Es muss nur das Wetter mitspielen – am Sonntag, 25. Mai 2025 spielten, sangen und feierten Kinder mit ihren Eltern an der Ursula-Realschule in Dorsten-Hardt. Der Gewinn der Veranstaltung „Mit Vollgas zum Klettergerüst“ dient einem neuen Spielgerät im Integrativen Familienzentrum Pusteblume der Lebenshilfe.
„Mit Vollgas zum Klettergerüst“ hieß es am vergangenen Sonntag, 25. Mai auf dem Gelände der Ursula-Realschule. Der Name lässt ein bisschen Interpretationsspielraum: Ein Klettergerüst gab es unter den Spielmöglichkeiten vor Ort nicht – der Kauf eines neuen Geräts mit dem Gewinn der Veranstaltung war das Ziel des Tages.
Die grauen Wolken und der Regen des Morgens und Vormittags trübten anfangs die Stimmung und die Leute blieben der Schule zunächst fern. Die nachmittäglichen Sonnenstrahlen zogen Eltern und Kinder dann doch an. Der 6-jährige Linus Püttmann stand mit seiner Mutter in der Schlange am Kurs des Quadkinder Ruhrgebiet e.V. Er habe schon zuvor einmal Spaß gehabt, mit der Miniatur-Variante der Quads zu fahren.
Mit den kleinen Quads düsten die Kinder über den Parcours. Foto: Julian Konetzka
Paw-Patrol-Polonäse
Die jungen Gäste ließen die Gelegenheit nicht aus, mit den tierischen Helfern der Paw Patrol zu tanzen, passend zum Intro-Song der Serie. Nach einer ausgiebigen „Polonäse Blankenese“ mitsamt Paw Patrol, Eltern und Kindern eröffnete DJ Sam Vegas die Kinderdisco.
Aber auch menschliche Helfer der Feuerwehr waren Teil der Veranstaltung: Marvin H. und Manoel H. vom Löschzug Dorsten-Altstadt fuhren mit dem großen Einsatzfahrzeug vor, hinter dessen Steuer die Kinder klettern durften. Vegas forderte die beiden zusammen mit den Kindern auf, auch auf die Tanzfläche zu kommen: „Feuerwehr, kommt da rein!“
Eine bunte Polonäse vor dem Feuerwehrauto. Foto: Julian Konetzka
Alles ein Gewinn
Außerdem tobten die jungen Besucher sich auf der Hüpfburg aus, ließen sich schminken oder machten riesige Seifenblasen. Die Hauptpreise am Glücksrad waren schnell vergriffen, es fanden aber noch eine Menge weiterer Preise einen neuen Besitzer.
Beim Glücksrad gab es kleine Gewinne zu erspielen. Foto: Julian Konetzka
Neben dem Angebot an Pommes, Bratwurst und Waffeln verführte ein großes Angebot verschiedener Kuchen und Muffins. Der Gewinn des Tages soll den Kauf eines neuen Klettergerüsts für das Integrative Familienzentrum Pusteblume ermöglichen. Leiterin Nicole Baumann lobte das Engagement aller ehrenamtlichen Helfer.
Ehrenamtliche Helfer hatten leckeren Kuchen vorbereitet. Foto: Julian Konetzka
Quadkinder Ruhrgebiet: Vier Räder für den guten Zweck
Am 14. Juni sorgt der Quadkinder Ruhrgebiet e.V. in der Kita Marler Straße für einen erhöhten Adrenalinspiegel. Dort findet wieder der Kinderkleider- und Spielzeugmarkt statt. Erster Vorsitzender Andre Tepe fordert potenzielle Aussteller auf, sich noch über die Website des Vereins zu bewerben: „Es sind noch ein paar Stände frei!“ Nicht nur wird wieder die Paw Patrol vorbeikommen; auch die Disney-Prinzessinnen Elsa und Rapunzel sind Teil der Party.
Die Grünen in Dorsten haben einen neuen Fraktionsvorsitzenden: Claas Römer wurde von der Ratsfraktion in das Amt gewählt und folgt damit auf Thorsten Huxel, der sein Ratsmandat aufgrund seines Wechsels in die Stadtverwaltung niedergelegt hat. Römer wird den Vorsitz gemeinsam mit Christina Roemer ausüben.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir die Fraktion mit der Wahl entgegengebracht hat. In den nächsten Monaten möchte ich – als Bürgermeisterkandidat und als Fraktionsvorsitzender – deutlich machen, dass wir in Dorsten eine starke grüne Stimme im Rat brauchen“, erklärte Römer nach seiner Wahl. Kritik äußerte er an den bisherigen Mehrheitsverhältnissen im Rat: „In der letzten Ratssitzung haben wir wieder gesehen, dass CDU und SPD oft unkritisch den Vorschlägen der Verwaltung folgen. Wir wollen hingegen auch in Zukunft durch konstruktive Vorschläge wichtige Akzente in der Kommunalpolitik setzen, zum Beispiel in der Umwelt- und Klimapolitik oder für Soziale Gerechtigkeit.“
Die Nachfolge von Huxel im Rat übernimmt Susanne Fraund.
Zur Person: Claas Römer
Claas Römer ist in Dorsten aufgewachsen und lebt mit seiner Familie in Hervest. Er arbeitet seit über zwölf Jahren als interner Leiter in einem Wasserabfüllwerk im Chemiepark Marl. Dort ist er unter anderem für Verwaltung, Schichtplanung und Preisgestaltung verantwortlich. „Ich kann auch wieder den Blaumann anziehen, mich in die Anlage stellen und die Anlage bedienen“, so Römer.
Seine Lehrer an der Gesamtschule Wulfen hätten ihn früh für Politik begeistert. Seit 2015 ist Römer Mitglied der Grünen, seit 2017 Teil des Vorstands. In den 1990er Jahren gründete er den American-Football-Verein Dorsten Braves. Heute ist er Mitglied im Sportausschuss und engagiert sich im Rat der Stadt in den Bereichen Schule und Jugendhilfe.
Über sich selbst sagt Römer: „Ich komme aus der normalen Perspektive des Menschen in der Mitte.“ Einen akademischen Abschluss habe er nicht, dafür aber in den Jahren „Lebenserfahrung und Sozialkompetenz dazugewonnen“.
Regenwetter, volle Tennis-Dominanz: Die Herren 30 des Dorstener TC Jüntgen haben sich auch von Nieselregen und schwierigen Bedingungen nicht aufhalten lassen. Beim ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison bezwang das Team um Kapitän Marcel Schröder den Gütersloher TC Rot-Weiß klar mit 9:0. Trotz des Wetters gelang es, die Partien komplett auf Sand zu spielen – und der DTC Jüntgen feierte am Ende den zweiten Saisonsieg in Folge.
„Wir hatten wirklich Pech mit dem Wetter, es war durchgehend Nieselregen. Aber wir konnten alles auf Asche durchziehen, was nicht selbstverständlich ist“, so Schröder. „Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis – die Mannschaft hat eine starke Leistung abgerufen.“
Caruso mit Heimpremiere, Team überzeugt auf ganzer Linie
Besonders beeindruckend war erneut der Auftritt von Neuzugang Salvatore Caruso, der bei seiner Heimpremiere vor heimischem Publikum mit einem souveränen 6:2, 6:2-Sieg gegen Jorge Martinez Martinez überzeugte. Auch Antonio Massara, Gabriel Hidalgo, Stefano Galvani, Jean-Marc Werner und Jake Mak gewannen ihre Einzel allesamt in zwei Sätzen – lediglich Galvani musste im ersten Satz seines Matches in den Tiebreak, den er aber mit 7:6 für sich entschied.
In den Doppeln ließen die Dorstener ebenfalls nichts anbrennen: Caruso/Galvani, Massara/Hidalgo und Werner/Meijer gewannen alle Matches, sodass am Ende ein glattes 9:0 auf der Anzeigetafel stand.
Regenfeste Zuschauer und große Hoffnung für die nächsten Spiele
„Wir haben uns besonders gefreut, dass uns trotz des widrigen Wetters doch einige Zuschauer unterstützt haben“, lobte Schröder. „Wenn beim nächsten Heimspiel wieder die Sonne lacht, würden wir uns wieder über großen Zuspruch freuen – Tennis auf Bundesliga-Niveau lohnt sich allemal.“
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am 7. Juni, wenn der Kölner HTC Blau-Weiß in Dorsten zu Gast ist. Zunächst aber steht am kommenden Samstag (31. Mai) das Auswärtsspiel beim ETB Schwarz-Weiß Essen an. „Wir gehen mit viel Selbstvertrauen nach Essen – die Mannschaft ist gut drauf, und wir wollen unseren Lauf fortsetzen“, blickt Schröder optimistisch nach vorne.
DTC Jüntgen Herren 30: Bundesliga-Spielplan 2025
Auswärtsspiele: 📅 17.05.2025 | 13:00 Uhr – TuS St. Hubert I (Kempen) 📅 31.05.2025 | 13:00 Uhr – ETB SW Essen I 📅 28.06.2025 | 13:00 Uhr – HTC Peißnitz
Am Dienstag, 27. Mai 2025, beginnen in Dorsten die Zentralen Abschlussprüfungen nach Klasse 10. Für viele Schülerinnen und Schüler markiert dieser Tag einen wichtigen Schritt in ihrer Schullaufbahn. In den kommenden Wochen werden ihre Kenntnisse in verschiedenen Fächern überprüft, die sie sich über Jahre hinweg erarbeitet haben.
Bürgermeister Tobias Stockhoff wendet sich an die Schülerinnen und Schüler und spricht ihnen seine Unterstützung aus: „Ich drücke allen Schülerinnen und Schülern fest die Daumen für einen erfolgreichen Verlauf der Prüfungen! Ihr habt Euch lange darauf vorbereitet und könnt jetzt zeigen, was Ihr könnt. Ich wünsche Euch nicht nur viel Erfolg, sondern auch das nötige Quäntchen Ruhe und Selbstvertrauen, um mit einem guten Gefühl durch diese Zeit zu gehen.“
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Stockhoff hebt hervor, dass die Prüfungen nicht nur ein Abschluss, sondern auch der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sind: „Ob der Weg weiter in Richtung Abitur, in eine Ausbildung oder einen anderen beruflichen Einstieg führt – ich wünsche Euch, dass Ihr Eure Pläne verwirklichen könnt und dabei Menschen um Euch habt, die Euch unterstützen.“
Der Bürgermeister bedankt sich auch bei allen, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Monaten begleitet und unterstützt haben. „Diese Prüfungen sind eine Teamleistung – und viele tragen im Hintergrund dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet in diese Zeit starten konnten.“
Mit dem Start der Abschlussprüfungen beginnt für die Jugendlichen eine anspruchsvolle Zeit, die sie mit Unterstützung ihres Umfelds bewältigen können. Die Stadt Dorsten wünscht allen Prüflingen viel Erfolg.
Trotz zwischenzeitlichem strömenden Regens haben rund 2000 Menschen am 3. Brustkrebslauf in Dorsten teilgenommen. Ein klares Zeichen für Zusammenhalt, Lebensfreude und Engagement. Von den Kleinsten bis zur Feuerwehr in voller Montur: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten eindrucksvoll, dass sportliche Leidenschaft und gesellschaftlicher Einsatz auch bei widrigen Bedingungen nicht ins Wasser fallen. Im Mittelpunkt stand dabei mehr als der sportliche Wettkampf – es ging um Aufmerksamkeit für eine Krankheit, die viele betrifft.
Der letzte 5 Kilometerlauf. Foto: Petra Bosse
Schon früh am Sonntagmorgen füllte sich das Gelände rund um die Oude Marie: Läuferinnen und Läufer kamen mit Hund, Kind und Kegel, bereit für einen besonderen Tag im Zeichen des Sports und der Solidarität.
Kinder eröffnen den Brustkrebslauf 2025 mit Elan
Pünktlich am Vormittag um 10 Uhr fiel der Startschuss für die Kinderläufe über 800 Meter. Zahlreiche Mädchen und Jungen gingen voller Energie auf die Strecke. Direkt im Anschluss machten sich die Walking-Gruppen auf den Weg – zuerst die Fünf-Kilometer-Strecke, gefolgt von den Walkern über die kürzere Distanz.
Foto: Petra Bosse
Der Himmel öffnete zwischendurch seine Schleusen, doch die jungen Sportlerinnen und Sportler zeigten sich unbeeindruckt. Eltern feuerten ihre Kinder mit Regenschirmen und warmen Worten vom Rand aus an. „Ich wurde zwar nass – aber es hat so Spaß gemacht!“, rief ein achtjähriger Teilnehmer stolz, während er sich mit einem trockenen Handtuch umhüllte.
Foto: Petra Bosse
Ein Meer aus Pink trotz Regenflut
Zwischen den Läufen ließen die Organisatoren hunderte pinkfarbene Luftballons steigen – ein stilles, aber kraftvolles Symbol im Zeichen des Kampfes gegen Brustkrebs. Verteilt wurden sie von den Mitorganisatoren Dr. Ali Abdali und Prof. Dr. Khadijeh Mohri. Die Mitveranstalterin Khadijeh Mohri war selbst an Brustkrebs erkrankt Khadijeh Mohri war vor dreieinhalb Jahren selbst an Brustkrebs erkrankt, mittlerweile ist sie krebsfrei. Damals sei sie auf die Idee gekommen, auch in Dorsten einen Sponsorenlauf gegen Brustkrebs an den Start zu bringen.
Ein starker Auftakt, der gleich zu Beginn ein emotionales Zeichen setzte. „Das Bild war beeindruckend. Es war, als würden all die Gedanken, Hoffnungen und Erinnerungen mit diesen Ballons aufsteigen“, sagte eine Zuschauerin bewegt.
Die Organisatoren des Brustkrebslaufes: Dr. Ali Abdali, Prof. Dr. Khadijeh Mohri, und Fitnesstrainer Andreas Schilasky. Foto: Petra Bosse
Sportliche Vielfalt bis zum großen Finale
Ab 11.30 Uhr folgte der 2,5-Kilometer-Lauf, bevor der Hauptlauf über fünf Kilometer die Veranstaltung abschloss. Dabei gingen allein in dieser Kategorie 495 Sportbegeisterte an den Start. Moderator Andy Schilasky war die Begeisterung deutlich anzumerken. Mit Megafon und ansteckender Begeisterung feuerte er die Läuferinnen und Läufer an und hielt die Stimmung auch bei Regen auf dem Höhepunkt.
„Das war heute der absolute Wahnsinn“, sagte er euphorisch. „Die Leute haben so gute Laune mitgebracht. Ich würde mal sagen: richtig geil!“ Auch spontane Nachmeldungen seien noch eingegangen: „Wir haben noch einige Nummern rausgegeben. Es war der Hammer!“
Begeisterte Zuschauer und Eltern. Foto: Petra Bosse
Feuerwehr Dorsten läuft in voller Montur
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Feuerwehr Dorsten, die gleich mit 31 Teilnehmern antrat – teils in kompletter Einsatzmontur inklusive Atemluftflaschen. „Das war für uns eine gute Trainingsmöglichkeit“, erklärte Feuerwehrmann Jan Heppner. „Einige sind gewalkt, viele aber auch gelaufen – fünf Kilometer mit rund 25 Kilo Gepäck. Da kommt man schon ins Schwitzen.“
Beteiligt waren Mitglieder aus verschiedenen Löschzügen, darunter Wulfen, Holsterhausen, Hervest 1 und Altstadt. Ziel sei es gewesen, einerseits dabei zu sein und andererseits das Durchhaltevermögen realitätsnah zu testen.
Team Feuerwehr Dorsten. Foto: Petra Bosse
Feuerwehr Meerbusch und THW zeigen Präsenz
Auch aus Meerbusch war die Feuerwehr mit zwei Läufern angereist. „Für uns war es ein lockeres Training“, so ein Teilnehmer. Schließlich stünden bald Wettkämpfe unter Atemschutz an. Das Technische Hilfswerk (THW) stellte nicht nur vier Läufer, sondern sorgte mit insgesamt neun Kräften auch für die technische Versorgung der Veranstaltung. „Wir waren unter anderem für die Stromversorgung zuständig“, erklärte ein Vertreter des THW.
Viel zu schleppen hatte dieser Dorstener Feuerwehrmann auf seiner 5 km-Runde. Foto: Petra Bosse
Tänze, Vitamine und Aufklärung im Trockenen
Wer lieber im Trockenen bleiben wollte, fand in der Oude Marie einen geschützten Platz zum Verweilen. Dort zeigten unter anderem die jungen Talente der Tanzschule Höfken eine mitreißende Choreografie. Zahlreiche Informationsstände klärten über Brustkrebs auf, verteilten Infomaterialien und luden zum Gespräch ein. Die Geburtsstation des Dorstener Krankenhauses bot vitaminreiche Snacks und frische Säfte an – auch das kam gut an.
Tanzschule Höfken. Foto: Petra Bosse
Ein Brustkrebslauf mit Herz – auch bei Regen
Der 3. Dorstener Brustkrebslauf war mehr als eine Sportveranstaltung. Es war ein gemeinsames Zeichen gegen die Krankheit, für Solidarität – und für Lebensfreude selbst bei Regenwetter. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, emotionaler Tiefe und ehrenamtlichem Engagement machte den Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.
Foto: Petra Bosse
Team Atlantis Dorsten. Foto: Petra Bosse
Team Geburtsstation Krankenhaus Dorsten. Foto: Petra Bosse
Trotz Dauerregens war die Stimmung beim 3. Sponsoren-Brustkrebslauf in Dorsten am Sonntag durchweg positiv. Rund 2000 Anmeldungen zählte der Benefizlauf.
Beim diesjährigen 3. Sponsoren-Brustkrebslauf in Dorsten ließen sich die Teilnehmenden nicht vom unbeständigen Wetter entmutigen – im Gegenteil: Auch wenn es zwischendurch wie aus Eimern goss, blieben Stimmung und Motivation hoch.
Andy Schilasky zählte lautstark den Countdown herunter – und schickte die Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Foto: Petra Bosse
Sechs Läufe – ein Ziel
Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss für den ersten von insgesamt sechs Läufen. Den Auftakt machten die Jüngsten: Kinder der Jahrgänge 2013 bis 2020 gingen mit sichtbarem Ehrgeiz und viel Spaß auf die Strecke. Viele Teilnehmer kamen in auffällig pinken Outfits oder mit persönlichen Botschaften auf dem Trikot.
Vorab die schönsten Bilder des Tages – der ausführliche Bericht folgt.
Wulfen hat nach einem fröhlichen und bisweilen verregneten Festwochenende einen neuen Schützenkönig. Die Regentschaft begann beim Schützenfest Wulfen 2025 am Sonntag kurz nach 15 Uhr mit dem 103. Schuss. Unter großem Jubel holte Theo Rößmann den Vogel „Brunhilde“ von der Stange. Er regiert zusammen mit Königin Caroline Stockhoff.
Die Regentschaft von Holger Badde und Stefanie Schinkel ist zu Ende, der neue Schützenkönig ist gefunden. Trotz anhaltenden Regens und einem verspäteten Start des Königsschießens herrschte beim Schützenfest in Wulfen ausgelassene Stimmung. Drei Kandidaten nahmen in diesem Jahr den hölzernen Vogel ins Visier: Thomas Diekert, Christian Schlagenwerth und Theo Rößmann. Gegen 15.06 Uhrgelang es Theo Rößmann, mit einem präzisen Schuss den hölzernen Vogel von der Stange zu holen und sich somit die Königswürde zu sichern. An seiner Seite wird Caroline Stockhoff das Schützenvolk regieren.
Caroline Stockhoff und Theo Rößmann sind die neuen Regenten von Wulfen. Foto: Alexander Fichtner
Details in Kürze
Der Vogel fiel um 15.06 Uhr mit dem 103. Schuss von der Stange
Königin ist Caroline Stockhoff.
Zur Throngemeinschaft gehören Thomas Diekert und Pamina Rößmann, Matthias Joemann und Monika Diekert, sowie Daniel Haunschild und Nina Joemann.
Königsanwärter waren Thomas Diekert, Christian Schlagenwerth, Theo Rößmann.
Insignien
Krone: Nico Kleine-Sender
Zepter: Ralf Schmidt
Reichsapfel: Niklas Werk
Linker Flügel: Tobias Maag
Rechter Flügel: Björn Steeg
Spannung am Sonntag kurz vor dem Königsschuss. Foto: Alexander Fichtner
Ehrungen und Umzug zum Abschied vom alten Königspaar
Der Samstag beim Schützenfest Wulfen 2025 begann traditionell mit dem Wecken durch den Spielmannszug um 6 Uhr. Beim Frühschoppen ab 11 Uhr im Festzelt wurden die Vereinsjubilare für ihre 25-, 50-, 60- und 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Wegen strömenden Regens musste dann aber der geplante Festumzug am Nachmittag verkürzt werden und führte lediglich über den Großen Ring. Dennoch marschierten hunderte Schützen ins Festzelt ein und wurden dort unter tosendem Applaus empfangen.
Besonders emotional wurde es, als das scheidende Königspaar Holger Badde und Stefanie Schinkel feierlich verabschiedet wurde. Für eine besondere Überraschung sorgten die beiden zusammen mit dem Thron beim Eröffnungstanz des Festballs. Gemeinsam mit den Wulfener Spitzentänzern André und Kristina Kruschinski hatten sie eine Choreografie einstudiert, die für Begeisterung im Zelt sorgte.
Spannendes Königsschießen trotz Regens
Am Sonntag mussten sich die Wulfener erst einmal den Schlaf aus den Augen reiben. Lange und fröhlich hatten sie bis tief in die Nacht gefeiert. „Das Zelt hat richtig gebebt“, erinnerte sich Thorsten Rathmann, stellvertretender Geschäftsführer der Schützen. So war es vielleicht auch eine kleine Gnade von Petrus, der Schützengemeinschaft noch etwas Zeit zum Wachwerden zu gönnen. Zur geplanten Startzeit von 10 Uhr regnete es noch so ausgiebig, dass die erste Schussabgabe noch verschoben wurde. Erst kurz vor der Mittagsstunde ging es dann los.
Offizier Tobias Maag sicherte sich den linken Flügel. Foto: Alexander Fichtner
Die Jagd auf die Trophäen war eröffnet, und Schützenadler „Brunhilde“ musste Federn lassen. Das Zepter ging an Ralf Schmidt, der Reichsapfel an Niklas Werk. Die linke Schwinge konnte Tobias Maag abschießen, während der rechte Flügel beim amtierenden Biervogelkönig Björn Steeg herunterfiel. Die Krone holte sich Nico Kleine-Sender.
Die letzte Insignie ging an den amtierenden Biervogelkönig Björn Steeg. Danach ging es ans Königsschießen. Foto: Alexander Fichtner
Dabei blieb kein Auge trocken – wortwörtlich. Denn immer wieder gingen wahre Sturzbäche auf die Besucher hernieder. Von den Zelten und Pavillons floss der ablaufende Regen und konnte dennoch nicht die Stimmung verwässern. Statt dessen wurde unter den Planen gesungen und gefeiert. Kurz vor dem Königsschießen klarte es aber ein wenig auf.
Die Besucher fanden Schutz unter den Planen und Regenschirmen. Foto: Alexander Fichtner
Als der Himmel aufklarte und sich das Finale ankündigte, strömten auch immer mehr Besucher auf den Platz. Alle waren gespannt, wer der nächste Schützenkönig werden würde. Auch die Wulfener Blasmusik spielte sich schon einmal warm und stimmte „Glory, glory, hallelujah“ an.
Als die Sonne hervorkam, strömten auch die Besucher zum Platz. Foto: Alexander Fichtner
Drei Anwärter lieferten sich spannendes Schießen auf „Brunhilde“
Drei Anwärter wagten sich ans Gewehr: Thomas Diekert, Christian Schlagenwerth und Theo Rößmann. Schuss um Schuss trafen nun den Vogel. Die Spannung stieg, und die Anwärter gaben sich am Schießstand die Flinte in die Hand. Brunhilde hielt sich tapfer: Nach rund 100 Schuss blieb noch immer ein „Zipfel“ übrig, und der Jubel war verfrüht.
Drei Anwärter wagten sich in diesem Jahr ans Gewehr. Foto: Alexander Fichtner
Strahlender Sieger und neuer Schützenkönig
Um 15.06 Uhr brachte Theo Rößmann den 103. Schuss ins Ziel und ließ den Adler von der Stange fallen. Wulfen hatte einen neuen Schützenkönig. Der 39 Jahre alte Beton- und Stahlbetonbaumeister nahm die 37 Jahre alte Bürokauffrau Caroline Stockhoff zur Königin. Zur Throngemeinschaft gehören die Minister und Ehrendamen Thomas Diekert und Pamina Rößmann, Matthias Joemann und Monika Diekert, sowie Daniel Haunschild und Nina Joemann.
Tobias Stockhoff übernahm die Krönung des neuen Paares. Foto: Alexander Fichtner
Bürgermeister Tobias Stockhoff scherzte, man könne ja fast von einem Zahnstocher-Schießen sprechen, da am Ende nur noch Splitter von „Brunhilde“ am Mast gehangen hätten. Er nahm dem alten Königspaar Holger und Stefanie Kette und Krone ab und übergab diese dann an das neue Königspaar Theo und Caroline.
Nun steht dem neuen Königspaar ein prächtiger Umzug durch das Dorf bevor. Abends werden die Schützen die neuen Regenten beim Schützenfest Wulfen 2025 dann noch ausgelassen feiern.
Sichtlich gerührt nahmen die beiden die Ehrung entgegen. Foto: Alexander Fichtner
Drei Tage lang ein rauschendes Schützenfest Wulfen 2025
Damit endete das rauschende Schützenfest Wulfen 2025. Dazu finden Sie wie gewohnt viele Fotos auf unserem Portal Dorsten-online.
Strömender Regen, verkürzte Umzugsstrecke, Stromausfall – und trotzdem ein voller Erfolg. Der Samstag beim Schützenfest Wulfen 2025 zeigte einmal mehr, dass die Gemeinschaft im Dorf zusammenhält und selbst widriges Wetter die Stimmung nicht trüben kann.
Eigentlich sollte der Tag mit einem großen Festumzug quer durch Wulfen seinen Höhepunkt finden. Aufgrund des anhaltenden Regens musste die Strecke dann aber kurzfristig gekürzt werden. Statt durch das gesamte Dorf führte der Umzug diesmal nur über den Großen Ring. Aber auch das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Hunderte Schützen marschierten ins Festzelt ein und wurden dort unter tosendem Applaus empfangen. Besonders emotional wurde es, als Holger Badde und Stefanie Schinkel, das Königspaar des vergangenen Jahres, noch einmal feierlich verabschiedet wurden.
Für eine besondere Überraschung sorgten die beiden dann beim Eröffnungstanz des Festballs. Gemeinsam mit den Wulfener Spitzentänzern André und Kristina Kruschinski hatten sie eine kleine Choreografie einstudiert. Das Ergebnis: Ein schwungvoller Tanz, der für Begeisterung und Applaus im Zelt sorgte.
Schützenfest-Samstag: Parade im Festzelt
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Schützenfest ist Schützenfest
Die Blaskapelle Wulfen machte zusammen mit dem Stampfen der Schützen weiter Stimmung und leitete den feierlichen Teil des Tages ein. Während im Zelt gefeiert wurde, vergnügten sich draußen Kinder und Jugendliche bei Fahrgeschäften, Dosenwerfen und anderen Attraktionen – ganz nach dem Motto: Regen hin oder her, Schützenfest ist Schützenfest. Auch der zwischenzeitliche Stromausfall in Teilen von Wulfen konnte dem Fest nichts anhaben – das Zelt blieb hell erleuchtet, die Musik spielte weiter, und die Gäste feierten ungestört.
Der Abend gehörte dann ganz der Live-Band „Herzschlag“, die ab 20 Uhr den Festball eröffnete. Klassiker aus Pop und Schlager füllten die Tanzfläche. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt bei der Fahnen- und Damenparade. Trotz der widrigen Umstände wurde bis spät in die Nacht ausgelassen getanzt und gefeiert. So war auch der Samstag beim Schützenfest Wulfen 2025 ein Tag, der den Wulfenern sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Schützenfest Wulfen Party 2025: Fotos: Christian Haug
Besinnlicher Gottesdienst eröffnet das Wulfener Schützenfest
Mit drei Böllerschüssen begann am Freitagnachmittag (23. Mai) traditionell das Wulfener Schützenfest. Anschließend zogen die Schützen in die St. Matthäus Kirche ein, wo erstmals der Gottesdienst am Freitag vor Christi Himmelfahrt stattfand – eine Neuerung, die künftig Bestand haben soll.
Die Pastoren Shaijan Koonamparampath und Martin Peters gestalteten den feierlichen Auftakt gemeinsam. „Es freut mich, dass so viele an diesem traditionellen Gottesdienst teilnehmen. Besonders in heutigen Zeiten ist es wichtig, sich zu besinnen und zusammenzukommen“, sagte Pastor Peters in seiner Ansprache.
Neben den Schützenkompanien nahm auch Bürgermeister Tobias Stockhoff an der Andacht teil. Für die musikalische Begleitung sorgte die Blaskapelle Wulfen. Mit Gesang, Hörnerklängen und Orgelspiel entstand eine feierliche und zugleich eindrucksvolle Atmosphäre.
Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die Schützen zum Ehrenmal, wo der große Zapfenstreich den offiziellen Auftakt des Festes abschloss.
Im Jahr 2024 verzeichnete Dorsten 161 Einbürgerungen und erreichte damit den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahrzehnten. Landesweit registrierte Nordrhein-Westfalen mit 68.703 neuen deutschen Staatsangehörigen die höchste Zahl an Einbürgerungen seit dem Jahr 2000. Der deutliche Anstieg um 34,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wird maßgeblich mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in Verbindung gebracht.
NRW mit Höchststand seit 2000
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt (IT.NRW)mitteilte, handelt es sich bei den 68.703 Einbürgerungen im Jahr 2024 um den höchsten Wert in NRW seit Einführung der aktuellen Erhebung im Jahr 2000. Im Jahr zuvor waren es noch 51.187 Personen gewesen.
Einbürgerungszahlen in Dorsten steigen deutlich
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass in Dorsten 2024 insgesamt 161 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger eingebürgert wurden. Damit liegt die Zahl nur knapp unter dem bisherigen Höchstwert von 174 im Jahr 2000. Auch in den Jahren 2001 (167) und 2002 (155) lag die Zahl ähnlich hoch. Ein Tiefpunkt wurde 2017 mit lediglich 14 Einbürgerungen erreicht. In den Jahren 2009 bis 2011 gab es in Dorsten sogar keine Einbürgerungen.
Gesetzesreform erleichtert Einbürgerung
Hintergrund des landesweiten Anstiegs ist eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, die am 27. Juni 2024 in Kraft trat. Seitdem kann eine Einbürgerung bereits nach drei Jahren Aufenthalt erfolgen – zuvor lag die reguläre Frist bei sieben Jahren. Zudem ist es nun möglich, die bisherige Staatsangehörigkeit beizubehalten. Diese Erleichterungen machen sich nun auch in den statistischen Daten bemerkbar.
Herkunftsländer: Syrerinnen und Syrer führen Statistik an
Den größten Anteil an den Einbürgerungen stellten auch 2024 erneut Menschen aus Syrien. Sie lagen auf Platz eins im Ranking der eingebürgerten Staatsangehörigen. Erstmals seit 2012 schafften es auch Einbürgerungen von Personen aus der Russischen Föderation wieder unter die TOP 10 der häufigsten Herkunftsländer.
Fazit
Die Einbürgerungszahlen in Dorsten und ganz NRW spiegeln nicht nur ein gestiegenes Interesse an der deutschen Staatsangehörigkeit wider, sondern auch die Wirksamkeit der gesetzlichen Neuerungen. Die Zahlen verdeutlichen: Einbürgerung ist für viele Menschen ein erreichbares Ziel geworden – auch in Dorsten.
Die Raoul-Wallenberg-Schule am Wittenbrink ist erneut Ziel eines Einbruchs geworden. Unbekannte Täter verschafften sich in der Nacht von Donnerstag (22. Mai) auf Freitag (zwischen 18 Uhr und 6.35 Uhr) gewaltsam Zugang zum Schulgebäude, das von mehreren Schulen genutzt wird.
Nach Angaben der Polizei hebelten die Täter ein Fenster auf, um in das Gebäude einzudringen. Im Inneren durchsuchten sie mehrere Unterrichtsräume und entwendeten elektronische Geräte, darunter Laptops und Tablets.
Bereits Anfang Mai war die Förderschule von einem Einbruch betroffen. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei Recklinghausen bittet mögliche Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0800 2361 111 zu melden.
Weitere Details zur Schadenshöhe oder zu möglichen Tatverdächtigen liegen bislang nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.
Glosse von Anke:Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit.
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
In der Warteschlange
„Meine Güte, warum machen die denn nicht die 3. Kasse auf?“ Ungeduldig tritt der weißhaarige Rentner in der Warteschlange vor mir von einem Fuß auf den anderen. Immer wieder schaut er sich um, blickt unruhig nach links und rechts, als ob er alleinig mit seinem suchenden Blick zusätzliches Personal an die Kassen des Lebensmitteldiscounters zwingen könne. „Das müssen die doch sehen, dass die Schlange hier immer länger wird“, meckert er wieder los, „aber wenn hier niemand was sagt, ja dann passiert auch nichts!“
Auffordernd schaut er zu mir. Ich lächele ihn freundlich an: „Wenn die Schlange Sie so sehr stört, dann fragen Sie doch selbst mal nach.“ Unentschlossen zuckt er mit den Schultern und hält erst einmal den Mund. Aber nur für fünf Sekunden, da sprudelt der Unmut erneut aus ihm heraus: „Ich verstehe das nicht. Die müssen doch selber sehen, dass noch eine weitere Kasse geöffnet werden muss“, wedelt er hektisch mit den Armen.
Tiefenentspannt
Dass er in mir offensichtlich keine Mitstreiterin gewinnen kann, scheint ihn zunehmend zu ärgern. „Ja, stört Sie das denn nicht?“, versucht er erneut, mich ins Boot der Meckerer zu holen. „Heute nicht“, bleibe ich tiefenentspannt. „Wissen Sie, in der Woche habe ich ständig Zeitdruck und hetze auch immer ungeduldig durch die Gegend. Doch heute ist Samstag. Da genieße ich es, warten zu können, gönne mir, in Ruhe an der Kasse zu stehen und mit den Leuten in der Warteschlange etwas zu plaudern.“
Er schaut mich verdutzt an. „Ja, eigentlich haben Sie Recht“, entblähen sich zusehends seine prallen Wutbacken. Er schaut schon viel gelassener in die Welt. Wir smalltalken noch ein wenig über das schöne Wetter, das schlechte Fernsehprogramm und die steigenden Lebensmittelpreise – und dann müssen wir auch schon unsere Waren auf das Band legen, bezahlen und einpacken. „Auf Wiedersehen und ein schönes Wochenende“, verabschieden wir uns gut gelaunt am Laden-Ausgang.
Aus den Augenwinkeln bemerke ich noch, wie eine hektische Mitarbeiterin die 3. Kasse aufschließt.