Holz oder Metall? Lärche oder Eiche? Alu oder Stahl? Bei der Auswahl des neuen Mastes für den Wulfener Wappenbaum gab es viele Fragen zu klären. Nun ist die Entscheidung getroffen.
Am Mittwoch (7. Februar) hatten sich die Mitglieder des Wulfener Wappenbaum Vereins getroffen, um über den Ersatz für den alten Mast zu beraten. Bei Wartungsarbeiten Ende Januar hatten die Mitglieder festgestellt, dass der Stamm ausgetauscht werden musste. „Die alte Douglasie zeigte deutliche Spuren beginnenden Verfalls“, erklärt Reiner Schulze-Tenberge. „Daher haben wir uns entschieden, sie aus Sicherheitsgründen nicht wieder einzubauen.“
In der Wittenbrinkklause stellte der Vorsitzende dann verschiedene Möglichkeiten vor, wie man den alten Mast ersetzen könnte. Zunächst ging es um die Frage, ob der neue Wappenbaum aus Metall oder Holz bestehen sollte. Dabei kam man aber schnell an statische Grenzen. „Ein Mastrohr aus Aluminium hätte nicht die ausreichende Festigkeit besessen, um die Ausleger mit den Wappen zu tragen“, erklärt Schulze-Tenberge nach Gesprächen mit verschiedenen Fachfirmen. „Und eine Stahlkonstruktion hätte ein völlig neues Fundament nötig gemacht.“ Die Statiker rieten daher zu einem Ersatz aus Holz.
Telegraphenmast als langlebiger Ersatz
Das kam den anwesenden Mitgliedern sehr entgegen, die sich ohnehin einen traditionellen Holzmast gewünscht hatten. So fiel vor allem das Angebot einer Firma aus Köln ins Auge, die Telefonmasten herstellt. Solche Rundmasten sind im Kesseldruckverfahren besonders behandelt, um ihre Langlebigkeit zu erhalten. „Die Firma hat schon in den 1950er Jahren Masten aufgestellt, die jetzt immer noch im besten Zustand sind“, erklärte Schulze-Tenberge. „Zudem sind sie sofort in der gewünschten Länge verfügbar.“ Damit erhielt das Angebot mit dem Telegraphenmast den Zuschlag. Allerdings hat die Qualität ihren Preis, der laut Schulze-Tenberge „deutlich im vierstelligen Bereich“ sein soll.
Sobald Finanzierung geklärt ist, kann der Mast kommen
Bereits am Folgetag ließ sich der Wulfener Wappenbaum Verein einen passenden Mast in 18 Meter Länge reservieren. Nun muss noch die Finanzierung geklärt werden. Sobald dies geschehen ist, kann der Mast in Kürze nach Wulfen gebracht und wieder fachmännisch montiert werden. Dann stünden die Chancen gut, bereits in diesem Jahr wieder unter einem Wappenbaum in den Mai feiern zu können.




























