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Trauer um einen engagierten Künstler: Bernd Caspar Dietrich mit 68 Jahren verstorben

Die Kunstszene am Niederrhein trauert um Bernd Caspar Dietrich. Der Maler, Konzeptkünstler und Ausstellungsmacher ist am 2. Juni 2026 im Alter von 68 Jahren verstorben. Er starb im Beisein seiner Frau Hella Sinnhuber und im Kreis enger Freunde.

Dietrich, geboren am 24. Juni 1957 in Eilenburg, lebte und arbeitete in Schermbeck. Dort wurde er zu einer prägenden Figur einer regional verwurzelten und zugleich international ausstrahlenden Kunstszene. Gemeinsam mit Hella Sinnhuber entwickelte er den artpark Hoher Berg zu einem offenen Ort für Kunst, Kultur, Natur, Musik und gesellschaftlichen Austausch.

Sein künstlerisches Werk kreiste immer wieder um elementare Materialien und physikalische Phänomene. Sand, Beton, Gold, Licht, Reflexion und Oberfläche waren für ihn keine bloßen Werkstoffe, sondern Träger von Erinnerung, Widerstand und Erzählung.

Einblick in in das Atelier von Bernd Casper Dietrich kurz nach seinem Ableben. Foto: Alexander Fichtner

Die Wheels als konzentrische Erzählungen

In seinen kreisförmigen Arbeiten, den sogenannten Wheels, verdichtete Dietrich persönliche und gesellschaftskritische Geschichten zu konzentrischen Bildräumen. Die Oberflächen konnten fragil, rissig, aufbrechend oder zart erscheinen. Sie entschieden darüber, wie Bildhintergrund und Vordergrund miteinander agierten. In der Dunkelheit begannen manche dieser Arbeiten beinahe zu atmen, lumineszierend, als würde das Bild selbst noch einmal aus seiner Tiefe sprechen.

BetonGold und Die Urbanisten als ästhetische Gesellschaftskritik

Auch in den Werkserien „BetonGold“ und „Die Urbanisten“ verband Dietrich Materialbewusstsein mit gesellschaftlicher Kritik. In „BetonGold“, erstmals 2021 veröffentlicht, stellte er die Härte des Betons dem Glanz des Goldes gegenüber. Daraus entstand ein künstlerischer Diskurs über Wohnungsbau, Verstädterung, Rohstoffknappheit und gesellschaftliche Verantwortung.

In „Die Urbanisten“ weitete Dietrich diesen Blick. Dort thematisierte er den Untergang von Gesellschaften durch Kriege, Machtstreben und hegemoniale Gebietsansprüche einzelner Agitatoren.

Internationale Aufmerksamkeit durch Christie’s

Zuletzt erfuhr Dietrichs Werk auch international zunehmende Beachtung. Die Arbeiten „Metamorphose Magelone III“ aus dem Jahr 2023 und „Opal“ aus dem Jahr 2024 wurden beim Auktionshaus Christie’s versteigert. Die Schätzpreise konnten dabei mehr als verdoppelt werden. Werke von Bernd Caspar Dietrich befinden sich in privaten und institutionellen Sammlungen.

Der artpark Hoher Berg als Ort der Begegnung

Doch Dietrich war nicht nur Künstler im Atelier. Er war auch ein Ermöglicher. Als Initiator des KunstKompakt Festivals Virtuell Visuell und des Artpark Festivals schuf er Räume, in denen Kunst nicht als abgeschlossene Disziplin erschien, sondern als lebendige Form der Begegnung.

Der artpark Hoher Berg wurde durch ihn und Hella Sinnhuber zu einem Ort, an dem Offenheit, Widerspruch und schöpferische Freiheit selbstverständlich zusammengehörten.

Demokratie braucht Kultur

Der Satz „Demokratie braucht Kultur und Kultur braucht Anarchie“ wurde dort zum Leitgedanken. Er beschreibt auch Dietrichs Haltung. Kunst war für ihn kein Schmuck der Gesellschaft, sondern eine ihrer notwendigen Unruhen. Sie sollte verbinden, aber nicht gefällig sein. Sie sollte öffnen, aber nicht beschwichtigen.

Sommerfestival soll als Zeichen seines Wirkens stattfinden

Noch wenige Tage vor seinem Tod arbeitete Bernd Caspar Dietrich gemeinsam mit Hella Sinnhuber an den Planungen für das artpark Sommerfestival 2026. Trotz seiner schweren Erkrankung blickte das Künstlerpaar nach vorn. Die viertägige Veranstaltung soll vom 18. bis 21. Juni 2026 wie geplant auf dem Gelände des artpark Hoher Berg stattfinden.

Block auf den Artpark. Foto: Fichtner

Damit erhält das Festival eine besondere Bedeutung. Es wird zu einem Zeichen seines Wirkens und zu einer Würdigung dessen, was Bernd Caspar Dietrich hinterlässt: Kunst als Erfahrung, Kultur als gemeinsamer Raum, Widerstand als ästhetische Haltung.

artpark Sommerfestival 2026

Das artpark Sommerfestival 2026 findet vom 18. bis 21. Juni am artpark Hoher Berg, Hoher Berg 15 in 46514 Schermbeck statt. Der Eintritt bleibt frei, Spenden sind willkommen.

Sparkasse Vest unterstützt Jahresbericht des Jüdischen Museums Westfalen

Das Jüdische Museum Westfalen kann seinen Jahresbericht erstmals an alle Mitglieder des Museumsträgervereins versenden. Möglich macht dies die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Vest Recklinghausen. Bisher erreichte der Bericht nur den Förderkreis und den Beirat des Museums.

Der Jahresbericht erscheint einmal jährlich und gibt einen umfassenden Überblick über die Arbeit des Jüdischen Museums Westfalen. Darin werden Ausstellungen, Vermittlungsprojekte, Veranstaltungen und Forschungsarbeiten zusammengefasst, die das Museum im Laufe eines Jahres umgesetzt hat. Zugleich dokumentiert der Bericht die Entwicklung und Reichweite des Hauses.

Mehr Transparenz für die Mitglieder

Mit dem erweiterten Versand können nun auch die Mitglieder des Museumsträgervereins direkt nachvollziehen, welche Projekte das Museum realisiert hat und wie Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse und Spenden eingesetzt wurden. Der Jahresbericht ist damit nicht nur eine Rückschau auf die Museumsarbeit, sondern auch ein wichtiges Instrument der Transparenz.

Die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Vest Recklinghausen wurde von Dirk van Buer organisiert. Er ist bei der Sparkasse im Vorstandsstab tätig und dort für das Stiftungsmanagement zuständig. Zudem ist van Buer Geschäftsführer der Stiftung Jüdisches Museum Westfalen.

Unterstützung für kulturelle Bildungsarbeit

Das Jüdische Museum Westfalen leistet in Dorsten und darüber hinaus wichtige kulturelle und historische Bildungsarbeit. Mit Ausstellungen, Veranstaltungen und pädagogischen Angeboten vermittelt das Museum jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart. Der Jahresbericht macht diese Arbeit sichtbar und zeigt, wie vielfältig die Aufgaben des Hauses sind.

Dank der Unterstützung der Sparkasse Vest Recklinghausen können diese Informationen nun einem deutlich größeren Kreis zugänglich gemacht werden. Für das Museum bedeutet dies eine Stärkung der Kommunikation mit seinen Mitgliedern und Förderern.

Blitzer in Dorsten: Hier wird vom 8. bis 14. Juni geblitzt

Auch in dieser Woche führt die Stadt Dorsten wieder mobile Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet durch. Mit den regelmäßigen Blitzer-Kontrollen will die Stadtverwaltung für mehr Verkehrssicherheit sorgen und Raser ausbremsen.

Die Stadt Dorsten veröffentlicht die geplanten Messstellen vorab, um für Transparenz zu sorgen. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam unterwegs sein.

Mobile Blitzer in Dorsten: Diese Straßen sind geplant

Die Laserwagen der Stadt Dorsten werden in der Woche vom 8. bis 14. Juni 2026 unter anderem an folgenden Straßen eingesetzt:

  • Wittenbrink
  • Marienstraße
  • Fährstraße

Darüber hinaus muss jederzeit im gesamten Stadtgebiet von Dorsten mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.

Tim Schoppengerdt ist neuer Vorsitzender des SSV Rhade

Der SSV Rhade hat wieder einen 1. Vorsitzenden. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder Tim Schoppengerdt an die Spitze des Vereins. Damit ist eine wichtige Personalfrage geklärt, nachdem bei der Jahreshauptversammlung im November 2025 zunächst kein Nachfolger für den ausscheidenden Vorsitzenden Georg Lammers gefunden worden war.

Mit der Wahl Schoppengerdts verfügt der SSV Rhade nun wieder über eine vollständige Führungsspitze. Zugleich stellten die Mitglieder den geschäftsführenden Vorstand breiter auf. Neben dem neuen 1. Vorsitzenden gehören künftig vier weitere Mitglieder diesem Gremium an: Dennis Kiedrowicz, Jürgen Pieper, Martin Cygan und Sven Weigel.

Vereinsarbeit auf mehrere Schultern verteilt

Durch die neue Struktur besteht der geschäftsführende Vorstand des SSV Rhade nun aus insgesamt fünf Personen. Der Verein möchte damit die Arbeit stärker verteilen und sich organisatorisch für die kommenden Jahre besser aufstellen. Gerade in einem großen Sportverein seien klare Zuständigkeiten, verlässliche Kommunikation und ein engagiertes Team im Hintergrund wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Entwicklung.

Der neu formierte Vorstand will dabei Bewährtes fortführen, aber auch neue Impulse setzen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Digitalisierung, moderne Vereinsstrukturen und eine stärkere Präsenz in den sozialen Medien. So soll die Kommunikation mit Mitgliedern, Eltern, Unterstützern und Interessierten weiter verbessert werden. Zudem möchte der Verein neue Zielgruppen ansprechen und sich zeitgemäß präsentieren.

„Wir möchten die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortführen und gleichzeitig neue Ideen einbringen. Der SSV Rhade soll auch in Zukunft ein moderner, attraktiver und lebendiger Verein für alle Generationen sein“, erklärte der neue Vorsitzende Tim Schoppengerdt nach seiner Wahl.

Georg Lammers zum Ehrenvorsitzenden gewählt

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Georg Lammers. Der langjährige Vorsitzende wurde von der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden des SSV Rhade gewählt. Damit würdigte der Verein seine großen Verdienste und sein außergewöhnliches Engagement.

Lammers hatte den Verein über viele Jahre geprägt und Verantwortung übernommen. Die Wahl zum Ehrenvorsitzenden unterstreicht, welchen Stellenwert seine Arbeit im Verein hat. Für den SSV Rhade ist der Wechsel an der Spitze somit zugleich ein Zeichen des Dankes und des Aufbruchs.

Vorstand SSV Rhade
Georg Lammers (r.) erhielt großen Dank für seine Arbeit und den Titel des Ehrenvorsitzenden. Foto: SSV Rhade

Der neue Vorstand bedankte sich bei den zahlreich erschienenen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam wolle man nun die nächsten Schritte angehen und die Zukunft des SSV Rhade aktiv gestalten. Tradition und Gemeinschaft sollen dabei weiterhin die Grundlage des Vereinslebens bleiben.

Sommerfest Wulfen 2026: Schützen feiern am Großen Ring

Der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen lädt am Samstag, 27. Juni 2026, zum traditionellen Sommerfest ein. Gefeiert wird auf dem Festplatz am Großen Ring/Ecke Wittenbrink. Die Besucher erwartet ein buntes Programm für Kinder, Familien und Schützenfreunde, dazu Musik, Biervogelschießen und eine Party am Abend.

UPDATE 26. Juni: Aufgrund der Hitze gibt es im Programm einige Änderungen. Mehr dazu hier:

Der Festtag beginnt um 14.30 Uhr mit dem Antreten der Schützen am Wappenbaum. Dort werden das amtierende Königspaar Theo Rössmann und Carolin Stockhoff sowie das Kinderschützenpaar Lio Heming und Nora Karbowski das Bataillon abschreiten.

Anschließend setzt sich der Schützenzug in Bewegung. Der kleine Umzug führt vom Wappenbaum über den Orthöver Weg, den Kleinen Ring und den Wittenbrink zum festlich hergerichteten Festplatz.

Michael Diekert hofft auf viele Teilnehmer

Der 1. Vorsitzende Michael Diekert freut sich auf das Sommerfest und hofft auf eine gute Beteiligung der Wulfener Schützen. „Wir laden wieder alle Wulfenerinnen und Wulfener herzlich auf unseren Festplatz ein und insbesondere die Kinder zu unserem bunten Familienprogramm“, sagt Diekert.

Auch der gemeinsame Auftritt der Schützen ist dem Verein wichtig. „Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Schützen am kleinen Umzug vom Wappenbaum zum Festplatz teilnehmen und wir uns wieder einheitlich mit dunkler Hose und weißem Hemd oder T-Shirt präsentieren. Auch hier sind die kleinen Schützen natürlich herzlich willkommen“, so Diekert weiter.

Biervogelschießen und Programm für Kinder

Auf dem Festplatz haben der Verein und die amtierende Throngemeinschaft um Theo Rössmann und Carolin Stockhoff ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Besonders Familien und Kinder sollen auf ihre Kosten kommen. Für sie gibt es ein buntes Unterhaltungsangebot.

Ein Höhepunkt des Sommerfestes ist das traditionelle Biervogelschießen an der Vogelstange. Dabei geht es nicht um die Königswürde, sondern vor allem um Spaß, Geselligkeit und die besondere Schützenfest-Atmosphäre im kleineren Rahmen.

Musikalisch begleitet wird das Fest von der Wulfener Blasmusik und dem Wulfener Spielmannszug. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls gesorgt.

Party am Abend mit DJ Chris

Wenn der offizielle Teil des Sommerfestes langsam in den Abend übergeht, ist noch lange nicht Schluss. Im Festzelt sorgt DJ Chris für Musik und Partystimmung.

Für teilnehmende Vereinsmitglieder gibt es nach dem Umzug Freibiermarken. Die kleinen Gäste erhalten Wertmarken für alkoholfreie Getränke. Getränkemarken können in diesem Jahr auch bargeldlos erworben werden. Außerdem nimmt der Verein an diesem Tag gerne neue Mitglieder auf.

40 Jahre Heddier Gruppe: Autohaus mit Zukunft in Dorsten

Die Heddier Gruppe feiert 40 Jahre Unternehmensgeschichte. Was in Haltern als klassisches Autohaus begann, ist heute eine moderne Autohausgruppe mit sechs Standorten, starken Marken und viel Zukunftstechnik.

Vierzig Jahre klingen nach Jubiläumstorte, Kaffeekränzchen und Geschichten von früher. Bei der Heddier Gruppe gehört der Blick zurück zwar dazu. Im Mittelpunkt steht aber vor allem das, was heute und morgen möglich ist: moderne Mobilität, Elektrotechnik, digitale Prozesse und ein Team, das Kunden persönlich begleitet.

Aus dem Autohaus ist eine Unternehmensgruppe mit Standorten in Haltern am See, Dorsten, Recklinghausen, Marl und Bottrop geworden. Nissan, Renault, Dacia und MG Motor gehören zum Markenportfolio. Dazu kommen Mobilitätslösungen für Familien, Handwerker, Unternehmen und Privatkunden.

Vom Autohaus zur modernen Heddier Gruppe

Wer bei einem Autohaus nur an Fahrzeugverkauf denkt, erlebt bei Heddier schnell mehr. Beratung, Werkstatt, Elektromobilität, Digitalisierung und nachhaltigere Reparaturwege greifen hier ineinander. Gerade dadurch ist aus dem traditionsreichen Betrieb ein regional verwurzelter Mobilitätspartner geworden.

Firmengründer Josef Heddier und Katharina Heddier 1993 vor dem Autohaus in Haltern
Firmengründer Josef Heddier mit Katharina Heddier bei der Eröffnung von Automobile J. Heddier an der Recklinghäuser Straße 122 in Haltern im August 1993. Foto: privat

Elektromobilität verständlich erklärt

Ein Schwerpunkt liegt heute auf der Elektromobilität. Viele Kunden möchten wissen, wie lange eine Batterie hält, was im Schadensfall passiert oder wie das Laden im Alltag funktioniert.

„Viele Interessierte haben Fragen“, sagt Geschäftsführer Michael Heistermann. „Wie lange hält eine Batterie? Was passiert im Schadensfall? Wie funktioniert das Laden im Alltag?“

„Genau an dieser Stelle setzen wir an. Verständlich, transparent, ohne Fachchinesisch.“

Seit 2026 zählt die Autohausgruppe zu nur fünf offiziell zertifizierten Nissan Lithium-Ionen-Batterie-Reparaturzentren in ganz Deutschland. Statt komplette Batteriesysteme auszutauschen, können einzelne Module repariert werden. Das spart Ressourcen, senkt Kosten und kann die Lebensdauer der Fahrzeuge verlängern.

„Doch vor allem ist es ein echter Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit. Denn statt komplette Batteriesysteme auszutauschen, werden heute einzelne Module repariert“, erklärt Michael Heistermann.

„Das spart Ressourcen, senkt Kosten und verlängert die Lebensdauer der Fahrzeuge. Oder einfacher gesagt, es ist nachhaltiger, sinnvoller, smarter.“

Persönliche Beratung statt anonymer Hotline

Moderne Technik allein reicht der Heddier Gruppe nicht. LED-Technik, digitale Abläufe und zeitgemäße Kommunikationswege gehören zum Alltag. Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung ein zentraler Teil des Unternehmens.

„Bei uns gibt es keine anonyme Hotline, sondern echte Menschen, die zuhören, beraten und auch mal ehrlich sagen, wenn etwas keinen Sinn ergibt“, sagt Michael Heistermann. Der persönliche Austausch mit den Kunden liegt ihm besonders am Herzen.

Die Mitarbeiter sind dabei ein entscheidender Faktor. Heddier investiert seit Jahren in Ausbildung, Weiterbildung und persönliche Entwicklung. Mitarbeiter können sich spezialisieren, neue Aufgaben übernehmen und ihr Wissen in Schulungen, Workshops und Teamtrainings ausbauen.

Vom Auszubildenden zum Geschäftsführer

Wie stark Entwicklung im Unternehmen gelebt wird, zeigt Michael Heistermann selbst. 1999 begann er als Auszubildender. Seit einigen Jahren führt er die gesamte Unternehmensgruppe.

Michael Heistermann und Sabine im Autohaus Heddier in Haltern
Michael und Sabine Heistermann. Foto: Heddier Gruppe

Viele Mitarbeiter sind seit Jahren Teil des Teams. Kunden kennen ihre Ansprechpartner, Werkstatt und Beratung bleiben greifbar. Gerade in Zeiten von Online-Klicks und Chatbots wird diese Verlässlichkeit wieder besonders wertvoll.

Nach 40 Jahren zeigt die Heddier Gruppe, dass Tradition und Zukunft gut zusammenpassen. „Bei uns wird nicht nostalgisch zurückgeschaut, sondern mit Leidenschaft nach vorn gearbeitet, authentisch, regional verwurzelt und voller Energie“, sagt Michael Heistermann.

Kontakt zur Heddier Gruppe

Autohaus Heddier GmbH
Plaggenbahn 2
46282 Dorsten
Telefon: 02362/9920-0
Route planen

Automobile J. Heddier GmbH
Recklinghäuser Straße 122
45721 Haltern am See
Telefon: 02364/105460
Route planen

Autohaus Heddier GmbH
Recklinghäuser Straße 133
45721 Haltern am See
Telefon: 02364/105460
Route planen

Weitere Standorte befinden sich in Recklinghausen, Marl und Bottrop. Mehr Informationen gibt es unter www.heddier-gruppe.de.

Schützenfest Feldmark 2026: Jonas Klapheck ist neuer Schützenkönig

Die Feldmark hat einen neuen Schützenkönig. Beim Vogelschießen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorsten-Feldmark I und II setzte sich am Sonntag Jonas Klapheck durch. Mit dem 148. Schuss holte er den Vogel um 14.37 Uhr von der Stange. Zur Königin nahm er Leonie Gerlach.

Damit endet die zweijährige Regentschaft von Bruno I. Sailer und Jennifer I. Dreckmann. Sie hatten den Verein und den Stadtteil seit 2024 vertreten und ihr letztes Festwochenende als Königspaar noch einmal mit vielen besonderen Momenten erlebt. Schon am Freitag hatte die Feldmark beim Stadtkaiserschießen im Mittelpunkt der Dorstener Schützenfamilie gestanden.

Details in Kürze

Neuer König: Jonas Klapheck
Königin: Leonie Gerlach
Prinzenpaar: Nico Gerlach und Kim Klapheck.
Entscheidung: 148. Schuss, 14.37 Uhr
Anwärter: Björn Reckwardt, Niko Gerlach, Jonas Klapheck und Max Stevens
Insignien: Zepter an Tim Balster, Reichsapfel an Max Stevens, linker Flügel an Rigo Gawlina, rechter Flügel an Jürgen Gerlach
Spendenaktion: Sammlung für Quadkinder Ruhrgebiet e.V.

Viele weiße Hosen an der Vogelstange

Schon früh war zu sehen, dass beim Feldmärker Vogelschießen viele erfahrene Schützen antraten. Moderator Stefan Lukassen brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Viele weiße Hosen beim Schießen.“ Gemeint waren die zahlreichen Offiziere, die sich an der Vogelstange einreihten und dem Wettkampf zusätzlichen Reiz gaben.

Gespannte Zuschauer an der Vogelstange. Foto: Emily Flade

Das Wetter zeigte sich am Sonntag bedeckt, der Stimmung auf dem Schützenplatz tat das aber keinen Abbruch. Die Musik spielte, rund um die Vogelstange wurde mitgefiebert, angefeuert und gelacht. Nach dem besonderen Stadtkaiserschießen am Freitag war auch am Sonntag zu spüren, dass dieses Schützenfest in der Feldmark noch lange Gesprächsstoff liefern dürfte.

Vier Anwärter treten an

Mit Björn Reckwardt, Niko Gerlach, Jonas Klapheck und Max Stevens traten vier Anwärter an, die für einen lebhaften Wettkampf an der Vogelstange sorgten. Einige von ihnen brachten bereits reichlich Schützenerfahrung mit. Björn Reckwardt war von 2012 bis 2014 bereits König der Feldmark. Jonas Klapheck hatte schon 2022 zu den Königsanwärtern gehört und brachte diesmal eine besondere Familiengeschichte mit: Sein Vater Ludwig Klapheck schoss vor 26 Jahren den Vogel ab und war zudem bis Freitagabend der amtierende Dorstener Stadtkaiser.

Die vier Anwärter. Foto: Emily Flade

Auch Max Stevens ging nicht ohne Titel in das Vogelschießen. Der Hauptmann der 1. Kompanie ist amtierender Bürgerschützenkönig von Hainichen. Dort hatte er 2025 beim Schützen- und Parkfest den entscheidenden Treffer gesetzt. Nun griff er auch in der heimischen Feldmark nach der Königswürde.

Zepter, Reichsapfel und Flügel fallen

Bevor es um die Königswürde ging, fielen zunächst die Insignien. Das Zepter sicherte sich Tim Balster. Der Reichsapfel ging an Max Stevens. Den linken Flügel holte Rigo Gawlina, den rechten Flügel sicherte sich Jürgen Gerlach.

Damit war der Weg frei für die entscheidende Phase des Vogelschießens. Die Anwärter lieferten sich ein spannendes Ringen um den letzten Treffer. Immer wieder brandete Applaus auf, wenn der Vogel sichtbar nachgab. Zugleich wuchs mit jedem Schuss die Spannung auf dem Festplatz.

Jubel nach dem Siegtreffer. Foto: Emily Flade

Für ein kräftiges Aufraunen sorgte Niko Gerlach. Nach seinem Treffer löste sich ein großes Stück vom Vogel, doch unten war er damit noch nicht. Für einen Moment sah es so aus, als könne die Entscheidung fallen. Dann blieb der Rest doch noch an der Stange und die Spannung ging weiter.

Jonas Klapheck behält die Nerven

Am Ende war es Jonas Klapheck, der die Nerven behielt. Mit dem 148. Schuss setzte er um 14.37 Uhr den entscheidenden Treffer und holte den Vogel von der Stange. Der Jubel auf dem Schützenplatz war groß. Freunde, Familie und Schützenbrüder feierten den neuen König unmittelbar nach der Entscheidung.

Das neue Königspaar wurde kräftig bejubelt. Foto: Emily Flade

Schnell stimmten die Schützen einen passenden Gesang an: „Und wieder war’s ein Klapheck, o-hoho.“ Der Refrain passte zu diesem besonderen Familienmoment. Schließlich hatte Jonas Klaphecks Vater Ludwig bis Freitagabend noch den Titel des Dorstener Stadtkaisers getragen.

Für Jonas Klapheck ist der Königstitel damit mehr als nur der erfolgreiche Abschluss eines spannenden Vogelschießens. Nach dem Stadtkaiserschießen am Freitag schrieb die Familie Klapheck am Sonntag erneut ein Stück Feldmärker Schützengeschichte.

Nico Gerlach und Kim Klapheck sind das neue Prinzenpaar. Foto: Emily Flade

Zur Königin nahm Jonas Klapheck Leonie Gerlach. Gemeinsam werden sie den Allgemeinen Bürgerschützenverein Dorsten-Feldmark I und II in den kommenden zwei Jahren repräsentieren. Das neue Prinzenpaar sind Nico Gerlach und Kim Klapheck.

Spenden für Quadkinder Ruhrgebiet

Auch an andere wurde beim Schützenfest gedacht. Während des Festes sammelten die Feldmärker Schützen Spenden für Quadkinder Ruhrgebiet e.V. Damit bekam das Wochenende neben Tradition, Musik und Vogelschießen auch eine soziale Note: In der Feldmark wurde nicht nur gefeiert, sondern auch für den guten Zweck gesammelt.

Krönungsball am Abend

Nach der Entscheidung an der Vogelstange geht das Schützenfest in seine letzte große Runde. Am Abend steht der Krönungsball im Festzelt an der Wilhelm-Norres-Straße auf dem Programm. Dort wird das neue Königspaar offiziell gefeiert.

Für die Feldmark endet damit ein besonderes Schützenfestwochenende. Erst das Stadtkaiserschießen mit dem neuen Dorstener Stadtkaiser Jonas Spickermann, dann das eigene Vogelschießen mit Jonas Klapheck als neuem König: Der Allgemeine Bürgerschützenverein Dorsten-Feldmark I und II dürfte diese Festtage so schnell nicht vergessen.

Alle Berichte, Fotos und Rückblicke bündelt der Überblick zum Schützenfest Feldmark 2026. Den Saisonüberblick mit allen Dorstener Schützenfesten gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.

Martin Schwenk verkauft Lotto Tabak Presse Schwenk: „Ich musste jetzt an meine Familie denken“

Nach vielen Jahren im eigenen Laden hat Martin Schwenk „Lotto Tabak Presse Schwenk“ in Dorsten verkauft. Für den 34-Jährigen endet damit ein Lebensabschnitt, der schon in seiner Kindheit begann.

Als Dorsten-Online Martin Schwenk erreicht, steht er gerade im Garten. Er arbeitet draußen, hat Zeit, atmet durch. Es erzählt viel über diesen neuen Abschnitt in seinem Leben. Denn genau diese Zeit für sich, für die Familie und für ganz normale Dinge hatte der 34-Jährige in den vergangenen Jahren kaum noch.

Zum 1. Juni 2026 hat Martin Schwenk sein Ladengeschäft Lotto Tabak Presse Schwenk in Dorsten verkauft. Für viele Kunden war das eine Nachricht, die überraschte. Für Schwenk selbst war es eine Entscheidung, die lange in ihm gereift ist und ihm trotzdem schwerfiel.

„Ich bin in Lottogeschäften aufgewachsen, habe dort meine Hausaufgaben gemacht“, sagt er. Der Laden war für ihn nie einfach nur ein Geschäft. Er war Familiengeschichte, Alltag, Verantwortung und ein Stück Heimat.

Eine Familiengeschichte seit den 1960er-Jahren

Die Geschichte der Familie Schwenk im Lotto- und Pressegeschäft reicht weit zurück. Bereits seit den 1960er-Jahren führte die Familie ein Lottogeschäft. Zunächst waren es die Großeltern, ab 1989 übernahmen Martins Eltern die Geschäfte.

Im Jahr 2000 eröffneten seine Eltern das erste Geschäft in Dorsten. Martin war damals neun Jahre alt. Später kam 2009 die Postfiliale an der Essener Straße in der Dorstener Innenstadt hinzu. Der Laden wurde für viele Kunden zur vertrauten Anlaufstelle: Lotto, Tabak, Presse, Post, kurze Gespräche am Tresen, kleine Alltagsgeschichten.

2015 starb Martins Vater nach schwerer Krankheit. Ein Jahr später übernahm Martin Schwenk die Verantwortung für das Familienunternehmen. Damals war er noch jung, aber die Aufgabe war groß. 2016 eröffnete er zusätzlich eine weitere Filiale in der oberen Ladenzeile der Mercaden, neben Kaufland.

Was nach Unternehmergeist und Mut klingt, bedeutete im Alltag vor allem eines: sehr viel Arbeit.

„Man arbeitet selbst und ständig“

„Man arbeitet selbst und ständig“, sagt Martin Schwenk über die Selbstständigkeit. Für ihn war das keine Floskel, sondern Alltag. 60 bis 70 Stunden Arbeit pro Woche seien normal gewesen. Dazu kamen ständige Abrufbarkeit, Verantwortung für das Geschäft, die Mitarbeiter und die Kunden.

„Man ist ständig auf Arbeit, egal ob physisch oder gedanklich“, beschreibt er diese Zeit. Auch wenn er nicht im Laden stand, war der Laden im Kopf immer dabei.

Mit der Gründung seiner eigenen Familie wurde die Belastung größer. Als 2020 seine erste Tochter geboren wurde, merkte Schwenk immer deutlicher, dass sich etwas ändern musste. Zwei Jahre später gab er die Filiale in den Mercaden auf. „Ich wollte auch für meine Tochter da sein“, sagt er. Damals habe er gehofft, dass es mit einem Laden weniger vielleicht besser funktionieren könnte.

Doch die Entlastung reichte nicht. Inzwischen sind noch Zwillinge hinzugekommen. Drei kleine Kinder, ein Geschäft, zwei Mitarbeiter, viele Verpflichtungen und kaum echte Pausen: Irgendwann wurde klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

Der Tod der Mutter machte die Entscheidung konkret

Im Frühjahr starb auch Martins Mutter. Der Gedanke, den er schon länger mit sich trug, wurde danach endgültig konkret. „Ich wusste, ich ziehe das jetzt durch“, sagt er.

Seine Frau wusste, wie schwer ihm diese Entscheidung fiel. Sie unterstützte ihn aber dabei. Heute ist auch sie froh, dass der stressige Alltag der Selbstständigkeit vorbei ist.

In einem Facebook-Posting wandte sich Martin Schwenk Ende Mai an Kunden, Freunde und Wegbegleiter. Er schrieb von einem lachenden und einem weinenden Auge, von massivem Dauerstress, von Gesundheit und Familie. Er stellte zugleich klar, dass er im Guten gehe und sich in seiner Zeit als Chef nichts habe zuschulden kommen lassen. Vor allem aber sagte er Danke: für die Treue, die Gespräche am Tresen, das Vertrauen und die vielen gemeinsamen Momente.

Martin Schwenk ist der Verkauf seines Geschäftes nicht leicht gefallen. Foto: privat

Die Nachfolge war ihm wichtig

Seit dem Frühjahr suchte Schwenk nach einer passenden Käuferin für das Geschäft. Über einen Bekannten, der einen Kiosk an der Klosterstraße führt, kam der Kontakt zu dessen Schwester zustande. Seit dem 1. Juni führt nun Slivya Al-Ali, Mitte 20, den Laden weiter.

Ein Punkt war Martin Schwenk dabei besonders wichtig: „Sie hat auch die beiden Mitarbeiter übernommen“, sagt er. Das habe ihm viel bedeutet. Er wollte nicht einfach von einem Tag auf den anderen verschwinden, sondern eine saubere Lösung finden. Für die Kunden, für die Mitarbeiter und auch für sich selbst.

Der letzte Tag im Laden war entsprechend emotional. „Ich habe am Ende wie immer abgeschlossen und dann den Schlüssel überreicht“, erinnert er sich. Ein ganz normaler Handgriff, wie er ihn unzählige Male gemacht hatte. Und doch war diesmal alles anders. Mit dem Schlüssel gab er nicht nur ein Geschäft ab, sondern auch einen Lebensabschnitt, der seit seiner Kindheit zu ihm gehörte.

Zum ersten Mal die Tochter zum Kindergarten gebracht

Als Dorsten-Online mit ihm spricht, klingt Martin Schwenk erleichtert. Nicht euphorisch, nicht achtlos gegenüber dem, was hinter ihm liegt, sondern ruhig und dankbar. „Mir geht es sehr gut“, sagt er. „Ich nehme mir jetzt erst einmal einen Monat Zeit für meine Familie.“

Einen Moment erwähnt er besonders. Zum ersten Mal konnte er seine Tochter zum Kindergarten bringen. „Bisher hatte ich das nie geschafft“, sagt er. Es ist ein Satz, der zeigt, warum diese Entscheidung für ihn so wichtig war.

Ab Juli beginnt Martin Schwenk einen neuen Job als leitender Angestellter. Als Gebietsleiter im Außendienst wird er künftig unter anderem Raucherbedarf an Lottoläden und Kioske vermitteln. Er bleibt der Branche also verbunden, nur eben auf der anderen Seite des Tresens.

Ganz verschwinden wird er aus Dorsten deshalb nicht. „Auch in meinem neuen Beruf wird mich mein Weg bestimmt alle paar Wochen nach Dorsten führen“, sagt Schwenk.

Für ihn bedeutet der Wechsel trotzdem vor allem eines: feste Arbeitszeiten, freie Wochenenden, ein festes Gehalt und mehr Zeit für seine Familie.

Dank an die Kunden

Besonders gefreut haben Martin Schwenk die vielen persönlichen Nachrichten, die ihn nach seiner Ankündigung erreicht haben. Viele alte Kunden wünschten ihm alles Gute für die Zukunft. Für ihn ist das ein Zeichen, dass die Verbindung über all die Jahre mehr war als nur ein kurzer Einkauf am Tresen.

„Ich bin froh, dass man im Guten auseinandergeht“, sagt er. Genau so wollte er diesen Schritt gehen: offen, ehrlich und mit Respekt vor der gemeinsamen Zeit.

Auch nach dem Verkauf bleibt der Standort an der Essener Straße bestehen. Für Martin Schwenk endet dort ein prägender Lebensabschnitt. Zugleich beginnt ein neuer: mit weniger Dauerstress, weniger ständiger Abrufbarkeit und mehr Zeit für das, was ihm jetzt am wichtigsten ist: seine Familie und seine Gesundheit.

Dorstener Jan Aleff als Burgkaplan auf der Jugendburg Gemen eingeführt

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Der gebürtige Dorstener Jan Aleff hat eine neue Aufgabe im Bistum Münster übernommen. Mit einer feierlichen Eucharistiefeier wurde der 44-Jährige als neuer Burgkaplan der Jugendburg Gemen eingeführt. Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Jugendliche begleiteten den Start in sein neues Amt.

Feierlicher Auftakt in der Michaelskapelle

Mit einer schwungvoll gestalteten Eucharistiefeier in der Michaelskapelle der Jugendburg Gemen hat Weihbischof Dr. Christoph Hegge den gebürtigen Dorstener Jan Aleff offiziell als neuen Burgkaplan eingeführt.

Unter den Gästen waren Mitglieder des Hausteams, Teamer, ehemalige Burgkapläne sowie Familie und Freunde. Auch Jugendliche aus der Gemeinde St. Antonius in Recklinghausen nahmen teil. Dort war Aleff zu Pfingsten nach drei Jahren als Kaplan verabschiedet worden. Im Anschluss an den Gottesdienst, der von einer vierköpfigen Band musikalisch begleitet wurde, nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen des neuen Burgkaplans.

Jan Aleff aus Dorsten wird in der Michaelskapelle der Jugendburg Gemen als neuer Burgkaplan eingeführt.
Sie freuen sich auf die gemeinsame Zeit (von links): Burgkaplan Jan Aleff, Geschäftsführer Bernd Scho, hauswirtschaftliche Leiterin Julia Franzmann und Charlotte Friede, pädagogische Leitung. Fotos: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Enge Verbindung zur Jugendburg seit der Jugendzeit

Weihbischof Hegge betonte in seiner Ansprache, dass Aleff auf der Jugendburg kein Unbekannter sei. Bereits als 16-Jähriger habe er an den Kar- und Ostertagen auf der Burg teilgenommen. Später engagierte er sich im Team der „Tage religiöser Orientierung“ für Schülerinnen und Schüler.

„Du bist immer wieder mit der Burg verbunden gewesen – und jetzt schließlich Burgkaplan. Das freut mich außerordentlich“, sagte Hegge. Die Verbindung zur Jugendburg sei über viele Jahre hinweg bestehen geblieben. Für Aleff schließe sich nun ein besonderer Kreis.

Kraft, Liebe und Besonnenheit als Leitlinien

In seiner Predigt stellte Weihbischof Hegge den Neubeginn unter das Leitwort, „die Gnade neu zu entfachen“. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen, kirchlicher Herausforderungen und persönlicher Unsicherheiten brauche es Vertrauen und Zuversicht aus dem Glauben.

Dem neuen Burgkaplan gab er drei Wünsche mit auf den Weg: Kraft, Liebe und Besonnenheit.

Die Kraft solle aus der Verbindung mit Christus wachsen und davor bewahren, sich im Dienst zu verausgaben. Ebenso wichtig sei die Liebe zu den Menschen, die konkret erfahrbar werden müsse. Niemand falle aus der Liebe Gottes heraus. Besonnenheit bedeute schließlich, verantwortungsvoll zu handeln und gerade im Umgang mit jungen Menschen aufmerksam und reflektiert zu bleiben.

Praktische Geschenke für den Alltag

Zum Abschluss der Einführung überreichte Weihbischof Hegge dem neuen Burgkaplan eine Tasche mit praktischen und augenzwinkernden Geschenken für seinen neuen Alltag auf der Jugendburg. Darin befanden sich unter anderem eine Flasche Rotwein, Spiele, Gläser für Eiskaffee und ein Regenschirm.

Jan Aleff wurde 2019 zum Priester geweiht. Mit seiner neuen Aufgabe auf der Jugendburg Gemen übernimmt der gebürtige Dorstener nun eine zentrale Rolle in der kirchlichen Jugendbildungsarbeit des Bistums Münster.

Neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz: Dorsten feiert seine Leichtathletik-Zukunft

Bei bester Stimmung ist am Samstag die neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz in Dorsten offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Verwaltung, Vereinen sowie Planung und Bau kamen zusammen, um die Fertigstellung der neuen Anlage zu feiern. Auf dem Platz herrschte große Begeisterung über die neuen Möglichkeiten für die Dorstener Leichtathletik.

Die neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz bietet der Dorstener Leichtathletik sowie Schulen und Vereinen moderne Trainings- und Wettkampfbedingungen.
Bürgermeister Tobias Stockhoff bei seiner Ansprache. Daneben Josef Hovenjürgen, MdL, Michael Maiß und Christina Honsel.Foto: Ralf Meier

Förderung des Landes NRW

Bürgermeister Tobias Stockhoff eröffnete die Veranstaltung und würdigte die Bedeutung der neuen Sportstätte für Dorsten, insbesondere mit Blick auf die bemerkenswerten Erfolge Dorstener Leichtathleten. Mit der Kunststoffbahn ist am Jahnsportplatz ein Projekt zum Abschluss gekommen, auf das Vereine, Stadt und Unterstützer lange hingearbeitet haben. Die neue Anlage schafft bessere Bedingungen für Training, Schulsport, Wettkämpfe und den Breitensport, etwa beim Deutschen Sportabzeichen. Da das Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert wurde, war mit Josef Hovenjürgen, MdL, auch ein Vertreter der Landespolitik vor Ort.

Die neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz bietet der Dorstener Leichtathletik sowie Schulen und Vereinen moderne Trainings- und Wettkampfbedingungen.
Foto: Ralf Meier

Vertreten waren zudem zahlreiche Personen und Partner, die mit der Entwicklung der Anlage verbunden sind. Dazu gehörten unter anderem Heinz-Georg Schulz, 1. Vorsitzender des FC Rot-Weiss Dorsten 1919 e. V., Dr. Jürgen Jung, 1. Vorsitzender des Dorstener Leichtathletik Club e. V., Wolfgang Zepmeusel, Schatzmeister der LG Dorsten, das Planungsbüro Kemper sowie die Vornbrock Garten- und Landschaftsbau GmbH.

Christina Honsel bei Eröffnung der neuen Kunststoffbahn in Dorsten
Hochspringerin Christina Honsel im Gespräch mit Sportmoderator Ralf Scholt bei der Eröffnung der neuen Kunststoffbahn im Dorstener Jahnstadion.. Foto: Petra Bosse

Christina Honsel kehrt zu ihren sportlichen Wurzeln zurück

Moderiert wurde die Eröffnung von Michael Maiß. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch von Christina Honsel. Die erfolgreiche Hochspringerin, die ihre sportlichen Wurzeln bei der LG Dorsten hat, kehrte damit an einen Ort zurück, der für ihre sportliche Entwicklung eine wichtige Rolle gespielt hat. Im Gespräch mit dem bekannten Sportmoderator Ralf Scholt wurde deutlich, wie eng ihre sportliche Laufbahn mit Dorsten verbunden ist. Christina Honsel erinnerte an ihre Anfänge, an die Bedeutung des Vereinsumfelds und daran, wie prägend die ersten Trainingsjahre für ihre weitere Entwicklung waren.

Die neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz bietet der Dorstener Leichtathletik sowie Schulen und Vereinen moderne Trainings- und Wettkampfbedingungen.

Ein Vorbild für die nächste Generation

Dabei rückte auch der Nachwuchs in den Mittelpunkt. Die sportliche Laufbahn von Christina Honsel unterstreicht, welche Wege aus der lokalen Vereinsarbeit entstehen können. Gerade für junge Sportler wurde sichtbar, dass sportliche Erfolge nicht plötzlich entstehen, sondern auf regelmäßiges Training, Durchhaltevermögen, Unterstützung und ein Umfeld angewiesen sind, das Entwicklung möglich macht.

Gäste aus Sport, Politik und Vereinen bei der Eröffnung der neuen Kunststoffbahn am Jahnsportplatz in Dorsten.
Foto: Ralf Meier

Starkes Signal für den Sportstandort Dorsten

Die Stimmung auf dem Jahnsportplatz hätte besser nicht sein können. Vereinsmitglieder, Ehemalige, Unterstützer, Familien und zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort einen ersten Eindruck von dem Erfolgsprojekt zu verschaffen. Entscheidend war an diesem Tag das wichtige Signal, das von der Eröffnung für die Bedeutung des Sports und nicht zuletzt für den Stellenwert der Leichtathletik in Dorsten ausging.

Foto: Petra Bosse

Neue Chancen für Vereine, Schulen und Freizeitsportler

Mit der neuen Kunststoffbahn verfügt die Stadt über eine Anlage, die nicht nur im leistungsorientierten Bereich überzeugt, sondern auch neue Motivation für Vereine, Schulen und alle sportbegeisterten Dorstener schafft, selbst einmal die Sportschuhe überzustreifen. Dazu hatten sie bereits am Samstag Gelegenheit. Wer Zeit und Muße hatte, konnte im Anschluss an die Feierlichkeiten das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Ein paar Trainingseinheiten zur Vorbereitung konnten natürlich auch nicht schaden.

Christina Honsel: „Ich habe das Gefühl, ganz Dorsten steht hinter mir“

Zur offiziellen Eröffnung der neuen Kunststoffbahn im Dorstener Jahnstadion war mit Christina Honsel eine der bekanntesten Sportlerinnen der Stadt zu Gast. Die Hochspringerin nutzte die Gelegenheit, über ihre Verbundenheit zu Dorsten, ihre sportlichen Anfänge und die bevorstehende Saison zu sprechen. Das Interview führte Sportmoderator Ralf Scholt. Der gebürtige Dorstener ist vielen Sportfans aus der ARD-Sportschau und von zahlreichen Übertragungen großer Sportereignisse bekannt.

Wurzeln liegen in Dorsten

Für Christina Honsel war der Besuch im Jahnstadion mehr als ein offizieller Termin. Hier begann einst ihre sportliche Laufbahn. Entsprechend emotional blickte sie auf die Entwicklung der Sportanlage.

Christina Honsel bei Eröffnung der neuen Kunststoffbahn in Dorsten
Hochspringerin Christina Honsel im Gespräch mit Sportmoderator Ralf Scholt bei der Eröffnung der neuen Kunststoffbahn im Dorstener Jahnstadion.. Foto: Petra Bosse

„Es bedeutet unglaublich viel. Nicht nur, dass ich hier angefangen habe, Leichtathletik zu machen, sondern dass mich Dorsten auch weiterhin begleitet“, sagte die Hochspringerin. Die Unterstützung aus ihrer Heimatstadt spüre sie bis heute bei nationalen und internationalen Wettkämpfen.

„Ich habe das Gefühl, ganz Dorsten steht immer hinter mir, wenn ich bei irgendwelchen Wettkämpfen bin. Alle sitzen vor dem Fernseher und fiebern mit.“

Glückwünsche in der Heimat

Besonders freue sie sich über die Begegnungen nach ihrer Rückkehr in die Heimat. „Wenn ich dann nach Hause komme, gratuliert mir jeder und sagt: Wir haben mitgefiebert. Das ist unglaublich schön.“

Die große Verbundenheit zwischen der Stadt und ihrer erfolgreichsten Leichtathletin wurde auch bei der Eröffnung der neuen Kunststoffbahn deutlich. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit für Gespräche und Erinnerungsfotos.

Christina Honsel bei Eröffnung der neuen Kunststoffbahn in Dorsten
Foto: Petra Bosse

Saisonstart steht bevor

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Christina Honsel allerdings nicht. Bereits in den kommenden Tagen beginnt für die Dorstenerin die neue Wettkampfsaison. Ein besonderer Höhepunkt werden die Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid sein. Dort hofft sie auch auf Unterstützung aus ihrer Heimatstadt.

„Da könnt ihr alle kommen. Die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen finden dieses Jahr in Wattenscheid statt. Das ist inzwischen mein Heimstadion geworden.“ Ihre Wurzeln liegen jedoch weiterhin in Dorsten, wo ihre Karriere einst begann und wo ihr nach eigenen Worten bis heute viele Menschen die Daumen drücken.

Freude über die neue Anlage

Zum Abschluss sprach Christina Honsel auch über die neue Kunststoffbahn im Jahnstadion. Moderne Sportstätten seien wichtig, um junge Menschen für Bewegung und Leichtathletik zu begeistern. „Ich freue mich natürlich auch auf das neue Stadion“, sagte die Dorstenerin.

Mit der neuen Kunststoffbahn verfügt Dorsten künftig über eine moderne Anlage für Schulen, Vereine und den Leistungssport. Für Christina Honsel bleibt sie zugleich ein Ort der Erinnerung an die ersten Schritte ihrer erfolgreichen Karriere.

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