Der Heimatverein Lembeck 1922 e.V. pflegt eine alte westfälische Tradition und lädt am Karfreitag, 3. April, um 12 Uhr zum Struwentag ins Heimathaus Lembeck ein. Mit dem gemeinsamen Essen soll ein Brauch wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden, der früher in vielen Familien fest zum Karfreitag gehörte.
Traditionelles Karfreitagsgericht aus Westfalen
Struwen – in manchen Regionen auch „Püfferkes“ genannt – sind kleine, in der Pfanne gebackene Hefeteig-Küchlein mit Rosinen. Sie gehören zu den klassischen Fastenspeisen der westfälischen Küche und wurden traditionell am Karfreitag zubereitet. Der leicht süßliche Teig besteht meist aus Mehl, Hefe, Milch, Eiern und Rosinen. In Butterschmalz ausgebacken, entstehen dann kleine, goldbraune Küchlein, die häufig mit Zucker bestreut oder mit Apfelmus serviert werden.
Der Brauch reicht mehrere Jahrhunderte zurück. In vielen katholisch geprägten Regionen Westfalens galt der Karfreitag als strenger Fasttag ohne Fleisch. Struwen boten eine sättigende Alternative und waren gleichzeitig eine willkommene Abwechslung während der Fastenzeit.
Auch die zweite Spezialität des Tages hat eine lange Tradition: die Weinsuppe. Diese einfache, aber aromatische Suppe aus Wein, Zucker, Eigelb und Gewürzen wurde bereits im Mittelalter in vielen Haushalten gekocht und galt lange Zeit als typische Fastenspeise in der Osterzeit.
Mit dem gemeinsamen Essen möchte der Heimatverein Lembeck diese kulinarischen Traditionen lebendig halten und gleichzeitig Gelegenheit zum Austausch in gemütlicher Runde bieten.
Frühstück im Heimathaus am 1. April
Bereits zwei Tage zuvor lädt der Verein zum nächsten Frühstücksbüffet ein. Am Mittwoch, 1. April, beginnt das beliebte Treffen um 9.30 Uhr im Heimathaus Lembeck. Das Frühstück bietet Gelegenheit, gemeinsam in den Tag zu starten und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bei Gisela Droste unter der Telefonnummer 01520 8727069 anmelden. Bei kurzfristiger Verhinderung bittet der Heimatverein um eine kurze Abmeldung.
Auch in dieser Woche führt die Stadt Dorsten wieder mobile Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet durch. Mit den regelmäßigen Blitzer-Kontrollen will die Stadtverwaltung für mehr Verkehrssicherheit sorgen und Raser ausbremsen.
Die Stadt Dorsten veröffentlicht die geplanten Messstellen vorab, um für Transparenz zu sorgen. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam unterwegs sein.
Mobile Blitzer in Dorsten: Diese Straßen sind geplant
Die Laserwagen der Stadt Dorsten werden in der Woche vom 16. bis 22. März 2026 unter anderem an folgenden Straßen eingesetzt:
Gräwingheide
Ostlandstraße
An der Landwehr
Darüber hinaus muss jederzeit im gesamten Stadtgebiet von Dorsten mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein 1652 Altendorf-Ulfkotte e.V. hat am Samstag (14. März) seine Jahreshauptversammlung durchgeführt. Insgesamt 186 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil.
Der 1. Vorsitzende Dirk Schulz eröffnete die Sitzung und stellte fest, dass fristgerecht eingeladen worden war. Nach den Berichten des Vorstandes, des Kassierers sowie der Kassenprüfer sprachen die Mitglieder dem Vorstand mit großer Mehrheit ihr Vertrauen aus und erteilten Entlastung.
Vorstand bei Neuwahlen bestätigt
Bei den turnusmäßigen Wahlen bestätigten die Mitglieder mehrere Amtsinhaber im Vorstand. Dirk Schulz bleibt weiterhin 1. Vorsitzender, Benedikt Nothelle wurde erneut zum 2. Vorsitzenden gewählt. Neu in das Amt des 1. Schriftführers wurde Martin Döweling gewählt.
Auch im Offizierskorps setzten die Mitglieder auf Kontinuität. Markus Breil bleibt Oberst im Schützenverein, Patrik Schroden führt das Amt des Majors weiter.
Jubiläumsschützenfest in Altendorf-Ulfkotte
Neben den Wahlen beschäftigte sich die Versammlung auch mit der zukünftigen Planung der Vereinsveranstaltungen. Dabei ging es unter anderem um die Terminplanung der kommenden Schützenfeste.
Ein besonderer Höhepunkt wirft bereits seine Schatten voraus: Zum 375-jährigen Bestehen des Vereins planen die Bürgerschützen ein großes Jubiläumsschützenfest vom 11. bis 13. Juni 2027. Die Mitglieder stimmten diesem Vorhaben einstimmig zu.
Die Jahreshauptversammlung endete um 22.03 Uhr mit dem traditionellen Schützenlied.
Auf der INTERNORGA 2026 in Hamburg war schnell klar: Hier wird nicht nur geguckt, hier wird schon ein gutes Stück Zukunft von Gastro und Getränkewelt gezeigt. Dorsten Online war vor Ort und hat sich angeschaut, welche Trends, Produkte und Ideen gerade in der Branche für Gesprächsstoff sorgen.
von Andreas Heuser
INTERNORGA steht für „Internordische Messe der Gastronomie“ und gilt als jährliche Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien. Zwischen vollen Hallen, bekannten Gesichtern und jeder Menge Neuheiten gab es einiges zu entdecken, bei dem man direkt gedacht hat: Das könnte bald auch ganz normal im Restaurant, Café oder an der Theke auftauchen.
Foto: Andreas Heuser
Landpark stellt neue Produkte vor
Besonders spannend war aus unserer Sicht der Auftritt von Landpark, das wie die Stiftsquelle zur Johann Spielmann GmbH aus Dorsten gehört. Das Unternehmen hat auf der Messe seine aktuellen Produkte und Neuheiten vorgestellt und dabei vor allem mit der neuen Limo-Dose ohne Süßstoffe Aufmerksamkeit bekommen.
Genau solche Sachen bleiben hängen, weil sie zeigen, wohin der Markt sich gerade bewegt. Es wird etwas bewusster, etwas moderner, aber trotzdem mit Geschmack und ohne großen Schnickschnack. Neben der neuen Limo wurden auch weitere Produkte präsentiert, darunter Kaffee, Wasser und andere Erfrischungsgetränke. Das war schon ein Auftritt, bei dem man gemerkt hat: Da wird nicht einfach nur was ins Regal gestellt, da steckt schon eine klare Richtung hinter.
Auf der gastronomischen Landkarte ist Dorsten klar vertreten. Foto: Andreas Heuser
Auch mit Coca Cola und Frank Rosin ist Dorsten präsent
Auch Coca-Cola war mit großer Messepräsenz vertreten und zeigte aktuelle Produktpaletten. Für Dorsten natürlich besonders interessant, weil dort Dosen für den deutschen Markt abgefüllt werden. So hatte die Messe an mehreren Stellen auch einen Bezug zu unserer Region.
Produkte des Coca-Cola-Konzerns, der auch in Dorsten für den europäischen Markt abfüllt. Foto: Andreas Heuser
Dazu kam mit Frank Rosin noch ein bekanntes Gesicht, das ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgte und seine neue Currywurst präsentierte. Da war also ordentlich Betrieb, viel Publikum und immer wieder dieser typische Messe-Moment, wenn man an einem Stand hängen bleibt und merkt: Jo, das könnte noch spannend werden.
Foto: Andreas Heuser
Was die INTERNORGA so besonders macht, ist genau diese Mischung. Die Messe ist nicht nur groß, sondern bringt viele Bereiche zusammen, die in der Gastro wichtig sind: neue Produkte, Technik, Trends und praktische Ideen für den Alltag. Dazu kommen mehrere Messehallen, viele Aussteller und ein Programm, das nicht nur für Branchenprofis spannend ist. Unterm Strich ist die INTERNORGA genau so eine Messe, bei der man nicht nur ein paar Flyer einsammelt, sondern auch ein gutes Gefühl dafür bekommt, was in der Gastro als Nächstes auf uns zurollt.
Vor rund einem Jahr sprach Regisseur Christopher Meier-Wilkening erstmals über sein neues Filmprojekt „Zu Kino Sag Ich Nie No“. Jetzt steht die Vorpremiere kurz bevor. Gedreht wurde unter anderem im Central Kino in Dorsten, das nicht nur als Veranstaltungsort für die Premiere dient, sondern auch Teil der Filmhandlung ist.
Im Gespräch erzählt der Dorstener Filmemacher von den Dreharbeiten, spontanen Momenten am Set und der Vorfreude darauf, den Film endlich einem breiten Publikum zeigen zu können.
Heimatmedien: „Vor rund einem Jahr haben wir über dein neues Filmprojekt gesprochen, jetzt steht die Vorpremiere kurz bevor. Wie fühlt es sich an, den Film endlich dem Publikum präsentieren zu können?“
Christopher Meier-Wilkening: „Ich freue mich sehr darauf, den Film zeigen zu dürfen und nicht mehr im stillen Kämmerchen daran zu arbeiten. Es ist jede Menge Zeit und Aufwand in das Projekt geflossen und man arbeitet im Grunde nur darauf hin, es endlich teilen zu können, damit andere hoffentlich genauso einen Spaß damit haben, wie ich es mit dem Cast und dem Team hatte.“
Regisseur Christopher Meier-Wilkening bei der Arbeit am Set. Foto: privat
Dreharbeiten im Central Kino
Heimatmedien: „Die Premiere findet erneut im Central Kino in Dorsten statt, das diesmal sogar eine zentrale Rolle im Film spielt. Wie kamst du auf die Idee, das Kino nicht nur als Veranstaltungsort, sondern auch als Teil der Handlung einzubauen?“
Christopher Meier-Wilkening: „Ich fand die Idee grundsätzlich spannend, einen Film innerhalb des Kinos zu drehen. Dadurch, dass dort jeden Tag so viele verschiedene Menschen ein- und ausgehen, erzählen an so einem Ort nicht nur die Filme die Geschichten. In Gesprächen mit den Mitarbeitern des Kinos und durch eigene Erfahrungen bei privaten Besuchen sind einige Situationen im Austausch zusammenkommen, die es mehr oder weniger sogar mit ins Drehbuch geschafft haben.“
Dreharbeiten im Central Kino Dorsten. Foto: Christopher Meier-Wilkening
Heimatmedien: „Die Hauptrolle hat ein Schauspieler übernommen, der bereits im Tatort zu sehen war. Wie ist der Kontakt zustande gekommen und warum war er für dich die richtige Besetzung?“
Christopher Meier-Wilkening: „Tobias (Krebs, d. Red.) hat sich auf einen Castingaufruf online bei mir gemeldet, auf den er von seiner Oma aufmerksam gemacht wurde. Wir haben uns beim ersten Meeting auf Anhieb gut verstanden, teilen den gleichen Filmgeschmack und er hat den Humor des Drehbuchs sofort verstanden und gut verinnerlicht. Dafür hat er an jedem Drehtag sogar den weiten Weg aus Köln auf sich genommen, und seine Oma hat auch eine kleine Würdigung im Film bekommen.“
Wenn die Polizei ungeplant vorbei kommt
Heimatmedien: „Dreharbeiten laufen selten komplett nach Plan. Gab es während der Produktion einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?“
Christopher Meier-Wilkening: „Wie du schon sagst, gab es an fast jedem Drehtag spontane Probleme zu lösen und es wurde häufig auch mal improvisiert. Gerade im Genre Comedy finde ich das aber manchmal auch förderlich und so sind ein paar coole Szenen im Film gelandet, die so nicht geplant waren. Ein Moment, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war der ausgelöste Polizeieinsatz während eines Abends. Der hat für eine weitere passende Stimmung gesorgt und spricht für die Authentizität von einem der Kooperationspartner der Produktion „Softairwelt“.“
Heimatmedien: „Der Film befindet sich aktuell in den letzten Schnittarbeiten der Postproduktion. Was ist in dieser Phase für dich besonders entscheidend?“
Christopher Meier-Wilkening: „Besonders entscheidend ist für mich, dass der Film trotz der ganzen Vielfalt darin einen roten Faden behält und die Stimmung gut übertragen werden kann. Dabei spielt Musik eine wichtige Rolle und auch, dass man sich nicht zu sehr in kleinen Details verliert, auf die man vielleicht als Zuschauer gar nicht so sehr achtet, wie als wenn man sich im Schnitt zigmal damit beschäftigt.“
Heimatmedien: „Zur Vorpremiere werden neben den Beteiligten auch einige ausgewählte Gäste eingeladen. Auch die Leser der Heimatmedien können Karten für dieses exklusive Event gewinnen. Wie wichtig ist dir dieser Tag?“
Christopher Meier-Wilkening: „Da die Vorpremiere beinah exklusiv für Leute, die in irgendeiner Art und Weise mit dem Film zu tun hatten, stattfindet, bin ich gespannt, die Reaktion der Gewinner zu beobachten, die den Film mit völlig neutralen Augen zum ersten Mal sehen. Ich freue mich, nach all den Monaten, das Kapitel abzuschließen und wieder offen für neue Ideen und Projekte zu sein. Also es geht weiter!“
Gewinnspiel für unsere Leserinnen und Leser
Auch die Leser der Heimatmedien haben die Chance, bei diesem exklusiven Event dabei zu sein. Die Redaktion verlost 2 × 3 Karten für die Vorpremiere im Central Kino in Dorsten.
Ganz so einfach wird es allerdings nicht. Wer teilnehmen möchte, sollte bereits das Erstlingswerk von Christopher Meier-Wilkening gesehen haben.
Gewinnspielfrage: Wie heißt der Gegenspieler des Jungunternehmers Julius C. Willbaht in dem Film? Wer sich unsicher ist, findet „Willbath“ auf YouTube.
Schickt eure Antwort bis zum 2. April an die Redaktion unter [email protected], Stichwort „Kino“. Viel Glück!
Am „Kleinen Büffel“ entsteht mit dem Backyard eine neue Open-Air-Bar für House Music, Afterwork Abende am Donnerstag und entspannte Sonntage unter freiem Himmel.
Am Segelflugplatz Dorsten wird damit eine neue Fläche für lockere Treffen im Außenbereich geschaffen. Betreiber des „Kleinen Büffel“ ist Louis Windeck, der den Außenbereich künftig auch für regelmäßige Sommerabende nutzen möchte.
Für die musikalische Gestaltung arbeitet der „Kleine Büffel“ dabei mit dem Eventkollektiv Woodhouse zusammen, das mit seinem Netzwerk aus DJs die musikalische Begleitung der Abende übernimmt.
Start im April mit wöchentlichen Afterwork-Treffen
Der Auftakt ist für den 9. April geplant. Jeden Donnerstag sollen After-Work-Abende stattfinden, bei denen Besucher nach der Arbeit vorbeikommen können, um draußen zu sitzen, Freunde zu treffen und den Abend bei House Music und kühlen Getränken ausklingen zu lassen.
Der Eintritt zu den wöchentlichen Afterwork Abenden ist kostenlos. Für die musikalische Begleitung sorgen DJs aus dem Netzwerk des Woodhouse-Kollektivs, die regelmäßig wechseln und für passende musikalische Begleitung sorgen.
Sommerprogramm unter freiem Himmel
Mit dem „Backyard“ erweitern sowohl der „Kleine Büffel“ als auch das Eventkollektiv Woodhouse ihr Angebot um eine Open-Air-Komponente. Während die Events in den Wintermonaten überwiegend im Innenbereich stattfinden, soll das Programm in den Sommermonaten verstärkt nach draußen verlagert werden.
Geplant ist eine Saison von April bis September. Neben den Afterwork-Terminen am Donnerstag sollen auch Sonntage im „Backyard“ stattfinden. Entspannte Nachmittage und Abende mit Musik im Außenbereich.
Treffpunkt statt klassischem Clubformat
Die Idee hinter dem Projekt ist bewusst unkompliziert: ein Ort für Begegnung, Musik und lockere Sommerabende. Viele Szenetreffpunkte für elektronische Musik entstehen auf Flächen, die ursprünglich ganz anders genutzt wurden. Eine Entwicklung, die nun auch am Segelflugplatz Dorsten angestoßen werden soll.
Wenn die Sonne über dem Flugplatz untergeht, soll im Backyard House Music laufen, während Besucher zusammenstehen, etwas trinken und den Abend unter freiem Himmel genießen.
Sitzmöglichkeiten reservierbar
Für kleinere Gruppen stehen im Außenbereich gepolsterte Flightcases, eine Art Strandkörbe, als Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. Diese können bei Bedarf telefonisch beim „Kleinen Büffel“ reserviert werden.
Perspektive für die lokale Szene
Langfristig soll sich das „Backyard“ zu einem festen Bestandteil der lokalen Gastronomie-, Musik- und Kulturszene entwickeln.
„Jeder gute Ort beginnt klein“, erklären die Beteiligten. Entscheidend sei, dass Menschen gerne wiederkommen.
Am Wochenende des 14. und 15. März 2026 hat der Jugendkulturverein Ten Sing Gahlen sein zweites Probewochenende im Gemeindehaus der Friedenskirche Dorsten-Hardt veranstaltet. Zwei Tage lang arbeiteten die Jugendlichen intensiv an ihrer neuen Show – mit vielen Proben, gemeinsamen Mahlzeiten und jeder Menge Teamarbeit.
Zum Abschluss des Wochenendes präsentierten die Teilnehmer am Sonntagabend ab 17.30 Uhr eine sogenannte „Zwischenprüfung“. Dabei handelt es sich um eine kleine interne Aufführung vor wenigen geladenen Gästen, bei der erste Szenen und Programmpunkte der neuen Produktion gezeigt werden.
Organisiert wurde das Wochenende von Nico Wischerhoff und Patrick Potthast, die das Publikum auch durch den Abend führten.
Nico Wischerhoff und Patrick Potthast. Foto: Emily Flade
Rohfassung der Show für geladene Gäste
Zu Beginn erklärte Moderator Patrick Potthast, dass das Publikum an diesem Abend noch keine fertige Produktion zu sehen bekomme, sondern eine erste Zusammenstellung der bisherigen Ergebnisse.
„Wir wollen euch heute eine kleine Zusammenfassung zeigen von dem, was schon gut klappt – und vielleicht auch ein paar Dinge, die wir heute zum ersten Mal ausprobieren“, sagte Potthast bei der Begrüßung.
Die Gäste bekamen so einen Eindruck von den verschiedenen Bereichen, aus denen eine typische Ten-Sing-Show besteht: Theater, Musik, Tanz, Jonglage, Showdesign und Technik. Insgesamt wurde etwa die Hälfte der geplanten Show präsentiert – in einer frühen Rohfassung.
Foto: Emily Flade
Abenteuergeschichte führt bis zum Mount Everest
Im Mittelpunkt der diesjährigen Produktion steht eine abendteuerliche Geschichte. Drei Cousins entdecken auf dem Dachboden ihres Großvaters eine alte Schatzkarte, nachdem dieser in ein Altenheim gezogen ist. Die Karte führt sie auf eine spannende Reise rund um die Welt – bis in den Himalaya zum Mount Everest.
Dort beginnt schließlich die eigentliche Schatzsuche, die im Laufe der Geschichte mit verschiedenen Begegnungen und humorvollen Momenten verbunden ist. Die Handlung wird in mehreren Theaterszenen erzählt, die durch musikalische Beiträge und Showeinlagen ergänzt werden.
Foto: Emily Flade
Musik, Tanz und Jonglage auf der Bühne
Zwischen den Theaterabschnitten präsentierten die Jugendlichen unterschiedliche Musik- und Showacts. Unter anderem wurde ein Song von Cro aufgeführt. Auch Tanzbeiträge und Jonglage-Auftritte mit verschiedenen Acts waren Teil des Programms. Dabei zeigte sich bereits, wie vielfältig das Konzept von Ten Sing ist: Jugendliche gestalten eine komplette Bühnenshow selbst – von der Schauspielerei über Musik bis hin zu Technik hinter der Bühne.
Foto:Emily Flade
Erste Bühnenluft für neue Teilnehmer
Für einige Teilnehmer war die Zwischenprüfung eine besondere Erfahrung. Mehrere Jugendliche standen an diesem Abend zum ersten Mal überhaupt auf einer Bühne – sei es im Theater, in der Band oder bei den Jonglage-Auftritten.
„Es gibt einige von unseren Leuten, die heute zum ersten Mal überhaupt Bühnenluft schnuppern. Deshalb unterstützt sie ruhig ordentlich“, ermutigte Potthast das Publikum.
Der Applaus der Gäste zeigte, dass die Nachwuchskünstler dabei viel Unterstützung bekamen.
Foto: Emily Flade
Vorbereitung für den großen Auftritt
Die Zwischenprüfung ist bei Ten Sing ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung. Sie dient dazu, den aktuellen Stand der Show zu testen, Abläufe auszuprobieren und erste Bühnenerfahrungen zu sammeln.
Nach einem intensiven Probewochenende wurde deutlich: Die neue Ten-Sing-Produktion nimmt bereits Gestalt an. Bis zur endgültigen Aufführung werden die Szenen, Musikstücke und Showelemente nun weiter ausgearbeitet.
Das Publikum darf sich also schon jetzt auf eine abwechslungsreiche und kreative Show freuen, wenn Ten Sing Gahlen die fertige Produktion zu einem späteren Zeitpunkt vollständig auf die Bühne bringt.
Die akrobatischen Einlagen müssen geübt sein. Foto: Emily Flade
Beim Kumpelmarkt im CreativQuartier Fürst Leopold konnten Besucher am Wochenende auf eine besondere Entdeckungsreise gehen. Zahlreiche Aussteller präsentieren dort eine große Vielfalt an Produkten – von nostalgischen Sammlerstücken über kreative Handwerksarbeiten bis hin zu Dekorationen mit Bezug zum Bergbau und zur Geschichte des Ruhrgebiets.
Viele Stände luden zum Stöbern ein. Alte Bierkrüge, dekoratives Porzellan, historische Geräte und Sammlerstücke aus vergangenen Jahrzehnten erinnerten an frühere Zeiten. Zwischen den Tischen fanden sich dabei immer wieder kleine Besonderheiten, die bei den Besuchern Erinnerungen weckten oder als außergewöhnliche Dekoration für zuhause infrage kamen.
Nostalgische Fundstücke und Sammlerstücke
Zu den Ausstellern gehörte auch Dieter Stein, der an seinem Stand eine Vielzahl nostalgischer Gegenstände präsentierte. Darunter befanden sich unter anderem alte Messgeräte, dekorative Teller, Bücher, Spielzeug und weitere Sammlerstücke aus verschiedenen Jahrzehnten. Besonders auffällig waren historische Instrumente und kleine technische Geräte, die heute selten geworden sind und bei vielen Besuchern für Interesse sorgten.
Auch Herbert Schielke, bekannt als „Ruhrgebietsmaskottchen“, war auf dem Kumpelmarkt vertreten. An seinem Stand informierte er über den Ankauf von Mineralien und Bergbauartikeln. Damit richtete er sich vor allem an Sammler oder Menschen, die noch bergbaubezogene Stücke aus früheren Zeiten besitzen und diese weitergeben möchten.
Herbert Schielke. Foto: Emily Flade
Auch Heiko Schulz zeigte auf dem Kumpelmarkt seine handgefertigten Holzarbeiten. Seine Produkte greifen häufig Motive aus der Welt des Bergbaus auf. Filigrane Holzarbeiten mit Bergmannsfiguren, Förderturm-Silhouetten oder traditionelle Szenen aus dem Ruhrgebiet verbinden dabei Handwerkskunst mit regionaler Geschichte.
Dieter Stein. Foto: Emily Flade
Ein ganz anderes, aber ebenso auffälliges Angebot präsentierte Lou Duesmann. Seine Lampen entstehen aus alten Materialien und industriellen Bauteilen. Mit ihren warmen Edison-Glühbirnen erzeugen sie ein nostalgisches Licht und erinnern dadurch an den Charme vergangener Zeiten. Unter dem Motte „#jedelampeeinunikat“ fertigt er individuelle Einzelstücke.
Lou Duesmann. Foto: Emily Flade
Kreative Ideen und Bergbau-Motive
Stark vertreten waren auf dem Markt auch Produkte mit Bezug zum Bergbau. Am Stand von Blickfang Bergbau, betrieben von Frau Rittmann, wurden dekorative Metallarbeiten mit Förderturm-Motiven und anderen Ruhrgebiets-Symbolen angeboten. Dabei betont sie, dass ihre Produkte nicht nur auf ein Thema beschränkt sind: „Bei uns gibt es auch ganz individuelle Motive, nicht nur zum Thema Bergbau“, erklärt sie.
Blickfang Bergbau. Foto: Emily Flade
Für frühlingshafte Akzente sorgte außerdem die KreativWerkstatt Heisler, die liebevoll gestaltete Frühlings- und Osterdekorationen präsentierte – von kleinen Pflanzenarrangements über Kerzen bis hin zu dekorativen Figuren.
KreativWerkstatt Heisler. Foto: Emily Flade
Der Kumpelmarkt zeigt damit, wie vielfältig die Mischung aus Handwerk, Nostalgie und Ruhrgebietsidentität sein kann. Besucher konnten stöbern, mit Ausstellern ins Gespräch kommen und vielleicht sogar ein besonderes Einzelstück mit nach Hause nehmen.
Am letzten Tag der Bürger-Stadtmeisterschaften im Sportschießen in Dorsten ging es am Sonntag spannend zu. Auf dem Schießstand der Schießgruppe Holsterhausen-Dorf trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem spannenden Wettkampf. Dorfmeister heute wurde Jan Püthe.
Bürger-Stadtmeisterschaften im Sportschießen in Dorsten
Unter dem Motto „Dorsten trifft ins Schwarze“ richtete die Fachschaft Schießen im Stadtsportverband Dorsten gemeinsam mit mehreren Schützenvereinen die 18. Stadtmeisterschaft der Bürgerinnen und Bürger im Sportschießen aus.
Foto: Bosse
Vom 6. bis zum 15. März konnten Bürgerinnen und Bürger auf den Schießständen von insgesamt neun Sportschützenvereinen antreten. Geschossen wurde in der Disziplin Luftgewehr auf eine Distanz von 10 Metern.
Teilnehmen konnten sowohl Einzelstarter als auch Mannschaften. Teams konnten sich zum Beispiel aus Firmen, Vereinen, Nachbarschaften, Schulklassen oder Bürogemeinschaften zusammensetzen.
Christiane Broders (Stadtsportverband Dorsten, Fachschaft Schießen) und Marleen , mit 8 Jahren die jüngste Sportschützin der Schießgruppe Holsterhausen Dorf. Foto: Bosse
Rund 300 Dorstener machten mit
Insgesamt nutzen rund 300 Dorstenerinnen und Dorstener die Gelegenheit, bei den Bürger-Stadtmeisterschaften im Sportschießen in Dorsten mitzumachen.
Der Wettbewerb richtet sich bewusst an Bürgerinnen und Bürger, die nicht aktiv als Sportschützen in Vereinen starten. Ziel der Veranstaltung ist es, den Schießsport in Dorsten bekannter zu machen und gleichzeitig den Gemeinschaftsgedanken zu stärken.
Neben der Stadtmeisterin und dem Stadtmeister wird auch die beste Mannschaft ermittelt. Zusätzlich zeichnet jeder Austragungsort eine beste Mannschaft des jeweiligen Standorts aus.
Ausrichter Finale 2026:Schießgruppe Holsterhausen Dorf. Foto: Bosse
Finaltag in Holsterhausen-Dorf
Der letzte Wettkampftag der Bürger-Stadtmeisterschaften im Sportschießen in Dorsten fand heute am Sonntag auf der Anlage der Schießgruppe Holsterhausen-Dorf statt. Dort traten noch einmal die Teilnehmer des Tages in einem internen Finalschießen gegeneinander an. Am Ende setzte sich Jan Püthe durch und wurde Dorfmeister.
Spielmannszug Holsterhausen. Foto: Bosse
Siegerehrung beim Schützenfest Feldmark
Die offizielle Siegerehrung der Bürger-Stadtmeisterschaften findet traditionell im Rahmen des Schützenfestes Feldmark statt. Die erfolgreichen Schützinnen und Schützen werden dort am 7. Juni um 11.30 Uhr ausgezeichnet.
Offiziere Holsterhausen Dorf. Foto: Bosse
Wettkämpfe auf neun Schießständen
Die Wettbewerbe wurden auf mehreren Anlagen in Dorsten und Umgebung ausgetragen, darunter:
SG der Dorstener Altstadtschützen
SG Dorsten Feldmark
SG Dorsten-Holsterhausen 53
SG Rhade
SG Holsterhausen-Dorf
SSC Lembeck
SSC Wulfen
SG Altschermbeck
SG Altendorf-Ulfkotte
Pro Teilnehmer waren 20 Wertungsschüsse mit dem Luftgewehr auf 10 Meter vorgesehen.
Nächste Stadtmeisterschaften im Mai
Nach den Bürger-Stadtmeisterschaften im Sportschießen in Dorsten stehen bereits die nächsten Wettbewerbe an. Die Sportschützen-Stadtmeisterschaften der Vereine folgen im Mai.
Mit einem festlichen Abend im Restaurant Maas-Timpert hat der Unternehmerverein „Sag Ja! zu Dorsten“ sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Mitglieder, Gäste aus Wirtschaft und Politik sowie Wegbegleiter der ersten Stunde waren gekommen, um gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Engagement für die Stadt zurückzublicken.
Zu den Festrednern gehörten der heutige 2. Vorsitzende Klaus Schmitz sowie Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender Alfred Sartory. Beide erinnerten an die Anfänge des Vereins und würdigten die vielen Projekte und Menschen, die „Sag Ja! zu Dorsten“ in den vergangenen Jahren geprägt haben.
Erinnerung an Gründer und Wegbegleiter
Zum Auftakt begrüßte Klaus Schmitz die Gäste und richtete einen besonderen Gruß an die Gründer und Unterstützer der ersten Stunde. Gleichzeitig erinnerte er an Wegbegleiter des Vereins, die inzwischen verstorben sind.
„Wir sind angetreten, um Verantwortung zu übernehmen“, sagte Schmitz in seiner Rede. „Und das haben wir auch getan.“
In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe der Verein zahlreiche Projekte unterstützt oder selbst angestoßen. Dazu gehörte unter anderem die Initiative „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Auch das Dorstener Lichterfest sei seit vielen Jahren eng mit dem Engagement der Unternehmergemeinschaft verbunden.
„Das Lichterfest zeigt jedes Jahr aufs Neue, was möglich ist, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Schmitz.
Foto: Sklenak
Eine Idee aus dem Stadtmarketingprozess
Mitbegründer Alfred Sartory blickte in seiner Rede weiter zurück – in eine Zeit des Umbruchs Ende der 1990er Jahre. Damals habe ein Stadtmarketingprozess unter dem damaligen Bürgermeister Lambert Lütkenhorst die Frage aufgeworfen, wie Dorsten wirtschaftlich und gesellschaftlich gestärkt werden könne.
Alfred Sartory. Foto: Sklenak
„Es gab kein Drehbuch und keine Garantie für den Erfolg“, erinnerte sich Sartory. „Es gab nur die Überzeugung, dass unsere Stadt es wert ist, sich darum zu kümmern.“
Aus zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern, Vereinsvertretern und engagierten Bürgern entstand schließlich die Idee für eine neue Initiative. Am 3. Januar 2006 wurde der Verein offiziell gegründet.
Der bewusst gewählte Name „Sag Ja! zu Dorsten“ sollte dabei eine klare Botschaft senden: ein klares Bekenntnis zur Stadt und zu aktivem Engagement.
Foto: Christian Sklenak
Frühe Projekte mit großer Wirkung
Schon kurz nach der Gründung setzte der Verein erste Projekte um. Eine der ersten Aktionen war eine Spendeninitiative für eine Schule im Hochwassergebiet von Sri Lanka. Innerhalb kurzer Zeit kamen mehr als 10.000 Euro zusammen.
Ein weiteres wichtiges Projekt war die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Durch Spenden aus der Dorstener Unternehmerschaft konnten Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 400.000 Euro nach Dorsten geholt werden.
Auch Veranstaltungen wie die Immobilienmesse „Do it“ oder verschiedene Netzwerkformate für Unternehmer gehörten in den folgenden Jahren zum Engagement des Vereins.
Foto: Sklenak
Unternehmergeist als Leitgedanke
Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch die Reden des Abends: Verantwortung übernehmen statt abwarten.
„Es gibt zwei Sorten von Menschen. Es gibt Unternehmer – und es gibt Unterlasser“, zitierte Alfred Sartory einen Satz aus seiner frühen beruflichen Laufbahn.
Auch Klaus Schmitz griff diesen Gedanken auf und erinnerte an einen Leitspruch aus den Anfangsjahren des Vereins: „Seid Unternehmer und keine Unterlasser.“
Foto: Sklenak
Netzwerk für die Dorstener Wirtschaft
Neben konkreten Projekten ging es dem Verein immer auch um den Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Gespräche mit städtischen Ämtern und der Wirtschaftsförderung hätten häufig dazu beigetragen, Probleme frühzeitig zu klären und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
„Dialog statt Distanz“, beschrieb Sartory diesen Ansatz.
Heute zählt der Verein zahlreiche Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen. Stammtische, Seminare und Netzwerkveranstaltungen bieten Gelegenheit zum Austausch und zur Zusammenarbeit.
Foto: Sklenak
Blick nach vorn
Zum Abschluss richtete Alfred Sartory den Blick auf die Zukunft. Städte und Unternehmen stünden heute vor neuen Herausforderungen – etwa durch Digitalisierung, Fachkräftemangel oder wirtschaftliche Veränderungen.
„Städte brauchen Menschen, die sich kümmern. Die nicht fragen: Wer macht es? Sondern sagen: Wir machen es“, betonte er.
Sein Wunsch an die Mitglieder: weiterhin neugierig, mutig und engagiert zu bleiben. „Solange es Menschen gibt, die Ja sagen, wird Dorsten mehr sein als nur ein Ort auf der Landkarte.“
Die Spannung vor dem Tuniertag steigt: Am Samstag startet in der Petrinumhalle in Dorsten die Kampfsportveranstaltung „Tigers Clash Vol.2“.
Einen Abend vorher fand bereits die Pressewaage für die Veranstaltung im Atlantis in Dorsten statt. Kämpfer, Trainer, Organisatoren sowie Gäste kamen zusammen, um einen ersten Eindruck der Athleten zu bekommen und die letzten formellen Schritte vor den Kämpfen zu absolvieren. Für die Sportler ist die Waage ein wichtiger Moment – erst danach steht fest, dass alle Athleten in ihren jeweiligen Gewichtsklassen antreten können.
Offizieller Auftakt mit der Pressewaage
Im Rahmen der Pressewaage präsentieren sich mehrere Kämpfer der Öffentlichkeit, stellten sich nacheinander auf die Waage und standen sich anschließend beim traditionellen „Face-to-Face“ gegenüber. Diese Begegnungen sorgten bereits für erste Spannung und gaben einen Vorgeschmack auf die Kämpfe, die am Samstag in der Petrinumhalle in Dorsten stattfinden werden.
Die Pressewaage bot zudem Gelegenheit für Gespräche zwischen Athleten, Trainern und Veranstaltern. Auch Vertreter der regionalen Medien konnten vor Ort Eindrücke sammeln, Fotos machen und erste Hintergrundinformationen zur Veranstaltung erhalten. Insgesamt dauerte die Pressewaage etwa eine Stunde und bildete den offiziellen Auftakt zum Kampfsportwochenende.
Ruslan Vashchko vs. Leon Balbach // Foto: Emily Flade
Verschiedene Disziplinen und besondere Kämpfe
Bei „Tigers Clash Vol.2“ erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Kampfsportprogramm. Auf dem Programm stehen Kämpfe im Kickboxen und Muay Thai. Zusätzlich wird erstmals auch ein klassischer Boxkampf Teil der Veranstaltung sein und das Programm erweitern.
Neben den sportlichen Duellen stehen auch besondere Titelkämpfe im Fokus. Im Verlauf des Abends wird erstmals der Tigers Clash Champion Gürtel vergeben. Darüber hinaus wird auch der MTBD Pro/AM Junioren Profi Muaythai Gürtel des Muaythai Bund Deutschland (MTBD) präsentiert und ausgekämpft.
Alessia Dinicicco vs. Ela Takak // Foto: Emily Flade
Dorsten als Herzstück der Veranstaltung
Für die Organisatorin Kerstin Alex ist der Veranstaltungsort von besonderer Bedeutung. Bei der Pressewaage betonte sie die enge Verbindung der Veranstaltung zur Stadt.
„Dorsten und der Verein ist unser Herzstück und Heimatort“, erklärte Kerstin Alex. Gemeinsam mit ihrem Mann habe sie die Veranstaltung hier aufgebaut und über die Jahre weiterentwickelt.
Dass der erste Tigers-Clash-Champion-Gürtel ausgerechnet in Dorsten vergeben wird, sei deshalb etwas Besonderes für die Veranstalter. „Wir haben das alles selbst aufgebaut und sind sehr stolz darauf“, sagte sie.
Kampftag in der Petrinumhalle
Der eigentliche Tuniertag findet am Samstag in der Petrinumhalle in Dorsten statt.Der Einlass beginnt um 12 Uhr, der Start der Kämpfe ist für 13 Uhr geplant. Bereits am Morgen stehen für die Athleten noch die offizielle Waage sowie der medizinische Check an, bevor sie am Nachmittag in den Ring steigen.
Zum Abschluss der Pressewaage bedankte sich Kerstin Alex bei allen Beteiligten für ihr Kommen und die Unterstützung der Veranstaltung. Gleichzeitig äußert sie die Hoffnung, dass auch die zweite Ausgabe von „Tigers Clash“ an die positive Stimmung der Premiere anknüpfen kann.
„Wir hoffen, dass wir das Event wieder so cool machen wie im letzten Jahr – vielleicht sogar noch ein bisschen besser“, sagte sie.
Mehr als 50 Besucher haben am Donnerstagabend an einer Veranstaltung des BDA Vest Recklinghausen im Rahmen des Festmonats zum 750 jährigen Stadtjubiläum Dorstens teilgenommen. Eingeladen waren interessierte Bürger, Anwohner sowie Fachleute aus Architektur und Städtebau. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Neue Stadt Wulfen heute noch über Stadtplanung, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit erzählen kann.
Organisiert wurde der Abend von Dipl. Ing. Stephanie Still, Architektin aus Recklinghausen und Vorsitzende des BDA Vest. Die Veranstaltung führte die Teilnehmenden zunächst durch Barkenberg und endete mit einem Vortrag in der BiBi am See.
Grusswort von Bürgermeister Tobias Stockhoff mit Architektin Stephanie Still und Britta Risthaus von der Bibi am See. Foto: Alexander Fichtner
Zeitreise durch die Neue Stadt Wulfen
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Stockhoff begann ein Rundgang mit Christian Gruber, der die Gäste auf eine Zeitreise durch die Jahre 1967 bis 1987 mitnahm. Aus erster Hand erfuhren die Teilnehmenden, was es bedeutet, in Barkenberg zu leben und wie eng städtebauliche Idee und Alltagserfahrung hier miteinander verbunden sind.
Erster Stopp: Wulfener Markt und Gemeinschaftshaus. Foto: Alexander Fichtner
Die Führung machte Station an markanten Orten des Stadtteils, darunter der Napoleons Weg, besondere Wegeführungen mit Brücken und Unterführungen, die Klimawiese sowie die sogenannte Finnstadt. Gerade diese Orte verdeutlichten, mit welchem planerischen Anspruch die Neue Stadt Wulfen einst entwickelt wurde.
Gruber beim Vortrag. Foto: Alexander Fichtner
Gruber vermittelte dabei nicht nur historische Hintergründe, sondern auch die Perspektive des gelebten Stadtteils. Zwischen den einzelnen Stationen entwickelte sich immer wieder ein lebhafter Austausch unter den Teilnehmenden. Fachleute diskutierten mit Anwohnern, Erinnerungen trafen auf aktuelle Fragen zur Stadtentwicklung.
Austausch zwischen Praxis und Erinnerung
Der Abend zeigte, wie stark Barkenberg bis heute Diskussionen über Stadtplanung anregen kann. Die Mischung aus Fachpublikum und interessierten Bürgern erwies sich dabei als Gewinn. Immer wieder wurde deutlich, dass die Neue Stadt Wulfen weit mehr ist als ein Kapitel lokaler Geschichte.
Vielmehr wurde sie an diesem Abend als Experimentierraum sichtbar, in dem Fragen von Mobilität, Freiraum, Ökologie und sozialem Miteinander früh mitgedacht wurden. Dass viele dieser Überlegungen heute aktueller denn je erscheinen, zog sich wie ein roter Faden durch die Gespräche.
Ausstellung in der BiBi am See
Zurück in der Bibliothek konnten sich die Gäste bei einem kleinen Imbiss und Getränken stärken. Gleichzeitig bot sich Gelegenheit, die Ausstellung „Neue Stadt Wulfen – Idee und Entwicklung“ zu besichtigen. Die Schau, die im März in der BiBi am See zu sehen ist, ergänzte den Rundgang um historische Dokumente und planerische Einblicke.
Besucher in der Ausstellung. Foto: Alexander Fichtner
Gerade in der Verbindung von Ausstellung, geführtem Spaziergang und Fachvortrag gewann der Abend seine besondere Dichte. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Planstadt Wulfen wurden so in unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar.
Yasemin Utku zu Besuch im Archiv mit Christian Gruber. Foto: Alexander Fichtner
Vortrag von Yasemin Utku setzt den Schlusspunkt
Den Abschluss gestaltete Prof. Dipl. Ing. Yasemin Utku von der Universität zu Köln. Die Städtebau Professorin ist in Barkenberg keine Unbekannte, da sie den Stadtteil bereits durch verschiedene Projekte und Exkursionen kennt. Ihr Vortrag stand unter dem Titel: „Von der Utopie zur Realität: was die Neue Stadt Wulfen uns heute lehrt“.
Yasemin Utku bei der Einführung zum Vortrag. Foto: Alexander Fichtner
Utku spannte den Bogen von den ambitionierten Planungen der 1960er Jahre bis zu den Herausforderungen heutiger Stadtentwicklung. Im Zentrum stand die Frage, „was an Wulfen innovativ und seiner Zeit voraus war“ und zugleich, „was man andererseits aus Fehlschlägen für heute lernen kann“.
Foto: Alexander Fichtner
Mehr als 50 Jahre nach den ersten Planungen, so wurde an diesem Abend deutlich, finden sich viele der damals entwickelten Ideen auch in anderen Planstädten wieder. Das unterstreicht, wie innovativ das Konzept der Neuen Stadt Wulfen zum damaligen Zeitpunkt war. Zugleich zeigt es, dass viele Ansätze bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben.
Visionen der Neue Stadt Wulfen mit bleibender Aktualität
Die Veranstaltung machte eindrucksvoll sichtbar, dass die Neue Stadt Wulfen noch immer als Referenz für Fragen moderner Stadtplanung dienen kann. Nicht alle Erwartungen der damaligen Planer erfüllten sich. Doch gerade im Spannungsfeld zwischen Anspruch, Realität und Weiterentwicklung liegt bis heute ihr besonderer Erkenntniswert.
Fragen und Antworten. Zum Schluss wurde diskutiert. Foto: Alexander Fichtner
So wurde der Abend in Barkenberg nicht nur zu einem Rückblick auf ein außergewöhnliches städtebauliches Projekt, sondern auch zu einer Debatte über die Zukunft unserer Städte. Oder, wie es der Vortragstitel treffend formulierte: „Von der Utopie zur Realität“.