Auch in dieser Woche führt die Stadt Dorsten wieder mobile Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet durch. Mit den regelmäßigen Blitzer-Kontrollen will die Stadtverwaltung für mehr Verkehrssicherheit sorgen und Raser ausbremsen.
Die Stadt Dorsten veröffentlicht die geplanten Messstellen vorab, um für Transparenz zu sorgen. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam unterwegs sein.
Mobile Blitzer in Dorsten: Diese Straßen sind geplant
Die Laserwagen der Stadt Dorsten werden in der Woche vom 20. bis 26. April 2026 unter anderem an folgenden Straßen eingesetzt:
Schluerweg
Freiheitsstraße
Bestener Straße
Darüber hinaus muss jederzeit im gesamten Stadtgebiet von Dorsten mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.
Das Paul-Gerhardt-Haus (PGH) in Dorsten stellt sich neu auf: Die Evangelische Familienbildungsstätte bezieht neue Räumlichkeiten und bleibt damit weiterhin eine zentrale Anlaufstelle für Familien, Bildung und Begegnung. Ab dem 11. Mai 2026 ist das Team am Südwall 5 zu finden – im rechten Teil des Gemeindehauses der Evangelische Johanneskirche Dorsten.
Familienbildung mit breitem Angebot
Das Paul-Gerhardt-Haus ist weit mehr als eine klassische Bildungseinrichtung. Als Evangelische Familienbildungsstätte richtet sich das Angebot an Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Ziel ist es, Familien zu stärken, soziale Kontakte zu fördern und Unterstützung im Alltag zu bieten.
Zum Programm gehören unter anderem Eltern-Kind-Kurse, Bewegungs- und Gesundheitsangebote sowie Gesprächs- und Bildungsformate zu Themen wie Erziehung, Lebensgestaltung oder Integration. Auch Integrationskurse und Selbsthilfegruppen sind fester Bestandteil des Angebots.
Die Angebote finden nicht nur an einem Standort statt, sondern in vielen Stadtteilen Dorstens und darüber hinaus. Damit ist das PGH in der gesamten Region präsent.
Träger und Team
Träger der Einrichtung ist der Verband der evangelischen Kirchengemeinden in Dorsten. Die Leitung liegt bei Dennis Ullrich, unterstützt von einem Team aus pädagogischen Fachkräften und Mitarbeitenden in Verwaltung und Organisation.
Darüber hinaus arbeiten zahlreiche Kursleitungen mit, die das vielfältige Programm ermöglichen – von frühkindlicher Förderung bis hin zu Angeboten für Erwachsene und Senioren.
Einschränkungen während des Umzugs
Rund um den Umzug von der Glück-Auf-Straße an den Südwall kann es kurzfristig zu Einschränkungen kommen. Am 7. und 8. Mai ist das Team voraussichtlich nur per E-Mail erreichbar. Telefonisch kann es in diesem Zeitraum zu Ausfällen kommen. Ab dem 11. Mai sollen die gewohnten Kontaktwege wieder vollständig funktionieren. Telefonnummern und Mailadressen bleiben unverändert.
Neue Räume, bewährte Arbeit
Mit dem Umzug in die Innenstadt schafft das Paul-Gerhardt-Haus neue Rahmenbedingungen für seine Arbeit. Inhaltlich bleibt jedoch alles beim Bewährten: Die Einrichtung versteht sich weiterhin als Ort der Begegnung, Bildung und Unterstützung für Familien in Dorsten und Umgebung.
Nach der europaweiten Speedweek zieht die Polizei Recklinghausen eine ernüchternde Bilanz. In der Aktionswoche mit Blitzer-Marathon registrierten die Beamten im Kreis Recklinghausen und in Bottrop insgesamt 2.072 Verstöße.
Viele Autofahrer müssen nun in den kommenden Wochen mit Post von der Bußgeldstelle rechnen. In einigen Fällen konnten die Fahrer das Verwarngeld noch direkt vor Ort bezahlen.
Jeder Fünfte war zu schnell
Insgesamt überprüfte die Polizei mehr als 9.500 Fahrzeuge. Somit war statistisch mehr als jeder fünfte Fahrer zu schnell unterwegs. Für die Kontrollen kamen sowohl Messverfahren mit anschließendem Anhalten als auch ohne direkten Stopp zum Einsatz.
Deutliche Überschreitungen im Straßenverkehr
Besonders gravierend waren einige Einzelfälle. In Recklinghausen wurde am 13. April ein Fahrzeug mit 79 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen – und das ausgerechnet im Rahmen einer Schulwegsicherung an der Theodor-Körner-Straße am Morgen. Ebenfalls am 13. April fuhr in Marl ein Auto mit 92 km/h bei erlaubten 50 km/h durch eine Messstelle auf der Rappaportstraße. In Bottrop lag ein Fahrer mit 93 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der Gahlener Straße deutlich über dem Limit. Bei allen Messungen berücksichtigt die Polizei ein Toleranzabzug von 3 km/h.
Geschwindigkeit bleibt Hauptunfallursache
Die Polizei betont erneut die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit. Im Kreis Recklinghausen und in Bottrop geht nahezu ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf zu schnelles oder nicht angepasstes Fahren zurück. Die Ergebnisse der Kontrollwoche zeigen aus Sicht der Polizei, dass weiterer Handlungsbedarf besteht.
Die Zahl der Wildunfälle im Kreis Recklinghausen und in Bottrop ist im vergangenen Jahr gestiegen. Wie die Polizei mitteilt, wurden insgesamt 726 Zusammenstöße mit Wildtieren registriert – im Jahr zuvor waren es noch 685 Fälle. Besonders in den Frühlingsmonaten nimmt das Risiko deutlich zu.
April ist Spitzenmonat – Viele Wildunfälle in Dorsten
Ein Blick in die Statistik zeigt: Die meisten Wildunfälle ereigneten sich im April, dicht gefolgt von März und Mai. Gerade in dieser Zeit sind viele Wildtiere aktiver und häufiger unterwegs. Besonders oft kommt es dabei zu Kollisionen mit Rehen, aber auch andere Tiere können plötzlich die Fahrbahn kreuzen.
Die Polizei nennt zudem typische Gefahrenzeiten: Vor allem in der Dämmerung – morgens zwischen 5 und 8 Uhr sowie abends zwischen 17 und 21 Uhr – ist das Risiko besonders hoch. Straßen entlang von Wäldern, Feldern oder Gewässern gelten als besonders gefährdet.
Innerhalb des Kreises waren im Jahr 2025 vor allem Haltern am See und Dorsten von Wildunfällen betroffen. Die wenigsten Fälle wurden in Herten gezählt.
Meist bleibt es bei Blechschäden
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen enden Wildunfälle vergleichsweise glimpflich. Häufig bleibt es bei Sachschäden an den Fahrzeugen. Für die Tiere hingegen enden die Zusammenstöße oft tödlich.
Polizei gibt Verhaltenstipps
Um das Risiko zu minimieren, rät die Polizei zu besonderer Vorsicht in den kommenden Wochen. Wichtig sei vor allem eine angepasste Fahrweise. Wer langsamer unterwegs ist, verkürzt den Bremsweg und kann schneller reagieren.
Auch vorausschauendes Fahren spielt eine entscheidende Rolle. Wildtiere können jederzeit und auch außerhalb ausgeschilderter Bereiche auf die Straße laufen. Wer Wald- oder Feldränder passiert, sollte besonders aufmerksam sein und bremsbereit bleiben.
Kommt es zur Begegnung mit einem Tier, gilt: Abblenden, hupen und kontrolliert abbremsen. Ein plötzliches Ausweichmanöver kann deutlich gefährlichere Folgen haben als ein Zusammenstoß mit dem Tier. Die Polizei betont daher: Im Zweifel ist eine Kollision oft die sicherere Option gegenüber einem Frontalunfall oder dem Abkommen von der Fahrbahn.
Richtiges Verhalten nach einem Unfall
Nach einem Wildunfall steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Die Unfallstelle sollte sofort mit Warnblinker und Warndreieck abgesichert werden. Anschließend muss die Polizei über den Notruf 110 informiert werden – auch dann, wenn das Tier geflüchtet ist oder der Schaden gering erscheint.
Wichtig ist außerdem: Verletzten Tieren sollte man nicht hinterherlaufen. Die Nachsuche übernehmen geschulte Fachleute. Auch das Mitnehmen eines toten Tieres ist verboten und kann strafrechtliche Konsequenzen haben.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Nur gemeldete Wildunfälle werden von der Versicherung anerkannt. Wer den Unfall nicht meldet, riskiert, auf den Kosten sitzen zu bleiben.
Wachsamkeit zahlt sich aus
Wildunfälle lassen sich nicht vollständig verhindern. Mit angepasstem Tempo, Aufmerksamkeit und richtigem Verhalten können Autofahrerinnen und Autofahrer jedoch dazu beitragen, das Risiko deutlich zu senken – besonders in den kommenden Wochen der Hochsaison.
Wenn Dudelsack, Portativ, Harmonium und Concertina gemeinsam erklingen, entsteht kein gewöhnlicher Konzertabend, sondern ein musikalisches Erlebnis abseits des Vertrauten. Mit ihrem Programm „Pipes & Reeds“ haben Ulrike von Weiß und Claus von Weiß das Publikum in Wulfen auf eine eindrucksvolle Reise durch Mittelalter, Renaissance und Gegenwart mitgenommen.
Das Duo verband Instrumente, deren Klangprinzip man aus der Kirchenorgel kennt: Pfeifen und Zungen. So entstand ein ungewöhnliches, bisweilen archaisch anmutendes Klangbild, das alte Musik neu erfahrbar machte. Ergänzt wurde das Instrumentarium durch zweistimmigen Gesang und eigene Kompositionen, die sich stimmig in das historische Repertoire einfügten.
Foto: Alexander Fichtner
Musik aus alter Zeit, lebendig und offen vermittelt
Für Sabine Bornemann lag genau darin der besondere Reiz des Abends. Viele Stücke seien eigens geschrieben und arrangiert, sagte sie im Vorfeld. Viele der verwendeten Instrumente stammten „zum großen Teil aus dem Mittelalter“. Musikalische Einflüsse kämen dabei aus unterschiedlichen Regionen Europas, aus England, Irland und Schweden.
Der Konzertabend war dabei mehr als eine reine Aufführung. Bornemann hatte betont, dass sich Besucher die Instrumente auch aus der Nähe anschauen könnten und diese gern erklärt würden. Gerade diese Mischung aus Konzert, Klangreise und Begegnung machte den Reiz des Abends aus.
Zwischen Dudelsack, Orgelklang und Concertina
Besonders faszinierend war die ungewöhnliche Besetzung. Bornemann hatte sie im Vorfeld mit hörbarer Begeisterung beschrieben: „So eine Art Dudelsack ist aber kein richtiger, aber auch zum Beispiel eine Orgel, die mit einem Blasebalg.“ Auch die Concertina, ein eher selten zu hörendes Instrument, gehörte dazu.
Foto: Alexander Fichtner
Hinzu kam der zweistimmige Gesang des Duos. Bornemann hatte hervorgehoben, wie schön die beiden zusammen sängen. Während Claus von Weiß oft die prägnantere Gesangslinie übernahm, setzte Ulrike von Weiß feine begleitende Stimmen dazu. So entstand ein sensibles Wechselspiel aus Melodie, Bordun und mehrstimmigem Gesang.
Rückkehr nach Wulfen mit einem besonderen Programm
Ganz unbekannt waren Ulrike und Claus von Weiß dem Publikum in Wulfen nicht. Bereits vor rund zwei Jahren waren sie mit einem irisch geprägten Programm zu Gast gewesen. Diesmal fiel der Abend jedoch noch spezieller aus.
Foto: Alexander Fichtner
„Alte Instrumente, alte Musik. Und dann aber auch neue Musik geschrieben für alte Instrumente“, hatte Bornemann gesagt. Gerade diese Verbindung aus historischer Klangwelt und zeitgenössischer Kreativität verlieh „Pipes & Reeds“ seine besondere Handschrift.
Pipes & Reeds setzte auf Spannung zwischen Pfeifen und Zungen
Auch Ulrike von Weiß und Claus von Weiß selbst beschrieben ihr Konzert als bewusst ungewöhnliches Projekt. Schon der Titel „Pipes & Reeds“ erklärte das musikalische Konzept. Claus von Weiß sagte dazu: „Grund für diesen exotischen Namen ist einfach: Alle unsere Instrumente stehen entweder in der Tonerzeugung aus Pfeifen oder eben aus durchschlagenden Zungen.“
Foto: Alexander Fichtner
Gerade diese Kombinationen machten für das Duo den besonderen Reiz aus. Claus von Weiß sprach von „manchmal skurrilen Mischungen“ und verwies auf Stücke, in denen scheinbar weit voneinander entfernte Klangwelten zusammengeführt würden. Für ihn liege genau darin die künstlerische Kraft des Programms: in der Spannung zwischen dem Alten und dem Neuen.
Eine Idee, die aus Neugier und Experiment entstand
Ulrike von Weiß schilderte den Ursprung des gemeinsamen Musizierens als Ergebnis von Neugier und Ausprobieren. Als Organistin habe sie irgendwann die Idee entwickelt, mit Dudelsack, Harmonium, Portativ und Concertina neue Kombinationen zu erproben. Dass daraus ein tragfähiges Konzertformat wurde, sei aus dem Versuch selbst heraus entstanden.
Auch die Geschichte des Portativs verlieh dem Projekt eine besondere Note. Ein Orgelbauer aus dem Freundeskreis hatte das Instrument einst als Gesellenstück gebaut und dem Duo zur Verfügung gestellt. So wurde aus einer musikalischen Idee nach und nach ein eigenständiges Programm.
Neuer Rahmen für Konzerte in besonderer Atmosphäre
Zum besonderen Eindruck des Konzerts trug auch der Veranstaltungsort bei. In den Osterferien war die Beleuchtung nachgerüstet worden. Eine neue Traverse und zusätzliche Scheinwerfer ermöglichten nun eine deutlich flexiblere Ausleuchtung des Bühnenraums.
Foto: Alexander Fichtner
Davon profitierte auch „Pipes & Reeds“. Die auf zwei Musiker konzentrierte Besetzung gewann durch das warme Licht und die gezielte Inszenierung im Altarraum zusätzlich an Intensität. Der Ort erwies sich einmal mehr als stimmungsvoller Rahmen für Konzerte, die Nähe und Konzentration verlangen.
Ein Abend für Liebhaber besonderer Klangwelten
Mit „Pipes & Reeds“ erlebte Wulfen kein Konzert von der Stange, sondern einen Abend für Menschen, die sich auf alte Instrumente, seltene Klangfarben und musikalische Überraschungen einlassen wollten. Zwischen Mittelalter und Gegenwart, zwischen Experiment und Tradition, zwischen archaischer Tiefe und feiner Mehrstimmigkeit entfaltete sich dabei ein Programm, das eigensinnig und zugänglich zugleich wirkte.
Strahlender Sonnenschein, volle Plätze, große Begeisterung: Die Tennisfreunde Wulfen haben einen Saisonauftakt gefeiert, der sportlich wie atmosphärisch Maßstäbe setzte. Was als klassisches Antennis hätte beginnen können, entwickelte sich zu einem vielseitigen Vereinstag mit Probetraining, Sektempfang, Zukunftsthemen und einer hochkarätig besetzten One Point Challenge.
Im Zentrum des Nachmittags stand zunächst das stark frequentierte Probetraining der Tennisschule On_Line. Vor allem Kinder und Einsteiger nutzten die Gelegenheit, mit dem neuen Lower T Ball System erste Erfahrungen auf dem Platz zu sammeln oder ihr Spiel zu verbessern. Der Andrang war groß, die Resonanz durchweg positiv.
Probetraining für die Anfänger. Foto: Alexander Fichtner
Auch abseits des Courts setzten die Tennisfreunde Wulfen sichtbare Akzente. In neuen Mannschaftsoutfits der Mädchen in Pink präsentierte sich der Verein modern, selbstbewusst und auffallend geschlossen. Die Einkleidung war erst am Vortag erfolgt und verlieh dem Saisonauftakt zusätzlich einen frischen, unverwechselbaren Auftritt.
Verein blickt auf Sanierung und Zukunft
Beim anschließenden Sektempfang begrüßte der Vorstand Mitglieder, Gäste und Interessierte und richtete den Blick zugleich auf die Zukunft des Vereins. Im Mittelpunkt stehen die geplante Sanierung der sanitären Anlagen sowie die Modernisierung der Elektrik. Kassenwart Stefan von den Driesch machte dabei deutlich, dass es um weit mehr geht als reine Instandhaltung. Die Tennisfreunde Wulfen seien „mittlerweile über 50 Jahre existent“ und lägen „mitten im Herzen Barkenbergs“. Gerade daraus erwachse Verantwortung für den Erhalt der Anlage.
Foto: Alexander Fichtner
Von den Driesch hob dabei den besonderen Charakter des Vereins hervor. „Der Unterschied zu vielen anderen Tennisvereinen ist, dass wir eine offene Tennisanlage haben, wo Spaziergänger durchgehen können, wo Gäste willkommen sind auf der Terrasse. Es ist alles zugänglich, es ist kein Zaun um die Anlage“, sagte er. Diese Offenheit sei ein Markenzeichen des Vereins und zugleich ein Grund, die Infrastruktur zukunftsfest aufzustellen. Nach einem halben Jahrhundert gebe es nun „natürlich erheblichen Sanierungsbedarf“. Bereits erneuert worden seien Duschen und energetische Anlagen, „was jetzt ansteht ist die Sanierung der Toilettenanlagen und die Hauptelektrik ist defekt“.
1. Sportwart Johannes Samson, Jugendwart Ingmar Koischwitz und Kassenwart Stefan von den Dreisch. Foto: Alexander Fichtner
Crowdfunding soll Finanzierungslücke schließen
Für diese Vorhaben erhält der Verein zwar Unterstützung von der Stadt Dorsten, vollständig gedeckt sind die Kosten damit jedoch nicht. „Dafür werden wir für beide Projekte unterstützt von der Stadt Dorsten im Rahmen der Stadtsportpauschale. Trotzdem bleibt am Ende des Tages ein Eigenanteil von mehreren tausend Euro, den wir selber stemmen müssen“, erklärte von den Driesch. Unterstützung erhoffe sich der Verein von Gewerbetreibenden, Mitgliedern und der lokalen Gemeinschaft. „Aber auch die Mitglieder und jeder Interessent im Ort oder aus dem Umfeld oder von anderen Tennisvereinen ist auch aufgefordert, uns vielleicht zu unterstützen“, sagte der Kassenwart mit Blick auf die laufenden Crowdfunding Projekte. Die Links zum Crowdfunding findet ihr hier:
Konkret verweist der Verein auf zwei Spendenaktionen über die Plattform der Vereinten Volksbank. Dort seien die Projekte unter den Stichworten „Sanierung Toilettenanlagen“ und „Instandsetzung Elektrik“ zu finden. Von den Driesch betonte den zusätzlichen Anreiz: Spenden würden „von der Volksbank jeweils um 10 Euro aufgestockt“. Sein Fazit: „Also ein Win Win für alle.“
Überraschungen bei der One Point Challenge
Den sportlichen Höhepunkt des Tages bildete die bislang größte One Point Challenge, die in Dorsten ausgetragen wurde. Ein großes Teilnehmerfeld aus nahezu allen Stadtteilen sorgte für intensive Ballwechsel und bemerkenswertes Niveau, generationenübergreifend und mit spürbarer Wettkampfatmosphäre.
Start der One Point Challange. Foto: Alexander Fichtner
Für die ersten großen Ausrufezeichen sorgten dabei zwei junge Spielerinnen. Die erst zehnjährige Jule Gülker warf bereits in Runde eins den an Position zwei gesetzten Christoph Schrooten aus dem Wettbewerb. Der Spieler mit der Leistungsklasse 5,6 gilt als Nummer eins der Schermbecker Verbandsliga Mannschaft. Kurz darauf folgte die nächste Überraschung: Sina Horst, elf Jahre jung, bezwang mit einem präzise gesetzten Aufschlag den Dorstener Routinier Sven Lindhorst, der in der Tennisszene als menschliche Ballwand bekannt ist.
Bekannte Namen setzen sich durch
Trotz dieser frühen Paukenschläge hielten andere Favoriten dem Druck stand. Im Hauptfeld setzte sich am Ende Anna Sashkina durch. Die Nebenrunde gewann Egor Viktorov. In der Kategorie Last Hope triumphierte Ayla Hasanovic.
Besucher rund um den Center Court. Foto: Alexander Fichtner
Erfolgreicher Auftakt macht Lust auf mehr
Der gelungene Saisonauftakt dürfte den Tennisfreunden Wulfen Rückenwind für die kommenden Monate geben. Die Organisatoren denken bereits weiter und planen nun die erste offizielle Dorstener One Point Challenge, die das Format noch größer machen soll. So verband der Tag auf bemerkenswerte Weise sportliche Klasse, familiäre Gemeinschaft und einen klaren Blick nach vorn.
Anna Sashkina und Igor Khoroshilov von der Tennisschule On_Line. Foto: Alexander Fichtner
Zum Abschluss von „Dorsten is(s)t mobil“ hat es am Sonntag noch einmal zahlreiche Menschen in die Dorstener Innenstadt gezogen. Trotz wechselhaften Wetters nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich über neue Modelle zu informieren, durch die Stadt zu bummeln und das vielfältige Angebot zu genießen.
Vor allem die Autoshow stieß weiterhin auf großes Interesse. Themen wie E-Mobilität spielten dabei für viele eine wichtige Rolle, nicht zuletzt vor dem Hintergrund steigender Benzinpreise. Zahlreiche Gespräche an den Ständen der Autohäuser zeigten, dass sich viele Besucher gezielt informieren wollten.
Frischen Kaffee aus dem klassischen Bulli gab es an diesem Stand. Foto: Borgwardt
Familien und Einkauf sorgen für volle Innenstadt
Für zusätzliche Frequenz sorgte der verkaufsoffene Sonntag. Viele Geschäfte öffneten ihre Türen und luden zum entspannten Einkaufsbummel ein. Gleichzeitig war auch die Außengastronomie, insbesondere rund um den Marktplatz, gut besucht.
Interessierte Besucher auf dem Markt. Foto: Borgwardt
Insgesamt prägten viele Familien das Bild in der Innenstadt. Zwischen Autoshow, Gourmetmeile und Einkaufsstraßen bot sich ein abwechslungsreiches Programm, das zum Verweilen einlud.
Viel Betrieb am Platz der Deutschen Einheit. Foto: Borgwardt
Kinder konnten sich dabei ebenso beschäftigen wie Erwachsene – sei es beim Eis essen, beim Schauen der ausgestellten Fahrzeuge oder beim Bummeln durch die Geschäfte.
Bauernhoftag in den Mercaden als zusätzlicher Anziehungspunkt
Ein weiterer Publikumsmagnet war der „Bauernhoftag“ in den Mercaden Dorsten. Dort konnten Kinder selbst aktiv werden, etwa beim Butter herstellen oder beim „Melken“ einer künstlichen Kuh. Auch ein Foto mit der bekannten Figur Peppa Wutz sorgte für Begeisterung bei den jüngeren Besuchern.
Spaß mit Peppa Wutz in den Mercaden. Foto: Borgwardt
Damit ergänzte das Programm in den Mercaden das Angebot in der Innenstadt und trug zusätzlich dazu bei, dass viele Familien den Sonntag in Dorsten verbrachten.
Gelungener Auftakt in die Stadtfest-Saison
Mit „Dorsten is(s)t mobil“ ist zugleich das erste große Stadtfest des Jahres in der Dorstener Altstadt zu Ende gegangen. Die Mischung aus Autoshow, Gastronomie und Familienprogramm hat erneut viele Menschen in die Innenstadt gezogen und gezeigt, dass das Konzept weiterhin gut angenommen wird.
Viele Aussteller boten neben Informationen auch kleine Spiele an. Foto: Borgwardt
Trotz wechselhaften Wetters fällt das Fazit positiv aus: „Dorsten is(s)t mobil“ hat die Stadt belebt und einen gelungenen Auftakt in die Veranstaltungssaison 2026 gesetzt.
Dorsten is(s)t mobil am Sonntag - Fotos: Borgwardt
Dorsten is(s)t lockte schon am Samstag zahlreiche Menschen an
Der Samstag bei „Dorsten is(s)t mobil“ hatte genau das, was ein gelungener Stadtfest-Tag braucht. Sonne, reges Publikumsinteresse und vor allem viele offene Münder und große Augen. Während entlang der Gourmetmeile genüsslich geschlemmt wurde, sorgten die ausgestellten Fahrzeuge in der Innenstadt für staunende Blicke. Hier wurde nicht nur gut gegessen, sondern auch gestaunt.
Foto: Petra Bosse
Große Augen bei den Autohäusern
Die Gourmetmeile war durchgehend umlagert. Ob herzhafte Klassiker oder moderne Streetfood-Kreationen, viele Besucher ließen sich treiben, probierten hier, naschten dort und sorgten damit für die eingangs erwähnten „offenen Münder“. Parallel dazu wurde an den Ausstellungsflächen deutlich, dass auch die Automobilbranche nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.
Foto: Petra Bosse
Wieder dabei: Die Sizilianer. Foto: Borgwardt
MOHAG Automobile SPRUNGMANN: Volvo XC60 im Fokus
Bei MOHAG Automobile SPRUNGMANN zeigte sich Thomas Grosse-Frintrop mehr als zufrieden mit dem Interesse. Besonders der Volvo XC60 zog die Blicke auf sich und steht bei vielen Autofans offenbar ganz oben auf der persönlichen Wunschliste.
MOHAG Automobile SPRUNGMANN: Volvo XC60 im Fokus. Foto: Petra Bosse
Automobile Baumann: Neue Modelle und Elektromobilität
Auch bei Automobile Baumann wurde schnell klar, dass es hier nicht um Altes im neuen Gewand, sondern um echte Neuheiten geht. Bis auf den überarbeiteten Kia Sportage und den Kia Picanto waren ausschließlich neue Modelle zu sehen. Ein Thema zog sich dabei durch viele Gespräche: Elektromobilität. Steigende Spritpreise scheinen die Entscheidungsfindung deutlich zu beschleunigen. Das Team um Uta Baumann brachte es auf den Punkt: „Viele, die ein oder zwei Jahre gezögert haben, steigen jetzt um!“
Automobile Baumann: Neue Modelle und Elektromobilität. Foto: Petra Bosse
Autohaus Bellendorf: Blick auf den Cupra Raval per VR
Ein echtes Highlight wartete bei Autohaus Bellendorf. Mit Hilfe einer VR-Brille konnten Besucher bereits einen Blick auf den Cupra Raval werfen. Ein Modell, das erst vor wenigen Tagen in Metropolen wie Berlin und Mailand seine Premiere gefeiert hatte.
Autohaus Bellendorf: Blick auf den Cupra Raval per VR. Foto: Petra Bosse
Autohaus Borgmann: Opel Astra und Leapmotor im Trend
Für Tobias Bellendorf steht fest, dass der erste Raval voraussichtlich schon im Juni im Autohaus eintreffen wird. Beim Autohaus Borgmann wiederum richteten sich viele Blicke auf den neuen Opel Astra. Gleichzeitig gewinnen die Modelle von Leapmotor zunehmend an Bedeutung, insbesondere mit dem neuen Leapmotor B10. Für Hans-Peter Pfeiffer ist der Grund klar, ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis trifft den Nerv der Zeit.
Autohaus Borgmann Opel Astra und Leapmotor im Trend. Foto: Petra Bosse
Autohaus Heddier: Breite Auswahl für jeden Anspruch
Auch das Autohaus Heddier war mit einer breiten Modellpalette vertreten. Michael Heistermann und sein Team präsentierten Fahrzeuge für unterschiedlichste Ansprüche, vom klassischen Verbrenner bis hin zu modernen Alternativen.
Autohaus Heddier: Breite Auswahl für jeden Anspruch. Foto: Petra Bosse
Stimmung bis in den Abend
Am Abend verlagerte sich das Geschehen zunehmend in Richtung Unterhaltung. Die „Cars & Wine“-Party brachte 90er-Sounds in die Innenstadt und sorgte dafür, dass der Tag nicht nur kulinarisch und automobil, sondern auch musikalisch einen gelungenen Abschluss fand.
Unterm Strich zeigte der Samstag eindrucksvoll, warum „Dorsten is(s)t mobil“ sich so großer Beliebtheit erfreut. Es ist ein Stadtfest, das Genuss, Technik und Erlebnis miteinander verbindet und dabei genau den Nerv der Besucher trifft.
Als im August 2021 am Flughafen Kabul Tausende Menschen auf einen Platz in den Evakuierungsmaschinen hofften, mussten deutsche Soldaten innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen, die über Leben, Sicherheit und Zukunft von Menschen bestimmten. Einer von ihnen war der ehmalige Dorstener Marc Hinzmann. Der ehmalige Bundeswehr Offizier berichtet am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 19 Uhr im Forum der VHS Dorsten von seinen Erlebnissen während der dramatischen Evakuierungsmission in Afghanistan. Im Mittelpunkt steht sein Buch „Leben und sterben lassen – die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“, das es auf die Spiegel Bestsellerliste geschafft hat.
Hinzmann war während des Einsatzes als Feldjäger am Flughafen Kabul eingesetzt. Gemeinsam mit seiner Einheit stand er am Nordtor des Flughafens vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Unter chaotischen Bedingungen, bei hohem Zeitdruck musste Entscheidungen getroffen werden.
Gerade diese zugespitzten Momente machen die Lesung besonders. Es geht nicht allein um militärische Abläufe, sondern um Verantwortung unter äußerstem Druck, um moralische Konflikte und um die Frage, wie Menschen in Ausnahmesituationen handeln müssen, obwohl es keine einfachen Antworten gibt.
Ein persönlicher Blick auf die letzten Tage in Kabul
In seiner Lesung schildert Marc Hinzmann die Ereignisse jener Tage aus persönlicher Perspektive. Sein Buch ist kein distanzierter Rückblick auf politische Entscheidungen, sondern ein unmittelbarer Bericht aus einem Einsatz, der sich tief in das öffentliche Gedächtnis eingebrannt hat. Die Lesung verspricht damit Einblicke in jene dramatischen Tage, die viele Menschen aus den Nachrichten kennen, deren konkrete Realität vor Ort aber oft abstrakt blieb.
Im Anschluss an die Lesung steht Hinzmann für Fragen und Gespräche zur Verfügung. VHS Leiter Carsten Feldhoff hebt genau darin den besonderen Wert der Veranstaltung hervor: Sie ermögliche es, hinter die damaligen Schlagzeilen zu blicken und die Ereignisse aus erster Hand einzuordnen.
Erfahrungen aus Bundeswehr, Stabsarbeit und Sicherheitsfragen
Marc Hinzmann war Offizier der Feldjägertruppe der Bundeswehr. In Führungs und Stabsverwendungen arbeitete er schwerpunktmäßig an Operations und Ausbildungsfragen, an Sicherheits und Lagebewertungen sowie an der Koordination komplexer Einsätze. Dabei bewegte er sich häufig an der Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Sicherheitsakteuren.
Ergänzt wird diese operative Erfahrung durch ein Studium der Staats und Sozialwissenschaften mit dem Abschluss Master of Arts. Als Buchautor veröffentlicht er 2026 im Econ Verlag, einem Unternehmen der Ullstein Gruppe, sein Buch „Leben und sterben lassen“.
Lesung mit Aktualität und lokalem Bezug
Dass Marc Hinzmann mit seiner Lesung in seine alte Heimatstadt Dorsten kommt, verleiht der Veranstaltung eine besondere lokale Dimension. Zugleich berührt das Thema weit mehr als nur eine persönliche Geschichte. Der Afghanistan Einsatz der Bundeswehr, sein Ende und die Evakuierung aus Kabul gehören zu den prägendsten sicherheitspolitischen Ereignissen der vergangenen Jahre. Die Lesung bietet deshalb nicht nur einen persönlichen Erfahrungsbericht, sondern auch einen Anlass, über Verantwortung, Einsatzrealität und politische Folgen nachzudenken.
Teilnahme kostenlos, Anmeldung empfohlen
Die Veranstaltung in der VHS Dorsten ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen wird jedoch um eine Anmeldung gebeten, online oder per E Mail an die VHS Dorsten.
Was mit dem Kinderkleidermarkt begann, ist nun um ein neues Angebot erweitert worden: Am Abend des 18. April fand in der Kita Wittenbrink der erste Frauenkleidermarkt „Wibri Ladiesnight“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von engagierten Frauen, die ihre Ideen gemeinsam in die Tat umgesetzt haben und damit einen besonderen Abend für Frauen auf die Beine stellten.
Im Gespräch schildert Vanessa Kuhlmann, dass die Idee aus den bereits etablierten Kinderkleidermärkten heraus entstanden ist. Diese werden inzwischen seit mehreren Jahren zweimal jährlich organisiert. Der nächste Schritt lag für das Team daher nahe: Warum nicht auch einmal ein Angebot für Frauen schaffen? Gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Helferteam aus engagierten Müttern wurde aus diesem Gedanken der erste Frauenkleidermarkt. Alles lief auf freiwilliger Basis, getragen von Einsatzfreude, Teamgeist und dem Wunsch, etwas Schönes für andere Frauen zu gestalten.
Foto: Alexander Fichtner
Schon in der ersten Stunde zeigte sich, dass das Konzept aufgeht. Die Atmosphäre wurde als entspannt, gemütlich und fast wie eine kleine Ladies Night beschrieben. Anders als bei vielen Kindermärkten, bei denen zu Beginn großer Andrang herrscht, kamen die Besucherinnen hier über den Abend verteilt. Genau diese ruhige und persönliche Stimmung war von den Organisatorinnen ausdrücklich gewollt.
Mode in allen Größen für Frauen aus der Region
Besonders bemerkenswert ist die große Bandbreite des Angebots. Vertreten waren Kleidergrößen von 34 bis 54. Damit wurde bewusst ein Markt geschaffen, der Frauen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen anspricht. Laut Gesprächspartnerinnen zeigte sich bereits früh am Abend, dass das Angebot gut angenommen wurde und dass über alle Größen hinweg Interesse bestand.
Foto: Alexander Fichtner
Auch stilistisch war die Auswahl breit gefächert. Angeboten wurden moderne Kleidungsstücke, Markenartikel und günstige Mode für den Alltag. Gerade diese Mischung machte den Markt attraktiv. Es ging nicht darum, alte Ladenhüter aus dem Schrank zu holen, sondern tragbare, zeitgemäße Kleidung weiterzugeben und so neuen Besitzerinnen zugänglich zu machen.
Nachhaltig shoppen statt wegwerfen
Neben dem geselligen Aspekt stand auch der Nachhaltigkeitsgedanke im Mittelpunkt. Gut erhaltene Kleidung erhält auf diese Weise eine zweite Chance, statt ungenutzt im Schrank zu bleiben oder entsorgt zu werden. Im Gespräch wird deutlich, dass genau dieser Gedanke für die Organisatorinnen eine wichtige Rolle spielt. Der Markt verbindet damit Mode, Gemeinschaft und bewussten Konsum auf sinnvolle Weise.
Foto: Alexander Fichtner
Hinzu kam, dass das Helferteam viel Wert auf Qualität legte. Bereits ab dem Morgen wurden die Kleidungsstücke gesichtet und kontrolliert, um sicherzustellen, dass nur passende und gut erhaltene Ware in den Verkauf gelangt. Dieser zusätzliche Aufwand zeigt, mit wie viel Sorgfalt die Veranstaltung vorbereitet wurde.
Tombola, Getränke und Knabbereien für den guten Zweck
Zum Konzept des Abends gehörte nicht nur der Kleidermarkt selbst. Auch eine Losaktion wurde vorbereitet, die den Besucherinnen Spaß machen und gleichzeitig einen guten Zweck unterstützen sollte. Für einen Euro pro Los gab es attraktive Gewinne, darunter Schmuck, Kosmetik und weitere Preise, die gezielt auf Frauen ausgerichtet waren. Die Resonanz auf die Tombola fiel nach Angaben der Organisatorinnen sehr positiv aus.
Foto: Alexander Fichtner
Die Einnahmen der Losaktion gehen an den Förderverein der Kita. Damit sollte auch etwas an die Einrichtung zurückgegeben werden, die ihre Räumlichkeiten für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Getränke wurden gegen eine Spende angeboten, dazu standen kleine Knabbereien bereit. So wurde aus dem Markt mehr als nur eine Verkaufsveranstaltung: ein Abend zum Stöbern, Austauschen und Unterstützen.
Große Resonanz auf den ersten Frauenkleidermarkt
Schon während der Veranstaltung zeichnete sich ab, dass der Frauenkleidermarkt auf großes Interesse stößt. Besucherinnen kamen nicht nur aus dem direkten Umfeld der Kita, sondern teils auch aus anderen Orten, nachdem sie über Flyer und soziale Medien auf den Markt aufmerksam geworden waren. Nach Einschätzung des Teams wurden bereits in der Anfangsphase rund 45 bis 60 Besucherinnen gezählt.
Foto: Alexander Fichtner
Dass es sich nicht um ein einmaliges Projekt handeln könnte, deutete sich ebenfalls schnell an. Laut Vanessa Kuhlmann gab es schon während des Abends erste Rückmeldungen mit dem Wunsch nach einer Fortsetzung, etwa im Herbst. Die Organisatorinnen reagierten darauf bereits mit einer Warteliste. Aus einem ersten Versuch könnte damit eine feste Veranstaltung werden.
Der erste Frauenkleidermarkt in der Kita Wittenbrink hat damit gezeigt, was möglich ist, wenn Frauen gemeinsam Ideen entwickeln und ehrenamtlich umsetzen. Entstanden ist ein Ort, an dem nachhaltiges Einkaufen, Gemeinschaft und Unterstützung für die Kita auf gelungene Weise zusammenkommen.
Im Format „Tier des Monats“ stellt Dorsten-Online gemeinsam mit dem Tierheim Dorsten Tiere vor, die ein neues Zuhause suchen – persönlich im Video und mit begleitendem Artikel. In der aktuellen Folge geht es um zwei besondere Katzenseelen: Laski und Lupine.
Im Video spricht Moderatorin Marie Falke mit Tierpflegerin Sonja Czlapa über die beiden Katzen, ihre Geschichte und die besonderen Anforderungen an ein neues Zuhause.
Zwei Geschwister mit bewegter Vergangenheit
Laski und Lupine sind Geschwister und wurden im Mai 2021 geboren. Als Kitten fanden sie bereits ein Zuhause, mussten jedoch nach drei Jahren wieder ins Tierheim zurückkehren.
Der Grund: Beide Katzen sind sehr scheu geblieben und lassen sich nicht einfach anfassen oder streicheln. Eine Herausforderung, die ihre Vermittlung lange schwierig gemacht hat.
Doch im Tierheim zeigt sich inzwischen eine positive Entwicklung.
Laski. Foto: Tierheim Dorsten
Kleine Schritte, große Fortschritte
Mit der Zeit beginnen Laski und Lupine, Vertrauen zu fassen. Sobald sie Menschen etwas besser kennen, werden sie mutiger und zeigen sich immer häufiger.
Vor allem Laski entwickelt sich sichtbar: Sie ist neugierig, aufmerksam und längst nicht so zurückhaltend, wie es zunächst den Eindruck macht. Besonders beim Futter kennt sie kein Zögern und sichert sich gerne das ein oder andere Leckerchen.
Auch ihre verspielte Seite kommt immer mehr zum Vorschein. Mit der Katzenangel beschäftigt sie sich inzwischen gerne und zeigt dabei, wie viel Lebensfreude in ihr steckt.
Ein Zuhause ohne Erwartungen
Für Laski und Lupine sucht das Tierheim Dorsten ein ganz besonderes Zuhause. Ideal wäre ein sicherer Hofplatz, an dem sie regelmäßig versorgt werden und geschützte Rückzugsmöglichkeiten haben.
Alternativ kommen auch Menschen infrage, die viel Geduld und Verständnis mitbringen und den beiden ein ruhiges Zuhause bieten – ohne Erwartungen an Nähe oder Zuneigung.
Denn eines ist klar: Diese Katzen entscheiden selbst, wie viel Kontakt sie zulassen.
Lupine. Foto: Tierheim Dorsten
Nur gemeinsam zu vermitteln
Da Laski und Lupine zusammen aufgewachsen sind, eng miteinander verbunden sind und sich gegenseitig Sicherheit geben, sollen sie unbedingt zusammen vermittelt werden.
Sie kuscheln miteinander, pflegen sich gegenseitig und bilden ein eingespieltes Team.
Beide Katzen sind negativ auf FIV und FelV getestet, gechipt, kastriert, entwurmt und geimpft.
Interesse an Laski und Lupine?
Wer sich für Laski und Lupine interessiert, kann über die Website des Tierheims Dorsten Kontakt aufnehmen und einen Fragebogen ausfüllen. Die Mitarbeiter melden sich anschließend bei passenden Interessenten.
Tierheim Dorsten freut sich über Unterstützung
Aktuell kümmern sich in der Einrichtung in Hervest fünf hauptamtliche Tierpflegerinnen, ein Azubi, ein Bundesfreiwilligendienstleistender und rund 40 ehrenamtliche Helfer um die Lang- und Kurzzeitgäste. „Wir freuen uns nach wie vor um jede Unterstützung die wir erhalten können“, betont Marina Hinz, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins.
Nach über 30 Jahren als Vorsitzender des Dorstener Kleingartenverbands wurde Hartmut Lesch feierlich verabschiedet. Die Jahreshauptversammlung am Donnerstag diente aber nicht dazu, um den langjährigen Chef feierlich zu ehren. Der neue Vorsitzende mitsamt Stellvertreterin steht schon fest.
Seit Gründung des Vereins dabei
Vor 44 Jahren gründete Hartmut Lesch mitsamt weiteren Kleingärtnern den Kleingartenverein Holsterhausen. Darauf folgte der Eintritt in den Dorstener Bezirksverband der Kleingärtner, kurz darauf gewann Hartmut die Wahl zum ersten Vorsitzenden. Nach über 30 Jahren legte Hartmut sein Amt bei der Jahreshauptversammlung ab. Doch bevor es zur offiziellen Verabschiedung kam, ließen die vielen Kleingärtner ihren Vorsitzenden noch einmal hochleben. Es flossen auch einige Tränen.
Viele Mitglieder wandten sich direkt an den ehemaligen Vorsitzenden, um sich bei ihm für seine Arbeit zu bedanken. „Hartmut hat den Verein immer mit Humor, Ehrgeiz und Geduld geführt. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Vereinsmitglieder. Wir wollen uns alle bei dir herzlich für deine Zeit, deine Geduld und deinen Einsatz für den Verein bedanken“, lobte ein Vereinsmitglied.
Ein letztes Mal in alter Konstellation. Foto: Christian Haug
Besondere Ehrung vom Bürgermeister
Auch der Bürgermeister besuchte die Kleingärtner, um eine besondere Laudatio vorzutragen. „Der Stadtrat stimmte einstimmig ab, dir diese besondere Ehrung zu verleihen. Seit ca. 40 Jahren hast du als Vorsitzender das soziale Leben in Dorsten bereichert. Kleingärten sind wichtige Stätte im Stadtbild. Sie bilden Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch. Außerdem verbessern sie die Biodiversität und das Stadtklima. Für dein unermüdliches Engagement wollen wir dich heute auszeichnen“, lobt Tobias Stockhoff den ehemaligen ersten Vorsitzenden.
Tobias Stockhoff verleiht die Ehrennadel in Gold der Stadt Dorsten. Foto: Christian Haug
Darauf verlieh Tobias Stockhoff die Ehrennadel in Gold der Stadt Dorsten. Eine eindrucksvolle Ehrung für besonderes ehrenamtliches Engagement.
Stellvertreter wird neuer Vorsitzender
Die Wahl fiel eindeutig aus. Mit einer einstimmigen Mehrheit wählten die Kleingärtner den ehemaligen Stellvertreter Sebastian Schmitter zum ersten Vorsitzenden. „Hartmut hat mich in den vergangenen Jahren an die Hand genommen und gezeigt, was einen guten Vorsitzenden ausmacht. Ich freue mich, diese Aufgabe anzutreten“, erklärte Sebastian Schnitter. An seiner Seite wird in Zukunft Sandra Neugebauer seinen Posten stellvertreten.
Alle weiteren Posten blieben unverändert. Kassierer Rainer Enisk, Fachberaterin Stephani Terhechte, Schriftführerin Nicole Lohner und Kassenprüfer Michael Prang werden auch in Zukunft ihre jeweiligen Aufgaben ausführen.
Das ist das neue Team: Sebastian Schmitter, Michael Prang, Sandra Neubauer, Stephani Terhechte. Rainer Enisk und Nicole Lohner (v.l.n.r.). Foto: Christian Haug