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Helmut Winkler erhält höchste Sportauszeichnung des Landes NRW

Große Ehre für einen der prägenden Köpfe des Dorstener Sports: Helmut Winkler, langjähriger Vorsitzender des Tanzsportzentrums (TSZ) Royal Wulfen, wird am 29. Oktober in Düsseldorf mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Es ist die höchste sportbezogene Ehrung, die das Land zu vergeben hat.

Staatssekretärin Andrea Milz, die die Auszeichnung im K21 – dem Museum für internationale Gegenwartskunst der Kunstsammlung NRW – im Namen von Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichen wird, würdigt Winklers „außergewöhnliches Engagement für die Belange des Sports“ und seinen „vorbildlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“.

Fast fünf Jahrzehnte Ehrenamt

Winkler engagiert sich seit 1975 im Tanzsport. Aus dem damaligen Tanzsportclub Wulfen heraus gründete er 1985 den heutigen Verein TSZ Royal Wulfen, der inzwischen über 600 Mitglieder zählt und zu den größten Tanzsportvereinen im Kreis Recklinghausen gehört. Mit Weitblick und Beharrlichkeit formte Winkler den Verein zu einem echten „Big Player“ im nordrhein-westfälischen Tanzsport.

Unter seiner Leitung richtete der Verein mehr als 200 Wettkämpfe aus. Darunter war auch die Deutsche Meisterschaft in Jazz- und Modern Dance 1996 in der Essener Grugahalle. 1998 gelang dann ihm ein Meilenstein: Der Verein übernahm die ehemalige Kleinschwimmhalle am Wittenbrink und baute sie in Eigenregie zu einem modernen Trainingszentrum um, das 2006 erweitert und 2020 aufwendig saniert wurde.

1996 gewann das Team vom TSZ Royal Wulfen die Deutsche Meisterschaft in Essen. Foto: Archiv / TSZ

Bundesverdienstkreuz bereits doppelt verliehen

Für sein jahrzehntelanges Engagement ist Helmut Winkler bereits mehrfach geehrt worden. 2004 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2021 folgte – zum zweiten Mal – das Bundesverdienstkreuz. Bürgermeister Tobias Stockhoff nannte ihn damals einen „Funktionär, Multiplikator und Kämpfer für den Sport“.

Teamgeist und Familienrückhalt

Winkler betont stets, dass seine Erfolge nur durch ein starkes Team und den Rückhalt seiner Familie möglich waren. Seit fast 50 Jahren ist er verheiratet und dankbar für die Unterstützung seiner Frau und seiner Söhne. „Meine Frau hat immer zu mir gehalten“, sagte er einmal. „Ohne diesen Halt wäre die Idee einer Profi-Infrastruktur gescheitert.“

Ein Vorbild für den Sport

Mit der Verleihung der Sportplakette reiht sich Helmut Winkler in eine kleine Gruppe Dorstener Sportgrößen ein. Vor ihm wurden nur der paralympische Goldmedaillengewinner Heinz Simon und Basketball-Nationalspielerin Marlies Askamp mit dieser Auszeichnung geehrt.

Für den 74-Jährigen ist die Ehrung nicht nur eine Würdigung seiner persönlichen Leistung, sondern auch eine Anerkennung für den gesamten Verein TSZ Royal Wulfen – und ein starkes Signal für die Bedeutung des Ehrenamts im Sport.

Online-Termine bei der Zulassungsstelle Marl: So klappt die Anmeldung

Terminvereinbarung bei der Zulassungsbehörde in Marl: Online-System mit klaren Regeln

Die Stadt Marl bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Termine bei der Zulassungsbehörde bequem online zu buchen. Das System ist auf Privatpersonen ausgerichtet und ermöglicht Terminvergaben bis zu 14 Tage im Voraus. Für Kfz-Händler und Zulassungsdienste gelten dagegen besondere Vorgaben.

Online-Termine für Privatkundinnen und -kunden

Über die Online-Terminvergabe können bis zu vier Anliegen pro Tag gebucht werden. Die Termine sind bis maximal zwei Wochen im Voraus verfügbar. Zusätzlich stellt die Behörde tagesaktuelle Termine bereit, die ab 7.30 Uhr freigeschaltet werden. Von Terminanfragen per E-Mail wird ausdrücklich abgeraten, da diese grundsätzlich nicht beantwortet werden.

Besondere Regelungen für Kfz-Händler und Zulassungsdienste

Für gewerbliche Anbieter gelten strikte Vorgaben. Zulassungsunterlagen können ausschließlich vormittags bis 8.30 Uhr eingereicht werden – vorausgesetzt, sie sind vollständig ausgefüllt. Später abgegebene Unterlagen werden abgewiesen und erst am Folgetag angenommen.

Darüber hinaus sind zusätzliche Online-Terminbuchungen durch Kfz-Händler oder Zulassungsdienste nicht gestattet. Solche Reservierungen werden ohne Rückmeldung storniert. Das Online-System ist ausschließlich für Privatpersonen vorgesehen.

Hier geht es zur Terminvereinbarung

Oktoberfest Feldmark 2025: Ausgelassene Stimmung im Festzelt

Tausende Besucherinnen und Besucher haben am Samstagabend beim 18. Oktoberfest in der Feldmark ausgelassen gefeiert. Im großen Festzelt an der Wilhelm-Norres-Straße herrschte echtes Wies’n-Flair: Maßkrüge, Dirndl, Lederhosen und bayerische Schmankerl sorgten für authentische Oktoberfest-Stimmung mitten im Ruhrgebiet.

Oktoberfest in der Feldmark Dorsten 2025
Foto: Christian Sklenak

Für den musikalischen Höhepunkt sorgte die Partyband „VIP`$“, die zwischen den großen Volksfesten in München und Stuttgart eigens nach Dorsten reiste. Gemeinsam mit Stimmungssängerin Ina Colada brachten die Musikerinnen und Musiker das Publikum schon kurz nach dem traditionellen Fassanstich zum Tischtanz.

Oktoberfest in der Feldmark Dorsten 2025
Foto: Christian Sklenak

Diesen übernahmen König Bruno I. Sailer und Königin Jenny I. Dreckmann, die trotz leichter Aufregung den Hahn schnell und sicher einschlugen. Das frisch gezapfte Freibier wurde anschließend unter den Gästen verteilt und trug zur ausgelassenen Stimmung bei.

Oktoberfest in der Feldmark Dorsten 2025
Foto: Christian Sklenak

Oktoberfest auch kulinarisch ein Erfolg

Auch kulinarisch war das Feldmark-Oktoberfest ein voller Erfolg. Im beliebten Schmankerl-Dorf wurden Spießbraten, Schweinshaxe und Leberkäs serviert, dazu gab es knusprige Pommes, Currywurst und die typischen Lebkuchenherzen als süßes Andenken. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, um in Tracht mitzufeiern und Erinnerungsfotos zu machen. Wer noch ohne Dirndl oder Lederhose kam, griff zumindest zum karierten Hemd und fügte sich so perfekt ins bunte Bild.

Oktoberfest in der Feldmark Dorsten 2025
Foto: Christian Sklenak
Oktoberfest in der Feldmark Dorsten 2025
Sängerin Ina Colada heizte das Publikum so richtig ein. Foto: Christian Sklenak

Das Dorstener Oktoberfest hat einmal mehr bewiesen, warum es zu den beliebtesten Volksfesten im Ruhrgebiet zählt. Gäste aus der gesamten Region feierten bis tief in die Nacht. Der Allgemeine Bürgerschützenverein Dorsten Feldmark I & II freute sich über die positive Resonanz und darüber, dass die friedliche, fröhliche Atmosphäre auch in diesem Jahr wieder viele neue Fans gewann. Schon jetzt ist die Vorfreude auf die nächste Auflage spürbar, wenn es wieder heißt: „O’zapft is!“

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Der Herbst – die gemütlichste Jahreszeit

Der Herbst hat begonnen, und mit ihm zieht eine ganz besondere Stimmung durch Stadt und Landschaft. Während morgens noch kühler Nebel über den Feldern liegt, zeigt sich am Nachmittag oft ein goldener Oktoberhimmel. Spaziergänge durch die Wälder rund um die Lippe oder im Hervester Bruch sind jetzt ein Fest für die Augen: bunte Blätter, raschelndes Laub und das sanfte Licht, das alles in warme Töne taucht.

von Emily Flade

Doch nicht nur draußen entfaltet der Herbst seine Magie. Zuhause wird es jetzt richtig gemütlich. Kerzen und kleine Lichterketten schaffen ein warmes Licht, das dem frühen Dunkel am Abend entgegenwirkt. Nach einem langen Tag gönnen sich viele eine heiße Tasse Tee oder Kakao, dazu vielleicht ein Stück Apfelkuchen oder eine Schale mit frisch gerösteten Kastanien. Es sind diese kleinen Rituale, die für Geborgenheit sorgen und den Herbst zu einer der beliebtesten Jahreszeiten machen.

Der Herbst lädt auch dazu ein, das Tempo zu verlangsamen. Während draußen der Regen gegen die Scheiben prasselt, greifen viele wieder öfter zu einem Buch oder kuscheln sich mit einer Decke auf das Sofa. Serienabende mit Freunden, Spiele mit der Familie oder einfach nur eine ruhige Stunde mit Musik – all das passt perfekt in diese Jahreszeit. Man könnte fast sagen: Der Herbst macht das Zuhause zum Lieblingsort.

Gleichzeitig bringt die Natur eine stille Schönheit mit sich, die auch nachdenklich macht. Die fallenden Blätter erinnern daran, dass alles vergänglich ist, und doch strahlt die Landschaft in leuchtenden Farben. Gerade dieser Kontrast aus Abschied und Wärme, aus Melancholie und Geborgenheit macht die „cozy season“ so besonders.

So zeigt sich: Der Herbst ist mehr als nur die Zeit zwischen Sommer und Winter. Er ist eine Einladung, zur Ruhe zu kommen, die kleinen Dinge wertzuschätzen und es sich einfach mal gemütlich zu machen. Ob draußen beim Spaziergang oder drinnen mit einer Tasse Tee im Kerzenschein.

#157 Glosse von Anke – Eingeheizt

Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Eingeheizt

Als ich heute Morgen mit einem kühlen Näschen aufgewacht bin, dachte ich: „Anke, es wird Zeit für die Übergangsbettdecke – der Herbst ist da!“ Auch am Abend, im Relaxsessel vor dem Fernseher, kühlen die pantoffellosen Füße in der Liegeposition schon sehr schnell aus. Gottlob habe ich einen menschenfreundlichen Vermieter, der den „Ofen“ im Keller einschaltet, wenn es draußen kühl ist, egal, ob die offizielle Heizperiode in Deutschland schon angebrochen ist oder nicht.

Diese Einstellung war zu meiner Studentenzeit nicht selbstverständlich. „Geheizt wird erst am 1. Oktober und abgedreht wird am 1. April“, beharrte damals der kaltherzige Vermieter unserer Studenten-WG, als wir in einem außergewöhnlich kühlen September bei ihm vorsprachen und bibbernd um etwas Raumwärme bettelten. Die Vorschläge, die uns der Geizhals zum „Warmhalten“ mit auf den Weg gab, gingen allesamt auf unsere (Strom-) Kosten: „Setzen Sie in der Küche einen Topf mit Wasser auf oder stecken Sie Ihre Füße in den vorgewärmten Backofen.“

Blödmann! Wen wundert‘s, dass wir anstelle unserer Füße lieber etwas anderes in den Ofen gesteckt hätten – mit den besten Grüßen von Hänsel und Gretel.

Lokallust Dorsten: Die September-Ausgabe ist da

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Die neueste Ausgabe unseres Stadtmagazins Lokallust ist da. Ab sofort liegen wieder 35.000 Ausgaben der Lokallust kostenlos an den bekannten Auslagestellen bereit oder werden in Dorstener Briefkästen gesteckt, sofern dort keine Aufkleber „Keine Werbung“ angebracht sind.

Die 16-jährige Austauschschülerin Lilli Mosdzien ziert in der neuen Lokallustausgabe unser Cover. Mit Martina Jansen hat sie über ihren langen Aufenthalt in Argentinien gesprochen.

Aber es gibt natürlich noch weitere Geschichten rund um Dorsten in der Ausgabe, die in dieser Woche in eure Briefkästen gesteckt werden.

So hat sich Martina mit Britta Hoffman, Centerleiterin für Jahres- und Gebrauchtwagen bei der Herbert Köpper GmbH, Mercedes „Junge Sterne“ getroffen und hatte in kurzer Zeit das Gefühl, sie schon ewig zu kennen.

Oliver Borgwardt bedankt sich in seiner Geschichte bei Wolfgang Burkhardt, der unzählige Dorstener Dokumente gesammelt hat und sie im Dorstener Stadtarchiv interessierten Redakteuren zur Verfügung stellt.

Die Altstadt übernimmt den Jubiläums-Oktober. Alle wichtigen Infos dazu hat Ralf Meier zusammengetragen.

Virus D tritt nach sechs Jahren mit neuem Album und Live-Konzert am 17. Oktober in Wulfen auf. Martina Jansen bekam so eine Art „Privatkonzert“ und ist begeistert.

Vererben, Schenken, Enterben, Pflichtteil, das sind Begriffe, die wir kennen oder zumindest schon gehört haben. Aber wissen wir auch, was sie bedeuten? Der Dorstener Notar Paul Schajor hat sie Martina auf eine kurzweilige Art und Weise erklärt.

Was natürlich auch in dieser Ausgabe nicht fehlt, sind neben der Fritz-Kolumne und Oliver Borgwardts Serie „Damals in Dorsten“, die Jugendseite „Fuchsfinder“, die Angebote unserer Werbekunden, und Sie können zudem lesen, was in Dorsten passiert ist und welche Veranstaltungen noch anstehen.

Bis Montag sollten Sie unser Monatsmagazin in Ihren Briefkästen haben, ansonsten melden Sie sich bitte bei uns. Sollten Sie Werbeverweigerer sein, können Sie die neue Ausgabe unseres beliebten Monatsmagazins an den bekannten Auslagestellen mitnehmen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen wir Ihnen.

Starke Frauen & Sagenhafte Wanderung: Besondere Touren im Oktober

Im goldenen Oktober bietet die Stadtagentur Dorsten nicht nur ihre beliebten Nachtwächterrundgänge, sondern auch zwei außergewöhnliche Touren für Stadt- und Naturfreunde.

Am Freitag, 17. Oktober 2025, nimmt Stadtführerin Vera Konieczka Interessierte mit auf eine rund 90-minütige Reise durch die Geschichte „starker Frauen“. Ob adelige Damen des Mittelalters oder eine international erfolgreiche Schriftstellerin der Gegenwart – sie alle haben Spuren in Dorsten hinterlassen. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Alten Rathaus, die Teilnahme kostet 8 Euro pro Person.

Eine Woche später heißt es: Wanderschuhe schnüren. Am Sonntag, 26. Oktober, führt Natur- und Landschaftsführerin sowie Waldpädagogin Anne Heßbrügge durch die herbstlich gefärbte Emmelkämper Mark in Deuten. Auf dem etwa 4,2 Kilometer langen Rundweg werden alte Sagen lebendig: Von Zwergen und Raubrittern bis zum geheimnisvollen Einsiedler Brotmann. Neben den spannenden Geschichten lockt ein farbenprächtiges Naturschauspiel.

Gestartet wird um 15 Uhr am Wanderparkplatz Emmelkämper Mark, Weseler Straße (B58). Die etwa zweistündige Wanderung kostet 10 Euro pro Person. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Anmeldungen für beide Touren nimmt die Stadtagentur Dorsten, Lippestraße 41, entgegen: Telefon 02362-663066, [email protected] . Tickets sind auch online erhältlich unter www.reservix.de .

Serendipity feiert 10. Geburtstag: Ein Dorstener Wohlfühlladen blickt zurück

Zehn Jahre voller bunter Stoffe, kreativer Ideen und herzlicher Begegnungen: Das Geschäft „Serendipity“ an der Gahlener Straße 27 lädt am Samstag, 27. September, ab 12 Uhr zu seiner großen Jubiläumsfeier ein. Bis 17 Uhr dürfen sich Besucher auf ein fröhliches Fest mit Sonderangeboten, selbstgebackenem Kuchen, herzhaften Snacks, einem Jubiläumssale und einer Stofftauschaktion freuen. Auch ein Gewinnspiel wartet auf die Gäste.

Der Name „Serendipity“ bedeutet auf Englisch so viel wie „glücklicher Zufall“ – und genau so begann die Geschichte des beliebten Wohlfühlladens. Ute Eikenkamp und ihre Tochter Jennifer wagten 2015 den Neuanfang und verabschiedeten sich aus ihren bisherigen Berufen. Ute führte zuvor eine eigene Firma und Gastronomie, Jennifer war als Webdesignerin sogar in den USA erfolgreich. Beide folgten ihrer Leidenschaft für Stoffe und Patchwork und eröffneten ihr erstes Geschäft an der Lippestraße in der Dorstener Altstadt.

Gemütlich und voller Entdeckungen: Blick in einen der Verkaufsräume von Serendipity. Foto: Borgwardt

Herausforderungen gemeistert

Schon kurz nach dem Start stand die junge Unternehmung vor der ersten großen Bewährungsprobe. Der Umbau der Fußgängerzone hatte begonnen, und die laute Baustelle direkt vor der Tür machte den Alltag schwer. Doch Ute und Jennifer hielten durch und fanden 2017 ihr heutiges Zuhause. Sie zogen in eine ehemalige Gaststätte an der Gahlener Straße. Die nötigen Umbauten und bürokratischen Hürden kosteten Zeit und Nerven, doch im Juli konnte schließlich die Eröffnung gefeiert werden.

Auch später blieb es nicht immer einfach. Während der Corona-Pandemie suchten viele Menschen den persönlichen Kontakt und kamen zumindest ans Fenster, um ein paar Worte zu wechseln. Ein nahe gelegener Bach trat über die Ufer und setzte das Kellerlager unter Wasser. Der Brexit erschwerte den Import beliebter Stoffe und Postkarten aus Großbritannien. Doch all diese Herausforderungen meisterten die beiden Inhaberinnen mit Tatkraft und mit Hilfe treuer Kundinnen und Kunden.

Ute und Jennifer Eickenkamp vor einem besonderen Quilt: Jedes Dreieck steht für das Wetter an einem Tag des Jahres 2023. Foto: Borgwardt

Mehr als nur ein Stoffladen

Heute ist „Serendipity“ weit mehr als ein Fachgeschäft für Quilts, Stoffe und genähte Lieblingsstücke. Die liebevoll gestalteten Räume mit integriertem Café sind ein Treffpunkt für kreative Menschen geworden. Hier entstehen in kleinen Nähkursen Patchworkdecken, Taschen, Kissenhüllen und vieles mehr. Wer selbst nicht nähen möchte, findet fertige Decken und Accessoires oder nutzt den Näh- und Stickservice, um individuelle Geschenke anfertigen zu lassen.

Auch Dekorationen und Geschenkideen sind bei Serendipity zu finden. Foto: Borgwardt

Viele Kunden schätzen vor allem die freundliche Atmosphäre. „Unser Laden ist ein Ort, an dem sich Menschen wohlfühlen“, sagen Ute und Jennifer Eikenkamp. Dass sich dieser Traum trotz mancher Widrigkeiten erfüllt hat, erfüllt Mutter und Tochter mit Stolz und Dankbarkeit.

Einfach vorbeischauen – oder Kuchen sichern

Wer beim Jubiläum mitfeiern möchte, kann selbstverständlich auch spontan vorbeischauen. Wer jedoch beim Kuchen sicher sein will, wird gebeten, sich kurz unter [email protected]
zu melden. So wissen die Gastgeberinnen, wie viel sie für alle backen dürfen. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur wegen der besonderen Angebote, sondern auch um den zehnten Geburtstag eines ganz besonderen Dorstener Ladens mitzuerleben.

Project:Flow lässt am 27. September den Bürgerbahnhof leuchten

Fast neun Jahre nach ihrer ersten Lichtshow am Dorstener Bahnhof kehrt das Künstlerduo Project:Flow dorthin zurück. Am Samstag, 27. September 2025, um 19.45 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang, wird das Hauptgebäude des frisch restaurierten Bürgerbahnhofs erneut zur riesigen Leinwand.

Guido Harding und Dr. Stefan C. Maus, die kreativen Köpfe hinter Project:Flow, haben sich dafür mit Techniker Dennis Klein-Erwig (DK-Showtechnik) verstärkt. „Nach dem Startschuss der Bahnhofsrestaurierung 2016 war uns sofort klar: Wenn der Bürgerbahnhof fertig ist, wollen wir ihn noch einmal in ganz neuem Licht zeigen“, sagt Harding.

Von der Einstimmung 2016 zum neuen Schmuckstück 2025

Bereits am 12. November 2016 hatte Project:Flow den damals noch verfallenen Bahnhof illuminiert. Damals diente die künstlerische Aktion dazu, die Bürgerschaft auf die geplante Restaurierung einzustimmen und sie in die Konzeptentwicklung einzubeziehen. „Jetzt, wo der Bürgerbahnhof zu einem echten Schmuckstück Dorstens geworden ist, können wir das Versprechen von damals einlösen, mit einer technisch unvergleichbar höheren Qualität“, so Maus.

Project:Flow
Guido Harding und Dr. Stefan C. Maus von Project:Flow. Foto: Anke Klapsing-Reich

Zwei Filme mit eigens komponierter Musik

Für die neue Inszenierung hat das Trio zwei rund sechs Minuten lange Filme produziert, unterlegt mit eigens komponierter elektronischer Musik. Die Sequenzen laufen in sich wiederholenden Blöcken über 75 Minuten. „Wir wollen die Faszination der Eisenbahn spürbar machen, nicht nur für Eisenbahnfreunde, sondern für alle, die sich von Bildern und Musik mitreißen lassen wollen“, erklärt Klein-Erwig.

Die Filme zeigen eine Mischung aus optisch ansprechenden, kurzweiligen Szenen und auf den Ort abgestimmten Visuals. „Es geht uns um Unterhaltung, aber auch um das Staunen, das dieser Ort verdient“, ergänzt Maus.

Kunst zwischen Klang und Licht

Seit 2008 steht Project:Flow für eine Kunstform, die elektronische Musik, Live-Instrumente und spektakuläre Visuals verbindet. Ob in Kirchen, unter freiem Himmel oder im Sommer 2025 mit Sängerin Sally Kahlua in einem erweiterten Set, ihre Auftritte sind stets audiovisuelle Gesamterlebnisse.

Auch Projekte mit historischem Tiefgang gehören zu ihrem Repertoire. Im März 2025 schuf das Duo eine vielbeachtete Gedenkinstallation zum 80. Jahrestag der Bombardierung Dorstens, die Originalaufnahmen, Musik und Licht zu einem bewegenden Mahnmal verband.

Mit der neuen Illumination des Bürgerbahnhofs knüpfen Harding, Maus und Klein-Erwig an diese Tradition an, diesmal mit dem Blick nach vorn. „Wir wollen zeigen, wie sehr sich dieser Ort gewandelt hat“, sagt Harding. „Von einem maroden Bauwerk zu einem Ort der Begegnung und jetzt auch zu einer Bühne für Kunst.“

Neues Projekt „Netzwerk-ELsA“ unterstützt Eltern in Dorsten

Das Projekt „Netzwerk-ELsA“ nimmt in Dorsten Fahrt auf. Initiiert wurde es von der Dorstener Arbeit in enger Kooperation mit dem Jugendamt und der Lebenshilfe Dorsten. Ziel ist es, Eltern in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen, besonders beim Übergang von der Kita in die Grundschule.

Die beiden Projektmitarbeiterinnen Ursula Eickenscheidt (Sozialarbeiterin) und Johanna Sloma (Lehrerin) betonen: „Wenn Sie mit Ihren Kindern eine schwierige Zeit durchleben, oder es in der Kita oder Grundschule gerade nicht rund läuft, können Sie gerne zu uns in die Sprechstunde kommen.“ Unterstützt werden sie von Theresa Schulz, die als Elternbegleiterin das Team verstärkt.

Lebenshilfe ELsA Ursula Eickenscheidt
Ursula Eickenscheidt. Foto: Borgwardt

Hilfe im Alltag – Brücken bauen

Das Netzwerk will Eltern nicht nur punktuell beraten, sondern sie im Alltag begleiten. Die Idee: Brücken bauen zwischen Kita, Grundschule und Familie. Geplant sind Workshops zu Alltagsthemen, Eltern-Kaffees sowie Seminare, in denen es um spielerische Förderung der Kinder zu Hause geht. „Wir möchten Eltern zeigen, wie sie ihre Kinder ganz einfach im Alltag unterstützen können“, so Eickenscheidt.

Ein wichtiges Anliegen ist es außerdem, dass sich Eltern nicht allein fühlen: Über direkte Ansprechbarkeit an Grundschulen, Verweisberatung oder auch über die Homepage mit QR-Code sollen niedrigschwellige Wege der Kontaktaufnahme geschaffen werden.

Das Beratungskonzept setzt auf Zuhören, Verstehen und gemeinsames Suchen nach Lösungen. „Das darf man nicht unterschätzen“, erklärt Johanna Sloma. Letztlich entscheiden aber immer die Eltern, was für ihre Familie richtig ist. Wichtig sei nur, dass sie Hilfe auch annehmen, wenn sie gebraucht wird.

Lebenshilfe ELsA Johanna Sloma
Johanna Sloma. Foto: Borgwardt

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Familien und Kinder von 0 bis 10 Jahren, Ausnahmen sind jedoch möglich, wenn akute Unterstützung benötigt wird.

Ausblick

In den kommenden drei Jahren soll das Projekt in Dorsten weiter aufgebaut werden. Neben den bisherigen Angeboten sind weitere Formate geplant – Eltern sind ausdrücklich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Kontakt zu ELsA

Immer dienstags bietet das Netzwerk eine Offene Sprechstunde im Bürgerbahnhof (2. Etage) an, und zwar von 9 bis 11 Uhr.

Kontakt zum Netzwerk erhält man außerdem unter der Telefonnummer 0 2369 7419 322

Online findet man weitere Informationen unter diesem Link

TSZ Royal Wulfen glänzt bei Meisterschaften und Danc4Fans-Turnier

Ein äußerst erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Tänzern des TSZ Royal Wulfen. Sowohl bei den Regionalmeisterschaften in Wuppertal als auch beim Danc4Fans-Turnier im saarländischen Eppelborn überzeugten die Aktiven mit starken Leistungen.

Bei den Regionalmeisterschaften gingen drei Duos und eine Solotänzerin an den Start. Alea Paul und Carla Bellendorf sicherten sich in der Kategorie Jugend 1 Duo einen hervorragenden 2. Platz und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die am 8. November in Saarlouis ausgetragen wird.

TSZ Royal Wulfen
Alea Paul und Carla Bellendorf. Foto: TSZ

Auch Laura Bellendorf zeigte ihr Können: In der Kategorie Solo Hauptgruppe begeisterte sie mit vier starken Durchgängen und belegte einen tollen 6. Platz.

TSZ Royal Wulfen
Laura Bellendorf. Foto: TSZ

Im Duo der Hauptgruppe erreichten Nina Ostaptchuk und Kimberly Heinrichs den geteilten 10. Platz, während Anika Vennebusch und Matilda Bösing in der Kategorie Jugend zwar knapp das Finale verpassten, aber dennoch einen starken 10. Rang ertanzten.

TSZ Royal Wulfen
Nina Ostaptchuk und Kimberly Heinrichs. Foto: TSZ
TSZ Royal Wulfen
Anika Vennebusch und Matilda Bösing. Foto: TSZ

TSZ Royal Wulfen erfolgreich in Eppelborn

Zeitgleich traten die Danc4Fans-Tänzerinnen des Vereins beim Turnier in Eppelborn an – ebenfalls mit beachtlichen Ergebnissen:

  • Zoe Di Betta überzeugte mit ihrer Performance zu „Shubb Out“. Sie holte den 3. Platz in der Kategorie Adult Newcomer Solo.
  • Diana Neufeld erreichte in derselben Kategorie einen respektablen 5. Platz von 23 Starterinnen.
  • Bei den Newcomer Juniors 1 tanzten sich Mia Körner und Josie Van Hall ins Finale. Sie belegten dort Platz 5 und 6.
  • In der Kategorie Newcomer Juniors 2 erreichte Lena Cieslik den 15. Rang.
  • Mia Vogel überzeugte bei den Masters Juniors 2 und ertanzte sich im Finale den 5. Platz.
  • Im Masters Adult-Bereich behaupteten sich Eva Bergmann und Jo-Ann Wolters gegen starke Konkurrenz und belegten die Plätze 27 und 33 von 47 Teilnehmerinnen.
  • Die Small Group „one.fourty“ rundete den starken Auftritt mit einem 5. Platz ab.

Mit diesen Erfolgen unterstreicht der TSZ Royal Wulfen einmal mehr sein hohes tänzerisches Niveau – und freut sich nun besonders auf die Deutsche Meisterschaft im November.

Tennis: Zweite Wintersaison unter freiem Himmel beim TC Deuten

Für viele langjährige Tennisspieler klang der Vorschlag des Vorstandes des TC Deuten vor zwei Jahren wie eine völlig verrückte Idee. Nach dem Neubau des Ganzjahresplatzes mit Flutlicht brachten die Deutener die Idee an den Start, zukünftig im Winter draußen zu trainieren und nicht mehr in der Halle. Mittlerweile ist aus der verrückten Idee im Dorstener Norden Normalität geworden. Der Club geht in seine zweite Wintersaison unter freiem Himmel und profitiert nachhaltig von der neuen Infrastruktur.

Auf rund 15.000 Euro bezifferte Deutens Schatzmeisterin Nicole Schürhoff zu Beginn der ersten Wintersaison 24/25 die Einsparungen der Trainingsteilnehmer pro Wintersaison. Mittlerweile dürfte der Betrag noch höher liegen, denn auch die Hallenpreise steigen weiter an.

Auf Tennishallen greifen nur noch wenige Mitglieder des TC Deuten zurück. Rund 80 regelmäßige Trainingsteilnehmer sind es im Winter 25/26. Hinzu kommen die Mitglieder, die den Platz außerhalb der Trainingszeiten nutzen. „Das Thema Halle war bei den Winterplanungen unserer Mitglieder nicht mehr präsent“, sagt Deutens Vorsitzender Jan-Henning Janowitz. Im Gegenteil: Etliche Eltern, deren U8-Kids im letzten Jahr noch in der Halle trainiert haben, wünschen sich nun auch ganzjähriges Training an der frischen Luft.

„Gut für das Immunsystem“

Kinderärztin Dr. Gabi Bennemann, deren Tochter Eva für die Regionalliga-Mannschaft des TC Deuten spielt und mittlerweile in der Jugend-Weltspitze angekommen ist, ermutigte den Deutener Vorstand schon damals in seinem Vorhaben. „Gerade im Winter ist Sport und Bewegung an der frischen Luft sehr gut für das Immunsystem und auch die Psyche. Sowohl für Kinder und Jugendliche aber natürlich auch für Erwachsene“. Zudem können viele Kids genau wie im Sommer mit dem Fahrrad zur Anlage fahren, Fahrdienste der Eltern entfallen. So wird auch die Umwelt geschont.

Ein ganz wichtiger Punkt ist für den Deutener Vorstand aber auch der soziale Faktor. Während das Training in der Halle mit deutlichen Mehrkosten verbunden ist, bleiben die Trainingsgebühren in Deuten nahezu über das gesamte Jahr konstant. Somit hängt die Trainingsbeteiligung und die Trainingshäufigkeit nicht mehr in erster Linie vom Geldbeutel der Eltern ab. Die Idee vom Bergmann und Gründervater des TC Deuten, Bernhard Kollecker, Tennis für alle sozialen Gruppen zu ermöglichen, wurde viele Jahre nach seinem Tod vom aktuellen Vorstand damit erneut in die Tat umgesetzt.

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