sind die Signale

Beim Probealarm gibt es diese Signalfolge:
1) Eine Minute Dauerton, das Signal mit der Bedeutung „Entwarnung“
2) Eine Minute auf- und abschwellender Heulton mit der Bedeutung „Radio einschalten und auf Durchsagen achten“
3) Eine Minute Dauerton mit der Bedeutung „Entwarnung“.

Informationsvideo der Landeshauptstadt über verschiedene Signaltöne.

Flüchtlinge rechtzeitig vorwarnen

Wenn die Sirenen heulen, kann das für Menschen mit Kriegserfahrungen belastend sein. „An alle, die Kontakt zu Flüchtlingen haben, habe ich die Bitte: Informieren Sie die Menschen über den Probealarm und erklären Sie die unterschiedlichen Signaltöne. Das kann gerade für diejenigen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, eine sehr hilfreiche Information sein“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Der letzte Sirenenprobealarm im März 2022 wurde durch das Ministerium des Innern NRW aufgrund des Krieges in der Ukraine kurzfristig abgesagt, um eine Verunsicherung der Bevölkerung oder sogar Fehlinterpretationen zu vermeiden sowie den zu uns geflüchteten Menschen die notwendige Ruhe und Sicherheit zu geben. In NRW sind regulär zwei Warntage im Jahr vorgesehen – einer im März und einer im September. Dadurch sollen die Warnsignale bekannt gemacht werden.

Der bundesweite Warntag findet auf Wunsch des Bundes durch Beschluss der Innenministerkonferenz erst am 8. Dezember 2022 statt. Dann soll auch das neue Warnmittel Cell Broadcast erstmals getestet werden.

Alle Sirenenstandorte in einer Karte

Alle aktiven Sirenenstandorte im Kreis Recklinghausen sind in einer Karte im Regioplaner hinterlegt. So können Interessierte schauen, ob es in ihrem Wohnumfeld eine Sirene gibt. Zur Karte gelangen Interessierte über diesen Link.
Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite des Kreises Recklinghausen unter www.kreis-re.de/bevoelkerungsschutz.


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