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Gemeinsam für die Heide: Freiwillige beim Entkusseln im Lasthauser Moor gesucht

Wissen Sie, was Entkusseln ist? Nein, es hat nichts mit Romantik zu tun, sondern mit aktivem Naturschutz. Beim Entkusseln werden junge Bäume wie Birken oder Kiefern entfernt, die in der Heide oder im Moor unerwünscht aufkommen. So bleibt der offene Charakter dieser wertvollen Lebensräume erhalten – und seltene Tier- und Pflanzenarten behalten ihr Zuhause.

Am Samstag, den 25. Oktober 2025, ruft der Dachverband der Biologischen Stationen e.V. zum NRW-weiten Mitmachtag auf. Überall im Land sind Bürger eingeladen, sich an praktischen Naturschutzaktionen zu beteiligen. Auch die Biologische Station Kreis Recklinghausen ist dabei und lädt alle Interessierten ein, im Naturschutzgebiet „Lasthauser Moor“ in Dorsten-Deuten gemeinsam die Heide zu entkusseln.

Die Heideflächen des Schutzgebietes bieten Lebensraum für Arten wie Zauneidechse, Heidelibelle oder Heidelerche. Als Teil des Übergangsmoores sind sie eng mit den feuchten Lebensräumen verbunden, in denen viele gefährdete Tiere und Pflanzen vorkommen. Damit diese besonderen Flächen nicht zuwachsen, werden sie regelmäßig gepflegt. Mitarbeiter der Biologischen Station entfernen jedes Jahr junge Gehölze – und freuen sich diesmal über tatkräftige Unterstützung.

Natur schützen, Hände schmutzig machen

Treffpunkt ist am 25. Oktober um 9.15 Uhr am Bahnhof Deuten. Von dort geht es gemeinsam zu Fuß in das rund zwei Kilometer entfernte Schutzgebiet. Je nach Teilnehmerzahl wird zusätzlich ein Shuttleservice eingerichtet.

Wer mithelfen möchte, kann sich anmelden unter www.biostation-re.de/veranstaltungen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02369/77505.

Ein Vormittag an der frischen Luft, gemeinsames Arbeiten in der Natur und ein direkter Beitrag zum Erhalt seltener Lebensräume – das Entkusseln ist eine Naturschutzaktion, bei der alle mitmachen können.

Abiturjahrgang 1995 feiert Wiedersehen in Dorsten

Mit einer fröhlichen Feier haben am Samstag die Abiturjahrgänge von 1995 der beiden Dorstener Gymnasien St. Ursula und Petrinum ihr 30-jähriges Jubiläum begangen. Nach den offiziellen Ehemaligentreffen der Schulen zog es rund 90 ehemalige Schülerinnen und Schüler ins Vinylcafé „Schwarzes Gold“, wo sie in ausgelassener Stimmung bis tief in die Nacht feierten.

Die Freude über das Wiedersehen war groß. Viele hatten eine weite Anreise auf sich genommen, einige kamen sogar aus der Schweiz, Norwegen und Schweden. Ganz gleich ob man damals gemeinsam das Abitur bestanden oder nur einen Teil des Weges in Klassen und Kursen miteinander verbracht hatte, die Gespräche sprudelten. Erinnerungen an Schulzeit und Lehrkräfte mischten sich mit Erzählungen aus dem heutigen Leben, über Beruf, Familie und die Welt von heute. Auch an diejenigen, die nicht mehr dabei sein konnten, wurde gedacht.

Die Musik sorgte dafür, dass sich bald die Tanzfläche füllte und niemand lange stillstehen konnte. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gesungen, getanzt und gelacht. Am Ende waren sich alle einig: Dieses Wiedersehen war mehr als ein nostalgischer Rückblick. Es war ein Fest lebendiger Freundschaften.

Mit einem herzlichen „Bis in fünf Jahren!“ verabschiedeten sich die Ehemaligen in der festen Absicht, das nächste Kapitel gemeinsamer Erinnerungen ebenso schwungvoll zu schreiben.

Rhader Tänzerinnen qualifizieren sich für Jazz-Weltmeisterschaft

Großer Jubel bei der Tanzsportabteilung (TSA) des SSV Rhade: Gemeinsam mit dem Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck qualifizierte sich die Formation „T.D.R.“ am Wochenende bei der WM-Qualifikation Jazz in Celle für die Weltmeisterschaft.

„T.D.R.“ ist eine Formationsgemeinschaft aus Tänzerinnen des SSV Rhade und des TC GW Schermbeck – und sie bewies einmal mehr, dass Teamgeist und Leidenschaft zu Spitzenleistungen führen. In der Hauptgruppe überzeugten Vivien Bicker, Anna Dmitrieva, Jessica Drygalla, Madlen Fünfgeld, Lea Hampel, Lisa Hatkemper, Hannah Haubold, Lina Maidhof, Hannah Ollesch, Laura Rademacher, Emma Sophie Schwering und Sarah Welter mit Ausdruck und Synchronität. Am Ende bedeutete der fünfte Platz das ersehnte WM-Ticket.

Auch die Schermbecker Formation „Avalanche“, in der mehrere junge Tänzerinnen aus der Region tanzen, feierte in Celle ihren ersten großen Erfolg: Esther Akenya, Phyllis Akenya, Naima Gülcher, Lea-Sophie Kremp, Lotta Overkämping, Maja Reckwardt, Sofie Scholz, Annika Auf der Springe und Sophia Temmler belegten in der Kategorie Jazz Jugend den dritten Platz und qualifizierten sich ebenfalls für die Weltmeisterschaft.

„Das war ein aufregender und wunderschöner Tag“, hieß es aus der TSA des SSV Rhade. „Wir sind stolz auf die Mädels und freuen uns auf die WM-Vorbereitung.“ Jetzt steht intensives Training an – mit viel Vorfreude auf das internationale Parkett.

18. Lichterfest Dorsten: „Ehrenamt im Lichterglanz“ bringt die Stadt zum Strahlen

Am Sonntag, 9. November 2025, verwandelt sich die Dorstener Innenstadt wieder in ein funkelndes Meer aus Lichtern. Unter dem Motto „Ehrenamt im Lichterglanz“ lädt das 18. Lichterfest Dorsten in die Altstadt.

Von 12 bis 19 Uhr können die Besucher den Lichtermarkt der Vereine entdecken, während der verkaufsoffene Sonntag von 13 bis 18 Uhr zum Bummeln und Einkaufen einlädt. Durch den fast gleichzeitig startenden Winterzauber verlagert sich der Schwerpunkt des Festes vom Marktplatz zum Platz der Deutschen Einheit.

Dorstener Vereine im Rampenlicht beim Lichterfest

Das diesjährige Lichterfest steht auch in diesem Jahr ganz im Zeichen des Ehrenamts. Rund 70 Vereine und Initiativen präsentieren sich mit eigenen Ständen in der gesamten Innenstadt, von der Recklinghäuser Straße über die Essener Straße und Lippestraße bis hin zu den Mercaden und dem Platz der Deutschen Einheit. Der Eintritt ist frei, und alle Einnahmen aus den Vereinsständen fließen zu 100 Prozent in die jeweiligen Vereinskassen.

Organisiert wird das Lichterfest erneut ehrenamtlich durch den Vorstand von Sag JA! zu Dorsten, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten, der Stadtagentur unter der Leitung von Sabine Fischer, dem Entsorgungsbetrieb Dorsten und zahlreichen Helfern. Ziel ist es, das vielfältige Engagement in Dorsten sichtbar zu machen und dem Ehrenamt eine große Bühne zu bieten.

Platz der Deutschen Einheit als neues Herzstück

Der Platz der Deutschen Einheit wird in diesem Jahr das Zentrum des Lichterfestes. Dort erwarten die Besucher die große Bühne, der Mitmachzirkus, der Stern der guten Wünsche von Sag JA! zu Dorsten sowie die Pagoden der Lions Clubs Dorsten und Hanse, des Freundeskreises Rybnik und des Rotary Clubs.

Foto: Christian Schwitt

Parallel dazu beginnt bereits am 6. November der Winterzauber auf dem Marktplatz mit den beliebten Eisstockmasters, die auch während des Lichterfestes geöffnet haben. „So entsteht eine lebendige Verbindung zwischen beiden Veranstaltungen“, so Claudia Michel vom Verein Sag JA! zu Dorsten.

Der Stern der guten Wünsche

Ein besonderer Höhepunkt ist der traditionelle Stern der guten Wünsche auf dem Platz der Deutschen Einheit. Kinder aus allen Dorstener Kindergärten und Grundschulen erhalten ab dem 10. Oktober Windlicht-Gutscheine. Gegen eine kleine Spende können dann die Windlichter in den Stern gestellt werden, um gemeinsam ein leuchtendes Symbol für Zusammenhalt und Nächstenliebe zu schaffen.
„Die diesjährigen Spenden kommen Kinder- und Jugendprojekten zugute. Unterstützt werden unter anderem der neue Außenbereich der Freien Kindertagesstätte Kuckucksnest e.V. sowie ein weiteres Projekt für Jugendliche, das noch bekanntgegeben wird“, erklärt Ludwig Minnebusch vom Verein Sag JA! zu Dorsten.

Foto: Christian Schwitt

Gewinnspiel der Vereinten Volksbank

Die Vereinte Volksbank fördert das Engagement der Dorstener Vereine mit einem besonderen Gewinnspiel. Am Veranstaltungstag werden drei Vereine ausgelost. Der erste Platz erhält 500 Euro, der zweite und dritte Platz jeweils 250 Euro.

Buntes Bühnenprogramm für die ganze Familie

Von 12 bis etwa 18.30 Uhr erwartet die Gäste auf der Bühne am Platz der Deutschen Einheit ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Moderiert wird der Tag von Michael Maiß und Luisa Mendriks.

Das Programm bietet Musik, Tanz und Sportvorführungen – darunter Auftritte der Crazy Tigers (Kampfsport), der Tanzmäuse Rhade, der Lebenshilfe-Musikgruppe „Handgemacht“, sowie Präsentationen verschiedener Vereine wie Müllfrei Dorsten, BVH Tennis, Mission Dorsten und dem Bürgerpark Maria Lindenhof e.V..

Für Kinder sorgt der Mitmachzirkus mit Tobias und Daniel vom Zirkustheater StandArt für Begeisterung. Den musikalischen Auftakt gestaltet dabei Saxophonist Dirk Tinter.

Stimmungsvolles Finale mit Laternenumzug

Ein besonderes Erlebnis wird auch in diesem Jahr der traditionelle Laternenumzug um 17 Uhr. Treffpunkt ist der Platz zwischen Johanneskirche und Gemeindehaus. Der Umzug führt dann mit leicht veränderter Wegführung zum Platz der Deutschen Einheit, wo die Martinsgeschichte von Lambert Lütkenhorst vorgelesen wird. Den Abschluss bilden schließlich die Worte von Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Foto: Christian Schwitt

Dorsten leuchtet dank starkem Zusammenhalt

Die Finanzierung des gesamten Lichterfestes wird komplett aus lokaler Kraft gestemmt. Die Sparkasse Vest und zahlreiche Dorstener Unternehmen unterstützen die Veranstaltung großzügig. Damit zeigt sich erneut, wie stark der Zusammenhalt und das Engagement in der Stadt sind.

Das Lichterfest Dorsten 2025 verspricht ein stimmungsvoller Tag voller Lichter, Musik und Gemeinschaft zu werden – ein Fest, das Ehrenamt, Familie und Dorstener Lebensfreude in den Mittelpunkt rückt.

Rockpower im Vinylcafé: GoMusic! begeistert erneut das Dorstener Publikum

Am 5. Oktober 2025 sorgte das Musikprojekt GoMusic! erneut für ausgelassene Stimmung im Vinylcafé Schwarzes Gold. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr trat das Ensemble im CreativQuartier auf der Zeche Leopold auf und zeigte, warum es inzwischen zu den festen Größen der Dorstener Livemusikszene gehört.

Obwohl die Besetzung von GoMusic regelmäßig wechselt, bleibt die Energie der Auftritte ungebrochen. In der aktuellen Formation standen Bassist und Band-Initiator Martin Engelien, Sänger Steven Mageney, Gitarrist Dirk Edelhoff und Schlagzeuger Jason Mageney gemeinsam auf der Bühne. Über mehrere Stunden hinweg boten sie ein mitreißendes Programm aus kraftvollem Hardrock und bekannten Klassikern.

Besonders Songs von Rose Tattoo und Manfred Mann brachten das Publikum zum Mitsingen und Mittanzen. Die Band verstand es, die Begeisterung der Zuhörer aufzunehmen und in pure Spielfreude zu verwandeln. Das Vinylcafé verwandelte sich in einen lebendigen Konzertsaal, in dem Musikliebhaber jeden Alters voll auf ihre Kosten kamen.

GoMusic bewies auch an diesem Abend, dass die Verbindung zwischen Band und Dorstener Publikum etwas Besonderes ist. Viele Gäste bezeichneten das Konzert als eines der Highlights des Jahres. Mit Leidenschaft, Können und ansteckender Energie machte die Band deutlich, dass Live-Musik im Vinylcafé Schwarzes Gold nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Wasserschaden legt Sporthalle der Gesamtschule Wulfen lahm

Wegen eines Wasserschadens mussten die Hallenteile 1 bis 3 der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen ab sofort gesperrt werden. Das teilte die Schule am Montag (6. Oktober) in einer Mitteilung an alle Hallennutzer mit.

Der Schaden macht nicht nur den Sportunterricht an der Schule unmöglich, sondern betrifft auch mehrere Vereine, die die Halle regelmäßig für Training und Wettkämpfe nutzen.

„Wir verschaffen uns aktuell ein Lagebild und werden unverzüglich informieren, wann die Hallenteile 1 bis 3 wieder genutzt werden können“, heißt es in der Mitteilung.

Die Schulleitung prüft derzeit gemeinsam mit der Stadt, ob und welche alternativen Hallenzeiten bereitgestellt werden können. Allerdings sei bereits klar, dass nicht für alle Nutzungen Ausweichmöglichkeiten angeboten werden können.

Wie lange die Sperrung andauern wird, steht derzeit noch nicht fest. Weitere Informationen sollen folgen, sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind.

Judoka des JV Hohe Mark Wulfen erleben tollen Tag im Ketteler Hof

Bei strahlendem Herbstwetter machten sich die Mitglieder des Judo Vereins JV Hohe Mark 81 e. V. Wulfen am Wochenende auf den Weg zum beliebten Freizeitpark Ketteler Hof in Lavesum. Der Vereinsvorstand hatte zum gemeinsamen Ausflug eingeladen, und rund 40 Teilnehmer folgten der Einladung.

Nach dem Treffen um 10 Uhr erkundeten die kleinen und großen Judoka in Gruppen das weitläufige Gelände. Ob auf den rasanten Rutschen, der Rodelbahn oder den großen Hüpfkissen – überall war Lachen und gute Laune zu hören. Besonders die Kinder hatten sichtlich Spaß beim Toben und Entdecken.

Zur Mittagszeit wartete eine Stärkung auf die Ausflügler. Pommes mit Currywurst oder Nuggets, gesponsert vom Verein, sorgten für volle Energie und zufriedene Gesichter. Danach ging es gestärkt weiter zu den nächsten Attraktionen, und die Zeit verging wie im Flug.

„Es war ein rundum gelungener Tag, der allen Beteiligten viel Freude gemacht hat“, fasste Schatzmeister Tobias Bergerfurth das gemeinsame Erlebnis zusammen.

Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck und einem großen Gemeinschaftsgefühl endete der Ausflug am Nachmittag. Der Tag zeigte einmal mehr, dass beim JV Hohe Mark 81 e. V. nicht nur auf der Matte Teamgeist zählt.

Kartoffelfest, Oktoberfest und Brot-Tied: Heimatverein Wulfen lädt dreifach ein

Der Heimatverein Wulfen sorgt in den kommenden Wochen für gleich drei gesellige Höhepunkte im Veranstaltungskalender. Er lädt herzlich ein, gemeinsam zu feiern und die Dorfgemeinschaft zu stärken.

Den Auftakt macht das große Kartoffelfest am Brauturm, das am Freitag, 10. Oktober, und Samstag, 11. Oktober, vor dem REWE-Markt stattfindet. Neben verschiedenen Sonderangeboten dürfen sich Besucher auf kulinarische Leckerbissen freuen. Frisch gebackene Reibeplätzchen, deftige Kartoffelsuppe mit Wursteinlage und Bratwurst im Brötchen stehen auf dem Programm. „Da kann die Küche zu Hause ruhig mal kalt bleiben“, so die Organisatoren augenzwinkernd.

Weiter geht es am Samstagabend, 11. Oktober, mit dem Oktoberfest der Braugruppe des Heimatvereins. Ab 18 Uhr öffnet das Heimathaus am Rhönweg seine Türen – bei freiem Eintritt. Serviert werden selbstgebrautes Bier und zünftige Leberkäs-Brötchen. Die Braugruppe freut sich schon jetzt auf zahlreiche Gäste und gute Stimmung.

Motto-Teller beim Brot-Tied-Abend. Foto: Archiv / Fichtner

Wer es lieber gemütlich und kulinarisch mag, sollte sich schon jetzt den Brot-Tied-Abend vormerken. Dieser findet am Freitag, 7. November, im Heimathaus statt. Die beliebte Veranstaltung geht in die dritte Runde und beginnt um 18 Uhr. Angeboten werden drei abwechslungsreiche „Motto-Teller“ mit selbstgebackenen Broten, hausgemachten Aufstrichen und passenden Beilagen. Der Eintritt kostet 10 Euro, die am Abend als Verzehrguthaben angerechnet werden. Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich der rechtzeitige Kartenvorverkauf ab dem 8. Oktober in der Provinzial-Geschäftsstelle Huthmacher & Kapell, Hervester Straße 21 in Wulfen.

Mit diesem abwechslungsreichen Programm zeigt der Heimatverein Wulfen einmal mehr, wie vielfältig und lebendig das Vereinsleben im Stadtteil ist. Er lädt alle herzlich ein, dabei zu sein, mitzufeiern und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Apfeltage an der Neuen Schule Dorsten: Lernen mit allen Sinnen

Drei Tage lang drehte sich an der Neuen Schule Dorsten alles um den Apfel. Zum zweiten Mal fanden dort die beliebten „Apfeltage“ statt – und erneut verwandelte sich die Schule in einen lebendigen Lernort, an dem Kinder Natur, Handwerk und Kreativität mit allen Sinnen erleben konnten.

Rund 150 Kinder aus den vierten Klassen der Bonifatius- und Antonius-Grundschule waren mit Begeisterung dabei. An vier abwechslungsreichen Stationen erfuhren sie, was im Apfel alles steckt – von der Pflege der Bäume bis zur Verarbeitung der Früchte.

Auf der schuleigenen Streuobstwiese packten die jungen Teilnehmer tatkräftig mit an. Mit Astscheren und Rechen ausgerüstet schnitten sie Äste, legten Baumscheiben an und pflückten natürlich auch selbst Äpfel. „Ganz schön viel Arbeit für einen gesunden Baum!“, staunte so mancher Viertklässler.

In der Schulküche duftete es derweil herrlich nach frischem Gebäck. Gemeinsam schälten und schnitten die Kinder Äpfel, rührten Teig und backten saftige Apfelmuffins – ein Genuss, der im ganzen Schulgebäude zu riechen war.

Richtig Muskelkraft war anschließend beim Apfelsaftpressen gefragt. Die Kinder wuschen, zerkleinerten und pressten die Früchte zu frischem Saft. „Der schmeckt ja ganz anders als der aus dem Supermarkt!“, war begeistert zu hören.

Kreativ wurde es schließlich beim Apfeldruck: Mit Farbe und Fantasie entstanden farbenfrohe Herbstbilder, die nun die Klassenräume schmücken und an die besonderen Tage erinnern.

So boten die Apfeltage auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Mischung aus Lernen, Erleben und Miteinander. Mit Teamgeist, Neugier und jeder Menge Spaß tauchten die Kinder in die Welt des Apfels ein. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Lehrkräften, Helferinnen und Helfern, die das Projekt möglich gemacht haben.

Musik mit hoher Ansteckungsgefahr: Virus D mit neuem Album und Live-Konzert

Wahrscheinlich hat sich bisher jeder Autor, der über diese Band geschrieben hat, vom Bandnamen infizieren lassen. Auch ich konnte mir diese Headline einfach nicht verkneifen, zumal der Bandname ja auch genau aus diesem Grund gewählt wurde.

Hätte ich Virus D bereits vor 30 Jahren gekannt, so würde auch ich mich beim kommenden Live-Konzert im Oktober zu den „Ur-Fans“ zählen. Doch lassen wir den Konjunktiv beiseite, heute habe ich die Bandmitglieder ja kennengelernt. Bei diesem „Privatkonzert“ überzeuge ich mich von der Vielseitigkeit der fünf Musiker: fünf Lieder live, fünf völlig andere Eindrücke. Mit Kopfhörern auf den Ohren habe ich bei den Proben einen Platz direkt in der ersten Reihe. Näher dran geht kaum.

Blues, Hardrock oder Balladen, Virus D kann offensichtlich alles. Und das alles auf Deutsch. „Den Bandnamen ‚Virus‘ haben wir bewusst gewählt, da wir mit unseren Texten, unserer Musik und unserer eigenen Freude die Zuhörer infizieren wollten und auch jetzt noch möchten“, erklärt mir Gründungsmitglied Bernd Feller. „Das ‚D‘ in unserem Namen steht dabei für deutsche Texte.“

„Erst stirbt die Zeche…“ läuft heute noch in Dauerschleife

Bereits drei Jahre nach Bandgründung folgte 1986 das erste Auslandskonzert der Rockband, danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Mit der ersten Single landete „Virus D“ direkt auf Platz 2 der WDR-Hitparade. Es folgten LPs, CDs, EPs sowie die Rockrevue „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“. Seit 2023 läuft die Revue in Dauerschleife im Bergbaumuseum Bochum, der Titel ist mittlerweile der offizielle Slogan der Bergleute.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

„Zeitreise“ ist für Virus D auch ein Vermächtnis

Musikalisch waren Thomas Kersting am Bass, Bernd Feller am Schlagzeug und Uwe Brunn mit seiner Gitarre, Keyboarder Karl „Kalli“ Wälter sowie Andreas Mohr am Mikro durchgehend aktiv. Nach dem Tod ihres Sängers Torsten Schmidt traten sie jedoch sechs Jahre lang nicht mehr auf. „Torsten wollte jedoch, dass auch nach seinem Tod die Band weiterbesteht und somit ist die LP ‚Zeitreise‘ unser Vermächtnis an ihn“, erklärt Thomas und fährt fort: „Nicht veröffentlichtes Material mit ausschließlich eigenen Texten auf Deutsch hatten wir ja genug. So haben wir einige Songs neu arrangiert und aufgenommen.“ Uwe wirft mit seinem trockenen Humor ein: „Und das beim besten Toningenieur ever, bei Thomas Erkelenz in Gelsenkirchen-Buer.“

Virus D
Das neue Album von Virus D. Foto: Band

Alle Songs entstanden ohne Druck und waren ein Gemeinschaftswerk der fünf Musiker. Dabei verzichten sie bei der Erstellung der Lieder absichtlich auf die Hilfe der künstlichen Intelligenz. „Für uns bleibt Musik immer noch reine Handarbeit, die aber leider oft nicht mehr geschätzt wird“, betont Thomas und Bernd ergänzt: „Auch unsere neuen Songs auf LP zu pressen war eine bewusste Entscheidung. Mit einer LP hörst du Musik nicht nur nebenbei, sondern viel bewusster.“

Ich frage nach, ob es schwerfällt, ein Lied nun nach Jahren anders zu spielen. „Anfangs schon, aber wir kommen schnell in die neue Version“, erklärt mir Kalli. „Und seid ihr vor euren Auftritten noch nervös?“, frage ich weiter. Kalli ist es noch, Bernd ist nur etwas aufgeregt, alle anderen sind dagegen entspannt. Andreas erklärt es folgendermaßen schmunzelnd: „Ich habe doch die Band hinter mir, das beruhigt mich.“ Egal, wie sie sich vor dem Auftritt fühlen, bei allen legt sich die Anspannung nach dem ersten Ton. „Dann wollen wir unseren Zuhörern den Spaß mitgeben, den wir auch auf der Bühne haben, möchten sie mitreißen“, sind sich die fünf einig.

Konzert 2026 im Gemeinschaftshaus Wulfen

Virus D freut sich darauf, viele bekannte Gesichter, die mit ihnen in Würde gealtert sind, wiederzusehen, freut sich aber natürlich auch auf unbekannte Gesichter. Das Konzert sollte ursprünglich am 11. Oktober 2025 im Gemeinschaftshaus Wulfen stattfinden, wurde nun aber auf Januar verschoben. Am 10. Oktober werden die neuen Stücke veröffentlicht. Erhältlich sind die Doppel-LP und CD direkt beim Konzert und als Streaming.

Artenschutz zum Anfassen: Dorsten enthüllt Käfer-Skulptur von Brigitte Stüwe

Lippeverband und Stadt Dorsten weihen Kunstwerk von Brigitte Stüwe am Hammbach ein

Der Schutz der Artenvielfalt steht beim Lippeverband neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes im Mittelpunkt zahlreicher Renaturierungsprojekte. Mit der neuen interaktiven Skulptur „LEBENLASSEN!“ setzt der Verband nun ein sichtbares Zeichen für den Artenschutz im öffentlichen Raum. Gemeinsam mit der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe und der Stadt Dorsten wurde das Werk am Donnerstag, 2. Oktober, am Hammbach auf Höhe der Neuen Schule feierlich eingeweiht.

Kunst mit Botschaft

Nach einer Idee von Brigitte Stüwe soll die Skulptur „LEBENLASSEN!“ auf den dringend notwendigen Schutz der Artenvielfalt aufmerksam machen. Der Standort am Hammbach, einem Nebengewässer der Lippe, wurde bewusst gewählt: Das Werk befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Streuobstwiese und eines Grünbands, das von der Neuen Schule Dorsten gesäumt wird.

„Als skulpturales Element bricht LEBENLASSEN! die Form eines klassischen Denkmals ironisch und humorvoll: Statt eines Helden steht ein Käfer auf dem Sockel, um menschliche Naturverhältnisse provokant zu hinterfragen. Die Installation regt zur Reflexion über ästhetische Traditionen und das Verhältnis zur Natur an“, erklärte Brigitte Stüwe bei der Einweihung.

Digitale Erweiterung über QR-Codes

Über QR-Codes bietet das Kunstwerk Zugang zu Informationen über den Artenschutz an der Lippe und ihren Nebengewässern – insbesondere am Hammbach. Diese Inhalte ergänzen die digitale Freiluft-Bibliothek der „Lippe-Lese-Lounge“. Ein neues virtuelles Buch zum Thema Artenschutz wird dort über die Webseite www.lippeleselounge.de abrufbar sein.

Darüber hinaus ermöglicht eine Augmented-Reality-Anwendung (AR) Besucherinnen und Besuchern, eine Libelle auf das Kamerabild ihres Smartphones zu projizieren. Die AR-Funktion kann auch an anderen Orten genutzt werden und verknüpft so Kunst, Natur und digitale Technik.

Kooperation mit der Stadt Dorsten

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit dem Lippeverband haben wir einen starken Partner an unserer Seite, wenn es um die Gestaltung von Freiraum und Umwelt geht.“ Im Rahmen des integrierten Innenstadtkonzeptes „Wir machen MITte“ seien zwischen 2015 und 2023 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Städtebauförderung große Areale an Schölzbach und Lippe umgestaltet worden. Ziel sei es gewesen, die ökologische Qualität und die Zugänglichkeit der Gewässer im Stadtgebiet zu verbessern. „Auf diesen Erfolgen bauen wir auf und freuen uns, nun ein weiteres Kunstwerk, das in Zusammenarbeit mit der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe und dem Lippeverband entstanden ist, eröffnen zu können“, sagte Stockhoff.

Nachhaltigkeit als Leitgedanke

Auch Lippeverbands-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Uli Paetzel hob den Umweltgedanken hervor: „Als Lippeverband erledigen wir unverzichtbare Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Neben der Abwasserentsorgung gehören dazu der Hochwasserschutz und die Renaturierung technisch überformter Gewässer. Bei unserer Arbeit stehen die Mehrwerteffekte für Flora, Fauna und die Bevölkerung im Fokus.“

Mit dem Projekt „LEBENLASSEN!“ wolle der Verband seinen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region leisten. Zugleich bekenne man sich zu den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Herbstfest trotzt Tief „Detlef“: Dorstener lassen sich vom Regen nicht aufhalten

Ein ungemütlicher Mix aus Wind, Regen und grauen Wolken begleitete das Dorstener Herbstfest am Wochenende. Tief „Detlef“ sorgte zwar für nasse Jacken und offene Schirme, doch viele ließen sich davon nicht abschrecken. Trotz des durchwachsenen Wetters zog es zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt.

Nach dem musikalischen Auftakt mit „Deutschland singt und klingt“ am Freitag und einem belebten Samstag bildete der verkaufsoffene Sonntag den Abschluss des dreitägigen Stadtfestes.

Trotz des Wetters kamen zahlreiche Gäste. Foto: Christian Haug

Gottesdienst als besinnlicher Start

Den Beginn des letzten Festtages markierte ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Marktplatz. Unter der Leitung von Anke Klapprodt und Marko Weibels versammelten sich rund um den Altar trotz Nieselregens dutzende Gläubige.

Gottesdienst auf dem Marktplatz. Foto: Christian Haug

„Viele Menschen wissen heute nicht, was sie morgen essen oder wo sie schlafen werden. Wir sollten unser Glück wertschätzen und denen helfen, die in schwierigen Zeiten leben“, erinnerte Pfarrerin Klapprodt in ihrer Predigt. Ein nachdenklicher, aber passender Auftakt für einen stilleren Herbstsonntag.

Verkaufsoffener Sonntag mit überschaubarem, aber stetigem Publikum

Ab 13 Uhr öffneten die Geschäfte in der Innenstadt und in den Mercaden ihre Türen. Der große Besucheransturm blieb wegen des Wetters zwar aus, doch wer kam, zeigte sich in Einkaufs- und Bummellaune. Viele nutzten den Nachmittag für Gespräche mit Bekannten oder einen warmen Kaffee zwischendurch.

Foto: Christian Haug

Im Alten Rathaus lud der Rotary Club Dorsten zu einem Bücherbasar ein – eine willkommene Gelegenheit, dem Regen zu entkommen und beim Stöbern zwischen Romanen, Klassikern und Kinderbüchern trockene Minuten zu verbringen.

Foto: Christian Haug

Auch im Campus Dorsten konnte man dem Regen entgehen und sich einen ersten Eindruck des neuen Gesundheitszentrums verschaffen. Die einzelnen Abteilungen stellten sich den Besuchern vor.

Traktoren, Technik – und eine ganz besondere Kuh

Auf dem Platz der Deutschen Einheit präsentierten die Oldtimerfreunde Lembeck ihre historischen Traktoren, die selbst im Dauerregen glänzten. „Manche Modelle stammen noch aus den 50er-Jahren. Wir restaurieren sie mit viel Herzblut“, erklärte Vereinsmitglied Bernd.

Foto: Christian Haug

Für ein Schmunzeln sorgte die vom Verein selbstgebaute Holzkuh „Bertha“, an der Kinder ihr Können im „Melken“ testen durften – statt Milch spritzte allerdings Wasser heraus. „Bertha ist unser Publikumsliebling“, sagte Bernd. „Gerade bei solchem Wetter braucht man etwas, das die Leute zum Lachen bringt.“

Ein Herbstfest, das besseres Wetter verdient gehabt hätte

Auch wenn Tief „Detlef“ die Stadt zeitweise fest im Griff hatte, bewiesen viele Dorstenerinnen und Dorstener Durchhaltevermögen. Das Herbstfest 2025 blieb damit zwar wetterbedingt etwas ruhiger als in den Vorjahren, zeigte aber erneut, dass die Altstadt selbst bei Regen ein Ort der Begegnung bleibt – nur eben mit Regenschirm statt Sonnenbrille.

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