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Dorstener Nachhaltigkeitstag: VHS macht die 17 Ziele der UN erlebbar

Mit einem Musikvideo, prominenter Unterstützung und rund 50 Ausstellern hat die Volkshochschule Dorsten am Samstag ihren ersten Nachhaltigkeitstag gefeiert. Grundlage des Tages waren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und schnell wurde klar: Hier geht es um weit mehr als „nur“ Klima- und Umweltschutz.

Punkt 11 Uhr eröffnete der Bürgermeister gemeinsam mit der VHS den Aktionstag. Gleich zu Beginn stand der Nachwuchs im Mittelpunkt: Dorstener Kinder präsentierten das Musikvideo „Future’s in our hands“, das sie in den Herbstferien produziert hatten – inklusive Gesang und choreografiertem Tanz zum Thema Nachhaltigkeit.

Foto: Alexander Fichtner

„Das war eine ganz tolle Eröffnung“, berichtet VHS-Leiter Carsten Feldhoff. „Das Musikvideo mit Gesang und Tanz zum Thema Nachhaltigkeit kam sehr gut an.“

Foto: Alexander Fichtner

Ein besonderes Highlight war am Nachmittag die erneute Vorstellung des Videos. Mit der Unterstützung von Michael Langer, der bis 2024 im Tor des FC Schalke 04 stand. Er sprach über „Nachhaltigkeit untereinander“ also darüber, wie wichtig ein respektvoller, wertschätzender Umgang im Alltag ist. Als Dank für den Einsatz der Kinder gab es Geschenke in den Vereinsfarben Blau und Weiß.

Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz

Im Mittelpunkt des Tages standen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN-Charta. Feldhoff ist wichtig, deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit viele Facetten hat:

Foto: Alexander Fichtner

„Grundlage des Nachhaltigkeitstages sind die 17 Nachhaltigkeitsziele aus der Charta der Vereinten Nationen“, erklärt er. „Und Nachhaltigkeit ist halt mehr als Umweltschutz oder Klimaschutz, da fallen ganz, ganz viele Sachen rein.“

Dazu gehören etwa hochwertige Bildung, Gesundheit oder soziale Gerechtigkeit. „Diese 17 Nachhaltigkeitsziele versuchen wir hier abzubilden oder mit den verschiedenen Akteuren zu veranschaulichen“, so Feldhoff. Als sichtbaren roten Faden hat die VHS große Kartons mit Bildmotiven der einzelnen Ziele im gesamten Haus platziert. „Dass man an jedem Stand sieht: Wie ordnet man das ein? Das ist so der rote Faden, diese 17 Ziele.“

50 Aussteller auf drei Ebenen

Im und rund um das VHS-Gebäude präsentierten sich etwa 50 Aussteller Vereine, Institutionen, Initiativen, Ehrenamtliche. Auf allen drei Ebenen gab es Stände, Infopoints und Mitmachaktionen.

Foto: Alexander Fichtner

„Wir haben auf allen drei Ebenen Aussteller und Mitmachaktionen, viel für Kinder“, sagt Feldhoff. Dazu zählten unter anderem Experimentierstände der „Physikanten“, ein Repair-Café, Upcycling-Ideen und Möbelprojekte. „Also eine extrem große Bandbreite“, fasst der VHS-Leiter zusammen.

Besonders freut ihn, dass „die ganzen Aktionen auch so für die Kinder und Familien gut angenommen wurden“. Für viele Besucherinnen und Besucher galt: Es war tatsächlich „für jeden was dabei“.

Wie aus einem Prüfauftrag ein Nachhaltigkeitstag wurde

Dass es den Dorstener Nachhaltigkeitstag überhaupt gibt, hat seinen Ursprung in einem internen Qualitätstestierungsverfahren der Volkshochschule. Alle vier Jahre wird die VHS geprüft und zertifiziert – und muss dafür auch Entwicklungsziele festlegen.

„In diesem Zusammenhang definieren wir ein Entwicklungsziel“, erläutert Feldhoff. „Da haben wir gesagt: Wir stecken uns das Entwicklungsziel Nachhaltigkeit. Da wollen wir mehr machen, selber nachhaltiger werden, uns vernetzen, Kooperationen und andere Bildungsformate erschließen, um Nachhaltigkeit mit und für die Dorstener Bürgerinnen zu machen.“

Foto: Alexander Fichtner

Aus diesem Entwicklungsziel heraus entstand die Idee, einen eigenen Nachhaltigkeitstag zu veranstalten mit den 17 Zielen als inhaltlicher Grundlage.

Große Leistung „on top“ zum VHS-Alltag

Organisatorisch stemmt die VHS den Nachhaltigkeitstag zusätzlich zum regulären Programm. „Wir machen nach dem Samstag eine Auswertung, ob wir das jedes Jahr machen oder alle zwei Jahre, das ist noch nicht raus“, sagt Feldhoff. Klar sei aber: „Das ist unheimlich aufwendig, weil wir das zusätzlich zu unserem VHS-Angebot machen.“

Foto: Alexander Fichtner

Fortsetzung des Nachhaltigkeitstag erwünscht

Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war nach Einschätzung der VHS-Leitung sehr positiv. Ob der Nachhaltigkeitstag künftig jährlich oder im Zweijahresrhythmus stattfindet, wird die VHS in den kommenden Wochen auswerten. Für Feldhoff steht jedoch schon jetzt fest: Der erste Dorstener Nachhaltigkeitstag hat gezeigt, wie lebendig und vielfältig Nachhaltigkeit vor Ort sein kann und wie viel sich bewegen lässt, wenn Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen.

Ehrenmal Wulfen – 100 Jahre für Frieden und Demokratie

Gegen 10:45 Uhr formierten sich am Wappenbaum die Abordnungen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Wulfen, der Vereine, der Politik und der Bundeswehr. In stiller, vom Regen gedämpfter Atmosphäre zog der Zug hinüber zum Wulfener Ehrenmal jenem Ort, der vor genau 100 Jahren errichtet wurde, um an die Gefallenen im Kriege zu gedenken.

Den Auftakt der zentralen Dorstener Gedenkfeier bildete am Sonntag der Gottesdienst in der St.-Matthäus-Kirche. Pater Shajan feierte um 9.30 Uhr mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen eindrucksvollen Wortgottesdienst, in dem es um Verlust, Verantwortung und die Frage ging, was jeder Einzelne heute zum Frieden beitragen kann.

Wie zur Trauer bestellt regnete es, und das Wetter war grau.
Doch gerade dieses Novembergrau schien an diesem Volkstrauertag in Wulfen zu unterstreichen, worum es ging: erinnern, mahnen und den Blick nach vorn richten.

Aufmarsch am Ehrenmal. Foto: Alexander Fichtner

Begleitet von der Blasmusik Wulfen erreichte der Zug den Gedenkort, an dem in diesem Jahr nicht nur zurückgeblickt, sondern auch ein deutliches Signal für Gegenwart und Zukunft gesetzt werden sollte.

Erinnerung an eine brüchige Friedensordnung

Am Ehrenmal begrüßte der 1. Vorsitzende des Bürgerschützenvereins, Michael Diekert, die Anwesenden. Er erinnerte daran, dass dieses Monument seit einem Jahrhundert davon zeugt, wie schnell Frieden zerbrechen kann und wie teuer die Menschheit Fehler der Vergangenheit bezahlt hat. Aus Geschichte zu lernen, so der Tenor, bedeute, nicht dieselben Irrwege noch einmal zu gehen.

1. Vorsitzende des Bürgerschützenvereins, Michael Diekert. Foto: Alexander Fichtner

Einen historisch-politischen Rückblick steuerte die Geschichtsgruppe des Heimatvereins Wulfen bei. Max Schürmann machte deutlich, dass gefährliche Entwicklungen oft schleichend beginnen. Die Botschaft: Wer solche Tendenzen ignoriert, riskiert, dass sich die Spirale von Hass und Gewalt erneut in Gang setzt.

Max Schürmann vom Heimatverein Wulfen. Foto: Alexander Fichtner

Junge Stimmen: „Heldsein“ neu gedacht

Für einen besonderen Moment sorgten Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule, die sich anlässlich des 100-jährigen Jubiläums intensiv mit dem Ehrenmal beschäftigt hatten. In einer Art Poetryslam Beitrag unter dem Titel „Heldsein = Menschsein!“ brachten sie ihre Gedanken zu Erinnerung und Verantwortung auf die Bühne.

Schüler der Montessori-Schule Foto: Alexander Fichtner

Nicht von oben herrab, sondern ehrlich in junger Sprache war ihr Auftritt. Sie stellten die Frage, was „Heldentum“ heute bedeuten kann. Nicht im Kampf mit der Waffe, sondern im Eintreten für Menschenrechte, in Zivilcourage, im Aufstehen gegen Mobbing, Ausgrenzung und Hass im Alltag. Das berührte viele der Anwesenden sichtbar ein moderner, nachdenklicher Blick auf eine Gedenkkultur, die sich wandelt.

„Tag der stillen Trauer – und der lauten Mahnung“

Die offizielle Gedenkansprache hielt Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er machte deutlich, dass der Volkstrauertag längst kein Tag der Heldenverehrung mehr sei. Vielmehr sei er ein stiller Trauertag und zugleich eine deutliche Warnung in die Gegenwart.

Bürgermeister Tobias Stockhoff Foto: Alexander Fichtner

Stockhoff erinnerte daran, dass heute nicht nur der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege gedacht werde, sondern aller Opfer von Krieg, Terror, Diktatur und Gewalt bis hin zu aktuellen Konflikten weltweit. Gedenken sei kein Selbstzweck, betonte er, sondern ein klarer Auftrag.

Foto: Alexander Fichtner

Der Volkstrauertag, so der Bürgermeister, fordere dazu auf, sich aktiv für Menschlichkeit und Frieden einzusetzen – im persönlichen Umfeld ebenso wie im politischen Raum.

Gebet, Kränze, Musik am Ehrenmal

Nach der Ansprache folgte ein Gebet von Pater Shajan, in dem die Namenlosen in den Blick genommen wurden. Die im Bombenhagel starben, die Vermissten, die Zivilisten in besetzten Gebieten, die Opfer von Verfolgung und Hass.

Pater Shajan Foto: Alexander Fichtner

Im Anschluss legten Wulfens Schützenkönig Theo Rößmann, Bürgermeister Tobias Stockhoff und Vertreter der Bundeswehr Kränze am Ehrenmal nieder.

Oberstleutnant Thomas Vellmer bei der Kranzniederlegung. Foto: Alexander Fichtner

Die Musik intonierte zum Abschluss noch einmal ein getragenes Stück und Michael Diekert mit einem kurzen Schlusswort dankte den Mitwirkenden, den Gästen, aber auch allen, die das Ehrenmal in den letzten Jahren gepflegt und restauriert haben. Das Monument, sagte er, sei längst mehr als ein historischer Stein: ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt und Hetze, für Zusammenhalt und Frieden.

Vom Ehrenmal in den Dialog: Vorstellung des Kunstprojekts „DAFÜR“

Nach der Zeremonie fanden viele der Teilnehmenden den Weg ins Heimathaus Wulfen. Dort begann ein zweiter, zukunftsgerichteter Teil dieses Volkstrauertages. Die Vorstellung eines geplanten Kunstwerks, das das Ehrenmal ab 2026 ergänzen soll.

Bereits im Januar 2025 hatten sich Vertreter der Stadt Dorsten einschließlich des Denkmalschutzes, des Bürgerschützenvereins, des Heimatvereins und der Kirchengemeinde St. Matthäus zusammengesetzt. Ziel war es, den Gedenkort behutsam zu erweitern. Nicht mit einem weiteren trauernden Symbol, sondern mit einem ermutigenden Zeichen für das, was Gewalt und Krieg verhindern kann.

Vertreter der Geschichtsgruppe Heimatverein Wulfen. Foto: Alexander Fichtner

Der Dorstener Bildhauer Rainer Kühn entwickelte aus dieser Grundlage einen Entwurf mit dem Arbeitstitel „DAFÜR“. Sein Modell wird nun im Heimathaus ausgestellt und von der Geschichtsgruppe des Heimatvereins begleitet und zur Diskussion gestellt. Ein Modell was von vielen Betrachtern als nicht treffend empfunden wird. Ohne Bezug zu Wulfen und zum vorhandenen Denkmal.

Sechs Stelen für die Werte des Friedens

Kühn versucht an das bestehende Ehrenmal anzuknüpfen. Sechs Steinstelen sollen den Platz ergänzen. Sie stehen sinnbildlich für das Heute während das ursprüngliche Ehrenmal die Vergangenheit verkörpert.

Das stark diskutierte Modell. Foto: Alexander Fichtner

Auf den Stelen beziehungsweise in ihrer Gestaltung sollen Werte sichtbar werden. Kleine, zusätzliche Steine und Strukturen deuten unterschiedliche Wege an, wie diese Werte im Alltag Gestalt annehmen können.

Ein Gedenkort, der weitergeht

Die Beteiligten verfolgen das Ziel, das Kunstwerk im Jahr 2026 am Wulfener Ehrenmal zu realisieren. Dann würde der Platz noch stärker das widerspiegeln, was sich bereits an diesem Volkstrauertag andeutete: Gedenken als lebendiger Prozess. Kein stummer Stein, sondern ein Ort, an dem Trauer, Mahnung und Hoffnung zusammenkommen.

Reinemachen vor Volkstrauertag: Wulfener Vereine bereiten Park und Ehrenmal vor

Am Samstag herrschte rund um den Wappenbaumpark und das Ehrenmal in Wulfen reger Betrieb. Der Wulfener Wappenbaum Verein und der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen hatten zur traditionellen Reinigungsaktion eingeladen. Ausgestattet mit Rechen, Besen und Handschuhen machten sich die Ehrenamtlichen daran, Parkanlage und Ehrenmal gründlich von Laub und Unrat zu befreien.

Schon seit vielen Jahren ist die gemeinsame Säuberungsaktion fest im Kalender der beiden Vereine verankert. Jeweils im Frühjahr und Herbst wird gemeinsam angepackt, getreu dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende“. Neben der großen Zahl freiwilliger Helfer sorgten auch schweres Gerät wie Traktoren, Hoflader, Laubbläser und weitere Maschinen dafür, dass die Arbeiten zügig vorankamen.

Wulfen Wappenbaum Ehrenmal Saubermachen 2025
Mit schwerem Gerät ging die Arbeit gut von der Hand. Foto: Borgwardt

In diesem Jahr nutzten die Helfer die Gelegenheit, um direkt eine größere Maßnahme am Ehrenmal umzusetzen. Die Wege rund um das historische Denkmal, das genau vor 100 Jahren errichtet wurde, wurden komplett erneuert. Mit Kies, Bagger und Rüttelplatte verpassten die Helfer den Zugängen eine frische, feste Oberfläche. Pünktlich zum heutigen Volkstrauertag, an dem sich zahlreiche Besucher am Ehrenmal einfinden werden.

Wulfen Wappenbaum Ehrenmal Saubermachen 2025
Das Herbstlaub wurde eifrig eingesammelt. Foto: Borgwardt

„Die Unterstützung war überwältigend“, freute sich Reiner Schulze-Tenberge, Vorsitzender des Wulfener Wappenbaum Vereins. Auch beim Schützenverein war die Stimmung bestens. Die Mitglieder blicken nicht nur auf den heutigen Gedenktag, sondern auch auf das laufende Jubiläumsjahr, in dem das Ehrenmal seinen 100. Geburtstag feiert.

Wulfen Wappenbaum Ehrenmal Saubermachen 2025
Die ehrenamtliche Arbeit kann offenbar auch Spaß machen. Foto: Borgwardt

Heute richtet der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen zudem die zentrale Gedenkfeier der Stadt Dorsten aus. Ein besonderer Anlass, auf den sich alle Beteiligten dank der gemeinsamen Vorbereitungsaktion bestens eingestimmt fühlen.

#164 Glosse von Anke – Hoch lebe das Ehrenamt

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Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Lebendiger November

Mitte November, 6.45 Uhr – „Plopp“ schnellen beide Augenlider hoch und der Denkapparat beginnt zu sortieren: Aufstehen, Duschen, Fertigmachen, kurzes Frühstück. Heute mal keine Lokalnachrichten zum Kaffee, da ich vor Arbeitsbeginn noch Einkäufe machen muss. Habe nämlich erst 11 von 24 Adventsgeschenkchen zusammen, die auf die Reise geschickt werden müssen. Wie lange dauert eigentlich eine Paketzustellung nach Baden-Württemberg? Na, drei Tage vor dem 1. Dezember sollte ich den Überraschungs-Kalender schon auf den Weg geben.

Volles Programm

In der Mittagspause schnell zur Physio-Therapie der operierten Schulter und abends dann zur Vorbereitungssitzung der Weihnachtslesung im Baumhaus. Ist schon ausverkauft. Haben zusätzlich eine zweite Lesung ins Programm genommen. Auch schon ausverkauft. Aber vorher gibt`s ja noch das Abschiedskonzert von Liederjan. Oh – da muss ich unbedingt noch die Presseankündigung für rausschicken. Hoch lebe das Ehrenamt!

Plätzchenbacken am Sonntag

Wann war jetzt noch mal die Weihnachtsfeier mit Kollegen – vor oder nach dem Kursleitertreffen? „Pling“ meldet mein Smartphone eine neue WhatsApp Nachricht: „Herzliche Einladung zum gemütlichen Adventsglühen in der kommenden Woche!“ Freue mich, hatte aber für diesen Tag schon beim „gemütlichen Feuerzauber in Düsseldorf“ zugesagt. „Vergiss nicht unser Plätzchenbacken am Sonntag“, erinnert Freundin Birgit. Und mein Schwesterlein fragt an: „Sollen wir morgen mal über den Weihnachtsmarkt schlendern?“

Kurz vor Mitternacht knipse ich meine Nachttischlampe aus, schließe meine müden Augenlider. Und bevor mich ein bleierner Tiefschlaf ins Reich der Träume entführt, durchzuckt mich ein letzter Gedanke: Wer zum Teufel hat eigentlich behauptet, dass der November ein stiller Totenmonat ist?

Winterzauber Dorsten: 80er-Party bringt die Altstadt in Bewegung

Dorstener Winterzauber 2025: Das sind die besten Fotos der 80er Party mit DJ Hermann

Winterzauber Dorsten | DJ Hermann rockte die Altstadt
Foto: Christian Haug

Auch in der zweiten Woche des Dorstener Winterzaubers füllte sich die Altstadt mit hunderten Partygängern. Die feierliche Stimmung wurde so richtig im Festzelt entfacht, wo DJ Hermann ein energiegeladenes 80er Jahre Set performte.

80ziger-Party beim Winterzauber in Dorsten
Foto: Christian Haug

Auch vor dem Zelt und am Glühweinstand versammelten sich viele Dorstener, um gemeinsam in die Nacht zu feiern. Am Samstag geht es dann mit dem nächsten Jahrzehnt weiter. DJ Miguel legt die bekanntesten Hits der 90er Jahre auf. Auch in der zweiten Woche zeigt der Dorstener Winterzauber, dass es ein riesiges kulturelles Event und eins der Highlights der Wintersaison ist.

SV Lembeck veröffentlicht Ablaufplan für das große Heimspiel in der VELTINS-Arena

Nach dem Sieg bei der Aktion „Veltins – Dein Heimspiel“ und der großen Freude über den bevorstehenden Auftritt in der VELTINS-Arena hat der SV Lembeck nun die organisatorischen Details für den Spieltag bekannt gegeben.

Der Verein informiert mit einem umfassenden Ablaufplan über Anreise, Einlass und besondere Angebote für Fans.

Eintritt und Stadionorganisation

Der Eintritt in die Arena ist kostenlos. Die Stadiontore öffnen um 12.30 Uhr. Der Anstoß des Spiels gegen den VfL Senden erfolgt um 14.00 Uhr. Die Blöcke D1 und D2 stehen für die Lembecker Anhänger bereit. Sollte der Andrang größer sein als erwartet, wird der Sitzplatzbereich erweitert.

Im Anschluss an die Partie wird eine Pressekonferenz stattfinden. Diese wird live auf dem Videowürfel in der Arena übertragen und ist somit auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion sichtbar. Das Stadion schließt etwa 45 bis 60 Minuten nach dem Spielende. Es gilt die reguläre Stadionordnung des FC Schalke 04.

Anreise mit dem eigenen Fahrzeug

Für Fans, die mit dem Auto anreisen, steht der Parkplatz P1 kostenlos zur Verfügung. Personen mit Beeinträchtigungen dürfen über den Arenaring bis in die Nähe der Eingänge fahren. Dafür muss das Kennzeichen des entsprechenden Fahrzeugs bis zum 24. November 2025 an die Adresse [email protected]
gemeldet werden.

Anreise mit den Fanbussen

Viele Anhänger werden sich mit den speziell organisierten Fanbussen auf den Weg machen. Für diese Busse steht der Parkplatz P6 bereit. Die Abfahrt erfolgt voraussichtlich um 11.30 Uhr. Der genaue Abfahrtsort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Getränke für die Fahrt können vor Ort erworben werden. Weitere Informationen dazu folgen in der Woche vor dem Spiel.

Die Rückfahrt beginnt etwa eineinhalb Stunden nach dem Abpfiff. Nach der Ankunft in Lembeck stehen verschiedene Anlaufpunkte für den gemeinsamen Ausklang bereit. Dazu gehört unter anderem Biene’s Clubheim, das geöffnet haben wird. Auch Köster’s Bierstuben lädt ein und veranstaltet an diesem Tag die Auslosung des Eisstockmasters sowie Treffpunkte für den Schützenverein.

Die Anmeldung für die Fanbusse ist weiterhin möglich. Der Preis beträgt 15 Euro pro Person. Die Überweisung erfolgt an Martin Rekers. Die IBAN lautet: DE79 4006 9709 0003 3873 01.

Alternativ steht ein PayPal-Pool zur Verfügung. Der Anmeldeschluss ist der 24. November 2025. Bei der Zahlung soll die Anzahl der Mitfahrenden sowie die Namen angegeben werden.

Ein besonderer Tag für die gesamte Gemeinschaft

Der SV Lembeck bittet um frühzeitige Anreise und weist darauf hin, dass Kinder unter 16 Jahren nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person eingelassen werden. Pyrotechnik bleibt wie üblich verboten.

Mit der Veröffentlichung des Ablaufplans steigt die Vorfreude im Dorf weiter. Viele Fans haben den großen Tag fest eingeplant und bereiten sich auf ein außergewöhnliches Fußballerlebnis vor. Für den SV Lembeck wird der 29. November zu einem der bedeutendsten Tage der Vereinsgeschichte.

Die Reise ihres Lebens? Jutta Richta auf dem Weg nach Seoul

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„Bisher habe ich 30 Jahre lang mit meinem Mann in Europa gecampt“, erzählt mir Jutta Richta. „Geflogen bin ich bisher nie, aber das wird sich 2028 ändern. Dann fliege ich mit meiner Tochter Britta sowie meiner Enkelin Svea in die Republik Südkorea.“

Seit ihr Mann 2016 verstorben ist, verbringt die Barkenbergerin gerne ihren Urlaub bei der Familie in Bayern oder genießt die unmittelbare Umgebung zu Hause. Warum traf sie jetzt diese große Entscheidung, mit drei Generationen auf Fernreise zu gehen? „Netflix war schuld“, sagt Jutta augenzwinkernd. Ich wurde neugierig auf dieses ostasiatische Land, als ich bei Netflix zufällig auf eine koreanische Serie stieß. Ich habe den Inhalt durch die Untertitel verstanden und ich fand die einzelnen Folgen einfach nur toll: keine Gewalt, ein höflicher Umgang miteinander, keine übertriebenen Liebesszenen und ausschließlich gutaussehende, sehr sympathische Schauspieler.“

Die Serie spiegelt sehr gut die Realität wider. Koreaner vermeiden den zu engen Umgang in der Öffentlichkeit miteinander, selbst direkter Blickkontakt gilt als unhöflich. Ihnen wird Bescheidenheit nachgesagt, zudem legen sie viel Wert auf Höflichkeit, Respekt gegenüber Älteren und auf gepflegte Kleidung. Nach wenigen Folgen kannte Jutta bereits einige koreanische Worte. „Dennoch bin ich noch ganz am Anfang“, berichtet sie. „Aber ich mache Tag für Tag Fortschritte.“

Jutta Richta bereitet sich intensiv auf ihre große Reise vor. Foto: Christian Sklenak

Ihr Interesse an diesem Land stieg weiter an, aber Jutta war schon klar, dass sie mit den Sätzen „Möchten Sie einen Kaffee mit mir trinken?“ oder „Ich liebe dich“, im Urlaub nicht weit kommen würde. Also nahm sich die 69-Jährige vor, die Sprache so weit zu lernen, dass sie in Korea gut zurechtkommen würde. Eine Sprach-App hilft ihr dabei, die Worte zu lernen und sie richtig auszusprechen. Koreaner schreiben wie wir von links nach rechts, aber teilweise auch noch von oben nach unten. Ansonsten ist der Schnittpunkt mit der deutschen Schreibweise gleich null. Auch lassen sich einzelne Worte nicht mit viel Fantasie ableiten, wenn Sie Englisch oder Französisch sprechen. „Koreanisch hat dafür viel Ähnlichkeit mit Latein, aber das spreche ich nicht. Auch die Betonung ist wichtig. Sprichst du ein Wort aus der Kehle, dann hat es eine andere Bedeutung, als wenn es aus dem Mund kommt“, weiß Jutta.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Wörter nicht aus einzelnen Buchstaben zusammengesetzt werden, sondern bestimmte Zeichen stehen für die einzelnen Wörter. Aber vielleicht sehen unsere Wörter für Koreaner auch aus wie einzelne Zeichen. Wer weiß das schon?

Offen für kulinarische Experimente in Korea

Nur die Sprache bis zum Flug zu können, das ist Jutta zu wenig. „Ich möchte auch die traditionelle koreanische Küche kennenlernen. Und daher lade ich meine gesamte Familie zu mir zum koreanischen Grillen ein.“ Die Landesküche ist vielfältig, gesund und scharf. Auf dem Speiseplan steht viel Fleisch, wobei dann das ganze Tier auch mit Eingeweiden und Füßen verwertet wird. Ansonsten gibt es Reis, Suppen, Fisch, Gemüse, vor allem Kimschi, und auch Algen. „Ich werde alles probieren, bis auf Eingeweide“, hat sich Jutta vorgenommen. „Auch Insekten?“, frage ich sie. Jutta verneint vehement, aber vielleicht wird sie vor Ort ja doch noch die gedämpften Seidenraupen probieren. Ansonsten sollte sie sich die koreanische Bezeichnung „Beondegi“ merken. Kleiner Tipp von mir: Auch „Nureongi“ sollte ganz oben auf deiner Liste der zu lernenden Worte stehen. Denn hierbei handelt es sich um den speziell gezüchteten Koreanischen Speisehund.

Bekannte bestärkten sie in ihrem Vorhaben nach Südostasien zu fliegen: „Koreaner sind extrem gastfreundlich und herzlich, der Aufenthalt wird euch gefallen und ihr werdet euch dort wohl, aber auch sicher fühlen.“ Ob es Juttas Reise ihres Lebens wird, das weiß sie jetzt noch nicht. Aber bereits jetzt steht fest, dass die Neugier auf etwas Neues nicht vom Alter abhängt.

Jugendhäuser in Dorsten im Fokus: Kreative Social Media-Reihe gestartet

Mit der neuen Social Media-Reihe „Jugendhäuser in Dorsten – dein Treffpunkt, dein Raum, deine Stadt!“ bringt die Jugendförderung Dorsten die vielfältige Arbeit der Jugendhäuser direkt in die digitale Öffentlichkeit. Vom 9. November bis zum 22. Dezember geben verschiedene Einrichtungen spannende Einblicke in ihre Projekte, offenen Treffangebote und kreativen Aktionen – kompakt und visuell ansprechend aufbereitet.

Die Reihe wurde über mehrere Monate vorbereitet. Jedes Jugendhaus hatte die Möglichkeit, sich mit Antworten auf gezielte Fragen individuell vorzustellen. Ziel ist es, jungen Menschen in wenigen Sekunden einen informativen Überblick zu bieten.

  • Was: Social Media-Reihe „Jugendhäuser in Dorsten – dein Treffpunkt, dein Raum, deine Stadt!“
  • Wann: 9. November bis 22. Dezember 2025 (KW 46–51)
  • Wo: Auf den Social Media-Kanälen der Jugendförderung Dorsten
  • Wer: Jugendhäuser aus Dorsten
  • Ziel: Einblicke in Angebote und Projekte der Jugendhäuser, kurz und kreativ aufbereitet

Kreativ, authentisch und direkt aus der Praxis

Die Clips zeigen den Alltag in den Jugendhäusern: Von Chill-Out-Bereichen über sportliche und kreative Aktivitäten bis hin zu spannenden Projekten. Die Inhalte sind speziell auf Social Media zugeschnitten – schnell, prägnant und abwechslungsreich. So soll sichtbar gemacht werden, was die Jugendhäuser leisten und welche Möglichkeiten sie Jugendlichen bieten.

Die Jugendförderung Dorsten setzt mit der Reihe auf eine niedrigschwellige Ansprache und kreative Sichtbarkeit im digitalen Raum. Der regelmäßige Blick auf die Kanäle lohnt sich – jede Woche geht ein neuer Beitrag online.

Jetzt mehr erfahren

Die Social Media-Reihe läuft noch bis zum 22. Dezember. Alle Inhalte finden sich auf dem Instagramkanal der Jugendförderung Dorsten.

Junge Malerei zwischen Tradition und Aufbruch

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst-Leopold bereitet sich die Tisa von der Schulenburg-Stiftung auf einen besonderen Besuch vor: Vom 15. November 2025 bis zum 8. Februar 2026 ist hier die aktuelle Ausgabe der Ausstellungsreihe „MALEREI“ der Kunstakademie Münster zu sehen. Unter dem Titel „MALEREI 25“ zeigen fünf Studierende, wie vielfältig und widerspenstig das Medium Malerei heute auftreten kann.

Eine Ausstellungsreihe mit langer Atem

Die Reihe „MALEREI“ existiert seit 2004 und wird seitdem kontinuierlich fortgeführt. Jedes Jahr werden Positionen aus der Malerei der Kunstakademie Münster präsentiert allerdings ganz bewusst nicht in Münster selbst. Stattdessen wandert das Projekt durch Westfalen und ist in wechselnden Ausstellungshäusern zu Gast.

Möglich wird dies durch die Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der die Reihe gemeinsam mit der LWL-Kulturstiftung fördert. So verbindet das Projekt künstlerische Nachwuchsförderung mit regionaler Kulturpolitik.

Dr. Ferdinand Ullrich beim Aufbau. Foto: Alexander Fichtner

Malerei zwischen Tradition und Gegenwart

„Wir sind jedes Jahr aufs Neue überrascht, welche Möglichkeiten dieses traditionelle Medium noch bietet“, sagt Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, einer der künstlerischen Leiter des Projekts und Berater der Tisa-Stiftung. „Das Progressive und das Traditionelle kommen hier zusammen junge Positionen im alten Medium Malerei. Die totgesagte Malerei ist längst wieder lebendig.“

Die Ausstellung will Malerei als ein Medium zeigen, das sich ständig selbst hinterfragt und erneuert, ohne seine Relevanz einzubüßen. Angesichts rasant wachsender Möglichkeiten in digitalen und medialen Künsten behauptet die Malerei ihren eigenen Raum, öffnet sich aber zugleich dem Dialog mit der Gegenwart. Aus dieser Reibung entstehen neue Perspektiven: Malerei bleibt Malerei – und sucht doch unablässig nach neuen Bildern von Welt.

Kunst in die Fläche – Praxis statt geschütztem Raum

Dass die jungen Künstler:innen nicht im gewohnten Rahmen der Akademie, sondern in regionalen Institutionen ausstellen, ist Programm. „Es geht darum, aus dem geschützten Raum der Akademie in die Realität zu gehen“, betont Ullrich. „Und zwar nicht in beliebige Räume, sondern in Häuser, die sich mit Kunst- und Kulturvermittlung auskennen – wie die Tisa-Stiftung in Dorsten.“

Der Aufbau. Foto: Alexander Fichtner

So wird das Projekt zugleich zu einem Ausbildungsfeld für echte Ausstellungspraxis und zu einem Beitrag zur kulturellen Versorgung der Region. Kunst soll nicht nur in Düsseldorf und in den großen Zentren stattfinden, sondern auch in Städten wie Dorsten sichtbar sein.

Fünf künstlerische Positionen statt vier

In diesem Jahr fiel die Entscheidung der Jury auf fünf Positionen statt der üblichen vier. Ausgewählt wurden:

  • Felix Abbe
  • Merle Biesel
  • Pauline Diercks
  • Leona Egelkamp
  • Ronja Eiselt

Die Jury bestand aus Prof. Dr. Erich Franz und Prof. Dr. Ferdinand Ullrich (Kunstakademie Münster), der Geschäftsführerin der LWL-Kulturstiftung, Dr. Friederike Maßling, sowie der Geschäftsführerin der Tisa-Stiftung, Josefine Jordan. Ausschlaggebend war, wie es heißt, das außergewöhnlich hohe künstlerische Niveau der Bewerbungen.

Foto: Alexander Fichtner

Die Bilder „vertragen sich“, wie es im Gespräch vor Ort formuliert wurde, ohne eine gemeinsame Richtung zu behaupten. Genau diese Spannweite unterschiedlicher Ansätze macht den Charakter der Ausstellung aus.

Eigenständige Wege statt vorgegebener Aufgaben

Die Arbeitsweise an der Kunstakademie Münster begünstigt eigenständige künstlerische Positionen. „Es gibt keine Aufgaben“, sagt Prof. Dr. Erich Franz. „Die Studierenden bekommen nicht den Auftrag, eine bestimmte Komposition zu malen. Sie müssen sich selbst überlegen, was sie tun.“

Tisa Stiftung. Foto:Alexander Fichtner

Das macht das Studium anspruchsvoll, gerade heute, da künstlerische Vorbilder allgegenwärtig und historische Positionen jederzeit abrufbar sind. „Es ist sehr schwierig, nicht nur nachzuahmen, sondern einen eigenen Weg zu finden“, so Franz. In der aktuellen Ausstellung sei das gelungen: „Das ist keine Kunst wie Gerhard Richter oder wie Günther Uecker es sind tatsächlich eigene Wege.“

Bei der Auswahl der Werke achtet die Jury darauf, dass Originalität nicht mit bloßer Effekthascherei verwechselt wird. „Uns interessiert, wo eine wirklich originäre, eigene Geschichte sichtbar wird“, betont Ullrich. Handwerkliche Brillanz allein sei nicht entscheidend: „Das ist der Unterschied zwischen Kunstfertigkeit und Kunst.“

Zwischen Figur und Abstraktion

In der Ausstellung zeigt sich, wie offen Malerei heute gedacht werden kann. Sie ist hier weder reine Abbildung der Wirklichkeit noch reine Abstraktion. Figuren tauchen auf, ohne sich eindeutig zuordnen zu lassen; Räume wirken zunächst vertraut und kippen doch in Linien, Flächen und Bewegungen.

Foto: Alexander Fichtner

Ein Bild scheint etwa eine Straße zu zeigen und zugleich ein Geflecht aus kurvigen Linien, die eher von Bewegungen im Raum erzählen als von einem konkreten Ort. Kategorien wie „gegenständlich“ und „abstrakt“ geraten ins Rutschen.

„Es gibt an jedem Werk ein Auf und Ab zwischen Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit“, beschreibt Franz. „Das sind Bilder, die nicht nur täuschend etwas nachahmen wollen, sondern uns zum Denken zwingen.“ Für die Lehrenden liegt darin auch ein persönlicher Gewinn: „Wir lernen hier selbst viel dazu.“

Eröffnung, Artisttalk und Katalog

Die Ausstellung „MALEREI 25“ wird am
Samstag, 15. November 2025, um 17:00 Uhr
in der Tisa von der Schulenburg-Stiftung
Fürst-Leopold-Allee 65, 46284 Dorsten
eröffnet.

Begrüßungsworte sprechen:

  • Josefine Jordan, Geschäftsführerin der Tisa-Stiftung
  • Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des LWL und Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung

Eine Einführung in die Ausstellung geben:

  • Prof. Dr. Erich Franz, Kunstakademie Münster
  • Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, Kunstakademie Münster, künstlerischer Berater der Tisa-Stiftung

Ein weiterer Höhepunkt ist der Artisttalk mit Katalogvorstellung am
07. Dezember 2025, um 15:00 Uhr.
Dort haben Besucher:innen Gelegenheit, die Künstler:innen persönlich zu treffen, Fragen zu stellen und im Gespräch weitere Einblicke in die ausgestellten Werke zu erhalten.

Öffnungszeiten und Anmeldung

Die Ausstellung ist vom 15. November 2025 bis einschließlich 08. Februar 2026 geöffnet:

Donnerstag, Samstag, Sonntag: 11:00–17:00 Uhr

Darüber hinaus sind individuelle Besuche, Führungen und Termine nach Absprache möglich.

Zur Eröffnung und zum Artisttalk wird um vorherige Anmeldung per E-Mail gebeten:
[email protected]

Ölmalerei zwischen Natur und Mensch: Ausstellung von Heidrun Buer im Rathaus

Die Räume des Bürgermeisterbüros im Dorstener Rathaus werden erneut zur Galerie. Seit kurzem sind dort Ölmalereien der Künstlerin Heidrun Buer zu sehen. Die Künstlerin, die 26 Jahre in Dorsten gelebt hat und heute in Haltern am See arbeitet, widmet sich in ihrer aktuellen Werkreihe einem Thema, das sie seit langem fasziniert: den Netzwerken der Natur und ihren Parallelen zu menschlichen Beziehungen.

Der Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist stets der Blick nach oben, in die Kronen hoher Bäume. Auf Spaziergängen fotografiert Buer die Formationen von Ästen und Zweigen. Aus diesen Beobachtungen entwickelt sie Kompositionen, die sich über Wochen hinweg auf der Leinwand entfalten.

„Mich muss die Struktur eines Baumes ansprechen“, sagt die Künstlerin. Im Malprozess entstehe dann etwas Eigenständiges, das über die ursprüngliche Naturstudie hinausgehe. Ihre Motive können sich umschlingen, stützen oder bedrängen. Alles entsteht in einem freien und spontanen Arbeitsfluss.

Natürliche Netzwerke mit menschlicher Tiefe

Buers Gemälde wirken erstaunlich menschlich. Die ineinandergreifenden Äste erinnern an soziale Gefüge, die Schutz bieten oder Spannung erzeugen. Nähe, Struktur, Kraft und Verwundbarkeit treten in einen künstlerischen Dialog. Die ausschließliche Verwendung von Ölfarben verleiht ihren Werken besondere Tiefe, Wärme und Ruhe.

Heidrun Buer malt seit ihrer Kindheit. Sie studierte Freie Kunst an der Freien Akademie der Bildenden Künste Essen und schloss ihr Studium 2013 mit Auszeichnung ab. Dort wurde sie zur Meisterschülerin ernannt. Bereits zuvor hatte sie an der Kunstschule Zürich studiert.

Positive Resonanz im Rathaus

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigt sich beeindruckt. Er betont, die Bilder lüden dazu ein, länger hinzusehen und Strukturen zu entdecken, die sich erst allmählich offenbaren. Sie erzählten von Verbindung, Halt und Wachstum und passten daher sehr gut in die Räumlichkeiten des Rathauses. Ein Werk, auf das er direkt von seinem Schreibtisch aus blickt, treffe mit seinen warmen Farbtönen besonders die aktuelle Jahreszeit. Auch von Besuchern habe er bereits sehr positive Rückmeldungen erhalten.

Verbunden mit der Dorstener Kunstszene

Heidrun Buer ist Mitglied im Dorstener Kunstverein sowie im Verein Virtuell-Visuell. Auf Einladung von Mechthild Deeken-Jatzkowski, der stellvertretenden Vorsitzenden des Dorstener Kunstvereins, zeigt sie nun ihre Arbeiten im Bürgermeisterbüro. Ihr Atelier befindet sich in Haltern am See. Derzeit zieht sie in neue Räume in der Innenstadt, Römerstraße 22a. Weitere Informationen sind auf ihrer Website zu finden.

Teil einer gelebten Tradition

Die Ausstellungen im Bürgermeisterbüro sind Teil einer langjährigen Tradition. Immer wieder präsentieren Mitglieder der beiden Dorstener Kunstvereine ihre Werke im Rathaus. Der Wechsel erfolgt in der Regel halbjährlich und bietet regelmäßig neue Einblicke in die Kunstszene der Region.

Die Ausstellung von Heidrun Buer ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.

Wulfen: Seniorin fällt auf Schockanruf herein – Bargeld und Schmuck weg

In Dorsten-Wulfen ist am Donnerstagabend eine Seniorin Opfer eines telefonischen Betrugs (sogenannter „Schockanruf“) geworden. Nach Angaben der Polizei Recklinghausen erhielt die Frau gegen 17.30 Uhr einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Am Telefon befand sich zunächst ein unbekannter Mann, der vorgab, ihr Schwager zu sein und von einem schlimmen Ereignis berichtete.

Kurz darauf übernahm eine weitere männliche Person das Gespräch und stellte sich als Polizist vor. Er erklärte der Seniorin, ihr Schwager sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Um eine angeblich notwendige Kaution in Höhe von 27.000 Euro zu bezahlen, müsse sie umgehend Bargeld bereithalten. Im weiteren Verlauf behaupteten die Täter, auch andere Familienangehörige hätten bereits Geld übergeben.

Seniorin unter Druck gesetzt

Die Betrüger setzten die Seniorin unter Druck und ließen zusätzlich eine unbekannte Frau sprechen, die gezielt nach vorhandenem Bargeld fragte. Ein weiterer männlicher Anrufer gab sich zudem als Richter aus, um die Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

Gegen 18.30 Uhr erschien dann ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Seniorin. Er stellte sich als „Herr Nowak“ vor und nahm sowohl Bargeld als auch eine Schmuckkassette entgegen. Der entstandene Schaden liegt im vierstelligen Bereich. Der Abholer war etwa 1,90 Meter groß und trug einen dunklen Pullover sowie eine dunkle Jeans.

Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0800 2361 111.

Masche Schockanruf – Das rät die Polizei

Da Schockanrufe und der sogenannte Enkeltrick keine Einzelfälle sind, appelliert die Polizei an die Bevölkerung, solche Vorfälle im Familien- und Freundeskreis zu thematisieren. Zudem gibt sie wichtige Präventionstipps: Unbekannten Personen sollten keine Auskünfte über Vermögen oder sensible Daten erteilt werden. Telefonate mit zweifelhaften Inhalten sollen sofort beendet werden. Angehörige sollten im Zweifel direkt kontaktiert werden und unbekannten Personen sollte die Tür nicht geöffnet werden. Bei verdächtigen Wahrnehmungen empfiehlt die Polizei, umgehend den Notruf zu wählen.

Nikolaus-Stiefelsuche in Dorsten: Beliebte Aktion lädt Kinder zum Mitmachen ein

Auch in diesem Jahr heißt es in Dorsten wieder: Stiefel putzen, abgeben und am Nikolaustag prall gefüllt wiederfinden. Die Interessensgemeinschaft Sag Ja! zu Dorsten organisiert gemeinsam mit der Stadtagentur Dorsten die traditionelle Stiefelsuche, an der sich zahlreiche Geschäfte der Innenstadt beteiligen.

In den vergangenen Jahren sorgte die Stiefelsuche für leuchtende Kinderaugen – und auch 2025 dürfen sich junge Dorstenerinnen und Dorstener auf kleine Überraschungen freuen. Die Idee dabei ist einfach: Zwischen dem 24. und 29. November 2024 können Kinder ihre geputzten Stiefel bei der Stadtagentur in der Lippestraße 41 abgeben. Jedes Kind erhält dazu einen Nummernabschnitt, der unbedingt aufbewahrt werden muss. Darüber hinaus werden Name und Telefonnummer erfasst, damit die Zuordnung reibungslos funktioniert.

Nikolausstiefelaktion-2021-Dorsten
Gefüllte Stiefel. Foto: Archiv

Am 6. Dezember 2025, pünktlich zum Nikolaustag, beginnt dann die große Suche: Die gefüllten Stiefel werden in den teilnehmenden Geschäften der Dorstener Innenstadt versteckt. Erkennbar sind diese an Plakaten in den Schaufenstern. Neben den Überraschungen, die der Nikolaus selbst beisteuert, legen die jeweiligen Geschäfte zudem noch eine zusätzliche Kleinigkeit oben drauf.

Öffnungszeiten der Stadtagentur zur Stiefelabgabe:

  • 24.11.2025: 9–18 Uhr
  • 25.11.2025: 9–17 Uhr
  • 26.11.2025: 9–17 Uhr
  • 27.11.2025: 9–18 Uhr
  • 28.11.2025: 9–13 Uhr
  • 29.11.2025: 11–14 Uhr

Die Organisatoren freuen sich auf viele teilnehmende Kinder – und auf ein Dorsten, das am Nikolaustag wieder voller spannender Entdeckungen steckt.

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