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1.217 Euro für den Brustkrebslauf: Spontane Spendenaktion beim CDU-Empfang

Der 4. anstehende Brustkrebslauf in Dorsten stand beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten ebenfalls im Mittelpunkt. Mit einer spontanen Sammelaktion unterstützten die Gäste die Initiative. Am Ende kamen 1.217 Euro für den guten Zweck zusammen.

Tobias Stockhoff bringt den Hut ins Spiel

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff leitete den Programmpunkt mit einem humorvollen Einstieg ein. Dabei ging er zunächst auf die Frage ein, wann man eigentlich als echter Dorstener gilt. „Manche sagen ja, man müsse mindestens fünf Generationen nachweisen“, sagte er mit einem Schmunzeln. „Das habe ich einmal in Hamburg gelernt.“

1.217 Euro für Brustkrebslauf beim CDU-Empfang in Dorsten
©Petra Bosse

Mit Blick auf den Ortsteil Lembeck erzählte er eine bekannte lokale Anekdote. „In Lembeck heißt es sogar, man müsse erst fünf Jahre auf dem Friedhof liegen, bevor man als richtiger Lembecker gilt.“ Der humorvolle Einstieg sorgte für Lachen im Saal. Anschließend richtete Stockhoff den Blick auf den eigentlichen Anlass und kündigte eine spontane Sammelaktion zugunsten des Brustkrebslaufs an.
„Wir machen es ganz einfach: Wir lassen jetzt einmal den Hut rumgehen“, sagte der Bürgermeister. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Abgeguckt von den Kollegen aus Schermbeck.“

Prof. Dr. Khadijeh Mohri spricht beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten über Vorsorge und den Brustkrebslauf.
Prof. Dr. Khadijeh Mohri spricht beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten über Vorsorge, Aufklärung und den Brustkrebslauf in Dorsten.. ©Petra Bosse

Professorin Mohri stellt den Brustkrebslauf vor

Anschließend stellte Dr. Khadijeh Mohri den Brustkrebslauf und dessen Hintergrund vor. Die Professorin machte deutlich, warum Aufklärung und Vorsorge eine wichtige Rolle spielen. „Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen. In Deutschland ist etwa jede achte Frau davon betroffen“, erklärte sie. Der Lauf in Dorsten solle deshalb nicht nur Spenden sammeln, sondern auch das Bewusstsein für Vorsorge stärken und Betroffenen Solidarität zeigen.

„Wir möchten das Bewusstsein stärken, Solidarität zeigen und Menschen ermutigen, zur Vorsorge zu gehen. Vorsorge kann Leben retten.“ Mohri dankte zugleich den vielen Unterstützern aus der Stadt. Ohne die Hilfe zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen wäre die Veranstaltung nicht möglich.

Hendrik Schulze-Oechtering sammelt beim CDU-Neujahrsempfang Spenden für den Brustkrebslauf in Dorsten.
Hendrik Schulze-Oechtering lässt beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten den Hut für den Brustkrebslauf in Dorsten herumgehen. ©Petra Bosse

Spontane Unterstützung der Gäste

Während der Sammlung wanderte ein Korb durch die Reihen der Gäste. Viele griffen spontan zum Portemonnaie.

Das Ergebnis sorgte schließlich für Applaus im Saal: 1.217 Euro kamen innerhalb weniger Minuten zusammen. Stockhoff zeigte sich sichtlich erfreut über die spontane Unterstützung. „Das zeigt, wie groß die Solidarität in unserer Stadt ist“, sagte der Bürgermeister.

©Petra Bosse
Prof. Dr. Khadijeh Mohri spricht beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten über Vorsorge, Aufklärung und den Brustkrebslauf in Dorsten.
Die Organisatoren des Brustkrebslaufes: Prof. Dr. Khadijeh Mohri und Dr. Ali Abdali. ©Petra Bosse

Volles Haus beim CDU-Neujahrsempfang 2026 mit Gästen aus Politik und Wirtschaft

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt waren der Einladung der CDU Dorsten gefolgt und kamen zum Jahresempfang im Landgasthof Haus Schult in Gahlen zusammen. Rund 200 Besucher nutzten die Veranstaltung zum Austausch über aktuelle politische Themen sowie über wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Dorsten und der Region.

Im Mittelpunkt des Vormittags standen Beiträge von Jan Heppner als stellv. Bürgermeister, der Festrednerin Kathrin Gödecke, Vizepräsidentin der IHK Nord Westfalen und Sprecherin des Vorstandes der Emscher-Lippe-Region der IHK, Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie dem Bundestagsabgeordneten Nicklas Kappe.

Begrüßung durch Jan Heppner

Den Auftakt machte der Stadtverbandsvorsitzende Jan Heppner. Er begrüßte die Gäste und freute sich über die große Resonanz auf die Veranstaltung. „Auch in diesem Jahr dürfen wir wieder fast 200 Gäste begrüßen und gemeinsam ins Gespräch kommen. Vielen Dank, dass Sie alle hier sind“, sagte Heppner.

Jan Heppner und Holger Krajewski überreichen Kathrin Gödecke beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten einen Blumenstrauß.
Jan Heppner, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU Dorsten (Mitte), überreicht gemeinsam mit Holger Krajewski, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Dorsten, einen Blumenstrauß an die Festrednerin Kathrin Gödecke. ©Petra Bosse

Bei der Vorbereitung seiner Begrüßung habe er auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Dabei sei ihm aufgefallen, wie schnell politische Ereignisse wieder in den Hintergrund treten, sobald der Alltag weitergehe. „Man merkt, wie schnell man einen Bundestagswahlkampf oder auch eine Kommunalwahl wieder vergisst, wenn der Alltag weiterläuft.“

Heppner dankte besonders den vielen Parteimitgliedern und ehrenamtlich Engagierten für ihre Unterstützung. „Ohne die Arbeit unserer Ratsmitglieder und der Ortsverbände wäre vieles nicht möglich. Das ist eine echte Teamleistung.“

Dorsten auf Kurs: Holger Krajewski sieht Chancen für die Stadt

Nach der Begrüßung durch Jan Heppner übernahm Holger Krajewski das Wort. Er stellte sich den Gästen erstmals in seiner neuen Funktion als Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Dorsten vor und ging auf die politische Entwicklung der Stadt ein.

Holger Krajewski spricht beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten über Politik und Zukunft der Stadt.
Holger Krajewski, Fraktionsvorsitzender der CDU Dorsten im Rat der Dorsten, spricht beim Neujahrsempfang über die politische Entwicklung der Stadt und die Herausforderungen für die Kommunalpolitik. ©Petra Bosse

Dabei sprach er auch über die finanziellen Herausforderungen der Kommunen. Viele Städte stünden unter Druck, weil Aufgaben und gesetzliche Vorgaben stetig zunähmen. „Die finanzielle Lage unserer Stadt, insbesondere mit Blick auf die kommenden Jahre, ist ernst“, sagte Krajewski. Gleichzeitig betonte er, dass diese Entwicklung nicht durch Fehlentscheidungen vor Ort entstanden sei. „Dorsten hat solide gewirtschaftet, Verantwortung übernommen und Schulden abgebaut.“

Die eigentlichen Ursachen lägen aus seiner Sicht in strukturellen Problemen der kommunalen Finanzierung. Aufgaben für Städte würden zunehmend ausgeweitet, während gleichzeitig Erwartungen und Standards steigen. Dennoch zeigte sich Krajewski überzeugt, dass Dorsten gute Voraussetzungen habe, um sich weiter positiv zu entwickeln. „Dorsten zeigt, dass es funktionieren kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Entscheidend sei deshalb, weiterhin verlässliche Bedingungen für Unternehmen, Arbeitsplätze und Investitionen zu schaffen. Nur so könne die Stadt auch in Zukunft wirtschaftlich stabil bleiben und neue Entwicklungschancen nutzen.

Gäste beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten
©Petra Bosse

Festrede zur wirtschaftlichen Lage

Als Festrednerin sprach Kathrin Gödecke, Vizepräsidentin der IHK Nord Westfalen und Sprecherin des Vorstandes der Emscher-Lippe-Region. In ihrem Vortrag zeichnete sie ein zurückhaltendes Bild der wirtschaftlichen Lage. Nur rund zehn Prozent der Unternehmen rechneten aktuell mit einer wirtschaftlichen Erholung. Die Mehrheit gehe eher von einer Phase des Stillstands aus, während fast ein Drittel sogar eine weitere Verschlechterung erwarte.

Kathrin Gödecke von der IHK Nord Westfalen spricht beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten über Wirtschaft und Standortentwicklung.
Festrednerin Kathrin Gödecke, Vizepräsidentin der IHK Nord Westfalen und Sprecherin des Vorstandes der Emscher-Lippe-Region, spricht beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen und die Perspektiven für die Region. ©Petra Bosse

Als wichtigste Ursachen nannten Unternehmen vor allem die schwache Inlandsnachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Beide Faktoren würden inzwischen kritischer bewertet als noch im vergangenen Herbst. Hinzu kämen steigende Arbeitskosten sowie weiterhin hohe Energie- und Rohstoffpreise. Auch Bürokratie belaste viele Betriebe erheblich. „All das bremst Investitionen und damit auch wirtschaftliches Wachstum“, erklärte Gödecke. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass die Region bereits mehrfach erfolgreich Strukturwandel bewältigt habe. „Unsere Region hat immer wieder gezeigt, dass sie Transformation kann.“

Als Beispiel nannte sie auch die Entwicklung in Dorsten. „Dorsten zeigt, dass es funktionieren kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“ Aus Sicht der Wirtschaft müsse Nordrhein-Westfalen stärker als attraktiver Investitionsstandort auftreten. „Wir müssen sichtbar, präsent und aktiv dafür werben, dass unsere Region ein attraktiver Standort für Investitionen ist.“

Schlusswort von Nicklas Kappe

Zum Abschluss des Jahresempfangs sprach der Bundestagsabgeordnete Nicklas Kappe. In seinem Schlusswort ging er auf aktuelle politische Reformvorhaben ein und warb für eine realistische Betrachtung politischer Entscheidungen.

Nicklas Kappe beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten spricht zu den Gästen.
Der Bundestagsabgeordnete Nicklas Kappe spricht beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten zu den Gästen. ©Petra Bosse

Dabei verwies er unter anderem auf Reformüberlegungen im Bereich des Sozialstaates sowie auf Maßnahmen zum Bürokratieabbau. „Man muss sich immer fragen, vor welchem Hintergrund Entscheidungen getroffen werden und welche Alternativen tatsächlich bestehen“, sagte Kappe.

Mit Blick auf den Internationaler Frauentag richtete er zudem einen besonderen Gruß an die anwesenden Frauen. „Wir brauchen nicht nur die Frauen, die im Rampenlicht stehen, sondern auch die vielen Frauen im Hintergrund, ohne deren Einsatz vieles nicht funktionieren würde.“

Hermine Beil singt beim CDU-Neujahrsempfang in Dorsten und begeistert die Gäste.
Die 15-jährige Dorstener Schülerin Hermine Beil sorgt mit ihrem Gesang für den musikalischen Rahmen beim Neujahrsempfang der CDU Dorsten und erhält dafür viel Applaus vom Publikum. ©Petra Bosse

Junge Stimme begeistert beim Jahresempfang

Musikalisch begleitete die Dorstener Schülerin Hermine Beil den Jahresempfang der CDU Dorsten. Die 15-Jährige ist bereits bei landesweiten Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ erfolgreich aufgetreten. Beim Empfang in Gahlen präsentierte sie mehrere Gesangsstücke und beeindruckte damit das Publikum. Viele Gäste zeigten sich von ihrer Stimme begeistert. Für ihren Auftritt erhielt die junge Sängerin großen Applaus. Am Ende forderten die Zuhörer eine Zugabe, die Hermine Beil ebenfalls gern gab und dafür erneut viel Beifall bekam.

Lange Tafel eröffnet den Festmonat in Wulfen und Barkenberg

Mit einer langen Tafel, Musik und vielen Begegnungen ist am Freitagabend der Festmonat zum 775 jährigen Stadtjubiläum Dorstens in Wulfen und Barkenberg feierlich eröffnet worden. Mehr als 100 Gäste kamen am 6. März 2026 zusammen und erlebten einen gemütlichen, unterhaltsamen Abend, der Gemeinschaft und Aufbruchsstimmung miteinander verband. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Pro GHW.

Schon ab 18 Uhr füllte sich der Gemeinschaftshaus. Eine Stunde später begann die Lange Tafel mit dem Sound von 1975 offiziell. Das Konzept war einfach und zugleich verbindend: Beim Mitbringbüfett brachten die Gäste eigene Speisen sowie Teller, Besteck und Glas mit. Für Getränke war gesorgt, dazu kamen die vielen kulinarische Beiträge der Sitznachbarn. So entstand schnell eine offene, herzliche Atmosphäre, in der man miteinander ins Gespräch kam und gemeinsam den Abend genoss.

Der Chor auf der Bühne. Foto: ProGHW

Musik zum Mitsingen und Erinnern bei der Langen Tafel

Für die musikalische Gestaltung der Langen Tafel sorgten der Kirchenchor St. Barbara sowie Jennifer Wiesmann und Hannah Werner. Die beiden Sängerinnen sind im Stadtteil auch durch die Band Chopstixx bekannt. Das kleine Mitsingkonzert verlieh der Veranstaltung einen besonderen Charakter: vertraut, lebendig und nahbar. Viele Gäste ließen sich mitnehmen, sangen mit und machten den Abend damit zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.

Der Chor auf der Bühne. Foto: ProGHW

Feierlicher Start ins Jubiläumsjahr

Die Lange Tafel war weit mehr als ein geselliger Abend. Sie markierte zugleich die feierliche Eröffnung des Festmonats im Rahmen des 750 jährigen Stadtjubiläums der Stadt Dorsten. Mit der Übergabe des Staffelstabs aus Holsterhausen ist die Jubiläumsaktion nun in Wulfen und Barkenberg angekommen. Damit rückt der Stadtteil in den Mittelpunkt der Festreihe und setzt ein sichtbares Zeichen für lokales Engagement und gelebten Zusammenhalt.

Begrüssung der Gäste. Foto: ProGHW

Wulfen setzt weitere Impulse

Dass sich im Stadtteil derzeit einiges bewegt, hatte sich bereits am Donnerstag dieser Woche gezeigt. Mit der Aktion Freifläche Wulfen machte eine Initiative auf sich aufmerksam, die neues Leben an den Marktplatz bringen will. Ziel ist es, den Wulfener Markt zu beleben und den Stadtteil insgesamt attraktiver zu gestalten. Die Lange Tafel knüpfte damit unmittelbar an diese Entwicklung an und zeigte, wie stark der Wunsch ist, Wulfen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Bis Abends wurde gegessen,getrunken und geredet. Foto: ProGHW

Gelungener Auftakt mit Signalwirkung

Jennifer Wiesmann und Hannah Werner. Foto: ProGHW

Der Abend machte deutlich, wie viel Kraft in solchen Formaten steckt. Wo Menschen zusammen essen, singen und sich austauschen, entsteht mehr als nur ein schönes Programm. Es entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit. Die Lange Tafel mit dem Sound von 1975 war deshalb nicht nur ein gelungener Auftakt in den Festmonat, sondern auch ein Abend mit Signalwirkung für das Jubiläumsjahr in Wulfen und Barkenberg.

Tag des Archivs: Dorstens Gedächtnis öffnete seine Türen

Wer an ein Archiv denkt, hat oft staubige Akten, stille Magazine und endlose Regale vor Augen. Martin Köcher kennt dieses Bild gut und widersprach ihm freundlich, aber entschieden. „Man weiß halt nie, was auf einen so zukommt“, sagte der Leiter des Stadtarchivs Dorsten. Genau diese Offenheit, diese Vielfalt und diese Nähe zum Alltag vieler Menschen wurden am Wochenende sichtbar, als bundesweit der 13. Deutsche Tag der Archive begangen wurde.

Unter dem Motto „Alte Heimat, neue Heimat“ öffneten Archive in ganz Deutschland am 7. und 8. März 2026 ihre Türen und gaben Einblicke in ihre Arbeit. Veranstaltet wird der Aktionstag alle zwei Jahre vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. Ziel war es auch diesmal, die gesellschaftliche Bedeutung von Archiven sichtbar zu machen, mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Einblicken in Bestände, Magazinräume und digitale Angebote.

Das Stadtarchiv Dorsten befindet sich im Erdgeschoss des Bildungszentrums Maria Lindenhof, gemeinsam mit Stadtbibliothek und VHS. Von hier aus wird bewahrt, geordnet, erforscht und vermittelt, was Dorstens Geschichte ausmacht.

Martin Köcher und Melina Wendland vom Stadtarchiv Dorsten. Foto: Alexander Fichtner

Zwischen Urkunde, Zeitung und Gebetbüchlein

Zum Tag der Archive zeigte das Stadtarchiv eine Ausstellung, die bewusst die ganze Breite des Sammelns und Bewahrens vor Augen führte. „Wir haben immer so eine allgemeine Ausstellung, dass wir die verschiedenen Archivaliengattungen zeigen“, sagte Köcher. Dazu gehört „unser ältestes Schriftstück“, Urkunden aus dem Jahr 1330. Gezeigt wurde aber auch das kleinste Buch des Hauses, „ein Gebetbüchlein aus dem Jahr 1812“, das in Dorsten gedruckt wurde.

Dazu kamen weitere Stücke, die selbst viele Einheimische überrascht haben dürften. „Die älteste Zeitung aus Dorsten, was dann auch viele nicht wissen, dass das hier mal eine Zeitung war, aus dem Jahr 1804“, erzählte Köcher. Der „Argus“ war die erste Dorstener Zeitung. Hinzu kamen Geburtenbücher, Heiratsbücher, Sterbebücher, Karten, Pläne, Fotos und Postkarten. „Und natürlich dann die Akten, die nicht fehlen dürfen“, sagte Köcher, denn sie machen „den größten Bereich“ des amtlichen Schriftguts aus.

Der Gang zum Archiv. Foto: Alexander Fichtner

Mehr als staubige Akten im Archiv

Wer sich den Alltag in einem Archiv eintönig vorstellt, liegt nach Köchers Erfahrung daneben. Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen. „Die Leute, die sich an uns wenden, das sind Privatpersonen, das sind Heimatforscher, das sind Erbenermittler, Nachlassgerichte“, sagte er. Manche möchten wissen, „seit wann wohnen wir überhaupt in Dorsten“, andere suchen Informationen über Familien, Vereine oder alte Grundstücke.

Auch Schulklassen nutzen das Archiv. Erst kürzlich hätten zwei Klassen der Gesamtschule Wulfen dort zum Mittelalter und zur Industrialisierung geforscht. „Also es ist wirklich querbeet“, sagte Köcher. Genau das mache den Beruf so spannend. Archivarbeit sei eben nicht nur Verwaltung, sondern Begegnung mit Geschichte und mit Menschen.

Ein Besucher beim betrachten der Ausstellung. Foto: Alexander Fichtner

Der Schatz in 1250 Bänden

Besonders eindrucksvoll ist im Stadtarchiv Dorsten der Bestand historischer Zeitungen. „Über 1250 Bände, die wir aufbewahren, wirklich ein Querschnitt durch die Geschichte von Dorsten“, sagte Köcher. Diese Sammlung ist für ihn weit mehr als ein schönes Extra. Sie ist oft eine unverzichtbare Quelle.

„Wenn es keine Akten gibt, die erhalten worden sind, dann kann ich mal nachgucken“, erklärte er. Dann lasse sich etwa nachvollziehen, „wie alt ist der Fußballverein, wie alt ist die Feuerwehr aus Rhade, aus Holsterhausen, wo auch immer“. Das Archiv bewahrt damit nicht nur große politische Geschichte, sondern auch das lokale Gedächtnis des Alltagslebens.

Zwischen Mikrofilm und Küchentisch

Ganz analog arbeitet das Archiv allerdings längst nicht mehr. Auf die Frage, ob dort alles noch analog sei, antwortete Köcher mit einem knappen, aber aufschlussreichen „Jein“. Früher galt die Mikroverfilmung als modernste Technik. Heute sind viele Bestände digital zugänglich. „Die Zeitungen von 1800 bis 1945 liegen digitalisiert online vor“, sagte Köcher. Zu finden seien sie im Zeitungsportal „zeit.punktNRW“.

Das verändere auch die Nutzung. „Deswegen kann man jetzt zu Hause am Küchentisch am Frühstück“ recherchieren, sagte Köcher. Das Archiv bleibt damit ein Ort der Originale, öffnet sich aber zugleich in den digitalen Raum. Alte Heimat wird auf diese Weise auch zur neuen Heimat, erreichbar mit wenigen Klicks.

Ein Teil der Archivschränke. Foto: Alexander Fichtner

Papierfischchen als lautlose Gefahr

So lebendig die Nutzung ist, so verletzlich sind die Bestände. Eine der größten Gefahren trägt einen harmlos klingenden Namen: Papierfischchen. Für Köcher ist das Thema alles andere als eine Randnotiz. „Das ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr“, sagte er. Die Tiere greifen Papier an und zerstören im schlimmsten Fall genau das, was ein Archiv bewahren soll: die Lesbarkeit von Geschichte.

„Ich kann es einfach nicht mehr lesen“, beschrieb Köcher die Folge. Selbst wenn ein Blatt äußerlich noch vorhanden sei, könne der Text bereits verloren sein. Das Stadtarchiv reagiert mit Monitoring und Vorsicht. „Neuzugänge werden bei uns eingefroren“, sagte er. So soll ein möglicher Befall eingedämmt werden.

Neugierige Besucher. Foto: Alexander Fichtner

Papierfischchen sind für den Archivleiter damit tatsächlich ein Gegner im Alltag, ebenso wie Feuchtigkeit und ungeeignete klimatische Bedingungen. Gerade in einem älteren Gebäude ist das eine dauerhafte Herausforderung.

Ein Archiv ohne Idealbedingungen

Das Stadtarchiv Dorsten ist kein moderner Zweckbau. Seit 1976 befindet es sich am heutigen Standort im Maria Lindenhof, zwischen Lippe und Kanal. Für empfindliches Archivgut ist das keine ideale Lage. „16 bis 18 Grad, plus minus 2 Grad haben wir hier nicht“, sagte Köcher über die gewünschten Temperaturen. Auch bei der Luftfeuchtigkeit ließen sich ideale Werte nicht durchgehend halten.

Hinzu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Hochwasser. Beim starken Anstieg der Lippe vor zwei Jahren musste das Archiv reagieren. „Sieh mal zu, was sollen wir jetzt als erstes evakuieren?“, sei damals die Frage gewesen. Gesichert wurden zunächst die Urkunden, die auf Rollwagen nach oben gebracht wurden.

Doch eine echte Rangliste der Wichtigkeit wollte Köcher nicht aufstellen. „Ich kann ja nicht sagen, im Louvre ist nur die Mona Lisa wichtig und der Rest nicht.“ Dieser Satz sagt viel über das Selbstverständnis eines Archivs. Nicht nur das spektakuläre Einzelstück zählt, sondern der Zusammenhang, die Überlieferung, das Ganze.

Ein Urteil, das bis heute fesselt

Natürlich gibt es dennoch Stücke, die selbst Fachleute besonders faszinieren. Für Köcher ist das „das Urteil“ zum „Dorstener Menschenfresser“ Franz Warmann. Über diesen Fall hat er selbst geschrieben. Das Dokument wurde restauriert und zog auch darüber hinaus Aufmerksamkeit auf sich. Für Köcher ist es „das interessanteste Stück“, nicht zuletzt, weil Kriminalfälle die Neugier vieler Menschen wecken.

Er formulierte das mit einem gewissen Realismus. „Was zieht, so Sex and Crime, ist einfach so.“ Auch darin ähnelt das Archiv manchmal dem Journalismus. Aufmerksamkeit entsteht oft über das Außergewöhnliche. Doch für die eigentliche Arbeit gilt etwas anderes: „Nichtsdestotrotz muss man sich um alle Sachen gleichermaßen kümmern.“

Auch ein Koffer kann Teil eines Archivs sein. Foto: Alexander Fichtner

Archiv: Das historische Gedächtnis der Stadt

Am Ende führte für Köcher alles auf einen zentralen Gedanken zurück. „Das ist ja auch immer das historische Gedächtnis der Stadt“, sagte er. Und dieses Gedächtnis dürfe „keinen Gedächtnisverlust erleiden“. Genau darin liegt der Wert von Archiven. Sie bewahren nicht nur Dokumente, sondern Herkunft, Entwicklung und Identität.

Der Tag der Archive machte diese Arbeit sichtbar. Er zeigte, dass Archive keine stillen Abstellkammern der Vergangenheit sind, sondern lebendige Orte öffentlicher Erinnerung. In Dorsten geschieht das zwischen Urkunden aus dem Mittelalter, digitalisierten Zeitungen, bedrohten Papierbeständen und den Fragen der Menschen von heute.

Frühlingsspaß für die ganze Familie in den Mercaden Dorsten

Lachen, Musik und jede Menge Bewegung: Beim Frühlingsfest in den Mercaden Dorsten herrschte eine fröhliche und lebendige Atmosphäre. Zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen abwechslungsreichen Nachmittag mit Spielen und Musik zu verbringen.

Spiel, Spaß und kreative Aktionen für Kinder

In den Mercaden hielt das Frühlingsfest jede Menge Mitmachaktionen für die kleinen Besucher bereit. Hüpfburgen, Spiele und kreative Bastelangebote sorgten dafür, dass garantiert keine Langeweile aufkam.

Großer Andrang herrschte vor allem bei den Hüpfburgen. Die Kinder nutzten jede Gelegenheit, um zu springen, zu toben und sich auszupowern. Wer es etwas ruhiger mochte, konnte sich bei den Mal- und Bastelaktionen kreativ ausprobieren.

Die Hüpfburgen waren sehr beliebt, um sich auszutoben. Foto: Marie Falke

Ein besonderes Highlight war außerdem die Stempelkarte. Für jede absolvierte Aktivität erhielten die Kinder einen Stempel.

Wer alle Stationen erfolgreich gemeistert hatte, durfte sich am Ende über eine kleine Belohnung freuen: Ein kleines Blumenstofftier als Erinnerung an einen gelungenen Tag.

Mit ihrer Stempelkarte konnte sich die junge Besucherin im Anschluss an die Mitmachaktionen ein Blumenstofftier sichern.
Foto: Marie Falke

Auch bei den Spielen stand der Spaß im Mittelpunkt. Bei dem Spiel „Blumenfangen“ konnten Kinder ihre Reaktionsfähigkeit testen und versuchen, die bunten Blüten möglichst schnell zu schnappen.

Gute Stimmung auch unter freiem Himmel

Das sonnige Frühlingswetter spielte den Veranstaltern zusätzlich in die Karten. Draußen sorgte eine weitere Hüpfburg für Bewegung und Spaß bei den Kindern.

Mitmachkonzert als musikalisches Highlight beim Frühlingsfest in den Mercaden

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Kinderband „Ingas Garten“. Mit fröhlichen Liedern und viel Interaktion animierten die Musiker ihr junges Publikum zum Mitsingen, Tanzen und Mitmachen.

Musikalischer Mitmach-Spaß für die jüngsten Besucher. Foto: Marie Falke

Gegründet wurde die Band von Heiko Fänger, der seit vielen Jahren Musik speziell für Kinder macht. Für ihn war es bereits der dritte Auftritt in den Mercaden.

Neben Konzerten liegt sein Schwerpunkt inzwischen vor allem auf musikalischer Arbeit in Kindertagesstätten. Dort organisiert er Projektwochen, in denen Kinder gemeinsam singen, musizieren und am Ende eine große Abschluss-Show mit allen Kindern und Erziehern präsentieren.

Viele neue Eventideen seit dem Besitzerwechsel

Hinter dem abwechslungsreichen Programm steht ein engagiertes Team. Tim Schröder, der sich um die Veranstaltungen in den Mercaden kümmert, erklärte im Gespräch, dass sich seit dem Besitzerwechsel einige neue Ideen ergeben haben. Ziel ist es, den Besuchern immer wieder neue Aktionen zu bieten und die Mercaden als lebendigen Treffpunkt in Dorsten weiter zu stärken.

Blick nach vorne: Viele Highlights geplant

Auch für die kommenden Monate stehen bereits mehrere Veranstaltungen in den Startlöchern. Am Ostersamstag dürfen sich Kinder auf ein buntes Osterprogramm freuen. Darüber hinaus ist ein Fußballfest geplant, das thematisch zur kommenden Fußball-Weltmeisterschaft passt. In der Weihnachtszeit wartet ein besonderer Gast auf die Besucher: Der berühmte Weihnachtsmuffel Grinch wird in den Mercaden vorbeischauen.

Gelungener Start in den Frühling

Das Frühlingsfest hat gezeigt, wie viel Leben und Freude in den Mercaden steckt. Mit einem abwechslungsreichen Programm, musikalischen Highlights und vielen lachenden Kindern wurde das Event für zahlreiche Familien zu einem rundum gelungenen Start in die Frühlingssaison.

Zukünftige Events

Alle Programmhighlights der Mercaden für 2026 gibt es auf der offiziellen Website.

Benefizkonzert des Bundespolizei-Orchesters Hannover begeistert Publikum in Dorsten

Ein abwechslungsreicher Konzertabend, viel Humor auf der Bühne und ein begeistertes Publikum. Das Benefizkonzert des Bundespolizei-Orchesters Hannover in der Aula der St.-Ursula-Realschule wurde am Freitagabend zu einem musikalischen Erlebnis. Veranstaltet wurde der Abend traditionell gemeinsam vom Lions Club Dorsten und dem Lions Club Dorsten-Lippe.

Zu Beginn der Veranstaltung richtete auch Tobias Stockhoff, Bürgermeister der Stadt Dorsten, einige Worte an das Publikum. Er bedanke sich bei den Veranstaltern und Unterstützern für ihr Engagement und würdigte die Bedeutung solcher Benefizveranstaltungen.

Bereits zu Beginn zeigte sich die enorme Bandbreite des Orchesters. Mit „The Olympics Spirit“ von John Williams eröffnete das Ensemble den Abend kraftvoll. Anschließend begrüßte Moderator Dirk Hillebold das Publikum – gewohnt humorvoll und mit kleinen Anekdoten, die für viele Lacher im Saal sorgten.

Klassik trifft auf Moderne

Im weiteren Verlauf präsentierte das Orchester ein vielseitiges Programm, das klassische Werke mit modernen Arrangements verband. Besonders eindrucksvoll war die Interpretation von „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi in einer modernen Bearbeitung. Die Idee dazu stammt von Florian Himpel,, der das Werk in einer neuen musikalischen Form für das Bundespolizei-Orchester aufbereitet hatte. Ursprünglich entstand die Fassung im Rahmen eines musikalischen Adventskalender-Projekts des Bundespolizei-Orchester, das während der Corona-Zeit ins Leben gerufen wurde.

Mit einem Augenzwinkern kommentierte Moderator Hillebold die bekannten Jahreszeiten auf seine ganz eigene Weise: „Die verdammten Pollen, die verdammte Hitze und der verdammte Regen.“ Das Publikum reagierte mit viel Applaus.

Musik mit Geschichte

Ruhige und emotionale Töne folgten mit dem Spiritual Swing Low, Sweet Chariot. Hillebold erinnerte dabei an die bewegende Entstehungsgeschichte des Liedes. Geschrieben wurde es im 19. Jahrhundert von Wallace Willis, dessen Melodie später von den Fisk Jubilee Singers verbreitet wurde und weltweite Bekanntheit erlangte.

Auch Musicalfans kamen auf ihre Kosten. Ein großes Medley aus The Phantom of the Opera ließ die Atmosphäre des berühmten Musicals lebendig werden. Moderator Hillebold nahm das Publikum mit auf eine kleine Reise in die Geschichte des Werkes von Andrew Lloyd Webber, das seit seiner Uraufführung 1986 in London zu den erfolgreichsten Musicals der Welt gehört.

Kraftvoller Abschluss vor der Pause

Vor der Pause wurde es noch einmal besonders eindrucksvoll. Mit Innuendo von Queen präsentierte das Orchester eine kraftvolle und zugleich düstere Komposition aus dem Jahr 1991. Das Stück, gesungen von Freddie Mercury, wurde in der Orchesterfassung auf beinahe zehn Minuten erweitert – zur Begeisterung des Publikums.

„Es lohnt sich, hier zu bleiben und uns zu lauschen“, sagte Hillebold, bevor das Stück begann. Danach verabschiedete er das Publikum in die Pause – mit dem Hinweis, dass im zweiten Teil des Konzerts auch Sängerin Nicole Jukic auf der Bühne stehen würde. „Ich weiß ihr fragt euch alle, wann Nicole kommt“, sagte er lachend.

Bundespolizei-Orchester in der St.-Ursula-Realschule Schermbeck
Foto: Emily Flade

Zweiter Konzertteil mit Gesang und bekannten Hits

Nach der Pause wurde das Programm noch einmal deutlich abwechslungsreicher. Nun stand auch Sängerin Nicole Jukic gemeinsam mit dem Orchester auf der Bühne und sorgte für einen neuen musikalischen Akzent.

Der zweite Konzertteil begann unter anderem mit der bekannten Titelmelodie der Krimireihe Tatort von Klaus Doldinger, die vom Orchester eindrucksvoll interpretiert wurde. Mit „Gabriellas Lied“ aus dem Film Wie im Himmel folgte ein besonders emotionaler Moment des Abends. Die gefühlvolle Ballade berührte das Publikum sichtlich und wurde mit langem Applaus honoriert.

Deutlich jazziger wurde es anschließend mit „Slam“ von David Sanborn, bevor mit „Lee It Happen“ von Louis Cole moderne Funk- und Popklänge die Aula erfüllten.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Welthit Simply the Best, bekannt durch Tina Turner, bei dem Nicole Jukic ihre gesangliche Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Mit der berühmten Hauptmelodie aus Star Wars, ebenfalls von John Williams, brachte das Orchester schließlich noch einmal große Filmmusik auf die Bühne und begeisterte das Publikum.

Begeisterung im Publikum

Mit langanhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Musikern des Bundespolizei-Orchesters Hannover, bei Dirigent Mathias Höfert sowie bei Sängerin Nicole Jukic für einen rundum gelungenen Konzertabend.

Schadstoffmobil startet erste Sammeltour 2026 in Dorsten

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Das Schadstoffmobil des Kommunalen Servicebetriebs Dorsten (KSD) startet im März seine erste Sammeltour des Jahres. Vom 10. bis 13. März 2026 haben Dorstener Haushalte in mehreren Stadtteilen wieder die Möglichkeit, gefährliche Abfälle und Elektrokleingeräte kostenlos abzugeben.

Angenommen werden dabei unter anderem Lackreste, Reinigung- und Desinfektionsmittel, Spraydosen, Pflanzenschutzmittel, Kleber, Säuren und Laugen sowie Bauschaumdosen, Energiesparlampe und Gerätebatterien. Die Abgabe ist dabei nur in haushaltsüblichen Mengen möglich. Wichtig: Die Schadstoffe müssen in verschlossenen Behältern angeliefert werden, das Gesamtgewicht darf maximal 20 Kilogramm betragen. Gewerbliche oder landwirtschaftliche Anlieferungen sind nicht erlaubt.

Zusätzlich nimmt das Schadstoffmobil auch Druckerpatronen, CDs sowie Elektrokleingeräte mit einer maximalen Kantenlänge von 40 Zentimetern entgegen. Dazu zählen beispielsweise Toaster, Computer, E-Zigaretten, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Netbooks, Handys oder Rasierapparate.

Wer die mobile Sammlung nicht nutzen kann, hat auch ganzjährig die Möglichkeit, Schadstoffe am Wertstoffhof des KSD an der Wienbecke 15 abzugeben. Gewerbebetriebe können dort Sonderabfälle allerdings nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung und gegen Gebühr entsorgen.

Das Schadstoffmobil macht an mehreren Standorten im Stadtgebiet Halt. Die erste Tour startet am Dienstag, 10. März, unter anderem in Holsterhausen, Hervest. Alt-Wulfen und Deuten. Am Mittwoch, 11. März, stehen dann Rhade, Lembeck und Barkenberg auf dem Plan. Der letzte Tourtag ist Freitag, 13. März, mit Stopps in Hardt, der Altstadt sowie in Altendorf-Ulfkotte.

Der Fahrplan

Dienstag, 10. März

  9.30 – 10.15 Uhr   Holsterhausen (An der Vogelstange / Emmelkämper Weg)

10.40 – 11.10 Uhr   Dorf-Hervest (Dorfstraße vor dem Feuerwehrgerätehaus)

11.50 – 12.30 Uhr   Alt-Wulfen (Parkplatz der Sportanlage Wittenbrink 11)

13.00 – 13.30 Uhr   Deuten Birkenallee/Söltener Landweg. (am Glascontainer)

Mittwoch, 11. März

09.30 – 10.15 Uhr   Rhade (Dillenweg 120 / Parkplatz der Sportanlage)   

10.45 – 11.30 Uhr   Lembeck (Am Hagen / Parkplatz der Sportanlage)                                     

12.30 – 13.15 Uhr   Barkenberg (Wulfener Markt)

Freitag, 13. März

09.30 – 10.15 Uhr   Hardt (Storchsbaumstraße 59 / Parkplatz der Sportanlage des SV Dorsten-Hardt)

10.45 – 11.15 Uhr   Altstadt (Parkplatz Lippetal / vor dem Feuerwehrgerätehaus)

11.45 – 12.30 Uhr   Altendorf-Ulfkotte  (Parkplatz der Sportanlage Gildenweg)

Geringfügige Zeitverschiebungen sind möglich.

Weitere Informationen gibt es unter www.dorsten.de/schadstoffmobil oder telefonisch unter 02362 66-5604.

Dominik Risthaus: Fotoausstellung zeigt „Gesichter einer Stadt“

Im Bürgerbahnhof Dorsten wird im April eine besondere Fotoausstellung eröffnet. Der Dorstener Fotograf Dominik Risthaus hat über drei Jahre hinweg mehr als 300 Menschen aus seiner Heimatstadt porträtiert. Seine Ausstellung trägt den Titel „Menschen in Dorsten – Gesichter einer Stadt“.

Begegnungen statt perfekter Motive

Drei Jahre lang war Dominik Risthaus mit seiner Kamera in Dorsten unterwegs. Dabei ging es ihm weniger um perfekte Motive als um echte Begegnungen. Die porträtierten Menschen könnten unterschiedlicher kaum sein. Gemeinsam haben sie jedoch, dass sie alle Teil derselben Stadt sind: Dorsten und ihre Umgebung.

Mit seinem Projekt möchte Risthaus mehr als nur Fotografien präsentieren. Die Bilder sollen zeigen, wie vielfältig das Leben in der Stadt ist – auch wenn die Aufnahmen bewusst in Schwarz-Weiß entstanden sind.

„Ich möchte zeigen, wie bunt unsere Stadt ist, auch wenn die Bilder in Schwarz und Weiß aufgenommen wurden – und wie viel wir voneinander lernen können, wenn wir uns wirklich sehen und uns trauen, aufeinander zuzugehen“, beschreibt der Fotograf seine Motivation.

Plädoyer für Offenheit und Zusammenhalt

Die Ausstellung versteht sich als stilles, aber kraftvolles Plädoyer für Offenheit, Respekt und ein friedliches Miteinander. Die Porträts wollen zum Nachdenken anregen und dazu einladen, Menschen jenseits von Vorurteilen wahrzunehmen.

Die Fotografien setzen damit auch ein Zeichen für Toleranz und Begegnung. Sie machen deutlich, dass Unterschiede Menschen nicht trennen müssen, sondern auch verbinden können.

Vernissage im Bürgerbahnhof

Die Ausstellung „Menschen in Dorsten – Gesichter einer Stadt“ wird am 10. April 2026 um 17 Uhr im Bürgerbahnhof Dorsten am Johannes-Rau-Platz eröffnet. Ein weiteres Künstlergespräch mit Dominik Risthaus ist für 8. Mai 2026 um 17 Uhr geplant.

Der Bürgerbahnhof ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Interessierte können die Ausstellung in dieser Zeit besuchen.

Drewer Brücke: Kreis kündigt Baufirma – Brücke soll bald wieder frei sein

Die Sanierung der Drewer Brücke in Marl nimmt eine neue Wendung. Der Kreis Recklinghausen hat dem bislang mit den Arbeiten beauftragten Unternehmen in dieser Woche gekündigt. Damit soll nach Monaten voller Verzögerungen ein Neustart ermöglicht werden.

Für viele Pendler aus Dorsten ist die Brücke eine wichtige Verbindung. Wer vom Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg über den Marler Damm in Richtung Marl fährt, passiert die Drewer Brücke am Chemiepark Marl. Einschränkungen an der Baustelle wirken sich daher regelmäßig auch auf den Verkehr zwischen beiden Städten aus.

Mehrere Zwischenfälle mit Schiffen

Die Bauarbeiten an der Brücke hatten sich in den vergangenen Monaten mehrfach verzögert. Ein Grund waren ungewöhnliche Zwischenfälle: Insgesamt drei Mal war ein Schiff gegen das Baugerüst gefahren. Die Schäden waren unterschiedlich stark, führten aber jeweils dazu, dass das Gerüst zunächst repariert werden musste. Dadurch kam es zu wochenlangen Unterbrechungen.

Auch unabhängig davon gerieten die Arbeiten immer wieder ins Stocken. Zuletzt standen sie komplett still, nachdem über das beauftragte Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war.

Kreis zieht Konsequenzen

Nach einer aktuellen Bestandsaufnahme vor Ort hat die Kreisverwaltung nun Konsequenzen gezogen und den Vertrag mit der Firma gekündigt. Ziel ist es, einen klaren Schnitt zu machen und die Sanierung neu zu organisieren.

Auf Grundlage der Bestandsaufnahme soll die Maßnahme nun erneut ausgeschrieben werden. Durch eine Änderung der Vergabeordnung kann dies schneller erfolgen, da in diesem Fall keine europaweite Ausschreibung notwendig ist.

Baustelle wird zunächst zurückgebaut

Zunächst wird die bestehende Baustelle vollständig zurückgebaut. Das Baugerüst soll abgebaut und vorhandene Materialien entfernt werden.

Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die Drewer Brücke vorerst wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Erst danach sollen die eigentlichen Sanierungsarbeiten mit einem neuen Unternehmen fortgesetzt werden.

Für Pendler aus Dorsten könnte das zumindest kurzfristig eine Entlastung bedeuten. Wann die endgültige Sanierung abgeschlossen sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

#180 Glosse von Anke: Scherzfragen, die die Welt bewegen

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„Was gibt’s denn da so Lustiges?“ Neugierig blicken die Erwachsenen am Geburtstagstisch in die Richtung meiner 13-jährigen Großnichte, die schon seit einiger Zeit glucksend vor Vergnügen auf ihrem Smartphone scrollt. „Soll ich Euch das mal vorlesen?“, antwortet die Teenagerin mit einer Gegenfrage, die rein rhetorischer Natur ist, schießt sie doch – ohne unsere Reaktion abzuwarten – sofort mit spitzbübischem Grinsen los: „Woran ist das Tote Meer gestorben?“

„Hä???“ Die Großeltern – pädagogisch trainiert, ihren Enkelkindern immer weise und gut überlegt, nach bestem Wissen und Gewissen, die Welt zu erklären – stutzen ein Sekündchen, bevor der Groschen pfennigweise zu fallen beginnt. Die nächste Frage: „Warum laufen Nasen, während Füße riechen?“, bestärken die Oldies dann in dem leisen Verdacht, dass es sich hierbei um ein Quiz mit paradoxen Scherzfragen handeln könnte.

Spaß-Denkaufgaben zum vergnüglichen Zeitvertreib liegen voll im Trend. Die absichtlich absurden oder paradoxen Fragen verfolgen nicht den Zweck, eine ernstgemeinte Antwort zu erhalten. Nein, sie sollen einen zum Nachdenken oder Lachen bringen. Das Gegenüber mal kurz zu verblüffen, grübeln zu lassen, scheint im menschlichen Erbgut verwurzelt zu sein. So stehen Fragen hoch im Kurs, die keinen Sinn ergeben, mit der Sprache spielen oder einen logischen Widerspruch erhalten, wie beispielsweise: „Was passiert, wenn man sich zweimal halbtot lacht?“

Natürlich hat das Internet diesen Bereich schon längst als Geschäftsmodell erkannt. Und so gibt es einige Portale, die diese Scherzfragen auf ihren Websites anhäufen. Ich habe meine Großnichte gebeten, mir den Link zu der Quelle ihrer Quizfragen zu schicken. Hat sie gemacht. Deshalb muss ich nun abbrechen, denn ich habe wichtigeres zu tun: Ich muss jetzt darüber nachdenken, wie ein „Betreten-Verboten-Schild“ in die Mitte einer Rasenfläche kommt, und ob sich Seiltänzer einen Seitensprung leisten dürfen…

Lembeck: Sperrung der Bahnhofstraße bleibt länger bestehen

Die Vollsperrung eines Abschnitts der Bahnhofstraße im Dorstener Stadtteil Lembeck wird verlängert. Das teilt die Stadt Dorsten in einer aktuellen Mitteilung mit. Betroffen ist weiterhin der Bereich in Höhe der Hausnummern 2 bis 4.

Ursprünglich war vorgesehen, die Sperrung früher aufzuheben. Nun bleibt der betroffene Abschnitt jedoch voraussichtlich bis Freitag, 13. März 2026, vollständig gesperrt. Grund für die Verlängerung sind laut Stadt weiterhin notwendige logistische Maßnahmen, die vor Ort durchgeführt werden müssen.

Für den motorisierten Verkehr wurde eine entsprechende Umleitung eingerichtet und ausgeschildert. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich möglichst umfahren und die Beschilderung vor Ort beachten.

Die Stadt weist darauf hin, dass es im Umfeld der Baustelle weiterhin zu verkehrlichen Einschränkungen kommen kann. Anwohner sowie Pendler sollten daher etwas mehr Zeit einplanen. Die Verantwortlichen bitten zugleich um Verständnis für die notwendige Maßnahmen, die zur Durchführung der Arbeiten erforderlich sind.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, soll er betroffene Abschnitt der Bahnhofstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bis dahin bleibt die eingerichtete Umleitung bestehen.

Königsblauer Lastwagen aus Dorsten: Schalke-Sonderedition vorgestellt

Ein besonderer Lastwagen im Design des Fußballclubs FC Schalke 04 ist jetzt in Dorsten vorgestellt worden. Das Fahrzeug basiert auf dem Modell DAF XG. Die optische Gestaltung übernahm der Gelsenkirchener Pop-Art Künstler Beni Veltum.

Der Lastwagen trägt ein auffälliges blau-weißes Design, das an den Traditionsverein aus Gelsenkirchen erinnert. Das Motiv des Graffiti- und Pop-Art-Künstlers Beni Veltum soll auf insgesamt 25 Fahrzeuge einer Sonderedition glänzen. Vorgestellt wurde das Projekt Anfang März von der Firma Lease Perfect aus Dorsten, dem FC Schalke 04 und Nutzfahrzeuge Wietholt aus Wulfen.

„Neben dem Schützenverein sind wir auch maximal verrückt, wenn es um den königsblauen S04 geht“ erklärt Florian Schultz von Lease Perfect, der in Dorsten auch als Vorsitzender der Altstadtschützen bekannt ist. „Und hier haben wir jetzt – gemeinsam mit dem FC Schalke 04 und Nutzfahrzeuge Wietholt aus Wulfen – was einzigartiges geschaffen: Einen Truck, der Technik, Kunst und Fußball verbindet.“

Die Idee entstand vor einigen Monaten im Gespräch im Team. „Wir hatten die Idee, einen Schalke-LKW zu gestalten“, erzählt Florian Schultz. „Dabei hatten wir natürlich sofort an die Firma Wietholt als Parner gedacht, und die war auch sofort begeistert.“ Es dauerte dennoch einige Wochen, um alle Genehmigungen zu bekommen. Für den ikonischen Look zeichnet Beni Veltum verantwortlich, dessen Kunst auch im Büro von Lease Perfect zu sehen ist. Als Gelsenkirchener und Schalke-Fan war er sofort bereit, die Gestaltung zu übernehmen.

Sonderversion mit umfangreicher Ausstattung und einzigartigem Look

Die Sonderversion basiert auf einem 480-PS-Fahrzeug des niederländischen Herstellers DAF Trucks. Neben dem speziellen Design verfügt der Lkw laut Hersteller über eine umfangreiche Serienausstattung. Dazu zählen ein luftgefederter Fahrersitz, eine Standklimaanlage, ein Ruhe-Bett für Fernfahrer sowie eine Vollluftfederung. Auch zusätzliche Signalhörner und Aluminium-Felgen gehören zur Ausstattung.

„Die Fahrzeuge sollen vor allem für Speditionen und Fahrer interessant sein, die eine Verbindung zum Fußballclub zeigen möchten“, so Florian Schultz. Die Sonderedition ist auf eine kleine Stückzahl begrenzt.

Eine Präsentationsveranstaltung für interessierte Kunden ist Mitte März rund um die VELTINS-Arena geplant. Dort soll auch der Künstler sein Konzept erläutern. Die Auslieferung der Fahrzeuge ist nach Angaben des Unternehmens für Mai vorgesehen.

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