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Nachhaltigkeit: SOWI-Kurs der Realschule St. Ursula setzt UN-Ziele um

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Die Klasse 10 der Realschule St. Ursula in Dorsten hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beschäftigt. Im SOWI-Unterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den sogenannten Sustainable Development Goals auseinander und entwickelten kreative Beiträge, um deren Inhalte verständlich und lebensnah zu vermitteln.

In Kleingruppen bearbeiteten die Jugendlichen jeweils ein Nachhaltigkeitsziel. Die Ergebnisse präsentierten sie in unterschiedlichen Videoformaten. Neben klassischen Kurzvorträgen entstanden Präsentationen, Informationsvideos und sogar musikalische Beiträge. Ziel des Projekts war es, Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern konkrete Bezüge zum Alltag herzustellen und eigene Perspektiven einzubringen.

Werte unter Druck – Bildung als Antwort

Das Thema gewinnt nach Einschätzung der Schule zunehmend an Bedeutung. Weltweit, aber auch innerhalb der eigenen Gesellschaft, geraten Werte wie Gerechtigkeit, Frieden, Verantwortung und nachhaltiges Handeln unter Druck. Die 17 Ziele der Vereinten Nationen zeigen Wege auf, wie eine lebenswerte und gerechte Zukunft für alle Menschen gestaltet werden kann. Der Unterricht sollte dazu beitragen, diese Zusammenhänge verständlich zu machen und zum Mitdenken anzuregen.

Realschule St Ursula Dorsten Nachhaltigkeit UNO
Kreativ haben sich die Schüler mit den Nachhaltigkeitszielen auseinandergesetzt. Foto: Schule

Die Realschule St. Ursula sieht das Projekt zugleich in ihrer pädagogischen Tradition verankert. Die Gründerin des Ursulinenordens, Angela Merici, setzte sich bereits im 16. Jahrhundert für Bildung, Verantwortungsbewusstsein und die Stärkung junger Menschen ein. Ihr Leitgedanke, dass Bildung Menschen befähigt, Gesellschaft aktiv mitzugestalten und Verantwortung füreinander zu übernehmen, prägt das Schulleben bis heute. Vor diesem Hintergrund sei es besonders wichtig, die Nachhaltigkeitsziele sichtbar zu machen und Werte wie Respekt, Solidarität und Gerechtigkeit bewusst in den Mittelpunkt zu stellen.

Unterstützung durch die VHS

Unterstützung erhielt der Kurs von der VHS Dorsten, die sogenannte Nachhaltigkeitswürfel zur Verfügung stellte. Sie ermöglichten somit einen dialogorientierten Einstieg in die einzelnen Themen und förderten den Austausch innerhalb der Lerngruppe.

Videos werden schrittweise veröffentlicht

Die im Unterricht entstandenen Videos sollen in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise veröffentlicht werden. Eine feste Reihenfolge gibt es bewusst nicht, da alle 17 Nachhaltigkeitsziele gleichwertig sind. Jede Veröffentlichung rückt ein weiteres Ziel in den Fokus und lädt dazu ein, sich mit nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen.

KI-Check für Dorsten: Drei Fragen, die jedes lokale Unternehmen jetzt beantworten muss

Künstliche Intelligenz ist 2026 kein Modewort mehr. Sie ist ein Werkzeug, so grundlegend wie einst der PC, so folgenreich wie das Internet. Und wie bei jeder technologischen Zäsur gilt: Es entscheidet nicht, wer die beste Technologie hat. Es entscheidet, wer sie zuerst an- und ernstnimmt.

In den USA hat der Mittelstand das Stadium des Experimentierens hinter sich gelassen. Dort wird heute skaliert, optimiert, implementiert. Bei uns wird noch häufig abgewogen. Das ist keine Kritik, aber es ist eine Beobachtung, die man nicht ignorieren sollte.

Ich beobachte das auch hier vor Ort: in Gesprächen mit Dorstener Unternehmern, aber ebenso mit Schülerinnen und Schülern an unseren Schulen. Der Veränderungswille ist vorhanden. Was fehlt, ist meistens nicht die Motivation, sondern der erste strukturierte Schritt.

I. Beginnen Sie nicht mit der Technologie, beginnen Sie mit Ihrer Woche

Welche Aufgaben wiederholen sich bei Ihnen regelmäßig, ohne dass sie wirklich Ihre Aufmerksamkeit erfordern? Rechnungsprüfung, E-Mail-Vorlagen, Terminkoordination: Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind systematische Zeitfresser, die Kapazität binden, die anderswo dringend gebraucht wird.

KI-Assistenten setzen genau hier an. Wer diese Routinen konsequent automatisiert, gewinnt keine Minuten, sondern strukturelle Freiheit für das, was tatsächlich zählt: Kundenarbeit, strategisches Denken, Weiterentwicklung.

II. KI-Kompetenz ist Führungsverantwortung

Ein Tool einzukaufen ist die leichte Übung. Die eigentliche Herausforderung ist kultureller Natur. Es genügt nicht, wenn Mitarbeitende mit ChatGPT arbeiten, während die Führungsebene das Thema delegiert.

Wer ein Unternehmen leitet, muss heute verstehen, welche Daten im Haus vorhanden sind und wie diese sicher und regelkonform genutzt werden können. Der EU AI Act ist in diesem Zusammenhang kein bürokratisches Hindernis, sondern ein Orientierungsrahmen. Wer ihn kennt, agiert vorausschauend.

III. Klare Regeln sind kein Hemmnis, sie sind ein Wettbewerbsvorteil

Unternehmen, die heute interne Leitlinien für den KI-Einsatz definieren, schützen sich vor rechtlichen Risiken. Aber sie leisten damit noch etwas Wesentlicheres: Sie bauen Vertrauen auf, bei Mitarbeitenden und bei Kunden, denen der verantwortungsvolle Umgang mit Daten nicht gleichgültig ist. Und das sind in unserer Region mehr Menschen, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

KI ist kein Projekt mit Abschlussdatum. Es ist eine organisationale Fähigkeit, die kontinuierlich aufgebaut wird, durch Entscheidungen, durch Fehler, durch Lernen.

Dorsten hat die unternehmerische Substanz dafür. Was jetzt gefragt ist, ist der Anfang.

Zum Autor:

Ademir Mustic begleitet Unternehmen dabei, KI nicht nur als Werkzeug, sondern als strategischen Kern für messbares Wachstum und sichere Prozesse zu etablieren. Er verbindet dabei die Geschwindigkeit internationaler Innovationen mit der pragmatischen Umsetzung im deutschen Mittelstand.

Warnstreik bei der Vestischen: Busausfälle am 27. und 28. Februar 2026

Pendler im nördlichen Ruhrgebiet müssen sich erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Für Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026, haben die Gewerkschaften im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen Warnstreiks angekündigt. Betroffen ist erneut die Vestische Straßenbahnen GmbH.

Betrieb in Herten und Bottrop kommt zum Erliegen

Die Vestische stellt den Betrieb auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop für 48 Stunden vollständig ein. Dadurch kommt es zu erheblichen Fahrtausfällen in großen Teilen des Kreises Recklinghausen, in Bottrop sowie in Gelsenkirchen. Auch die KundenCenter bleiben an beiden Tagen geschlossen.

Zahlreiche Linien fallen komplett aus

Folgende Linien verkehren während des Streiks nicht:

X42, SB24, SB25, die E-Wagen 39 und 43 sowie die Linien 201, 202, 204, 212, 214, 219, 234, 256 (E-Wagen), 260, 261, 262, 264 und 294.

Vereinzelte Fahrten durch Subunternehmen

Da Subunternehmen im Auftrag der Vestischen unterwegs sind und einzelne Linien gemeinsam mit benachbarten Verkehrsunternehmen betrieben werden, kann es auf einigen Strecken zu vereinzelten Fahrten kommen.

ExpressBusse
X13

SchnellBusse
SB16, SB20, SB22, SB26, SB27, SB36, SB49 und SB91

Stadtbusse
200, 210, 211, 213, 215, 220 bis 227, 229 bis 233, 235 bis 239, 241, 243 bis 247, 249, 251 bis 255, 257, 258, 263, 266 bis 268, 272, 274, 276, 280, 281, 283, 284, 286 und 288

Diese Linien fahren voraussichtlich regulär

Im regulären Betrieb verkehren voraussichtlich die Linien S91, die E-Wagen 74 und 88 sowie die Linien 206, 207, 208, 209, 271, 273, 275, 278, 279, 285, 289, 296 und 298. Auch die NachtExpresse sowie Bedarfsverkehre wie AnrufSammelTaxis und TaxiBusse bleiben im Einsatz.

Eine Übersicht der voraussichtlich stattfindenden Fahrten und der eingesetzten Schulbusse am 27. Februar veröffentlicht die Vestische auf ihrer Internetseite.

Fahrplanauskunft zeigt Streikfahrten nicht an

Aufgrund des kurzfristigen Streikaufrufs und technischer Abläufe können die tatsächlichen Fahrten nicht in der elektronischen Fahrplanauskunft oder in der Vestische App abgebildet werden. Fahrgäste sollten daher mehr Zeit einplanen und alternative Verbindungen prüfen.

Zudem entfallen während des Streiks sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen.

Tarifkonflikt weiterhin ungelöst

Der erneute Warnstreik ist Teil der festgefahrenen Tarifverhandlungen im Nahverkehr. Die Gewerkschaften wollen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen zu erreichen. Eine schnelle Einigung ist derzeit nicht in Sicht. Für Fahrgäste bedeutet das, dass auch in den kommenden Wochen weitere Einschränkungen möglich sind.

Halbseitige Sperrung auf der Dülmener Straße (B58) in Wulfen ab März

Auf der Dülmener Straße (B58) in Dorsten-Wulfen müssen sich Verkehrsteilnehmer ab Anfang März auf Einschränkungen einstellen. Grund sind Leitungsarbeiten, die eine halbseitige Sperrung erforderlich machen.

Wanderbaustelle von März bis Ende Mai

Zwischen den Hausnummern 42 und 68 wird ab Montag, 2. März 2026, eine Wanderbaustelle eingerichtet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Mai andauern. Während dieser Zeit steht in dem betroffenen Abschnitt auf der Dülmener Straße nur eine Fahrspur zur Verfügung.

Eine mobile Ampelanlage regelt den Verkehr und sorgt dafür, dass Fahrzeuge den Baustellenbereich wechselseitig passieren können. Dennoch ist mit Verzögerungen zu rechnen, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten.

Bushaltestelle an der B58 wird verlegt

Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die Bushaltestelle Fritz-Eggeling-Allee muss für die Dauer der Bauarbeiten verlegt werden. Fahrgäste sollten die Hinweise der Verkehrsbetriebe vor Ort beachten.

Stadt bittet um Rücksicht

Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmer, den Bereich nach Möglichkeit zu umfahren und die ausgeschilderten Verkehrsregelungen zu beachten. Umsichtiges Verhalten hilft, den Verkehrsfluss trotz Baustelle möglichst reibungslos zu gestalten.

Chor Cantus St. Matthäus aus Wulfen singt bei gigantischem Chormusical

Mitglieder des Kirchenchores Cantus St. Matthäus aus Dorsten-Wulfen haben erneut an einer großen Musicalproduktion der Stiftung Creative Kirche teilgenommen. In der Dortmunder Westfalenhalle standen sie gemeinsam mit rund 3000 Sängerinnen und Sängern auf der Bühne und wirkten beim Chormusical „Judith – Das Wunder der Schöpfung“ mit.

Für den Chor ist es bereits die vierte Beteiligung an einem Chormusical der Creative Kirche. Zuvor waren die Sängerinnen und Sänger bei den Produktionen „Martin Luther King“, „Die 7 Worte vom Kreuz“ sowie im vergangenen Jahr „Bethlehem“ aktiv. Die Projekte verbinden moderne Popmusik mit biblischen Themen und bringen Chöre aus unterschiedlichen Regionen und Generationen zusammen.

Judith – eine Geschichte zwischen Klimakrise und Hoffnung

Das aktuelle Chormusical greift zentrale Fragen der Gegenwart auf. Klimakrise, Zukunftsängste und die Suche nach Orientierung lassen die Welt der Hauptfigur Judith ins Wanken geraten. Gleichzeitig vermittelt das Stück Hoffnung und zeigt dabei Wege auf, wie globale Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden können.

Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Judith und Ammon. Ihre unglückliche Liebe spiegelt eine zerrissene Gesellschaft wider. Auf der Suche nach Lösungen entdecken sie dann das größte Wunder: die Geburt ihres gemeinsamen Kindes. Die Handlung ist dabei eingebettet in die biblische Schöpfungsgeschichte und verbindet die Erzählung von der Entstehung der Welt mit aktuellen gesellschaftlichen Themen.

Großprojekt mit starker Unterstützung

Organisiert wird das Chormusical von der Stiftung Creative Kirche. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch die Stiftung „Gesunde Erde, gesunde Menschen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen. Ziel ist es dabei, kulturelle Bildung, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden.

Gemeinschaftserlebnis für Sängerinnen und Sänger

Für die Mitglieder des Chores Cantus St. Matthäus war die Teilnahme erneut ein besonderes Erlebnis. Die Gemeinschaft mit Tausenden von Chorsängerinnen und Chorsängern verschiedener Altersgruppen sowie die professionelle Inszenierung machten die Aufführung in der Westfalenhalle zu einem unvergesslichen Ereignis.

Das Erzbistum Paderborn hat zur Premiere einen Videobeitrag veröffentlicht:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Gerichtsurteil zur Geschlechtsumwandlung: Sollte eine Änderung die Beförderung sichern?

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Im Fall einer Polizeikommissarin aus Düsseldorf ging es um den Versuch, durch die Änderung des Geschlechtseintrags eine Beförderung zu erhalten. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat entschieden, dass der Ausschluss aus dem Beförderungsverfahren rechtmäßig ist. Die Eilanträge der Beamtin blieben ohne Erfolg.

Wie das Landgericht Düsseldorf mitteilt, steht steht ein Gerichtsurteil zur versuchten Beförderung durch Änderung des Geschlechtseintrags in Düsseldorf im Mittelpunkt des heutigen Verfahrens. Die 2. Kammer des Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Anträge einer Polizeikommissarin zurück. Sie wollte erreichen, dass Beförderungen von Kollegen in den Monaten November 2025, Dezember 2025 und Januar 2026 vorläufig gestoppt werden.

Disziplinarverfahren rechtfertigt Ausschluss von Beförderung

Nach Auffassung des Gerichts durfte das Polizeipräsidium Düsseldorf die Beamtin vom Beförderungsauswahlverfahren ausschließen. Gegen sie wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Dieses stelle ihre Eignung für ein Beförderungsamt in Frage.

Der Verdacht beruht auf mehreren Äußerungen gegenüber Kollegen. Diese legen nach Ansicht der Kammer nahe, dass sie ihren Geschlechtseintrag von männlich zu weiblich habe ändern lassen, um von Förderregelungen für Frauen zu profitieren und ihre Beförderungschancen zu verbessern.

Zitierte Aussagen im Kollegenkreis

Laut Gericht habe die Kommissarin am 2. Februar 2025 nach der Lektüre eines Intranetartikels über einen Beförderungsdurchgang angekündigt: „Das mache ich auch.“

Zwei Tage nach der am 7. Mai 2025 erfolgten Änderung ihres Geschlechtseintrags habe sie gegenüber einer Kollegin gesagt: „Nächstes Jahr bin ich wieder ein Mann, das ist doch klar.“ Zudem habe sie geäußert: „Es knallt diesen Monat bei den Beförderungen, spätestens bei der nächsten.“

Einem weiteren Kollegen gegenüber habe sie erklärt, bei ihrer geplanten Trauung nicht mit weiblichem Geschlechtseintrag heiraten zu wollen.

Verdacht auf Dienstpflichtverletzung

Nach Einschätzung des Gerichts stellt bereits die Ankündigung, sich auf Kosten von Kollegen einen Vorteil verschaffen zu wollen, eine Dienstpflichtverletzung dar. Sie wirke als gezielte Provokation im Kollegenkreis und könne den Betriebsfrieden erheblich stören.

Zudem bestehe der Verdacht, dass die Beamtin gegenüber dem Standesamt eine unzutreffende Versicherung abgegeben habe. Sie habe erklärt, dass der gewählte Geschlechtseintrag ihrer Geschlechtsidentität am besten entspreche. Sollte die Änderung aus anderen Motiven erfolgt sein, wäre diese Erklärung unwahr.

Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht möglich

Gegen die Beschlüsse kann Beschwerde eingelegt werden. Zuständig wäre das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen.

Mit dieser Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf klargestellt, dass bei einem begründeten Verdacht auf eine Dienstpflichtverletzung ein Ausschluss vom Beförderungsverfahren zulässig ist.

Kreativwoche im LEO: Kinder entdecken Dorsten und die Ruhrpottkultur

In den Sommerferien 2026 lädt das soziokulturelle Zentrum „Das LEO“ in Dorsten-Hervest zu einer besonderen Kreativwoche ein. Vom 10. bis 14. August haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich künstlerisch mit ihrer Stadt und der Geschichte des Ruhrgebiets auseinanderzusetzen. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Kreativ durch die Ferien in Dorsten

Die Kreativwoche findet täglich von 9 bis 15 Uhr statt und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen im Schulalter. Ziel des Projekts ist es, Dorsten aus einer neuen Perspektive zu entdecken und eigene Ideen kreativ umzusetzen. Mittagessen, Snacks und Getränke sind im Teilnahmebeitrag enthalten.

Im Mittelpunkt steht dabei die industrielle Vergangenheit der Stadt und die daraus entstandene Ruhrpottkultur. Die jungen Teilnehmer setzen sich mit ihren Eindrücken auseinander und bringen ihre Gedanken und Gefühle in eigenen Kunstwerken zum Ausdruck. Inspiration bietet unter anderem der Förderturm der Zeche Fürst Leopold, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft des LEO befindet.

Kunst, Gemeinschaft und kreative Techniken

Während der Woche lernen die Kinder und Jugendlichen verschiedene künstlerische Techniken kennen. Dabei entstehen individuelle Werke, die persönliche Eindrücke widerspiegeln. Neben dem kreativen Arbeiten stehen Gemeinschaft, Austausch und die Freude am Ausprobieren im Vordergrund.

Öffentliche Vernissage zum Abschluss

Den Höhepunkt bildet eine öffentliche Vernissage am 14. August von 11 bis 14 Uhr im und rund um das LEO. Familien, Freunde und Interessierte sind eingeladen, die entstandenen Kunstwerke zu besichtigen und die Ergebnisse der Kreativwoche zu feiern.

Anmeldung und Kosten

Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Woche. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Anmeldeschluss ist der 29. Mai 2026.

Weitere Informationen und Anmeldung im LEO unter Telefon 02362 95 404 04 oder per E-Mail an [email protected]
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Oldtimerfreunde Lembeck bestätigen Vorstand einstimmig

Bei der diesjährigen Generalversammlung der Oldtimerfreunde Lembeck stand neben dem Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Die Mitglieder bestätigten alle bisherigen Amtsträger einstimmig in ihren Funktionen und setzten damit ein klares Zeichen für Vertrauen und Verlässlichkeit.

Vorsitzender bleibt weiterhin Thomas Weßeling. Ihn unterstützt Fabian Stroick als stellvertretender Vorsitzender. Für die Finanzen ist erneut Johannes Mecking als Kassierer verantwortlich, unterstützt von Julian Weßeling als stellvertretendem Kassierer. Das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Georg Bögel, vertreten durch Lena Mecking als stellvertretende Schriftführerin.

Die einstimmige Wiederwahl unterstreicht den starken Zusammenhalt im Verein, der seit vielen Jahren das kulturelle Leben in Lembeck bereichert.

Verein mit gewachsener Tradition

Die Wurzeln der Oldtimerfreunde Lembeck reichen zurück in die Mitte der 1990er Jahre. Damals entdeckten einige Lembecker ihre gemeinsame Leidenschaft für alte Traktoren und historische landwirtschaftliche Geräte. Aus ersten Treffen zum Fachsimpeln entwickelte sich dann schnell der Wunsch, Fahrzeuge zu erwerben und zu restaurieren.

Das Interesse wuchs dabei über die Ortsgrenzen hinaus. Immer mehr Oldtimerfreunde aus den Nachbargemeinden schlossen sich an. 1999 entstand zunächst eine Interessengemeinschaft, aus der dann die Oldtimerfreunde Lembeck hervorgingen. Um die aktiven Mitglieder bei Einsätzen besser abzusichern, wurde später die Gründung eines gemeinnützigen Vereins beschlossen. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte im Januar 2012 beim Amtsgericht Gelsenkirchen.

Oldtimerfreunde Lembeck
Die Oldtimerfreunde Lembeck bei ihrem Jubiläum 2024. Foto: Borgwardt

Technikgeschichte lebendig erhalten

Ziel des Vereins ist die Förderung technischer Kunst und Kultur. Dieses Anliegen verwirklichen die Mitglieder durch die Restaurierung, Pflege und Präsentation historischer Landtechnik. Bei Ausstellungen und Vorführungen machen sie die Funktionsweise alter Maschinen für eine breite Öffentlichkeit erlebbar.

Der Verein zählt derzeit rund 90 Mitglieder. Sie kümmern sich um einen umfangreichen historischen Fuhrpark mit Traktoren, Unimogs, Lastwagen, Pkw, Standmotoren und weiteren Geräten. Die Fahrzeuge sind regelmäßig bei Veranstaltungen in der Region zu sehen und stoßen bei Besuchern jeden Alters auf großes Interesse.

Dinkelernte Oldtimerfreunde Lembeck
Die Oldtimerfreunde Lembeck bei der Dinkelernte. Foto: Borgwardt

Gemeinschaft und offenes Vereinsleben

Neben öffentlichen Veranstaltungen spielen die monatlichen Vereinsabende eine wichtige Rolle im Vereinsleben. Sie bieten Raum für Austausch, Fachgespräche zur Restaurierung und Reparatur sowie die Planung gemeinsamer Ausfahrten. Auch Interessierte ohne eigenen Oldtimer sind jederzeit willkommen.

Mit ihrem Engagement verfolgen die Oldtimerfreunde Lembeck ein klares Ziel. Sie möchten Traditionen bewahren und gleichzeitig offen für neue Ideen bleiben. Die bestätigte Vereinsführung blickt optimistisch auf das kommende Jahr und will die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

16. Dorstener Gesundheitstag in der VHS traf einen Nerv

Beim 16. Dorstener Gesundheitstag am 21. Februar war der Besucherandrang enorm. Das Forum der Volkshochschule Dorsten war bei den ebenso spannenden wie informativen Vorträgen regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unter dem Motto „Rund um’s (Knie-)Gelenk“ drehte sich von 13 bis 17 Uhr alles um Prävention, Bewegung, Therapie und moderne Operationsverfahren. Die enge Verbindung aus Information, Praxis und persönlicher Beratung machte das Programm für die Besucher besonders attraktiv. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Besucher bereits mit orthopädischen Beschwerden zur VHS gekommen waren.

Informatives Programm

Vor dem Vortragssaal wartete eine umfangreiche Ausstellung auf die Besucher. Zahlreiche Stände boten Einblicke in gesundheitsbezogene Themen, von moderner Rehatechnik über physiotherapeutische Angebote bis hin zu Hilfsmitteln für den Alltag mit Endoprothesen. Selbsthilfegruppen, der Seniorenbeirat sowie verschiedene Gesundheitsanbieter standen für Gespräche und Beratung bereit. Durch den Nachmittag führte VHS-Leiter Carsten Feldhoff, der die Programmpunkte moderierte und später auch die viel beachtete Live-OP anmoderierte.

Den offiziellen Auftakt bildete die Begrüßung durch den Schirmherrn, Bürgermeister Tobias Stockhoff, begleitet von Grußworten des Geschäftsführers Ansgar Schniederjan. Dieser betonte die Bedeutung des Gesundheitstags für die Region. „Wir freuen uns, dass wir den interessierten Bürgern auch in diesem Jahr wieder ein attraktives und abwechslungsreiches Programm präsentieren konnten. Das große Besucherinteresse zeigt, dass wir mit dem Gesundheitstag ein attraktives Angebot geschaffen haben.“

Spannende Vorträge mit hohem Alltagsbezug

Den ersten Fachvortrag hielt Dr. med. Katharina Baums, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Sportmedizinerin am MVZ Orthopädie & Unfallchirurgie Dorsten. Unter dem Titel „Fit sein oder werden trotz Arthrose – Wie geht das?“ erklärte sie anschaulich, wie gezielte Bewegung, Muskelaufbau und Training dazu beitragen können, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität trotz Gelenkverschleiß zu erhalten.

Im Anschluss sprach Dr. Dr. Jutta Marker, Sportwissenschaftlerin und Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, über das Thema „Alles im Gleichgewicht – Sturzprophylaxe im Alter“. Sie zeigte praxisnah, wie wichtig Gleichgewichtstraining, Kraft und Koordination für die Vermeidung von Stürzen sind. Das ist ein zentraler Faktor für Selbstständigkeit bis ins hohe Alter.

Medizinische Experten lieferten interessante Fachvorträge aus ihren Ressorts. Foto: Ralf Meier

Um 14.15 Uhr folgte der Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Mike H. Baums, Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Endoprothetikzentrum des St. Elisabeth-Krankenhauses Dorsten. Unter dem Titel „Sport mit Endoprothese – welche Belastungen sind möglich?“ erläuterte er, welche Aktivitäten nach einem Gelenkersatz sinnvoll und möglich sind. Anhand wissenschaftlicher Studien zeigte er, dass sowohl vorbereitende Trainingsprogramme vor einer Operation als auch gezielte Bewegungstherapie danach Kraft, Koordination und Gleichgewicht und damit den Heilungsverlauf deutlich verbessern.

„Gesunde Gelenke sind entscheidend für Mobilität, Lebensqualität und Selbstständigkeit. Mit unserem Programm möchten wir zeigen, wie Vorsorge, Bewegung und moderne Medizin Hand in Hand gehen“, betonte der Experte.

Medizin zum Anfassen

Nach der Kaffeepause folgte um 15.30 Uhr eines der großen Highlights des Tages, die von Chefarzt Dr. Baums durchgeführte Live-OP eines künstlichen Kniegelenks am Kunstknochen. Schritt für Schritt konnten die Zuschauer verfolgen, wie ein Implantat eingesetzt wird und welche chirurgischen Techniken heute zum Einsatz kommen.

Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete um 16.15 Uhr der Beitrag von Ernährungswissenschaftler Robert Esser von der VHS Dorsten. In seinem Vortrag „Leichter leben – Warum jedes Kilo für ihre Gelenke zählt!“ machte er deutlich, welchen Einfluss Körpergewicht und Ernährung auf die Gelenkgesundheit haben und wie schon kleine Veränderungen spürbare Entlastung bringen können.
Neben den Vorträgen nutzten viele Besucher die Gelegenheit, modernes Equipment zu testen und sich individuell beraten zu lassen. Für eine angenehm familiäre Atmosphäre sorgte zudem das Gastro-Team mit Kaffee, Kuchen, Waffeln und Snacks.

Das große Interesse zeigte, wie wichtig das Thema Gelenkgesundheit für viele Menschen ist. Und selbst wenn man sich natürlich wünscht, möglichst lange beschwerdefrei zu bleiben, vermittelte der Gesundheitstag die beruhigende Gewissheit, dass man sich in Dorsten im Fall der Fälle in kompetenten Händen weiß.

Stadt Dorsten plant elternfinanzierte iPad-Klassen

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Die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen in Dorsten soll ab dem Schuljahr 2026/2027 starten. Zunächst berät der Ausschuss für Schule und Weiterbildung, anschließend entscheidet der Rat.

Die Stadt Dorsten plant die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen. Grundlage ist eine Verwaltungsvorlage. Erste Beigeordnete Nina Laubenthal stellt die Pläne im Ausschuss vor.

Beschlussvorschlag zur Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen

Die Verwaltung schlägt zwei Schritte vor.

Erstens: Die weiterführenden städtischen Schulen sollen weitere mobile Endgeräte erhalten. Zudem soll ein verbindliches Rahmenangebot für Eltern geschaffen werden.

Zweitens: Im Haushalt 2026 ff. sollen dafür 11.500 Euro eingeplant werden.

Warum die Stadt handelt

Digitale Medien sind Teil des Alltags. Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstverständlich digital. Auch Lehrkräfte nutzen digitale Werkzeuge. Das Schulministerium NRW nennt die Integration digitaler Medien „eines der vorrangig wichtigen Bildungsthemen der Zukunft“.

Derzeit gilt in Dorsten eine 1:4-Ausstattung. Ein iPad teilen sich vier Schülerinnen und Schüler. Meist kommen iPad-Koffer zum Einsatz. Für Grund- und Förderschulen reicht dieses Modell. An weiterführenden Schulen zeigt sich jedoch ein höherer Bedarf. Vor allem in den Oberstufen fehlt eine dauerhafte Geräteverfügbarkeit.

1:1-Ausstattung ab 2026 geplant

Nach Einschätzung der weiterführenden Schulen soll jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes Gerät erhalten.

Betroffen wären:

  • Neue Schule, Jahrgang 8, rund 115 Schülerinnen und Schüler
  • Gymnasium Petrinum, Jahrgänge 9 und 10, rund 210 Schülerinnen und Schüler
  • Gesamtschule Wulfen, Jahrgang 8, rund 175 Schülerinnen und Schüler

Damit würde die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen konkret umgesetzt.

So funktioniert das Elternmodell

Geplant ist ein Get-Your-Own-Device-Modell.

Eltern kaufen oder finanzieren ein iPad über einen festgelegten Partner. Eine Finanzierung ist bis zu 48 Monate möglich. Die Geräte werden in die städtische Verwaltungsumgebung eingebunden. Auf dem Schulgelände gelten schulische Einschränkungen. Außerhalb der Schule ist eine private Nutzung vorgesehen. Vorhandene iPads der 10. oder 11. Generation können gegen eine geringe Gebühr eingebunden werden.

Unterstützung für BuT-berechtigte Familien

Rund 23 Prozent der Schülerschaft erhalten Leistungen für Bildung und Teilhabe. Für diese Familien übernimmt die Stadt den Großteil der Kosten. Der Eigenanteil beträgt 5 Euro pro Monat. Voraussetzung ist der Nachweis der Berechtigung. Das Angebot ist freiwillig. Das Gerät bleibt Eigentum der Stadt. Alternativ sind Leihgeräte möglich. Diese bleiben entweder in der Schule oder sind in der Nutzung stark eingeschränkt.

Kosten im Überblick

Die Verwaltung nennt folgende Beispielpreise:

  • iPad 11 Zoll, 11. Generation, 64 GB inklusive Schutzhülle und Eingabestift: 416,55 Euro
  • iPad 11 Zoll, 11. Generation, 256 GB inklusive Schutzhülle und Eingabestift: 622,50 Euro

Eine Finanzierung ist über bis zu 48 Monate möglich.

Beispiel bei 36 Monaten Laufzeit:

  • 64 GB: 13,30 Euro pro Monat
  • 256 GB: 19,90 Euro pro Monat

Optional können zusätzliche Leistungen gewählt werden:

  • Apple Pencil: 40,00 Euro
  • Schutzhülle Slim inklusive Stifthalter: 20,00 Euro
  • iPad-Schutzbrief, Versicherung: 90,00 Euro

Für BuT-berechtigte Familien übernimmt die Stadt den Großteil der Kosten. Der Eigenanteil beträgt 5 Euro pro Monat.

Förderung noch offen

Zum Digitalpakt 2.0 liegen noch keine konkreten Förderrichtlinien vor. Sollten Mittel bereitgestellt werden, könnten diese zur Entlastung von BuT-Familien oder zur Anschaffung zusätzlicher Geräte genutzt werden.

Sollten soziale Medien für Kinder unter 16 Jahren verboten werden?

Unsere Schülerpraktikantin Sofiia ist 14 Jahre alt und begleitet drei Wochen lang die Arbeit in der Redaktion. In diesem Artikel befasst sie sich mit der heiß diskutierten Frage, ob man soziale Medien für Jugendliche unter einem bestimmten Alter sperren sollte.

In Deutschland diskutieren Politiker gerade darüber, ob Kinder und Jugendliche unter einem bestimmten Alter keine sozialen Medien mehr benutzen dürfen.

Das sagen die Befürworter einer Altersgrenze

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) unterstützen die Idee einer Altersgrenze. Sie sagen, dass soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok negative Folgen für junge Menschen haben können, zum Beispiel Stress, Sucht oder falsche Informationen.

Die CDU hat auf ihrem Parteitag beschlossen, dass Kinder unter 14 Jahren keinen Zugang haben sollen und Jugendliche bis 16 Jahre besonderen Schutz brauchen. Viele Menschen finden diese Vorschläge gut und unterstützen sie. Laut einer Umfrage würden etwa 60 % der Menschen in Deutschland ein Social Media‑Verbot für unter 16‑Jährige begrüßen.

Das sagen die Gegner

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Gegner dieser Idee. Die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) zum Beispiel sagt, dass ein allgemeines Verbot „realitätsfern“ sei und nicht zur Lösung der Probleme beiträgt. Sie fordert stattdessen mehr Medienbildung und bessere Regeln von den Plattformen selbst.

Auch Jugendorganisationen und Experten sagen, dass Kinder digitale Kompetenzen brauchen und man sie nicht einfach ausschließen sollte. Ein Kinderhilfswerk in Deutschland erklärt, dass ein Verbot die digitale Teilhabe von Jugendlichen einschränkt und nicht hilft, die wichtigen Fähigkeiten im Internet zu lernen.

Viele Jugendliche selbst sagen, dass ein Verbot „ungewöhnlich“ wäre, weil sie soziale Medien im Alltag nutzen, um mit Freunden zu sprechen und sich zu informieren. Gleichzeitig sagen einige, dass die Entscheidung eher bei den Eltern liegen sollte, nicht beim Staat.

Meine Meinung

Ich persönlich bin gegen ein allgemeines Verbot von sozialen Medien für unter 16‑Jährige. Ich finde, dass ein Verbot zu streng ist und nicht funktioniert, weil Kinder oft ein falsches Alter angeben könnten oder Wege finden, das Gesetz zu umgehen.

Stattdessen denke ich, dass wir mehr Medienbildung brauchen – in der Schule und zu Hause – und dass Eltern klarere Regeln für ihre Kinder setzen sollten. Junge Menschen müssen lernen, wie man sicher und verantwortungsvoll mit sozialen Medien umgeht, statt sie einfach auszuschließen.

BAM! Dorsten 2026: Mitmachen, ausprobieren, durchstarten

Für junge Menschen, die ihren Berufsweg entdecken wollen, wurde die Berufs-Action-Messe BAM! Dorsten 2026 an der Neuen Schule Dorsten am Samstag zum Treffpunkt für Zukunftsideen. Von 10 bis 14 Uhr war die Berufs-Action-Messe für Schüler und Eltern geöffnet.

Die BAM! erstreckte sich am Samstag erneut über die Eingangshalle und mehrere Klassenräume der Neuen Schule. Mit 63 Ausstellern, mehr als 134 vorgestellten Berufen, Mitmach-Aktionen und direktem Kontakt zu Ausbildungsbetrieben bot die Messe die Gelegenheit, Ausbildung, Studium und Praktikum nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben.

Seit 2017: BAM! wächst und begeistert

Seit 2017 wird die BAM! veranstaltet. Jahr für Jahr wächst die Messe, bringt mehr Berufe zusammen und bietet Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien vielfältige Einblicke in Ausbildung, Studium und Praktika. Die Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf Praxisnähe, Mitmach-Aktionen und den direkten Kontakt zu Ausbildungsbetrieben aus der Region.

Mitmachen, anfassen, ausprobieren: So geht Berufsorientierung

Auf dem Schulhof wurde es besonders praktisch: Dort konnten Berufe ausprobiert werden, für die die Innenräume schlicht zu klein gewesen wären. So präsentierte die Feuerwehr Dorsten ihre Einsatzfahrzeuge, bei Garten- und Landschaftsbau Vornbrock erhielten die Teilnehmenden Unterstützung beim Baggerfahren und auch H. Hütter sowie Lange Gerüstbau machten den jeweiligen Berufsalltag anschaulich erlebbar. Ganz nach dem Motto: Ausprobieren statt nur informieren.

Azubis von heute, Fachkräfte von morgen

Auf die Frage, warum die BAM für ihr Unternehmen so wichtig sei, erklärt Nicole Schatz von Elektro Ambrozy, dass sich anhand der Jugendlichen, die sich vorstellen, die neue Generation an Auszubildenden bilde. In den meisten Fällen blieben die Auszubildenden nach bestandener Abschlussprüfung als Gesellen im Unternehmen.

Nicole Schatz von Elektro Ambrozy mit drei der Auszubildenden: Nachwuchs für die Zukunft der Baubranche. Foto: Marie Falke

„Wir fördern unsere eigene Zukunft, damit die Baubranche weiter bestehen bleiben kann“, betont sie. Was das Unternehmen besonders macht, sei dabei das familiäre Miteinander, das das Arbeiten im Betrieb präge.

Am Stand von Elektro Ambrozy konnten die Besucher praxisnah Lichtschaltungen programmieren, Netzwerktechnik ausprobieren und Leitungsverlegung auf Putz kennenlernen.

Zukunft gestalten mit nachhaltiger Energie

Ein Mitarbeiter von Cosanne Ingenieure zitiert seinen Chef: „Wir kleben uns nicht auf die Straße, sondern wir planen die Zukunft, indem wir nachhaltige Energiesysteme entwerfen und dabei helfen, nachhaltig zu bauen.“ So zeigt das Unternehmen, wie technische Planung und nachhaltiges Denken Hand in Hand gehen, um die Bauprojekte von morgen zukunftsfähig zu gestalten.

Drei Mitarbeiter von Cosanne Ingenieure. Gemeinsam planen sie nachhaltige Energiesysteme für die Zukunft. Foto: Marie Falke

Vertrauen als Basis: Nachwuchs willkommen

Für Woltsche, Brieskorn und Partner ist die BAM ebenfalls wichtig: „Junge Leute mit Interesse werden bei uns immer gebraucht“, erklärt eine Auszubildende.

Zwei Auszubildende von Woltsche, Brieskorn und Partner: Vertrauen und Praxisnähe stehen bei ihrer Ausbildung im Mittelpunkt.
Foto: Marie Falke

Was das Unternehmen ausmacht, sei vor allem das gegenseitige Vertrauen. Sowohl im Team als auch in der Zusammenarbeit mit den Kunden.

Die Lebenshilfe: Anlaufstelle für soziale Berufe

Für die Lebenshilfe ist die BAM! eine wichtige Gelegenheit, sich allgemein zu präsentieren und junge Menschen für soziale Berufe zu begeistern. Mit mehreren Einrichtungen in Dorsten legt das Unternehmen großen Wert darauf, direkten Kontakt zu Schülern herzustellen und Nähe zu schaffen.

Die Lebenshilfe ist in vielen sozialen Bereichen tätig. Von Pflege und Betreuung bis zu pädagogischen Angeboten und Eingliederungshilfe ist jeder Bereich abgedeckt. Das Unternehmen zeigt so, wie vielfältig die Möglichkeiten in sozialen Berufen sind.

Die Lebenshilfe Dorsten möchte auf der BAM! Nähe für Interessierte schaffen. Foto: Marie Falke

Mit Neugier und Motivation in die Zukunft: Ausbildung bei Honsel

Edeka Honsel ist mittlerweile in der dritten Generation tätig. Der Betrieb bietet jungen Menschen verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, unter anderem als Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel oder im Büromanagement an. Auch ein duales Studium ist möglich.

Kim Hansen von Edeka Honsel mit ihrem Kollegen auf der BAM: Gemeinsam zeigen sie, wie Ausbildung praxisnah und kreativ sein kann. Foto: Marie Falke

Kim Hansen, Mitarbeiterin bei Honsel, gibt einen Einblick und Tipps für angehende Nachwuchskräfte: „Fragt immer schön nach, wenn ihr etwas nicht wisst. Seid neugierig und motiviert.“

Auf der BAM! konnten die Besucher zudem selbst kreativ werden: Bei Honsel gab es die Gelegenheit, Donuts zu verzieren und so den praxisnahen Umgang mit Produktgestaltung zu erleben.

Vielfalt erleben bei der Stadt Dorsten

Die Stadt Dorsten bietet ein breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten: Von Bürojobs über handwerkliche und soziale Berufe bis hin zum dualen Studium können junge Menschen hier ihre Talente entdecken und sich persönlich weiterentwickeln.

Jana Drühl und Mona Menzel von der Stadt Dorsten: Gemeinsam zeigen sie die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten. Foto: Marie Falke

Jana Drühl, Mitarbeiterin bei der Stadt, gibt Jugendlichen einen Tipp mit auf den Weg: „Macht etwas, das euch Spaß macht. Die Stadt Dorsten ist sehr zu empfehlen.“

Mit Freude im Beruf: Ausbildung am St. Elisabeth Bildungsinstitut

Das St. Elisabeth Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe zeichnet sich durch Vielseitigkeit, gute Laune und Freude an der Arbeit aus. „Es macht einfach Spaß, den Patienten zu helfen, schnell wieder gesund zu werden“, erklärt Frau Kendziora.

Frau Kendziora und Frau Greulich vom St. Elisabeth Bildungsinstitut: Mit guter Laune zeigen sie, wie abwechslungsreich die Ausbildung im Gesundheitsbereich ist. Foto: Marie Falke

„Macht das, was euch Spaß macht, um langfristig im Beruf zu bleiben.“ rät Frau Kendziora den Jugendlichen.

Mit einem Augenzwinkern ergänzt Frau Greulich lachend: „Und trinkt nicht so viel Alkohol, denn darum müssen wir uns dann kümmern.“

Am Stand konnten die Besucher unter anderem das Wickeln von Verbänden üben und lernen, wie Spritzen richtig verabreicht werden.

Kreativität und Teamgeist: Ausbildung bei Imping

Julia Imping erklärt gemeinsam mit zwei Kolleginnen, was den Betrieb besonders macht: Imping sei ein Familienbetrieb, der für Kreativität und leckere Backwaren stehe. Sie seien immer mit dabei.

Ihr Rat an Jugendliche: „Macht eine Ausbildung, kriegt den Dreh, es ist immer toll in den Teams zu arbeiten. Man hat super viel Spaß und findet eine neue zweite Familie.“

Julia Imping mit ihren beiden Kolleginnen: Gemeinsam zeigen sie Kreativität, Teamgeist und die Freude am Backen. Foto: Marie Falke

Auf der BAM konnten die Besucher selbst aktiv werden: Am Stand durften sie ihre eigenen Amerikaner verzieren und so die Freude am kreativen Backen hautnah erleben.

Teamgeist und Leidenschaft: Ausbildung bei Schlotmann

Schlotmann ist ein Unternehmen, das sich wie eine große Familie sieht. „Es ist sehr wichtig ist, dass sich alle miteinander verstehen und super zusammenarbeiten, egal in welchem Bereich“, erklärt Kathrina Scheibelhut, die ein Teil der „Schlotmann-Familie“ ist.

Kathrina Scheibelhut von Schlotmann zeigt den Besuchern, was der Stand zu bieten hat. Foto: Marie Falke

Ihr Rat an Jugendliche: „Macht das, was euch Spaß macht, egal was andere sagen. Wenn ihr das Gefühl habt, für den Job zu brennen, dann macht das unbedingt.“

Auf der BAM! konnten die Besucher am Stand Zahnschlüsselanhänger bemalen und ein kostenloses Softbleaching ausprobieren, was die Zähne aufhellt.

Ausbildung mit regionalem Bezug

Die Volksbank Dorsten zeichnet sich durch ihren starken regionalen Bezug aus. Sie engagiert sich aktiv für die Region und fördert lokale Projekte. Für angehende Auszubildende besonders interessant: Alle Abteilungen sind vor Ort, sodass die Jugendlichen einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Bank erhalten.

Die aktuellen Azubis der Volksbank Dorsten. Foto: Marie Falke

Von der Schule direkt ins Team: Euroquarz zeigt Möglichkeiten

Die Euroquarz verarbeitet Quarzsand und Quarzkies aus eigenen Rohstoffvorkommen und veredelt diese für die unterschiedlichsten Anwendungen. Das mittelständische Unternehmen ist international tätig und zählt zu den wichtigen Akteuren seiner Branche.

Im Fokus stehen Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Quarzsanden und Quarzkiesen. Gesucht werden unter anderem Industriekaufleute, Konstruktionsmechaniker und Elektroniker, die von Anfang an in praxisnahe Aufgaben eingebunden werden und die Prozesse hautnah kennenlernen können.

Das Euroquarz-Team zeigt, wie spannend Ausbildung in Technik und Industrie sein kann. Foto: Marie Falke

Bauen, lernen, erleben: Team Hütter präsentiert Berufe

Die H. Hütter GmbH & Co. KG steht seit 120 Jahren für Tradition, Qualität und Zuverlässigkeit. Ob Wohnungsbau, Industrie- oder Gewerbebau, das Unternehmen begleitet seine Kunden und setzt auf jahrzehntelange Erfahrung und Know-how in der Baubranche.

Auf der BAM! konnten die Besucher am Stand eine Ziegelwand mauern, um den Berufsalltag auf der Baustelle praxisnah zu erleben.

Das Team von Hütter zeigt gemeinsam, wie abwechslungsreich die Ausbildung im Bauwesen ist. Foto: Marie Falke

Mit 63 Ausstellern, praxisnahen Mitmach-Aktionen und direktem Austausch erhielten Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien einen umfassenden Einblick in die Berufswelt und damit einen inspirierenden Start in die eigene Zukunft.

„Das Besondere an der BAM ist, dass die Aussteller Action mitbringen“, erklärt Jan Neuhaus, 1. Vorsitzender der BAM! und Geschäftsführer des Elektrobetriebes Ambrozy.

Weitere Informationen zur BAM! gibt es auf der offiziellen Website.

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