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Dorsten-Woche: Schützenfeste, Stadtleben und Geschichten mit Tiefgang

Dorsten hatte in dieser Woche viel mehr zu erzählen als einzelne schnelle Meldungen. Zwischen Schützenfesten, Stadtleben, Sport, Ehrenamt und Geschichten aus den Ortsteilen entstand ein Wochenbild, das noch einmal zum Nachlesen einlädt.

Dieser Rückblick bündelt ausgewählte Beiträge der vergangenen Tage. Im Mittelpunkt stehen Themen, die über den Moment hinaus interessant bleiben oder direkt auf die kommenden Tage vorausweisen.

Schützenfeste als roter Faden

Der stärkste rote Faden der Woche war das Schützenwesen. In Deuten wurde gefeiert, fotografiert und ein neuer König bejubelt. Der Rückblick auf die große Feier um das neue Königspaar erzählt die Atmosphäre im Ortsteil, die Fotos vom Zelt am Samstag liefern die passenden Bilder, und mit Oliver Fasselt als neuem Schützenkönig bekam das Fest seinen Höhepunkt.

Gleichzeitig schaute Dorsten schon auf die nächsten Festtage. Besonders spannend ist das Doppel-Schützenfest von Hardt und Hervest-Dorsten, weil hier zwei Vereine auf einem Gelände feiern und trotzdem ihre eigene Tradition behalten. Wer den Überblick behalten will, findet außerdem alle wichtigen Stationen in der Zusammenstellung der Schützenfeste Dorsten 2026. Für Holsterhausen-Dorf lohnt sich der Blick auf das geplante Pfingst-Schützenfest über fünf Tage.

Menschen, Orte und Engagement

Neben den Festen gab es Geschichten, die leiser beginnen, aber länger nachwirken. Das LWL-Wohnhaus Dorsten sucht Gartenfreunde und macht daraus mehr als nur einen Aufruf: Es geht um Begegnung, Teilhabe und einen Garten, der für Bewohnerinnen, Bewohner und Helfende ein gemeinsamer Ort werden kann.

Auch die Innenstadt spielte eine Rolle. In den Mercaden Dorsten übernimmt mit Mia Catalano eine neue Center-Managerin, die selbst aus Dorsten kommt. Das ist nicht nur eine Personalie, sondern auch ein Blick auf die Frage, wie sich ein zentraler Einkaufsort weiterentwickeln kann.

Dass Dorsten stark von Engagement lebt, zeigten mehrere Beiträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Der Verkehrsverein entdeckte den Emmelkamp und rückte eine alte Bauernschaft mit ihren Geschichten in den Fokus. Der Beitrag zum FSJ in Dorsten zeigte, wie wichtig junge Freiwillige im Schulalltag sind. Und der angekündigte Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dorsten verbindet die Dorstener Tage des Grundgesetzes mit dem Thema Ehrenamt.

Was in den nächsten Tagen wichtig wird

Ein Rückblick ist am stärksten, wenn er auch Orientierung für die nächste Woche gibt. Deshalb bleiben vor allem zwei Service-Themen relevant: Die Stadt kündigt Tempo-Kontrollen vom 18. bis 24. Mai an. Außerdem arbeitet der KSD ab dem 19. Mai an der Freifläche Lippetal, die dann vorübergehend nicht als Parkplatz genutzt werden kann.

Auch Polizeimeldungen waren Teil der Woche. Besonders die Foto-Fahndung nach einem mutmaßlichen Einbrecher sorgte für Aufmerksamkeit. Solche Nachrichten gehören zur lokalen Berichterstattung, bestimmen diesen Rückblick aber bewusst nicht allein.

Sport und Freizeit mit Dorsten-Bezug

Sportlich fiel vor allem die Leistung von Sola Moldenhauer aus Dorsten auf, die im Hip-Hop-Tanzsport gleich drei Titel verteidigte. Im Tennis blickt der Dorstener TC Jüntgen mit seinen Herren 30 auf eine ambitionierte Bundesliga-Saison. Und beim ZRFV Dorsten wurde ein Turnierwochenende zu einem Beispiel dafür, wie Sport und Vereinsleben zusammenkommen.

Für die Freizeitplanung waren außerdem mehrere Hinweise interessant: der Familientrödelmarkt im Bürgerpark Maria Lindenhof, das Fun2Go-Tandem der Biologischen Station und die ADFC-Busfahrt nach Ostfriesland für spontane Radreisende.

Noch einmal nachlesen

Diese Beiträge eignen sich besonders gut zum Weiterklicken, weil sie Termine, Hintergründe oder Bilder bündeln:

So bleibt als Wochenbild: Dorsten war in diesen Tagen Festplatz, Treffpunkt, Sportstadt, Einsatzort und Nachbarschaft zugleich. Gerade diese Mischung macht den lokalen Blick interessant.

Helmut Dumzlaff aus Dorsten für deutsche Ü70-Auswahl nominiert

Für Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte geht ein sportlicher Traum in Erfüllung: Der Dorstener gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl.

Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte steht vor einer Fußball-Saison, die für ihn sportlich und emotional zu einem besonderen Kapitel werden kann. Die deutsche Ü70-Auswahl nominierte den Dorstener im vergangenen Monat. Damit darf er sich auf internationale Aufgaben freuen, die weit über den gewöhnlichen Seniorensport hinausgehen.

Helmut Dumzlaff mit Pokal
Helmut Dumzlaff blickt auf internationale Aufgaben mit der deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat

Erster Höhepunkt im Sommer

Als erster großer Höhepunkt wartet auf Helmut Dumzlaff und seine Mitspieler die Europameisterschaft in Cardiff. Ein weiterer besonderer Termin folgt im Juli. Die Ü75 spielt am 30. Juli unter den Augen der Ü70 gegen England.

Auf den Tag genau 60 Jahre zuvor, am 30. Juli 1966, standen sich beide Nationen im WM-Finale von 1966 im Londoner Wembley-Stadion gegenüber. England gewann damals mit 4:2 nach Verlängerung. Bis heute ist vor allem das umstrittene Wembley-Tor von Geoff Hurst Teil zahlloser Diskussionen. Am 31. Juli spielt dann die Ü70 im gleichen Stadion ebenfalls ein Länderspiel gegen England.

Die Neuauflage ist zwar keine offizielle Revanche, aber ein sportlich anspruchsvolles Seniorenspiel mit großer emotionaler Bedeutung. Das Interesse ist bemerkenswert: Der Vorverkauf soll bereits mehr als 13.000 Eintrittskarten erreicht haben, in den Planungen ist von bis zu 15.000 Zuschauern die Rede. Für Helmut Dumzlaff bietet sich damit die Gelegenheit, an einem Fußballereignis mitzuwirken, das Geschichte, Rivalität und Leidenschaft miteinander verbindet.

Helmut Dumzlaff mit der deutschen Ü70-Auswahl
Helmut Dumzlaff gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat

Kosten werden zum großen Teil selbst getragen

Die deutschen Ü70-, Ü75- und Ü80-Auswahlen bereiten sich intensiv auf die kommenden Aufgaben vor. Im Ostalbkreis fanden bereits gemeinsame Trainingseinheiten statt, um die Mannschaften auf die sportlichen Höhepunkte einzustimmen. Wie ehrgeizig und international Fußball auch im hohen Alter läuft, zeigte zuletzt die deutsche Ü75-Auswahl, die 2025 den WM-Titel gewann.

Neben dem sportlichen Ehrgeiz stehen Lebensfreude, Zusammenhalt und Teamgeist im Mittelpunkt. Die Spieler trainieren, reisen zu Turnieren, kämpfen um Kaderplätze und tragen dabei einen erheblichen Teil der Kosten selbst.

Unterstützung kommt unter anderem durch das Charity-Sammelalbum „Weltmeister der Herzen“ von Stickerstars. Auch Helmut Dumzlaff ist darin als Spieler des SV Altendorf-Ulfkotte vertreten. Das Album hilft dabei, Reisen und Turniere der deutschen Senioren-Auswahlen mitzufinanzieren, denn internationale Einsätze bedeuten für die Teams beträchtlichen Aufwand.

Jahreshöhepunkt im Oktober

Der sportliche Jahreshöhepunkt könnte im Oktober folgen. Vom 12. bis 16. Oktober 2026 steht in Brisbane, Australien, die Senioren-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Dort treten Mannschaften in den Altersklassen Ü70, Ü75 und Ü80 an. Für die deutsche Ü75-Auswahl geht es dort um die Titelverteidigung.

Auch wenn die WM nicht zum offiziellen FIFA-Kalender gehört, ist der Anspruch der Mannschaften hoch. Trainingslager, gezielte Vorbereitung und internationale Vergleiche zeigen, wie ernsthaft die Mannschaften den Wettbewerb angehen.

Während viele Gleichaltrige längst nur noch von außen zuschauen, schnürt Helmut Dumzlaff weiter die Fußballschuhe und bereitet sich auf Spiele vor, die für viele Fußballer ein Leben lang unerreichbar bleiben.

ADFC Dorsten: Busfahrt nach Ostfriesland für spontane Radreisende

Der ADFC Dorsten bietet im Juni noch mehrere freie Plätze für eine Busfahrt von Dorsten nach Ostfriesland und zurück an. Auch Fahrräder und Pedelecs können mitgenommen werden.

ADFC Dorsten fährt an die Nordseeküste

Für Individualreisende oder Backpacker bietet der ADFC Dorsten im Sommer eine günstige Mitfahrgelegenheit von Dorsten nach Ostfriesland an. Am Sonntag, 14. Juni, startet die Hinfahrt. Die Rückfahrt ist für Sonntag, 21. Juni, geplant.

In dem Komfortreisebus sind noch einige Plätze frei. Ziel ist die Urlaubsregion Leer / Emden / Norden. Fahrräder und Pedelecs können mitgenommen werden, da der Bus mit einem speziellen Fahrradanhänger fährt.

Preis und Anmeldung

Der Preis beträgt pro Person inklusive Fahrrad- und Gepäcktransport für die Hin- und Rückfahrt insgesamt 60 €.

Ostfriesland und die Nordseeküste verfügen über ein großes Wander- und Radfahrnetz in herrlichster Natur. Zahlreiche Freizeitaktivitäten, Ausflugsziele und Unterkünfte aller Art laden zu einem erlebnisreichen Urlaub ein.

Ausführliche Informationen und Anmeldungen zu der Busfahrt gibt es bei Jürgen Milewski per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0173-7014186 (auch WhatsApp).

Kostenfreier Demenz-Pflegekurs startet in Dorsten

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten startet im Juni wieder mit kostenfreien Angeboten für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten.

Kurs startet am 1. Juni

Im Juni startet das Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus wieder mit kostenfreien Angeboten für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten: „Wir möchten Angehörige von demenziell erkrankten Menschen dabei unterstützen, den Alltag mit ihnen zu verbessern und diese bestmöglich zu verstehen“, erklärt Pflege-Trainerin Yvonne Sulz, die gemeinsam mit Pflege-Trainerin Britta Bellendorf Ansprechpartnerin für Interessierte ist.

Start des Kurses ist Montag, 1. Juni von 17 – 21 Uhr. Die beiden nächsten Termine finden am 8. und 15. Juni jeweils zur gleichen Uhrzeit statt.

Anmeldung zur Familialen Pflege

Anmeldungen nimmt das Team der Familialen Pflege telefonisch unter 02362 29-50876 oder per E-Mail unter [email protected] entgegen.

Tempo-Kontrollen in Dorsten: Diese Straßen sind betroffen

Die Laserwagen der Stadt Dorsten nehmen in der kommenden Woche mehrere Straßen im Stadtgebiet besonders in den Blick.

Tempo-Kontrollen vom 18. bis 24. Mai 2026

Die Laserwagen der Stadt Dorsten werden in der kommenden Woche vom 18. bis 24. Mai 2026 die folgenden Straßen im Stadtgebiet besonders in den Blick nehmen:

  • Idastraße
  • Spessartstraße
  • Kirchhellener Allee

Darüber hinaus muss natürlich im gesamten Stadtgebiet mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.

Ordnungsdienst in Dorsten: Schwerpunktstreifen in Hervest und Holsterhausen

Der Kommunale Ordnungsdienst ist in der kommenden Woche verstärkt in Hervest und in Holsterhausen unterwegs. Kontrolliert werden unter anderem Parkverstöße, illegale Müllentsorgung und Verstöße mit Hund.

Schwerpunktstreifen in Hervest und Holsterhausen

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) wird in der kommenden Woche, 18. Mai bis 24. Mai 2026, verstärkt in Hervest und in Holsterhausen unterwegs sein. Dabei werden die Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes unter anderem das Dauerärgernis Hundekot, Verstöße im ruhenden Verkehr (etwa Falschparken) oder illegale Müllentsorgungen in den Blick nehmen. Auch Feststellungen für andere Fachbereiche werden an die zuständigen Kolleginnen und Kollegen weitergeleitet.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist grundsätzlich im gesamten Stadtgebiet unterwegs. An zwei Tagen in der Woche werden zusätzliche Schwerpunktkontrollen in den zwei genannten Stadtteilen durchgeführt.

Kontrolliert wird beim Thema „Hundekot“ unter anderem

  • die Pflicht, einen Kotbeutel mitzuführen (25 Euro Bußgeld im Regelfall)
  • das Verbot, Hunde auf Spielplätze mitzunehmen (40 bis 90 Euro)
  • Liegenlassen von Hundekot (100 Euro Grünanlage, 125 Euro Gehweg, 300 Euro Spielplatz)

Die genannten Bußgelder sind Regelsätze und können bei Uneinsichtigkeit oder Wiederholung auch höher angesetzt werden.

So ist der Kommunale Ordnungsdienst erreichbar

Die regulären Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sind montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 18 Uhr. Erreichbar ist der KOD in diesem Zeitraum am besten per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter der Rufnummer 02362 66-3760. Natürlich finden auch Kontroll- und Streifengänge außerhalb dieser Zeiten sowie am Wochenende statt.

Wichtig: Die Rufnummer des Kommunalen Ordnungsdienstes ist keine Notrufnummer!

Bitte rufen Sie bei Straftaten oder außerhalb der Erreichbarkeit des Kommunalen Ordnungsdienstes die Polizei Dorsten unter 02362 6012531 oder im Notfall 110 und/oder die Feuerwehr 112 an.

Wenn es darum geht, Straftaten (wie z.B. Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Fälle, die unter das Betäubungsmittelverbot fallen) strafrechtlich zu verfolgen, zu verhindern und aufzuklären, ist die Polizei der richtige Ansprechpartner.

Die Polizei ist auch dann für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig, wenn andere Behörden (z. B. das Ordnungsamt) nicht rechtzeitig (etwa außerhalb der Dienstzeiten oder wenn aus anderen Gründen keine Erreichbarkeit besteht) tätig werden können, vgl. § 1 Abs, 1 S. 3 PolG NRW.

Dies können etwa auch Fälle von akuter nächtlicher Lärmbelästigung sein. Sollte man wissen, wer den Lärm verursacht, kann dies auch im Nachgang an [email protected] gemeldet werden. So wird die Polizei entlastet und kann sich den eigenen originären Aufgaben widmen. Das Ordnungsamt wird sich dem Sachverhalt im Nachgang annehmen und im besten Fall verhindern, dass es erneut zu vermeidbaren Belästigungen kommt.

TSZ Royal Wulfen überzeugt bei Saisonfinale in Wuppertal

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Mehrere Formationen des TSZ Royal Wulfen haben am vergangenen Wochenende ihre letzten Saisonturniere in Wuppertal getanzt. Besonders erfolgreich verlief das Wochenende für die Formation „Cadence“, die sich erneut den zweiten Platz sicherte und damit die Relegation zum Aufstieg erreichte. Auch „Starlight“ und „Nuvia“ sammelten wichtige Erfahrungen und starke Platzierungen zum Saisonabschluss.

„Cadence“ tanzt um den Aufstieg

Für die Formation „Cadence“ stand am 9. Mai das letzte Turnier der Saison in der Oberliga West 1 auf dem Programm. Mit der Wertung 1-2-1-2-2 ertanzten sich die Tänzerinnen bereits zum vierten Mal in dieser Saison den zweiten Platz.

Auch in der Gesamtwertung bedeutete das Rang zwei. Damit qualifizierte sich die Formation für die Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga. Diese findet am 6. Juni in Essen statt.

„Starlight“ beendet Saison auf Rang neun
„Starlight“ beendet Saison auf Rang neun. Foto: Presse

„Starlight“ beendet Saison auf Rang neun

Ebenfalls am 9. Mai ging die Formation „Starlight“ in der Jugendverbandsliga an den Start. Beim vierten Turnier der Saison belegten die Tänzerinnen den neunten Platz.

Damit beendet die Formation die Saison auch auf Rang neun der Tabelle. Trotz des Abstiegs in die Jugendlandesliga ziehe das Team viele Erfahrungen, schöne Momente und neue Motivation aus der Saison mit.

„Nuvia“ erreicht Großes Finale

Am 10. Mai stand für die Formation „Nuvia“ das letzte Saisonturnier in der Landesliga West 1 an. Mit einer starken Leistung qualifizierte sich das Team für das Große Finale.

Dort belegte die Formation den siebten Platz. In der Abschlusstabelle beendet „Nuvia“ die Saison auf Rang acht.

Mehr Nachrichten aus dem Vereinsleben ➡️TSC Royal Wulfen

Lippeverband setzt Rad- und Fußweg in Dorsten instand

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Der Lippeverband saniert nach Pfingsten einen Abschnitt des Rad- und Fußwegs auf dem nördlichen Lippe-Deich in Dorsten. Betroffen ist der Bereich östlich der Borkener Straße zwischen der B224 und der Eisenbahnbrücke. Während der Bauarbeiten wird der Weg gesperrt.

Bauarbeiten starten am 26. Mai

Der Lippeverband beginnt am Dienstag, 26. Mai, mit der Instandsetzung des Rad- und Fußwegs auf dem nördlichen Deich an der Lippe in Dorsten. Die Arbeiten betreffen einen rund 200 Meter langen Abschnitt östlich der Borkener Straße.

Der betroffene Bereich liegt zwischen der B224 und der Eisenbahnbrücke südlich der Wasserstraße.

Sperrung während der Arbeiten

Für die Dauer der Arbeiten muss der vorhandene Wegeabschnitt gesperrt werden. Davon betroffen sind sowohl Radfahrende als auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger.

Der Lippeverband rechnet mit einer Bauzeit von maximal zwei Wochen und bittet um Verständnis für die Einschränkungen.

Vatertags-Grubenlampenbörse zieht in die Kaue auf Leopold

Am Vatertag wurde im Trainingsbergwerk Recklinghausen noch einmal Bergbau-Geschichte lebendig. Die internationale Grubenlampenbörse brachte rund 25 Aussteller zusammen – einige mit weiter Anreise, der weiteste Weg führte sogar aus Frankreich ins Revier.

von Andreas Heuser

Zwischen alten Steigerlampen, Repliken, seltenen Sammlerstücken und Bergbau-Artikeln wurde gestöbert, erzählt und gefachsimpelt. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte und es zwischendurch regnete, blieb die Stimmung gut.

Wolfgang Dudek, die treibende Kraft hinter der Grubenlampenbörse, war selbst mit einem Stand vor Ort und nahm sich Zeit für ein Interview. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Resonanz. Besonders wichtig sei ihm nicht nur der Verkauf, sondern vor allem der Austausch: bekannte Gesichter treffen, Erfahrungen weitergeben und die gemeinsame Leidenschaft für Grubenlampen und Bergbaugeschichte lebendig halten.

Für Dudek ist die Börse mehr als ein Markt. Sie ist ein Treffen von Menschen, die oft seit Jahren miteinander verbunden sind. Viele kennen sich, helfen sich gegenseitig bei Fragen zu alten Lampen oder Reparaturen und teilen ihr Wissen. Genau das macht für ihn den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.

Gleichzeitig blickt er mit etwas Wehmut auf Recklinghausen zurück. Das Trainingsbergwerk war über viele Jahre ein besonderer Ort für die Börse. Aus organisatorischen Gründen ist die Umsetzung dort aber künftig nicht mehr möglich. Der Aufbau mit großem Händlerzelt war jedes Mal mit viel Aufwand verbunden.

Dorsten ist neuer Standort der Grubenlampenbörse

Umso größer ist nun der Blick nach Dorsten: Die Vatertags-Grubenlampenbörse zieht künftig ins CreativQuartier Fürst Leopold. In der ehemaligen Kaue findet die Veranstaltung ideale Bedingungen – wetterunabhängig, einfacher im Aufbau und mit einer Zechenkulisse, die kaum besser passen könnte.

Damit wird Dorsten 2026 gleich zweimal Treffpunkt für Sammler, Bergbau-Freunde und alle, die ein Stück Reviergeschichte erleben möchten: am 06.05. zur Vatertags-Grubenlampenbörse und am 14.11. zur weiteren internationalen Grubenlampenbörse in der Kaue.

#189 Glosse von Anke: Umme Ecke anne Bänke

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Die Hamburger stolpern übern spitzen Stein und die Ruhrpottler vertun sich gern mal mit Akkusativ und Dativ: „Dat kann mich nicht passieren!“

Nun, so einfach wie diese landläufigen Redensarten vermuten lassen, funktionieren die sogenannten Regiolekte nicht, sagt Philipp Cirkel. Und der muss es wissen, forscht der studierte Linguist doch schon seit Jahren über den Sprachgebrauch in unserer Region. Unterhaltsam und kompetent erzählte er in dieser Woche bei seinem Vortrag über Ruhrdeutsch im vollbesetzten Cornelia Funke Baumhaus von Dat und Wat und den typischen Verschmelzungsformen zweier Wörter, wie „auffe Straße, anne Bänke und umme Ecke“.

Philipp Cirkel ist nicht nur Ruhrdeutsch-Theoretiker, sondern echt „von hier wech“. Als waschechter Dorstener wuchs er in unserer Stadt auf, die als Tor zum Ruhrgebiet und Brücke zum Münsterland Sprachwissenschaftlern ein spannendes Forschungsfeld bietet. Im Dorstener Norden wird noch Platt gekürt, im Süden fühlen sich die Menschen eher dem Ruhrgebiet verbunden. Hier stoßen Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen mit all ihren Eigenarten zusammen.

Schwieriger als gedacht

Wie aufwändig die wissenschaftliche Erforschung von Dialekten und Regiolekten ist, wissen ahnungslose Laien nicht: „Wir haben mit vielen Menschen Gespräche geführt, ihre Sprache aufgezeichnet und in monatelanger Computerarbeit und mit Hilfe zahlreicher Excell-Tabellen ausgewertet“, nahm er sein Publikum mit hinter die Kulissen der Forschungsarbeit. Manche Probanden täten sich bei den sogenannten Tischgesprächen, die aufgezeichnet werden, oft recht schwer: „Nach kurzer Zeit gehen ihnen die Themen aus und sie wissen sich nichts mehr zu erzählen“, berichtet er.

„Wat?“, sach ich und schüttele ungläubig den Kopf, „hömma, da komm ich mit dat Beate vonne Hardt demnächst ma als sonne Probetante – oder wie dat heißt – in dein Elfenbeinturm vorbei, und da kannse dein Tonbandgerät aber schomma auf ne lange Nacht vorbereiten, dat sach ich dich!“

Er war begeistert und hat angedroht, auf mein Angebot schon bald zurückzukommen.
Jau, Philipp, alles klar. Wenn die Wissenschaft rufen tut, dann stehen die Ruhris doch parat, wa!

Tschüssikowsk und Glückauf!

Verkehrsverein entdeckt den Emmelkamp

Der Verkehrsverein für Dorsten und Herrlichkeit e.V. war jetzt gemeinsam auf Tour durch den Emmelkamp. Ziel der Veranstaltung war es, die Geschichte, Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der mehr als 1100 Jahre alten Bauernschaft näher kennenzulernen. Begleitet wurde die Gruppe von dem Emmelkämper Urgestein Dietrich Schlüter, der die Teilnehmer mit viel Humor und großem Fachwissen durch den Ort führte.

Historische Orte und besondere Geschichten

Die Tour begann am Platz des Osterfeuers und führte weiter vorbei am Maibaum, einer Wetterstation und einem sogenannten Sonnensitz. Auch der Stein mit seiner Inschrift sowie der Ludgerus-Bildstock gehörten zu den Stationen der Führung.

Darüber hinaus informierte Dietrich Schlüter über eine Marien-Gedenkstätte einer ansässigen Familie, über landwirtschaftliche Betriebe und verschiedene Höfe im Emmelkamp. Ein weiterer Höhepunkt war die geographische Ortsmitte, an der auch das gemeinsame Erinnerungsfoto entstand.

Gemütlicher Abschluss in der Jagdhütte

Den Abschluss fand die Tour in einer benachbarten Jagdhütte eines bekannten Emmelkämpers. Dort kamen die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen zusammen.

Christi Himmelfahrt und Vatertag: Zwei Feiertage, eine Geschichte

Wenn an einem Donnerstag im Frühling die Biergärten gut gefüllt sind, die Wälder von wandernden Gruppen belebt werden und manch einer stolz mit Bollerwagen und lauter Musik unterwegs ist, dann ist es wieder soweit: Vatertag! Doch dieser Tag geht eigentlich auf ein kirchliches Fest zurück: Christi Himmelfahrt.

Christi Himmelfahrt – was genau feiern wir da eigentlich?
Der Feiertag, der immer 39 Tage nach Ostern gefeiert wird, erinnert an die Rückkehr Jesu Christi in den Himmel. Nach der biblischen Überlieferung verabschiedete sich Jesus an diesem Tag von seinen Jüngern und kehrte zu Gott, seinem Vater, zurück. Ein Fest also, das den Abschluss des Osterkreises markiert und zugleich ein Zeichen der Hoffnung für Christen ist. So wie Jesus in den Himmel aufstieg, sollen auch die Gläubigen einst in die Nähe Gottes gelangen.

Aber wie kommt es nun, dass Christi Himmelfahrt auch als „Vatertag“ gefeiert wird?

Tatsächlich hat diese Verbindung eine eher weltliche Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte sich in vielen Gegenden Deutschlands der Brauch, an Christi Himmelfahrt Ausflüge ins Grüne zu machen – zunächst als so genannte „Herrenpartien“. Männer, oft Väter, nutzten den freien Tag, um gemeinsam zu wandern, zu feiern und sich in geselliger Runde zusammenzufinden. Über die Jahrzehnte entwickelte sich daraus der „Vatertag“, wie wir ihn heute kennen.

Am Vatertag mit dem Bollerwagen durch die Natur

Besonders beliebt ist bis heute der Brauch, mit einem Bollerwagen, gefüllt mit Getränken und Proviant, loszuziehen – oft begleitet von Musik und guter Laune. Für viele steht der Tag im Zeichen von Gemeinschaft, Spaß und der Würdigung der Väterrolle. Auch wenn nicht jeder, der mitzieht, Vater sein muss. In ländlichen Regionen gibt es zudem alte Traditionen wie das „Maisingen“, bei dem Männer in den frühen Morgenstunden singend durch die Dörfer ziehen.

Kritisch betrachtet wird der Vatertag jedoch auch immer wieder. Manche sehen in den ausgelassenen Feiern und dem häufig hohen Alkoholkonsum eine problematische Seite des Brauchs. Dennoch bleibt der Tag für viele ein Anlass, die Natur zu genießen, Zeit mit Freunden zu verbringen und – im besten Fall – auch einmal „Danke“ an die Väter zu sagen.

So verbinden sich an Christi Himmelfahrt zwei Welten. Zum einen die kirchliche Erinnerung an die Himmelfahrt Jesu, zum anderen die weltliche Feier der Väter. Vielleicht ist gerade diese Mischung aus Spiritualität und Lebensfreude der Grund, warum dieser Tag in so vielen Kalendern dick angestrichen ist. Ein Tag, an dem man innehalten – oder einfach die Gemeinschaft genießen kann.

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