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Kochen mit Minh (6): Wirsing-Rouladen (mit Video)

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Exklusiv für Lokallust und Dorsten-Online präsentiert der Dorstener Fernsehkoch Minh Lam raffinierte Rezepte zum Nachkochen. Jedes Rezept trägt Minhs spezielle Handschrift, ist aber auch für Laien gut nachzukochen. Wer mehr erfahren möchte, folgt Minh auf Instagram. Viel Spaß und guten Appetit!

Wirsingrouladen mit Kartoffeln und Soße (für 2 Personen)

Zutaten

Für die Rouladen:

  • 4 große Blätter Wirsing
  • 250 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 kleines Brötchen (in Wasser eingeweicht)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Ei
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 EL Öl zum Anbraten
  • 200 ml Gemüsebrühe

Für die Soße:

  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Speisestärke
    Für die Beilage:
  • 400 g Kartoffeln
  • Salz
  • Etwas Butter oder Petersilie zum Verfeinern

Zubereitung:

  1. Wirsing vorbereiten: Große Blätter abtrennen, 2 Minuten in Salzwasser blanchieren,
    abschrecken und abtropfen lassen.
  2. Füllung mischen: Hackfleisch, Brötchen, Zwiebel, Ei, Senf und Gewürze gut verkneten.
  3. Rouladen formen: Füllung auf die Blätter geben, fest aufrollen und mit Küchengarn
    sichern.
  4. Anbraten & schmoren: In Öl rundherum anbraten, mit Brühe ablöschen, zudecken und
    ca. 40 Minuten schmoren.
  5. Soße zubereiten: Rouladen herausnehmen, Sud mit Sahne und Speisestärke leicht
    binden, abschmecken.
  6. Kartoffeln kochen: In Salzwasser garen, mit Butter oder Petersilie verfeinern, mit
    Rouladen und Soße servieren.

Anrichten:

Die Rouladen schräg aufschneiden, fächerförmig auf dem Teller anrichten, mit etwas
Soße überziehen und die Kartoffeln daneben mit frischer Petersilie bestreuen.

„Kochen mit Minh“ wird unterstützt von Edeka Honsel und der FBS Dorsten-Marl.

Rudolf Haller neuer Vorsitzender der KERH Westmünsterland

Die Kameradschaft der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen (KERH) Westmünsterland hat einen neuen Vorsitzenden. Oberstleutnant a.D. Rudolf Haller wurde bei der Mitgliederversammlung am 24. Februar 2026 in Borken einstimmig an die Spitze der neu fusionierten Kameradschaft gewählt.

Der Wulfener Rudolf Haller ist in Dorsten bestens vernetzt. 15 Jahre lang war er Kommandant der Munitionsniederlage Wulfen, dem größten Munitionsdepot Deutschlands, das heute Munitionsversorgungszentrum West heißt. Darüber hinaus prägt er als Präsident des Festkomitees Dorstener Karneval (FDK) seit Jahren das närrische Brauchtum in der Lippestadt.

Fusion stärkt Interessenvertretung

Mit seiner Wahl übernimmt Haller Verantwortung für eine Kameradschaft, die aus den bisherigen Gruppen in Borken, Coesfeld und Dülmen zusammengeführt wurde. Ziel der Fusion ist es dabei, Kräfte zu bündeln. So möchte der Verband die Interessen von ehemaligen Soldaten, Reservisten und Hinterbliebenen in der Region künftig noch stärker vertreten.

Kontinuität im Vorstandsteam

Rudolf Haller löst den bisherigen Vorsitzenden, Oberstabsfeldwebel a.D. Jürgen Fellerhoff, ab. Dieser hatte nach seiner erneuten Bestätigung als Kreistagsmitglied, Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister von Borken auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Er bleibt der Kameradschaft jedoch als stellvertretender Vorsitzender erhalten und sichert somit Kontinuität in der Vorstandsarbeit.

Das Führungsteam ergänzt dabei der Schriftführer und kommissarischen Kassenwart Oberstabsfeldwebel a.D. Gerhard Tienz. Dazu kommen die Beisitzer Oberstabsfeldwebel a.D. Thomas Heick und Oberstabsfeldwebel a.D. Stephan Weitenberg, die ihre Arbeit im Vorstand fortsetzen. Alle Kandidaten erhielten ein einstimmiges Ergebnis.

Mitradler gesucht: Gruppe „Gemeinsam unterwegs“ startet in die Radsaison

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Mit dem Beginn der Radsaison nimmt auch die Gruppe „Gemeinsam unterwegs“ am Paul-Gerhardt-Haus wieder Fahrt auf. Die Initiative der Evangelischen Familienbildungsstätte lädt interessierte Radlerinnen und Radler ein, sich den gemeinsamen Touren anzuschließen und die Region auf zwei Rädern zu entdecken.

Die Gruppe unternimmt regelmäßig abwechslungsreiche Ausflüge und E-Bike-Touren mit Einkehr. Dabei stehen nicht sportliche Höchstleistungen im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben von Natur, Bewegung und Geselligkeit. Die Teilnehmenden erkunden gemütlich neue Routen und lernen zugleich nette Menschen kennen.

Gefahren wird an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat. Die Strecken umfassen in der Regel zwischen 30 und 60 Kilometern und sind auch für Freizeitradler gut zu bewältigen. Treffpunkt und Uhrzeit werden jeweils vorab bekanntgegeben.

Interessierte können sich bei Frau Kerd unter der Telefonnummer 0178 2311575 melden und weitere Informationen erhalten.

Die Evangelische Familienbildungsstätte Paul-Gerhardt-Haus ist eine Einrichtung des Verbandes Evangelischer Kirchengemeinden in Bottrop und Dorsten und bietet vielfältige Angebote für Begegnung, Bildung und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Rotary Club Dorsten: Glücksei-Aktion zugunsten von Grundschulen

Mit viel Herz für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger der Stadt setzt der Rotary Club Dorsten auch in diesem Jahr seine beliebte Glücksei-Aktion fort. Bereits zum siebten Mal verbindet die besondere Lotterie spannende Gewinnchancen, darunter ein Reisegutschein im Wert von 1.500 Euro, mit dem Anliegen, Dorstener Grundschulen zu unterstützen.

Die Erlöse fließen direkt in Projekte, die den Schulalltag bereichern und verbessern, zum Beispiel neue Lernmaterialien, zusätzliche Spielgeräte oder pädagogische Angebote.

Nach dem erfolgreichen Spendenergebnis von 20.000 Euro im vergangenen Jahr möchte der Rotary Club diesen Betrag erneut erreichen. Dafür sollen insgesamt 4.000 Glückseier verkauft werden.
Für den Präsidenten des Rotary Clubs Dorsten, Rudolf Askemper, ist die Aktion dabei weit mehr als eine Lotterie: „Die Glücksei-Aktion ist zu einer wunderbaren Tradition geworden, bei der die Gemeinschaft zusammenkommt, um unsere Kinder zu stärken. Jedes verkaufte Ei hilft dabei, den Schulalltag ein Stück bunter, lebendiger und lehrreicher zu gestalten.“ Gleichzeitig gehe es darum, das Bewusstsein für die Bedeutung frühkindlicher Bildung weiter zu schärfen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Start am 7. März

Ab dem 7. März sind die Lose in Form von Glückseiern bei folgenden Verkaufsstellen erhältlich:

  • Apotheke am Schölzbach, Clemens-August-Str. 91
  • Bauer Aldenhoff, Brauckweg 30
  • Raiffeisen Tankstelle Rhade, Erler Straße 3
  • Bäckerei Imping, An der Molkerei 47
  • Der Blumenpott, Dülmener Str. 17a
  • Löwen-Apotheke, Recklinghäuser Str. 14
  • Markant Tankstelle Wulfen, Hervester Str. 43
  • Optik Scholz, Wulfener Markt 16
  • Schreibwaren Cosanne, Schulstr. 6
  • Spielzeugladen, Recklinghäuser Str. 3
  • Stadtinfo Dorsten, Lippestr. 41

Online sind die Glückseier zudem unter www.rotary-ei.de erhältlich.

Rotary Club Dorsten freut sich über Unterstützer

Der Rotary Club Dorsten – und vor allem die Kinder der Stadt – freuen sich darüber hinaus über jede Form der Unterstützung, sei es durch Spenden oder den Kauf eines Glückseis. Informationen zur Gewinnbekanntgabe und weitere Details finden Interessierte unter www.dorsten.rotary-glueckseisuche.de/.

Mit der Glücksei-Aktion setzt der Rotary Club Dorsten erneut ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, mit einer kleinen Geste Großes zu bewirken und aktiv dazu beizutragen, die Bildungschancen der nächsten Generation zu stärken.

Diese Woche im Kino Dorsten: Scream 7

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In Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor. „Scream 7“, „Marty Supreme“ und „Ein fast perfekter Antrag“ starten in der kommenden Spielwoche. Außerdem dürfen sich Musikfans auf ein Special Screening mit Elvis Presley freuen.

Diese Woche gibt es im Kino Dorsten den Horrorfilm „Scream 7“, die Komödie „Marty Supreme“ und die romantische Komödie „Ein fast perfekter Antrag“.


„Scream 7“

Foto: Sony

Mit „Scream 7“ kehrt eine der erfolgreichsten Horror-Reihen der Filmgeschichte zurück auf die Leinwand. Erneut sorgt der maskierte Ghostface-Killer für Angst und Schrecken, während eine neue Generation von Figuren versucht, die tödlichen Regeln des Spiels zu durchbrechen. Spannung, blutige Wendungen und selbstironischer Meta-Horror machen die Reihe weiterhin zu einem Publikumsmagneten.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Kevin Williamson
Cast (Auswahl): Neve Campbell, Courteney Cox, Isabel May, Mason Gooding, Jasmin Savoy Brown
FSK: ab 16 Jahren

Spielzeiten:
Täglich 17.45 und 20.15 Uhr
Freitag und Samstag zusätzlich 22.45 Uhr

👉 Zu den Tickets: https://central-dorsten.de/film/scream-7


„Marty Supreme“

Foto: Tobis

„Marty Supreme“ erzählt die Geschichte eines ungewöhnlichen Helden, der sich mit Witz und Charme den Herausforderungen des Alltags stellt. Zwischen humorvollen Situationen und emotionalen Momenten zeigt der Film, dass Größe nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern vom Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Josh Safdie
Cast (Auswahl): Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A’zion, Tyler Okonma, Fran Drescher
FSK: ab 12 Jahren

Spielzeiten:
Täglich 17.00 und 20.00 Uhr
Freitag und Samstag zusätzlich 22.00 Uhr

👉 Zu den Tickets: https://central-dorsten.de/film/marty-supreme


„Ein fast perfekter Antrag“

Foto: Leonine

In der romantischen Komödie „Ein fast perfekter Antrag“ gerät ein sorgfältig geplanter Heiratsantrag völlig aus dem Ruder. Missverständnisse, überraschende Wendungen und jede Menge Herz sorgen für unterhaltsame Kinomomente rund um die Frage, ob es den perfekten Zeitpunkt für die große Frage überhaupt gibt.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Marc Rothemund
Cast (Auswahl): Heiner Lauterbach, Iris Berben, Jonathan Perleth
FSK: bitte auf Kinoseite prüfen

Spielzeiten:
Täglich 17.30 und 20.00 Uhr

👉 Zu den Tickets: https://central-dorsten.de/film/ein-fast-perfekter-antrag


Special Screening: „EPIC: Elvis Presley in Concert“

Foto: Universal

Mit „EPIC: Elvis Presley in Concert“ kommt ein besonderes Kinoerlebnis auf die große Leinwand. Das Special Screening präsentiert legendäre Auftritte des King of Rock ’n’ Roll und lässt die Energie seiner Shows noch einmal aufleben.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Termine:
Donnerstag, 26. Februar 2026, 20.15 Uhr
Sonntag, 1. März 2026, 13.00 Uhr

👉 Zu den Tickets:
https://central-dorsten.de/programm/film/epic-elvis-presley-in-concert

Jubiläumsmonat in Wulfen und Barkenberg, dem doppelten Stadtteil

Wulfen ist kein Stadtteil wie jeder andere. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell, dass zwei Erzählstränge nebeneinander laufen und sich doch immer wieder berühren. Genau daraus entsteht der Begriff doppelter Stadtteil.

Er meint die räumliche und funktionale Dualität von Alt Wulfen und der Neuen Stadt Wulfen Barkenberg, geplant und gebaut in den 1960er und 1970er Jahren.

Alt Wulfen trägt mittelalterliche Geschichte in seinen Straßen und Strukturen. Bis zur Eingemeindung in die Stadt Dorsten im Jahr 1975 war Alt Wulfen eine selbständige Gemeinde. Barkenberg dagegen ist ein moderner Stadtteil, ursprünglich für den Bergbau gedacht, mit attraktiven Wohnungen für neu anzuwerbende Arbeitskräfte.

Charakteristisch sind das autofreie Wegenetz, naturnahe Grünflächen und das Zentrum am Wulfener Markt, das beide Stadtteilhälften verbindet. Zwei Welten, die sich nicht abgrenzen müssen, sondern ein gemeinsames Ganzes bilden, mit Kontrasten, Reibung und viel Alltagspoesie.

Genau diese besondere Mischung steht im Mittelpunkt eines Veranstaltungsmonats, der vom 4. bis zum 28. März zahlreiche Programmpunkte und Mitmachaktionen bündelt. Es geht um Begegnung, Erinnern, Erzählen und darum, Wulfen in seiner ganzen Bandbreite sichtbar zu machen.

Auftakt mit fast feierlichem Klang: die Lange Tafel am 6. März

Ein Höhepunkt gleich zu Beginn setzt den Ton für den ganzen Monat. Am 6.3. lädt das Gemeinschaftshaus Wulfen um 19 Uhr zur Auftakt Lange Tafel ein, organisiert vom Förderverein proGHW.

Das Konzept ist so schlicht wie verbindend: ein Mitbringbüfett, bei dem jede und jeder etwas Leckeres für sich mitbringt und wer teilen mag, bringt ein wenig mehr für die Sitznachbarn mit. Dazu gibt es den Sound von 1975, ein kleines Mitsingkonzert mit dem Kirchenchor St. Barbara.

Praktisch wird es auch, denn Gemeinschaft lebt von kleinen Regeln, die vieles leichter machen: Bitte Besteck und Teller nicht vergessen. Und die mitgebrachten Aufbewahrungsboxen mit Namen beschriften, damit danach niemand lange suchen muss. Reservierung im GHW unter 02369 93450 oder per Mail an [email protected].

Frauen und Politik: ein Nachmittag mit Biografien und Ausstellung am 8. März

Am 8.3. richtet sich der Blick auf Frauen in der Kommunalpolitik. Von 15 bis 17.30 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr, lädt die Geschichtsgruppe des Heimatvereins in die Bibi am See. Thema sind Biografien Wulfener Politikerinnen ab 1918.

Begleitet wird der Nachmittag von der Ausstellung 50 Jahre Barkenberg, dazu Kaffee und Kuchen. Als Gäste werden unter anderem Monika Ehm und Ria Helfferich erwartet. Ein Termin, der Geschichte nicht ins Archiv zurücklegt, sondern in Gesichter, Entscheidungen und Lebenswege übersetzt.

Städtebau zum Anfassen: Rundgang und Vortrag am 12. März

Am 12.3. wird es historisch und zugleich hochaktuell. In der Bibi am See beginnt um 17 Uhr ein städtebaulicher Rundgang zur Neuen Stadt Wulfen. Um 19 Uhr folgt ein Vortrag von Prof. Yasemin Utku aus Köln zum Thema Städtebau.

Auch an diesem Tag ist die Ausstellung 50 Jahre Barkenberg zu sehen, in Kooperation mit dem BDA Vest Recklinghausen. Wer Barkenberg nur als Wohnort kennt, bekommt hier die Chance, das Konzept dahinter zu verstehen, als Idee, als Experiment, als gewachsene Realität.

Alt Wulfen im Doppelpack: Frühstück und Kirche im Zeitraffer am 15. März

Am 15.3. stehen in Alt Wulfen gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Im Heimathaus Wulfen gibt es um 9.30 Uhr ein Westfälisches Frühstück des Heimatvereins. Anmeldung ist ab 16.02.2026 möglich unter 02369 22119 bei Werner Gohmann.

Am Abend, von 17 bis 19.30 Uhr, lädt der Förderverein Gnadenkirche Wulfen zur Veranstaltung Kirche im Zeitraffer. Erzählt wird die Geschichte der Gnadenkirche vom Bau bis zur Übernahme durch den Förderverein, in Geschichten und Bildern, ergänzt durch eine Gesprächsrunde. Ein Format, das Bauwerk und Biografie zusammenführt, und zeigt, wie Orte durch Menschen weiterleben.

Ein Tag voller Bewegung und Erinnerung in Wulfen

Am 21.3. verteilt sich das Programm über mehrere Orte und Stimmungen. In der Halle der Gesamtschule Wulfen läuft von 10 bis 15 Uhr der Fußball KiGa Cup mit den umliegenden Kindergärten, organisiert von den SuS GW Barkenberg. Ebenfalls um 10 Uhr starten die Dorstener Besentage, Treffpunkt Gemeinschaftshaus Wulfen, getragen vom Förderverein proGHW.

Am Nachmittag wird es dann erzählerisch und emotional. Im Hotel Humbert findet von 15 bis 17.30 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr, ein Zeitzeugen Nachmittag der Geschichtsgruppe Heimatverein statt. Bei Kaffee und Kuchen geht es um die Gebietsreform 1975 und um den Satz, der bis heute nachklingt: Wulfen wollte eigenständig bleiben. Solche Nachmittage sind mehr als Nostalgie. Sie sind gelebte demokratische Erinnerung, weil sie zeigen, wie Entscheidungen von damals in Identitäten von heute hineinwirken.

Finale mit Bass und Begegnung: Party am 27. März, Abschluss am 28. März

Am 27.3. folgt die große Party. Im Gemeinschaftshaus Wulfen geht es von 19 bis 2 Uhr in die Nacht, organisiert vom Förderverein proGHW gemeinsam mit den SuS GW Barkenberg, mit DJ und Abschlussstimmung.

Am 28.3. gehören die letzten Seiten dieses Monats noch einmal der Gemeinschaft. Um 12 Uhr lädt der Barbara Pfarrsaal zum Mittagstisch gegen Spende, Voranmeldung im Pfarrbüro unter 02369 4145. Um 13 Uhr folgt im Gemeinschaftshaus Wulfen ein Angebot, das den Blick von außen bewusst einlädt: Barkenberg für Nicht Barkenberger, ein Spaziergang mit Christian Gruber.

Ein Monat, der zeigt, was Wulfen kann

Dieser März ist keine Aneinanderreihung von Terminen. Er ist ein lebendiges Porträt eines Stadtteils, der aus zwei Hälften besteht und gerade deshalb so viel Stoff für Begegnung bietet. Alt Wulfen und Barkenberg, Geschichte und Planung, Erinnern und Feiern, Kaffee und Kuchen und DJ Nacht, das alles gehört hier zusammen. Wer teilnehmen will, muss kein Experte sein. Neugier reicht.

Weitere Informationen gibt es unter www.stadtagentur-dorsten.de.

Aktionstag gegen Hasspostings: Polizei NRW geht konsequent vor

Aktionstag gegen Hasspostings: Die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt sich am 13. bundesweiten Aktionstag zur Bekämpfung von strafbaren Hassäußerungen im Netz. In NRW stehen 13 konkrete Ermittlungsverfahren im Fokus. Ziel ist es, Täter zu identifizieren, konsequent zu verfolgen und Betroffene zu schützen.

Am heutigen 25. Februar 2026 beteiligt sich die Polizei Nordrhein-Westfalen am 13. bundesweiten Aktionstag gegen Hasspostings. Der Aktionstag gegen Hasspostings dient dazu, Urheber strafbarer Inhalte im Internet zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen.

13 Ermittlungsverfahren im Fokus

In Nordrhein-Westfalen konzentrieren sich die Maßnahmen auf 13 konkrete Ermittlungsverfahren aus sechs Kreispolizeibehörden. Die Verfahren sind überwiegend der politisch motivierten Kriminalität rechts zuzuordnen, betreffen aber auch linkspolitische, religiöse und ausländische Ideologien.

Insgesamt setzte die Polizei in NRW 17 strafprozessuale Maßnahmen um. Die Ermittler konfrontierten die Verfasser der Hasspostings mit dem jeweiligen Tatvorwurf und vernahmen sie zur Sache. Zudem wurden drei Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Dabei stellten die Einsatzkräfte Smartphones und weitere mobile Geräte als mögliche Tatmittel und zur Beweisführung sicher.

Deutliches Zeichen beim Aktionstag gegen Hasspostings

Mit dem Aktionstag gegen Hasspostings setzt die Polizei NRW ein klares Zeichen. Hetzer und andere Straftäter sollen aus der vermeintlich schützenden Anonymität des Internets herausgeholt werden und die Konsequenzen ihres Handelns spüren.

Hasspostings richten sich häufig gegen Menschen, die sich ehrenamtlich, politisch oder gesellschaftlich engagieren. Diese Taten müssen ernst genommen werden, online wie offline. Wer strafbare Inhalte postet, teilt oder unterstützt, muss mit Ermittlungen und polizeilichen Maßnahmen rechnen.

Gemeinsam gegen Hass im Netz

Die Polizei NRW entdeckt und verfolgt Straftaten im Internet aktiv. Ein wirksamer Kampf gegen Hass im Netz kann jedoch nur gemeinsam mit einer starken Community gelingen.

Jeder ist aufgerufen, nicht wegzuschauen, sondern Online-Täter zu melden. Ziel ist es, das Internet zu einem sicheren virtuellen Raum für alle zu machen.

Strafbare Hasspostings können bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Internetwache der Polizei NRW angezeigt werden.

Deutlicher Anstieg der Fallzahlen

Die Fallzahlen von Hasspostings haben sich im Bundesgebiet zwischen 2021 mit 2.411 Fällen und 2024 mit 10.732 Fällen mehr als vervierfacht.

In Nordrhein-Westfalen stiegen die bekannt gewordenen Fälle zwischen 2022 mit 446 Fällen und 2024 mit 1.167 Fällen auf mehr als das Doppelte. Für das Jahr 2025 zeichne sich nach vorläufigen Zahlen erneut ein leichter Anstieg ab.

Am bundesweiten Aktionstag gegen Hasspostings beteiligen sich alle 16 Bundesländer mit entsprechenden Maßnahmen.

Was sind strafbare Hasspostings?

Zu den strafbaren Hasspostings zählen unter anderem:

  • Beleidigungen
  • Bedrohungen
  • Volksverhetzung
  • Aufrufe zu Gewalt gegen Gruppen wegen Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung

Auf diese Delikte legt die Polizei am Aktionstag gegen Hasspostings ein besonderes Augenmerk.

Wo finden Hasspostings statt?

Tatorte sind überall im Netz. Betroffen sind insbesondere soziale Netzwerke und Messenger-Dienste, in denen Menschen in offenen oder geschlossenen Gruppen kommunizieren.

Häufig treten strafbare Äußerungen im Zusammenhang mit Wahlen, politischen Debatten oder gesellschaftlichem Engagement auf.

Was kann jeder Einzelne tun?

Jeder kann dazu beitragen, Hass im Netz einzudämmen:

  • Verfügbare Informationen dokumentieren und sichern, etwa durch Screenshots oder Kopien
  • Anzeige bei der Polizei erstatten, auch online möglich
  • Beiträge dem jeweiligen Plattformbetreiber melden

Projekt „Verfolgen statt nur Löschen“

Gemeinsam mit der in Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW setzt sich das Landeskriminalamt aktiv gegen Hasspostings ein. Mit der Initiative „Verfolgen statt nur Löschen“ sollen Täter aus der Anonymität geholt werden, um rassistischer Meinungsmache entgegenzutreten.

Seit Bestehen des Projekts haben sich zahlreiche Medien der Initiative gegen Hetze im Netz angeschlossen.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: lka.polizei.nrw

Soroptimist Club übergibt 4.000 Euro an Frauenhaus Dorsten

Am 6. Februar fand die Übergabe einer Spende in Höhe von 4.000 Euro an das Frauenhaus Dorsten statt. Überreicht wurde die Zuwendung vom Soroptimist International Club Reken Dorsten, der die Einrichtung seit Jahren unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Arbeit des Frauenhauses leistet.

Das Frauenhaus Dorsten finanziert seine Tätigkeit zum Teil aus Spenden sowie aus Einnahmen eines angeschlossenen Second Hand Shops. Die Einrichtung bietet traumatisierten Frauen und Kindern, die aus Gewaltbeziehungen geflohen sind, einen sicheren Zufluchtsort. Zudem begleitet das Team die Betroffenen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben, von der akuten Stabilisierung bis zur Perspektive für einen Neuanfang.

Der Soroptimist International Club Reken Dorsten spricht von einer verlässlichen Partnerschaft, die über Jahre gewachsen ist. Mit der aktuellen Spende wolle man erneut konkrete Unterstützung leisten und damit die Hilfsangebote für gewaltbetroffene Frauen und Kinder stärken.

Frauen in Not können sich jederzeit an das bundesweite Hilfetelefon wenden. Unter der Nummer 116 016 gibt es anonyme Beratung und Hilfe, auch bei der Vermittlung weiterer Anlaufstellen.

Soroptimist International Deutschland zählt nach eigenen Angaben rund 7.000 Mitglieder. Die Mitglieder sind in zahlreichen Clubs für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Kindern engagieren. Wer sich über den Soroptimist International Club Reken Dorsten informieren oder selbst aktiv werden möchte, kann per E Mail Kontakt aufnehmen: DFRIAD@t online.de.

Außerdem laden die Soroptimistinnen zum Benefiz Kinoevent ein. Am 1. März um 10.30 Uhr im Central Kino Dorsten soll eine Veranstaltung zugunsten weiterer Projekte stattfinden.

Schwester Johanna Eichmann: Erinnerungen zum hundertsten Geburtstag

Die Wege in der Altstadt führten am Dienstagabend in die St Ursula Kirche. Um 19 Uhr begann ein Erinnern, das mehr war als Rückblick. Schwester Johanna Eichmann, geboren am 24. Februar 1926, wäre gestern hundert Jahre alt geworden. Viele folgten dem Aufruf, sich an die Ordensfrau zu erinnern, nicht mit großen Gesten, sondern mit gemeinsamen Geschichten, mit Momenten, mit Sätzen, die bis heute nachklingen.

Dass ihr Wirken weiterhin in die Gegenwart reicht, zeigte sich bereits an dem Abend. Denn die nordrhein westfälische Schulministerin Dorothee Feller besuchte die St Ursula Kirche. Ein Zeichen, das über Höflichkeit hinausweist. Schwester Johanna war keine Figur der Vergangenheit, sie war eine, die die Stadt geprägt hat, ihre Schule, ihr Gedächtnis, ihren Mut zur Wahrheit.

Ein Abend voller Stimmen für Schwester Johanna

Durch den Abend führte Tobias Stockhoff. Er spannte den Bogen zwischen Biografie und Wirkung, zwischen der jungen Ruth Eichmann aus Münster und der späteren Schwester Johanna, zwischen Jahren der Bedrohung und Jahrzehnten des Aufbauens.

Erzählungen von Begegnungen mit Schwester Johanna. Foto: Alexander Fichtner

Vor allem die Stimmen der Wegbegleiterinnen gaben dem Gedenken Körper und Wärme. Ehemalige Schülerinnen berichteten von Begegnungen, manchmal heiter, oft berührend, immer konkret. Barbara Knebel schilderte, wie präsent Schwester Johanna im Alltag gewesen sei, aufmerksam, zugewandt, mit klaren Erwartungen. Schulleiterin Elisabeth Schulte Huxel setzte die Erinnerungen in Beziehung zur Gegenwart und machte deutlich, wie lange eine Schule von einer Leitung geprägt bleibt, wenn diese Leitung Verantwortung als Haltung verstand.

Von Ruth Eichmann zu Schwester Johanna

Ruth Eichmann wuchs nach jüdischer Tradition auf, wie es die Großeltern mütterlicherseits wünschten. Der Vater, Paul Eichmann, war der Einzige in der Familie römisch katholischen Glaubens. Nach der Machtübernahme 1933 verschärfte sich der Antisemitismus, auch im Alltag der Mitschülerinnen. Als der Wechsel zum Lyzeum anstand, entschied sich die Familie für das Mädcheninternat des Ursulinenklosters in Dorsten. Dort kannte man die Lage konvertierter Jüdinnen bereits.

Schwester Johanna Eichmann
Schwester Johanna Eichmann (1926 – 2019). Foto: JMW

Auf dem Sterbebett bat die Großmutter darum, die Enkelin taufen zu lassen. Im September desselben Jahres konvertierten Ruth Eichmann und ihre Mutter zum Katholizismus. Später erwies sich dieser Schritt als Schutz. Als sogenannte Halbjuden waren sie zunächst noch relativ sicher vor antijüdischen Maßnahmen.

Nationalsozialismus, Zwangsarbeit, Heimkehr in Trümmer

Doch auch Dorsten blieb nicht verschont. Das Kloster geriet ins Visier der Nationalsozialisten und wurde 1942 verstaatlicht. Johanna arbeitete zu diesem Zeitpunkt in Berlin als Dolmetscherin. Der Vater blieb bis zum Ende der Diktatur Geschäftsführer in einem Möbelgeschäft, die Mutter musste Zwangsarbeit leisten. Auch Johanna wurde zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Musikalische Untermalung des Abends. Foto: Alexander Fichtner

1945 kehrte sie nach Dorsten zurück und fand das Ursulinenkloster, ihr früheres Internat, in Trümmern vor. Dieser Bruch blieb Teil ihrer Geschichte, aber er wurde nicht zum Ende, sondern zum Ausgangspunkt.

Bildung als Auftrag: Die Jahre an St Ursula

Von 1946 bis 1952 studierte Schwester Johanna Germanistik und Romanistik in Münster und Toulouse. Anschließend trat sie als Novizin in das Dorstener Ursulinenkloster ein. Von 1964 bis 1991 leitete sie das Gymnasium St Ursula, eine lange Zeit, in der aus Schule auch Haltung wurde. Wer an diesem Abend sprach, beschrieb eine Frau, die forderte, aber nie klein machte. Eine, die Bildung nicht als Stoff begriff, sondern als Aufgabe.

Erinnerungskultur: Dorsten unterm Hakenkreuz und das Jüdische Museum

Ein Schwerpunkt des Abends war die Arbeit von Schwester Johanna in der Erinnerungskultur Dorstens. Als sich 1982 eine junge Gruppe Dorstener Bürgerinnen und Bürger formierte, um die Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus zu erforschen, sagte sie ihre Mitwirkung sofort zu. Im Arbeitskreis Dorsten unterm Hakenkreuz entstanden Publikationen und Forschungsergebnisse zum jüdischen Leben in Dorsten, ebenso zu seiner Verfolgung.

Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Alexander Fichtner

Daraus wuchs die Idee einer Dokumentationsstätte. Die Suche nach einer Immobilie endete im heutigen Altbau des Jüdischen Museums Westfalen. 1992 wurde es eröffnet. Bis 2006 leitete Schwester Johanna das Museum ehrenamtlich. Während ihres Wirkens veröffentlichte sie zahlreiche Publikationen zum jüdischen Leben in Westfalen und eine Autobiografie. Am 23. Dezember 2019 starb sie in Dorsten.

Nähe statt Legende

Besonders eindrucksvoll waren die Worte aus dem Konvent. Schwester Anette und Schwester Benedicta, die über Jahre mit Schwester Johanna lebten und arbeiteten, zeichneten das Bild einer Frau, die sich nicht in die Mauern des Klosters zurückzog. Schwester Benedicta brachte es auf den Punkt: Sie stand nicht nur im Kloster, sondern auch bei den Menschen, die Hilfe brauchten. In diesem Satz lag der Kern des Abends. Nicht die Legende, sondern die Nähe.

Schwester Anette und Schwester Benedicta über das gemeinsame Leben im Konvent. Foto: Alexander Fichtner

Würdigung, die verpflichtet

Landrat Bodo Klimpel erinnerte an die Ehrenbürgerschaft der Ehrenbürgerin des Kreises Recklinghausen. Er zitierte eine Einschätzung aus dem Jahr 2007, die heute wie eine Arbeitsanweisung klingt: Ihre Arbeit ist heute genau so wichtig wie damals.

Landrat Bodo Klimpel über die Ehrenbürgerin. Foto: Alexander Fichtner

So wurde die St Ursula Kirche an diesem Abend zu einem Raum, in dem Erinnerung nicht nur feierlich, sondern wirksam war. Man ging nicht hinaus mit dem Gefühl, eine vergangene Größe beklatscht zu haben. Man ging hinaus mit der Frage, was es heute heißt, sich einzumischen, hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen.

Tobias stockhoff bedankt sich für den Besuch von Schulministerin Dorothee Feller. Foto: Alexander Fichtner

Protestmarsch zur Hürfeld-Halde: Vereine mobilisieren für den 8. März

In Altendorf-Ulfkotte laufen die Vorbereitungen für einen großen Protestmarsch gegen die geplante Deponie auf der Hürfeld-Halde auf Hochtouren. Für Sonntag, 8. März 2026, um 16 Uhr rufen die Bürgerinitiative zum Schutz vor Bergbau- und Umweltschäden in Dorsten (BISBU) und zahlreiche örtliche Vereine zur Teilnahme auf.

Ziel der Demonstration ist es, ein deutliches Zeichen für die Einhaltung des Haldenvertrags und eine Nutzung der Fläche als Naherholungsgebiet zu setzen.

Breite Unterstützung aus dem Dorf

Den Anstoß zur gemeinsamen Organisation gab der Verein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich e. V.“ (ATS). Mitte Februar lud der Vorstand alle Vereinsvertreter des Dorfes zu einem Abstimmungstreffen ein. Gemeinsam mit der BISBU wurde die weitere Vorgehensweise geplant.

Nach Angaben der Organisatoren stehen die Vereine geschlossen hinter dem Protest. Die vielfältigen Aufgaben, von der Mobilisierung der Bevölkerung bis zur Durchführung der Demonstration, sind dabei auf mehrere Schultern verteilt. Ziel ist es, nicht nur Altendorf-Ulfkotte, sondern auch Dorstener Bürgerinnen und Bürger sowie Anwohner aus der Region zu erreichen.

BISBU erinnert an Erfolge und fordert Vertragstreue

Klaus Wagner, Vorstandssprecher der BISBU, verweist auf die langjährige Arbeit der Bürgerinitiative. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 setzt sie sich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit Bergbau- und Umweltschäden ein.

„Nur gemeinsam haben wir eine Chance, dass der Haldenvertrag von 1982 eingehalten wird und die Hürfeldhalde zu einem Ort für Freizeit- und Erholung entwickelt wird“, betont Wagner.

Während es in den Anfangsjahren vor allem um die Stilllegung bergbaulicher Aktivitäten ging, richtet sich der Protest heute gegen neue Industrieprojekte und insbesondere gegen die geplante Umwandlung der Hürfeld-Halde in eine Sondermülldeponie.

Ablauf des Protestmarsches

Der Protest beginnt um 16 Uhr an der Altendorfer Straße im Bereich „Im Hürfeld“. Nach einer kurzen Begrüßung startet der Demonstrationszug in Richtung Halde. Unterwegs informieren die Organisatoren über Hintergründe und aktuelle Entwicklungen. Gegen 17 Uhr ist eine Abschlusskundgebung geplant, das Ende der Veranstaltung soll etwa um 18 Uhr stattfinden.

Grafik: BISBU

Protest vor politisch entscheidender Phase

Der Protestmarsch findet in einer entscheidenden Phase der Debatte statt. In Dorsten beraten Politik und Verwaltung derzeit über mögliche Alternativen zur Deponieplanung, darunter auch eine sportliche Nutzung im Rahmen der Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr. Gleichzeitig fordern Bürgerinitiativen und große Teile der Lokalpolitik die Einhaltung der Haldenverträge und eine Renaturierung der Fläche.

Mit der Demonstration wollen die Organisatoren den öffentlichen Druck erhöhen und die Bedeutung des Themas für die Menschen vor Ort sichtbar machen.

Ein Symbol für den Strukturwandel

Für viele Beteiligte steht die Hürfeld-Halde stellvertretend für den Umgang mit den Folgen des Bergbaus im Ruhrgebiet. Die Frage, ob die Fläche künftig als Deponie, Sportstätte oder Naherholungsgebiet genutzt wird, hat daher weit über Altendorf-Ulfkotte hinaus Bedeutung.

Am 8. März soll nun ein sichtbares Signal aus der Bürgerschaft folgen.

Lokallust Dorsten: Die Februar-Ausgabe ist da

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Neuer Monat, neue Lokallust. Sie kommt frisch aus der Druckerei und wartet darauf, in Ihre Briefkästen gesteckt zu werden. Auch diese Ausgabe ist wieder bunt, vielfältig, informativ, aktuell und gespickt mit neuen lokalen Geschichten und Nachrichten und natürlich weiterhin gratis.

Wir beginnen unsere Ausgabe mit Alex Fichtners Geschichte über das junge Schermbecker Tennistalent Liana Martel. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Nummer eins zu werden.

Nummer eins beim Dorfgespräch war bereits Kevin Jüttermann aus Lembeck. Der Lembecker erzählte Martina Jansen auch, warum.

Was es mit der Pommestüte rot-weiß und der Reinigung des Abwassers in der Holsterhausener Kläranlage des Lippeverbandes auf sich hat das erklärt ihr Klärmeister Christian Wolf.

Norbert Heisterkamp ist erneut in Hape Kerkelings neuem „Horst-Schlämmer-Film“ zu sehen. „Zumindest, wenn ich nicht rausgeschnitten werde“, verrät er Martina Jansen lachend.

Im Sonderteil wird das HUB in Erle vorgestellt. So wurde aus einer Dorfidee ein einzigartiges Projekt.

Für die Bestatterseiten hat sich Martina Jansen dieses Mal über verschiedene Bestattungsformen und Abschiede aus aller Welt informiert.

Aber es gibt natürlich noch weitere Informationen rund um Dorsten in dieser Ausgabe, wie zum Beispiel die Fritz-Kolumne und Oliver Borgwardts Serie „Damals in Dorsten“, die Angebote unserer Werbekunden, und Sie können zudem lesen, was in Dorsten passiert ist und welche Veranstaltungen noch anstehen.

Bis Montag sollten Sie unser Monatsmagazin in Ihren Briefkästen haben, ansonsten melden Sie sich bitte bei uns. Sollten Sie Werbeverweigerer sein, können Sie die neue Ausgabe unseres beliebten Monatsmagazins an den bekannten Auslagestellen mitnehmen.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen das Team der Lokallust.

Neue Sorgen um Grundwasser: CDU stellt Fragen zur Hürfeld-Halde

Mitten in der politischen Debatte über eine mögliche Olympia-Nutzung und die umstrittenen Deponiepläne auf der Hürfeld-Halde bringt eine neue Pressemitteilung der CDU Altendorf-Ulfkotte eine weitere Dimension in die Diskussion. Es geht dabei um mögliche Schäden an der Basisabdichtung der Halde und steigende Salzwerte im Grundwasser.

Der Ortsverband hat bei der Bezirksregierung Arnsberg Analysedaten zum Grundwasser rund um die Halde angefordert. Er sieht darin Hinweise auf eine deutliche Belastung.

Auffällige Salz- und Sulfatwerte im Grundwasser

Nach Angaben der CDU zeigen vorgelegte Analysen aus den Jahren 2008 bis 2018 eine erhebliche Zunahme der elektrischen Leitfähigkeit des Grundwassers westlich der Halde. Während die Werte östlich bei 300 bis 900 Mikrosiemens pro Zentimeter liegen, erreichen sie westlich Werte von bis zu 2930 Mikrosiemens.

Auch die Sulfatwerte liegen laut CDU mit 230 bis 370 Milligramm pro Liter teilweise über Grenzwerten, die für Trinkwasser oder Mineralwasser gelten. In Einzelfällen seien Chloridwerte von über 600 Milligramm pro Liter gemessen worden.

Der Ortsverband warnt daher, Brunnenwasser in diesem Bereich nicht mehr zu Nahrungszwecken zu nutzen.

Verdacht auf undichte Basisabdichtung

Als mögliche Ursache nennt die CDU eine beschädigte oder durchlässige Basisabdichtung der Halde. „Für uns die einzige Erklärung: die Basisabdichtung der Halde ist wasserdurchlässig geworden und der Regen, der das stark salzhaltige Bergematerial ausgewaschen hat, fließt als Sickerwasser direkt ins Grundwasser“, heißt es in der Stellungnahme. „Unsere schlimmsten Befürchtungen, dass neben der unzuverlässigen Basisabdichtung auch die Mergelschichten unter der Halde spätestens durch Bergsenkungen – hervorgerufen durch Abbautätigkeiten – ihre Undurchlässigkeit verloren haben, scheint sich leider zu bewahrheiten.“

Der Ortsverband verweist darauf, dass es bereits in den 1980er-Jahren Zweifel an der hydrologischen Unbedenklichkeit des Untergrunds gegeben habe.

Offene Fragen an Behörden und RAG

Die CDU Altendorf-Ulfkotte kritisiert zudem, dass Analysedaten nach der Auflösung des Bergamtes Marl teilweise nicht mehr auffindbar seien. Sie stellt die Frage, wie eine wirksame Kontrolle möglich sei, wenn wichtige Messdaten nicht vorlägen.

Unklar sei zudem, warum die regelmäßige Beprobung des Grundwassers nach Einstellung des Haldenbetriebs 2018 nicht fortgeführt wurde.

Neue Dimension in der Halden-Debatte

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase intensiver politischer Diskussionen über die Zukunft der Hürfeld-Halde. Während CDU, SPD und Grüne eine nachhaltige Nutzung im Sinne der Haldenverträge fordern und die Olympia-Idee als mögliche Perspektive prüfen lassen wollen, verfolgt die AGR weiterhin Deponiepläne.

Sollten sich die Hinweise auf eine Grundwasserbelastung bestätigen, könnte dies die Debatte grundlegend verändern. Fragen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes würden stärker in den Mittelpunkt rücken und die Anforderungen an jede zukünftige Nutzung erheblich verschärfen.

Forderung nach Aufklärung

Die CDU Altendorf-Ulfkotte fordert nun eine umfassende Aufklärung der möglichen Umweltbelastungen und eine transparente Kommunikation der Messergebnisse. Nur auf dieser Grundlage könne über die Zukunft der Halde verantwortungsvoll entschieden werden.

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