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Dorsten: Blechschaden und zwei Leichtverletzte an der Königsberger Allee

An der Kreuzung Königsberger Allee / Bestener Straße / Gahlener Straße in Dorsten-Hardt kam es am 3. Dezember gegen 16.57 Uhr zu einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Personen leicht verletzt.

Unfall in Dorsten: Zwei Leichtverletzte an der Königsberger Allee
Foto: Marc Gruber

Ablauf des Unfalls

Der Fahrer eines Touareg war aus der Innenstadt kommend in die Kreuzung eingefahren. Nach ersten Berichten wollte er nach links in Richtung Bestener Straße abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Cupra, der aus Richtung A31 heranfuhr. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt, die Insassen erlitten leichte Verletzungen.

Verkehrslage vor Ort

Die Fahrbahn aus Richtung A31 ist zeitweise nur einseitig befahrbar. Einsatzkräfte regeln den Verkehr und leiteten Fahrzeuge an der Unfallstelle vorbei. Die Polizei führte die Unfallaufnahme vor Ort durch.

Unfall in Dorsten: Zwei Leichtverletzte an der Königsberger Allee
Foto: Marc Gruber

Bürgermeister zum Haushalt 2026: „Die Löcher sind nicht hausgemacht“

Bürgermeister Tobias Stockhoff hat bei der Einbringung des Haushalts 2026 zunächst den Mitarbeitenden im Rathaus gedankt. Der Haushaltsentwurf sei das Ergebnis intensiver Arbeit und vieler Abwägungen. Er betonte, dass Dorsten auch unter schwierigen Bedingungen verantwortungsvoll gewirtschaftet habe.

Im Mittelpunkt seiner Rede stand die klare Botschaft, dass die finanzielle Krise der Stadt nicht aus Dorsten selbst stammt. Stockhoff erklärte, die Kommune habe in den vergangenen Jahren sparsam und strukturiert gearbeitet und zahlreiche Einsparungen umgesetzt. Er verwies darauf, dass Dorsten Prozesse verschlankt, Doppelstrukturen abgebaut und kritische Aufgabenkontrollen durchgeführt habe.

„Wir haben gut gewirtschaftet und unsere Aufgaben solide erledigt“, sagte er. Gleichzeitig warnte er davor, die Ursachen der Defizite bei der Kommune zu suchen. „Die Löcher sind nicht hausgemacht.“

Mehr Aufgaben ohne ausreichende Finanzierung

Nach Stockhoffs Darstellung gerät Dorsten vor allem durch äußere Faktoren in Schieflage. Bund und Länder übertrügen immer mehr gesetzliche Verpflichtungen, ohne eine passende finanzielle Ausstattung mitzuliefern. Besonders die Kosten für Kinderbetreuung, Integration, Sozialleistungen und Digitalisierung seien massiv gestiegen.

Der Bürgermeister formulierte einen zentralen Appell: „Wer Aufgaben überträgt, muss sie auch vollständig finanzieren.“ Nur dann könne eine Stadt wie Dorsten ihre Arbeit verlässlich erfüllen.

Kommunen werden zum Reparaturbetrieb

Stockhoff kritisierte zudem, dass der Bund Programme und Versprechen ankündige, deren Umsetzung dann bei den Stadtverwaltungen lande. Er sprach davon, dass viele Kommunen sich wie ein „Reparaturbetrieb der Republik“ fühlten.

Die Menschen vor Ort würden große Erwartungen entwickeln, aber häufig fehlten die Mittel, um diese Erwartungen zu erfüllen. Daraus entstehe Enttäuschung, die laut Stockhoff „am Ende sogar unsere Demokratie gefährden“ könne.

Dorsten bleibt dennoch handlungsbereit

Trotz der angespannten Lage betont der Bürgermeister, dass Dorsten weiterhin aktiv gestalten wolle. Er verwies auf Projekte in Bildung, Erziehung, Ehrenamt, sozialer Infrastruktur, Klimaschutz und Digitalisierung.

Der Haushalt bilde „alles ab, was notwendig und personell leistbar“ sei. Gleichzeitig stellte er ausdrücklich klar, dass Einsparungen im freiwilligen Bereich nicht ausreichen würden, um das strukturelle Defizit zu beseitigen.

„Selbst wenn wir all das streichen würden, wäre unser Defizit weiterhin zweistellig“, erklärte Stockhoff.

Ein symbolisches Geschenk zum Schluss

Zum Abschluss seiner Rede knüpfte der Bürgermeister an die bekannte Metapher des Stadtkämmerers an, der seit Jahren vom schiffbrüchigen „Günni“ berichtet. Stockhoff überreichte Karsten Meyer ein Modell des größten Seenotkreuzers Deutschlands mit dem Namen Hermann Marwede.

Das Modell solle daran erinnern, dass Dorsten auch bei hohen finanziellen Wellenlagen auf Rettung angewiesen sei. Stockhoff sagte dazu: „Vielleicht ist ein selbstaufrichtender Seenotkreuzer genau das, was unser Haushalt brauchen würde.“

Lesen Sie im Hauptartikel, wie sich die finanzielle Lage bis 2029 entwickelt und welche Faktoren die Haushaltskrise verschärfen.

Haushalt 2026: Das kommt auf die Bürger in Dorsten zu

Dorsten befindet sich in einer schweren Haushaltskrise. Für die Bürger in Dorsten ist zunächst entscheidend, dass die Steuern 2026 unverändert bleiben. Die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer sollen nicht erhöht werden. Damit möchte die Stadt zusätzliche Belastungen für Haushalte und Unternehmen vermeiden. Gleichzeitig verringert sich jedoch der finanzielle Gestaltungsspielraum der Kommune.

Der Haushalt zeigt deutlich, dass Dorsten vor allem an den Stellen sparen muss, die nicht gesetzlich geregelt sind. Dazu zählen die Bibliothek, die Musikschule, die Ehrenamtsförderung, Jugend- und Freizeiteinrichtungen sowie Spielplätze. Die Stadt betont jedoch, dass selbst drastische Kürzungen dort das strukturelle Defizit kaum mindern würden. Die finanziellen Herausforderungen sind größer als die gesamten freiwilligen Ausgaben.

Investitionen werden langsamer umgesetzt

Dorsten wird weiterhin investieren, beispielsweise in Schulen, Straßen, Digitalisierung und Infrastruktur. Die Geschwindigkeit dieser Maßnahmen wird jedoch abnehmen. Steigende Baupreise, steigende Personalkosten und knappe Finanzmittel sorgen dafür, dass Projekte länger dauern können. Die Stadt muss daher in Zukunft enger priorisieren, welche Vorhaben Vorrang haben.

Mögliche Gebührenanpassungen in der Zukunft

Während Steuern stabil bleiben, könnten kommunale Gebühren im Laufe der kommenden Jahre steigen. Dies betrifft etwa Abwassergebühren, Kita-Beiträge oder Gebühren für Verwaltungsleistungen. Ob und wann Anpassungen notwendig werden, hängt von der weiteren Entwicklung der Ausgaben ab.

Droht ein Haushaltssicherungskonzept

Wenn Dorsten die Haushalte nicht mehr genehmigt bekommt, könnte ein Haushaltssicherungskonzept notwendig werden. Damit würde die Aufsichtsbehörde stärker Einfluss auf die Entscheidungen der Stadt nehmen. Freiwillige Leistungen müssten dann stark reduziert werden. Steuer- und Gebührenanpassungen wären in einem solchen Szenario sehr wahrscheinlich. Die Verwaltung arbeitet daher mit globalen Minderaufwendungen und Verlustvorträgen, um ein solches Szenario vorerst zu vermeiden.

Warum die Kosten weiter steigen

Die hohen Belastungen entstehen vor allem durch Pflichtaufgaben. Die Stadt muss steigende Ausgaben in Bereichen wie Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Betreuung, Integration und IT-Sicherheit stemmen. Diese Ausgaben sind gesetzlich vorgeschrieben und lassen sich weder verhindern noch kurzfristig senken. Dadurch wächst der finanzielle Druck Jahr für Jahr an.

Dorsten bleibt trotz allem handlungsfähig

Trotz der angespannten Lage setzt die Stadt auf einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich oder in Projekten, die das Stadtleben bereichern. Verwaltung und Rat wollen Dorsten auch weiterentwickeln, wenn die Bedingungen schwierig sind.

Eine ausführliche Analyse der Haushaltslage und der Entwicklungen bis 2029 finden Sie im Hauptartikel.

Dorsten steuert auf Rekordschulden zu: Haushalt 2026 zeigt dramatische Entwicklung

Die finanzielle Lage im Haushalt der Stadt Dorsten spitzt sich weiter zu. Kämmerer Karsten Meyer und Bürgermeister Tobias Stockhoff haben sowohl in der Pressekonferenz als auch in der Haushaltsrede im Rat deutlich gemacht: Ohne grundlegende Kurskorrekturen von Bund und Land droht Dorsten in den kommenden Jahren die bilanzielle Überschuldung.

Einordnung: Zwei gute Jahre – aber ein bedrohlicher Trend

Zwar liefen die Haushaltsjahre 2024 und 2025 besser als geplant, vor allem dank stabiler Gewerbesteuereinnahmen. Doch Meyer warnt davor, dies als Entwarnung zu verstehen: „Die mahnenden Worte zur finanziellen Entwicklung sind wie ein Tinnitus – unangenehm, aber man darf sich nicht daran gewöhnen.“

Denn auch wenn 2024 sogar ein Überschuss erzielt wurde, handelt es sich größtenteils um Einmaleffekte, nicht um dauerhaft stabile Einnahmen. Die strukturellen Probleme bleiben.

Der Haushalt 2026 im Überblick

Der Haushaltsentwurf 2026 weist ein planerisches Defizit von 28,71 Mio. Euro aus. Nach Abzug des sogenannten globalen Minderaufwands – einer verpflichtenden Einsparquote von 2 % aller ordentlichen Aufwendungen – verbleibt ein Defizit von 22,51 Mio. Euro.

Eckdaten 2026

  • Ordentliche Erträge: 286,2 Mio. €
  • Ordentliche Aufwendungen: 310,3 Mio. €
  • Defizit: 28,7 Mio. €
  • Globaler Minderaufwand: –6,2 Mio. €
  • Tatsächliche Lücke nach Einsparverpflichtung: 22,5 Mio. €

Steuern bleiben stabil:

  • Grundsteuer A und B: bleiben bei 870 Punkten
  • Gewerbesteuer: bleibt bei 505 Punkten

Entwicklung bis 2029: Die Zahlen sind alarmierend

Für die kommenden Jahre sieht es noch schlechter aus. Das planerische Defizit summiert sich:

JahrDefizit (planerisch)
2026-28,71 Mio. €
2027-29,63 Mio. €
2028-35,06 Mio. €
2029-39,55 Mio. €
Summe 2026–2029-132,95 Mio. €

Nach Abzug der globalen Minderaufwendungen verbleiben immer noch -106,91 Mio. Euro.

Stockhoff spricht von einem Zustand, bei dem man derzeit „keine Aussicht hat, irgendwie kompensiert werden zu können.“

Rekordwert: Höchste Liquiditätskredite der Stadtgeschichte

Eine besonders bedrohliche Entwicklung zeigt sich bei den Liquiditätskrediten – also den Darlehen, die die Stadt aufnehmen muss, um laufende Rechnungen zahlen zu können. Schon jetzt ist klar: 2029 wird Dorsten den höchsten Stand seit Bestehen erreichen.

Während der bisherige Höchstwert von 203,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2012 stammt, rechnet die Stadt für 2029 mit 216,5 Millionen Euro. Parallel dazu steigen die Zinskosten rasant an. 2024 lagen sie noch bei 1,2 Millionen Euro, 2029 werden sie nach aktueller Planung 5,5 Millionen Euro betragen.

Meyer fasst zusammen: „Es hat in der Geschichte der Stadt Dorsten nie einen höheren Stand an Liquiditätskrediten gegeben.“

Warum steigen die Kosten so stark?

Nach der stabilen Kreisumlage stellt der Kämmerer klar, dass die Hauptprobleme an anderer Stelle liegen. Viele Ausgaben entwickeln sich seit Jahren dynamisch nach oben – schneller, als die Einnahmen mithalten können.

Besonders deutlich zeigt sich dies im Sozialbereich. Die Transferaufwendungen, darunter vor allem Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfen und Hilfen für junge Volljährige, steigen mit wachsender Geschwindigkeit. Meyer spricht von einer Entwicklung, die „seit Jahren nur eine Richtung kennt“. Allein in diesen Bereichen rechnet die Stadt 2026 mit einem Mehraufwand von über sechs Millionen Euro. Hinzu kommen höhere Kostenerstattungen an andere Kommunen, die weitere 1,5 Millionen Euro ausmachen.

Karsten Meyer zum neuen Beigeordneten der Stadt Dorsten gewählt
Karsten Meyer. Foto: Stadt Dorsten

Auch bei den Sach- und Dienstleistungen steigen die Kosten massiv an. Die Unterhaltungen der Gebäude und Kanäle werden teurer, IT-Sicherheit und Softwarelizenzen schlagen stärker zu Buche, und die gestiegenen Sicherheitsanforderungen verursachen zusätzliche Ausgaben. Gleichzeitig führt die Ausgliederung einzelner Arbeitsbereiche – wie der manuellen Bereiche der Baubetriebshöfe – zu veränderten Kostenstrukturen, die im Haushalt nun sichtbar werden.

Obwohl die Gewerbesteuer zuletzt stabil war und Dorsten den Planansatz für 2026 vorsichtig um rund zehn Millionen Euro nach oben angepasst hat, reicht das nicht aus, um die wachsenden Ausgaben aufzufangen. Denn parallel sinken andere Einnahmen: So steht bei der Einkommensteuer und den Schlüsselzuweisungen aus Düsseldorf ein Minus im Raum.

Diese Entwicklung trifft Dorsten doppelt – sie zeigt einerseits eine starke lokale Steuerkraft, führt aber gleichzeitig zu geringeren Ausgleichszahlungen des Landes.

Stabile Kreisumlage – dank Kreis Recklinghausen

Bürgermeister Stockhoff betont ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis. „Der Kreis hält die Umlage stabil und gibt uns Planungssicherheit.“

Kreishaus-Recklinghausen-Luftbild
Kreishaus in Recklinghausen. Foto: Kreis RE

Wie wird der Kollaps vermieden?

Um den Haushalt überhaupt genehmigungsfähig zu halten, nutzt die Stadt zwei finanzielle Werkzeuge. Der globale Minderaufwand zwingt die Verwaltung dazu, zwei Prozent der ordentlichen Aufwendungen einzusparen – rund 6,2 Millionen Euro im Jahr 2026. Diese Einsparung ist kein Automatismus, sondern eine harte Selbstverpflichtung der Verwaltung. Meyer verdeutlicht das mit einem plastischen Bild: Beim Einkauf habe man weniger Geld dabei, als der volle Einkaufszettel kostet. Man müsse also verzichten oder auf billigere Alternativen ausweichen.

Noch schwerer wiegen die sogenannten Verlustvorträge, die ab 2028 gebildet werden. Sie dienen dazu, die drohende bilanzielle Überschuldung zu verhindern. Eigentlich müssten Jahresfehlbeträge direkt mit dem Eigenkapital verrechnet werden – doch weil das nicht reichen würde, erlaubt das Land eine zeitlich befristete buchhalterische Entlastung. Ohne diese Möglichkeit wären Dorstens Rücklagen bereits 2028 aufgebraucht.

Was heißt das eigentlich für die Dorstener Bürger?

Kurz gesagt: Der Alltag der Bürger wird zunehmend von Sparzwängen geprägt sein – und das über Jahre.

Was droht konkret?

Im Alltag der Bürger wird die angespannte Haushaltslage vor allem an vier Punkten spürbar. Die Stadt hat deutlich weniger Spielraum für freiwillige Leistungen. Dazu gehören Kulturförderung, Vereinszuschüsse, soziale Projekte, Stadtteilförderung sowie freiwillige Unterstützungen für Schulen und Kitas. In diesen Bereichen kann es zu Kürzungen oder Verschiebungen kommen, weil die Stadt jede Ausgabe prüfen muss.

Gleichzeitig drohen Verzögerungen bei Investitionen. Obwohl das NRW-Infrastrukturprogramm finanzielle Mittel bereitstellt, weist Kämmerer Karsten Meyer darauf hin, dass nicht sicher sei, ob alle geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können. Dies betrifft unter anderem Sanierungen von Straßen, Brücken, Schulen und Sporthallen sowie Vorhaben im Bereich Digitalisierung und Stadtentwicklung.

Rathaus
Rathaus. Foto: Stadt Dorsten

Für viele Menschen könnte die Lage auch durch steigende Lebenshaltungskosten spürbarer werden. Die Stadt kann wachsende Kosten nur begrenzt ausgleichen. Dadurch können höhere Gebühren etwa für Abwasser oder Kita-Beiträge notwendig werden.

Langfristig sind auch steuerliche Anpassungen nicht ausgeschlossen, falls Einsparungen nicht reichen. Zwar bleiben die Hebesätze 2026 stabil, doch der finanzielle Handlungsspielraum wird kleiner. Sollte sich die Haushaltslage weiter verschlechtern, könnte Dorsten in ein Haushaltssicherungskonzept rutschen. In einem solchen Notmodus wären drastische Einsparungen unvermeidlich. Freiwillige Leistungen würden auf ein Minimum reduziert und Steuererhöhungen wären sehr wahrscheinlich.

Eine ausführliche Übersicht darüber, was konkret auf die Bürger zukommt, finden Sie im ergänzenden Artikel.

Zwischen Haien und Delfinen: Ein Bild für Dorstens Lage

In seiner Haushaltsrede greift Meyer erneut die Geschichte von „Günni“ auf – jenem Paddler, der auf hoher See um sein Überleben kämpft. Die Metapher beschreibt Dorstens Finanzlage eindrücklich: Mehr Gefahr, weniger Hoffnung, aber dennoch nicht komplett ohne Perspektive. Die steigenden Ausgaben sind die Haie, die näherkommen; erste Reformansätze und die Unterstützung des Landes sind die Delfine, die zumindest ein Stück Hoffnung geben.

Zu diesen Hoffnungszeichen zählt das NRW-Altschuldenprogramm, das Dorsten im Idealfall um 25 bis 30 Millionen Euro entlasten könnte. Auch der NRW-Plan für gute Infrastruktur bringt Investitionsmittel von rund 34,5 Millionen Euro über zwölf Jahre. Doch Meyer warnt, dass diese Entlastungen angesichts der immensen Defizite schnell verpuffen könnten. Sie sind kein Ersatz für strukturelle Reformen.

Fazit: Dorsten steht am Rand – aber nicht ohne Hoffnung

Der Stadt stehen Jahre enormer finanzieller Herausforderungen bevor. Das strukturelle Defizit im Haushalt wächst schneller, als Entlastungen wirken könnten. Bürgermeister und Kämmerer betonen: „Ohne grundlegende Änderungen von Bund und Ländern laufen wir auf ein Haushaltssicherungskonzept zu.“

Für die Bürger heißt das: Die Stadt wird sparen müssen – und das in nahezu allen Bereichen.
Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, dass die eingeleiteten Hilfsprogramme von Land und Bund rechtzeitig greifen.

Kult-Kneipe „De Godde Stowe“: Mit Guido Harding zurück in Dorstens Szenejahre

Das Vinylcafé Schwarzes Gold lädt am 6. Dezember 2025 zu einer besonderen Reise in die Dorstener Musik und Szenekultur ein. Ab 18 Uhr erwacht die legendäre Dorstener Szenekneipe „De godde Stowe“ wieder zum Leben.

Die Luft war erfüllt von Rauch, roher Energie und dem Gefühl grenzenloser Freiheit. Drinnen klapperten Altbiergläser, draußen dröhnten Mofas, und aus der Musikbox schallten Rockklassiker, die für viele Dorstener zur Hymne einer ganzen Jugend wurden.

Guido Harding, damals wie heute ein genauer Beobachter der Szene, beschreibt es so: „Heerscharen von jungen Leuten standen und saßen da vor der Kneipe am oberen Ende der Lippestraße herum. Das Altbierglas und die Pommesschale aus der benachbarten Imbissbude in der Hand. Damals war den Leuten egal, wer was beruflich machte. Hauptsache, man grenzte sich von den spießigen Dorstenern ab.“

Genau dieses Lebensgefühl lässt das Vinylcafé Schwarzes Gold am 6. Dezember 2025 wieder aufleben.

Die Rückkehr der legendären Stube

Die „De godde Stowe Revival Party“ entführt alle ehemaligen Stubengänger und Neugierigen zurück in die späten siebziger und frühen achtziger Jahre. Die Playlist des Abends wurde nach den Originaltiteln der damaligen Musikbox rekonstruiert und bringt den Sound jener wilden Epoche authentisch zurück. Der Treffpunkt, der einst berüchtigt und kultig zugleich war, wird an diesem Abend noch einmal zum Mittelpunkt der Dorstener Szene.

Von der Stube in die Nacht

Viele Nächte endeten damals nicht vor der Kneipe, sondern erst in Recklinghausen. Nach einem Stube Abend zog es die Feiernden weiter in die Disco Shalanda, wo bis in die frühen Morgenstunden getanzt wurde. Diese Tradition greift die „Shalanda Extension“ auf. Mit einer liebevoll zusammengestellten Disco Playlist verwandelt sich der Abend ab einem späteren Zeitpunkt in ein authentisches Tanzvergnügen mit dem Sound der damaligen Zeit.

Dabei kann Guido Harding aus eigener Erfahrung zehren. „Als junger Mann habe ich ab und zu selbst im Shalanda aufgelegt“, erinnert er sich. So war es für ihn kein Problem, die passende Playlist zusammen zu stellen. „Wer die Musik von damals liebt, wird sich sofort zuhause fühlen“, verspricht er

Guido Harding
Guido Harding als Zwanzigjähriger im Jahr 1978. Foto: privat

Guido Harding bringt den Sound zurück

Musiker und Zeitzeuge Guido Harding ist dabei nicht nur ehemaliger Stammgast der Godde Stowe und DJ des Shalanda. Als Keyboarder wirkt er in den Projekten „Trilogy“ für progressiven Rock und „Project:Flow“ für atmosphärische elektronische Musik. Seine Auftritte beim Trilogy Revival im Sommer 2025, die musikalischen Illuminierungen am Alten Rathaus und am Bürgerbahnhof sowie zahlreiche lokale Projekte haben ihn weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Seine Erinnerungen und sein musikalisches Gespür verleihen dem Revivalabend eine besondere Authentizität.

Veranstaltungsinfos

Die Revivalparty findet am Samstag, dem 6. Dezember 2025, im Vinylcafé Schwarzes Gold an der Fürst Leopold Allee in Dorsten statt. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro. Enthalten ist eine Mindestverzehrkarte im Wert von 10 Euro.

Verbraucherzentrale Dorsten baut telefonische Beratung deutlich aus

Die Verbraucherzentrale Dorsten stellt sich auf ein verändertes Nutzungsverhalten ein und erweitert ihren telefonischen Service. Immer mehr Menschen informieren sich zunächst online oder greifen zum Telefon, bevor sie eine Beratungsstelle persönlich aufsuchen. Nach Angaben von Ruth Pettenpohl, Leiterin der Beratungsstelle in Dorsten, wenden sich Ratsuchende zunehmend per Mail, Kontaktformular oder Telefon an die Einrichtung.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, passt die Verbraucherzentrale ihre Strukturen an. Ein zentraler Landesservice übernimmt künftig die telefonische Erstberatung für Dorsten. Dieser neue Service wird ab Mittwoch, 10. Dezember 2025, freigeschaltet.

Unter der Servicenummer 0211 54 2222 11 können Bürgerinnen und Bürger dann von Montag bis Freitag durchgängig zwischen 9 und 17 Uhr kostenfrei erste Fragen klären und bei Bedarf einen Termin in der Beratungsstelle vereinbaren. Die bisherigen telefonischen Sprechzeiten in Dorsten waren deutlich kürzer und auf vier Wochentage verteilt.

Geänderte Öffnungszeiten der Verbraucherzentrale in Dorsten

Mit dem Start des neuen Modells ändern sich zugleich die Öffnungszeiten der Beratungsstelle an der Julius Ambrunn Straße 10. Ab dem 10. Dezember 2025 gelten folgende Zeiten, die sich in der Vergangenheit als besonders nachgefragt erwiesen haben: montags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr.

Während dieser Zeiten können Ratsuchende ohne Termin erscheinen, um erste Informationen oder Unterstützung zu erhalten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt dennoch eine vorherige Terminvereinbarung, damit eine passende Fachkraft zur Verfügung steht. Beratungen nach Termin werden weiterhin in gewohntem Umfang angeboten und sind im Bedarfsfall auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Die bisherige Dorstener Telefonnummer 02362 78752-01 bleibt bestehen. Sie leitet jedoch künftig automatisch zur neuen zentralen Rufnummer mit Düsseldorfer Vorwahl 0211/54222210 weiter.

Gleiches gilt für die bestehende Mailadresse, die an den zentralen Mailservice [email protected]
angebunden wird.

Durch die Umstellung erwartet die Verbraucherzentrale eine effizientere Organisation ihrer Angebote. Laut Ruth Pettenpohl ermöglicht der Zugriff auf das landesweite Knowhow bereits in der Erstberatung eine größere inhaltliche Bandbreite. Zudem entspreche die neue Struktur den Erwartungen vieler Ratsuchender, die sich schnelle und flexible Kontaktwege wünschen.

Santa Paws in Dorsten bringt Weihnachtsfreude für Mensch und Hund

Am 7. Dezember 2025 kehrt die Santa Paws Hundemesse ins CreativQuartier Dorsten zurück. Schon zum dritten Mal können Besucher die gelungene Mischung aus Hundemesse und Weihnachtsmarkt erleben, sodass ein gemütlicher Adventsausflug für die ganze Familie entsteht. Da rund 70 Aussteller hochwertige Produkte präsentieren, lohnt sich ein ausgedehnter Bummel besonders für alle, die noch Geschenkideen suchen oder einfach die festliche Atmosphäre genießen möchten.

Die Aussteller bieten eine bunte Vielfalt von praktischem Hundezubehör bis hin zu liebevoll gefertigten Leckerlis an, wodurch sowohl Hundebesitzer als auch ihre Vierbeiner begeistert werden. Zusätzlich sorgen weihnachtliche Dekorationen dafür, dass der Spaziergang durch die Marktstände noch stimmungsvoller wirkt. Während man entspannt durch das Gelände schlendert, entdeckt man immer wieder liebevolle Details, die die besondere Adventsstimmung unterstreichen.

Foto: Archiv / Julian Konetzka

Ein weiterer Höhepunkt sind die kreativen Fotoshootings. Mehrere Fotografen halten besondere Momente fest, denn sie bieten sowohl fantasievolle „Fotos von unten“ als auch glitzernde Motive und klassische Weihnachtskulissen an. Dadurch entstehen Erinnerungen, die lange Freude bereiten. Wer jedoch ein noch persönlicheres Andenken wünscht, kann aus dem Nasenabdruck seines Hundes ein individuelles Schmuckstück anfertigen lassen, was viele Besucher besonders berührt.

Maßgefertigtes Zubehör

Darüber hinaus gibt es maßgefertigte Maulkörbe und wärmende Wintermäntel für Hunde, die nicht nur ansprechend aussehen, sondern dank fachkundiger Beratung perfekt passen. Gleichzeitig stehen Experten bereit, um über Tierarztversicherungen zu informieren, sodass Hundebesitzer mehr Sicherheit für ihren Vierbeiner gewinnen. Ergänzend dazu analysiert eine ausgebildete Groomerin das Fell der Hunde, wodurch man hilfreiche Tipps zu Pflege, Ernährung und geeignetem Zubehör erhält.

Hundemesse Santa Paws
Foto: MesseCom Nord

Wer nach einer kreativen Erinnerung für sich selbst sucht, findet am Tattoo Walk in genau das Richtige. Hier entstehen spontane, kleine Kunstwerke, die an einen besonderen Tag erinnern. Zusätzlich sorgt die tägliche Verteilung von Hundeleckerli-Gratisproben um 11 und um 14 Uhr für fröhliche Momente.

Hundemesse Santa Paws
Foto: MesseCom Nord

Tierschutzvereine auf der Santa Paws

Mehrere Tierschutzvereine informieren zudem über ihre Arbeit und freuen sich über Unterstützung. Obwohl viele Besucher hauptsächlich wegen der Messe kommen, nutzen sie oft die Gelegenheit, sich über regionale Projekte zu informieren und mit den engagierten Teams ins Gespräch zu kommen.

Hundemesse Santa Paws
Foto: MesseCom Nord

Auch kulinarisch wird viel geboten, denn warme Getränke, vegetarische Speisen und süße Leckereien laden zu gemütlichen Pausen ein. Dadurch entsteht eine entspannte Atmosphäre, in der man die Vorfreude auf Weihnachten gemeinsam erleben kann. Da Hunde auf dem gesamten Gelände willkommen sind, wird die Messe zu einem Ort, an dem Mensch und Tier gleichermaßen eine schöne Zeit verbringen.

Kurzinfo

  • Datum: 7. Dezember 2025
  • Ort: CreativQuartier Dorsten, Fürst-Leopold-Platz 1, 46284 Dorsten
  • Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr
  • Eintritt: 7 Euro
  • Hunde: 1,5 Euro
  • Tickets: Online oder an der Tageskasse
  • Veranstalter: MesseCom Nord

Ein Besuch lohnt sich für alle, die die Adventszeit gerne gemeinsam mit ihrem Vierbeiner gestalten möchten.

Dorsten-Wulfen: Frau flüchtet mit Taxi und wird von der Polizei gestellt

In Dorsten-Wulfen hat eine 32 Jahre alte Frau aus Marl für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz gesorgt. Die Frau setzte sich in ein Taxi und fuhr ohne Erlaubnis davon. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf und konnte sie wenig später festnehmen.

Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Wulfen. Die Frau fragte einen Taxifahrer nach einer Fahrt. Der Fahrer erklärte, dass er nicht sofort losfahren könne, da er einem Fahrgast beim Einsteigen helfen wollte. Daraufhin setzte sich die 32-Jährige kurzerhand selbst auf den Fahrersitz und fuhr mit dem Taxi davon. Der Taxifahrer alarmierte umgehend die Polizei.

Am Lasthausener Weg entdeckten die Beamten das Fahrzeug. Eine Streife nahm die Verfolgung auf. Zur Unterstützung wurde auch ein Polizeihubschrauber angefordert. Die Flucht endete auf einem Parkplatz im Bereich Surick. Dort stieg die Frau aus dem Fahrzeug und wurde von den Polizisten unverletzt festgehalten.

Erste Ermittlungen ergaben Hinweise auf den Konsum von Drogen sowie auf mögliche psychische Probleme. Die Polizei leitete entsprechende Maßnahmen ein und eröffnete mehrere Strafverfahren.

Integration in Dorsten: Die Kochgruppe ZUKUNFT verbindet Menschen

Das Integrationsangebot ZUKUNFT im Dorstener Stadtteil Hervest bringt seit fast zehn Jahren Menschen zusammen. Der Name steht für „ZUsammen Kochen Und Nahrung Friedlich Teilen“ und beschreibt genau das, was die Kochgruppe ausmacht.

In der Küche des Kultur und Begegnungszentrums Brunnenplatz an der Burgsdorffstraße 76 treffen sich jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 16 Uhr Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Gemeinsam kochen sie, lernen voneinander und teilen wertvolle Zeit. Interessierte Gäste sind jederzeit willkommen.

Offenes und kostenloses Angebot

Die Kochgruppe begann als Treffpunkt für unbegleitete männliche Jugendliche mit Migrationsgeschichte. Heute ist sie ein offenes Angebot für Familien, Kinder und Alleinstehende. Die Teilnehmenden erleben eine Atmosphäre, die den Erwerb der deutschen Sprache erleichtert und den Austausch über Alltagsfragen fördert. Im Mittelpunkt steht ein freundliches Miteinander, das niemanden ausschließt. Die Teilnahme ist kostenfrei und unkompliziert.

Das gemeinsame Kochen bildet das Herz der Treffen. Die Gruppe bereitet Gerichte aus den Herkunftsländern der Teilnehmenden zu und ergänzt diese mit regionalen Rezepten aus Dorsten und Umgebung. Der gemeinsame Genuss der Speisen ist jedes Mal ein Höhepunkt, der Menschen verbindet und Vertrauen schafft.

ZUKUNFT zeigt, wie Integration im Alltag gelingt. Die Stadt Dorsten und der Verband evangelischer Kirchen in Dorsten laden herzlich dazu ein, bei einem der nächsten Treffen dabei zu sein und Teil dieser lebendigen Gemeinschaft zu werden.

Frühere Müllabfuhr wegen Vollsperrung der Kirchhellener Allee in Dorsten

Im Dezember kommt es in Dorsten an der Kirchhellener Allee zu Verkehrsbehinderungen. Durch die Bauarbeiten ändert sich auch der Ablauf der Müllabfuhr deutlich. Wer im betroffenen Gebiet wohnt, sollte die frühen Abholzeiten beachten. So bleibt die Entsorgung auch während der Vollsperrung zuverlässig.

Grund ist eine Vollsperrung der Kirchhellener Allee im Abschnitt zwischen Gladbecker Straße und In der Miere beziehungsweise An der Seikenkapelle. Die Sperrung hat bereits am Montag, 1. Dezember, begonnen. Sie soll voraussichtlich vor Weihnachten aufgehoben werden.

Der Kommunale Servicebetrieb KSD rechnet während der Sperrung mit deutlich mehr Verkehr im Quartier. Durch die Umleitungen können die gewohnten Sammeltouren nur eingeschränkt fahren. Damit alle Tonnen dennoch pünktlich geleert werden, beginnt die Abfuhr an drei Terminen eine Stunde früher. Betroffen sind also Freitag, 5. Dezember, Freitag, 12. Dezember und Freitag, 19. Dezember 2025.

Müllabfuhr startet bereits um 6 Uhr

Anwohner der folgenden Straßen sollen ihre Behälter an diesen Tagen schon um 6 Uhr bereitstellen:

  • Ziegelstraße
  • Kolkstraße
  • Hülskampsweg
  • Biberweg
  • Iltisweg
  • Gahlener Straße zwischen Südwall und Hafenstraße
  • Alter Postweg
  • Clemens August Straße und Nonnenkamp
  • Agathastraße
  • Katharinenstraße
  • Gertrudisstraße
  • Alleestraße
  • Schillerstraße
  • Goethestraße
  • Koernerstraße
  • Uhlandstraße
  • Am Jahnplatz

Für vereinbarte Sperrmülltermine im Dezember gelten dieselben Regeln. Auch hier muss der Abfall bereits um 6 Uhr an der Straße stehen.

Das betroffene Gebiet. Karte: Stadt Dorsten

Hintergrund der Sperrung

Straßen NRW beseitigt Fahrbahnschäden auf der B225. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten. Zunächst wird der Bereich zwischen In der Miere und Uhlandstraße saniert. Eine Umleitung führt über In der Miere sowie die Gladbecker Straße. Grundstücke im gesperrten Bereich bleiben für Rettungsdienst und Polizei erreichbar. Anwohner erhalten zusätzliche Informationen zu den Einschränkungen.

Nikolaus kommt auch 2025 wieder mit dem Schiff nach Dorsten

Auf seiner weiten Reise macht der Heilige Nikolaus auch in diesem Jahr wieder Halt in Dorsten. Am Freitag, 5. Dezember, heißt es „Leinen los für den Nikolaus“.

Mit dem Schiff „Klabautermann“ fährt er über den Kanal und wird um 17.15 Uhr an den Mercaden erwartet. Dort begleiten ihn die Blasmusik St. Marien und der Fanfarenzug Hervest Dorsten mit festlichen Klängen.

Stutenkerle für die Kinder

Die Kinder dürfen sich auf kostenlose Stutenkerle freuen, die von der Initiative „Sag Ja zu Dorsten“ verteilt werden. Damit sorgt das Team nicht nur für leuchtende Augen bei den Kleinsten, sondern auch für einen süßen Moment der Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Schon während des Umzugs werden viele kleine Hände gespannt auf die traditionellen Gebäckmänner warten, die längst fester Bestandteil des Dorstener Nikolausbesuchs geworden sind.

Nikolausumzug Mercaden Altstadt Dorsten
Foto: Julian Konetzka

Abschluss am Feuerwehrgerätehaus Altstadt

Am Ende des Umzugs erwartet die Feuerwehr Löschzug Altstadt den Nikolaus und Knecht Ruprecht am Feuerwehrgerätehaus. Dort spricht der Nikolaus von einer Drehleiter zu den Kindern und richtet einige heilige Worte an sie. „Für das leibliche Wohl ist gesorgt“, sagte Paul Schürmann. Angeboten werden Bratwurst, Glühwein, Kaltgetränke und Kakao. Die Ankunft dort ist für etwa 17.45 bis 18 Uhr vorgesehen.

„Wir freuen uns, dass wir den Familien in der Altstadt wieder einen so schönen Jahresabschluss bieten können“, erklärte Schürmann. Weil die Premiere im vergangenen Jahr großen Zuspruch fand, habe sich der Löschzug Altstadt entschieden, das gemütliche Beisammensein am Ende des Umzugs erneut durchzuführen. Der Nikolaus freue sich auch in diesem Jahr auf viele strahlende Kinderaugen und leuchtende Laternen entlang seines Weges.

50 Jahre Altendorf-Ulfkotte

Wenn die erste Hälfte des Jubiläumsjahres sich langsam dem Ende entgegen neigt, zeigt Altendorf-Ulfkotte & Tönsholt, was eine kleine Dorfgemeinschaft zu leisten imstande ist. Der südlichste Stadtteil Dorstens eröffnet seinen Festmonat am 1. Dezember mit einem Adventsfenster am Ortseingang, gestaltet vom Verein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich“. Weihnachtliche Gedanken und stimmungsvolle Lichter markieren den Auftakt eines Monats, der von einer Mischung aus Musik, Geselligkeit und Lebensfreude geprägt ist.

Am 5. Dezember folgt das Adventsfenster „Weihnachtsbäckerei“ an der ehemaligen Bäckerei Balster. Dort werden die Nikolausstiefel der Kinder abgegeben, die tags darauf beim großen Nikolaustag ihre Überraschung zurückerhalten.

Der 6. Dezember bildet den Auftakt des Wochenendes. Am Abend wartet Altendorf-Ulfkotte & Tönsholt mit einem besonderen Format auf. In der Kirche Heilig Kreuz wird die Bühne zur Kulisse für einen weihnachtlichen Comedyabend. Nach der Begrüßung und offiziellen Eröffnung durch den Verein ATS und Bürgermeister Tobias Stockhoff treten Achim Leufker, Gerd Buurmann, Veronika Burkert, Mario Siegesmund, Fee Badenius und Tobi Freudenthal auf. Die Mischung aus Musik, Kabarett und augenzwinkernder Weihnachtsstimmung sorgt für ein ungewöhnliches, aber stimmungsvolles Finale dieses Festtages. Ab 22 Uhr dürfen sich die Besucher auf einen gemütlichen Ausklang freuen.

Veronika Burkert
Veronika Burkert. Foto: Steffen Suuck

Der Nikolaus kommt

Am 7. Dezember setzt sich dann das adventliche Treiben fort. Es beginnt um 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Heilig Kreuz, musikalisch begleitet vom Kinder- und Projektchor.

Kirche Altendorf Ulfkotte Heilig Kreuz
Foto: Christian Sklenak

Anschließend lädt die Mehrzweckhalle ab 11 Uhr zum Adventsfrühstück ein, bevor um 12 Uhr der Nikolaus eintrifft und die gefüllten Stiefel an die Kinder zurückgibt. Auch auf dem Schulhof wird dabei einiges los sein. Um 12 Uhr startet das Menschenkicker-Turnier der Stadtteile. Ab 13 Uhr steht dann adventliches Treiben für Groß und Klein auf dem Programm. Der Ausklang des Adventswochenendes ist dann für 18.30 Uhr geplant.

Bis Heiligabend öffnet sich täglich um 18 Uhr ein neues Fenster im „begehbaren Adventskalender“ mit geselligem Beisammensein zu Musik, Gedichten oder kurzen Geschichten.

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