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Tempokontrolle über Weihnachten in Dorsten

Die Stadt Dorsten kündigt für die Weihnachtswoche verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an. Vom 22. bis 28. Dezember 2025 kommen die Laserwagen im Stadtgebiet gezielt auf mehreren Hauptverkehrsstraßen zum Einsatz.

Diese Straßen stehen im Fokus

Die Laserwagen der Stadt werden in der kommenden Woche insbesondere an folgenden Straßen eingesetzt:

  • Lembecker Straße
  • Ostlandstraße
  • Clemens-August-Straße

Die Stadt weist darauf hin, dass darüber hinaus auch kurzfristige Kontrollen an anderen Stellen im Stadtgebiet möglich sind.

Weihnachtsmarkt an der Oude Marie

Schon im vergangenen Jahr war der Weihnachtsmarkt im Bürgerpark Maria Lindenhof an der Oude Marie ein voller Erfolg im Dorstener Veranstaltungskalender.

Auch in diesem Jahr füllte sich die Location mit hunderten Bürgern und zahlreichen charmanten Ständen, ein deutlich höheres Aufkommen als im Vorjahr.

Verbesserte Aufenthaltsqualität und Organisation

Das Organisationsteam rund um Kevin Over, Birger Schwalvenberg sowie Heike und Klaus Schmitz hat in diesem Jahr die Aufenthaltsqualität spürbar erhöht. Das Rondell des Amphitheaters wurde in das Marktgeschehen eingebunden, die ganze Fläche des Oude Marie wurde hervorragend genutzt. Zudem unterstützt die Sparkasse Vest Recklinghausen und das „Sag JA! zu Dorsten“ das Projekt.

Zahlreiche Besucher füllten das Gelände an der Oude Marie und sorgten für reges Treiben zwischen den festlich geschmückten Ständen des Weihnachtsmarkts. (Foto: Haug)

Vielfältiges Angebot und musikalisches Programm

Das Angebot war unglaublich vielfältig. Auf der rechten Seite des Amphitheaters fand man Stände voller handgemachter, einzigartiger Dekoration, die sich optimal für Last-Minute Weihnachtsgeschenke eignen. Unter anderem Holzgeschnitzte Mäuse und glänzende Rentiere in verschiedenen Farben.

Liebevoll dekorierte Stände mit handgemachten Produkten prägten das Bild des Weihnachtsmarkts an der Oude Marie und luden zum Stöbern ein. (Foto: Haug)

Links gab es die Stände für die Glühwein-Genießer. Volle Schlangen bildeten sich schon kurz vor der offiziellen Eröffnung an den Getränke- und Crepeständen. An jedem Tag gab es außerdem ein breites musikalisches Angebot. Das Joker Quartett, Guido Harding und DJ Simon Blake sorgten für eine ausgezeichnete Stimmung mit ausgelassener Live-Musik.

Fokus auf Gemeinschaft und Atmosphäre

Gute Laune und geselliges Beisammensein prägten den Abend auf dem Weihnachtsmarkt an der Oude Marie, wo Besucherinnen und Besucher gemeinsam die winterliche Atmosphäre genossen. (Foto: Haug)

Trotz der vielen Neuerungen und dem vielfältigen Angebot blieb der Markt seinen Ansprüchen treu. Der Fokus lag vor allem darauf, dass Besucher eine ausgelassene Zeit mit Freunden und Familie verbringen konnten.

Impressionen: Eisstockmasters Dorsten 2025: Finale startet verspätet, Stimmung bleibt

Eisstockmasters 2025: Aroma Paloma holt den Titel

Aroma Paloma hat die Eisstockmasters 2025 gewonnen. Im Finale in der Altstadt Dorsten setzte sich das Team gegen starke Konkurrenz durch. Platz zwei belegte „We are Family“, gefolgt von „Die 3 lustigen 4“ auf Rang drei. Die Breiten Sportler komplettierten das Finale auf Platz vier.

Aus mehr als 300 Mannschaften

Am Sonntagabend füllte sich rund um die Kunsteisfläche schnell jeder verfügbare Platz. Drinnen wie draußen drängten sich die Zuschauer an die Bande. Wer es hier bis ins Finale schaffte, spielte auf hohem Niveau. Aus mehr als 300 Mannschaften standen bei den Eisstockmasters 2025 die besten 16 Teams auf dem Eis. Trotz einer deutlichen Verzögerung blieb die Stimmung ruhig und erwartungsvoll.

Volle Ränge trotz Verzögerung

Das Finale der Eisstockmasters 2025 startete mit gut einer Stunde und 20 Minuten Verspätung. Der Grund war schnell benannt, eine defekte Birne legt den Ablauf lahm. An der Kulisse ändert das wenig. Die Plätze rund um die Kunsteisfläche füllen sich zügig, auch im Außenbereich bleiben viele Besucher stehen. Geduld gehört an diesem Abend dazu, Abwanderung gibt es kaum.

Während Teams und Helfer den Start vorbereiten, blieb das Publikum vor Ort. An der Bande standen die Zuschauer dicht an dicht, draußen locker mit Glühwein oder Bier. Gespräche, warme Getränke, Blicke aufs Eis. Die Eisstockmasters 2025 live zu erleben, ließ sich das Publikum nicht nehmen.

Begrüßung mit lockerem Einstieg

Moderator Florian Klomfaß eröffnete den Abend mit direkter Ansprache. „Willkommen im Finale, schön, dass ihr so lange gewartet habt. Schönen guten Abend, Dorsten.“ Den Grund für die Verzögerung griff er selbstironisch auf. „Und ja, die Verzögerung tut mir leid. Stunde zwanzig, das kennt man sonst eher von der Deutschen Bahn. Aber jetzt sind wir hier, und jetzt geht’s los.“

Die Groupies von Team Volksbank Schermbeck. Foto: Petra Bosse

Klare Worte an Teams und Publikum

Klomfaß richtete sich anschließend an die Mannschaften. „Ich hoffe, ihr habt euch gut vorbereitet, denn ihr wisst, was ich immer sage: Ein Stock fliegt besser, wenn man ihn sicher führt.“ Danach folgte die klare Aufforderung: „Was auch immer ihr heute vorhattet, gebt ruhig ein bisschen Gas. Wir hatten einiges vor uns.“

Die Spieler hörten zu, prüften noch einmal Material und Laufwege. Trotz der langen Wartezeit lag Konzentration in der Luft.

Top-Leistungen aus einem großen Feld

Zum Auftakt würdigte der Moderator die sportliche Leistung der Finalisten. „Unter die besten 60 von 304 Mannschaften zu kommen, das musste man erst mal schaffen. Bei dem einen oder anderen war sicher auch eine Portion Glück dabei, aber ohne Leistung ging es nicht.“

Spätestens hier wurde deutlich, worum es an diesem Sonntagabend ging. Die Eisstockmasters 2025 waren kein Spaßturnier. Wer im Finale stand, hatte sich über Wochen durchgesetzt. Auf dem Eis begann der Wettbewerb, an der Bande stieg die Spannung. Dorsten schaute zu.

Foto: Petra Bosse

Diese Teams standen im Finale

Im Finale traten die Mannschaften in vier Gruppen an.

Gruppe A

  • Die Breiten Sportler
  • Die mit dem Kaktus
  • Jet-Set-Soccer

Gruppe B

  • Die Pflegefälle
  • Volksbank Schermbeck
  • FC Chemoklo
  • We are family

Gruppe C

  • Die 3 lustigen 4
  • Ajax Dauerstramm
  • Kickerfreunde Freunde
  • Kellerfußball

Gruppe D

  • Die Böhse Maithur
  • AEV Dorsten
  • Aroma Paloma
  • J-Team

Durch den Abend führten Hans Schuster und Florian Klomfaß.

Musikalischer Endspurt beim Dorstener Winterzauber 2025

Nach über sieben Wochen Partyspaß und zahlreichen Live-Auftritten prominenter DJs fand am Samstagabend, den 20.12 das vorletzte Set des Dorstener Winterzaubers statt. Noch einmal strömten hunderte Dorstener auf den Marktplatz, um gemeinsam zu feiern und die besondere Atmosphäre zu genießen.

Elektronische Beats zum vorletzten Partyabend

Jan Verholt und Paul Lomax sorgten mit Unterstützung von Marisha.music für ein elektrisierendes Set, das das Publikum noch einmal voll abholte. Treibende Beats, ausgelassene Stimmung und volle Reihen vor der Bühne prägten den Abend.

Live-Moment beim Dorstener Winterzauber: Saxofon-Einlagen sorgten während des DJ-Sets für zusätzliche musikalische Akzente und besondere Stimmung auf dem Marktplatz. (Foto: Haug)

Auch abseits der Tanzfläche herrschte reger Betrieb: Am Glühweinstand und an der Gastrobude sammelten sich zahlreiche Besucher, um den vorletzten Abend des Winterzaubers in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Foto: Haug

Großer Abschluss steht bevor

Am 23. Dezember folgt der große Abschluss des Dorstener Winterzaubers mit dem #Heimkommen. Dann legen Salvatore Mancuso und Basti Voss auf dem Marktplatz auf – ein Finale, auf das sich viele Dorstener bereits freuen.

Am Heiligabend findet zudem noch das Weihnachts-Frühschoppen statt. Dabei besteht die Möglichkeit, sich noch einmal mit den letzten Vorräten vor den Festtagen einzudecken und den Winterzauber in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Wer es beim Dorstener Winterzauber lieber besinnlich mochte, fand im Artikel zum Mitsing-Konzert stimmungsvolle Eindrücke vom gemeinsamen Singen auf dem Marktplatz.

Beeindruckende Stimmung beim Mitsing-Konzert

Solche beeindruckenden Bilder sieht man selten in Dorsten. Am Freitag, den 19. Dezember, füllte sich nicht nur der gesamte Marktplatz mit Dorstenern, sondern auch die vielen Straßen drumherum. Als unwissender Marktgänger auf der Suche nach Last-Minute-Weihnachtsgeschenken fragte man sich zurecht: Warum ist es auf einmal so voll in Dorsten?

Gemeinsames Musizieren beim Mitsing-Konzert auf dem Dorstener Marktplatz: Die Blaskapelle St. Marien begleitet die zahlreichen Sängerinnen und Sänger beim gemeinsamen Adventssingen. Foto: Haug

Gemeinsam mit der Blaskapelle St. Marien wurden zahlreiche bekannte Weihnachtslieder aufgeführt, darunter auch „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“. Außerdem vor Ort war Bürgermeister Tobias Stockhoff, der zwischen den einzelnen Stücken kurz das Mikrofon ergriff.

„Ich rede zwischen den Liedern immer ein bisschen, damit die Blaskapelle auch mal Zeit zum Verschnaufen hat. Das ist auf Dauer sehr anstrengend, dann quatsche ich eben ein bisschen“, scherzte der Bürgermeister.

Ein besonderes Lied mit Bedeutung für Dorsten

30 Minuten lang ging das gemeinsame Adventssingen. Abgerundet wurde das Mini-Konzert mit einem etwas anderen Weihnachtslied – einem Lied, das man nicht direkt einen Weihnachtsklassiker nennen würde.

Tobias Stockhoff erklärt, warum das Lied „Großer Gott“ aber auch besonders für die Stadt Dorsten so bedeutend ist. Foto: Haug

„Für Max Kohle, der das Mitsing-Konzert initiiert hat, hatte dieses Lied eine tiefe Bedeutung. Nach dem Krieg, als Dorsten zerstört war, fand er auch sein Elternhaus in Trümmern auf. Am Ende des Jahres, nachdem die Aufbauarbeiten begannen, dankte Max Kohle Gott, dass seiner Heimatstadt mehr Not und Leid erspart geblieben ist. Deshalb war es für ihn wichtig, sich mit diesem Lied bei Gott zu bedanken.“, so Stockhoff.

Großer Applaus zum Abschluss

Als kleine Zugabe spielte die Blaskapelle noch „Jingle Bells“, ehe das Konzert mit einem großen Applaus sein Ende fand. Wie jedes Jahr war das Mitsing-Konzert ein Höhepunkt des Dorstener Winterzaubers, und die meisten können es jetzt schon kaum abwarten, bis es im nächsten Jahr wieder stattfindet.

Zum Abschluss spielte die Blaskapelle St. Marien mit „Jingle Bells“ eine schwungvolle Zugabe und wurde dafür vom Publikum mit großem Applaus belohnt. (Foto: Haug)

Ein Rückblick auf das Mitsing-Konzert 2018 finden Sie hier:

Elektronische Beats beim Dorstener Winterzauber 2025 mit MOGUAI

Nicht einmal mehr eine Woche bis Heiligabend. Nicht nur die Weihnachtszeit neigt sich dem Ende, sondern der diesjährige Dorstener Winterzauber.

Der Star-DJ mit einer goldenen und Doppel Platin Schallplatte legte schon beim Parookaville oder auf dem Schalke Tag auf. Auch Freitagabend, den 19.12 spielte er auf dem Dorstener Marktplatz ein mitreißendes Set vor vollem Publikum. Nicht nur das Innere des Zelts war prall gefüllt, auch drumherum versammelten sich die Dorstener, um das einmalige Set von MOGUAI zu genießen. Die Veranstalter freuten sich über das weiterhin große Interesse.

Am Samstagabend geht es weiter mit DJ Jan Verholt, DJ Paul Lomax sowie der Violistin marisha.music.

#169 – Glosse von Anke: Fröhliche Weihnacht überall!

Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Fröhliche Weihnacht überall!

Hurra, hurra – heute Morgen war er endlich verschwunden, dieser hässlich rote Strich auf dem Corona-Test-Set, der mir die letzte Woche vor Weihnachten verhagelt hat: Kein Mister-Trucker- Weihnachtsmarkt, kein Rudelsingen auf dem Markt, kein Glühwein-Trinken mit den Nachbarn; dafür jede Menge Abwehrkräfte-Stärkungstee, Matratzenhorchdienst und Netflix-Entertainment.

An dieser Stelle ein herzlicher Solidaritäts-Gruß an alle aktuell Grippal-Infizierten, Magen-Darm-Gebeutelten und Hexenschuss-Geplagten, die um ein fröhliches Beisammensein unter dem geschmückten Weihnachtsbaum bangen, auf das sie sich schon so lange freuen. Gute und schnelle Besserung!

Ich muss jetzt die wenigen, noch verbleibenden Tage bis zur Heiligen Nacht gut geplant nutzen. Mein Kühlschrank ist leer, der eingenetzte Baum badet noch im Wasser-Eimer, zumindest habe ich in meinen „Wachphasen“ die Geschenke für meine Lieben schon einpacken können. Donnerwetter, sind schon wieder jede Menge Päckchen zusammengekommen. Und wenn ich bedenke, dass ich am Heiligen Abend meine liebevoll gewählten Gaben als eine von insgesamt zehn anwesenden Personen ( + zwei Dackel-Hunden) unter den Baum lege, dann rechne ich mit einer Marathon-Bescherung von mehreren Stunden.

Vielleicht sollte ich zur Auflockerung der sich beim Auspacken zunehmend verkrampfenden Handmuskulatur ein kleines Weihnachts-Quiz vorbereiten. Kleine Kostprobe gefällig?

1. Welches Weihnachtsgebäck gibt es nicht? A: Spitzbuben, B: Vanillekipferl, C: Lausbuben

Das war Euch zu einfach? Na, es geht auch kniffliger. Bitte schön:

2. Woher wird die Bezeichnung Lametta abgeleitet? A: Der erste Hersteller des Weihnachtsschmucks hieß Lametta. B: „Lama“ heißt auf italienisch Metallblatt. C: Glitzernde Metallfäden schmücken in Teilen Südamerikas Lamas. Da könnt Ihr jetzt einmal drüber nachdenken. Viel Spaß, und bitte beim Raten nicht Dr. Google fragen!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen fröhliche und entspannte Feiertage. Ach ja, und dann muss ich noch herzliche Grüße von meiner jüngsten Großnichte bestellen. Als ich heute in ihrem Beisein darüber grübelte, was ich in meiner Weihnachtsglosse schreiben sollte, wusste sie sofort Rat: „Sag den Leuten doch, dass es diese Weihnachten nicht schneit!“ Okay, liebe Hannah – Auftrag erledigt! Wir treffen uns Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum!

Prozessauftakt: Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern

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Am 22. Dezember eröffnet die große Strafkammer des Landgerichts die Hauptverhandlung gegen einen 38 Jahre alten Mann aus Gladbeck.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten laut Anklageschrift schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor. Die mutmaßlichen Taten sollen sich in Dorsten ereignet haben.

Angeklagter aus dem familiären Umfeld

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war der Angeklagte zur Tatzeit mit der Mutter der Geschädigten verheiratet. Die Familie lebte demnach gemeinsam in einer Wohnung in Dorsten. Die große Strafkammer verhandelt das Verfahren.

Tatzeitraum und Vorwürfe

Die Anklage geht davon aus, dass es zwischen dem 3. Juni 2010 und dem 15. Juni 2011 zu zwei Missbrauchstaten gekommen sei. Einen konkreten Tatzeitpunkt könne die Staatsanwaltschaft nicht näher eingrenzen. Die Geschädigte sei zu diesem Zeitpunkt acht oder neun Jahre alt gewesen.

Fortsetzungstermine im Januar

Das Gericht setzte mehrere Fortsetzungstermine an. Die Hauptverhandlung werde am 5., 12. und 15. Januar 2026 jeweils um 9.30 Uhr fortgesetzt.

Florian Klomfaß: „Wenn ich deine Stimme höre, dann ist Weihnachten!“

Wer jemals an einem Winterabend auf dem Dorstener Marktplatz stand und den Eisstock Richtung Daube geschoben hat, der kennt auch Florian „Flo“ Klomfaß. Für viele ist er die Stimme des Turniers, der Moderator, der seit 16 Jahren durch die Eisstockmasters führt.

Florian wurde 1984 in Recklinghausen geboren, ist aber in Dorsten groß geworden. Nachdem er zwischenzeitlich in Holsterhausen wohnte, lebt er mittlerweile seit elf Jahren auf der Hardt. Nach dem Abitur begann er sein Lehramtsstudium, das er jedoch nicht zu Ende führte, denn sein Lebensweg sah dann doch etwas anders aus. Der damals 25-Jährige sprang aushilfsweise bei einer Moderation des Eistockturniers ein und ist seitdem dort nicht mehr wegzudenken.

Gefrierender Regen und Glühwein-Unfälle

Anfangs moderierte er noch unter freiem Himmel, später in der überdachten Halle. „Unter offenem Himmel war es viel schöner“, hört Florian oft von Besuchern. „Aber das meinen auch wohl nur diejenigen, die stets bei strahlendem Wetter und nie bei Regen Eis gelaufen sind. Wer noch nie auf nassem Eis gestanden hat, der weiß gar nicht, wie rutschig es ist und wie schnell man sich langlegen kann. Vor allem wenn noch der eine oder andere Glühwein mit im Spiel war“, lacht er. Gerade deshalb musste in den ersten Jahren, als noch keine Überdachung existierte, einmal pro Saison der Krankenwagen angefordert werden.

Florian Klomfaß
Inzwischen ist der „Arbeitsplatz“ etwas moderner geworden. Foto: privat

Anfang mit drei Teams

Seinen Anfang nahm das Turnier im Jahr 2001, wobei jede Mannschaft aufs Treppchen kam. Es nahmen nämlich lediglich drei Teams teil. Doch das Event wuchs, Jahr um Jahr. Bis 2010, in diesem Jahr übernahm Flo zum ersten Mal das Mikro, waren es bereits rund 70 Mannschaften und heute ist die Kapazitätsgrenze mit 304 gemeldeten Teams erreicht. Damit gehören die Eisstockmasters in Dorsten zu den größten Eisstockturnieren in Europa, möglicherweise ist es sogar der größte Wettbewerb. „Mehr geht beim besten Willen nicht“, weiß der Turnierleiter. „Wir spielen sechs Wochen lang an 31 Spieltagen, aber ich leite nicht mehr jedes Spiel oder jedes Turnier. Nicht mehr dabei zu sein, das kann ich mir jetzt nicht vorstellen, aber zwei- bis dreimal die Woche den Moderationsjob zu übernehmen, damit kann ich gut leben, ohne dass meine Familie zu kurz kommt.“

Bedingt durch die Energiekrise sind die Verantwortlichen auf die überdachte Eisbahn und Kunsteis umgestiegen. „So sind wir wetterunabhängig, der Aufbau geht schneller und die Bedingungen für alle Turnier-Teilnehmer sind dadurch gleich“, berichtet mir der 40-Jährige und fährt fort: „Du kannst die Bahn gleichermaßen mit Straßen- wie auch mit Schlittschuhen begehen und nennenswerte Unfälle gehören somit der Vergangenheit an.

Heiratsanträge an der Eisbahn

„Doch ein Event kann nicht neu aus dem Boden gestampft werden mit der Sicherheit, dass es von alleine ein Renner wird. Finanziell wären die Eisstockmasters ohne Partner wie das Autohaus Bellendorf und die Vereinte Volksbank gar nicht möglich. Aber wichtig ist natürlich auch, wo die Veranstaltung stattfindet.

Der Erfolg der Turniere liegt an den Menschen aus Dorsten, an deren großem Zusammenhalt“, betont Florian und bestätigt mir, dass hier niemand lange an der Eisbahn alleine bleibt. Jedes Jahr trifft Florian Spieler wieder, die er ausschließlich vom Turnier kennt, und dennoch mit einem warmen Hallo begrüßt, als würde man sich schon lange kennen. Auf und an der Bahn sind schon zahlreiche Freundschaften und Beziehungen entstanden. „Selbst einige Heiratsanträge wurden hier gemacht“, erinnert sich der junge Familienvater. „Ob die Ehen aber gehalten haben, das weiß ich nicht“, schmunzelt er.

„Im Rückblick hat dieses erste Moderieren mein weiteres Leben bestimmt: Ich habe eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann absolviert und meine Ehefrau Sarah kennengelernt. Selbst an meine jetzige Arbeit bin ich dadurch gekommen und auch sie hat im erweiterten Sinne etwas mit Eis zu tun: Ich bin im Customer Service einer Kältefirma tätig.“

Florian Klomfaß ist auch „auf’m Maisfeld“ aktiv

Daneben ist Flo ehrenamtlich aktiv: Aus einer Schnapsidee unter Freunden entstand ein spektakuläres Event. „‘Aufm Maisfeld links‘ lockt jedes Mal 1000 Zuschauer an, der Erlös ging 2025 an die Dorstener Tafel. Inzwischen zählen bereits rund 140 Menschen zum eingetragenen Verein“, erzählt Vorstandsmitglied Florian.

Zum Schluss erwähnt Florian noch, was ihn ganz besonders berührte: „Ein junger Mann, der als kleiner Junge mit seinen Eltern zum Turnier kam und heute selbst mitspielt, sagte vor einiger Zeit zu mir: ‚Florian, wenn ich deine Stimme höre, dann ist Weihnachten!‘.“

Geflügelpest: Überwachungszone und Aufstallpflicht endet in Dorsten

Die Geflügelpest-Maßnahmen in Dorsten Wulfen und Umgebung sind abgeschlossen. Ab Samstag, 20. Dezember 2025, wird die Überwachungszone nach dem Geflügelpest-Fall in Dorsten vollständig aufgehoben. Damit endet auch die zuletzt noch geltende Aufstallpflicht für Geflügel. Hühner, Puten und anderes Geflügel dürfen wieder ohne besondere Einschränkungen ins Freie.

Das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen hat hierzu eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Samstag in Kraft tritt. Das Dokument ist auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-re.de/bekanntmachungen abrufbar. Die Entscheidung basiert auf dem Ausbleiben weiterer Geflügelpest-Nachweise in der Region.

Einen bestätigten Ausbruch der Geflügelpest gab es Mitte November in einem Betrieb in Dorsten Wulfen. Das Friedrich Loeffler Institut hatte den Virustyp H5N1 bei Puten nachgewiesen. Um eine Ausbreitung zu verhindern, ordneten die Behörden die Tötung des gesamten Bestands von rund 14.000 Tieren an. Zusätzlich richtete der Kreis Recklinghausen zwei Restriktionszonen ein.

Die Schutzzone im Umkreis von 3,1 Kilometern um den betroffenen Betrieb war bereits zu Wochenbeginn aufgehoben worden. Nun folgt auch die Aufhebung der Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern. Damit entfallen alle seuchenrechtlichen Beschränkungen, die seit dem 20. November gegolten hatten.

Trotz der Entwarnung empfiehlt das Veterinäramt weiterhin, auf gute Hygienestandards in der Geflügelhaltung zu achten. Der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln kann grundsätzlich ein Risiko darstellen. Aktuelle Informationen zur Geflügelpest im Kreis Recklinghausen stellt der Kreis weiterhin online zur Verfügung.

Stadt Dorsten erhebt Klage gegen Amprion-Konverter in Altendorf-Ulfkotte

Die Stadt Dorsten geht juristisch gegen den geplanten Amprion-Konverter in Altendorf-Ulfkotte vor. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen, in einem ersten Verfahrensschritt Klage gegen den immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid der Amprion GmbH zu erheben. Die Entscheidung fiel in nichtöffentlicher Sitzung.

Konkret richtet sich die Klage gegen den vom Kreis erteilten Vorbescheid, der dem Vorhaben eine hinreichende Wahrscheinlichkeit der Genehmigungsfähigkeit bescheinigt. Zuständig für das Verfahren ist das Bundesverwaltungsgericht.

Konverter nahe Altendorf-Ulfkotte geplant

Die Amprion GmbH plant den Bau des Konverters entlang einer Transporttrasse für Windstrom. In der Anlage soll Gleichstrom, der über große Entfernungen verlustarm transportiert wird, kurz vor dem Umspannwerk Polsum in Gelsenkirchen in Wechselstrom umgewandelt werden. Der vorgesehene Standort liegt im planungsrechtlichen Außenbereich, allerdings nur wenige hundert Meter von der Ortslage Altendorf-Ulfkotte entfernt.

Gerade diese Nähe zur Wohnbebauung hatte in der Dorstener Politik und bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort massiven Widerstand ausgelöst. Kritisiert wird vor allem, dass mit dem ehemaligen Kraftwerksstandort Scholven eine industriell geprägte und aus Sicht der Stadt besser geeignete Alternative existiert.

Stadt hatte Einvernehmen verweigert

Im bisherigen Verfahren hatte die Stadt Dorsten ihr gemeindliches Einvernehmen verweigert. Als zentrale Begründung führte die Verwaltung an, dass es an einem zwingenden Standortbezug fehle. Aus Sicht der Stadt sei es nicht unumgänglich, den Konverter auf einer Freifläche im Außenbereich zu errichten, solange ein geeigneter Industriestandort zur Verfügung stehe.

Inzwischen hat die Bundesfachplanung jedoch den Korridor für die Stromleitung festgelegt, entlang derer der Konverter entstehen soll. Der Kreis wertete dies in der Genehmigung als ausreichenden Standortbezug. Das Vorhaben gelte damit als im Außenbereich privilegiert. Der erlassene immissionsschutzrechtliche Vorbescheid ersetzt zugleich das zuvor versagte gemeindliche Einvernehmen.

Juristische Erfolgsaussichten bewusst realistisch eingeschätzt

Die Stadt Dorsten bezweifelt, dass ein nur grob festgelegter Leitungskorridor tatsächlich ausreicht, um den erforderlichen Standortbezug rechtlich zu begründen. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung der Politik vorgeschlagen, Anfechtungsklage gegen den Vorbescheid zu erheben.

Die Erfolgsaussichten werden dabei bewusst realistisch eingeschätzt und gelten als eher gering. Die möglichen Prozesskosten von rund 25.000 Euro im Falle einer Niederlage stuft die Stadt jedoch als überschaubar ein. Zudem erhofft sich Dorsten wichtige rechtliche Hinweise für ein späteres Verfahren gegen den endgültigen Planfeststellungsbeschluss.

Signal für kommunale Beteiligungsrechte

Neben den juristischen Aspekten verfolgt die Stadt mit der Klage auch ein politisches Ziel. Aus Sicht der Verwaltung schränken große Infrastrukturprojekte zunehmend die Beteiligungsrechte und die Planungshoheit von Städten und Gemeinden zugunsten großer Netzbetreiber ein.

Bürgermeister Tobias Stockhoff betont: „Die damalige Bundesregierung hat die Rechte der Netzbetreiber massiv gestärkt und zugleich die Beteiligungsmöglichkeiten der betroffenen Städte und Gemeinden nahezu auf Null reduziert. Mit der Klage gegen den Konverter bringt der Rat der Stadt Dorsten seine Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern in Altendorf-Ulfkotte deutlich zum Ausdruck.“

Brutaler Raubüberfall auf Seniorin (80) in Dorsten – Täter flüchtig

Am Donnerstagnachmittag (18. Dezember) ist eine 80 Jahre alte Frau in Dorsten Opfer eines Raubüberfalls geworden. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise auf den bislang unbekannten Täter.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat gegen 16.15 Uhr vor einem Seniorenzentrum am Westwall. Die Seniorin stand dort, als sie plötzlich von einem Mann von hinten geschubst und geschlagen wurde. Durch den Angriff stürzte die Frau zu Boden. Der Täter entriss ihr die Handtasche und zog sie dabei über den Boden. Anschließend flüchtete er vom Tatort.

Zeuge verfolgte den Verdächtigen

Ein aufmerksamer Zeuge bemerkte kurze Zeit später an der Gahlener Straße einen Mann, der mit einer Handtasche davonrannte. Die Situation erschien ihm verdächtig, weshalb er dem Unbekannten folgte. Dabei konnte der Zeuge beobachten, wie der mutmaßliche Räuber in die Handtasche griff, mehrere Gegenstände an sich nahm und die Tasche anschließend wegwarf. Nachdem der Zeuge den Mann lautstark ansprach, flüchtete dieser weiter in Richtung Klosterstraße.

Der Zeuge informierte umgehend die Polizei und begab sich danach zum Seniorenzentrum. Dort stellte sich heraus, dass es sich bei der weggeworfenen Tasche um die Handtasche der 80 Jahre alten Frau handelte. Die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten sicherten sämtliche Beweismittel. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter blieb jedoch ohne Erfolg.

Die Seniorin wurde bei dem Überfall leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Beschreibung des Tatverdächtigen

Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben. Er ist etwa 20 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß, schlank und hat kurze dunkle Haare. Zudem soll er eine blasse Hautfarbe haben. Bekleidet war er mit einer blauen Jeans sowie einer hellbraunen oder grünen Jacke mit Kapuze und Fellbesatz.

Zeugen, die Hinweise zu dem Raubüberfall oder zu dem beschriebenen Mann geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenlosen Rufnummer 0800 2361 111 entgegen.

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