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1390 Jahre im Dienst des St. Elisabeth-Krankenhauses in Dorsten

Eine außergewöhnliche berufliche Beständigkeit wurde im St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten gefeiert. Neben einer Beschäftigten, die ihr 45-jähriges Dienstjubiläum beging, halten bereits acht Mitarbeitende seit 40 Jahren dem Krankenhaus die Treue. In einer feierlichen Veranstaltung würdigte die Krankenhausdirektion diesen besonderen Einsatz.

Geschäftsführer Ansgar Schniederjan, Pflegedirektorin Hiltrud Hachmöller, MAV-Vorsitzende Susanne Wirtz und der Ärztliche Direktor, PD Dr. Wilhelm Gross-Weege führten durch die Ehrung. Sie sprachen den Jubilaren ihren Dank aus.

Es ist uns eine große Freude, heute so engagierte und loyale Mitarbeitende zu ehren“, betonte Ansgar Schniederjan. Er hob hervor: „Es ist sehr wichtig, dass wir uns solche Traditionen bewahren und es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Haus langjährig die Treue halten“.

Starkes Zeichen für Betriebskila

Susanne Wirtz hob hervor: „Diese langjährige Verbundenheit ist ein starkes Zeichen für das hervorragende Betriebsklima, das sich auch positiv auf unsere Patientinnen und Patienten auswirkt.“

Neben den o. g. Jubilaren gab es Ehrungen für weitere langjährige Mitarbeitende. Achtzehn Mitarbeitende gehören dem Haus seit zehn Jahren an. Acht sind seit zwei Jahrzehnten dabei, dreizehn arbeiten bereits 25 Jahre im Dorstener Krankenhaus. Zwölf Mitarbeitende blicken auf 30 Jahre zurück.

Im Rahmen der Feierstunde wurden zudem 21 Mitarbeitende in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Auch sie haben über viele Jahre hinweg das das St. Elisabeth-Krankenhaus mitgeprägt.

Frühlingserwachen im artpark Hoher Berg: Kunst, Austausch und neue Impulse

Wenn Tag und Nacht im Gleichgewicht stehen und das Licht des Frühlings sich mit neuer Klarheit über Landschaft und Räume legt, beginnt am artpark Hoher Berg eine neue Saison. Vom 20. bis 22. März 2026 lädt das Gelände in Schermbeck zum Frühlingserwachen Äquinoktium ein und eröffnet mit einem Programm, das Kunst, Reflexion und Begegnung miteinander verbindet.

Der artpark Hoher Berg hat sich als besonderer Ort zwischen Natur, Atelier und kulturellem Austausch etabliert. Hier geht es nicht allein um das Ausstellen von Kunst, sondern um das Erleben eines offenen Resonanzraums. Zwischen Wiese, Skulptur und Waldrand entstehen Gespräche, Perspektiven und neue Verbindungen.

Der Frühling ist im Artpark angekommen. Foto: Alexander Fichtner

Zum Auftakt der Saison fand am Freitag, 20. März 2026, ab 18 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Hella&Bernd“ auf dem Programm. Die Ausstellung markiert den künstlerischen Auftakt eines Wochenendes, das persönliche Handschriften, gemeinsame Konzepte und den besonderen Charakter des Ortes zusammenführt.

Kunst, Gespräch und Gemeinschaft an drei Tagen am artpark

Am Samstag, 21. März 2026, folgte ab 14 Uhr eine Künstlerführung, die Einblicke in Werk, Kontext und kuratorische Gedanken eröffnet. Ab 15 Uhr schließte sich der Vortrag „Kompetenz Kultur“ an, verbunden mit der Vorstellung der artpark academy.

Fie Künstlerführung. Foto: Alexander Fichtner

Der Sonntag, 22. März 2026, begann ab 10 Uhr mit einem DIY Brunch, zu dem artpark Anna einlad. Damit erhielt das Wochenende einen gemeinschaftlichen Ausklang, der den Geist des Parks noch einmal bündelt: Kultur als lebendige Praxis, offen für Austausch, Nähe und neue Gedanken.

Kompetenz Kultur: Leadership als kulturelle Verantwortung

Ein besonderer Akzent des Wochenendes lag auf der Vorstellung des neuen Academy Formats von Hella Sinnhuber. In einer persönlichen Runde präsentierte sie ihr Programm „Kompetenz Kultur“, ein kuratiertes Leadership Programm zur strategischen Kulturentwicklung.

Hella Sinnhuber stellt ihre eigenen Werke vor. Foto: Alexander Fichtner

Das Angebot richtet sich an Menschen, die Verantwortung tragen und verstanden haben, dass Kultur kein Nebenprodukt ist, sondern eine zentrale Führungsaufgabe. In einer komplexer werdenden Welt prägen kulturelle Muster unser Denken, unsere Sprache, unsere Werte und unser Handeln, oft unbemerkt, aber mit weitreichenden Folgen. Genau hier setzt das Programm an.

Kompetenz Kultur stärkt Selbstreflexion, Dialogfähigkeit und Handlungssicherheit im Umgang mit Veränderung. Unterschiedliche Erfahrungen und auch widersprüchliche Positionen treffen aufeinander, nicht um Recht zu behalten, sondern um gemeinsam Haltung zu entwickeln. Kultur erscheint dabei nicht als Schlagwort, sondern als Grundlage für Zusammenarbeit, Innovation und eine lebendige demokratische Gesellschaft.

Hella Sinnhuber: Kultur, Medien und Leadership stark verdichtet

Der berufliche Weg von Hella Sinnhuber verbindet Kulturwissenschaft, Journalismus, Kommunikation und Leadership auf bemerkenswert dichte Weise. Seit 2015 war sie bei der gemeinnützigen Common Purpose Deutschland GmbH Standortleiterin in der Metropole Ruhr und führt als Programmdirektorin Leadership Programme für Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Gemeinwohl Bereichen durch.

Zugleich entwickelt sie als Gesellschafterin der gemeinnützigen artpark Hoher Berg UG gemeinsam mit Bernd Caspar Dietrich ein natürliches Refugium, in dem heimische Obstbäume, Kunst und kuratorische Konzepte zusammenfinden. Darüber hinaus blickt sie auf mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in Medienproduktion, strategischer Kommunikationsberatung, Moderation, Lehre und Kulturvermittlung zurück. Die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin ist zudem seit 2011 Lehrbeauftragte an der Westfälischen Hochschule im Bereich Journalismus und PR.

Der artpark Hoher Berg als Resonanzraum

Was den artpark Hoher Berg besonders macht, ist die Verbindung aus Naturerfahrung und kultureller Reflexion. Auf dem knapp zwei Hektar großen Refugium am Waldrand, im Grenzgebiet zwischen Nordrhein und Westfalen, fern vom Alltagstempo und doch nah an gesellschaftlichen Fragen, öffnet sich ein Raum für Erinnerung, Austausch und neue Handlungskompetenz.

Viele Gespräche in der Führung. Foto: Alexander Fichtner

Hier können Besucherinnen und Besucher ihre eigene kulturelle Prägung reflektieren und in Beziehung zu anderen Perspektiven setzen. Zwischen Kunst, Wiese und Atelier wird der Ort zu einem experimentellen Kulturlabor, das nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden will.

Frühlingserwachen mit programmatischer Kraft

Mit dem Frühlingserwachen Äquinoktium markiert der artpark Hoher Berg mehr als nur den Beginn einer neuen Saison. Das Wochenende steht für einen Aufbruch, der Kunst und Dialog, Landschaft und Haltung, Begegnung und Bildung miteinander verbindet.

Der Saisonauftakt im artpark Hoher Berg zeigt damit eindrucksvoll, wie Kunst Räume öffnen kann: für Gespräche, für Perspektivwechsel und für die Frage, wie wir in bewegten Zeiten gemeinsam Orientierung gewinnen.

Einblick in die Ausstellung. Foto: Alexander Fichtner

Deutliche Worte im Rat: Holger Krajewski (CDU) kritisiert Aussagen der AfD

Deutliche Worte im Rat: CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Krajewski kritisiert Aussagen der AfD aus der jüngsten Haushaltsrede. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe zu Falschaussagen und dem Umgang mit Informationen in sozialen Medien.

Die CDU Stellungnahme in der 7. Ratssitzung Dorsten zur AfD erfolgte am Ende durch Holger Krajewski im Anschluss an die Haushaltsreden im Stadtrat. Er nahm Bezug auf die Ausführungen von Simone Paulsen und widersprach mehreren Punkten.

CDU widerspricht Darstellung zur Bezahlkarte

Krajewski erklärte, er habe die Haushaltsrede der AfD „nicht so ganz unkommentiert im Raum stehen lassen“ wollen. Besonders ging er auf Aussagen zur Bezahlkarte für Asylbewerber ein.

„Das heißt also, eine Einführung wurde nur durch sie initiiert. Das ist falsch. Die Einführung wurde zwischen den Sozialamtsleitungen und den Sozialdezernenten bzw. kreiseinheitlich zwischen den Hauptverwaltungsbeamten abgestimmt.“

Nur rund Bezahlkarten ausgegeben

Zur Einordnung führte er konkrete Zahlen an. In Dorsten gebe es mit Stand 11.03.2026 insgesamt 161 Personen im Leistungsbezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Davon seien 61 Personen vorgesehen, eine Bezahlkarte zu erhalten oder hätten diese bereits. 75 Personen seien minderjährig und nicht vorgesehen, 21 Personen erhielten Leistungen nach Paragraf 2 (Asylbewerber mit einer hohen Bleibeperspektiv), vier Personen bezögen keine Leistungen.

Zugleich widersprach er der Einordnung eines „sehr kleinen Personenkreises“. 55 von 161 Personen entsprächen 34,16 Prozent.

Förderlotse: Kritik an unklaren Anträgen

Ausführlich ging Krajewski auf das Thema Förderlotse ein. Die AfD habe in ihrer Haushaltsrede darauf verwiesen, einen entsprechenden Antrag gestellt zu haben. Gleichzeitig habe die Darstellung aus seiner Sicht gezeigt, dass Ziel und Inhalt dieses Antrags nicht eindeutig gewesen seien.

Im schriftlichen Antrag sei von einer Broschüre oder einer Website die Rede gewesen. In der mündlichen Erläuterung hingegen sei die Schaffung einer neuen Stelle angesprochen worden. Für Krajewski ist das ein Widerspruch in der Zielsetzung. Er kritisierte, dass der Antrag aus seiner Sicht nicht klar und nachvollziehbar formuliert gewesen sei. Zugleich warf er der AfD vor, im Anschluss die Verwaltung öffentlich zu kritisieren.

Wörtlich sagte er: „Sie schaffen es selbst nicht, einen verständlichen und nachvollziehbaren Antrag zu stellen, zeigen aber anschließend in den sozialen Netzwerken mit dem Zeigefinger auf die Verwaltung, die anscheinend, und jetzt benutze ich meine eigenen Worte an der Stelle, zu doof sind, Ihren Antrag zu verstehen.“

Stellt die AfD demokratische Mehrheitsentscheidungen infrage?

Krajewski griff eine zentrale Passage aus der Haushaltsrede auf und widersprach deutlich. Er habe der Rede entnommen, die Bürger erwarteten zu Recht einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Steuergeldern, dem stimme er zu.

Gleichzeitig habe Paulsen ausgeführt, dazu gehöre die Bereitschaft, Strukturen und Mehrheitsentscheidungen aufgrund der politischen Verhältnisse im Stadtrat infrage zu stellen. Krajewski stellte dazu eine klare Nachfrage.
„Heißt das, dass Sie demokratische Mehrheitsentscheidungen in Frage stellen und ablehnen?“

Zum Abschluss erklärte Krajewski, über das Auftreten in den sozialen Medien mit Verdrehung von Tatsachen und dem Informieren mit Halbwahrheiten, also dem bewussten Weglassen von Informationen, wolle er sich nicht weiter auslassen.

Original zu sehen im LIVE-Video der 7. Ratssitzung der Stadt Dorsten auf YouTube ab der Minute 1.26

Wie sicher ist mein Geld? Was die aktuelle Weltlage für Sparer in Dorsten bedeutet

Die weltpolitische Lage sorgt aktuell für Unsicherheit, auch bei vielen Menschen in Dorsten. Steigende Energiepreise, mögliche Inflationsrisiken und wirtschaftliche Spannungen werfen bei vielen eine zentrale Frage auf: Wie sicher ist mein Geld eigentlich?

Antworten darauf gibt Direktor Uwe Schniederjan von der Sparkasse Vest in Dorsten, der die aktuelle Lage für Privatkunden einordnet und erklärt, worauf Sparer jetzt achten sollten.

Ihr Geld ist in Deutschland durch ein mehrstufiges Sicherungssystem geschützt. Die gesetzliche Einlagensicherung garantiert jedem Kunden bis zu 100 000 Euro pro Institut, und zusätzlich gibt es das Sparkassen‑Sicherungssystem, das im Notfall weitere Mittel bereitstellt. Wir sprechen hier gerne von einer doppelten Absicherung innerhalb des Sparkassenverbundes.

Welche Mechanismen sorgen in Deutschland dafür, dass die Ersparnisse der Kunden geschützt sind, selbst wenn eine Bank wirtschaftliche Probleme bekommen sollte?

Erstens greift das Einlagensicherungsgesetz, das bis zu 100 000 Euro pro Kunde absichert. Zweitens existiert das institutsspezifische Sparkassen‑Sicherungsnetz, das im Krisenfall solidarisch Mittel aus einem gemeinsamen Fonds bereitstellt, in dem alle Sparkassen jährlich Beiträge einzahlen. Drittens überwachen die Bankaufsicht für Finanzdienstleistungen (kurz: Bafin) und die Bundesbank die Banken kontinuierlich und können frühzeitig eingreifen. Schließlich verlangen europäische Vorgaben von den Instituten, ausreichend Eigenkapital und Liquidität vorzuhalten, um mögliche Risiken und daraus resultierende Belastungen zu minimieren.

Die gesetzliche Einlagensicherung wird oft erwähnt. Was bedeutet sie konkret für Privatkunden und wo liegen ihre Grenzen?

Die gesetzliche Einlagensicherung sichert jedem Privatkunden bis zu 100 000 Euro pro Institut, unabhängig davon, wie viele Konten Sie dort führen. Beträge, die darüber hinausgehen, sind nicht gedeckt. Wenn Sie höhere Einlagen haben, empfiehlt es sich zusammen mit Ihrem Sparkassenberater in unterschiedliche Wertanlagen zu investieren um somit Risiken zu streuen. Der Fachmann spricht in diesem Fall von Diversifikation. Die Anlagen sollten jedoch ihrem persönlichen Anlageprofil entsprechen. Daher lohnt sich die Zeit für ein intensives Gespräch mit Ihren persönlichen Berater.

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung gibt es bei den Sparkassen ein eigenes Sicherungssystem. Wie funktioniert dieses System und welche Rolle spielt es im Ernstfall?

Die Sparkassen bilden jährlich Beiträge in einen gemeinsamen Sicherungsfonds ein. Dieser Fonds dient als finanzieller Puffer, aus dem im Falle einer Zahlungsunfähigkeit einer Sparkasse die Einlagen der Kunden ausgeglichen werden können. Das System greift, bevor die gesetzliche Einlagensicherung zum Einsatz kommt. Mir persönlich ist bisher kein Fall bekannt, wo der Sparkassen-Sicherungsfonds in Anspruch genommen wurde.

Spüren Banken aktuell, dass die weltpolitische Lage – etwa der Konflikt im Nahen Osten – bei vielen Menschen zu mehr Unsicherheit beim Thema Geld führt?

Eindeutig ja.  Wir beobachten, dass Kunden vermehrt nach Sicherheit für ihr Geld fragen. Das führt zu einer höheren Nachfrage nach Einlagen‑ und Sicherungsprodukten sowie zu einer leichten Umschichtung von risikoreicheren Anlagen in sichere Anleihen. Wir beraten aktiv, erklären die bestehenden Schutzmechanismen und bieten passende Lösungen an, damit das Vertrauen in die Sparkasse erhalten bleibt. Das ist auch unser Anspruch.

Steigende Energiepreise können die Inflation wieder antreiben. Welche Auswirkungen hätte das auf die Kaufkraft der Ersparnisse vieler Haushalte?

Steigende Energiepreise treiben die allgemeine Preisentwicklung nach oben, weil viele Güter und Dienstleistungen von Energie abhängig sind. Das führt zu Inflation, die die reale Kaufkraft Ihres Geldes verringert. Wenn die Zinsen auf Giro‑ oder Tagesgeldkonten unter der Inflationsrate liegen, verliert Ihr Erspartes an Wert. Langfristig bedeutet das, dass Sie weniger für Ihr Geld kaufen können, wenn Sie keine inflationsausgleichenden Anlagen wählen.

Viele Menschen lassen größere Summen auf Giro- oder Tagesgeldkonten liegen. Welche Risiken entstehen dadurch langfristig, wenn die Inflation steigt?

Auch hier gilt: Der wichtigste Risikofaktor ist der Verlust der Kaufkraft, weil die Zinsen meist niedriger sind als die Inflation. Zusätzlich verzichten Sie auf mögliche Renditen, die Sie mit anderen Anlageformen erzielen könnten. Gehen Sie ins Gespräch mit Ihrem Sparkassenberater und diversifizieren Sie Ihr Vermögen nach Möglichkeit sehr breit. Ohne Diversifikation konzentrieren Sie Ihr Vermögen auf ein Produkt, was das Risiko von Ertragsausfällen erhöht. Schließlich kann ein späterer Zinsanstieg zu spät kommen, um den Inflationsschritt auszugleichen.

Welche typischen Fehler beobachten Finanzexperten, wenn Menschen in Krisenzeiten versuchen, ihr Geld besonders sicher anzulegen?

Viele Anleger halten ihr gesamtes Vermögen in bar oder ausschließlich auf Tagesgeld, obwohl die Zinsen die Inflation nicht decken. Sie setzen häufig nur auf ein einziges Produkt und ignorieren die Kosten, die bei sogenannten „sicheren“ Anlagen anfallen können. Außerdem fehlt oft eine langfristige Strategie, sodass häufige Umschichtungen zu Verlusten führen. Diese Fehler reduzieren die Chance, das Vermögen zu erhalten oder zu vermehren.

Welche Rolle spielt Diversifikation – also die Verteilung des Geldes auf verschiedene Anlageformen – für private Anleger in unsicheren Zeiten?

Diversifikation verteilt Ihr Geld auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Geldmarktprodukte. Dadurch kann ein Verlust in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen ausgeglichen werden. Sie reduziert die Gesamtvolatilität Ihres Portfolios und erhöht die Wahrscheinlichkeit, die reale Kaufkraft langfristig zu erhalten. Eine ausgewogene Mischung ist daher ein zentraler Baustein einer stabilen Anlagestrategie.

Welchen grundlegenden Rat würden Sie Menschen geben, die sich aktuell Sorgen um ihre Ersparnisse oder ihre finanzielle Zukunft machen?

Vertrauen Sie auf die bestehenden Sicherungsmechanismen – die gesetzliche Einlagensicherung und das Sparkassen‑Sicherungssystem bieten Ihnen einen soliden Grundschutz. Streuen Sie Ihr Vermögen, indem Sie nicht alles auf ein Konto legen oder noch schlimmer, unterm Kopfkissen lagern. Investieren Sie in verschiedene Anlageformen. Denken Sie immer langfristig und wählen Sie Produkte, die zumindest die Inflation ausgleichen können. Prüfen Sie regelmäßig Ihre finanzielle Situation und passen Sie Ihre Strategie an veränderte Rahmenbedingungen an. Nutzen Sie Ihren Berater bei der Sparkasse Vest, um individuell passende Lösungen zu finden.

Messerattacke in Dorsten: 37-Jähriger nach Angriff auf Mutter festgenommen

Nach einer Messerattacke in Dorsten ist am Sonntagvormittag ein 37-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Bei dem Vorfall im Stadtteil Feldmark wurden zwei Menschen verletzt. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Tat im häuslichen Umfeld in Dorsten-Feldmark

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat gegen 9.45 Uhr in einer Erdgeschosswohnung in Dorsten-Feldmark. Der 37-Jährige, der derzeit ohne festen Wohnsitz ist, verschaffte sich gewaltsam über ein Fenster Zugang zur Wohnung seiner 54-jährigen Mutter.

In der Wohnung kam es zunächst zu einem körperlichen Angriff auf die Frau.

Messerangriff auf Lebensgefährten

Im weiteren Verlauf der Tat griff der Mann auch den 59-jährigen Lebensgefährten seiner Mutter mit einem Messer an. Beide Opfer wurden bei der Messerattacke in Dorsten verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen bestand jedoch keine Lebensgefahr.

Tatverdächtiger noch vor Ort festgenommen

Die Polizei konnte den 37-Jährigen noch am Tatort in Dorsten festnehmen. Zur Klärung der Hintergründe wurde eine Mordkommission eingesetzt.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit an.

Leopold wirbt mit Sammlerschätzen: Elektronik-Börse in der Kaue

Endlich verwandelte sich die Kaue auf Fürst Leopold wieder zu einem Paradies für Schnäppchenjäger. Diesmal hatten Hobbytechniker und Analog-Freunde die Chance, den ganz großen Schatz zu finden. Zahlreiche Dorstener suchten nach dem neuen Herzensstück für ihre Kollektion.

Kabel, Funkgeräte, Akkus und Messstationen. Das ist nur ein Bruchteil von dem Angebot, dass sich über die große Halle der Kaue auf Fürst Leopold erstreckte. Hunderte Sammler feilschten um neue Geräte, Dockingstationen und vieles mehr. Aber nach was halten die Dorstener besonders Ausschau?

Kaue Elektronik und Computer Börse Fürst Leopold
Von Dockingstationen bis hin zu Messgeräten konnte man alles finden. Foto: Christian Haug

„Ich habe bei mir eine große Freude an alten Oszilloskopen. Das sind elektronische Messgeräte, die elektrische Spannungen grafisch darstellen. Ich habe hier schon ein, zwei interessante Geräte gesehen. Ich hoffe, dass ich die für einen schmalen Taler bekomme“, verrät ein begeistertet Elektro-Sammler.

Als nächstes Mädelsflohmarkt auf Leopold

Am Palmsonntag (29. März) findet auf Leopold schon die nächste Messe statt. Der Weiberkram Mädelsflohmarkt bietet nicht nur schicke Accessoires und modische Einzelstücke, sondern alles, was das Frauenherz begehrt. Von 11 bis 16 Uhr kann man sich für 5 Euro Eintritt noch ein passendes Outfit für Ostern ergattern.

Besentage: Große Beteiligung bei Müllsammelaktion in Dorf Hervest

Bei bestem Frühlingswetter haben sich am vergangenen Samstag zahlreiche Helfer an der Müllsammelaktion des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorf Hervest im Rahmen der Dorstener Besentage beteiligt. Über 50 Schützen, Familienangehörige, Freunde und weitere Bewohner aus Dorf Hervest packten gemeinsam an, um Wege und Grünflächen von Unrat zu befreien.

Entlang der Rad- und Wanderwege rund um das Dorf kam dabei eine große Menge Müll zusammen. Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren dabei über die starke Beteiligung von Kindern an den Besentagen. „Wir sind sehr stolz auf die zahlreichen Kinder, die fleißig mitgemacht haben. Sie lernen so schon früh, achtsam und verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umzugehen“, betont Christoph Evers vom Bürgerschützenverein.

Besentage Dorf Hervest 2026
Auch landwirtschaftliche Maschinen kamen zum Einsatz. Foto: Schützenverein Dorf Hervest

Unterstützung erhielten die Helfer auch in diesem Jahr wieder durch landwirtschaftliche Oldtimer und Unimogs, die den Abtransport der gesammelten Abfälle erleichterten. Angesichts der ungewöhnlich großen Menge an Müll erwies sich diese Hilfe als besonders wertvoll.

Besentage Dorf Hervest 2026
Die fleißigen Helfer mit ihrer „Beute“. Foto: Schützenverein Dorf Hervest

Der Bürgerschützenverein zieht insgesamt ein sehr positives Fazit der Aktion und bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten. „Ein großes Lob gilt den fleißigen Sammlern sowie ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben“, so Evers.

Bewegende Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Wulfens

Punkt 10.10 Uhr erfüllte am Sonntagmorgen das Glockenläuten der St. Matthäus Kirche Wulfen. Es war ein Moment, der viele Besucher spürbar bewegte. Genau zu dieser Zeit hatten vor 81 Jahren alliierte Bomber Wulfen angegriffen. Das Gedenken an die Opfer der Bombardierung war in diesem Jahr besonders gut besucht. Die große Resonanz dürfte auch mit der gegenwärtigen weltpolitischen Lage zusammenhängen.

Die Gedenkveranstaltung war in diesem Jahr bewusst breiter angelegt. Das Organisationskomitee um Max Schürmann hatte das Programm erweitert, um historische Erinnerung nicht nur sachlich zu vermitteln, sondern auch emotional erfahrbar zu machen. Neben wiederkehrenden Beteiligten wie der Gesamtschule und der Montessori Schule wirkte auch der Kirchenchor Cantus St. Matthäus mit.

Kirchenchor Cantus St. Matthäus. Foto: Alexander Fichtner

Schürmann führte durch die Veranstaltung und verband die einzelnen Programmpunkte zu einem würdigen und zugleich nachdenklichen Gedenken. Die Beiträge aus Schulen, Musik und historischer Erinnerung verliehen dem Vormittag eine vielschichtige Form.

Das Glockenläuten als eindringliches Signal

Ein zentrales Element des Gedenkens war das Läuten der Glocken um 10.10 Uhr. Es sollte die Situation des Angriffs vor 81 Jahren nachfühlbar machen und den historischen Zeitpunkt in das Bewusstsein der heutigen Besucher rücken. So wurde aus einem symbolischen Akt ein stiller Moment der Mahnung.

Gedenken beim Klang der Glocken. Foto: Alexander Fichtner

Gerade in seiner Schlichtheit entfaltete das Glockenläuten eine besondere Wirkung. Es machte deutlich, dass Erinnerung nicht nur aus Worten besteht, sondern auch aus gemeinsam erlebten Zeichen.

Die Geschichte von Henriette Schwaak berührt

Besonders eindringlich wurde das Gedenken durch die Geschichte von Henriette Schwaak. Sie überlebte den Bombenangriff im Keller eines Nachbarhaus, während das eigne Haus zerstört wurde. Diese persönliche Geschichte verlieh den historischen Ereignissen ein menschliches Gesicht.

Verlesung der Namen der Opfer. Foto: Alexander Fichtner

Sie zeigte, wie willkürlich Zerstörung und Überleben im Krieg oft nebeneinanderstehen. Aus der abstrakten Zahl der Opfer wurde so das Schicksal eines einzelnen Menschen, das vielen Zuhörern naheging.

Bürgermeister Stockhoff würdigt das Engagement

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte sich beeindruckt von der großen Teilnahme und der generationsübergreifenden Anteilnahme. Er sagte: „Ja, ich bin beeindruckt, wie viele Menschen, egal ob jung oder alt, sich hier für das Erinnern, für die Zukunft einsetzen in Wulfen. Die damit auch deutlich machen, dass kein Opfer vergessen ist, kein Opfer von Krieg, Terror und Gewalt und gleichzeitig deutlich machen, dass wir uns in Dorsten für den Frieden in unserer Stadt und in der Welt einsetzen.“

Tobias Stockhoff bei seiner Ansprache. Foto: Alexander Fichtner

Seine Worte unterstrichen die Botschaft der Veranstaltung: Das Gedenken an die Vergangenheit ist immer auch ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft.

Filmvorführung im Matthäusheim vertieft die Erinnerung

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung wurde ab 11 Uhr im Matthäusheim der Film „Kriegsende in Dorsten – Zeitzeugen erzählen“ von Sabine Bornemann gezeigt. Der Film entstand 2018 gemeinsam mit Schülern des Ursulinen Gymnasiums und war bereits im Vorjahr als besonders eindrucksvoll wahrgenommen worden.

Vorführung des Films. Foto: Alexander Fichtner

Die Vorführung bildete das Kernstück der weiteren historischen Einordnung. Im Anschluss waren Gespräche und Wortbeiträge vorgesehen, um die Inhalte gemeinsam zu reflektieren und den Austausch zu vertiefen.

Erinnerung als Auftrag zum Frieden

Das diesjährige Gedenken in Wulfen verband historische Rückschau, persönliche Zeugnisse und gemeinschaftliches Erinnern auf eindrucksvolle Weise. Gerade in einer Zeit, in der Kriege und Gewalt wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken, erhielt die Veranstaltung eine besondere Aktualität.

Sie machte deutlich, dass Erinnerung weit mehr ist als ein Blick zurück. Sie ist Mahnung, Verantwortung und ein gemeinsames Bekenntnis zum Frieden.

Irischer Abend im Heimathaus: „Die Kultur begeistert mich“

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Es ist schon das dritte Mal, dass man aus dem Hervester Heimathaus irische Volksmusik hören konnte. Bis tief in den Abend feierten die Mitglieder des Heimatvereins zu traditioneller irischer Musik, Guinness Bier, Whiskey und netten Gesprächen. Aber warum zieht Irland so viele Dorstener an?

Heimatverein Kassierer Günter Scheuch war erst vor einigen Jahr in Irland und hat auf seiner Reise viele Bilder aufgenommen. Die Diashow wurde den ganzen Abend auf einem Fernseher angezeigt. Das regte viele Gäste auch zum gegenseitigen Austausch an, viele Mitglieder waren bereits in Irland.

„Die Landschaft ist jedes Mal wieder beeindruckend. Nach einer Woche hast du einen grünen Starr“, scherzte Günter Scheuch mit einem Schmunzeln. Ansonsten sind die Gäste auch von irischen Getränken sehr angetan. „Ich bin großer Guinness Fan, das ist einfach mein Lieblingsbier“, erklärt ein weiterer Besucher aus dem Heimatverein.

Heimathaus Irish Abend mit Dresching Floor
Die Band THRESHINGFLOOR überzeugte mit authentischer irischer Musik. Foto: Christian Haug

„In Irland wirst du nicht ausgeschlossen“

Die Band „THRESHINGFLOOR“ spielte traditionelle irische Musik, die man genau so auch in Irish Pubs genießen kann. Seit 2017 spielen die Irlandfreunde zusammen, ein Mitglied spielte sogar schon einen Gig in Irland. Thorsten Tomaszewski ist der Kopf der Band und trat schon in irischen Kneipen auf. Was begeistert den Sänger am westeuropäischen Inselstaat?

„Natürlich bin ich großer Fan irischer Musik. Auch die Kultur begeistert mich. Wenn man in einen Irish Pub geht, wird man nicht ausgeschlossen. Man ist sofort Teil vom Geschehen, egal wer man ist. Diese Gastfreundschaft und Offenheit in Irland finde ich überragend.“

Offener Brief fordert mehr Freiraum für Radfahrer in Dorstens Innenstadt

Ein Bürger aus Dorsten regt mit einem offenen Brief eine Änderung der bestehenden Regelungen für den Radverkehr in der Innenstadt an. Paul Schürmann hat sich mit seinem Anliegen direkt an die Stadtverwaltung sowie die Parteien im Stadtrat gewandt.

Im Kern geht es um die derzeitigen Einschränkungen für Radfahrer in der Fußgängerzone. Aktuell ist das Radfahren dort nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Schürmann schlägt vor, diese Regelung zumindest an Sonn- und Feiertagen zu lockern und das Radfahren ganztägig zuzulassen. „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung umweltfreundlicher Verkehrsmittel rege ich an, die bestehenden Regelungen zu überprüfen“, schreibt er in seinem Brief.

Weniger Konflikte an ruhigen Tagen

Seine Begründung: An Sonn- und Feiertagen sei das Fußgängeraufkommen in der Innenstadt erfahrungsgemäß deutlich geringer als an Werktagen. „Nutzungskonflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern sind deutlich reduziert“, so Schürmann. Eine Freigabe unter dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme könne dazu beitragen, die Innenstadt besser erreichbar zu machen und gleichzeitig den Radverkehr attraktiver zu gestalten.

Zugleich verweist der Verfasser darauf, dass viele andere Städte bereits positive Erfahrungen mit vergleichbaren Regelungen gemacht hätten – ohne negative Auswirkungen auf Sicherheit oder Aufenthaltsqualität.

Realität und Regelung klaffen auseinander

Ein weiterer Punkt des Schreibens betrifft die aktuelle Praxis vor Ort. Trotz bestehender Einschränkungen werde die Fußgängerzone an Sonn- und Feiertagen bereits häufig von Radfahrern genutzt. „Eine offizielle Zulassung würde dazu beitragen, die bestehende Diskrepanz zwischen Regelung und tatsächlicher Nutzung aufzulösen“, betont Schürmann. Gleichzeitig könne so mehr Klarheit und gegenseitige Akzeptanz zwischen Fußgängern und Radfahrern geschaffen werden.

Anstoß für politische Beratung

Der Bürger bittet die Stadt sowie die politischen Gremien, seinen Vorschlag wohlwollend zu prüfen und gegebenenfalls in die weiteren Beratungen einzubringen. „Ich bitte Sie, eine entsprechende Anpassung der bestehenden Regelung zu prüfen und in die politischen Beratungen einzubringen“, heißt es abschließend in dem Schreiben.

Dorstener Besenparty: Preis für Lebenshilfe und Oldtimerfreunde

Nach den erfolgreichen Dorstener Besentage 2026 konnten sich die vielen Müllsammler und Helfer ordentlich feiern lassen. Am Samstagnachmittag konnten es sich alle Unterstützer bei gutem Essen und Live-Musik gut gehen lassen. Dazu gab es noch eine volle Tombola mit vielen tollen Preisen. Dazu haben gleich zwei Vereine den Sponsoringpreis mit insgesamt 6500 Euro abgeräumt.

Über 15 Tonnen Abfall gesammelt

Auch in diesem Jahr haben die Dorstener ordentlich aufgeräumt. Gut 15 Tonnen Müll wurden von Vereinen und freiwilligen Helfern gesammelt. Als Dank gab es nicht nur kostenlose Verpflegung für die Gäste, auch zwei Vereine durften ordentlich Sponsoringgeld mit nach Hause nehmen.

In den vergangenen Jahren wurde schon viele verschiedene Projekte vom Sponsoringpreis finanziert. „Durch das Geld wurden in der Vergangenheit schon viele schöne Projekte ins Leben gerufen. Zum Beispiel Tischtennisplatten, Blumenwiesen und Wanderbänke. Es sind keine großen Sachen, aber sie machen Dorsten lebenswerter“, erklärt Antonius von Hebel, Geschäftsführer der Lebenshilfe Dorsten.

Dorstener Besenparty 2026
Björn Wesler und Antonius von Heben (v.l.n.r.) bedanken sich für die große Unterstützung bei den Besentagen. Foto: Christian Haug

Prall gefüllte Tombola und Livemusik

Die hauseigene Band der Lebenshilfe Dorsten namens „Teilhabequatsch“ spielte ein explosives Live-Set, welches die gesamte Besenparty begeisterte. Die Band spielte schon bei der Dorstener Karnevalsfeier und gewann schon dort viele neue Fans für sich. Auch hier begeisterten sie mit eigenen Songs, zum Beispiel „Kopenhagen“ und „Lichter der Stadt“.

Doch nicht nur die Vereine haben abgeräumt. Man konnte bei der Tombola auch viele schöne Gewinne abstauben. „Man kann zwei VIP Tickets für den Nürburgring gewinnen. Unter anderem sind im Topf noch ein Reisegutschein im Wert von 400 Euro und eine Jahreskarte für das Atlantis“, verrät Björn Wesler vom Verein „Sag Ja zu Dorsten!“.

Neue Begegnungsmöglichkeit an der Laurentiusschule

Die erste Hälfte des Sponsoringpreises ging an die Lebenshilfe Dorsten. Mit 2500 Euro wollen sie eine neue Begegnungsmöglichkeit an der Laurentiusschule schaffen, eine sogenannte „Plauderecke“. Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigt sich von der Idee überzeugt: „Viele werden sicher denken, dass wir in Dorsten bereits genug Bänke haben. Doch ich bin davon überzeugt, dass die Plauderecke einen neuen Raum für gemeinsame Interaktionen schafft.“

Dorstener Besenparty 2026
Die Lebenshilfe Dorsten will vom Geld eine neue Begegnungsmöglichkeit schaffen. Foto: Christian Haug

Tatsächlich gibt es bereits in Dorsten Hardt solche Plauderbänke, sogar einen ganzen Plauder-Pfad. Das sind Bänke, an denen soziale Interaktion gefördert werden soll. Die Bänke sind gezielt als Gesprächsmöglichkeiten ausgeschildert. Das Motto: Gemeinsam gegen Einsamkeit nutzen.

Oldtimerfreunde wollen Museum eröffnen

Der zweite Sponsoringpreis ging an die Oldtimerfreunde aus Lembeck. Insgesamt 4000 Euro an Sponsoringgeldern wurde dem Verein gutgeschrieben. Das Geld soll für den Bau eines Maschinen und Lebensmittelmuseums genutzt werden. „Wir wollen ein erlebbares Museum schaffen, in dem zum Beispiel die Herstellung von Lebensmitteln veranschaulicht wird. Wir wollen die vielschichtigen Prozesse mit Hilfe von echten Maschinen und detaillierten Diagrammen erklären. Das Museum wird dann auf dem Gelände zwischen der Laurentiusschule und der Bushaltestelle entstehen“, verrät der Oldtimer Verein.

Dorstener Besenparty 2026
Die Oldtimerfreunde Lembeck bauen vom Sponsoringpreis ein erlebbares Museum. Foto: Christian Haug

Die Oldtimerfreunde wollen zeitnah mit dem Bau des Museums anfangen: „Wir warten noch auf den Zuschuss von NRW, dann wollen wir mit dem Bau loslegen. Wir freuen uns riesig über die Unterstützung und das Sponsoringgeld. Das ist eine riesige Stütze für unseren Eigenanteil beim Museumsbau.“

Tier des Monats #1: Sam sucht endlich sein Zuhause (mit Video)

Gemeinsam mit dem Tierheim Dorsten entwickelt Dorsten-Online das bisherige „Tier der Woche“ weiter. Künftig steht jeden Monat ein Tier im Mittelpunkt – lebendiger, persönlicher und näher dran. Im Video spricht Moderatorin Marie Falke direkt mit den Tierpflegern vor Ort und zeigt die Tiere in ihrem Alltag.

Den Anfang macht Sam.

Ein Hund mit Vergangenheit

Sam ist ein Großpudel-Griffon-Mix – und ein Hund, der in seinem Leben bereits viel erlebt hat. Mehrere Vorbesitzer und sogar ein vorheriger Aufenthalt in einem anderen Tierheim liegen hinter ihm. Seit dem 3. September 2025 lebt er nun im Tierheim Dorsten.

Trotz dieser Vorgeschichte zeigt sich Sam als grundsätzlich freundlicher und aktiver Hund, der den Kontakt zu seinen Menschen sucht.

Tier des Monats Tierheim Dorsten
Foto: Tierheim Dorsten

Klare Regeln sind entscheidend

Was Sam vor allem braucht, ist Struktur. In der Vergangenheit hat es daran offenbar oft gefehlt. Entsprechend testet er gerne Grenzen aus und schaut genau, bei wem er sich was erlauben kann.

Er ist ein Hund mit eigener Meinung, die er auch deutlich zeigt – besonders dann, wenn ihm etwas wichtig ist. Deshalb sucht das Tierheim Menschen mit Erfahrung, die ihm klare Regeln geben und konsequent, aber fair mit ihm arbeiten.

Alleine bleiben kann Sam aktuell noch nicht. Das muss im neuen Zuhause weiter aufgebaut werden.

Tier des Monats Tierheim Dorsten
Sam mit Moderatorin Marie Falke und Jackson Richter vom Tierheim. Foto: Borgwardt

Aktiv, lernwillig – und manchmal zu distanzlos

Im Alltag zeigt Sam viele positive Eigenschaften. Im Hundehaus kommt er gut zur Ruhe, ist stubenrein und macht nichts kaputt. Bei klarer Führung läuft er ordentlich an der Leine und hat Freude an Bewegung und gemeinsamen Aktivitäten.

Mit anderen Hunden ist er grundsätzlich verträglich, hat aber noch Nachholbedarf im Sozialverhalten. Im Freilauf zeigt er sich oft zu distanzlos und braucht hier klare Anleitung durch den Menschen.

Aufgrund seines ausgeprägten Jagdtriebs sollten im neuen Zuhause keine Katzen oder Kleintiere leben.

Tier des Monats Tierheim Dorsten
Foto: Tierheim Dorsten

Maulkorb? Kein Problem

Das Tragen eines Maulkorbs kennt Sam bereits und akzeptiert es ohne Schwierigkeiten. Auch das zeigt: Mit der richtigen Führung ist vieles möglich.

Ein Zuhause mit Geduld und Konsequenz gesucht

Für Sam sucht das Tierheim Dorsten Menschen, die ihn ernst nehmen und bereit sind, mit ihm zu arbeiten. Menschen, die ihm Sicherheit geben, Grenzen setzen und gleichzeitig seine positiven Seiten erkennen.

Denn davon hat Sam einige: Er ist aktiv, lernwillig und kann ein treuer Begleiter werden – wenn man ihm die Chance dazu gibt.

Tier des Monats Tierheim Dorsten
Foto: Tierheim Dorsten

Interesse an Sam?

Wer sich für Sam interessiert, kann über die Website des Tierheims Dorsten Kontakt aufnehmen und einen Fragebogen ausfüllen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter melden sich anschließend bei passenden Interessenten.

Tierheim Dorsten freut sich über Unterstützung

Aktuell kümmern sich in der Einrichtung in Hervest fünf hauptamtliche Tierpflegerinnen, ein Azubi, ein Bundesfreiwilligendienstleistender und rund 40 ehrenamtliche Helfer um die Lang- und Kurzzeitgäste. „Wir freuen uns nach wie vor um jede Unterstützung die wir erhalten können“, betont Marina Hinz, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins.

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