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Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026: Mega-Foto beim Krönungsball

Das neue Königspaar in Holsterhausen-Dorf steht fest. Nach dem 182. Schuss holte Heinz Flesch den Vogel von der Stange. Zusammen mit seiner Königin Andrea Kortmann stellt er den Holsterhausener Thron. Die Schützen hatten am Montagabend die Chance, den neuen Adel entsprechend zu feiern. Dabei entstand ein riesiges Foto mitsamt Thron und Schützen.

Das Foto entstand aus einer Challenge, die an den neuen Schützenkönig Heinz Flesch gestellt wurde. Dieser sollte innerhalb von fünf Minuten so viele Menschen wie möglich zum Schützenthron locken. Niemand hat damit gerechnet, dass sich über 100 Holsterhausener um das neue Königspaar versammeln. Die Stimmung war den ganzen Abend lang auf einem Hoch, die Herzschlag Partyband machte den Live-Soundtrack.

Am Dienstag ging das Schützenfest für Holsterhausen offiziell mit dem traditionellen Runkelschießen zu Ende. Dabei schießen die Schützen nicht mit Gewehren, sondern versuchen mit einer Steinschleuder die Runkelrübe zu treffen. Wer sie herunterholt, wird Runkelkönig. Den Bericht zum Runkelschießen in Holsterhausen-Dorf gibt es hier. Alle Beiträge bündelt der Überblick Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026; die Dorstener Saison steht im Hub Schützenfeste Dorsten 2026.

Das sind unsere Fotos aus dem Festzelt:

Repair-Café Dorsten erweitert seine Terminplanung

Das Repair-Café Dorsten im soziokulturellen Zentrum „Das LEO“ in Hervest bleibt auch weiterhin eine wichtige Anlaufstelle für Bürger, die defekte Alltagsgegenstände nicht sofort wegwerfen möchten. Seit Jahren engagieren sich die ehrenamtlichen Helfer dafür, Elektrogeräte, kleinere Haushaltsgeräte, Fahrräder oder auch kleinere Näharbeiten wieder instand zu setzen und damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Müllvermeidung zu leisten.

Nun wurden die Öffnungszeiten beziehungsweise die zukünftigen Termine angepasst. Die Organisatoren bitten darum, die neuen Zeiten zu beachten, damit Besucher ihre Reparaturen entsprechend planen können.

Termine künftig an ausgewählten Freitagen

Ab sofort findet das Repair-Café an ausgewählten Freitagen jeweils von 14 bis 18 Uhr statt. Die nächsten Termine sind am 12. Juni, 11. September, 9. Oktober, 13. November sowie am 11. Dezember.

Das Angebot richtet sich weiterhin an alle Dorstener, die defekte Geräte oder kleinere beschädigte Gegenstände mitbringen möchten, um diese gemeinsam mit den ehrenamtlichen Fachleuten zu reparieren. Oft können schon kleine Handgriffe oder Ersatzteile dafür sorgen, dass Geräte weiter genutzt werden können und nicht im Müll landen.

Nachhaltigkeit und Ehrenamt im Mittelpunkt

Das Repair-Café steht seit Jahren für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement. Während der Reparaturen haben Besucher zudem die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.Und den Helfern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Viele Bürger nutzen das Angebot regelmäßig und schätzen besonders die persönliche und unkomplizierte Hilfe vor Ort.

Die Verantwortlichen hoffen, dass die neuen Termine weiterhin gut angenommen werden. Und freuen sich auch künftig auf zahlreiche Besucher im „LEO“ in Hervest.

Kita Am Stuvenberg reist mit den Schlaufüchsen durchs Weltall

Die Vorschulkinder der Kita Am Stuvenberg in Rhade sind zwei Wochen lang ins Weltall eingetaucht. Beim Projekt rund um Sonnensystem, Sterne und Planeten wurde die Turnhalle zum Forschungszentrum.

Wie heiß ist die Sonne? Wie entstehen Krater auf dem Mond? Und warum ist der Mars rot? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich die „Schlaufüchse“ der städtischen Kita Am Stuvenberg beschäftigt.

Turnhalle wird zum Forschungszentrum

Gemeinsam mit den Erzieherinnen Bettina Becker und Jessica Menne verwandelten die Kinder die Turnhalle in ein galaktisches Forschungszentrum. Sie bastelten Planetenmodelle, gestalteten Sternzeichen mit Leuchtsternen und stellten Größenverhältnisse im Weltall spielerisch dar.

Außerdem erforschten die Kinder die Eigenschaften einzelner Planeten. Dabei ging es um Farben, Größen, Oberflächen und Atmosphären. Mit besonderem Interesse lernten sie, warum der Mars als roter Planet bezeichnet wird und dass Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems ist.

„Der Jupiter ist so riesig, da passen ganz viele Erden rein!“, erklärte ein fachkundiger „Schlaufuchs“.

Ausflug zur Sternwarte

Ein Höhepunkt des Projekts war der Ausflug zur Westfälischen Sternwarte in Recklinghausen. Dort konnten die Kinder das Weltall in der großen Kuppel erleben. Unter Anleitung eines Experten lernten sie unter anderem, wie man den Polarstern findet und welche Geschichten hinter verschiedenen Sternbildern stehen.

Weltraumausstellung für die Eltern

Zum Abschluss präsentierten die Vorschulkinder ihren Eltern die gesammelten Eindrücke und selbst gestalteten Kunstwerke. In einer kleinen Weltraumausstellung führten sie die Erwachsenen durch ihre Reise ins All und erklärten, warum die Erde besondere Lebensbedingungen bietet.

Falscher Bankmitarbeiter in Dorsten: Senior übergibt Bargeld und Bankkarte

Mit der Betrugsmasche „falscher Bankmitarbeiter“ haben unbekannte Täter am Freitag (22. Mai) einen Senior in Dorsten um Bargeld und seine Bankkarte gebracht. Die Polizei sucht nun Zeugen, die in der Altstadt verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Der Vorfall ereignete sich gegen Mittag.

Nach Angaben der Polizei erhielt der Dorstener am Freitagmittag einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter seiner Bank. Der Unbekannte behauptete, ein Bankautomat habe Falschgeld ausgegeben. Außerdem habe es einen versuchten Zugriff auf das Konto des Seniors gegeben.

Der angebliche Bankmitarbeiter erklärte dem Mann weiter, Bargeld und Bankkarte müssten deshalb vorsorglich abgeholt werden. Kurze Zeit später erschien ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift des Seniors. Auch er gab sich als Mitarbeiter der Bank aus. Der Senior übergab dem Abholer Bargeld und seine Bankkarte.

Betrug fiel nach Anruf bei der Bank auf

Erst nachdem der Dorstener selbst Kontakt zu seiner Bank aufgenommen hatte, wurde der Betrug erkannt. Anschließend informierte er die Polizei.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • Anfang 20 Jahre alt
  • etwa 1,70 Meter groß
  • schwarze Haare
  • normale Statur

Polizei sucht Zeugen in der Dorstener Altstadt

Die Polizei bittet Zeugen, die am Freitag gegen 12.30 Uhr in der Altstadt verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem Betrug geben können, sich zu melden.

Das Hinweistelefon lautet: 0800 2361 111.

Claudia Schnitzler zeigt Kunst aus Alltagsmaterialien im Rathaus

Im Bürgermeisterbüro des Dorstener Rathauses sind neue Werke von Claudia Schnitzler zu sehen. Die Dorstener Künstlerin arbeitet mit Alltagsmaterialien und stellt Fragen zu Nachhaltigkeit, Konsum und Ressourcen.

Die Räume des Bürgermeisterbüros bieten erneut Platz für Kunst. Seit kurzem zeigt Claudia Schnitzler dort eine Ausstellung, in der vertraute Materialien aus dem Alltag eine neue Bedeutung bekommen.

Kunst aus Netzen, Folien und Kartons

Im Mittelpunkt steht unter anderem die Werkreihe „Netzkultur“. Die Idee dazu entstand beim Einkaufen, wie die Künstlerin berichtet: „Mir ist aufgefallen, wie viele unterschiedliche Netze für Lebensmittelverpackungen genutzt werden.“ Aus diesen Materialien entwickelt sie groß- und kleinformatige Kunstwerke, die neue Perspektiven auf gewöhnliche Gegenstände eröffnen.

„Mich interessiert, was hinter den Dingen steckt, die uns täglich begegnen“, sagt Claudia Schnitzler. „DIN-Normen, EU-Richtlinien, Hygienevorschriften oder Transportwege prägen unseren Alltag oft unbemerkt mit. Mit meinen Arbeiten möchte ich Fragen stellen: Was ist zu viel? Was ist ausreichend? Und wie können wir bewusster mit Ressourcen umgehen?“

Neben Kunststoffnetzen verarbeitet Schnitzler auch Kassettenbänder, Rettungsdecken, Folien, Kartons und weitere Restmaterialien. Aus Struktur, Form und Stabilität dieser Materialien entstehen Raum- und Wandobjekte.

Fotografien mit Bezug zum Bahnhof

Auch Fotografie gehört zum künstlerischen Schaffen von Claudia Schnitzler. Im Besprechungsraum des Bürgermeisterbüros sind daher zusätzlich Fotografien auf Wabenkarton zu sehen, die einen Bezug zum alten Dorstener Bahnhof haben.

Bürgermeister Tobias Stockhoff sagt: „Die Arbeiten von Claudia Schnitzler regen dazu an, den Blick auf alltägliche Dinge zu verändern. Aus Materialien, die sonst oft achtlos entsorgt werden, entstehen Kunstwerke mit einer starken Aussage. Besonders spannend finde ich, wie sie Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenbewusstsein auf kreative und zugleich leicht zugängliche Weise vermittelt.“

Teil der regionalen Kunstszene

Claudia Schnitzler lebt seit 2007 in Dorsten und ist seit vielen Jahren Teil der regionalen Kunstszene. Sie engagiert sich im Kunstverein VirtuellVisuell e. V., ist Mitinitiatorin der franz* Kultur-Mitte Dorsten und kuratiert regelmäßig Ausstellungen und Kunstprojekte.

Nach ihrem Studium der Geographie absolvierte sie von 2012 bis 2015 ein Basisstudium der Bildhauerei in der Bildhauerhalle Bonn. Ihre Arbeiten waren bereits in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in der Region und darüber hinaus zu sehen.

Die Ausstellung im Bürgermeisterbüro ist Teil einer langjährigen Tradition. Regelmäßig stellen Mitglieder des Dorstener Kunstvereins oder des Vereins VirtuellVisuell ihre Werke im Rathaus aus. Die Ausstellungen wechseln in der Regel halbjährlich.

Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026: Heinz Flesch ist neuer Schützenkönig

Beim Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 fiel am Pfingstmontag kurz nach 15 Uhr die Entscheidung an der Vogelstange. Heinz Flesch holte den Vogel mit dem 182. Schuss von der Stange und regiert nun mit Königin Andrea Kortmann.

Beim Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 ist die Entscheidung gefallen: Heinz Flesch hat am Pfingstmontag den Vogel von der Stange geholt und ist neuer Schützenkönig des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Holsterhausen-Dorf. Mit dem 182. Schuss setzte er kurz nach 15 Uhr den entscheidenden Treffer. Zur Königin nahm er Andrea Kortmann.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Video: Vogelschießen beim Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026. Anzeige / unterstützt durch die Sparkasse Vest Recklinghausen.

Auf dem Festplatz an der Vogelstange wurde es bei hochsommerlichen Temperaturen noch einmal richtig spannend. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und rund 30 Grad verfolgten viele Schützen, Familien, Nachbarn und Gäste das Vogelschießen. Einige Besucher hatten sogar eigene Sonnenschirme mitgebracht, um sich vor der kräftigen Pfingstsonne zu schützen. Immer wieder brandete Applaus auf, wenn sich ein weiteres Stück vom Vogel löste. Am Ende war es Heinz Flesch, der den entscheidenden Moment erwischte.

Details in Kürze

Der Vogel fiel kurz nach 15 Uhr von der Stange.

Neuer Schützenkönig ist Heinz Flesch
Königin ist Andrea Kortmann
Der Königsschuss fiel mit dem 182. Schuss
Das Vogelschießen fand bei rund 30 Grad, blauem Himmel und bestem Pfingstwetter statt
Königsanwärter waren Matthias Kruse, Hauptmann der 2. Kompanie, und Heinz Flesch
Linker Flügel: Sebastian Spengler
Rechter Flügel: Sören Vogt
Reichsapfel und Krone: André Bootz
Zepter: Andreas Künsken
Entscheidung bei hochsommerlicher Hitze

Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026
Das neue Königspaar: Heinz Flesch und Andrea Kortmann. Foto: Petra Bosse

Der Pfingstmontag zeigte sich beim Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 von seiner schönsten, aber auch heißesten Seite. Über dem Festplatz spannte sich ein nahezu wolkenloser blauer Himmel, die Sonne brannte bei rund 30 Grad auf die Vogelstange. Viele Gäste suchten Schatten am Rand des Platzes, andere stellten eigene Sonnenschirme auf oder stärkten sich mit kühlen Getränken.

Schützenfest Holsterhausen Dorf
Foto: Petra Bosse

Trotz der Hitze blieb die Konzentration beim Schießen hoch. Jeder Anwärter trat ruhig an die Vogelstange, legte an und nahm den Vogel genau ins Visier. Das Publikum verfolgte die Treffer aufmerksam, kommentierte sichtbare Veränderungen am Holz und rückte immer wieder näher zusammen, wenn sich die nächste spannende Phase abzeichnete.

Vogelstange Dorsten-Holsterhausen-Dorf Emmelkamp
Foto: Petra Bosse
Getränke Abel
Elektro Ambrozy

Zwei Anwärter liefern sich ein packendes Duell

Nachdem die Insignien gefallen waren, spitzte sich das Vogelschießen auf die Königswürde zu. Zwei Anwärter rückten besonders in den Mittelpunkt: Matthias Kruse, Hauptmann der 2. Kompanie, und Heinz Flesch. Während Flesch mit einem breitkrempigen Sonnenhut gegen die intensive Mittagssonne antrat, stand Kruse mit Gehörschutz an der Vogelstange. Beide blieben trotz Hitze und wachsender Spannung konzentriert.

Gegen die Hitze hatten die Besucher Sonnenschirme mitgebracht. Foto: Petra Bosse

Für Matthias Kruse hätte ein Sieg auch eine besondere familiäre Note gehabt: Vor 50 Jahren kamen Joachim Kruse und Ursula Janowitz als Königspaar auf den Thron. Doch am Ende war es Heinz Flesch, der sich in diesem packenden Duell durchsetzte.

Der Vogel erwies sich als zäher Gegner. Immer wieder trafen die Duellanten das Holz, doch am Ende schien sich der Vogel gegen jeden abgeschossenen Span zu wehren. Schuss um Schuss stieg die Spannung auf dem Festplatz. Die Offiziere feuerten die beiden Schützen mit Jubel an, das Publikum verfolgte jeden Treffer aufmerksam und kommentierte jede sichtbare Bewegung am Vogel.

Königsschießen Holsterhausen-Dorf-Königsanwärter
Foto: Petra Bosse
Tischlerei Thomas Görg
Hochstrat GbR
Bäckerei Imping

Nach knapp 160 Schuss war klar, wie eng das Duell geworden war. „Wird eine ganz knappe Kiste hier“, sagte der Sprecher. Doch der Vogel hielt weiter stand. Nach dem 180. Schuss wurde sogar noch einmal das Gewehr gewechselt. Der Sprecher bat um Ruhe, die Konzentration an der Vogelstange war in diesem Moment deutlich spürbar.

Kurz darauf fiel die Entscheidung: Heinz Flesch setzte kurz nach 15 Uhr mit dem 182. Schuss den entscheidenden Treffer und holte den letzten Rest des Vogels von der Stange.

Heinz Flesch - neuer König von Holsterhausen Dorf
Foto: Petra Bosse

Heinz Flesch holt den Vogel von der Stange

Als der Vogel schließlich fiel, war der Jubel auf dem Festplatz groß. Familie, Freunde, Schützenbrüder und Schützenschwestern gratulierten dem neuen König sofort. Gemeinsam mit Andrea Kortmann führt Heinz Flesch nun den Allgemeinen Bürgerschützenverein Holsterhausen-Dorf durch die kommende Regentschaft.

Mit dem Königsschuss fand das Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 seinen bisherigen Höhepunkt. Nach einem langen und packenden Duell stand fest: Holsterhausen-Dorf hat einen neuen Schützenkönig.

Insignien gingen an treffsichere Schützen

Bevor der Vogel endgültig fiel, sicherten sich mehrere Schützen die Insignien. Den linken Flügel holte Sebastian Spengler, der rechte Flügel ging an Sören Vogt. André Bootz bewies gleich doppelt Treffsicherheit und sicherte sich sowohl den Reichsapfel als auch die Krone. Das Zepter ging an Andreas Künsken.

Damit war der Vogel Stück für Stück gerupft, bevor sich das Schießen auf die Königswürde zuspitzte. Gerade diese Phase sorgte am Pfingstmontag noch einmal für besondere Spannung. Mit jedem Treffer rückte die Entscheidung näher, bis schließlich Heinz Flesch den Schlusspunkt setzte und als neuer Schützenkönig feststand.

Metallbau Schäpers
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Scheidendes Königspaar blickt emotional zurück

Für das bisherige Königspaar war der Pfingstmontag auch ein Abschiedstag. Noch einmal standen Guido Bunten und Melanie Schweder im Mittelpunkt, bevor die neuen Majestäten gefeiert wurden. Besonders der Throntanz am Vorabend hatte bei beiden bleibenden Eindruck hinterlassen.

Guido Bunten sprach von einem „absoluten Gänsehautmoment“. Gemeinsam mit den Menschen im Zelt zu stehen, angefeuert zu werden und den Rückhalt aus dem Dorf zu spüren, habe ihn tief bewegt. Auch der Auftritt auf der Bühne gegen Mitternacht sei noch einmal „eine richtige Supershow“ gewesen. Sein Fazit: „Emotion pur. Danke.“

Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026
Guido Bunten und Melanie Schweder nahmen ihren Abschied als Königspaar. Foto: Petra Bosse

Auch Melanie Schweder blickte bewegt auf den Abend zurück. Sie müsse „wirklich an den gestrigen Abend noch zurückdenken“, sagte sie. Es sei „eine wahnsinns Zeit“ gewesen, mit den Schützen, Nachbarn und Freunden. Der Rückhalt habe den Abend besonders gemacht. „Einfach eine absolut grandiose Zeit“, sagte sie.

Bestattungshaus Geismann
EP Schlagenwerth
Vogelstange-Königsschießen 2026 Holsterhausen-Dorf
Foto: Petra Bosse

Vom Regenschirm zur Sonnenbrille

Das Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 hatte schon vor dem eigentlichen Festwochenende für Gesprächsstoff gesorgt. Die Vorparade an Christi Himmelfahrt fand trotz durchwachsenen Wetters wie geplant statt. Viele Schützen nahmen es mit Humor und griffen eher zum Regenschirm als zum Holzgewehr.

Auch die Einweihung der 51. Dorstener Geschichtsstation konnte wie vorgesehen stattfinden. Sie erinnert an die lange Geschichte des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Holsterhausen-Dorf, von den historischen Anfängen über die Auflösung während der NS-Zeit und den Wiederaufbau bis zur 250-Jahr-Feier im Jahr 2024.

Zum Festwochenende wechselte dann die Stimmung. Schon der Auftakt am Samstagabend verlief bei lauem Sommerwetter. Am Pfingstmontag wurde daraus endgültig Hochsommer.

König Heinz Flesch und Bürgermeister Tobias Stockhoff-Schützenfest Holsterhausen Dorf
Foto: Petra Bosse
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Krönungsball und Runkelfest zum Abschluss

Nach der Proklamation durch Bürgermeister Tobias Stockhoff standen die neuen Majestäten im Mittelpunkt. Am späten Nachmittag folgte der Festumzug mit Parade. Am Abend wurde im Festzelt der Krönungsball gefeiert. Für Musik sorgte erneut die Herzschlag Partyband.

Das neue und das alte Königspaar bei der Proklamation. Foto: Petra Bosse

Ganz vorbei war das Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026 damit aber noch nicht. Am Dienstag folgte mit dem traditionellen Runkelfest der gesellige Abschluss der Festtage. Damit blieb Holsterhausen-Dorf noch einmal im Feiermodus, bevor das Fest endgültig ausklang.

Woltsche Brieskorn Wirtschaftsprüfer Steuerberater

Alle Berichte, Fotos und Termine bündelt der Überblick zum Schützenfest Holsterhausen-Dorf 2026. Weitere Dorstener Schützenfeste stehen im Saisonhub Schützenfeste Dorsten 2026.

A-Jugend der JSG Lembeck/Rhade/Deuten greift nach dem Aufstieg

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Die A-Junioren der JSG Lembeck/Rhade/Deuten stehen kurz vor einem möglichen Sprung in die Bezirksliga. Zwei Spieltage vor dem Saisonende führt die Mannschaft von Trainer Luca Händchen die A-Kreisliga an. Am Mittwochabend soll am Bahndamm der nächste Schritt folgen.

Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch entschieden ist noch nichts. Die A-Jugend der JSG Lembeck/Rhade/Deuten geht als Tabellenführer in die letzten beiden Partien der Saison. Mit 21 Punkten aus acht Spielen und einem Torverhältnis von 38:9 hat sich die Mannschaft eine starke Position erarbeitet. Nun soll sie diese auf der Zielgeraden bestätigen.

Am Mittwoch, 27. Mai 2026, steht das letzte Heimspiel der Saison auf dem Programm. Um 19.30 Uhr empfängt die JSG am Bahndamm in Deuten den VfL Ramsdorf. Die Gäste stehen aktuell am Tabellenende. Gerade deshalb warnt Trainer Luca Händchen davor, die Aufgabe zu leicht zu nehmen.

Trainer fordert volle Konzentration

Für Händchen und seine Mannschaft zählt in dieser Phase jeder Schritt. Der mögliche Aufstieg in die Bezirksliga ist greifbar nah, doch die Punkte müssen auf dem Platz geholt werden. Gegen Ramsdorf will die JSG mit Einsatz, Geduld und klarer Ordnung auftreten.

Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen eine gute Ausgangsposition verschafft. Jetzt kommt es darauf an, die Spannung hochzuhalten. Ein Sieg im letzten Heimspiel würde die JSG Lembeck/Rhade/Deuten dem großen Ziel wieder ein Stück näherbringen.

Unterstützung für die A-Jugend von den Rängen erwünscht

Auch die Kulisse soll am Mittwochabend eine Rolle spielen. Die Mannschaft hofft auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer an der Sportanlage in Deuten. Jugendleiter Martin Hohmann von Rot-Weiß Deuten wirbt für Unterstützung von den Rängen: Die A-Jugend stehe kurz vor einem besonderen Erfolg und könne auf dem Weg dorthin jede Anfeuerung gebrauchen.

Nach dem Heimspiel gegen Ramsdorf bleibt noch eine weitere Aufgabe. Das letzte Saisonspiel bestreitet die JSG am Samstag, 13. Juni, auswärts bei der JSG ETuS-Lippramsdorf. Bis dahin will das Team seine Spitzenposition behaupten und den möglichen Aufstieg aus eigener Kraft perfekt machen.

Bello Hundetag: Beliebte Hundemesse kehrt am 31. Mai nach Dorsten zurück

Leinen, Leckerlis, Beratung, Hundesport und viele Begegnungen: Am Sonntag, 31. Mai 2026, dreht sich im CreativQuartier Fürst Leopold wieder alles um Hunde. Von 10 bis 17 Uhr lädt Veranstalterin Anika Zinke von MesseCom Nord zum 5. Bello Hundetag nach Dorsten ein. Die Hundemesse hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Termin für Hundefreunde aus Dorsten und der Region entwickelt.

Mehr als 70 Aussteller, Vereine und Akteure werden erwartet. Das Angebot reicht von Hundezubehör, Leinen, Geschirren, Halsbändern und Hundebetten über Futter, Snacks und Pflegeprodukte bis hin zu Hundeschulen, Tierphysiotherapie, Tierfotografie, Versicherungen und Urlaub mit Hund. Auch handgemachte Accessoires, personalisierte Erinnerungsstücke und kreative Manufakturprodukte gehören zum Programm.

Viel zu entdecken für Mensch und Hund

Der Bello Hundetag ist mehr als eine Einkaufsmesse. Besucherinnen und Besucher können sich beraten lassen, neue Produkte testen, Kontakte knüpfen und zudem Ideen für den Alltag mit Hund mitnehmen. Wer nach einem passenden Geschirr sucht, sich für gesunde Ernährung interessiert oder Unterstützung bei Training, Pflege oder Beschäftigung sucht, findet an vielen Ständen direkte Ansprechpartner.

An den Ständen gibt es viel zu entdecken. Foto: Archiv / Leonie Schwanewilms

Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Auf der Aktionsfläche sind Vorführungen, Workshops und Mitmachangebote geplant. Dazu gehören unter anderem ein Hundewissensquiz, ein Hunde-Physio-Parcours, eine Hunde-Casting-Show, Rally Obedience und Dogdance. Damit gibt es über den Tag verteilt immer wieder Programmpunkte, bei denen Hunde nicht nur dabei sind, sondern im Mittelpunkt stehen.

Tierschutzvereine stellen ihre Arbeit vor

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Tierschutz. Verschiedene Vereine nutzen den Bello Hundetag, um ihre Arbeit vorzustellen und dabei mit Tierfreunden ins Gespräch zu kommen. Beim Programmpunkt „Unsere Vereine“ geht es um Hilfsprojekte, Adoption, Spenden und ehrenamtliches Engagement.

Für viele Besucher dürfte gerade dieser Teil interessant sein. Denn die Messe bietet nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch Einblicke in die Arbeit von Menschen, die sich täglich für Hunde in Not einsetzen. Wer helfen möchte, kann sich vor Ort informieren und direkt Kontakte knüpfen.

Auch kleine Hunde sind mit ihren Besitzern willkommen. Foto: Archiv / Leonie Schwanewilms

Soap-Star Bandit kommt nach Dorsten

Ein besonderer Programmpunkt ist der Besuch von „Bandit“. Der tierische Soap-Star aus „Unter uns“ kommt gemeinsam mit seiner Trainerin und seinem Frauchen Manuela nach Dorsten. Geplant sind ein Interview, Einblicke hinter die Kulissen und eine Fotoaktion. Für Serienfans und Hundefreunde dürfte dieser Auftritt daher zu den charmanten Höhepunkten des Tages gehören.

Fürst Leopold bietet Platz für die Hundemesse

Das CreativQuartier Fürst Leopold bietet mit seinen Innen- und Außenflächen einen passenden Rahmen für die Veranstaltung. Zwischen Kaue, Außengelände und Gastronomie können Besucher mit ihren Hunden entspannt durch die Messe gehen, Aktionen verfolgen und eine Pause einlegen.

Sozial verträgliche Hunde dürfen mitgebracht werden. Wichtig ist allerdings: Für Hunde muss der Impfpass mitgeführt und auf Verlangen vorgelegt werden.

Veranstaltungsinfos

Der 5. Bello Hundetag findet am Sonntag, 31. Mai 2026, von 10 bis 17 Uhr im CreativQuartier Fürst Leopold, Fürst-Leopold-Platz 1–8 in Dorsten, statt. Die Tageskarte kostet 7 Euro. Für Hunde werden 1,50 Euro fällig. Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

#190 Glosse von Anke: Ein Bundespräsident, zwei Kippas und jede Menge Etikette

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Was für ein Wochenstart! Als Gründungsmitglieder des Jüdischen Museums waren Christel und ich beim Dorsten-Besuch des Bundespräsidenten am vergangenen Montag zu seinem Etappen-Stopp ins Jüdische Museum geladen worden. So standen wir parat, falls Frank-Walter Steinmeier oder seine Gattin Elke Büdenbender aus authentischem Munde etwas über die Vorgeschichte und Museumsgründung zu hören wünschten.

Christel zeigte sich in der Wahl des passenden Dresscodes weitaus forscher als ich: „Der kann bestimmt die ewigen schwarzen und dunkelblauen Trauerklamotten um sich herum nicht mehr sehen“, mutmaßte sie. Deshalb hatte sie sich für ein elegantes Ensemble in harmonischen Rot- und Rosetönen entschieden, garniert mit einem bestechenden Zickzack-Design, das an das muntere Auf und Ab turbulenter Börsencharts erinnert. Dagegen schien ich in meinem Langweiler-Look „Dunkler Hosenanzug, helles Blüschen“ mit dem in der Vitrine ausgestellten königsblauen Thora-Mantels zu verschmelzen. Mein defensives Mode-Motto: „Nicht-cool-aber-damit-kann-man-nix-falsch-machen.“

Etwas Nervosität knisterte schon in der Luft, schließlich trifft man den 1. Mann im Staate nicht alle Tage. Und ehrlich gesagt hatte die vorherige Einweisung in das staatliche Protokoll uns nicht unbedingt entspannter gemacht. „Wie spricht man Frank-Walter eigentlich an? Und darf man ihm die Hand geben?“ Während ich mich fragte, welche Toilette ich in diesem Security-überwachten Gebäude noch benutzen durfte, suchte Christel fieberhaft nach einer unauffälligen Abstellmöglichkeit für ihre Handtasche. Denn die sollte bei der Begegnung auf keinen Fall um ihren Bauch baumeln – das wäre ja noch schöner!

So warteten wir zwangsgeduldig in der Dauerausstellung im ersten Stock. Als mein im unbequemen linken Halbschuh gefesselter kleine Zeh gerade schmerzhaft gegen seine Inhaftierung aufbegehrte, kam endlich Bewegung ins Erdgeschoss, wo sich die lokale Polit-Prominenz für den offiziellen Akt der Eintragung der Ehrengäste ins Goldene Buch der Stadt versammelt hatte. Applaus, Großes Hallo und angeregtes Stimmengewirr – jetzt konnte es sich nur noch um Minuten handeln, bis wir Frank-Walter und seine Ehefrau Elke erstmals live begegnen sollten.

Da waren wir gefragt

Und da kamen sie auch schon – offen, sympathisch und bürgernah defilierte das Paar an der wartenden Schlange vorbei, die mittlerweile stark angewachsen war. Jede verkrampfte Hand wurde geschüttelt, für jeden gab es einen freundlichen Gruß mit direktem Augenkontakt. Locker drauf, die beiden – das nennt man professionell! Interessiert verfolgten die Ehrengäste die Ausführungen der Vereinsvorsitzenden Elisabeth Cosanne-Schulte Huxel und bestaunten ausgewählte Exponate. Und dann wollten sie doch tatsächlich wissen, wie das hier alles angefangen hat. Da waren wir gefragt!

Kurz darauf verließ Frank-Walter das Museum – mit einem dicken und gelachten Danke für das originelle Gastgeschenk: eine ehrenamtlich gehäkelte Kippa in blau-weiß, verziert mit dem Emblem seines Lieblingsfußball-Vereins Schalke 04. Auf zur nächsten Etappe, ab in die Fahrrad-Rikscha, wo Werner Springer schon auf seinen berühmten „Beifahrer“ wartete.

Ach ja: Die Kippa für Ehefrau Elke, die sich als Fan von Borussia Dortmund geoutet hatte, wird selbstverständlich nachgeliefert. Aber jetzt erst mal: Schuhe aus und Beine hoch – mal runterkommen nach dieser Aufregung!

Big Band der Bundeswehr spielt erstmals in Dorsten

Dorsten feiert 775 Jahre Stadtgeschichte und bekommt dazu einen Konzertabend, wie ihn die Stadt in dieser Form noch nicht erlebt hat: Am Dienstag, 16. Juni 2026, kommt die Big Band der Bundeswehr erstmals nach Dorsten. Die Formation eröffnet den Dorstener Kultursommer auf der Frei- und Parkfläche im Lippetal. Beginn ist um 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Statt Tickets zu verkaufen, setzen die Veranstalter auf Spenden. Das Geld soll dem ehrenamtlichen Engagement in Dorsten zugutekommen. Damit passt der Abend in den Rahmen des Stadtjubiläums: Gefeiert wird nicht nur die Geschichte der Stadt, sondern auch das, was Dorsten heute trägt: Vereine, Initiativen, Helferinnen und Helfer.

„Wir freuen uns sehr auf dieses besondere Ereignis zum Stadtgeburtstag“, sagt Ralf Bröker, Sprecher der Vereinten Volksbank. Die Bank trägt gemeinsam mit der Stadt Dorsten den Kultursommer, übernimmt die technische Infrastruktur vor Ort und will auch selbst etwas zur Spendensumme für das Ehrenamt beitragen.

„Keine Marschmusik“

Wer bei Bundeswehr und Musik zuerst an Marschklänge denkt, wird an diesem Abend überrascht. Die Big Band der Bundeswehr steht nicht für Parademusik, sondern für Swing, Pop, Klassiker, moderne Unterhaltungsmusik und große Bühnenshow.

„Keine Marschmusik“, stellt Tourmanager Stabshauptmann Johannes M. Langendorf klar. Das Programm für Dorsten wird derzeit noch zusammengestellt. Fest steht aber: Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen Mix aus bekannten Klassikern und Popmusik freuen.

Big Band der Bundeswehr
Das Saxophon gehört zur Big Band einfach dazu. Foto: Peter Zylajew

„Wir sind die musikalische Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland“, erklärt Langendorf. Dieser Satz ist mehr als ein Werbespruch. Die Big Band reist regelmäßig durch Deutschland und ins Ausland, spielt bei offiziellen Anlässen, Benefizkonzerten, diplomatischen Empfängen und großen Open-Air-Abenden.

Helmut Schmidts Idee klingt bis heute nach

Die Geschichte der Big Band beginnt 1971 und damit in einer Zeit, in der auch die Bundeswehr neue Wege suchte. Der damalige Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt, später Bundeskanzler, stellte eine einfache Frage: Warum sollte es bei der Bundeswehr eigentlich nur Marschmusik geben?

Aus dieser Idee entstand ein Orchester, das moderne Unterhaltungsmusik in Uniform auf die Bühne brachte. Der erste Leiter Günter Noris formte aus dem damaligen „Schauorchester der Bundeswehr“ eine neue musikalische Einheit. Schon kurz nach der Gründung spielte die Band vor großem Publikum, unter anderem 1972 bei der Einweihung des Münchener Olympiastadions. Im selben Jahr erhielt sie ihren heutigen Namen: Big Band der Bundeswehr.

Heute zählt die Formation zu den bekanntesten Ensembles des Landes. Sie verbindet professionelle Präzision mit Show, Jazztradition mit Pop und Unterhaltung mit einem klaren Benefizgedanken.

Eine Bühne, die nicht auf den Marktplatz passte

Dass das Konzert im Lippetal stattfindet, hat einen einfachen Grund: Die Bühne ist zu groß für den Marktplatz. Die Organisatoren prüften mehrere mögliche Standorte, sogar der Segelflugplatz war im Gespräch. Am Ende fiel die Wahl auf die große Fläche im Lippetal.

„Wir kommen mit einem großen Tross“, beschreibt Langendorf die umfangreiche Logistik. Vier Sattelschlepper, ein Tourbus, rund 70 Personen, 25 Musikerinnen und Musiker sowie drei Sängerinnen und Sänger gehören zur Produktion. Die mobile Bühne misst 18 Meter in der Breite, zwölf Meter in der Tiefe und zehn Meter in der Höhe. Dazu kommen Licht, Ton, Technik und viel Material.

Big Band der Bundeswehr
Die Musiker vor ihrem Bühnenlaster. Foto: Andreas Bachmann

Für Dorsten bedeutet das: Aus dem Parkplatz im Lippetal wird für einen Abend eine große Konzertfläche. Erwartet werden rund 2.000 Besucherinnen und Besucher. Sitzplätze wird es nicht geben. „Es ist ein zweistündiges Stehkonzert“, so Langendorf. Stühle und Tische seien nicht vorgesehen.

Aufbau ab dem frühen Morgen

Der Aufwand hinter dem Konzert ist enorm. Während das Publikum erst am Abend kommt, beginnt der Arbeitstag der Crew bereits am frühen Morgen. „Um 7.15 Uhr geht es los“, berichtete Langendorf. Bis etwa 16 Uhr soll die Bühne stehen. Danach folgt der Soundcheck, der bis gegen 18 Uhr geplant ist. Anschließend isst die Band gemeinsam, bevor um 20 Uhr das Konzert beginnt.

Nach dem letzten Ton ist die Arbeit noch lange nicht vorbei. Dann wird abgebaut, verladen und gesichert. Langendorf rechnet damit, dass die Crew bis tief in die Nacht beschäftigt sein wird.

Zur Show gehören nicht nur die Musikerinnen und Musiker. Die Big Band bringt eine aufwendige technische Produktion mit. Moderne Licht- und Tontechnik, Kameras, Mikrofone und eine große LED-Wand sorgen dafür, dass der Abend nicht nur musikalisch, sondern auch optisch wirken soll.

Berufsmusiker in Uniform

Die Big Band der Bundeswehr ist keine gewöhnliche Kapelle. Die Musikerinnen und Musiker sind ausgebildete Berufsmusiker und zugleich Berufssoldaten. Viele von ihnen haben an renommierten Musikhochschulen studiert. Innerhalb der deutschen Musiklandschaft gehört die Formation zu einem kleinen Kreis: Laut Langendorf ist sie eine von nur fünf professionellen Big Bands in Deutschland.

Big Band der Bundeswehr
Foto: Andreas Bachmann

„Handverlesen“ nennt der Tourmanager die Besetzung. Wer auf dieser Bühne steht, beherrscht sein Instrument auf höchstem Niveau. Das merkt man auch daran, mit wem die Big Band in den vergangenen Jahren gearbeitet hat. In ihrer Geschichte standen unter anderem Till Brönner, Max Mutzke, Tom Gaebel, Dee Dee Bridgewater, Curtis Stigers und Heinz Rudolf Kunze mit ihr auf der Bühne.

Langendorf kennt diese Welt seit Jahren. Seit rund zehn Jahren organisiert er Auftritte der Big Band, prüft Standorte, plant Abläufe und begleitet die Formation auf Tour. Derzeit führen ihn Termine unter anderem häufiger nach Washington. Dort spielt die Big Band im Umfeld des US-Jubiläums am 4. Juli gemeinsam mit der Big Band der US Air Force.

Warum Open Air besonders reizvoll ist

Gerade die Freiluftsaison hat für Langendorf ihren eigenen Reiz. In Konzertsälen sei das Publikum meist gezielt gekommen. Draußen entstehe oft eine andere Dynamik. Menschen blieben stehen, hörten zu, ließen sich überraschen. „Da entsteht eine besondere Energie zwischen Publikum und Bühne“, beschreibt er den Reiz solcher Abende.

Diese Energie könnte auch im Lippetal entstehen. Die Fläche liegt nah an der Altstadt, bietet Platz und ist offen genug für ein großes Publikum. Der Kommunale Servicebetrieb Dorsten hatte die Frei- und Parkfläche zuletzt saniert, begradigt und gewalzt. Die Arbeiten waren früher fertig als geplant und erfolgten auch mit Blick auf das Konzert am 16. Juni.

Damit ist der Platz für einen der größten musikalischen Programmpunkte im Jubiläumsjahr vorbereitet.

Spenden für das Ehrenamt in Dorsten

Ein zentrales Merkmal der Big Band ist ihr Benefizgedanke. Die Musikerinnen und Musiker treten ohne Gage auf. Seit der Gründung flossen die Erlöse ihrer Konzerte in soziale und gemeinnützige Zwecke. Nach Angaben der Big Band sind inzwischen weit über 20 Millionen Euro zusammengekommen.

Big Band der Bundeswehr
Konzert auf der großen Bühne. Foto: Peter Zylajew

In Dorsten soll das Ehrenamt profitieren. Die Besucher zahlen keinen Eintritt, werden aber um Spenden gebeten. Für Ralf Bröker passt genau das zum Charakter des Abends. Die Vereinte Volksbank wolle nicht nur die technische Umsetzung ermöglichen, sondern auch dazu beitragen, dass am Ende etwas für die Menschen übrig bleibt, die sich in Dorsten engagieren.

So wird das Konzert mehr als ein musikalischer Höhepunkt. Es verbindet Unterhaltung, Stadtjubiläum und Gemeinsinn.

Auftakt für den Dorstener Kultursommer

Mit dem Big-Band-Konzert startet der Dorstener Kultursommer 2026. Die Veranstaltungsreihe wird von der Vereinten Volksbank und der Stadt Dorsten getragen und umfasst in diesem Jahr drei große Termine.

Nach dem Auftakt im Lippetal geht es am Samstag, 11. Juli, in Barkenberg weiter. Dort plant das bewährte Organisatoren-Team um Hans Schmidt-Domogalla die Fortsetzung der erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre. Am Samstag, 18. Juli, folgt ein Kultursommer-Fest in Östrich. Die Arbeitsgruppe Östrich des Heimatvereins Gahlen und das Östricher Bürgerforum bereiten dort ein buntes Programm vor.

Der erste Abend aber gehört der Big Band der Bundeswehr. Und damit einer Formation, die seit mehr als 50 Jahren zeigt, dass Uniform und Swing, Präzision und Spielfreude, offizieller Auftrag und lockere Unterhaltung sehr gut zusammenpassen können.

Info: Big Band der Bundeswehr in Dorsten

Die Big Band der Bundeswehr spielt am Dienstag, 16. Juni 2026, auf der Frei- und Parkfläche im Lippetal in Dorsten. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Konzert ist als zweistündiges Stehkonzert geplant. Stühle und Tische sind nicht vorgesehen. Besucherinnen und Besucher werden vor Ort um Spenden für das ehrenamtliche Engagement in Dorsten gebeten.

Christian Hellenkamp ist neuer Kaiser in Lembeck

Christian Hellenkamp ist neuer Kaiser des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck. Beim Kaiserschießen im Pastors Busch fiel der Vogel am Sonntag, 24. Mai 2026, um 13:19 Uhr navh dem 89. Kaiserschuss. An seiner Seite steht Anke Hellenkamp, die schon als Anke Punsmann seine Königin war.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert, sobald weitere gesicherte Informationen, Namen oder Bilder aus Lembeck vorliegen.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit von Petra Bosse, Elena Arat und Daniel Bosse.

Das Kaiserschießen gehört zu den besonderen Höhepunkten der großen Jubiläumswoche in Lembeck. Der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck feiert 2026 sein 150-jähriges Bestehen. Aus dem Kreis der ehemaligen Könige setzte sich Christian Hellenkamp durch und machte das neue Kaiserpaar perfekt.

Christian Hellenkamp mit dem Holzvogel beim Kaiserschießen in Lembeck
Christian Hellenkamp nach dem Kaiserschießen in Lembeck. Foto: Petra Bosse
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Christian Hellenkamp ist neuer Kaiser

Um 13:19 Uhr fiel im Pastors Busch der Vogel: Mit dem 89. Kaiserschuss (insgesamt run 250-300 Schüsse) wurde Christian Hellenkamp neuer Kaiser in Lembeck. Der Moment passte besonders zur Jubiläumswoche, denn Hellenkamp hatte bereits als König mit Anke Punsmann regiert. Aus seiner damaligen Königin wurde später seine Ehefrau. Nun steht Anke Hellenkamp erneut an seiner Seite, diesmal als Kaiserin.

Für Lembeck ist es erst das zweite Kaiserschießen dieser Art. Das erste Kaiserpaar war vor 25 Jahren ermittelt worden. Alois Gladen und Raphaele Terstegge-Hinsken hatten das Amt bis zu diesem Jubiläumstag inne.

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Viele ehemalige Könige im Pastors Busch

Die Atmosphäre im Pastors Busch war bereits am Mittag geprägt von Uniformen, Orden, Schützenkappen und vielen Gesprächen am Rand der Vogelstange. Nach einer ersten Phase waren nach Angaben vor Ort noch zehn von 40 möglichen Teilnehmern im Schießen. Auch abseits des Schießens wurde deutlich, welche Bedeutung das Jubiläum für den Ort hat.

Christian und Anke Hellenkamp beim Kaiserschießen in Lembeck
Christian und Anke Hellenkamp sind das neue Kaiserpaar in Lembeck. Foto: Petra Bosse
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Emotionen nach dem entscheidenden Schuss

Nach dem entscheidenden Schuss war Christian Hellenkamp sichtlich überwältigt. „Ich bin gerade sehr überwältigt“, sagte er kurz nach dem Fallen des Vogels. Mit dem Erfolg habe er bei den vielen ehemaligen Königen nicht gerechnet. „Die Emotionen sind gerade sehr hoch.“

Auch Anke Hellenkamp musste den Moment erst fassen. Auf die Frage nach dem Gefühl als neue Kaiserin sagte sie: „Ich kann es nicht sagen, ich bin gerade ein bisschen sprachlos.“ Bürgermeister Tobias Stockhoff, der die neue Krönung vornahm, kennt das Paar aus seiner eigenen Amtsgeschichte: Christian und Anke waren 2013/2014 Königspaar in Lembeck.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

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Teil der großen Jubiläumswoche

Das Kaiserschießen ist eingebettet in das Jubiläums-Schützenfest zum 150-jährigen Bestehen des Vereins. Bereits der Eröffnungsabend am Freitag brachte nach Angaben aus dem Verein rund 800 Menschen auf der Festwiese zusammen. Das Kaiserschießen am Sonntag war das zweite große Ereignis der Jubiläumswoche. Das vollständige Programm und die Hintergründe zur Festwoche sind in der Hauptsonderseite zum Schützenfest Lembeck 2026 zusammengefasst.

Weitere Termine und Berichte aus der laufenden Saison bündelt Dorsten Online außerdem im Überblick Schützenfeste Dorsten 2026.

Alle Inhalte zum Schützenfest Lembeck 2026 sammelt der laufend gepflegte Lembeck-Hub.

Kaiserschießen Lembeck 2026: Schütze mit Vogelteil im Pastors Busch
Beim Kaiserschießen in Lembeck fiel Stück für Stück der Holzvogel. Foto: Petra Bosse
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Christian und Anke Hellenkamp mit Begleitern beim Kaiserschießen in Lembeck
Von links: Tobias Stockhoff, Lisa Dürof, Tim Weidemann, Anke Hellenkamp, Christian Hellenkamp, Jana Ewers und Bernd Evers nach dem Kaiserschießen in Lembeck. Foto: Petra Bosse

Kaiserpaar und Begleitung

  • Kaiser: Christian Hellenkamp
  • Kaiserin: Anke Hellenkamp, damals Anke Punsmann
  • Auf dem Gruppenfoto außerdem: Tobias Stockhoff, Lisa Dürof, Tim Weidemann, Jana Ewers und Bernd Evers

Bilder vom Kaiserschießen in Lembeck

Video: Das neue Kaiserpaar Christian und Anke Hellenkamp beim Auszug im Pastors Busch.
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Demokratisches Picknick im Bürgerpark

Die stark gefeierte Woche des Grundgesetzes kommt langsam zu ihrem Abschluss. Das Bündnis „Dorsten gegen Rechts“ feierte am Samstag ein gemeinsamen Frühstück mit elf verschiedenen Ehrenamtsgruppen. Bei praller Sonne und guten Essen hatten die Institutionen die Chance, zusammen ins Gespräch zu kommen und sich zu präsentieren

Alle Wege führen zum Bürgerpark

Unter anderem waren die Integrationsbeauftragen Dorsten, Integrationslotsen Dorsten, Interessenvertretung der Senioren und der ADFC vertreten. Der Verein der Fahrradfahrer organisierte sogar Fahrradtouren, bei denen man gemeinsam in Gruppen zum Maria Lindenhof radeln konnte. Das bringt die Aktion im Bürgerpark gut auf den Punkt. Hier sollte keiner alleine sitzen.

Dorsten gegen Rechts Woche des Grundgesetzes
Auch unser Bürgermeister besuchte das große Picknick. Foto: Christian Haug

Die Dorstener Arbeit half dabei, die Stände der vielen Ehrenamtsgruppen aufzubauen. Johannes Kratz vom Bürgerpark Verein freut sich, dass Dorsten gegen Rechts auf dem Gelände das Picknick veranstaltet: „Der Verein sieht sich in der Pflicht, einen angenehmen Ort für alle Bürger zu bieten. Unser Slogan ist: Bürgerpark Maria Lindenhof, ein Ort, der der Seele gut tut.“

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte uns am Montag zum Beginn der Woche des Grundgesetzes.

Schöner Abschluss für die Woche des Grundgesetzes

Ralf Losen vom Bündnis gegen Rechts sieht es als Selbstverständlichkeit, sich an den Wochen des Grundgesetzes zu beteiligen: „Wir stehen für Offenheit, Respekt und Toleranz. Unsere Werte stimmen mit denen des Grundgesetzes überein, da beteiligen wir uns gerne. Unter anderem organisierten wir den Grundgesetzladen und auch heute das Picknick im Bürgerpark.“

Dorsten gegen Rechts Woche des Grundgesetzes
Der ADFC Dorsten organisierte Radtouren zum Bürgerpark, keiner musste alleine anreisen. Foto: Christian Haug

200 bis 300 Interessierte stellt das Bündnis „Dorsten gegen Rechts“. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um gemeinsam neue Aktionen zu planen und sich über aktuelle Themen auszutauschen. Jeder kann beitreten, bei Interesse kann man sich gerne beim Bündnis melden.

Es ging am Samstag vor allem um eine Sache: Ein nettes Beisammensein. Gemeinsam mit den vielen Ehrenamtsgruppen schuf man eine ausgelassene, informative Stimmung, welche die Woche des Grundgesetzes perfekt abrundete.

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