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#181 Glosse von Anke: Starke Frauen

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Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau – diese Tatsache wurde mir mal wieder bei dem informativen und vergnüglichen Frauenabend bewusst, der anlässlich der Dorstener Frauen-kulturtage im Cornelia Funke Baumhaus über die Bühne ging.

Selbst alte machtgierige Strategen wie Frankreichs Kaiser Napoleon Bonaparte haben zwar offiziell und dem damaligen Zeitgeist entsprechend ein sehr traditionelles patriarchales Bild gepflegt, am heimischen Kamin sah die Sache dann aber ganz anders aus: Da holte Napoleon von seiner Frau Josephine durchaus ihren Rat ein. Sie soll großen emotionalen Einfluss auf ihn gehabt haben. Auch später hörte Napoleon oft auf Frauen aus seinem Umfeld – etwa auf seine Mutter Letizia Bonaparte, die als starke Familienfigur großen Respekt genoss.

Auch Winston Churchill, der bedeutende britische Staatsmann, der Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg führte, vertrat ein traditionelles Rollenbild. Der zigarrenrauchende Politiker war für seine scharfe Zunge bekannt. So ist beispielsweise folgender Schlagabtausch mit der Politikerin Lady Astor überliefert: Lady Astor: „Wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee tun.“ Darauf Churchill: „Madam, wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken.“

Mag sein, dass Churchill hinsichtlich seines Frauenbildes ein wenig traumatisiert gewesen ist, hat-ten doch die ersten beiden Damen, denen er einen Heiratsantrag gemacht hatte, diesen abgelehnt. Beim dritten Anlauf hatte er dann Erfolg: Clementine, war zehn Jahre jünger und sagte schließlich „Yes“. 1908 heirateten sie.

Seine Ehe mit Clementine war ungewöhnlich partnerschaftlich. Sie kritisierte ihn offen, korrigierte seine Reden, warnte ihn vor politischen Fehlern und spielte während des Zweiten Weltkrieges eine wichtige beratende Rolle.

Offensichtlich wusste der coole und nach außen oft bärbeißig wirkende große Kriegsredner und Literaturnobelpreisträger seine kluge Partnerin zu schätzen, sagte er doch in der Rückschau über sein Lebenswerk: „Meine brillanteste Leistung war es, meine Frau davon zu überzeugen, mich zu heiraten.“

Beratung bei Sehproblemen: Blindenverein bietet kostenloses Angebot in Dorsten

Wenn das Sehvermögen nachlässt, verändert sich der Alltag oft schneller als erwartet. Viele Betroffene stehen plötzlich vor Fragen: Welche Hilfsmittel gibt es? Wo bekommt man Unterstützung? Und wie lässt sich der Alltag weiterhin selbstständig bewältigen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um Sehprobleme gibt es bald direkt in der Dorstener Innenstadt.

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V. setzt mit Unterstützung der Aktion Mensch sein mobiles Beratungsangebot fort und macht am Donnerstag, 19. März 2026, Station in Dorsten. In der Fußgängerzone an der Recklinghäuser Straße steht von 9 bis 13 Uhr das grüne Beratungsmobil bereit.

Beratung von Betroffenen für Betroffene

Besonders an diesem Angebot ist, dass die Beratung von Menschen durchgeführt wird, die selbst einen Sehverlust erlebt haben. Sie können aus eigener Erfahrung berichten, praktische Tipps geben und Betroffenen Mut machen.

Vor Ort erhalten Besucher kostenlose Informationen zu Themen wie:

  • Umgang mit nachlassendem Sehvermögen
  • technische und praktische Hilfsmittel bei Sehproblemen
  • Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützung

Anlaufstellen für weitere Hilfe

Außerdem können verschiedene Hilfsmittel direkt ausprobiert werden. Das Team erklärt, welche Lösungen im Alltag wirklich sinnvoll sein können und wie Betroffene diese erhalten.

Niedrigschwellige Hilfe mitten in der Stadt

Mit dem mobilen Angebot möchte der Verein Menschen erreichen, deren Sehkraft sich verändert hat oder die bereits mit einer Sehbehinderung leben. Oft fällt es Betroffenen schwer, den ersten Schritt zu Beratungsstellen zu machen. Das Beratungsmobil bringt die Unterstützung daher bewusst direkt in die Stadt.

Wer Fragen hat oder sich informieren möchte, kann einfach ohne Anmeldung vorbeikommen.

Toiletten im Bürgerpark Maria Lindenhof wieder geöffnet

Mit den ersten warmen und sonnigen Tagen zieht es wieder zahlreiche Menschen in den Bürgerpark Maria Lindenhof. Viele Familien nutzen die Spielplätze, Spaziergänger genießen die Grünflächen und auch Veranstaltungen locken regelmäßig Besucher an. Passend zum Beginn der Freiluftsaison hat die Stadt Dorsten nun auch die sogenannten „Park-Toiletten“ wieder aufstellen lassen – und das früher als üblich.

Normalerweise werden die Toilettenanlagen erst rund um die Osterzeit im Bürgerpark installiert. In diesem Jahr erfolgte der Aufbau jedoch bereits in dieser Woche. Die Entscheidung fiel in Abstimmung mit dem Bürgerparkverein, da bereits jetzt viele Gäste den Park besuchen.

Kapazität erstmals verdoppelt

Neu ist in diesem Jahr die deutlich größere Kapazität. Statt wie bisher nur eines Containers haben die Mitarbeiter erstmals zwei Toilettencontainer aufgestellt. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf – besonders an Tagen mit vielen Besuchern oder bei größeren Veranstaltungen im Bürgerpark.

Die Toiletten stehen in der Regel täglich von 8 bis 22 Uhr zur Verfügung. Bei Großveranstaltungen können die Öffnungszeiten flexibel angepasst werden.

Regelmäßige Reinigung und Kontrollen

Damit die Anlagen dauerhaft nutzbar bleiben, werden sie während der Betriebszeit regelmäßig gewartet. Zudem erfolgt jeden Morgen vor der Öffnung eine Reinigung.

Auch außerhalb der Öffnungszeiten bleibt der Standort im Blick: Die Toilettenanlagen werden in die Routinekontrollen des städtischen Wachdienstes einbezogen, um sie möglichst gut vor Vandalismus zu schützen.

Die Stadt Dorsten bittet alle Besucherinnen und Besucher des Bürgerparks, die Toilettenanlagen pfleglich zu behandeln und auf Sauberkeit zu achten – damit das Angebot allen Gästen weiterhin zugutekommt.

Umwelt- und Mobilitätsmesse 2026: Aussteller können sich jetzt anmelden

Am Sonntag, 28. Juni 2026, verwandelt sich der Bürgerpark Maria Lindenhof erneut in eine große Aktionsfläche für Umwelt-, Natur- und Mobilitätsthemen. Von 11 bis 17 Uhr findet dort die fünfte Umwelt- und Mobilitätsmesse statt. Schon jetzt startet die Anmeldung für Unternehmen, Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen, die sich mit eigenen Ideen und Projekten beteiligen möchten.

Unter dem Motto „Move for Nature – Vielfalt erhalten, Zukunft gestalten“ lädt der Bürgerparkverein Maria Lindenhof gemeinsam mit der Stadt Dorsten dazu ein, Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltige Mobilität erlebbar zu machen. Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Wissen zu vermitteln und praktische Beispiele für einen umweltfreundlichen Alltag zu zeigen.

Vereine, Initiativen und Unternehmen können sich beteiligen

Organisationen aus Dorsten und der Region haben die Möglichkeit, sich mit Infoständen, Workshops, Mitmachaktionen oder Präsentationen zu beteiligen. Gesucht werden Beiträge rund um Natur- und Artenschutz, Klimaschutz, Umweltbildung sowie nachhaltige Mobilität.

Interessierte können sich ab sofort per E-Mail anmelden. In der Nachricht sollten Kontaktdaten sowie eine kurze Beschreibung des geplanten Angebots enthalten sein.

Kontakt für die Anmeldung zur Umwelt- und Mobilitätsmesse 2026:
[email protected]

Mitmachangebote und Umweltbildung für alle Generationen

Auch in diesem Jahr soll die Messe wieder viele interaktive Angebote bieten. Besonders für Kinder und Familien sind Aktionen geplant, bei denen Natur unmittelbar erlebt werden kann.

So bringt das Grashüpfermobil des Umweltbildungszentrums Museum am Schölerberg spannende Naturforschung direkt in den Bürgerpark. Mit Keschern und Lupen können junge Besucher selbst auf Entdeckungstour gehen und die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort erkunden.

Auch das Jugendumweltmobil (JUM) des NABU wird mit Aktionen rund um Natur- und Artenschutz vertreten sein. Kinder und Jugendliche können dort unter anderem Tierpfotenabdrücke herstellen und mehr über heimische Arten und ihre Lebensräume erfahren.

Ein weiterer Programmpunkt ist ein Workshop zum Bau von Insektenhotels mit Volker Fockenberg. Hier lernen Interessierte, wie sie Wildbienen und anderen nützlichen Insekten im eigenen Garten oder auf dem Balkon Lebensräume schaffen können.

Umwelt- und Mobilitätsmesse Bürgerpark Maria Lindenhof
Blick auf einen Teil der Aussteller bei der Umwelt- und Mobilitätsmesse. Foto: Stadt Dorsten / Bludau

Biodiversität als zentrales Thema

Im Mittelpunkt der Messe steht in diesem Jahr die Biodiversität, also die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten. Sie bildet die Grundlage funktionierender Ökosysteme und ist entscheidend für gesunde Böden, sauberes Wasser und frische Luft. Auch unsere Lebensmittelproduktion hängt unmittelbar von einer intakten Natur ab – etwa durch bestäubende Insekten.

Die Veranstalter möchten deshalb zeigen, wie jeder Einzelne zum Schutz der Artenvielfalt beitragen kann.

Nachhaltige Mobilität als weiterer Schwerpunkt

Neben dem Naturschutz spielt auch das Thema nachhaltige Mobilität eine wichtige Rolle. Verschiedene Aussteller präsentieren klimafreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten und geben praktische Anregungen, wie sich Wege im Alltag umweltfreundlicher gestalten lassen.

Mit der Umwelt- und Mobilitätsmesse soll der Bürgerpark Maria Lindenhof erneut zu einem Ort werden, an dem Information, Austausch und praktische Erfahrungen zusammenkommen – für alle Generationen.

Unternehmen, Vereine und Initiativen, die sich beteiligen möchten, können sich ab sofort anmelden.

Geschichtsstation „Zeche Baldur“ an neuen Standort versetzt

Eine der Dorstener Geschichtsstationen hat erstmals einen neuen Standort erhalten. Die Station zur Zeche Baldur wurde umgesetzt und steht nun an einer deutlich besser wahrnehmbaren Stelle entlang der ehemaligen Bahnstrecke Dorsten–Schermbeck.

Auslöser für die Versetzung war unter anderem, dass die Geschichtsstation künftig als sogenannter „Point of Interest“ in der Wanderung „Spuren des Bergbaus in Dorsten“ geführt wird. Ziel ist es, die Informationen zur Bergbaugeschichte für Besucher besser zugänglich zu machen.

Neuer Standort an der ehemaligen Bahntrasse

Nach Abstimmung zwischen dem Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten, der Stadt Dorsten sowie dem Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte wurde die Stele an die ehemalige Bahnstrecke Dorsten–Schermbeck verlegt. Heute verläuft dort ein viel genutzter Fuß- und Radweg.

Der neue Standort liegt auf Höhe der weithin sichtbaren Kohlenwäsche der Zeche Baldur, die 1926 errichtet wurde. Damit steht die Geschichtsstation nun in direktem Bezug zu dem historischen Gebäude.

Die Beteiligten erhoffen sich, dass die Station durch die Lage an der beliebten Trasse künftig deutlich häufiger wahrgenommen wird. Viele Wanderer und Radfahrer passieren die Strecke täglich, ebenso Besucher der Bergbauwanderung.

Geschichtsstation Zeche Baldur
Die Infotafel fehlt derzeit noch. Foto: Stadt Dorsten / Switala

Dank an städtische Mitarbeiter

Dr. Josef Ulfkotte vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten betonte, dass das Projekt ohne die Unterstützung der Stadt nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank gelte den städtischen Mitarbeitern, die die Umsetzung der Station tatkräftig begleitet hätten.

Die Informationstafel selbst fehlt derzeit noch. Sie wird aktuell gereinigt und soll in den kommenden Tagen wieder an der Stele montiert werden.

Basketball-Grundschulturnier begeistert Dorstener Kinder in der Juliushalle

Beim zweiten Basketball-Grundschulturnier der BG Dorsten haben am Donnerstag zehn Teams aus acht Dorstener Schulen in der Juliushalle gegeneinander gespielt. Der Vormittag stand ganz im Zeichen von Sport, Fairness und vielen spannenden Partien auf dem Parkett.

Zehn Teams aus acht Schulen am Start

Der Turniertag begann um 8.15 Uhr mit der Begrüßung der Mannschaften, kurz darauf wurde das erste Spiel angepfiffen. Gespielt wurde dabei in zwei Gruppen nach sogenannten Mini-Regeln, die speziell für junge Basketballspieler entwickelt wurden.

Auf den Feldern ging es engagiert zur Sache. Die Kinder kämpften um jeden Ball und feuerten sich gegenseitig an. Viele Eltern, Lehrkräfte und Mitschüler verfolgten die Spiele von den Rängen aus und sorgten für gute Stimmung in der Halle.

Basketball-Grundschulturnier BG Dorsten
Bei den Spielen zeigten die jungen Basketballer ihr Können. Foto: BG Dorsten

Ergebnisse der Gruppenphase

In Gruppe A setzte sich am Ende das Team „Antonius Tigers“ der Antoniusschule durch. Dahinter landeten die „Agatha Allstars“ der Agathaschule auf Platz zwei. Es folgten die „Augusta Avengers“ der Augustaschule, die „Pestalozzi Legends“ der Pestalozzischule sowie die „Lehmbruck Lions“ der Wilhelm-Lehmbruck-Schule.

Die Gruppe B gewannen die „Bonifatius Ballers“ der Bonifatiusschule. Auf den weiteren Plätzen folgten die „Wittenbrink Warriors“ der Wittenbrinkschule, die „Agatha Rockets“ der Agathaschule, die „Lehmbruck Lightning“ der Wilhelm-Lehmbruck-Schule und die „Schweitzer Suns“ der Albert-Schweitzer-Schule.

Basketball-Grundschulturnier BG Dorsten
Die Kinder waren mit vollem Einsatz dabei. Foto: BG Dorsten

Siegerehrung für alle Kinder

Zum Abschluss des Turniers gab es eine gemeinsame Siegerehrung. Alle Kinder erhielten eine Urkunde und eine Überraschungstüte als Erinnerung an den sportlichen Vormittag. Jede teilnehmende Schule bekam außerdem einen Basketball und einen Pokal.

Lena Kemper, Geschäftsführerin der BG Dorsten, zog ein positives Fazit: „Man hat heute gesehen, wie viel Freude die Kinder am Basketball haben. Die Stimmung in der Halle war großartig und alle Teams haben mit viel Einsatz gespielt.“

Fortsetzung im kommenden Jahr geplant

Auch organisatorisch sei das Turnier nur durch die Unterstützung vieler Beteiligter möglich gewesen, betonte der Verein. Die BG Dorsten dankte den Schulen, Lehrkräften, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern.

Nach der gelungenen zweiten Auflage soll das Turnier auch künftig stattfinden. Die dritte Ausgabe ist bereits geplant und soll im März 2027 wieder in der Juliushalle ausgetragen werden.

Neue Boden- und Immobilien-Richtwerte: Grundstücksmarkt in Dorsten stabil

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Dorsten, Gladbeck und Marl hat die neuen Boden- und Immobilienrichtwerte sowie den Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2026 beschlossen. Die Zahlen geben einen Überblick darüber, wie sich Preise für Grundstücke und Immobilien in der Region entwickelt haben. Sie zeigen: Der Markt bleibt insgesamt stabil.

Der gemeinsame Gutachterausschuss der drei Städte besteht seit inzwischen rund 20 Jahren. Seit 2007 bündeln Dorsten, Gladbeck und Marl ihre Fachkenntnisse, um Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt zu beobachten und verlässliche Daten bereitzustellen. Die Mitglieder des Gremiums arbeiten ehrenamtlich und kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Immobilienwirtschaft.

Immobilienpreise leicht gestiegen

Nach Auswertung der Kaufpreise zeigte sich der Grundstücksmarkt im Jahr 2025 insgesamt stabil. Wohnimmobilien wurden im Durchschnitt etwa drei Prozent teurer verkauft als im Jahr zuvor.

Gleichzeitig bleibt Bauland weiterhin knapp. Neue Baugebiete entstehen nur vereinzelt. Beispiele dafür sind Flächen an der Schulstraße in Gladbeck oder an der Langehegge in Marl. Auch in Dorsten ist das Angebot an neuen Baugrundstücken begrenzt.

„Der Grundstücksmarkt zeigte sich 2025 in unserem Zuständigkeitsbereich stabil“, erklärt die Vorsitzende des Gutachterausschusses, Dörthe Schmidt. Wohnimmobilien hätten im Durchschnitt rund drei Prozent über den Vorjahrespreisen gelegen.

Dörthe Schmidt
Dörthe Schmidt, Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Foto: Schmidt

Neue Daten jetzt online verfügbar

Die aktuellen Bodenrichtwerte und weitere Daten sind ab sofort über das landesweite Online-Portal BORIS NRW abrufbar. Dort finden Interessierte auch einen Immobilienpreiskalkulator, mit dem sich der ungefähre Wert einer Wohnimmobilie ermitteln lässt.

Für Dorsten gibt es dabei eine Neuerung. Erstmals können Benutzer über das System auch Werte für Immobilien in kleineren Ortsteilen wie Östrich und Deuten ermitteln.

Mehr Transparenz für den Immobilienmarkt

Der Gutachterausschuss stellt seine Daten bereits seit Jahren kostenlos digital zur Verfügung. Ziel ist es, den Immobilienmarkt für Bürger, Banken, Investoren und Behörden transparenter zu machen.

„Ich schätze es sehr, Teil eines so leistungsstarken Expertenteams aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Immobilienwelt zu sein“, betont Vorsitzende Dörthe Schmidt. Die fachliche Bandbreite und die Zusammenarbeit im Gremium sorgten dafür, dass auch komplexe Aufgaben gemeinsam zuverlässig gelöst werden könnten.

Hintergrund: Aufgaben des Gutachterausschusses

Der Gutachterausschuss ist ein unabhängiges, neutrales Fachgremium. Seine Mitglieder werden von der Bezirksregierung bestellt und arbeiten ehrenamtlich. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Auswertung von Immobilienkaufverträgen, die Ermittlung von Bodenrichtwerten sowie die Erstellung von Verkehrswertgutachten.

Die Ergebnisse werden jedes Jahr im Grundstücksmarktbericht veröffentlicht. Damit liefern die Gutachterausschüsse eine wichtige Grundlage für alle, die sich mit Immobilienwerten beschäftigen – vom privaten Hauskäufer bis zur öffentlichen Verwaltung.

„Klassenzimmer im Grünen“: Schulen erhalten Förderung für Streuobst-Projekte

Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in unserer Region. Obstbäume, Gräser und Kräuter bilden ein vielfältiges Ökosystem, in dem zahlreiche Tierarten Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten finden. Gleichzeitig sind Streuobstwiesen Teil einer traditionellen Kulturlandschaft: Viele alte Obstsorten sind robust gegenüber Krankheiten, kommen ohne chemischen Pflanzenschutz aus und tragen zu einer gesunden Ernährung bei.

Diese besondere Verbindung aus Natur, Landwirtschaft und Umweltbildung steht im Mittelpunkt des Projekts „Klassenzimmer im Grünen“. Das streuobstpädagogische Konzept ermöglicht es Kindern, Natur direkt zu erleben und ökologische Zusammenhänge praktisch zu erforschen. Ziel ist es, Naturerleben, Artenkenntnis, gesunde Ernährung und nachhaltiges Denken im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern.

Nach erfolgreichen Projekten in mehreren Bundesländern startet das Angebot nun auch in Dorsten. Die Biologische Station Kreis Recklinghausen e.V. hat dafür einen eigenen Fördertopf eingerichtet. Die Stadt Dorsten stellt finanzielle Mittel bereit, um die Umweltbildungsarbeit gezielt zu unterstützen und Schulen die Teilnahme zu erleichtern.

Biologische Station Lembeck
Die Biologische Station in Lembeck. Foto: Biostation

Dorstener Schulen können sich bewerben

Antragsberechtigt sind alle Dorstener Schulen. Dazu gehören Grundschulen sowie weiterführende Schulen bis einschließlich der Jahrgangsstufe sieben. Gefördert werden Unterrichtseinheiten auf Streuobstwiesen, die von zertifizierten Streuobst-Pädagoginnen und -Pädagogen durchgeführt werden. Die Einheiten können als Pflicht- oder Wahlmodule stattfinden und dauern jeweils 45 Minuten.

Die Förderung umfasst einen Zuschuss von 50 Prozent zu den Unterrichtseinheiten. Zusätzlich können Materialkosten bis zu einem Betrag von maximal 50 Euro pro Klasse erstattet werden, sofern entsprechende Nachweise vorliegen.

Für Schulen bietet das „Klassenzimmer im Grünen“ die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte praxisnah nach draußen zu verlagern. Schülerinnen und Schüler lernen dabei direkt in der Natur mehr über Artenvielfalt, Streuobstwiesen, gesunde Ernährung und nachhaltiges Handeln. Gleichzeitig stärkt das Lernen im Freien motorische, soziale und kognitive Fähigkeiten.

Alle Informationen zu den angebotenen Modulen, den Förderbedingungen sowie das Antragsformular finden interessierte Schulen auf der Internetseite der Biologischen Station.

Eine Sirene blieb stumm beim Warntag in Dorsten – Stadt bittet um Rückmeldung

Beim landesweiten Warntag am Donnerstag sind in Dorsten die Sirenen an 24 Standorten getestet worden. Das Ergebnis fällt weitgehend positiv aus: 23 Anlagen funktionierten einwandfrei. Lediglich eine Sirene blieb beim Probealarm ohne Funktion.

Der Warntag begann um 11 Uhr. In ganz Nordrhein-Westfalen aktivierten sich gleichzeitig verschiedene Warnkanäle. Neben den Sirenen wurden auch Warnmeldungen über Cell Broadcast auf Mobiltelefone sowie über Warn-Apps und Medien verbreitet.

Drei Sirenensignale im Abstand von wenigen Minuten

Die Kreisleitstelle Recklinghausen löste um 11 Uhr zunächst das Signal Entwarnung aus, einen einminütigen Dauerton.

Gegen 11:03 Uhr folgte das eigentliche Warnsignal mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton.

Den Abschluss bildete gegen 11:05 Uhr erneut das Signal Entwarnung mit einem einminütigen Dauerton.

Der Warntag endete gegen 11.20 Uhr mit einer Entwarnung über Warn-Apps und Medien. Über das System Cell Broadcast erfolgte aus technischen Gründen keine Entwarnung.

23 Sirenen funktionierten einwandfrei

Um die Funktion der Anlagen genau zu überprüfen, waren sogenannte Sirenenbeobachterinnen und Sirenenbeobachter an allen 24 Standorten im Stadtgebiet im Einsatz.

Dabei wurde festgestellt, dass 23 Sirenen reibungslos ausgelöst haben. Eine Anlage blieb jedoch stumm. Betroffen war die Sirene an der Antoniusschule im Stadtteil Holsterhausen. Techniker wollen die Ursache nun in einer Überprüfung herausfinden.

Stadt Dorsten bittet Bürger um Rückmeldungen

Zusätzlich setzt die Stadt Dorsten auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger können über ein Online-Formular mitteilen, wie gut die Sirenen an ihrem Standort zu hören waren.

Die Rückmeldung ist dabei unter www.dorsten.de/warntag-rueckmeldung noch bis Sonntag, 16. März, möglich.

Wichtig für die Auswertung ist der Standort der Beobachtung. Laut Stadt werden dabei keine personenbezogenen Daten verarbeitet. Lediglich die Koordinate der Meldung ist erforderlich, um sie mit der Sirenenkarte abgleichen zu können. Die eingegangenen Rückmeldungen sollen anschließend helfen, um das Warnsystem in Dorsten weiter zu verbessern.

Verkehrsunfallstatistik 2025: Mehr Unfälle und drei Verkehrstote in Dorsten

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Jahr 2025 im Kreis Recklinghausen und in Bottrop erneut gestiegen. Das geht aus der aktuellen Verkehrsunfallstatistik hervor, die das Polizeipräsidium Recklinghausen am 11. März veröffentlicht hat. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 23.998 Unfälle, das sind 923 mehr als 2024. Besonders alarmierend ist die Zahl der Todesopfer: 17 Menschen verloren ihr Leben – so viele wie seit 2018 nicht mehr.

Auch in Dorsten zeigt die Statistik eine steigende Unfallzahl.

Mehr Unfälle, aber weniger schwere Verletzungen

In Dorsten registrierte die Polizei 2.475 Verkehrsunfälle. Das sind 130 mehr als im Jahr 2024, ein Anstieg um 5,5 Prozent. Der Großteil dieser Unfälle endete allerdings mit Sachschäden.

Bei 191 Unfällen mit Personenschaden wurden insgesamt 282 Menschen verletzt oder getötet. Das sind 28 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigt die Statistik aber auch eine positive Entwicklung: Die Zahl der schwer verletzten Personen sank deutlich von 55 auf 32.

Im Jahr 2025 starben drei Menschen bei Verkehrsunfällen in Dorsten. Im Jahr zuvor waren es noch sechs Todesopfer gewesen.

Verkehrsunfallbericht 2025
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und Polizeidirektor Thomas Franta stellten am 11. März den Verkehrsunfallbericht für das vergangene Jahr 2025 vor. Foto: Polizei RE

Kinder besonders häufig betroffen

Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei verunglückten Kindern. 51 Kinder waren 2025 in Dorsten an Verkehrsunfällen beteiligt, das sind 31 mehr als im Jahr zuvor. Die Polizei weist allerdings darauf hin, dass solche Entwicklungen auch durch einzelne größere Ereignisse beeinflusst werden können. Im gesamten Polizeibezirk verletzten sich beispielsweise viele Kinder bei Busunfällen.

Auch bei den Seniorinnen und Senioren stieg die Zahl der verunglückten Personen in Dorsten auf 57. Gleichzeitig sank die Zahl der verletzten Radfahrenden deutlich. Insgesamt 58 Radfahrer verunglückten im vergangenen Jahr, deutlich weniger als 2024.

Weniger verletzte Pedelec-Fahrer

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Pedelec-Fahrern. Hier sank die Zahl der verletzten Personen in Dorsten von 41 auf 24. Laut Polizei könnten verstärkte Präventionsangebote und Schulungen eine Rolle spielen. Im vergangenen Jahr hatte die Verkehrsunfallprävention der Polizei gemeinsam mit Volkshochschulen Veranstaltungen für ältere Menschen organisiert, um den sicheren Umgang mit Pedelecs zu trainieren.

Geschwindigkeit bleibt größte Gefahr

Als Hauptursache für schwere Unfälle nennt die Polizei weiterhin überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Fast ein Drittel der tödlichen Unfälle im Polizeibezirk geht darauf zurück.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen spricht von einem deutlichen Warnsignal:
„So viele Verkehrstote wie seit 2018 nicht mehr – das ist ein Alarmsignal. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der nicht mehr nach Hause kommt.“

BMW Auto auf Dach überschlag Lembeck
Bei einem Unfall im vergangenen Sommer überschlug sich ein PKW auf einer Landstraße in Lembeck. Foto: Marc Gruber

Ein besonders drastisches Beispiel lieferte ein 29-jähriger Autofahrer aus Dorsten, der im vergangenen Jahr in Haltern am See mit 132 km/h in einer 50-km/h-Zone gestoppt wurde. Ihn erwarten 700 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Mehr Kontrollen im gesamten Kreis

Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, hat die Polizei ihre Kontrollen ausgeweitet. 95.472 Verkehrsverstöße wurden 2025 festgestellt – über 16.000 mehr als im Jahr zuvor. Neben Geschwindigkeitskontrollen standen auch Lkw, Motorräder und andere Zweiräder im Fokus.

Auch E-Scooter geraten stärker in den Blick. Mit ihrer steigenden Verbreitung wächst auch die Zahl der Unfälle. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 184 Unfälle mit E-Scootern im Kreis Recklinghausen und in Bottrop.

Die Polizei betont, dass Verkehrssicherheit nur gemeinsam erreicht werden könne. Neben Kontrollen setzt sie weiterhin auf Prävention und Aufklärung.

„Jeder muss seinen Teil zu sicheren Straßen beitragen“, sagt Polizeipräsidentin Zurhausen. „Polizei, Kommunen und alle Verkehrsteilnehmenden.“

Den gesamten Verkehrsunfallbericht 2025 findet man hier.

Kostenfreies Saatgut für mehr Artenvielfalt: Aktion startet am 16. März

Der Kreis Recklinghausen setzt auch in diesem Jahr ein Zeichen für den Schutz der Artenvielfalt. Ab Montag, 16. März, startet erneut die Aktion „Kostenfreies Saatgut“. Bereits zum siebten Mal können Bürger sowie Vereine und Verbände im gesamten Kreisgebiet kostenlos Saatgut erhalten, um neue Blühflächen für Insekten anzulegen.

Hintergrund der Initiative ist der deutliche Rückgang artenreicher Wiesen in den vergangenen Jahren. Dadurch hat sich auch das Nahrungsangebot für Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge spürbar verringert. Mit der Saatgutaktion möchte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen dieser Entwicklung entgegenwirken und neue Lebensräume für Insekten schaffen.

Zwei Saatgutmischungen zur Auswahl

Für die Aktion stehen zwei unterschiedliche Saatgutmischungen zur Verfügung. Beide sind darauf ausgelegt, die Biodiversität zu fördern und langfristig wertvolle Lebensräume für Insekten zu schaffen.

Die sogenannte Blumenwiesen-Mischung eignet sich besonders für größere Flächen. Sie besteht aus insgesamt 39 Pflanzenarten, darunter 29 verschiedene Blühpflanzen und zehn Gräserarten. Die Mischung sorgt für artenreiche Wiesen, die Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. Erhältlich ist sie in Gebindegrößen für Flächen von 10, 50, 100, 500 und bis zu 1.000 Quadratmetern.

Für kleinere Bereiche gibt es die Saummischung, die sich beispielsweise für Streifen entlang von Zäunen, Mauern oder Garagen eignet. Auch sie enthält 39 Arten, davon 37 Blühpflanzen und zwei Gräser. Die Mischung wird in Tüten für ein oder zehn Quadratmeter angeboten. Bei entsprechender Pflege können damit auch größere Saumflächen von über 100 Quadratmetern angelegt werden.

Aussaat im Frühjahr empfohlen

Die Aussaat sollte zwischen März und Mitte April erfolgen. Voraussetzung ist ein gut vorbereitetes Saatbett, auf dem das Saatgut anschließend angewalzt wird. Da es sich um mehrjährige Pflanzen handelt, blühen nicht zwangsläufig alle Arten bereits im ersten Jahr. Einige entwickeln ihre Blüten erst in den folgenden Jahren.

Mit der Aktion will der Kreis Recklinghausen einen langfristigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung von Blühflächen stärken.

Saatgut auch in Dorsten erhältlich

Auch in Dorsten können Bürger kostenfreies Saatgut erhalten. Die Ausgabe erfolgt ohne vorherige Anmeldung an zwei Stellen: in der Stadtinformation an der Lippestraße sowie im Rathaus an der Halterner Straße.

Ansprechpartner für die Aktion in Dorsten ist Sebastian Linke von der Stadtverwaltung. Er steht für Rückfragen telefonisch unter 02362 / 66 49 03 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.

Abholung auch im Kreishaus möglich

Alternativ kann das Saatgut auch direkt im Kreishaus Recklinghausen an der Kurt-Schumacher-Allee abgeholt werden. Für Flächen unter 80 Quadratmetern ist dort keine Anmeldung erforderlich. Interessierte müssen lediglich den Erhalt des Saatguts per Unterschrift bestätigen. Wer Saatgut für größere Flächen benötigt, kann dafür einen einfachen Antrag stellen, der über die Internetseite des Kreises verfügbar ist.

Weitere Informationen zur Aktion sowie Tipps zur Anlage und Pflege von Blühflächen gibt es online unter
www.kreis-re.de/saatgut.

Verletzte Radfahrerin nach Unfall in Dorsten gesucht

Nach einem Verkehrsunfall in Dorsten-Hardt bittet die Polizei um Hinweise zu einer bislang unbekannten Radfahrerin.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen (11. März) an der Kreuzung Clemens-August-Straße / Kirchhellener Allee, nahe des Jahnsportplatzes. Nach Angaben der Polizei war ein 57-jähriger Dorstener mit seinem Auto auf der Clemens-August-Straße unterwegs und wollte in die Kirchhellener Allee abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einer Frau, die mit einem Fahrrad unterwegs war.

Der Autofahrer wollte sich nach dem Unfall um die Frau kümmern und einen Rettungswagen verständigen. Die Radfahrerin entfernte sich jedoch noch vor dem Eintreffen von Hilfe von der Unfallstelle, obwohl sie nach ersten Einschätzungen leicht verletzt gewesen sein könnte.

Die Polizei beschreibt die gesuchte Frau als etwa 58 Jahre alt. Sie trug dunkle Regenbekleidung und soll kein Deutsch gesprochen haben.

Die Polizei bittet die Radfahrerin selbst sowie mögliche Zeugen, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

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