Die Monate Mai, Juni und Juli gehören ganz der Erdbeere. Sie ist die „Königin der Beeren“, die genau genommen jedoch eine Nuss ist.
Sie ist süß, sie ist saftig und sie ist der Inbegriff des Sommers. Die Erdbeere weckt Kindheitserinnerungen gleichermaßen wie die Vorfreude auf das Pflücken. Der Geschmack, die roten Finger und der rotverschmierte Mund bleiben Kindern wohl immer in Erinnerung. Den Erwachsenen sicher auch, aber sie erinnern sich vielleicht eher an die Rückenschmerzen, die dem Bücken folgten.
Viele Namen, ein Genuss
Dass die Erdbeere inzwischen auf der ganzen Welt bekannt ist, zeigt sich auch an ihren vielen Namen. Jede Sprache, jede Region hat ihre eigene Bezeichnung für diese besondere Frucht. Der Name ändert sich, der Genuss nicht. Im Erzgebirge sagt man Knickbeeren, in Köln schlicht Erbel, auf Englisch kennt man sie als Strawberry, in Finnland heißt sie Mansikka, im Portugiesischen Morango und im Türkischen çilek. Aber ob sie nun Knickbeeren, Erbel oder Strawberrys genannt werden, sie sind bei Groß und Klein auf der ganzen Welt beliebt.
Schon die kleinen Walderdbeeren waren in der Steinzeit bekannt. Über viele Jahrhunderte wurden sie gezüchtet und gekreuzt, bis aus den ursprünglichen Formen die Erdbeeren wurden, wie wir sie heute kennen.
Süß, herzhaft und immer sommerlich
Ihr Genuss ist beinahe grenzenlos, kaum eine Frucht lässt sich so vielseitig verwenden. Sie passt in die süße Küche ebenso wie in herzhafte Gerichte. Pur, direkt vom Feld, schmecken sie vielen am besten. Andere genießen sie mit Sahne, auf Eis, im Kuchen, in der Bowle oder als Marmelade. Klassisch bleibt die Kombination mit Rhabarber, Banane oder Spargel, aber auch für alle, die gern Neues ausprobieren, bieten Erdbeeren viele Möglichkeiten.
Ein frischer Erdbeersalat mit Mozzarella und Rucola ist leicht und sommerlich. Auch andere, moderne Varianten haben ihren Platz gefunden: mit Quark auf dem Brot, im Smoothie mit Basilikum oder sogar mit Pfeffer und Kardamom. Wer offen für Neues ist, erlebt mit Nudeln, Frischkäse und Erdbeeren ein überraschend frisches Geschmackserlebnis. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Ein kleiner Tipp: Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt das Aroma und hält die leuchtend rote Farbe länger frisch.
Kalorienarm und beliebt in der Natur
Erdbeeren sind nicht nur köstlich, sondern auch kalorienarm. Mit weniger als 40 Kilokalorien pro 100 Gramm gelten sie als echte Schlankmacher. Kalorienreich werden sie erst durch ihre Begleiter wie Sahne, Eis oder Schokolade. Allerdings erfreut die Erdbeere nicht nur den Menschen. Auch viele Tiere lieben ihr süßes Fruchtfleisch. Füchse, Dachse, Igel und Mäuse gehören ebenso dazu wie Vögel und Käfer. Die Frucht ist eben nicht nur für uns ein Sommerhighlight, sondern auch in der Natur begehrt.
Info
Beim Einkauf sollten Sie nur rote Erdbeeren wählen, denn anders als Bananen reifen sie nach der Ernte nicht mehr nach. Zu Hause sollten Sie sie vorsichtig behandeln, sie bekommen schnell Druckstellen. Am besten waschen Sie sie in stehendem Wasser und entfernen den grünen Strunk erst danach. Wenn Sie die Früchte nicht sofort essen möchten, bewahren Sie sie am besten ungewaschen mit grünem Stiel im Kühlschrank auf.
Aus der Lokallust Dorsten
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Vor, während und auch nach Radtouren führen die Wege der Radfahrer oft zu Herberts Fahrradlädchen in Lembeck. Aber während es früher oft hieß „Herbert, kannst du mal bitte mein Rad aufpumpen“, so heißt es heute immer öfter: „Steffi, mein E-Bike zieht nicht mehr so gut, ich glaube, der Sensor ist verschmutzt.“
In allen Fällen wird freundlich, schnell und gerne auch mit einem Hinweis auf die Spendenaktion für die medizinische Kinderschutzambulanz an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln geholfen. Die dritte Spendenbox war schon gut gefüllt und wurde im Mai überreicht.
Eine Familiengeschichte hinter der Spendenaktion
Den Griff zur Luftpumpe oder zum Lappen, um den Sensor zu reinigen, lassen sich Herbert Korte und Steffi Kraft nicht bezahlen, denn für sie ist es das Normalste auf der Welt. „Zu helfen liegt wohl in der Familie“, lacht Steffi. Und genau so ist sie mit ihrem Großvater großgeworden, der nie lange gefragt hat, sondern einfach gemacht hat. Was mich aber ganz besonders beim Besuch der beiden berührt hat, ist Steffis persönliche Geschichte, die hinter der ersten Spendenaktion ihres Opas steckt.
Der „Ur-Lembecker“ Herbert arbeitete 38 Jahre lang als Fliesenleger, half aber immer wieder seinem Vater beim Reparieren defekter Räder, bis er schließlich 1992 „Herberts Fahrradlädchen“ auf der Wulfener Straße gründete. Durch einen medizinischen Notfall vor 25 Jahren in der eigenen Familie wurde Herbert auf die Spendenaktion des Kindernotarztwagens aufmerksam. „Direkt nach ihrer Geburt musste Stephanie ins Krankenhaus. Die Fahrt und auch schon die Behandlung im speziell ausgestatteten Notarztwagen der Björn-Steiger-Stiftung retteten ihr Leben. ‚Ohne die schnelle Behandlung im Kindernotarztwagen hätte ich nicht überlebt‘, sagten die Ärzte meinen Eltern“, fügt Steffi hinzu.
Spenden für Kinderschutzprojekte
Für Herbert war damit klar: „Wir spenden für den neuen Notarztwagen.“ Und auch die Lembecker spendeten mit. Und sie spenden noch heute, auch wenn das Geld nicht mehr dem Kindernotarztwagen, sondern der Kinderschutzambulanz in Datteln zugutekommt. „Wir haben auch hin und wieder Briefumschläge mit Geldscheinen und ein paar emotionalen Zeilen der anonymen Spender in unserem Briefkasten“, freut sich das Opa-Enkelin-Team.
Herbert hält kurz inne. „Das geht einem schon nahe. Sie vertrauen nicht nur uns persönlich, sondern auch darauf, dass das Geld zu hundert Prozent in die Kinderschutzprojekte gesteckt wird“, fährt er fort. „Hier gilt noch: ‚Ein Wort ist ein Wort‘ und ein Handschlag gilt.“ Und so füllen sie Jahr für Jahr weiter die Spendentöpfe.
„Opa und mir stehen die Tränen in den Augen, wenn wir sehen und hören, was mit den Spenden gemacht wird“, erzählt Steffi, und ihr Lachen, das ich oft bei ihr höre, ist verschwunden. So wurde von Spendengeldern ein altes Haus, das misshandelten und missbrauchten Kindern ein Zuhause gibt, umgebaut. Zusätzlich bauten Mitarbeiter einen Zaun ums Grundstück, um den Kindern Sicherheit zu geben, denn die jungen Bewohner trauen sich sonst nicht aus dem Haus.
Die medizinische Kinderschutzambulanz in Datteln ist eine der wenigen Anlaufstellen dieser Art in der Region. Hier werden jedes Jahr rund 1000 Kinder, die Gewalt, Vernachlässigung oder Missbrauch erlebt haben, betreut. „Kinderschutz ist keine Regelleistung der Krankenkassen“, sagt Herbert. „Das wissen viele gar nicht. Deshalb ist jede Spende wichtig. Und genau aus diesem Grund sammeln wir auch weiter.“ Beide möchten sich auf diesem Wege bei allen Spendern bedanken.
Steffi führt nicht nur das soziale Engagement ihres Großvaters fort, denn auch sie hat ein großes Herz. Auch beruflich hat sie seine Nachfolge angetreten. Die Ausbildung zur Zweiradmechatronikerin hat die junge Lembeckerin bewusst gewählt, etwas anderes kam für sie nicht infrage. „Ich habe während meiner Ausbildung auch etwas über Motorräder gelernt, aber es hat mir nicht geschadet“, zwinkert sie mir zu und erzählt mir, dass die Überreichung der Urkunde als „Zweiradmechaniker-Meisterin“ vor drei Jahren ein unvergessliches Erlebnis für sie war.
Hier auf dem Grundstück sind immer Gespräche und Gelächter zu hören, und aus der Werkstatt sind die Werkzeuge zu hören, die gerade benutzt werden. „Privates und Geschäftliches lassen sich kaum trennen, aber ich kenne es ja nicht anders“, erzählt mir die 25-Jährige. „Mein Vater hat mich zum Glück nie gedrängt, seine Spedition zu übernehmen. Und dafür bin ich ihm auch wirklich dankbar.“ Steffi schaut kurz zu ihrem Großvater. „Denn das, was ich jetzt mit dir zusammen mache, ist mein absoluter Traum.“
Während Steffi sich um moderne E-Bikes kümmert, repariert ihr Großvater noch die Bio-Räder, wie er sie nennt. Oft nimmt er sich aber auch die alten, ausgedienten Fahrräder vor, die gespendet wurden. „Aus drei mach eins“, lächelt Herbert. Diese Räder verschenkt er anschließend über die Jugendhilfe an Kinder, die oft noch nie ein eigenes Fahrrad besaßen. „Unser Lohn ist die Freude der Kinder, die diese Räder geschenkt bekommen.“
Steffi kommt noch einmal aufs Geschäft zu sprechen: „Ohne Opa könnte ich das nicht, und ich möchte es auch nicht“, betont Steffi und schaut Herbert dabei an. Und der 78-Jährige verspricht ihr, solange er kann, weiterzumachen, was Steffi ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert. „Und selbst wenn du nicht mehr jeden Tag mithilfst, bleibt alles beim Alten“, verspricht die neue Inhaberin. „Herberts Fahrradlädchen ist und bleibt Herberts Fahrradlädchen.“
Aus der Lokallust Dorsten
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Wenn im Sommer bei der Dorstener Lebenshilfe wieder die Stadtranderholung beginnt, ist das für viele Kinder und Jugendliche mehr als nur ein jährliches Ausflugsprogramm. Es sind Tage, an denen sie zusammen eine unbeschwerte Zeit erleben. Genau dafür steht das Angebot der Lebenshilfe seit 1975, lediglich mit zwei Unterbrechungen während der Pandemie.
„Nicht nur Kinder und Jugendliche mit einer sogenannten Behinderung haben dabei eine gute Zeit, auch unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erleben zwei unterhaltsame Wochen“, betont Dominik Schütter. Er leitet das Center der Lebenshilfe Dorsten in der Suitbertusstraße und organisiert die Stadtranderholung der Lebenshilfe Dorsten.
„Unsere hauptamtlichen oder geschulten Kräfte kümmern sich um die Teilnehmer, die besondere Pflege benötigen, sodass die Ehrenamtlichen ganz bewusst für Spaß, Unterhaltung und gemeinsame Erlebnisse zuständig sind“, fährt er fort. Dominik war vor zehn Jahren als Begleitperson seines jüngeren Bruders Luca dabei. Dominik blieb nicht nur der Stadtranderholung erhalten, er fand auch beruflich seinen Platz bei der Lebenshilfe. Heute ist er Hauptverantwortlicher für die Stadtranderholung, ein Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt.
Ein Engagement, das erdet
Auch Oliver Tilsner ist seit 1990 ehrenamtlich und mit Herzblut jeweils für zwei Wochen als Begleiter dabei. Er erinnert sich noch gut an den Anfang: „Ich wurde gefragt, ob ich es mir vorstellen könne mitzuhelfen“, erzählt er. „Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde und ob das etwas für mich ist.“ Deshalb besuchte er zunächst die Disco der Menschen mit Behinderungen, um ein Gefühl für die Atmosphäre zu bekommen. Kurz darauf sagte er zu, und aus seiner damals freien Zeit zwischen Abitur und Studium wurde ein soziales Engagement, das bis heute anhält.
„Das ist eine andere Welt für mich als die, die ich sonst kenne“, erklärt Oliver. „Die Stadtranderholung holt mich aus meinem Alltag heraus, sie erfüllt und erdet mich. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie sehr die Kinder und Jugendlichen diese unbeschwerte Zeit genießen, ohne ihre Eltern, mit anderen Regeln als zu Hause, mit neuen Begegnungen und vor allem mit viel Freude.“ Dominik ergänzt: „Die Stadtranderholung ist gelebte Inklusion. Gerade junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf, die sonst oft wenig berücksichtigt werden, lassen wir nicht außen vor.“
Teamarbeit hinter fröhlichen Ferientagen
Dominik weiß natürlich, dass so ein Projekt auch mit hohen Kosten verbunden ist. „Es ist ein absolutes Minusprojekt, doch die Stadtranderholung aufzugeben, war für uns Verantwortlichen nie eine Option. Aber dank Spenden, beispielsweise aus dem 24-Stunden-Lauf in Dorsten, können die Kosten zumindest etwas abgefedert werden. Dennoch bleibt das Angebot eine große finanzielle, aber auch organisatorische Herausforderung für uns.“
Dass es dennoch Jahr für Jahr gelingt, ist dem Einsatz vieler Menschen zu verdanken, die bereit sind, Schülern von der ersten Klasse bis zur Schulentlassung eine einzigartige Erinnerung zu schenken. „Wir unternehmen möglichst alles gemeinsam und treffen uns dazu entweder in der Kita Pusteblume oder in der Haldenwangschule. Von dort aus geht es fast täglich gemeinsam weiter zum jeweiligen Ausflugsziel. Schon der Transport ist dabei eine Herausforderung, vor allem wenn viele Rollstuhlfahrer dabei sind. Hinzu kommen Tische, Stühle und Pflegevorrichtungen, die ebenfalls untergebracht und transportiert werden müssen. Was von außen nach einem fröhlichen Ferientag aussieht, ist im Hintergrund also echte Teamarbeit“, betont Dominik.
„Oli“, wie Oliver von Dominik genannt wird, wird im kommenden Sommer bereits zum 35. Mal als ehrenamtlicher Betreuer dabei sein. „Meine Tochter ist von klein auf mit dabei gewesen und seit ihrem 18. Lebensjahr auch als offizielle Betreuerin dabei“, ist Oliver stolz auf Valeries Engagement und fährt fort: „Da sie vier Jahre eher angefangen hat als ich, könnte sie meine 35 Jahre toppen, wenn sie dabeibleibt“, lächelt er.
Info
Ist Ihr Interesse geweckt? Dann können Sie sich gerne für einen Platz als ehrenamtliche Begleitperson bewerben. Voraussetzungen sind ein einwandfreies Führungszeugnis und die Volljährigkeit. Die Stadtranderholung findet in diesem Jahr vom 20. Juli bis zum 31. Juli 2026, jeweils von 9 bis 16 Uhr, statt. Sprechen Sie mit Dominik Schütter, er erklärt Ihnen alles Weitere und freut sich auf Ihren Anruf unter 02362 201045.
Aus der Lokallust Dorsten
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Ein unverkennbarer Duft von Champignons in Sahnesoße weht mir entgegen, als sich die Tür zur Küche öffnet. Es ist noch relativ früh, das Spaßbad hat noch geschlossen, und auch der Mittagstisch für die Gäste ist noch nicht eröffnet. Andreas Hülsmann, Koch im Dorstener Erlebnisbad Atlantis, würzt eben noch die Soße mit Petersilie, dann nimmt er sich entspannt Zeit für einen Kaffee und ein Gespräch.
Vom exklusiven Gästecasino ins Erlebnisbad
Gut gelaunt, so wie ich ihn kenne, kommt er auf mich zu. Von Stress keine Spur bei ihm. „Bisher habe ich täglich für 50 Personen auf sehr hohem Niveau gekocht, jetzt koche ich 1000 Portionen für unsere Badegäste und all diejenigen, die den wechselnden Mittagstisch nutzen“, lächelt Andreas. „Aber genau das reizt mich. Das ist für mich keine Belastung, sondern eine echte Herausforderung.“ Eins ist ihm dabei weiterhin besonders wichtig: „Die Qualität muss stimmen, ob beim Premium-Steak oder bei der Currywurst mit Pommes.“
Vor seinem Wechsel ins Atlantis arbeitete Andreas im exklusiven Gästecasino von ThyssenKrupp in Essen. Dort kochte er für Vorstände und internationale Gäste, Tag für Tag auf höchstem Niveau. „Beschwerden hat es nie gegeben“, erinnert er sich, und dennoch musste Andreas beruflich neue Wege gehen. Als der exklusive Bereich geschlossen wurde, überlegte Andreas, wie es beruflich für ihn weitergehen sollte. „Eine Beschäftigung im IT-Bereich wäre eventuell infrage gekommen, aber ich merkte dann doch recht schnell, dass das nichts für mich ist“, schmunzelt er.
Qualität bleibt der Maßstab
Heute bringt Andreas seine Erfahrung aus der Sterneküche in den Alltag eines Erlebnisbads. Genau das macht seinen Stil besonders. Hier gibt es alles: schnelle Snacks, beliebte Klassiker, hochwertige Gerichte, frische Smoothies und leichte Angebote für den Saunabereich. „Es soll schmecken, egal, wie viel ein Gericht kostet. Ob ein hochwertiges Gericht auf dem Teller liegt oder ein schnelles Essen, macht für mich keinen Unterschied, solange die Qualität stimmt. Ich freue mich daher auf die Umsetzung der Ideen“, erzählt er.
Dem Dorstener Koch ist der Wiedererkennungswert wichtig. Dieser Geschmack soll den Gästen im Gedächtnis bleiben, besonders bei einfachen Gerichten. „Eine gute Soße erkennt man sofort. Sie muss frisch sein, nicht zu scharf, nicht zu süß, einfach ausgewogen und sowohl Kindern als auch Erwachsenen schmecken. Deshalb ändern wir sie und schmecken sie immer wieder ab, bis wir zufrieden sind.“
Ausbildung und besondere Einsätze
Wer Andreas kennt, der weiß, dass er besonders gern mit Kindern oder Jugendlichen kocht. Daher bezieht er auch hier die Azubis in den täglichen Ablauf mit ein. „Sie sollen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitarbeiten. Der Umgang mit den verschiedenen Küchengeräten, das exakte Arbeiten nach Rezepten und das Gefühl für Produkte, das gehört alles für mich zu einer guten Ausbildung.“ Patricia Miske, Marketing Managerin im Atlantis, ergänzt: „Daher können sich unsere Besucher darauf verlassen, dass ihr Salat oder ihre Soße heute genauso gut schmeckt wie morgen oder nächste Woche.“
Auch abseits des Küchenalltags bleibt Andreas gefragt. So war der TV-Koch, bekannt aus Kabel 1, zu Besuch bei Francesco Mutti, dem Tomatenanbauer aus Italien. Vier Tage lang war er mit Tomatenpflückern und dem Chef selbst unterwegs und konnte dabei viele Einblicke in deren Arbeit gewinnen. „Diese Tage bleiben natürlich im Gedächtnis.“
Dass Andreas auch bei großen Anlässen gefragt ist, zeigt ein weiterer besonderer Einsatz: Er stand mit seinem Team am Herd und versorgte beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dorsten Gäste und Helfer. Das zeigt, dass sein Können nicht nur im Tagesgeschäft gefragt ist.
Aus der Lokallust Dorsten
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Wegen des Feiertags Fronleichnam ändern sich in Dorsten die Termine der Müllabfuhr. Der Kommunale Servicebetrieb Dorsten weist darauf hin, dass sich die Leerung um einen Tag verschiebt.
Am Donnerstag, 4. Juni 2026, findet wegen Fronleichnam keine reguläre Abfallentsorgung statt. Der Donnerstagsbezirk wird deshalb einen Tag später, am Freitag, 5. Juni, geleert. Die Abfallbehälter im Freitagsbezirk werden entsprechend am Samstag, 6. Juni, abgefahren.
Betroffen sind die jeweiligen Abfallbehälter im regulären Turnus. Dazu zählen Restmülltonne, Biotonne, Papiertonne und Verpackungstonne.
Der Kommunale Servicebetrieb bittet die Bürger, ihre Tonnen an den geänderten Abfuhrtagen ab 7 Uhr für die Müllabfuhr bereitzustellen. Die aktuellen Abfuhrtermine sind auch online unter www.ksd-dorsten.de abrufbar.
Das Team der Dorstener Ehrenstandesbeamten wächst weiter. Silke Nattefort und Bernhard Stockhoff haben von Bürgermeister Tobias Stockhoff ihre Ernennungsurkunden erhalten. Damit dürfen sie ab sofort Brautpaare an den Trauorten außerhalb des Rathauses trauen.
Bürgermeister Tobias Stockhoff gratulierte den beiden neuen Ehrenstandesbeamten und freute sich über die Verstärkung. „Mit unseren besonderen Trauorten und den vielen engagierten Ehrenstandesbeamten können wir Hochzeitspaare in Dorsten sehr persönliche und emotionale Trauungen anbieten“, sagte er. Dass sich weitere Bürger bereit erklärten, diese verantwortungsvolle Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen, sei „ein starkes Zeichen für unsere Stadt“.
Viel Erfahrung mit standesamtlichen Trauungen
Silke Nattefort ist 50 Jahre alt, Diplom-Verwaltungswirtin und arbeitet hauptberuflich bei der Stadt Dorsten im Amt für Familie und Jugend. Dort leitet sie die Abteilung „Städtische Kindertagesbetreuung“. Erfahrung bringt sie reichlich mit. Bereits seit rund 20 Jahren ist sie ausgebildete Standesbeamtin.
Zunächst war Silke Nattefort im Standesamt Gladbeck tätig. Dort arbeitete sie auch als stellvertretende Standesamtsleiterin und traute unter anderem Paare im Wasserschloss Wittringen. Nach der Geburt ihrer drei Töchter setzte sie ihre Kenntnisse ehrenamtlich im Standesamt Borken ein. Dort war sie an verschiedenen Trauorten im Einsatz.
Für sie ist die neue Aufgabe eine Herzensangelegenheit. „Mir ist es wichtig, Paaren mit einer individuell abgestimmten Traurede einen unvergesslich schönen Tag zu bereiten und die standesamtliche Trauung in einer festlichen und persönlichen Atmosphäre durchzuführen“, sagt Silke Nattefort. Insgesamt hat sie in den vergangenen Jahren weit über 500 Paare standesamtlich getraut.
Freude an Geschichten und besonderen Momenten
Auch Bernhard Stockhoff bringt viel Lebenserfahrung mit. Der 63-Jährige ist seit Januar 2026 im Ruhestand. In seinem Berufsleben arbeitete er zunächst als Schlosser und Schweißer, später als Techniker im Pipelinebau und zuletzt viele Jahre im Controlling.
Ehrenamtliches Engagement begleitet ihn seit langer Zeit. Aktiv war und ist er unter anderem im Schwimmverein, beim Taekwondo und besonders intensiv bei der Theatergruppe Phönix e. V. Dorsten. Die Idee, selbst Ehrenstandesbeamter zu werden, entstand durch Freunde, Kollegen und seine Familie. Bereits 2023 absolvierte Bernhard Stockhoff eine Ausbildung inklusive Prüfung bei der IHK zum Freien Redner.
„Es macht mir große Freude, Menschen zuzuhören und ihre Geschichten kennenzulernen“, sagt Bernhard Stockhoff. Gerade eine Hochzeit sei ein besonderer Moment im Leben. „Ich freue mich darauf, Paare an diesem wichtigen Tag begleiten zu dürfen.“
Trauungen an besonderen Orten
Die Ehrenstandesbeamten unterstützen seit 2011 das Team der hauptamtlichen Standesbeamten in Dorsten. Sie übernehmen Eheschließungen an sogenannten Ambiente-Trauorten außerhalb des Rathauses.
Dazu gehören die Maschinenhalle Fürst Leopold, das Alte Rathaus am Markt, Schloss Lembeck, das Sternenzelt Schloss Lembeck, der RuhrKulturGarten in Altendorf-Ulfkotte, der Bürgerbahnhof sowie das Schiff „Klabautermann“.
Christoph Fortmann, Leiter des Ordnungs- und Rechtsamtes, betont die Bedeutung des Ehrenamtes. „Die ehrenamtlichen Standesbeamten tragen mit ihren persönlichen Traureden und individuellen Zeremonien maßgeblich dazu bei, dass Dorsten als Stadt des Heiratens immer attraktiver wird.“
Trautermine können online vereinbart werden. Eine Übersicht der Trauorte und freien Termine gibt es unter traukalender.dorsten.de.
Beim Schützenfest Lembeck 2026 ist am Montag die Entscheidung im Pastors Busch gefallen. Aron Holtgreve holte den Vogel mit dem 328. Schuss von der Stange. Zur Königin wählte er Carolin Illerhues.
Beim Schützenfest Lembeck 2026 ist die Entscheidung gefallen: Aron Holtgreve ist neuer Schützenkönig des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck. Gegen 14 Uhr holte er am Montag im Pastors Busch den Vogel mit dem 328. Schuss von der Stange. Zur Königin wählte er Carolin Illerhues.
Zum neuen Thron gehören die Thronherren Marco Illerhues und Tobias Fischer sowie die Ehrendamen Katja Holtgreve und Sabrina Hülsdünker.
Als der Vogel fiel, war Aron Holtgreve die Freude deutlich anzusehen. Lässig saß der neue König auf den Schultern seiner Schützenbrüder und ließ sich im Pastors Busch feiern. Nach einem ungewöhnlichen Königsschießen, bei dem er lange Zeit der einzige ernsthafte Anwärter war, gehörte ihm der Jubel des Nachmittags.
Details in Kürze
Der Vogel fiel gegen 14 Uhr von der Stange.
Neuer Schützenkönig ist Aron Holtgreve
Königin ist Carolin Illerhues
Der Königsschuss fiel mit dem 328. Schuss
Thronherren sind Marco Illerhues und Tobias Fischer
Ehrendamen sind Katja Holtgreve und Sabrina Hülsdünker
Apfel: Adrian Brück
Zepter: Kai Seifert
Rechter Flügel: Carsten Nöding
Linker Flügel: Andreas Brand
Krone: Andreas Brand
Schwanz: Frank Jung
Eichenkranz: Oberst Josef Heitmann
Entscheidung im Pastors Busch
Im Pastors Busch wurde es am Montag noch einmal spannend. Nach dem großen Jubiläumsumzug am Sonntag, dem Festball am Abend und einer kurzen Nacht richtete sich am Vormittag alles auf die Vogelstange. Viele Besucher suchten sich unter den Bäumen einen guten Platz. Das Wetter spielte mit: Es war angenehm und nicht zu heiß. Beste Bedingungen also für das Königsschießen zum Abschluss der großen Festtage.
Entspannte Stimmung im Pastors Busch.
Die besondere Stimmung war trotzdem zu spüren. Lembeck feierte nicht einfach den letzten Tag eines Schützenfestes. Das Königsschießen bildete den Abschluss einer Festwoche, die seit dem 22. Mai das ganze Dorf geprägt hatte. Nach dem Kaiserschießen über Pfingsten, dem Kinderschützenfest, dem Kutschenschmücken, dem Sternmarsch und der großen Festparade folgte nun der Moment, auf den viele Schützen warteten.
Viele müde Gesichter, aber gute Stimmung
Die Nacht war kurz gewesen. Vor allem der bisherige Thron um König Steffen Kölnberger und Königin Maike Brüggemann hatte den Festball noch einmal intensiv gefeiert und bis tief in die Nacht getanzt. Am Montagmorgen war die Müdigkeit zwar hier und da sichtbar, der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch.
Foto: Heimatmedien
Zwischen Schützen, Familien und Gästen herrschte eine gelöste Atmosphäre. Immer wieder wurde gelacht, kommentiert und mitgefiebert, wenn sich am Vogel etwas bewegte. Gerade diese Mischung aus Müdigkeit, Vorfreude und Spannung passte zum letzten Tag des Jubiläumsschützenfestes.
Insignien gehen an treffsichere Schützen
Bevor der Vogel endgültig fiel, sicherten sich mehrere Schützen die Insignien. Den Apfel holte Adrian Brück, das Zepter ging an Kai Seifert. Den rechten Flügel schoss Carsten Nöding ab.
Carsten Nöding mit dem rechten Flügel.
Andreas Brand mit dem linken Flügel.
Kai Seifert schoss das Zepter.
Den Schwanz erwischte Frank Jung.
Den Apfel pflückte Adrian Brück.
Auch die Krone ging an Andreas Brand.
Andreas Brand bewies gleich doppelt Treffsicherheit. Er holte sowohl den linken Flügel als auch die Krone von der Stange. Den Schwanz sicherte sich Frank Jung. Auch Oberst Josef Heitmann trug sich in die Liste ein und sicherte sich den Eichenkranz. Damit war der Vogel Stück für Stück gerupft, bevor sich das Schießen auf die Königswürde zuspitzte.
Erst ein einsamer Anwärter, dann bekommt Holtgreve Unterstützung
Für ein wenig Ernüchterung sorgte zunächst der Verlauf des eigentlichen Königsschießens. Viele Schützen hatten nach der großen Jubiläumswoche auf einen spannenden Wettkampf um die Königswürde gehofft. Doch zunächst trat mit Aron Holtgreve nur ein einziger ernsthafter Anwärter an.
Damit blieb das erhoffte Duell an der Vogelstange zunächst aus. Während die Stimmung im Pastors Busch grundsätzlich gut war, war einigen Besuchern und Schützen die Enttäuschung anzumerken. Nach dem großen Festumzug, der vielen Euphorie im Dorf und dem besonderen Rahmen des 150-jährigen Vereinsjubiläums hatten viele mit einem offeneren und spannenderen Schießen gerechnet.
Major Michael Jacobs (links), hier mit Kevin Jüttermann. Foto: Heimatmedien
Holtgreve ließ sich davon nicht beirren. Er stellte sich der Aufgabe und nahm den Vogel konsequent weiter ins Visier. Nach einiger Zeit griff mit Michael Jacobs noch ein weiterer Schütze zum Gewehr. Der Major und das Vorstandsmitglied des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck trug das Schießen sichtbar kameradschaftlich mit und sorgte dafür, dass Holtgreve nicht völlig allein an der Vogelstange stand.
Damit bekam das Königsschießen zumindest etwas mehr Bewegung, auch wenn der große Wettkampf mehrerer Anwärter ausblieb.
Aron Holtgreve holt den Vogel von der Stange
Am Ende setzte Aron Holtgreve den entscheidenden Treffer. Mit dem 328. Schuss fiel der Vogel gegen 14 Uhr von der Stange. Der Jubel im Pastors Busch war groß. Familie, Freunde, Schützenbrüder und Schützenschwestern gratulierten dem neuen König sofort.
Jubel nach dem Königsschuss. Foto: Heimatmedien
Besonders das Bild nach dem Königsschuss dürfte vielen in Erinnerung bleiben. Aron Holtgreve saß lässig auf den Schultern seiner Schützenbrüder. Die Freude war ihm deutlich anzusehen. Nach einem eher ungewöhnlichen Königsschießen, das zunächst fast ganz von ihm allein getragen wurde, gehörte ihm dieser Moment.
Zur Königin wählte Holtgreve Carolin Illerhues. Gemeinsam mit den Thronherren Marco Illerhues und Tobias Fischer sowie den Ehrendamen Sandra Holtgreve und Sabrina Hülskemper führt das neue Königspaar nun den Allgemeinen Bürgerschützenverein Lembeck.
Vorsitzender Heinz Thier blickt auf „Riesenevent“ zurück
Noch während des Vogelschießens blickte Vorsitzender Heinz Thier auf die Festtage zurück. Die Jubiläumsfestwoche habe bereits am 22. Mai begonnen, über Pfingsten sei der neue Kaiser ermittelt worden, anschließend habe es weitere Veranstaltungen gegeben. Der große Festumzug am Sonntag sei dann ein „Riesenevent“ gewesen.
Nach Thiers Angaben waren mehr als 2.000 Teilnehmer beim Umzug dabei. 24 Pferdekutschen rollten durch Lembeck, insgesamt waren 52 Pferde im Einsatz. 17 Gastvereine nahmen am Jubiläumsumzug teil. Besonders die Rückmeldungen der Gäste hätten den Verein berührt. Die Gastvereine hätten später im Zelt bestätigt, eine solche Sympathiewelle, Euphorie und Gastfreundschaft hätten sie selten erlebt.
Auch mit dem Wetter hatte Lembeck am Sonntag Glück. Rund um das Dorf seien dunkle Wolken aufgezogen, sagte Thier. Am Ende seien aber nur ein paar Regentropfen gefallen. Der Umzug konnte normal zu Ende geführt werden. Im Zelt habe man danach „nur glückliche Gesichter“ gesehen.
Freude beim neuen Königspaar. Foto: Heimatmedien
Großer Dank an den Jubiläumsthron
Für das bisherige Königspaar war der Montag auch ein Abschiedstag. Steffen Kölnberger und Maike Brüggemann hatten den Verein als Jubiläumsthron durch ein ganz besonderes Jahr geführt. Gemeinsam mit ihrem Throngefolge begleiteten sie zahlreiche Veranstaltungen rund um das 150-jährige Bestehen.
Heinz Thier dankte dem bisherigen Thron ausdrücklich für ein fantastisches Jahr. Es habe viele schöne Events und Begegnungen gegeben. Die jungen Leute hätten toll mitgemacht, sagte er. Alles sei voller Freude und Spaß gewesen.
Vom Kutschenschmücken bis zur Festparade
Zu den besonderen Momenten des Jubiläums gehörte auch das Kutschenschmücken am Freitag. Erstmals in der Vereinsgeschichte trafen sich die ehemaligen Throngemeinschaften dafür in der Reithalle. Dort wurde der Blumenschmuck für 24 Kutschen vorbereitet. Die Throngemeinschaften steckten ihre Blumen selbst. Daraus wurde ein eigenes kleines Fest vor dem Fest.
Am Sonntag folgte dann die große Ausfahrt und der Jubiläumsumzug durch Lembeck. Der Sternmarsch, die Musikzüge, die vielen Gastvereine, die Kutschen und die Zuschauer an den Straßen machten den Tag zu einem sichtbaren Zeichen der Dorfgemeinschaft. Für viele Beteiligte dürfte dieser Festzug zu den Momenten gehören, an die man sich noch lange erinnern wird.
Krönungsball am Abend
Nach dem Königsschießen ging es für die Schützen am Montag weiter. Um 17 Uhr trat das Bataillon im Festzelt an. Anschließend folgten Festumzug und Parade an der Freitreppe.
Am Abend stand der neue Thron dann endgültig im Mittelpunkt. Um 20 Uhr begann der große Krönungsball im Festzelt. Für Musik sorgte die Liveband Strykers. Damit klang das Jubiläumsschützenfest Lembeck 2026 nach zehn intensiven Tagen festlich aus.
Alle Berichte, Fotos und Videos zum Jubiläumsschützenfest Lembeck 2026 bündelt Dorsten-Online auf der Sonderseite zum Schützenfest Lembeck.
Boarding Completed? Dann sind wir Ready For Takeoff! Die Ten Sing Gahlen feiert mit ihrem neuen Programm „Ten Sing on Tour“ Theater, Tanz, Jonglage, Musik und vieles mehr. Das übergeordnete Thema: Weltreise. Ihre Liebe zum Reisen zeigte sich vor allem am Bühnendesign, den Weltreise-Skits zwischen Showeinlagen und den gespielten Liedern, zum Beispiel „Life is a Highway“.
Schon beim Eintreten in die Friedenskirche erkennt man das Flughafen-Thema. Zuerst muss man durch die Gepäckkontrolle, ehe man in der Lounge angekommen ist. Getränke gibt es am charmanten „Duty Free“ Kiosk direkt neben dem Gate-Tor zum Innenraum. Von der Decke hängen kleine Länderflaggen und Plastikflugzeuge. Die Boardingtafel gibt schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Passagiere erwartet.
Das Königspaar aus Dorsten-Hardt hatte ebenfalls einen Bühnenauftritt. Foto: Christian Haug
Keine Nachwuchsprobleme bei Ten Sing Gahlen
Nach einer kleinen „Greatest-Hits“ Montage von den besten Momenten der Ten Sing Gruppe, ging das Bühnenprogramm auch schon los. Pastor Harfst und Bürgermeister Tobias Stockhoff kamen noch vorher kurz auf die Bühne, um die Arbeit der Jugendgruppe zu loben. „Man sieht, wie viele großartige Talente die Ten Sing hervorbringt und wie sie sich ins Zeug legen, für uns eine tolle Show auf die Beine zu stellen. Man sieht, es gibt hier keine Nachwuchsprobleme“, lobt der Bürgermeister die Ten Sing.
Bürgermeister Tobias Stockhoff und Pastor Reinhard Harfst sind begeistert von der Ten Sing Show. Foto: Christian Haug
Auch das amtierende Hardter Schützenkönigpaar um Jonas Spickermann und Anna Bomm wurde ebenfalls auf die Bühne gebeten. Beide sind nämlich Teil der Ten Sing Familie. „Wir freuen uns auf eine tolle Show, lasst uns gemeinsam den Abend feiern“, feuert der Schützenkönig das Publikum an.
Willkommen an Bord: Theater und Musikeinlagen
Viele Köpfe steckten hinter der Planung und Umsetzung der großen Show. Ein talentiertes Team aus Showdesignern, Musikern, Schauspielern, Jongleuren, Tänzern und Technikern machten den actionreichen Abend zu einer reibungslosen Performance. Von der ersten Aufführung an reisten die Jugendlichen die ausverkaufte Friedenskirche mit.
Die Band der Ten Sing überzeugte mit ihrer lebhaften Rock-Performance. Foto: Christian Haug
Ein Chor sang „The Greatest Show“, gepaart mit rockiger Untermalung einer vielköpfigen Band. Einer der vielen Gänsehautmomente des Abends. Es folgten lustige Sketche im Weltreise-Thema, beeindruckende Jonglage Einlagen, Tanz Choreographien und noch vieles mehr. Man hat in jedem Show-Act gemerkt, wie viel Zeit sich die Ten Sing bei der Planung und Ausführung ihres Programms genommen hat. Da wunderts es keinen, dass die zahlreichen Gäste die Friedenskirche mit einem Lächeln verlassen haben.
Der elfjährige Till Sobbe und sein um zwei Jahre jüngerer Bruder Johann trainieren seit mehr als vier Jahren beim Wulfener Judo-Verein. „Ein Schulfreund aus der Grundschule hat mich auf diese Idee gebracht“, erzählt mir Till.
Johann und seine jüngere Schwester Franka kamen später unverhofft dazu. „Unser Schwimmkurs fiel aus, und so mussten wir mit zum Judotraining“, erinnert sich Jakob. Schnell waren auch die beiden begeistert und die drei Geschwister freuen sich seitdem auf jede Trainingsstunde in der Turnhalle der Grünen Schule, zusammen mit ihrem Vater Christoph, den sie ebenfalls für den Judosport begeistern konnten, und der nun als Trainer den Verein unterstützt.
Ziele auf dem Weg zum nächsten Gürtel
Noch tragen Till und Johann stolz den orangen Judogurt, den 5. Kyu, aber ihre Ziele haben sie schon genau formuliert. Während Johanns Wunsch der grüne Gürtel ist, steckt Till seine Ziele höher. „Braun wäre klasse, schwarz natürlich noch besser.“
45 Jahre Vereinsleben
Gegründet wurde der Verein im November 1981 von Walter Hoinkis, sodass die Mitglieder Ende des Jahres auf 45 Jahre Vereinsleben zurückblicken können. Seit 1983 im Verein und Träger des schwarzen Gürtels (1. Dan) ist Frank Kitscha, der die Entwicklung des Vereins mit all seinen Höhen und Tiefen miterlebt hat.
Er erinnert sich an Zeiten, in denen die Mitglieder zunächst in der Wittenbrinkschule trainierten, später an der Gesamtschule und seit Ende der 90er-Jahre in der Turnhalle der Grünen Schule. „Doch in der Pandemie stand der Verein auf der Kippe. Judo ist ein Sport mit Körperkontakt, und genau das war während dieser Zeit nicht möglich“, berichtet mir Frank. „Wir verloren sehr viele Mitglieder und der Verein stand kurz vor dem Aus, das war schon fast ein Todesurteil.“
Neuer Vorstand und wachsende Nachwuchsarbeit
Aber zum Glück bildeten engagierte Mitglieder und Eltern aus dem Vereinsumfeld im Februar 2024 einen neuen Vorstand. So überstand der Verein diese schwere Phase. Diese Änderung ist auch an den steigenden Mitgliederzahlen, besonders im Kinder- und Jugendbereich, spürbar.
Da Tobias Bergerfurths Tochter begeisterte Judoka ist, war es natürlich auch sein Wunsch, den Verein fortbestehen zu lassen. Also engagierte sich der Wulfener ehrenamtlich als Schatzmeister. „Das sportliche Portfolio umfasst heute neben Judo für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch Ju-Jutsu als ergänzendes Angebot für Erwachsene“, betont er und fährt fort: „Die Nachwuchsarbeit ist heute ein zentraler Schwerpunkt. Vor allem die jüngeren Mitglieder sammeln inzwischen wieder erste Wettkampferfahrungen auf Kreis- und Bezirksmeisterschaften.“
Werte auf und neben der Matte
Till und Johann lernen nicht nur Würfe und Haltegriffe, Technik und Disziplin. Sie erleben auch den rücksichtsvollen, fairen Umgang miteinander, sowie den Respekt untereinander, der schon bei der Begrüßung deutlich wird. Aber auch Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung, Mut und Freundschaft werden auf und neben der Matte vermittelt.
Und da die Sportler untereinander keinen festen Übungspartner haben, und sich daher alle aufeinander verlassen müssen, gehört auch noch Vertrauen zu den Werten, die hier gelebt werden.
Gemeinschaft und Vest Future
Das Vereinsleben beschränkt sich bewusst nicht nur auf den Sportbetrieb. Gemeinschaft und Zusammenhalt werden hier aktiv gefördert, ein besonderer Wert wird auf ein familienfreundliches Umfeld gelegt.
„Wir verkaufen beispielsweise Waffeln oder Bratwurst bei verschiedenen Veranstaltungen in Dorsten. Die Einnahmen sollen in die Vereinsausstattung fließen und gemeinsame Aktionen unterstützen, so wie unseren Ausflug“, macht Tobias ein wenig Werbung für das Projekt „Vest Future“.
Das Lembecker Schützenfest geht in die heiße Phase. Am Montag wird der nächste Schützenthron ausgeschossen. Das aktuelle Königspaar um Steffen Kölnberger und Maike Brüggemann ließ sich im Festzelt noch einmal richtig feiern. Ganz Lembeck versammelte sich beim Königstanz um den Adel und ließ den Thron hochleben.
Der Tag vor dem Vogelschießen ist immer wieder ein Highlight. Auch in Lembeck füllte sich das Zelt mit Schützen aus ganz Dorsten, es lag beste Partystimmung in der Luft. Schließlich gab es auch etwas besonderes zu feiern. Der aktuelle Lembecker Jubiläumsthron feiert ihren letzten Amtstag. Da machte die Liveband Strykers noch einmal richtig Stimmung und rief die ganzen Schützen auf den Dancefloor. Gemeinsam mit hunderten Dorstenern bat der König seine Königin um einen letzten Tanz.
Um 6 Uhr weckt der Spielmannszug Lembeck die Anwohner. Ab dann heißt es: bereitmachen für das große Königsschießen! Bereits ab 9.30 spendiert der Bürgerschützenverein Freibier für alle Schützen. Es lohnt sich also, vorbeizuschauen. Um 10.30 beginnt dann der große Höhepunkt des Lembecker Schützenfest. Danach beginnt die Feldmark mit ihren Feierlichkeiten.
Trotz wechselhafter Wetterprognosen entwickelte sich der diesjährige Bello-Tag zu einem vollen Erfolg. Zahlreiche Besucher strömten gemeinsam mit ihren Vierbeinern in die Lohnhalle und auf das Außengelände, wo sich zahlreiche Aussteller, Vereine und Tierschutzorganisationen präsentierten.
Bereits am Vormittag herrschte reges Treiben. Neben den vielen Verkaufs- und Informationsständen sorgte draußen eine Hundeshow für Begeisterung. Dabei konnten Besucher gemeinsam mit ihren Hunden ihr Können unter Beweis stellen und verschiedene Kunststücke vorführen. Die entspannte Atmosphäre fiel dabei besonders auf: Viele Hunde bewegten sich gelassen durch die Veranstaltung und sorgten für ein harmonisches Miteinander.
taliatales. Foto: Emily Flade
Auch in der Lohnhalle gab es viel zu entdecken. Zahlreiche Unternehmen und Kreative stellten ihre Produkte rund um den Hund vor. So präsentierten Sandy Löwe und Lars Frankenstein von „Petspektive – Tiere von unten“ ihr außergewöhnliches Hundefotoshooting-Konzept. Statt klassischer Aufnahmen fotografieren sie Hunde aus einer besonderen Perspektive und schaffen dadurch außergewöhnliche Erinnerungen.
Sandy Löwe & Lars Frankenstein. Foto: Emily Flade
Individuelle Erinnerungsstücke bot auch Christiane Sojka an ihrem Stand an. Besucher konnten Schmuckstücke wie Ketten oder Anhänger mit dem Abdruck oder Motiv der eigenen Hundeschnauze anfertigen lassen. Ebenfalls vertreten war „Taliatales“, die personalisierte Notfallschlüsselanhänger für Hundehalter herstellen. Für Mobilität mit Vierbeiner sorgte Klaus Terhardt von Terhardt E-Bikes, der moderne Hunde-Transportfahrräder und spezielle Lastenräder für den sicheren Transport von Hunden vorstellte.
Klaus Gerhardt. Foto: Emily Flade
Tierschutzvereine informieren über ihre Arbeit
Neben den kommerziellen Ausstellern nutzten zahlreiche Tierschutzorganisationen die Veranstaltung, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.
Die Tierschutzliga Stiftung betreibt nach eigenen Angaben sieben Tierheime in Deutschland und informierte Besucher über ihre vielfältigen Projekte. Neben der Vermittlung von Tieren standen auch Beratungsangebote rund um die Haltung von Haustieren im Mittelpunkt. Gleichzeitig warb die Organisation um Unterstützung und Spenden für ihre Arbeit.
Der Verein „Bernhardiner in Not“ aus Bochum setzt sich insbesondere für Bernhardiner und deren Halter ein. Unterstützt werden unter anderem Besitzer, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten notwendige Tierarztkosten nicht mehr alleine tragen können. Darüber hinaus vermittelt der Verein ältere Hunde, die ein neues Zuhause suchen, und sucht regelmäßig Pflegestellen.
Bernadiner in Not e.V. Foto: Emily Flade
Noch relativ jung ist der Verein „Tierschutz FÄM“, der sich für Hunde in Rumänien und auf Lombok in Indonesien engagiert. Der Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Maßnahmen wie Kastrationsprojekten, Aufklärungsarbeit und medizinischer Versorgung. Die Tiere werden zunächst über Pflegestellen betreut, bevor sie vermittelt werden.
Daniel Avanzato & Karolin Klawes. Foto: Emily Flade
Auch Iris Koczwara vom Verein „Graues Gold“ war vor Ort. Der Verein engagiert sich seit 17 Jahren im Bereich Tierschutz sowie Seniorenhilfe für Tiere. Ein aktuelles Projekt ist eine spezielle Seniorenstube für ältere Katzen, die ihren Lebensabend in einer geschützten Umgebung verbringen können.
Iris Koczwara. Foto: Emily Flade
Veranstalterin zieht positives Fazit
Für Veranstalterin Anika Zinke begann der Tag zunächst mit einigen Sorgen. Besonders die angekündigten Unwetter bereiteten ihr schlaflose Nächte. Umso größer war die Erleichterung, als sich das Wetter hielt und die Besucher bereits zur Öffnung zahlreich erschienen.
„Als die Besucher heute Morgen direkt gekommen sind, war ich total erleichtert“, berichtete Zinke. Besonders freute sie sich darüber, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Auch der Aufbau verlief reibungslos. Lediglich ein technisches Problem mit der Beschallungsanlage sorgte kurzzeitig für Schwierigkeiten, konnte jedoch schnell behoben werden.
Am Ende überwog die Zufriedenheit. Die Hallen waren gut gefüllt, die Aussteller zeigten sich engagiert und die Besucher nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Für Zinke ist dabei vor allem der persönliche Kontakt wichtig: Veranstaltungen wie der Bello-Tag würden Menschen zusammenbringen und eine Gemeinschaft schaffen, die weit über den reinen Einkauf hinausgeht.
Nach dem erfolgreichen Verlauf steht bereits fest: Auch im kommenden Jahr soll der Bello-Tag wieder stattfinden. Die Veranstalter hoffen, erneut zahlreiche Hundehalter, Tierfreunde und Aussteller begrüßen zu können.
150 Jahre Schützenverein Lembeck im Video: Der neue Dorsten-Online-Film zeigt Sternmarsch, Festparade, Gratulationen und Stimmen vom Jubiläumssonntag des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck.
Lembeck wurde am Sonntag zum Treffpunkt der Schützenvereine. Zum 150-jährigen Bestehen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck kamen zahlreiche Gastvereine, Musikzüge, Kutschen und Besucher in den Ort. Der Film fasst die besonderen Momente des Jubiläumstages zusammen.
Festparade und Sternmarsch im Video
Zu sehen sind unter anderem der Sternmarsch zur Festaktwiese, die große Parade durch Lembeck, Gratulationen zum Vereinsjubiläum und O-Töne von Vorsitzendem Heinz Thier sowie Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
17 Gastvereine und acht Musikzüge in Lembeck
Schon vor der großen Parade zeigte sich, wie umfangreich das Jubiläum vorbereitet worden war. Die ehemaligen Königspaare waren mit Kutschen unterwegs, die Vereine sammelten sich im Ort und auf der Festaktwiese entstand nach und nach das Bild eines großen gemeinsamen Festes.
Heinz Thier beschrieb im Film den Ablauf des Sternmarsches: Die 17 Gastvereine seien in vier Biwaks untergebracht gewesen und aus vier Himmelsrichtungen zur Festaktwiese gelaufen. Ein Höhepunkt war, dass alle acht Musikzüge gemeinsam spielten.
Heinz Thier blickt auf das Jubiläum
Für den Vorsitzenden ist das 150-jährige Bestehen kein Schlusspunkt, sondern ein Zwischenschritt. Der Verein lebe von seinen Mitgliedern, den Offizieren und dem Vorstand. Besonders freue ihn, dass der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck mit mehr als 1.700 Mitgliedern sehr groß sei und viele junge Leute dabeihabe.
Nach der Parade zeigte sich Thier erleichtert. Dreieinhalb Jahre hätten die Verantwortlichen auf dieses Jubiläum hingearbeitet. Volle Straßen, viele Besucher und gutes Wetter seien für den Verein die beste Entlohnung für die lange Vorbereitung.