Mit einem Musikvideo, prominenter Unterstützung und rund 50 Ausstellern hat die Volkshochschule Dorsten am Samstag ihren ersten Nachhaltigkeitstag gefeiert. Grundlage des Tages waren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und schnell wurde klar: Hier geht es um weit mehr als „nur“ Klima- und Umweltschutz.
Punkt 11 Uhr eröffnete der Bürgermeister gemeinsam mit der VHS den Aktionstag. Gleich zu Beginn stand der Nachwuchs im Mittelpunkt: Dorstener Kinder präsentierten das Musikvideo „Future’s in our hands“, das sie in den Herbstferien produziert hatten – inklusive Gesang und choreografiertem Tanz zum Thema Nachhaltigkeit.

„Das war eine ganz tolle Eröffnung“, berichtet VHS-Leiter Carsten Feldhoff. „Das Musikvideo mit Gesang und Tanz zum Thema Nachhaltigkeit kam sehr gut an.“

Ein besonderes Highlight war am Nachmittag die erneute Vorstellung des Videos. Mit der Unterstützung von Michael Langer, der bis 2024 im Tor des FC Schalke 04 stand. Er sprach über „Nachhaltigkeit untereinander“ also darüber, wie wichtig ein respektvoller, wertschätzender Umgang im Alltag ist. Als Dank für den Einsatz der Kinder gab es Geschenke in den Vereinsfarben Blau und Weiß.
Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz
Im Mittelpunkt des Tages standen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN-Charta. Feldhoff ist wichtig, deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit viele Facetten hat:

„Grundlage des Nachhaltigkeitstages sind die 17 Nachhaltigkeitsziele aus der Charta der Vereinten Nationen“, erklärt er. „Und Nachhaltigkeit ist halt mehr als Umweltschutz oder Klimaschutz, da fallen ganz, ganz viele Sachen rein.“
Dazu gehören etwa hochwertige Bildung, Gesundheit oder soziale Gerechtigkeit. „Diese 17 Nachhaltigkeitsziele versuchen wir hier abzubilden oder mit den verschiedenen Akteuren zu veranschaulichen“, so Feldhoff. Als sichtbaren roten Faden hat die VHS große Kartons mit Bildmotiven der einzelnen Ziele im gesamten Haus platziert. „Dass man an jedem Stand sieht: Wie ordnet man das ein? Das ist so der rote Faden, diese 17 Ziele.“
50 Aussteller auf drei Ebenen
Im und rund um das VHS-Gebäude präsentierten sich etwa 50 Aussteller Vereine, Institutionen, Initiativen, Ehrenamtliche. Auf allen drei Ebenen gab es Stände, Infopoints und Mitmachaktionen.

„Wir haben auf allen drei Ebenen Aussteller und Mitmachaktionen, viel für Kinder“, sagt Feldhoff. Dazu zählten unter anderem Experimentierstände der „Physikanten“, ein Repair-Café, Upcycling-Ideen und Möbelprojekte. „Also eine extrem große Bandbreite“, fasst der VHS-Leiter zusammen.
Besonders freut ihn, dass „die ganzen Aktionen auch so für die Kinder und Familien gut angenommen wurden“. Für viele Besucherinnen und Besucher galt: Es war tatsächlich „für jeden was dabei“.
Wie aus einem Prüfauftrag ein Nachhaltigkeitstag wurde
Dass es den Dorstener Nachhaltigkeitstag überhaupt gibt, hat seinen Ursprung in einem internen Qualitätstestierungsverfahren der Volkshochschule. Alle vier Jahre wird die VHS geprüft und zertifiziert – und muss dafür auch Entwicklungsziele festlegen.
„In diesem Zusammenhang definieren wir ein Entwicklungsziel“, erläutert Feldhoff. „Da haben wir gesagt: Wir stecken uns das Entwicklungsziel Nachhaltigkeit. Da wollen wir mehr machen, selber nachhaltiger werden, uns vernetzen, Kooperationen und andere Bildungsformate erschließen, um Nachhaltigkeit mit und für die Dorstener Bürgerinnen zu machen.“

Aus diesem Entwicklungsziel heraus entstand die Idee, einen eigenen Nachhaltigkeitstag zu veranstalten mit den 17 Zielen als inhaltlicher Grundlage.
Große Leistung „on top“ zum VHS-Alltag
Organisatorisch stemmt die VHS den Nachhaltigkeitstag zusätzlich zum regulären Programm. „Wir machen nach dem Samstag eine Auswertung, ob wir das jedes Jahr machen oder alle zwei Jahre, das ist noch nicht raus“, sagt Feldhoff. Klar sei aber: „Das ist unheimlich aufwendig, weil wir das zusätzlich zu unserem VHS-Angebot machen.“

Fortsetzung des Nachhaltigkeitstag erwünscht
Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war nach Einschätzung der VHS-Leitung sehr positiv. Ob der Nachhaltigkeitstag künftig jährlich oder im Zweijahresrhythmus stattfindet, wird die VHS in den kommenden Wochen auswerten. Für Feldhoff steht jedoch schon jetzt fest: Der erste Dorstener Nachhaltigkeitstag hat gezeigt, wie lebendig und vielfältig Nachhaltigkeit vor Ort sein kann und wie viel sich bewegen lässt, wenn Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen.































































