StartPolizei - FeuerwehrVersorgung im Blackout: Dorsten sieht sich für Stromnotfälle gut gerüstet

Versorgung im Blackout: Dorsten sieht sich für Stromnotfälle gut gerüstet

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Der mehrtägige Stromausfall in Berlin hat bundesweit Fragen nach der Sicherheit der Stromnetze aufgeworfen. Auch in Dorsten beschäftigt viele Menschen die Sorge, ob ein solches Szenario hier ebenfalls eintreten könnte. Um das Risiko eines Blackout realistisch einzuschätzen, hat sich der Verwaltungsvorstand der Stadt Dorsten in einer Videokonferenz mit Fachleuten des Netzbetreibers Westnetz ausgetauscht.

Nach Einschätzung der Experten befindet sich die Stromversorgung in Deutschland grundsätzlich auf einem sehr hohen Niveau. Die Netze verfügen über zahlreiche Redundanzen und umfangreiche Sicherheitskonzepte. Sollte es dennoch punktuell zu Störungen kommen, hält Westnetz Notfallpläne bereit, um die Versorgung schnell wiederherzustellen. Dazu gehören auch mit den Übertragungsnetzbetreibern abgestimmte Pläne für den Wiederaufbau des Netzes.

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Krisenteam ist eingespielt

Auch die Stadt Dorsten hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie auf außergewöhnliche Ereignisse gut vorbereitet ist. Der modular aufgebaute Stab für außergewöhnliche Ereignisse kann innerhalb kurzer Zeit aktiviert werden. Im Ernstfall werden Vertreter aller Fachabteilungen zusammengeführt, um ein passgenaues Krisenteam zu bilden. Bei Bedarf werden externe Partner wie Westnetz, Lippeverband, Polizei oder RWW einbezogen. Der Stab tagt im Krisenstabsraum der Hauptfeuerwache, wodurch schnelle Entscheidungen und direkte Maßnahmen möglich sind.

Notfall-Infopunkte bieten bei Stromausfall Orientierung und Hilfe

Sollte es zu einem flächendeckenden Ausfall von Strom und Telefonnetzen kommen („Blackout“), würden in allen Stadtteilen umgehend Notfall-Infopunkte eingerichtet. Dort könnten Bürger Notrufe absetzen oder aktuelle Informationen erhalten. Die Feuerwehrgerätehäuser sind zudem mit Notstromversorgung ausgestattet und über Satellitentelefone erreichbar.

Auf verlässliche Partner kann sich die Stadt ebenfalls stützen. Pflege- und Seniorenheime verfügen über eigene Notfall- und Evakuierungspläne. Wie bereits bei früheren Einsätzen, etwa bei Bombenentschärfungen, unterstützt die Stadt mit Transportmöglichkeiten und der Bereitstellung von Notquartieren.

Von großer Bedeutung bleibt jedoch die Eigenvorsorge der Bevölkerung. In den ersten Stunden einer Krise müssen sich Menschen selbst helfen können. Dazu hat die Stadt Dorsten vor wenigen Wochen einen aktualisierten Notfall-Flyer an rund 33.000 Haushalte verteilt.

Empfohlene Grundausstattung in jedem Haushalt

Zur empfohlenen Grundausstattung in jedem Haushalt gehören haltbare Lebensmittel und Getränke für mehrere Tage, eine gut gefüllte Hausapotheke, ein betriebsbereites Radio sowie Hygieneartikel. Hilfreich bei Stromausfall sind Batterien, Kerzen, Taschenlampen und Powerbanks. Auch Bargeld, Decken, warme Kleidung sowie Vorräte für Haustiere sollten vorhanden sein. Wichtige Dokumente und ein Notgepäck sollten griffbereit lagern.

Bürgermeister Tobias Stockhoff betont die Eigenvorsorge. „In einer Notsituation sind alle Bürger gefordert. Dann ist es entscheidend, dass wir uns im ersten Moment selbst helfen können. Gute Vorbereitung verschafft Helfern dann im Ernstfall die nötige Zeit, sich auf eine Krise einzustellen und sich zuerst um die dringendsten Fälle zu kümmern.“

Ein gezielter Angriff auf Versorgungseinrichtungen bleibt zwar denkbar, doch das Krisenmanagement in Dorsten ist nach Einschätzung der Verantwortlichen gut aufgestellt. Der Krisenstab übt mindestens einmal jährlich den Ernstfall.

Weitere Informationen zur Notfallvorsorge stehen auf www.dorsten.de/notfallinfo
zur Verfügung. Der Flyer zur persönlichen Vorbereitung kann ebenfalls online eingesehen werden.

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