31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 15 an die Kandidaten: Wie möchten Sie das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben in Dorsten gezielt unterstützen?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Es antworten:
- CDU – Tobias Stockhoff, amtierender Bürgermeister
- SPD – Julian Henning Fragemann
- Bündnis 90/Die Grünen – Claas Römer
- AfD – Jürgen Chmielecki
- Die PARTEI – Boris Benkhoff
- Die LINKE – Maurice Fröhlich

Kultur, Ehrenamt und Vereinsleben
Wie möchten Sie das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben in Dorsten gezielt unterstützen?
Tobias Stockhoff

„Das Ehrenamt in Dorsten organisiert sich eigentlich sehr selbstbewusst, autonom und ist ausgesprochen stark. Die Vereine wissen aber auch: Wenn sie Hilfe benötigen, dann bekommen sie diese von der Stadt. Mit dem Verein „Dorsten dank(t) Dir“ und den Bürgerbudgets gibt es Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte.
Mit dem Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport haben wir eine wertvolle Koordinierungsstelle geschaffen, die auch strategisch denkt.
Unser Sportkoordinator ist für 20.000 aktive Sportler in über 100 Vereinen eine wichtige Schnittstelle zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Mir persönlich ist es wichtig, dass wir Engagement anerkennen, wertschätzen und einfach mal DANKE! sagen“.
Julian Henning Fragemann

„Das Ehrenamt zählt zu den wichtigsten Säulen der Demokratie. Daher braucht es auch eine weitere Stelle im Bereich Ehrenamt-Management in der Verwaltung. Sicherheitsauflagen dürfen Vereine nicht überfordern, deshalb ist unsere Forderung, dass Vereine, Verbände, Initiativen und Gruppen zum Beispiel die städtischen Überfahrsperren dauerhaft kostenfrei für gemeinwohlorientierte Veranstaltungen nutzen dürfen“.
Claas Römer

„Schon jetzt findet in vielen Fällen eine gute Förderung des Ehrenamts durch die
Stadtverwaltung statt. Ich möchte diese Förderung – finanziell und auch durch entsprechende Beratungsangebote – auch auf Gruppen und Initiativen ausweiten, die nicht in einem Verein oder anderweitig organisiert sind“.
Jürgen Chmielecki

„Ich werde Vereine mit meinem persönlichen Engagement unterstützen, weil wir auch dort mehr Förderung brauchen und Anreize geben müssen, um das Ehrenamt zu stärken.
Generell brauchen wir in Dorsten mehr Plätze und Begegnungsstätten für jung und alt, damit, meine ich generationsübergreifende Begegnungsstätten. Das Gemeinschaftshaus in Wulffen ist dafür eine gute Adresse. Dorsten braucht davon mehr“.
Boris Benkhoff

„Mit Geld, Geld und nochmals Geld. Alle ehrenamtlichen, kulturellen und sonstigen Vereinigungen werden bei mir Wunschzettel abgeben können, die ich in der Reihenfolge der Einreichung abarbeiten werde“.
Maurice Fröhlich

„Finanzielle Förderung ist durch die angespannte Haushaltslage schwierig, aber das Erlassen von bestimmten Gebühren, oder die Organisation von Spendentöpfen für einzelne Vorhaben wären möglich. Ein direkter Austausch mit den Vereinen und ehrenamtlichen Akteuren, in dem genau auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen wird, ist sicherlich auch eine gute Idee“.
Morgen stellen wir die Frage 16: Welche Ideen haben Sie für generationenübergreifende Projekte oder neue Begegnungsorte in der Stadt?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.




























