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Montessori Campus wird zum Marktplatz

Beim dritten Campus Basar der Montessori Schule Dorsten verwandelt sich der Standort Wulfen in einen Marktplatz voller Ideen, Handwerk und Begegnungen. Eltern, Kinder, Lehrkräfte und Ehemalige füllen den Campus mit Leben, an diesem Nachmittag ist Schule deutlich mehr als Unterricht.

Gemeinsam mit Sandra Grimm-Jandewerth, der Leiterin der Grundschule am Montessori Campus in Wulfen, führt der Rundgang durch die verschiedenen Stationen. Gleich im Grundschultrakt wird deutlich, dass der Campus Basar bewusst auch die jüngsten Besucher in den Mittelpunkt stellt.

Angebote für die Jüngsten

„In der Grundschule haben wir immer für die Kleinen etwas“, erklärt Grimm-Jandewerth. Zwei Bastelangebote stehen bereit, daneben lädt der Vorlesezauber zum Zuhören ein. Stunde um Stunde wird dort aus Kinderbüchern vorgelesen, damit auch diejenigen, die noch nicht selbst lesen können, auf ihre Kosten kommen.

Im selben Bereich ist der Bücherbasar untergebracht, der Regale und Tische füllt. Bezahlt wird mit Wertkarten, die die Kinder erwerben und dann für Bastelangebote oder andere Aktionen einsetzen.

Basar-Campus Montessori
Das Stockbrot wurde gut angenommen. Foto: Alexander Fichtner

Vor der Tür riecht es nach Rauch und Teig: Draußen können Kinder Stockbrot über dem Feuer backen. Es ist diese Mischung aus Trubel und vertrauter Lagerfeuerstimmung, die viele Familien spürbar anzieht.

Kreative Elternarbeit in der Arbeitsgruppe

Der Weg führt weiter über den Campus hinüber in den Bereich der Reformschule. Hier beginnt der kreative Teil des Basars, getragen von einer Arbeitsgruppe aus Eltern beider Schulformen. „Es gibt eine Kreativ Arbeitsgruppe“, erläutert Grimm-Jandewerth. „Im Vorfeld stellen die Eltern, die in dieser Gruppe sind, kreative Sachen her.“

Beim dritten Campus Basar der Montessori Schule Dorsten verwandelt sich der Standort Wulfen in einen Marktplatz voller Ideen
Köstliches Popcorn an der Candy Bar. Foto: Alexander Fichtner

In mehreren Räumen sind die Ergebnisse zu sehen: Werkstücke aus Holz, Schmuck, Arbeiten mit Harz, Handarbeiten, dazu Produkte aus dem 3D Drucker. Vieles ist bereits weihnachtlich gestaltet und füllt die Tische in dichter Folge.

Lernen im Schulgarten

Eine besondere Rolle spielt der Schulgarten. Dort haben Kinder im Kunstunterricht Dinge gestaltet, die sich aus Naturmaterialien oder einfachen Materialien herstellen lassen. Was hier verkauft wird, stammt sichtbar aus eigener Produktion des Campus.

Viele Deko-Elemente aber auch nützliche Dinge konnten gekauft werden. Foto: Alexander Fichtner

Auf der schuleigenen Obstwiese wachsen Äpfel und Birnen, im Schulgarten Erdbeeren, dazu kommen Hühner und Enten. „Das ist für die Kinder toll“, sagt Grimm-Jandewerth. „Sie sehen, wo etwas herkommt, und haben es wortwörtlich in der Hand.“ Beim Schulfrühstück gibt es gelegentlich Rührei, zubereitet aus den Eiern der schuleigenen Tiere.

Seit dem Frühjahr sind außerdem Bienen auf dem Gelände, im kommenden Jahr soll der erste Honig in das Sortiment des Basars aufgenommen werden.

Nachhaltigkeit in der Schülerfirma

In einem weiteren Raum präsentieren Schülerinnen und Schüler ihre Schülerfirma. Sie verkauft Produkte aus recycelten Materialien, unter anderem aus alten Schallplatten und Fliesen vom Wulfener Markt. „Da war ich sogar dabei“, erinnert sich Grimm-Jandewerth. Was einst Baustoff war, wird nun zu Untersetzern, Dekoration oder Gebrauchsgegenständen.

Stände beim Basar-Campus Montessori-Schule Dorsten
Die Stände waren stets gut besucht. Foto: Alexander Fichtner

Nachhaltigkeit wird hier nicht als abstrakter Begriff verhandelt, sondern liegt als fertiges Produkt auf dem Tisch.

Treffpunkt Cafeteria und Kulinarik

Auch kulinarisch ist der Campus Basar breit aufgestellt. Eine Jahrgangsgruppe, die A 10, betreibt eine eigene Candybar mit Popcornmaschine, um die Klassenkasse zu füllen. Im Bereich Kulinarik duftet es nach Süßem und Herzhaftem, in der Cafeteria haben Eltern Kuchenplatten aufgebaut, der Grill auf dem Außengelände versorgt Besucherinnen und Besucher mit warmen Speisen.

Zwischen den Tischen steht Jan Gödde, stellvertretender Schulleiter der Reformschule, im Gespräch mit Eltern. Die Leiterin der Reformschule, Frau Schulte, ist ebenfalls auf dem Gelände unterwegs, häufig im Austausch mit der Grundschulleitung.

Der Rundgang zeigt, wie eng hier beide Schulformen verbunden sind. „Es ist ein gemeinsames Projekt, deshalb heißt es Campus Basar“, betont Grimm-Jandewerth. Im Alltag gebe es zwar immer wieder Berührungspunkte zwischen Grundschule und Reformschule, doch dieses Fest sei das größte Ereignis, das beide Einrichtungen gemeinsam auf die Beine stellen.

Ein Fest des Zusammenhalts

Entscheidend sei dabei, dass die Aussteller keine fremden Anbieter seien, die einander kaum kennen, sondern Eltern und Angehörige der Schulgemeinschaft. „Dadurch, dass sie alles in Gruppen machen und sich absprechen, wer was herstellt, entsteht eine besondere Atmosphäre“, beschreibt Grimm-Jandewerth. „Das war schon beim Aufbau zu spüren.“

Leckeres aus dem Schulgarten
Leckeres aus dem Schulgarten. Foto: Alexander Fichtner

Diese Stimmung ist auch am Veranstaltungstag deutlich: Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler nutzen den Basar, um ihre alte Schule zu besuchen. Neben den Familien der derzeitigen Kinder kommen auch externe Gäste auf das Gelände. Die Mischung aus vertrauten Gesichtern und neuen Besuchern, aus Markt, Begegnung und Schulleben lässt den Campus an diesem Tag wie ein kleines Dorf wirken, in dem sich fast alle kennen.

Was den Basar aus Sicht der Schulleitung besonders macht, fasst Grimm-Jandewerth am Ende des Rundgangs zusammen. Es sei dieses spürbare Gefühl von Zusammenhalt, sagt sie. Eltern der Grundschule und Eltern der Reformschule arbeiten in den Gruppen der Kreativ Arbeitsgemeinschaft selbstverständlich zusammen. Kinder erkennen ihre eigenen Produkte wieder oder stehen mit hinter den Ständen.

Viele Familien erleben Schule an diesem Nachmittag als Ort, an dem sie selbst aktiv werden und nicht nur Angebote konsumieren. So wird der dritte Campus Basar am Montessori Standort in Wulfen zu einem Schaufenster dessen, was im Schulalltag oft zu kurz kommt: Zeit für gemeinsames Tun, für Gespräche zwischen den Generationen und für das Erlebnis, dass Lernen und Leben zusammen gehören.

Pflegedienst van der Wurp übernimmt H. u. M. Pflegedienst in Rhade

Der ambulante Pflegedienst van der Wurp aus Dorsten übernimmt zum 1. Dezember 2025 den H. u. M. Pflegedienst in Rhade. Damit wächst das Unternehmen weiter und baut seine Präsenz im ländlichen Raum aus. Die neue Zweigstelle nimmt den regulären Betrieb zum 1. Februar 2026 auf.

  • Was: Übernahme des H. u. M. Pflegedienstes in Rhade
  • Wann: Übernahme zum 1. Dezember 2025, offizieller Start am 1. Februar 2026
  • Wo: Rhade, neue Zweigstelle des Pflegedienstes van der Wurp
  • Wer: Pflegedienst van der Wurp GmbH, Inhaber Knut van der Wurp
  • Warum: Sicherung der Pflegeversorgung vor Ort
  • Aktuell: Übergangsphase bis Februar, Organisation läuft über die Zentrale in Dorsten

Bestehende Strukturen bleiben erhalten

Durch die kurzfristige Entscheidung der bisherigen Inhaberinnen, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen, ergab sich die Möglichkeit zur Übernahme. Der Dorstener Pflegedienst reagierte schnell, um die Versorgung der Rhader Stammkundinnen und -kunden sicherzustellen. Die Betreuung wird nahtlos weitergeführt, ohne Unterbrechung und mit gleichbleibendem Qualitätsanspruch.

Übergangsregelung bis Februar 2026

In der Übergangszeit bis Februar bleibt die zentrale Verwaltung noch am Hauptsitz in Dorsten. Erst mit dem Abschluss aller formellen Regelungen, insbesondere den Vereinbarungen mit den Krankenkassen, wird die Zweigstelle organisatorisch vollständig in den laufenden Betrieb integriert. Vor Ort ist das neue Team jedoch bereits aktiv und sichert die tägliche Pflegearbeit in Rhade.

Team startet motiviert in die neue Phase

Für Inhaber Knut van der Wurp und sein Team ist die Erweiterung ein bedeutender Schritt. Die Mitarbeitenden sehen darin eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Arbeit. Mit großer Motivation und bewährtem Teamgeist wird die neue Aufgabe angegangen. Die Pflegedienst van der Wurp GmbH unterstreicht damit ihren Anspruch, Pflege in hoher Qualität wohnortnah anzubieten.

Bibi am See: Zwischen Bücherregal und Lernlabor

Wenn im Foyer der Gesamtschule die Eltern mit ihren Kindern durch die Flure ziehen, Klassentüren offenstehen und Projekte präsentiert werden, ist mittendrin auch ein Ort, der längst mehr ist als „nur“ eine Bibliothek: die „Bibi am See“. Beim Tag der offenen Tür nutzte sie die Gelegenheit, sich parallel zur Schule eigenständig vorzustellen und zugleich zu zeigen, wie eng sie mit dem Alltag der Gesamtschule verwoben ist.

„Wir haben heute für die Öffentlichkeit geöffnet“, erklärt Olaf Herzfeld, Koordinator Medien GSW / „Bibi am See“. „Es ist eine Kombination aus Tag der offenen Tür aus schulischer Sicht, gekoppelt mit einem Sonderöffnungstag der Stadtbibliothek.“ Die doppelte Perspektive ist Programm: Wer an diesem Tag die Schule kennenlernen will, lernt automatisch auch die Bibliothek als Herzstück des Medien- und Lernangebots kennen.

Die Medienscouts laden zum mitspielen ein. Foto: Alexander Fichtner

Bücherbasar, Tonie-Tauschbörse und Lesestart

Direkt im Eingangsbereich laden Büchertische zum Stöbern ein. „Wir haben einen Bücherbasar und eine Tonie-Tauschbörse“, sagt Herzfeld. Eltern blättern in Kinderbüchern, Jugendliche in Romanen, Grundschulkinder schauen neugierig auf die Tonie-Figuren, die über die Tische wandern.

Eingangsbereich der Bibi am See. Foto: Alexander Fichtner

Gleichzeitig richtet sich ein Teil des Programms bewusst an die Jüngsten, die noch gar nicht zur Schule gehen. Lesestart-Geschichten, ein eigener Kleinkindbereich, kleine Leseinseln – hier geht es um frühkindliche Sprach- und Lesförderung. „Schulkindliche Bildung ist uns total wichtig“, betont Herzfeld. „Aber es beginnt eben schon vorher: Wir wollen, dass Kinder möglichst früh mit Geschichten, Büchern und Hörmedien in Berührung kommen.“

So schlägt die „Bibi am See“ eine Brücke: vom Kindergartenkind, das mit den Eltern zum Lesestart kommt, bis zum Oberstufenschüler, der hier für eine Präsentation recherchiert.

Die Bibliothek als Lernzentrum der Schule

Neben der öffentlichen Seite tritt an diesem Tag eine zweite Funktion deutlich hervor: die Bibliothek als Lern- und Arbeitszentrum der Schule. Herzfeld führt durch die Räume: „Das Wichtige ist, dass die Eltern sehen, dass wir das hier als Lernzentrum nutzen können“, sagt er.

Vortrag der Begabtenförderung. Foto: Alexander Fichtner

Auf der Empore gibt es Bereiche, in denen ganze Klassen arbeiten können, im Sachbuchbereich ist Platz für 80 bis 90 Personen. „Wir haben oben und hinten ganz viele Möglichkeiten, wo man als Kleingruppe sitzen und selbstgesteuert lernen kann“, erklärt Herzfeld. „Diesen Vorteil haben andere Schulen möglicherweise so nicht.“

Die Botschaft an Eltern und Kinder ist klar: Hier wird nicht nur ausgeliehen, hier wird gelernt, geübt, geforscht. Die Bibliothek ist Unterrichtsraum, Projektraum und Rückzugsort zugleich.

Begabtenförderung, Kopfrechnen und Medienscouts

Beim Rundgang zeigt sich, wie vielfältig diese Nutzung bereits ist. Die schulische Begabtenförderung präsentiert sich in einem der Bereiche der Bibliothek. Kinder des sechsten Jahrgangs stellen ihre Projekte vor, die sie mit Hilfe der technischen Ausstattung der „Bibi“ erarbeitet haben. Herzfeld spricht von „Bibi-Technik“ gemeint ist die Infrastruktur vor Ort: Geräte, Präsentationsmöglichkeiten, Medien.

Präsentation von Projekten. Foto: Alexander Fichtner

Parallel dazu findet ein Kopfrechenwettbewerb statt, bei dem Schülerinnen und Schüler gegeneinander antreten. Wieder etwas weiter hinten informieren die Medienscouts. Ältere Schülerinnen und Schüler, die zu Themen wie Datenschutz, Social Media und verantwortungsvollem Umgang mit digitalen Medien ausgebildet sind. Sie erklären, wie man Falschnachrichten erkennt oder Privatsphäre-Einstellungen anpasst.

Die Bibliothek ist nicht nur Ort der analogen Bücher, sondern ein Knotenpunkt für Medienbildung im umfassenden Sinn. Vom Sachbuch über Lernsoftware bis zur kritischen Reflexion digitaler Angebote.

Multifunktionaler Raum – Bibi am See

Dass sich der Raum auch jenseits des regulären Schulbetriebs bewährt, ist Herzfeld wichtig. „Hier kann man multifunktional nutzen“, sagt er und verweist auf Veranstaltungen in der Bibi am See. So können am Abend Lesungen, Vorträge oder andere Formate stattfinden. Die Sitzordnung ist flexibel, Technik ist vorhanden; aus der Bibliothek wird im Handumdrehen ein Forum.

Gerade diese Multifunktionalität macht für ihn den Kern der „Doppelfunktion“ aus, von der er immer wieder spricht: Lernort für die Schule, Kultur- und Bildungsort für den Stadtteil.

„Geht rum, schaut euch alles an“

Am Ende des Gesprächs fasst Herzfeld zusammen, was an diesem Tag der offenen Tür besonders zählt: das eigene Erleben. „Wir sagen den Kindern auch immer: Geht rum, schaut euch mal alles an hier“, erzählt er. Gemeint sind nicht nur Klassenzimmer und Fachräume, sondern ausdrücklich auch die Bibliothek.

Foto: Alexander Fichtner

Denn die „Bibi am See“ präsentiert sich zwar eigenständig mit eigenem Programm, eigenen Angeboten für die Öffentlichkeit aber immer im engen Verbund mit der Gesamtschule. Der Tag der offenen Tür macht diese Synergie sichtbar: Wer die Schule kennenlernen will, kommt an der Bibliothek nicht vorbei. Und wer die Bibliothek entdeckt, versteht, wie sehr sie inzwischen zum pädagogischen Profil der Schule gehört.

Gesamtschule Wulfen öffnet Türen und senkt Hemmschwellen

Trotz ungemütlichen Novemberwetters und erster Weihnachtsmärkte in der Umgebung zog es am Samstag, 22. November, zahlreiche Familien zur Gesamtschule Wulfen. Beim Tag der offenen Tür präsentierte sich die traditionsreiche Schule als „Schule zum Anfassen“ – mit einem Programm, das bewusst auf Nähe, Mitmachen und Hemmschwellenabbau setzte.

Bereits der Auftakt im Forum markierte eine Neuerung: Statt wie früher die Türen schon während des Aufbaus zu öffnen, blieb das Gebäude bis Punkt 10 Uhr geschlossen. Erst dann wurden die Außentüren geöffnet, der Südeingang freigegeben und der Weg ins Forum mit einem rot-goldenen Band und einer Art „rotem Teppich“ inszeniert. Rund 150 bis 200 Eltern und Kinder nahmen dort Platz.

Schulleiter Hermann Twittenhoff begrüßte die Gäste nur kurz, verwies auf die vielfältigen Angebote im Gebäude. Er übergab dann an die Musiker der Bläserklassen. Sie zeigten, was Kinder in den Musikklassen von Beginn an erwartet. Schon am Donnerstagabend war ein gut besuchter Informationsabend der Schule vorausgegangen, für den kurzfristig zusätzliche Stühle bereitgestellt werden mussten.

Die Bläserklassen der Gesamtschule beim Spiel. Foto: Alexander Fichtner

Lehrer kommen aus den Klassenräumen heraus

Twittenhoff und sein Team haben das Konzept des Tages bewusst überarbeitet. Eine Erkenntnis war dabei, dass viele Eltern eine unterschwellige Hemmung verspüren, Klassenräume zu betreten geprägt von den eigenen Schulerfahrungen. „Die alte Schulzeit scheint für viele bis heute Stress auszulösen. Eltern gehen nicht unbedingt freiwillig in Klassenräume“, so der Schulleiter.

Im Eingangsbereich gab es viele Mitmachangebote. Foto: Alexander Fichtner

Die Konsequenz: Anstatt Besucher in die Räume zu schicken, kamen die Lehrkräfte und Angebote weitgehend aus den Klassenräumen heraus. Präsentationen, Stände und Mitmachangebote waren im Forum, in der „Schulstraße“ und in gut einsehbaren Bereichen gebündelt. So sollten Eltern und Kinder unmittelbar mit Inhalten und Personen in Kontakt kommen, ohne erst eine Schwelle zu überschreiten.

Kulturschule mit breitem Profil

Als Kulturschule der Stadt Dorsten zeigte die Gesamtschule Wulfen ihr breites kulturelles Profil. Kreativklassen mit musikalischem und künstlerischem Schwerpunkt stellten ihre Arbeit vor, ebenso das Fach „Darstellen und Gestalten“, das ab Jahrgang 7 als besonderes Wahlpflichtfach gewählt werden kann. Eine Anmeldung zum Kulturschwerpunkt ist ab der 5. Klasse möglich unabhängig von Vorkenntnissen.

Auch die Sprachenvielfalt war sichtbar und hörbar: Englisch, Französisch, Spanisch und Latein wurden an verschiedenen Stationen präsentiert, teils mit kleinen Aufgaben oder spielerischen Einstiegen für die Grundschulkinder.

In der „Schulstraße“ dem zentralen Aufenthalts- und Lernort reihten sich Stände, Experimente und Beratungsinseln aneinander. Schülergruppen boten Kuchen und Getränke an, während Lehrkräfte und Lernende gemeinsam Unterrichtsprojekte zeigten und Fragen beantworteten.

Lernzeiten: Kinder steuern ihr Lernen selbst

Inhaltlich stellte die Schule eine Entwicklung besonders heraus: das seit vier Jahren etablierte Lernzeitenkonzept. In diesen Lernphasen vor allem in Deutsch, Mathematik und Englisch übernehmen die Kinder deutlich mehr Verantwortung für ihren Lernprozess.

„Kinder steuern ihr Lernen selbst“, erläutert Twittenhoff. Sie entscheiden, ob sie den nächsten Schritt gehen können oder ob sie etwas noch nicht verstanden haben und Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit den Lehrkräften vereinbaren die Schüler Ziele. Später reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Lernfortschritte. Nach Angaben der Schulleitung zeigen die messbaren Ergebnisse, etwa Klassenarbeiten, bereits spürbare Verbesserungen gegenüber früheren Jahrgängen.

Die Kanu AG in der Schulstrasse. Foto: Alexander Fichtner

Die dafür eingerichteten Klassenräume und vorgelagerten Differenzierungsräume konnten am Tag der offenen Tür besichtigt werden. Dort lernen kleine Gruppen separat, arbeiten mit speziellem Fördermaterial und erhalten Unterstützung. Die Raumstrukturen und das Classroom-Management werden jahrgangsbezogen abgestimmt und bilden die Grundlage für die Arbeit in den Lernzeiten.

MINT, Digitalisierung und Naturwissenschaften

Ein weiterer Schwerpunkt lag dabei auf den Naturwissenschaften und der digitalen Bildung. Die Fachschaften präsentierten Experimente, Wettbewerbsprojekte und Technikangebote; eine große Chemieshow war für den späten Vormittag angesetzt und zog viele Besucher an.

Ein Höhepunkt des Tages. Die Chemie Show. Foto: Alexander Fichtner

Die Informatik- und Digital-Teams stellten dabei das Pflichtfach Informatik in den Jahrgängen 5 und 6 vor. So wird Medienkompetenz schrittweise aufgebaut. Von der Nutzung von iPads bis zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Informatik kann ab Jahrgang 7 als Wahlpflichtfach und später in der Oberstufe fortgeführt werden. Drei gut ausgestattete Fachräume, Smartboards und ein umfangreicher iPad-Bestand gehören zur technischen Ausstattung.

Die Gesamtschule Wulfen ist als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet und verweist auf zahlreiche Erfolge bei überregionalen naturwissenschaftlichen Wettbewerben. Auch dies wurde anhand von Projekten und Exponaten sichtbar.

Inklusion, Begabtenförderung und Schülerfirma der Gesamtschule

Wie Inklusion und individuelle Förderung im Alltag aussehen, war an mehreren Stellen erlebbar. Seit rund 30 Jahren ist inklusiver Unterricht an der GSW fest verankert.

Parallel dazu informierten Lehrkräfte über die Förderung, die in Kooperation mit der Universität Münster erfolgt und Schüler mit besonderen Talenten in verschiedenen Jahrgängen über Projekte gezielt anspricht.

In der modernen Lehrküche wiederum arbeiteten Schüler des Faches Hauswirtschaft gemeinsam mit Lehrerinnen – der Duft frisch Gebackenen lockte zahlreiche Gäste an und ergänzte den eher theoretischen Teil des Rundgangs um ein sinnliches Erlebnis.

„Nicht nur erzählen lassen, sondern mitmachen“

Wichtig sei, dass sich Eltern und Kinder nicht nur über die Schule berichten lassen, sondern sie tatsächlich erleben: mitmachen, schauen, anfassen. Erst dann entstehe ein „echtes Gefühl“ für die Schule und ihre Kultur.

Viel zu entdecken in der Schulstrasse. Foto: Alexander Fichtner

Die Gesamtschule Wulfen gehört damit zu den ältesten Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen. Sie trägt Auszeichnungen wie „Schule ohne Rassismus“, „Schule ohne Gewalt“, „Gesunde Schule“, ist MINT-Schule mit naturwissenschaftlichem und technischem Schwerpunkt und Bundessieger des Jugend-Software-Preises.

Am Tag der offenen Tür wurde all dies verdichtet sichtbar. Eine lebendige Momentaufnahme einer Schule, die ihre Türen weit öffnet, ganz bewusst aber auch neue Wege findet, um Hemmschwellen abzubauen und Bildung buchstäblich „begreifbar“ zu machen.

Eine Schule, die man erlebt: Tag der offenen Tür in Wulfen

Die Gesamtschule Wulfen öffnete am Tag der offenen Tür ihre Räume und bot Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Einblick in Unterricht, Projekte und schulisches Leben.

Schulleiter Hermann Twittenhoff zeigte sich zufrieden. „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden und auch darüber, dass wir unser Angebot als Kulturschule der Stadt Dorsten einem interessierten Publikum präsentieren konnten“, sagte er.

Leiter der Gesamtschule Wulfen Hermann Twittenhoff
Schulleiter der Gesamtschule Hermann Twittenhoff. ©GSW

Ein vielfältiger Eindruck von der Schule

Die Gäste konnten sich ein umfassendes Bild der Gesamtschule Wulfen machen. Die Schule zeigte ihre Schwerpunkte in Musik und Kunst, ihr sprachliches Profil und ihre Arbeit als MINT freundliche Schule. Seit mehr als fünfzig Jahren versteht sich die GSW als lebendige Schule zum Anfassen. Die Besucher erfuhren an diesem Tag viel über Lernkonzepte, Freizeitangebote und die Umsetzung der Schulziele im Alltag.

Die kulturelle Ausrichtung zeigte sich in den Präsentationen der Kreativklassen. Bläserklassen und Kulturklassen sowie Angebote aus den Bereichen Kulturschule und Schulkultur gaben Einblicke in ihre Arbeit. Dazu gehört auch das Fach Darstellen und Gestalten, das ab Jahrgang sieben als Wahlpflichtfach gewählt werden kann. Eine Anmeldung zum Kulturschwerpunkt ist ab Klasse fünf möglich.

Bläser- und Kulturklassen an der Gesamtschule Wulfen
Die Bläserklasse. ©GSW

Lernen mit Struktur

Eine erfolgreiche Neuerung ist das Lernzeitenkonzept. Es führt Kinder in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an selbstreguliertes Lernen heran. Schülerinnen und Schüler sollen selbstständig arbeiten, Ziele formulieren und später reflektieren. Die GSW stellte zudem ihre Fachbereiche vor und bot Beratungs und Informationsstände an.

In der Schulstraße wurden Kennenlern und Mitmachangebote präsentiert. Schülerinnen und Schüler boten Kuchen und Getränke an. Moderne Klassenräume, ausgestattet für differenziertes und selbstständiges Lernen, konnten ebenfalls besichtigt werden. In vorgeschalteten Differenzierungsräumen arbeiten kleinere Gruppen. Vorgestellt wurden Materialien und Unterstützungsangebote für Kinder mit Rechenschwäche oder Lese Rechtschreibschwierigkeiten.

Förderung von Talenten an der Gesamtschule

Auch über die Begabtenförderung konnten sich die Besucher informieren. Unterschiedliche Jahrgänge arbeiten hier an gezielten Projekten, die individuelle Stärken der Kinder weiterentwickeln.

 intensive Beratungsgespräche geführt
intensive Beratungsgespräche geführt. ©GSW

Barbara Bögl, Abteilungsleiterin der Jahrgänge fünf und sechs, erklärte: „Die Lehrkräfte der Gruppen Informatik und digitale Schule präsentierten das Pflichtfach Informatik der Klassen fünf und sechs und die weiterentwickelten Maßnahmen zur Medienkompetenz.“ Informatik kann ab Jahrgang sieben als Wahlpflichtfach und später auch in der Oberstufe gewählt werden. Drei Fachräume und zahlreiche digitale Geräte stehen der Schule zur Verfügung.

Naturwissenschaftliche Fächer-Gesamtschule Wulfen
©GSW

Sprachen, Küche und Naturwissenschaften

Interesse weckte außerdem das Sprachenangebot aus Latein, Spanisch, Englisch und Französisch. Aus der neuen Großküche duftete frisches Gebäck. Hier arbeiteten Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern aus dem Bereich Hauswirtschaft.

Die Naturwissenschaften bilden einen zusätzlichen Schwerpunkt. In diesem Bereich kann die Gesamtschule Wulfen auf viele überregionale Wettbewerbserfolge ihrer Schülerinnen und Schüler verweisen. Eine weitere Besonderheit ist die Case Creole. Der Schülerladen wird als Schülerfirma von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf geführt. „Inklusion ist bei uns seit rund dreißig Jahren im Unterricht fest verankert“, so Hermann Twittenhoff.

Intensive Beratungsgespräche geführt

Überall in der Schule standen Lehrkräfte für Fragen bereit und gaben authentische Einblicke in den Schulalltag und die gelebte Schulkultur. „Wir haben sehr viele intensive Beratungsgespräche geführt“, resümierten Hermann Twittenhoff, Barbara Bögl und Michael Andres, Leiter der Oberstufe. Es gehe darum, nicht nur Informationen zu erhalten, sondern selbst mitzuwirken, zu beobachten und auszuprobieren, damit man ein echtes Gefühl für die Schule bekomme.

Stimmt ab: Welches Zeichen soll Bergbau-Wanderwege schmücken?

In der Maschinenhalle Fürst Leopold stellten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Petrinum drei Entwürfe für die neue Wegmarkierung Bergbau vor. Sie zeigen Motive, die künftig den Wanderweg Spuren des Bergbaus in Dorsten begleiten sollen. Aus ursprünglich elf Vorschlägen wählte eine Jury drei Favoriten aus. Welche Markierung später tatsächlich verwendet wird, entscheiden die Dorstener in einem Voting auf Dorsten-Online. Unter allen Einsendungen wird eine Familienführung mit dem Bergbauverein Dorsten verlost.

Ein Projekt mit vielen Beteiligten

Für den rund zwölf Kilometer langen Wanderweg Spuren des Bergbaus in Dorsten erarbeitete der Bergbauverein gemeinsam mit dem Gymnasium Petrinum und den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften Tristan Gayda und Frau Sonja die zukünftigen Wanderzeichen. „Dafür wurde eigens ein Wahlpflichtkurs gegründet mit dem Titel Dein Dorsten“, erklärt Paul Schürmann. Der Kurs setze sich mit der Dorstener Geschichte auseinander und habe das Projekt mit großem Engagement begleitet.

Neue Wegmarken für den Bergbau in Dorsten vorgestellt
Diese drei Entwürfe haben es in die engere Auswahl geschafft. Die Schüler des Gymnasiums Petrinum zeigen die möglichen neuen Wegzeichen für den Bergbauwanderweg. Foto: Paul Schürmann

Paul Schürmann, stellvertretender Vorsitzender des Bergbauvereins Dorsten, erläutert in der Maschinenhalle die Hintergründe des Projekts. Der Verein hatte das Gymnasium Petrinum gebeten, gestalterische Ideen zu entwickeln. „Wir wollten bewusst junge Menschen einbinden, weil sie oft einen anderen Blick auf historische Themen haben“, sagt er. Rund fünfzig Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Teams an grafischen Lösungen, die sowohl symbolisch als auch alltagstauglich sein sollten.

Wie aus elf Entwürfen drei wurden

Bei der Verleihung des Heimatpreises 2025 konnten etwa sechzig bis siebzig Besucherinnen und Besucher ihre Stimme abgeben. Ihre Wertungen bildeten die Grundlage für die Auswahl der drei Entwürfe, die nun öffentlich vorgestellt wurden.

Die drei Wegmarken im Detail

Entwurf A: Schachtgerüst und Figur

Der erste Entwurf zeigt ein grafisch reduziertes Schachtgerüst in Weiß auf grünem Hintergrund. Eine kleine Figur mit Werkzeug steht sinnbildlich für die Arbeit unter Tage. Die Schülerinnen und Schüler legten Wert darauf, dass das Motiv auch in der vorgesehenen Größe von rund zehn mal zehn Zentimetern klar erkennbar bleibt.

Wegmarke Dorsten-Bergbau

Entwurf B: Werkzeuge und Schlüssel

Der zweite Entwurf kombiniert die gekreuzten Hämmer mit einem großen Schlüssel aus dem Dorstener Stadtwappen. Unten ist ein Förderwagen angedeutet. Die Schüler wollten damit verschiedene Aspekte der Dorstener Bergbaugeschichte in einem Bild vereinen.

Voting-Neue Wegmarkierungen Bergbau Dorsten

Entwurf C: Schachtanlage und Stadtwappen

Der dritte Entwurf zeigt eine stilisierte Schachtanlage und das Wappen der Stadt Dorsten. Der Schriftzug Glück auf ergänzt das Motiv. Die klare Linienführung sorgt dafür, dass die Darstellung auch an schmalen Baumstämmen oder an Pfosten gut wahrgenommen wird.

Wanderzeichen Bergbau Dorsten
Foto: Petra Bosse

Unterstützung und Förderung

Der Wanderweg Spuren des Bergbaus wird durch den Heimatcheck NRW mit zweitausend Euro gefördert. „Damit wurde das Projekt als förderwürdig anerkannt“, sagt Paul Schürmann. Weitere Kosten übernimmt der Bergbauverein.

Auch die Arbeit der Jugendlichen soll gewürdigt werden. „Wenn alles fertig ist, möchten wir der Klassenkasse einen kleinen Betrag zukommen lassen“, sagt Schürmann.

Anforderungen an die Wegmarkierung Bergbau

Eine Wegemarkierung muss funktional sein. „Eine Markierung in der Größe von rund zehn mal zehn Zentimetern darf nicht zu viele Details enthalten“, erklärt Schürmann. Wichtig sei, dass Wandernde auch aus einigen Schritten Entfernung sicher erkennen, welchem Weg sie folgen.

Bergbau Dorsten-neue Wegmarkieungen
So könnte die neue Wegemarkierung für die Wanderwege in einer Größe von 10 x 10 cm aussehen. Symbolfoto (KI-generiert)

Gemeinsam mit dem Sauerländischen Gebirgsverein wurde die Strecke bereits abgeschritten. Rund einhundert mögliche Standorte wurden festgelegt. Insgesamt werden etwa einhundertfünfzig Markierungen benötigt.

Ein Weg durch Dorstens Bergbaugeschichte

Der Wanderweg führt durch Hervest, Holsterhausen und Feldmark. Er verbindet Orte, an denen der Bergbau sichtbar war oder Spuren hinterlassen hat. Eine Ausweitung in Richtung Hohe Mark oder Raesfeld war nie vorgesehen, da der Schwerpunkt auf der Geschichte innerhalb der Stadtgrenzen liegt.

Welche Wegemarke für Dorsten gewinnt? Paul Schürmann vom Bergbauverein stellt alle drei Vorschläge  vor.
Paul Schürmann setzt nun auf eine große Beteiligung der Dorstener bei der Auswahl für das zukünftige Schild. Foto: Petra Bosse

Dank an alle Beteiligten

Paul Schürmann bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitwirkenden. „Ich freue mich sehr über das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich so aktiv beteiligt und ihre kreativen Ideen eingebracht haben“, sagt er. Sein Dank gilt ebenso den Lehrkräften und allen Unterstützern, die den Entwicklungsprozess begleitet haben.

Dorsten entscheidet mit

Mit dem Voting auf Dorsten-Online können die Bürgerinnen und Bürger selbst bestimmen, welche Wegmarkierung Bergbau künftig an den Bäumen, Pfosten und Brückengeländern zu sehen sein wird. Das Projekt verbindet lokale Geschichte mit der Beteiligung junger Menschen und macht die Bergbaugeschichte in Dorsten sichtbar.

Kontakt – Voting

Unter all den Einsendung zum Voting verlosen wir eine Führung mit dem Dorstener Bergbauverein. Einsendung unter: [email protected] Stichwort: Zeche. Name und Telefonnummer nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 5. Dezember 2025.

Warnung vor Glätte und erstem Schneefall: Dorsten rutscht in den Winter

Der Winter meldet sich an diesem Sonntag zurück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den gesamten Kreis Recklinghausen amtliche Warnungen vor Glätte und leichtem Schneefall herausgegeben. Damit steht auch Dorsten im Fokus.

Glättegefahr bereits am Nachmittag

Zwischen 15 und 18 Uhr müssen sich Verkehrsteilnehmer auf gefährlich glatte Straßen und Wege einstellen. Bereits eine dünne Eisschicht kann ausreichen, um Autos ins Rutschen zu bringen oder Fußgänger zu stürzen. Die Stadt bittet darum, unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden oder zumindest sehr vorsichtig unterwegs zu sein.

Leichter Schneefall bis in den Abend

Parallel dazu gilt eine Warnung vor leichtem Schneefall, ebenfalls ab 15 Uhr, aber bis 22 Uhr. Zwar erwartet der DWD nur 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee, doch da der Boden vielerorts ausgekühlt ist, reicht diese Menge aus, um Straßen und Gehwege rutschig zu machen. Besonders kritisch könnte es an Brücken, Waldwegen und in höher gelegenen Stadtteilen werden.

Eine ruhige, aber kalte Woche für Dorsten

Während andere Teile Deutschlands in den kommenden Tagen mit starkem Schneefall, gefrierendem Regen oder Dauerregen rechnen müssen, erwartet Dorsten nach aktuellem Stand eine eher ruhige Winterwoche. Die Glättelage soll sich ab Montag spürbar entspannen.

Dennoch bleibt es kalt, und der DWD warnt landesweit in den Nächten vor Frost. Besonders am Donnerstagabend könnte neuer Regen auf gefrorenen Boden treffen und punktuell zu Glatteis führen – ein Szenario, das den Westen zwar weniger betrifft als Mitte und Osten Deutschlands, aber dennoch im Blick behalten werden sollte.

Was Dorstener jetzt beachten sollten

  • Langsam fahren, besonders auf Nebenstraßen und Brücken.
  • Gehwege streuen – Grundstückseigentümer sind dazu verpflichtet.
  • Warme Kleidung: In klaren Nächten kann es empfindlich kalt werden.
  • ÖPNV einplanen: Busse können bei Glätte Verspätungen haben.

Während Bayern, Erzgebirge und der Alpenraum in den nächsten Tagen tief im Winter versinken könnten, bleibt es für Dorsten bei einem sanften, aber rutschigen Einstieg in die dunkle Jahreszeit.

Heiße Beats aus Ischgl: DJ Xandl bringt Apres-Ski-Stimmung ins CreativQuartier

In Dorsten gab es am Samstagabend echtes Apres-Ski-Feeling. Für die Party brauchte niemand eine Schneepiste. Das CreativQuartier verwandelte sich in eine alpine Feierlocation. Verantwortlich dafür war DJ Xandl aus der bekannten Trofana Alm in Ischgl.

DJ Xandl ist in vielen Ländern auf großen Bühnen unterwegs. Er spielte bereits in Deutschland, Belgien und Finnland. Auch im Ruhrgebiet kennt man ihn gut. Bei der Nightaffairs Apres-Ski Party präsentierte er energiegeladene Hits wie „Hulapalu“ und „Die immer lacht“. Das Publikum sang begeistert mit.

Unterstützung aus dem DJ-Team

Die DJs Tom und Frank eröffneten den Abend und sorgten für den passenden Einstieg. Gemeinsam mit Xandl hielten sie die Stimmung bis spät in die Nacht hoch. Das Publikum erlebte authentische Alpen-Vibes und viele bekannte Songs.

Die erste Apres-Ski Party in der Galerie der Traumfänger zeigte, dass Dorsten auch ohne Schnee feiern kann. Die Gäste genossen einen ausgelassenen Abend mit viel Musik und echter Apres-Ski-Atmosphäre.

Heißer Schieß-Wettkampf in Dorsten: Schützen kämpfen um die beste Punktzahl

Welcher Dorstener Stadtteil stellt die besten Schützen? Der monatliche Rundenwettkampf soll diese Frage beantworten. Altendorf, Feldmark und Altstadt traten nun am Schießstand an der Hafenstraße gegeneinander an.

Heißer Schieß-Wettkampf in Dorsten

Welcher Dorstener Stadtteil stellt die besten und präzisesten Schützen? Diese Frage wollen die Dorstener Schießgruppen nun beantworten. Einmal im Monat treffen sich die Schützen zu einem Rundenwettkampf und treten gegeneinander auf dem Schießstand an. Insgesamt sechsmal, vom Oktober bis März, messen sich die Stadtteile in verschiedenen Zusammensetzungen im Luftgewehr-Wettkampf.

Schützen beim Schieß-Wettkampf in Dorsten am Luftgewehrstand
Foto: Christian Haug

Dreikampf

In diesem Monat fand der Dreikampf zwischen Altendorf, der Feldmark und der Altstadt am Schießstand an der Hafenstraße statt. Ulrich Merfeld, erster Vorsitzender der Schießgruppe Altstadt, freut sich auf die spannenden Wettkämpfe zwischen den einzelnen Stadtteilen und erklärt die genauen Regeln des Schieß-Duells: „Jeder Schütze hat genau 30 Schuss. Man tritt entweder alleine oder als Mannschaft mit insgesamt drei Schützen an. Bei den Mannschaften werden dann die Punkte der einzelnen Schützen am Ende zu einer Gesamtwertung zusammengezählt. Wer dann am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettkampf und hoffen, mehr Menschen in Dorsten für den Schießsport begeistern zu können. Wir sind nämlich hinter Fußball die zweitgrößte Sportart hier in Dorsten“.

Schützen beim Schieß-Wettkampf in Dorsten am Luftgewehrstand
Foto: Christian Haug

Das ist der aktuelle Punktestand

Einzel:

  • Mertens, Michael: 298 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Sedlatzek, Nina: 296 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Bauer, Maren: 296 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Bautz, Thomas: 294 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Fröscher, Luisa: 294 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Bendig, Simone: 293 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Mossakowski, Dieter: 293 Punkte (SG Altendorf)
  • Möhring, Lothar: 292 Punkte (SG Feldmark)
  • Lehmbruck, Andree: 292 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Wölke-Heming, Anke: 291 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Merfeld, Ulrich: 291 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Smock, Joachim: 290 Punkte (SG Altendorf)
  • Tietz, Johann: 290 Punkte (SG Altendorf)
  • Stephan, Charlott: 287 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Machalke, Antinea: 285 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Droste, Rolf: 282 Punkte (SG Feldmark)
  • Stephan, Udo: 282 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Sedlatzek, Christian: 280 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Grosse, Birgit: 280 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Reuter, Peter: 279 Punkte (SG Feldmark)
  • Rexfort, Manuela: 279 Punkte (SG Feldmark)
  • Zielonka, Peter: 278 Punkte (SG Altendorf)
  • Dalhaus, Johannes: 277 Punkte (SG Feldmark)
  • Hetkamp, Thorsten: 276 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Besten, Hermann-Josef: 271 Punkte (SG Altendorf)
  • Bautz, Caren: 269 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Ammeling, Klaus: 255 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)
  • Theune, Jens: 243 Punkte (SG-Dorsten Altstadt)

Beste Mannschaft: Die 4. Mannschaft der Altstadt-Schützen mit insgesamt 881 Punkten.

#165 Glosse von Anke – Denken beim Schenken

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Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Denken beim Schenken

Nur noch vier Wochen bis Heiligabend und noch kein Geschenk für die Lieben gefunden? Jetzt reden Sie sich bitte nicht raus mit der vielzitierten Phrase: „Ach, was soll ich da schenken, die haben ja sowieso schon alles!“ Falsch. Blättern Sie doch mal in den einschlägigen Werbebroschüren für moderne Hausfrauen und ideenlose Zeitgenossen, und Sie werden erstaunt sein über das beeindruckende Angebot, das Leben und Geldbörse im Nu erleichtert.

Hat Ihre Schwägerin in den Wechseljahren etwa schon den Beckenbodentrainer aus ergonomischem Polypropylen, den frau sich zum effektiven Muskelgruppentraining einfach zwischen die Oberschenkel klemmt? Hilft gegen Bindegewebs- und Blasenschwäche und sorgt für einen straffen Knackpo!

Auch die einem langen Schuhanzieher ähnelnde Eincreme-Hilfe erleichtert das Alltagsleben enorm: Mit drei Aufsätzen (Cremer, Bürste, Schwamm) und dem langen U-förmigem Stiel macht sie das Einreiben der Rückenpartie ohne Verrenkungen nach Bad, Sauna oder am Strand mühelos möglich.

Socken, Oberhemd, Krawatten – überraschen Sie Ehemann und Opa doch mal mit etwas anderem! Männliche Verwandte mit buschig wachsenden Augenbrauen a la Theo Waigel könnten ihre Freude an der Augenbrauen-Schere aus Edelstahl haben – sicherer Schnitt und einfache Handhabung beim Kürzen, mit einem kleinen Kamm aus antibakteriellem Kunststoff. Unerwünschter Haarwuchs aus Nasen- und Ohrenlöchern ist mit dem zuverlässigen Nasenhaar-Trimmer ein Relikt aus der Vergangenheit.

Und wer mit seinen herkömmlichen Putz-Requisiten schon einmal beim Reinigen von Steckdosen und Fensterrahmen-Rillen hoffnungslos gescheitert ist, der wird für die Steckdosen-Bürste und den „Rahmen-Clean Spezial“ unterm Weihnachtsbaum in Freudentränen ausbrechen und Ihnen auf ewig dankbar sein.

So, liebe Leute, ich muss hier jetzt leider für einen Selbstversuch unter der Dusche abbrechen. Dort wartet schon meine neue, mit Saugnäpfen an den Duschboden befestigte Fußwaschanlage auf ihre erste Inbetriebnahme. Das ist ein Badelatschen, der mit einer besonderen Anordnung kleiner und größerer Bürsten den Fuß von oben und unten bearbeitet. Die Zehenzwischenräume werden so direkt gereinigt. Und der Bimsstein an der Ferse macht die Hornhaut zur Geschichte.

Ab sofort will ich keine Tränen mehr am Gabentisch sehen – außer Lach- und Freudentränen.

Brustkrebslauf Dorsten gewinnt laufen.de-Publikumspreis in Bremen

Der Dorstener Brustkrebslauf hat am 21. November bei der großen Laufgala in Bremen eine besondere Auszeichnung erhalten. Die Initiative wurde von den Lesern von laufen.de mit dem Publikumspreis des GemeinsamMehrBewegen Awards geehrt. Die Entscheidung kam ausschließlich aus der Community und nicht aus einer Jury. Genau das macht diese Anerkennung für die Organisatoren zu etwas ganz Besonderem.

Der Brustkrebslauf wird von Prof. Khadijeh Mohri, Dr. Ali Abdali und Andreas Schilasky organisiert. Die drei sind vielen Menschen in Dorsten längst als „die drei Musketiere“ bekannt. Ihre Reaktion auf den Preis war große Freude, aber auch Dankbarkeit. Sie betonten, dass dieser Erfolg nur durch die Unterstützung aus der gesamten Stadt möglich wurde.

Wohin das Preisgeld geht

Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert. Dieses Geld geben die Organisatoren direkt weiter. Es geht an drei Kinder aus Wulfen, die vor wenigen Wochen ihre erst 41 Jahre alte Mutter verloren haben. Die Kinder leben nun in einer Pflegefamilie, die sich mit großer Fürsorge um sie kümmert. Die Unterstützung soll ein Zeichen der Solidarität sein und steht ganz im Geist des Brustkrebslaufs.

Dorsten trägt den Lauf

Die Musketiere heben hervor, dass der Brustkrebslauf von der Stadt lebt. Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse Vest als verlässlichem Partner, dem Stadtsportverband Dorsten, dem THW und der DLRG sowie vielen weiteren Helfern, Vereinen, Gruppen und Engagierten. Sie sorgen jedes Jahr für Sicherheit, Organisation und Atmosphäre. Der Erfolg zeigt, was möglich ist, wenn eine Stadt zusammenhält.

Brustkrebslauf Dorsten Auszeichnung laufen.de
Viele Sponsoren unterstützen den Brustkrebslauf Dorsten. Foto: privat

Ein emotionaler Moment in Bremen

Für einen unerwarteten Höhepunkt sorgte Moderator und Sportjournalist Ralf Scholt. Der aus Dorsten stammende Gastgeber des reichweitenstarken Laufpodcasts Bestzeit sprach die drei Musketiere direkt an und kündigte spontan seine Unterstützung für den Brustkrebslauf an. Er erzählte zudem, dass sein Vater ihm bis heute täglich den Lokalsportteil der Dorstener Zeitung zuschickt. Für das Team war dies ein Moment, der lange in Erinnerung bleiben wird.

Blick nach vorn beim Brustkrebslauf Dorsten

Der nächste Brustkrebslauf findet am 31. Mai 2026 statt. Die Organisatoren haben ein klares Ziel vor Augen. Von den bisher gesammelten 124.000 Euro sollen es irgendwann 200.000 Euro werden. Der Weg dahin ist weit, doch das Team zeigt sich zuversichtlich. Dorsten hat bereits bewiesen, was gemeinschaftliches Engagement bewirken kann.

Wer den Lauf schon jetzt unterstützen möchte, kann weiterhin auf das bekannte Spendenkonto überweisen.

Brustkrebslauf Dorsten Auszeichnung laufen.de
Die Auszeichnung. Foto: privat

Gemeinsam trainieren

Alle, die sich vorbereiten möchten oder einfach Freude am Laufen haben, sind jeden Sonntag willkommen. Der Barmer Lauftreff startet um 10.00 Uhr am DTC Dorsten. Die Teilnahme ist offen, kostenlos und für alle Leistungsklassen geeignet.

Ein optimistischer Schluss

Andreas Schilasky fasst die Stimmung nach der Preisverleihung zusammen. „Wir bleiben weiter unerschütterlich optimistisch. In allem, was wir tun.“

Tag der offenen Tür an der Neuen Schule Dorsten

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Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich beim Tag der offenen Tür an der Neuen Schule Dorsten über Unterrichtsangebote, Projekte und das Miteinander an der Schule. Die Veranstaltung fand am Samstag zwischen 10 und 13 Uhr statt und bot zahlreiche Einblicke in den Schulalltag.

Einblick in Unterricht und Projekte

Im Schulgebäude stellten Schülerinnen und Schüler Arbeiten aus verschiedenen Jahrgangsstufen und Fächern vor. Besonders gefragt waren die Mitmachstationen. Dort erhielten Gäste praktische Einblicke in Unterrichtsformen und Projektarbeit, darunter Angebote aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaften. Führungen durch Lernende ergänzten das Programm. Sie gaben Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Eindruck aus ihrer Perspektive.

Austausch mit dem Kollegium

Die Schulleitung präsentierte wichtige Bestandteile des Schulprogramms. Lehrkräfte, sonderpädagogische Fachkräfte und die Schulsozialarbeit standen für Gespräche bereit. Viele Gäste nutzten diese Möglichkeit, um Fragen zu stellen und die pädagogische Arbeit näher kennenzulernen.

Begegnungen im Café International

Ein fester Bestandteil des Tages war erneut das Café International. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler gestalteten das Angebot. Bei Kuchen und Getränken kamen viele Gäste ins Gespräch und tauschten Eindrücke aus.

Positive Rückmeldungen

Die Neue Schule Dorsten zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Rückmeldungen und Gespräche machten deutlich, dass das Schulleben von den Gästen als vielfältig und zugewandt wahrgenommen wurde.

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