Freiwilliges Soziales Jahr in Dorsten und Bundesfreiwilligendienst: Junge Menschen schenken Senioren Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung im Alltag.
Ein freundliches Lächeln, ein offenes Ohr oder ein gemeinsamer Spaziergang können älteren Menschen den Tag bereichern. Junge Menschen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) leisten einen wertvollen Beitrag, indem sie Senioren im Alltag unterstützen und Abwechslung in deren Leben bringen.
Vielfältige Aufgaben
Die Einsatzmöglichkeiten der jungen Menschen sind vielfältig. Sie begleiten, wie bereits angemerkt, ältere Menschen bei Spaziergängen, spielen gemeinsam Gesellschaftsspiele, lesen aus der Zeitung vor oder nehmen sich Zeit für Gespräche. Sie helfen bei Freizeitangeboten, begleiten Ausflüge oder unterstützen das Pflegepersonal bei organisatorischen Aufgaben. Dabei ersetzen sie keine ausgebildeten Pflegekräfte, sondern ergänzen deren Arbeit.
Begegnungen zwischen Generationen
Nicht jeder ältere Mensch erhält regelmäßig Besuch von Angehörigen, umso mehr freuen sich viele über junge Menschen, die zuhören und Interesse zeigen. Und aus diesen Begegnungen entstehen nicht selten Beziehungen, von denen beide Generationen profitieren.
Denn nicht nur die Senioren gewinnen durch den Einsatz der Freiwilligen, auch die jungen Menschen selbst sammeln Erfahrungen, die sie ein Leben lang begleiten. Sie übernehmen Verantwortung, lernen auf andere Menschen einzugehen, und entwickeln Geduld, Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz. Viele entdecken dabei ganz neue Seiten an sich selbst und entscheiden sich anschließend nicht selten für einen Beruf in der Pflege, der Betreuung oder im sozialen Bereich.
Erfahrungen, die bleiben
Wer Zeit mit älteren Menschen verbringt, begegnet zugleich einem reichen Erfahrungsschatz. Die Senioren erzählen von ihrem Leben, berichten von früheren Zeiten oder geben ihre Erfahrungen weiter. So entstehen Gespräche, die beide Seiten bereichern und das Verständnis füreinander wachsen lassen.
Somit hinterlässt der Freiwilligendienst Spuren, nicht nur bei den Senioren, sondern auch bei den jungen Menschen selbst.
Sichere Radwege, bessere Busverbindungen, frei zugängliche Sportflächen und ein eigenes Jugendcafé: Bei der ersten Dorstener Jugendkonferenz haben Schülersprecher der weiterführenden Schulen ihre Vorstellungen für eine jugendfreundlichere Stadt formuliert. Rund zwei Stunden lang diskutierten sie im Treffpunkt Altstadt darüber, was in Dorsten bereits gut läuft und wo sie Verbesserungsbedarf sehen.
Eingeladen hatte die Jugendförderung der Stadt Dorsten. Bürgermeister Tobias Stockhoff, die Erste Beigeordnete Nina Laubenthal und Stefan Breuer, Leiter des Amtes für Familie und Jugend, verfolgten die Diskussionen der Jugendlichen.
Stockhoff zeigte sich zum Auftakt beeindruckt vom Engagement der Teilnehmer. „Ich freue mich sehr, dass sich so viele junge Menschen mit Ideen, Kritik und konkreten Vorschlägen für ihre Stadt einbringen“, sagte der Bürgermeister. Dies zeige, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen und Dorsten aktiv mitgestalten wollten. Die Stadt wolle diesen Dialog fördern und die Anregungen in weitere Planungen einbeziehen.
Was Jugendliche an Dorsten schätzen
In mehreren moderierten Arbeitsphasen beschäftigten sich die Schüler mit den Stärken und Schwächen ihrer Stadt. Unter Überschriften wie „Dein FLEX in Dorsten“, „Dein WTF in Dorsten“ und „Dein DREAM in Dorsten“ sammelten sie positive Beispiele, Kritikpunkte und Wünsche für die Zukunft.
Gut schnitt dabei unter anderem die breite Vereinslandschaft ab. Auch die zahlreichen Sportmöglichkeiten sowie kulturelle Einrichtungen wie die Stadtbibliothek und das Jüdische Museum Westfalen erhielten positive Bewertungen.
Die Verbindung von Stadt und Natur mit Lippe und Wesel-Datteln-Kanal sowie Freizeitangebote und Einkaufsmöglichkeiten sehen viele Jugendliche ebenfalls als Stärke Dorstens. Anerkennung fanden zudem bestehende Möglichkeiten zur Mitwirkung, beispielsweise über Schülervertretungen und Stadtteilkonferenzen.
Jugendcafé und bessere Nachtbusse gewünscht
Deutlich wurde allerdings auch, wo sich die Jugendlichen Veränderungen wünschen. Dazu gehören sichere Radwege und verlässlichere Bus- und Bahnverbindungen. Insbesondere zusätzliche Nachtbusangebote stehen auf der Wunschliste.
Außerdem wünschen sich die Schüler mehr frei zugängliche Sportflächen sowie Orte, an denen sie sich treffen oder gemeinsam lernen können. Besonders häufig genannt wurde dabei die Idee eines Jugendcafés.
Weitere Vorschläge betreffen mehr Schattenplätze und Angebote zum Klimaschutz sowie kostenloses WLAN an zentralen Orten. Langfristig wünschen sich die Jugendlichen zudem zusätzliche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region.
Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur ersten Dorstener Jugendkonferenz im Treffpunkt Altstadt. Foto: Stadt Dorsten
„Es tut gut, dass wir mal gefragt werden“
Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Jugendförderung, wertete die große Beteiligung als klares Signal. „Die große Beteiligung und die vielen konkreten Ideen haben gezeigt, dass Jugendliche ihre Stadt aktiv mitgestalten möchten“, sagte sie. Der Dialog solle deshalb fortgeführt und die Beteiligung junger Menschen weiter ausgebaut werden.
Auch Luca Sörries, der die Jugendkonferenz maßgeblich organisiert hatte, zog ein positives Fazit. „Es war beeindruckend zu erleben, wie intensiv sich die Schüler mit den Themen auseinandergesetzt haben. Genau so stellen wir uns Jugendbeteiligung vor.“
Dass das Format bei den Teilnehmern ankam, zeigten auch deren Reaktionen. „Es tut gut, dass wir mal gefragt werden, wie wir Dorsten erleben und dass unsere Ideen nicht einfach in der Schublade verschwinden sollen“, sagte eine Teilnehmerin.
Ein anderer Schüler wollte nach der Konferenz sogar direkt weiter mitarbeiten. Er erkundigte sich nach dem Jugendhilfeausschuss und danach, ob er künftig auch an einer Stadtteilkonferenz teilnehmen könne.
Ergebnisse gehen an die Fachämter
Die Jugendförderung will die Ergebnisse der ersten Jugendkonferenz nun auswerten. Die Vorschläge sollen sowohl in weitere Beteiligungs- und Planungsprozesse der Stadt einfließen als auch an die jeweils zuständigen Fachämter weitergegeben werden.
Anschließend soll geprüft werden, welche Ideen tatsächlich umgesetzt werden können.
„Ich freue mich immer, wenn Uta oder Iris vom Pflegedienst zu mir kommen“, betont Ursula „Ulla“ Schneider und lächelt. Die 87-Jährige aus Holsterhausen lebt allein. Körperlich hat sie mit einigen Einschränkungen zu kämpfen, doch geistig ist sie fit.
Was ihr am meisten fehlt, sind die Menschen, die sie über viele Jahre begleitet haben. „Viele meiner Freundinnen leben leider nicht mehr. Dass sie gestorben sind, das muss ich erst einmal verarbeiten.“
Hilfe im Alltag
Treppen steigen kann Ulla Schneider schon lange nicht mehr ohne Schmerzen. „Meine Knochen sind kaputt“, sagt sie schlicht. Sie verlässt deshalb ihre Wohnung nur noch selten. Umso wichtiger sind für sie die Besuche ihres Sohnes Christian, der jeden Tag nach seiner Mutter sieht. Er begleitet sie regelmäßig zum Arzt oder zum Einkaufen. „Mehr Familie habe ich leider nicht mehr, denn Christian ist nicht verheiratet.“
Doch der Sohn kann nicht rund um die Uhr für seine Mutter da sein. „Ich bin berufstätig und kann mich deshalb nicht ständig um sie kümmern“, erklärt er. „Umso beruhigter bin ich, wenn ich weiß, dass der Pflegedienst regelmäßig nach ihr schaut.“
Vertraute Pflegekräfte
Seit drei Jahren gehört Pflegekraft Uta zu Ursula Schneiders vertrauten Gesichtern. Zweimal in der Woche unterstützt sie die Seniorin bei der Körperpflege, zusätzlich kommt ihre Kollegin Iris einmal wöchentlich und kümmert sich um den Haushalt. „Wir versuchen in der Bezugspflege möglichst immer dieselben Mitarbeiterinnen einzusetzen“, erklärt mir die Pflegekraft. „Gerade bei der Körperpflege ist Vertrauen besonders wichtig“, fährt sie fort.
Auch Ursula Schneider sieht das so. „Ich muss mich dabei wohlfühlen“, betont sie. „Wenn Uta mir beim Duschen hilft und mir danach die Haut eincremt oder meine Füße massiert, dann geht es mir richtig gut. Allein kann ich beispielsweise meine Arme nicht mehr weit genug anheben, um mir die Haare zu waschen. Auch dabei steht sie mir zur Seite.“
Mehr als Waschen und Eincremen
Für Uta gehört zu ihrer Arbeit jedoch weit mehr als Waschen und Eincremen. „Viele ältere Menschen haben den ganzen Tag Schmerzen oder können sich nur noch eingeschränkt bewegen. Ihnen möchte ich wenigstens für kurze Zeit ein besseres Körpergefühl schenken.“ Dazu gehören für sie auch kleine Handgriffe wie eine wohltuende Fußreflexzonenmassage. „Sie sorgt nicht nur für Entspannung, sondern kann sich auch positiv auf den Körper auswirken.“
Während der Besuche behält Uta nicht nur das Wohlbefinden ihrer Patienten im Blick. Sie achtet ebenso auf Veränderungen der Haut, auf Wunden oder darauf, ob sich deren Mobilität verschlechtert. Ist eine medizinische Versorgung notwendig, dann übernehmen entsprechend ausgebildete Pflegefachkräfte diese Aufgaben.
Gespräche, die viel bedeuten
Mindestens ebenso wichtig wie die pflegerische Unterstützung sind für Ursula Schneider jedoch die Gespräche. „Ich erfahre so immer Neues. Und weil persönliche Treffen mit Freunden im Alter seltener werden, bedeuten mir diese gemeinsamen Minuten wirklich sehr viel, denn dann habe ich das Gefühl, noch mitzuspielen.“
Wenn Uta Urlaub hat oder krank ist, fällt es der Seniorin schwer, sich auf eine andere Pflegekraft einzulassen. „Dann helfen mir lieber Freundinnen“, sagt sie und weiß, dass diese Freundschaften gepflegt werden müssen, auch wenn das im Alter aus verschiedenen Gründen nicht immer so leicht ist.
Bei Ursula Schneider sind es vor allem die vielen kleinen Hilfen, die ihr ermöglichen, weiterhin selbstbestimmt in ihrer Wohnung zu leben. Für andere Senioren mit einem höheren Pflegegrad leisten ambulante Pflegedienste deutlich mehr und tragen so dazu bei, dass ein Umzug in ein Seniorenzentrum häufig um einige Jahre hinausgezögert werden kann.
Welche Leistungen ein ambulanter Pflegedienst übernimmt und in welchem Umfang die Pflegekasse die Kosten trägt, hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab. Auskunft dazu erteilen die Pflegekassen sowie die örtlichen Pflegeberatungsstellen.
„Schmeckt dir eigentlich dein eigenes Bier?“, möchte ich von Axel Stauder wissen. „Ja“, antwortet er mir, ohne lange nachzudenken, und prostet mir mit seinem alkoholfreien Stauder-Pils zu. „Früher war das allerdings anders“, schmunzelt er.
Erste Versuche mit Malztrunk
Mit „früher“ meint der heute 58-Jährige seine ersten zaghaften Versuche, das Bier aus der heimischen Familienbrauerei zu probieren. „Da war ich etwa 13 Jahre alt und das Bier war mir viel zu bitter, also habe ich es mit Malztrunk gemischt.“ Er lacht herzlich darüber, dass seine Leidenschaft für gutes Bier offenbar erst wachsen musste.
Aufgewachsen ist Axel im Essener Süden. Dass sich dort vieles um die Privatbrauerei drehte, versteht sich fast von selbst. Schließlich feiert das Familienunternehmen im kommenden Jahr sein 160-jähriges Bestehen. „Früher wusste eigentlich jeder sofort, wer ich bin“, erinnert er sich.
Und natürlich hatten auch seine damaligen Freunde schnell herausgefunden, welchen Beruf seine Familie ausübt. „Den Satz ‚Bring doch mal eine Kiste mit‘ habe ich unzählige Male gehört.“
Der Weg in die Brauerei
Dass er einmal selbst die Brauerei führen würde, war damals allerdings nicht selbstverständlich. Nach dem Abitur studierte er zunächst Brauwesen und Getränketechnologie, ergänzte das Studium anschließend um ein wirtschaftswissenschaftliches Aufbaustudium und sammelte ganz bewusst Erfahrungen außerhalb des Familienunternehmens beim Elektrokleingerätehersteller Braun sowie bei Alnatura.
Axel Stauder, einer der beiden Geschäftsführer der Brauerei Stauder in Essen. Foto: privat
Während seiner beruflichen Entwicklung blieb die Familienbrauerei jedoch weiterhin ein Thema, denn nachdem sein Vater und dessen Bruder das Unternehmen vier Jahrzehnte geführt hatten, stand Anfang der 2000er-Jahre ein Generationswechsel an. Gemeinsam mit seinem Cousin Thomas stellte sich Axel Stauder viele Fragen, denn der Biermarkt war rückläufig, der Wettbewerb groß und die Entscheidung war somit alles andere als leicht.
„Dennoch entschieden wir uns am 1. Januar 2005 dafür, die Privatbrauerei gemeinsam zu führen. Wir sind in den letzten Jahren sogar gegen den Trend gewachsen“, freut sich der Geschäftsführer.
Eine Brauerei zum Anfassen
Ein Grund dafür war sicher auch, dass das Unternehmen an seinen Werten festhält, gleichzeitig aber auch neue Wege geht. Das beste Beispiel dafür ist das grüne Sofa, das zu einem Markenzeichen des Unternehmens geworden ist. „Mit diesem Sofa wollten wir nahbarer werden und insbesondere jüngere Menschen ansprechen. Dahinter stand der Wunsch, zu zeigen, dass hinter einer Brauerei Menschen stehen.“
Während Axel beruflich seinen Platz in Essen fand, verlagerte sich das Familienleben von Hessen aus nach Dorsten. „Unser zweites Kind war unterwegs und wir haben einen Ort gesucht, der für Familien einfach gut passt. Die Entscheidung fiel uns leicht: Dorsten ist eine attraktive Kleinstadt mit Kitas und Schulen in erreichbarer Nähe sowie einer guten Anbindung über die A31 nach Essen“, erzählt mir der sympathische Dorstener und fährt fort: „Zudem wurden wir hier unglaublich herzlich aufgenommen. Die Offenheit und Kontaktfreudigkeit der Dorstener haben meiner Familie den Start leicht gemacht.“
Dankbarkeit statt Stolz
Gerne spielt Axel mit seiner Frau und seinen drei Kindern Tennis, wenn es seine Zeit zulässt. Dazu kommen Spaziergänge mit dem Hund oder Restaurantbesuche mit Freunden. „Du siehst also“, sagt Axel und muss selbst lachen, „ich führe eigentlich ein ziemlich langweiliges Leben.“ Wir einigen uns schließlich darauf, dass sein Leben nicht langweilig, sondern unspektakulär verläuft. Denn langweilig wirkt Axel Stauder keineswegs. Vielmehr strahlt er eine angenehme Ruhe aus.
„Macht es dich stolz, wenn du den Namen Stauder auf Biergläsern, Sonnenschirmen oder Lastwagen entdeckst?“, möchte ich von ihm wissen. Axel denkt einen Moment nach. „Stolz ist nicht das richtige Wort“, sagt er schließlich. „Dankbarkeit trifft es besser.“
Er ist dankbar dafür, dass eine Familienbrauerei seit fast 160 Jahren ihren Namen trägt. Dankbar dafür, dass sie Krisen, wirtschaftlich schwierige Zeiten und zwei Weltkriege überstanden hat. Und dankbar dafür, dass Stauder seit Generationen eine Heimatbrauerei zum Anfassen geblieben ist.
Wir stehen vor dem neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Dorsten-Altstadt, dem ältesten Löschzug im Kreis Recklinghausen. „Hier war einmal mein großer Garten“, erzählt mir Heinz Mönk, Dorstens ältester Feuerwehrmann. Dass er ihn immer noch vermisst, das sehe ich ihm an.
Erinnerungen im Gerätehaus
Drinnen im Gerätehaus zeigt mir der 90-Jährige stolz, aber auch wehmütig, alte Schwarz-Weiß-Fotografien. Junge, schmucke Männer in Uniform stehen in Reih und Glied neben einem neuen Löschfahrzeug. „Viele der Kameraden auf den Bildern leben heute leider schon nicht mehr“, bedauert er und sieht sich dabei weiter die Fotos an.
Heinz Mönk (mittlere Reihe, 3. v. r.) inmitten seiner damaligen Kameraden vor dem damals neuen Löschfahrzeug. Foto: privat
Geblieben sind dennoch bis heute Erinnerungen an vier Jahrzehnte aktiven Dienst für die Freiwillige Feuerwehr, an Freundschaft und Zusammenhalt. Für den Oberfeuerwehrmann war die Feuerwehr ein Zuhause, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bis 2010 lebte er mit seiner Familie im Wohnhaus direkt über dem Gerätehaus im Lippetal.
Erst als das Gebäude größeren Feuerwehrfahrzeugen weichen musste, endete diese besondere Wohnsituation. „Das war für uns alle eine tolle Zeit und ich bedauere immer noch, dass wir ausziehen mussten.“
Ein besonderer Ort zum Aufwachsen
Für seine drei Kinder war das Feuerwehrhaus der wohl außergewöhnlichste Ort, um aufzuwachsen. „Wir hatten den Logenplatz schlechthin“, erzählen Marion und Ulrike lachend. Ob Schützenfest, Kirmes oder andere Veranstaltungen im Lippetal, von ihrem Kinderzimmerfenster aus hatten sie alles im Blick.
Und wenn die Sirene heulte, war die Feuerwehr sofort Mittelpunkt des Familienlebens. „Die Sirene hing ja direkt über unserem Kinderzimmer“, erinnert sich Marion. „Bis wir uns an den Lärm gewöhnt hatten, standen wir jedes Mal senkrecht im Bett.“
Im Feuerwehrwagen kommen Heinz Mönk Erinnerungen an den aktiven Dienst hoch. Foto: privat
Manchmal allerdings wurde Heinz Mönk der Trubel rund um das Gerätehaus zu viel. Das bekamen vor allem die Jugendlichen zu spüren, wenn sie wieder einmal zu laut wurden. „Wenn der Feldwebel etwas sagte, war schnell Ruhe“, erinnern sich seine Töchter schmunzelnd.
„Papa, weißt du noch, wie Mama in der Garage Rollschuhfahren und wir dort das Radfahren lernten?“ Natürlich weiß er es noch. Marion erzählt weiter: „Unsere Fahrräder standen im Sirenenturm, und wir kletterten heimlich, wenn Papa es nicht bemerkte, außen am Turm hinauf, was natürlich streng verboten war.“ Ihr Vater schmunzelt, woraus ich schließe, dass er natürlich auch davon wusste.
Garten, Sirene und Dampflokomotiven
Während Heinz Mönk seine freie Zeit im Garten verbrachte, erkundeten seine Kinder die Umgebung, insbesondere die Badeanstalt am Kanal oder den Bahndamm, auf dem damals noch Dampflokomotiven vorbeifuhren. Für die drei Kinder war es das Paradies, für ihre Mutter eher weniger.
„Wenn meine Frau Wäsche im Garten hängen hatte und sich eine Dampflok näherte, musste sie alles schnell wieder von der Leine nehmen, sonst wäre die frisch gewaschene Kleidung innerhalb weniger Minuten mit Ruß übersät gewesen“, erinnert sich der rüstige Rentner.
Heinz Mönk und seine Frau Ellen mit ihren Kindern (v. l.) Peter, Marion und Ulrike. Foto: privat
Auch im Gerätehaus selbst gab es unvergessliche Momente. „Duschen mussten wir immer unten im Feuerwehrhaus“, erzählen Marion und Ulrike und fahren fort: „Kam währenddessen ein Alarm, standen auch schon mal Feuerwehrmänner um uns herum. Wir sind daher immer vorsichtshalber zu zweit nach unten zum Duschen gegangen.“ Heute lachen alle über diese Erinnerung, damals war ihnen aber absolut nicht zum Lachen.
Smokie im Gerätehaus
Ein besonderes Erlebnis blieb Marion ebenfalls in Erinnerung: Zum 100-jährigen Jubiläum des Löschzuges gab die englische Rock-Pop-Band Smokie ein Konzert und die Bandmitglieder übernachteten im Gerätehaus. „Das war echt cool, aber ich war ja damals in einen Marineoffizier verliebt“, gesteht sie.
„Mussten sie nicht immer ein Auge auf ihre beiden Mädchen haben?“, frage ich den Senior. Auch dazu schmunzelt er nur. Stattdessen antwortet Marion: „Ach was, ich war doch erst 10.“
Wasser im Keller
Ihr Vater wechselt das Thema und erzählt mir, dass der Kanal zweimal neu gespundet werden musste, weil das Gelände im Lippetal durch eindringendes Grundwasser abgesackt war. Ursache waren Bombentreffer aus dem Zweiten Weltkrieg, die die Lehmschicht des Kanals beschädigt hatten.
Der Abriss des alten Feuerwehrhauses im Lippetal. Foto: FFW Löschzug Altstadt
„Im Keller des Gerätehauses stand deshalb dauerhaft Wasser und wir konnten dort nichts lagern, alles wurde schimmelig.“ Etwas, worüber Marion sich freute, denn „es war richtig gruselig, in den Keller zu gehen.“
Ich frage Heinz Mönk nach seinem schönsten Erlebnis während seiner Feuerwehrzeit. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. „Durch meinen Feuerwehrfreund Adolf Axinger habe ich meine Frau Ellen kennengelernt.“ Dass er bei ihrer Hochzeit selbstverständlich Trauzeuge war, das versteht sich von selbst.
Nach einer Vielzahl von Schockanrufen im Kreis Borken warnt die Polizei vor Betrügern, die ihre Opfer mit erfundenen Notlagen unter Druck setzen.Schockanrufe sind aber ein kreisübergreifendes Problem und beschäftigen die Polizei im Kreis Recklinghausen sowie in Dorsten regelmäßig. Auffallend häufig geraten ältere Menschen ins Visier der Täter. Doch wie finden die Betrüger ihre Opfer? Die Redaktion hat nachgefragt.
Kurze Rufnummern können auf ältere Menschen hinweisen
Die Polizei bestätigt, dass die Täter gezielt nach älteren Menschen suchen. Als Anhaltspunkt dienten ihnen öffentlich zugängliche Telefonbuchverzeichnisse.
„Besonders kurze Festnetznummern mit nur drei oder vier Ziffern nach der Ortsvorwahl können darauf hindeuten, dass der Anschluss schon lange besteht und einer älteren Person zugeordnet ist“, sagt Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken.
Auch die im Telefonbuch aufgeführten Vornamen könnten Rückschlüsse auf das Alter der Anschlussinhaber ermöglichen.
Auch andere Betrugsmaschen betreffen Festnetzanschlüsse
Kriminelle könnten ihre Opfer zwar auch über Mobiltelefone kontaktieren, die Polizei beobachte jedoch eine klare Tendenz. „Nicht nur Schockanrufe, sondern auch andere betrügerische Anrufe gehen auffallend häufig über das Festnetz ein“, erklärt Ohm. Das Mobiltelefon spiele bei diesen Betrugsversuchen eine deutlich geringere Rolle.
Telefonbucheintrag ändern oder löschen
Laut Polizeilicher Kriminalprävention sollten Betroffene ihren Telefonbucheintrag überprüfen. Sie könnten den Vornamen abkürzen oder streichen sowie den Eintrag vollständig löschen lassen. Damit werde es Betrügern erschwert, anhand des Namens oder einer kurzen Rufnummer gezielt nach älteren Anschlussinhabern zu suchen. Eine Änderung oder Löschung könne beim jeweiligen Telefonanbieter beantragt werden.
Grimassen schneiden, Arme herumwerfen, unmotiviertes Lachen oder Freudensprünge – die Medien sind voll von Übungsempfehlungen, die die Stimmung positiv beeinflussen können. Mittlerweile weiß ja jeder blutige Laie, dass auch der Körper ständig Signale ans Gehirn sendet. Wie wär’s also mit dem „Albernheits-Tanz“, Lach-Yoga, dem Dankbarkeits-Spaziergang oder der „Peng!-Übung“ zum Aufheizen der Heiterkeit?
„Jetzt beugen Sie den Ellenbogen, reiben den hervorspringenden Knochenpunkt an der Innenseite – und schon strömt die Gute-Laune-Power durch Ihren Körper.“ Na ja, versuchen schadet ja nix, beschließe ich und folge brav den Anweisungen des Video-Gesundheits-Fuzzis, indem ich meine linke Elle knete, an der ein Knochen nicht so wirklich hervorspringen will.
Ich reibe später auch an meinem Büroplatz, als mich die Terminanhäufung ins Stimmungstief zu zerren droht, ich reibe abends, als mein verstopfter Badezimmerabfluss nur noch blubbernd mit mir kommuniziert – doch die Massage führt nicht zum versprochenen Erfolg.
Da greife ich wohl lieber wieder auf mein Spezialrezept zurück: „Ballen Sie die Hand zur Faust, massieren Sie den Mittelfinger und lassen ihn locker nach oben schnellen“ – na, geht schon besser, oder?
Mit einem gemeinsamen gesunden Frühstück haben die Viertklässler der Augustaschule ihre Grundschulzeit ausklingen lassen. Das Projekt „Gesund und lecker“ gehört inzwischen fest zum Schulleben der Hervester Grundschule.
Eltern bereiten abwechslungsreiches Buffet vor
Schulsozialarbeiterin Claudia Schmieder-Freese organisiert das Frühstück regelmäßig gemeinsam mit dem Eltern-Café. Ehrenamtlich engagierte Eltern bereiten dafür ein abwechslungsreiches Buffet mit gesunden Lebensmitteln vor.
Die Schule möchte den Kindern vermitteln, dass eine ausgewogene Ernährung das Wohlbefinden und die Konzentration fördern kann. Beim gemeinsamen Frühstück lernen die Schüler zudem neue Lebensmittel kennen und können diese ausprobieren.
Gleichzeitig stärkt die Aktion das Miteinander. Die Kinder sitzen gemeinsam am Tisch, tauschen sich aus und erleben das Frühstück als Teil des Schulalltags.
Abschluss der Grundschulzeit
Das letzte Frühstück vor den Sommerferien richtete sich Anfang Juli an die vierten Klassen. Für die Schüler markierte es zugleich den Abschied von der Augustaschule. Nach den Ferien wechseln sie auf weiterführende Schulen.
Ohne die Unterstützung des Eltern-Cafés könnte die Schule das Angebot nach eigenen Angaben nicht in dieser Form umsetzen. Die Helfer übernehmen regelmäßig die Vorbereitung und begleiten die Kinder während des Frühstücks.
Bei einem Verkehrsunfall auf dem Polsumer Weg in Dorsten-Altendorf-Ulfkotte sind am Donnerstagnachmittag ein sechs Jahre altes Mädchen und ein 72-jähriger Radfahrer leicht verletzt worden. Das Kind kam vorsorglich mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik.
Der Unfall ereignete sich gegen 15.40 Uhr auf dem Polsumer Weg. Nach bisherigen Erkenntnissen stießen der 72 Jahre alte Radfahrer und das sechsjährige Mädchen aus bislang ungeklärter Ursache zusammen.
Beide erlitten nach aktuellem Stand lediglich leichte Verletzungen.
Rettungshubschrauber bringt Mädchen nach Buer
Da bei dem sechsjährigen Mädchen Vorerkrankungen bestehen, entschieden sich die Rettungskräfte vorsorglich für eine weitergehende medizinische Untersuchung im Krankenhaus. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in die Klinik Bergmannsheil Buer.
Um den 72-jährigen Radfahrer kümmerten sich Sanitäter vor Ort.
Rettungswagen und Polizeiauto vor Ort. Foto: Marc Gruber
Polizei ermittelt zur Unfallursache
Wie es zu dem Zusammenstoß auf dem Polsumer Weg in Altendorf-Ulfkotte kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Gute Nachrichten für Familien in Altendorf-Ulfkotte und Tönsholt: Der Schulbus kann auch im kommenden Schuljahr weiterfahren. Förderverein, Bürgerverein und Stadt Dorsten haben gemeinsam eine Lösung für die zuletzt unsichere Finanzierung gefunden. Gleichzeitig soll nun ein Konzept entstehen, das den Bus auch langfristig absichert.
Die zunächst ausgesprochene Kündigung des Schulbusses ist vom Tisch. Darauf verständigten sich am Donnerstag der Förderverein der Schule, der Bürgerverein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich“ (ATS) und die Stadt Dorsten in Abstimmung mit der Schulleitung.
Hintergrund waren finanzielle Probleme, nachdem zuletzt zu wenige Kinder für die Nutzung des Busses angemeldet worden waren. Dadurch drohte eine Finanzierungslücke.
Vereine und Unternehmen springen ein
Der Schul- beziehungsweise Bürgerbus wird vom Förderverein organisiert. Die Stadt Dorsten übernimmt bislang 81 Prozent der Kosten. Hinzu kommen Mittel des Fördervereins sowie Beiträge der Eltern, deren Kinder mit dem Bus fahren.
Um das Angebot nun für das kommende Schuljahr zu sichern, beteiligen sich mehrere Akteure aus dem Stadtteil.
Der Bürgerverein ATS stellt 1500 Euro zur Verfügung. Weitere knapp 2000 Euro kommen von Unternehmen aus Altendorf-Ulfkotte, die sich kurzfristig zu Spenden bereit erklärt haben.
Zusätzliche Einnahmen entstehen durch vier weitere Anmeldungen für den Schulbus. Bei einem Jahresbeitrag von jeweils 300 Euro fließen dadurch weitere 1200 Euro in die Finanzierung.
Auch der Förderverein beteiligt sich weiterhin mit einem Zuschuss, dessen Höhe sich nach der Zahl der tatsächlich mitfahrenden Kinder richtet. Nach Angaben der Beteiligten bleiben damit zugleich genügend Mittel für weitere Projekte vorhanden, mit denen der Teilstandort der Kardinal-von-Galen-Schule gestärkt werden soll.
Fahrplan nun leicht angepasst
Zusätzlich haben die Organisatoren den Fahrplan des Busses überarbeitet. Durch kleinere Änderungen soll das Angebot nach Angaben der Beteiligten verbessert und gleichzeitig etwas günstiger werden.
Der Zuschuss der Stadt Dorsten in Höhe von 81 Prozent bleibt unverändert. Allerdings sollen künftig die Auszahlungstermine angepasst werden. Dadurch muss der Förderverein die Kosten des Schulbusses nicht länger zunächst aus eigenen Mitteln vorfinanzieren.
Arbeitsgruppe sucht dauerhafte Lösung
Mit der Einigung ist die Zukunft des Schulbusses zunächst für das kommende Schuljahr gesichert. Gleichzeitig wollen die Planer verhindern, dass die Finanzierung künftig erneut kurzfristig auf der Kippe steht.
Unter Federführung des Bürgervereins ATS wird deshalb eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie soll ein langfristiges Konzept entwickeln, mit dem der Schulbus für Altendorf-Ulfkotte und Tönsholt dauerhaft erhalten werden kann.
Die beteiligten Vereine, die Schule und die Stadt zeigten sich nach den Gesprächen erleichtert. Aus ihrer Sicht habe die Dorfgemeinschaft gemeinsam eine konstruktive und tragfähige Lösung gefunden.
Drei Tage Auszeit, gemeinsame Unternehmungen und viel Zeit für Gespräche: Der Multiple-Sklerose-Kontaktkreis Dorsten hat Mitte Juli ein gemeinsames Wochenende in Münster verbracht. Neben einem Besuch im Allwetterzoo standen eine Fahrt über den Aasee und gesellige Abende auf dem Programm.
Am Freitag, 17. Juli, machte sich die Gruppe auf den Weg nach Münster. Nach der Ankunft im Jugend-Gästehaus blieb zunächst Zeit, die nähere Umgebung kennenzulernen. Bei einem Spaziergang entlang des Aasees genossen die Teilnehmer das sommerliche Wetter und legten eine Pause in einem Eiscafé mit Blick auf den See ein.
Nach dem gemeinsamen Abendessen in der Unterkunft wurde es gesellig. Bei Bingo und weiteren Spielen ließ die Gruppe den ersten Abend ausklingen. Dabei wurde viel gelacht und die Teilnehmer hatten reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Mit dem Elektroschiff zum Allwetterzoo
Der Samstag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend ging es zum Aasee, wo bereits die Elektro-Fähre „Solaaris“ wartete. Mit dem Schiff fuhr die Gruppe über den See in Richtung Allwetterzoo.
Dort verbrachten die Dorstener mehrere Stunden. Die Teilnehmer erkundeten die verschiedenen Tieranlagen, besuchten unter anderem das Affenhaus und nutzten die Gelegenheit für zahlreiche gemeinsame Erinnerungsfotos.
Foto: MS-Kontaktkreis
Nach dem Zoobesuch brachte die „Solaaris“ die Gruppe wieder über den Aasee zurück. Am Abend folgte erneut ein gemeinsames Essen in der Jugendherberge. Spiele und Gespräche sorgten anschließend für einen gemütlichen Abschluss des erlebnisreichen Tages.
Gemeinschaft steht im Mittelpunkt
Am Sonntag, 19. Juli, begann nach einem letzten gemeinsamen Frühstück bereits die Heimreise nach Dorsten. Trotz des vergleichsweise kurzen Aufenthalts blieb nach Angaben des Kontaktkreises vor allem die Erinnerung an ein gelungenes Wochenende mit vielen gemeinsamen Erlebnissen.
Solche Unternehmungen sind für den MS-Kontaktkreis nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Im Mittelpunkt stehen auch der persönliche Austausch, gegenseitige Unterstützung und das Gemeinschaftsgefühl.
Kontaktkreis trifft sich einmal im Monat
Der Multiple-Sklerose-Kontaktkreis Dorsten trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr im Treffpunkt Altstadt am Geschwister-Scholl-Platz 1 in Dorsten.
Ansprechpartnerin ist Romina Piske, erreichbar unter Tel. 0151 61474250 oder per E-Mail an [email protected]. Weitere Informationen zur Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft gibt es unter www.dmsg.de.
Spenden für den DMSG-Kontaktkreis Dorsten sind über folgende Konten möglich:
Dorstens Innenstadt entwickelt sich nach Einschätzung der WINDOR positiv. Citymanager Christoph Uphaus und WINDOR-Geschäftsführer Oliver Göttlich sehen trotz sichtbarer Veränderungen gute Perspektiven für neue Konzepte, Gastronomie, Handel und Aufenthaltsqualität.
„Wir konnten in den letzten Jahren sehr viel Positives für die Innenstadt bewirken. Was mit der Neugestaltung der Innenstadt begann, konnte durch attraktive Neuansiedlungen fortgesetzt werden“, erzählt Christoph Uphaus, Citymanager der Wirtschaftsförderung Dorsten (WINDOR). Heute weiß der Halteraner, dass in dieser Zeit viel erreicht wurde, aber auch zukünftig noch viele Projekte möglich sind, die zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.
Austausch mit Unternehmern bleibt zentral
„Der Austausch mit den Unternehmern ist dabei das Herz unserer Arbeit. Durch jedes Gespräch ergeben sich neue Perspektiven, die zu einem guten Innenstadt-Konzept beitragen. Ich bin erst zufrieden, wenn der Unternehmer mir mit einem Lächeln im Gesicht berichtet“, sagt Christoph Uphaus. Deshalb setzt er auf viele Gespräche mit den ansässigen Unternehmern.
Natürlich wissen auch der Citymanager und Oliver Göttlich als Geschäftsführer der WINDOR, dass es in der Wirkung nach außen nicht gut ist, wenn zuletzt mehrere Geschäfte zeitgleich geschlossen haben. Beide sehen aber zugleich die Chance, dass gerade diese Ladenlokale wieder genutzt werden können.
Oliver Göttlich, Geschäftsführer der WINDOR. Foto: Christian Sklenak
„Für das Objekt Körmann ist bereits ein Nachfolger gefunden und auch bei den beiden anderen Geschäftslokalen sehe ich positiv in die Zukunft. Am Markt konnten wir die Lücke schnell schließen und mit Joe’s Café bekommen wir ein spannendes neues Gastronomie-Projekt“, sagt Oliver Göttlich. Zugleich verweist er auf das erfolgreich umgesetzte Konzept des Dorstener Campus.
Neue Konzepte für die Innenstadt Dorsten
Auch durch das Konzept „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ konnten neue und spannende Ideen Wirklichkeit werden. Dazu zählen Barista & Uomo, zuletzt die Bunte-Steine-Werkstatt und Feinwerk im Seidemannschen Haus.
„Elf Unternehmerinnen und Unternehmer wurden wirtschaftlich unterstützt und 90 Prozent von ihnen sind auch nach Ablauf der Förderung noch Teil der Innenstadt. Diese neuen Konzepte tragen zur Vielseitigkeit der Dorstener Innenstadt bei“, freut sich Christoph Uphaus über den Erfolg der neu gegründeten Unternehmen.
Christoph Uphaus und Daniel Strauch, Geschäftsführer der Feinwerk Weinbar. Foto: Christian Sklenak
Vor allem sieht Uphaus, dass Unternehmen mehr Erfolg haben, wenn sie einen Concept-Store betreiben. „Die Mischung aus Gastronomie und Bekleidung wie bei Barista & Uomo sowie das Konzept von Feinwerk im denkmalgeschützten Seidemannschen Haus zeigen, dass solche Ideen gut angenommen werden“, sagt er.
„Shoppen hat etwas mit Gefühlen und Emotionen zu tun“
Christoph Uphaus
Heute möchte nach seiner Einschätzung niemand mehr einfach etwas „von der Stange“. „Shoppen hat etwas mit Gefühlen und Emotionen zu tun. Einkaufserlebnisse und schöne gastronomische Betriebe, die zum Verweilen einladen, sind das Herz der zukünftigen Innenstädte. Und was wir nicht vergessen dürfen, ist das Erlebnis Wochenmarkt, der an drei Tagen in der Woche für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt und ein Ort der Kommunikation und des Miteinander-Treffens ist.“
WINDOR sieht Dorsten als gefragten Standort
Dass Dorsten sich auch nach außen als interessanter Standort anbietet, zeigt nach Angaben der WINDOR die hohe Zahl an Anfragen für Gewerbeflächen in der Innenstadt über die Stadtgrenzen hinaus. „Hier stehen wir gegenüber anderen Städten deutlich überdurchschnittlich da“, erklärt Oliver Göttlich.
Göttlich ist froh, dass mit Christoph Uphaus ein „Kümmerer und Motor“ für neue Projekte und Entwicklungen gefunden werden konnte. Der Blick des Citymanagers geht dabei deutlich in die Zukunft, „denn die Vergangenheit können wir nicht mehr beeinflussen.“
Innenstadt als erlebbare Altstadt
Zukünftig müssen nicht nur weiter freistehende Gewerbeflächen bewirtschaftet werden. Auch Start-ups und die lang ansässigen Unternehmen sollen über Unterhaltung, Kulturveranstaltungen oder andere Arten von Events unterstützt werden, damit die Innenstadt erlebenswert bleibt.
„Die Innenstadt ist nicht nur eine Einkaufsstraße, es ist eine funktionierende Altstadt“
Christoph Uphaus
„Wir können heute glücklich darüber sein, dass wir eine modern gestaltete Innenstadt haben, die mit dem Marktplatz ein fantastisches Herz hat. Die Innenstadt ist nicht nur eine Einkaufsstraße, es ist eine funktionierende Altstadt, deren Flair und Angebot auch von Menschen aus den umliegenden Städten gern besucht wird.“
Oliver Göttlich ergänzt: „Wir sind uns sicher, dass die Ideen und Visionen von Citymanager Christoph Uphaus, die in engem Austausch mit der Wirtschaftsförderung entwickelt werden, die Dorstener Innenstadt in eine positive Zukunft führen werden!“
Der Blick auf die Innenstadt ist Teil der breiteren Standortarbeit der WINDOR. Beim Wirtschaftsempfang 2026 wurde zuletzt deutlich, worauf Oliver Göttlich und sein Team setzen: kurze Wege zu Unternehmen, konkrete Unterstützung im Alltag und Netzwerke, die Dorsten als Wirtschaftsstandort stärken. Weitere Beiträge dazu bündelt Dorsten-Online unter dem Schlagwort WINDOR.
Wirtschaftsförderung in Dorsten GmbH (WINDOR) Bismarckstraße 24 46284 Dorsten