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Dorsten Helau: Stadtprinzessin Simone I. in Kamellen aufgewogen

Dorsten Helau in den Mercaden: Stadtprinzessin Simone I. wurde nach dem Rathaussturm in Kamellen aufgewogen. Rund 100 Kilogramm Süßigkeiten kamen dabei zusammen, großzügig aufgerundet von den Mercaden. Die Spende ist für den Rosenmontagszug bestimmt.

Nach dem Rathaussturm ging es für die Karnevalisten in Dorsten direkt weiter. In den Mercaden wartete bereits die Waage, allerdings nicht für eine gewöhnliche Gewichtskontrolle.

Dorsten Helau beim Kamelle-Wiegen

Stadtprinzessin Simone I. stellte sich gut gelaunt auf die Waage. Gemessen wurde jedoch nicht ihr eigenes Gewicht, sondern die Menge an Kamellen. Mit jeder Schippe Süßigkeiten kletterte die Anzeige weiter nach oben.

Am Ende standen rund 100 Kilogramm auf dem Display. Die Mercaden rundeten die Menge großzügig auf. So ist genügend Wurfmaterial für den großen Umzug gesichert.

100 Kilogramm Kamellen für den Rosenmontagszug

Die gesammelten Kamellen sind für den Rosenmontagszug bestimmt, der traditionell viele Besucher in die Innenstadt zieht. Bis Aschermittwoch stehen noch zahlreiche Termine im närrischen Kalender.

Höhepunkt ist der Festumzug rund um die Altstadt am Rosenmontag. Das Festkomitee Dorstener Karneval lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, mitzufeiern und gemeinsam laut Dorsten Helau zu rufen.

Diese Woche im Kino Dorsten: Wuthering Heights

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In einer Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor. Wuthering Heights“, „Die Ältern“ und „Der letzte Walsänger“.

Diese Woche gibt es im Kino Dorsten die Romanze „Wuthering Heights“, die Komödie „Die Ältern“ und den Trickfilm „Der letzte Walsänger“.


„Wuthering Heights – Sturmhöhe“

Foto: WB

Emerald Fennells WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE ist eine mutige und originelle Interpretation von Emily Brontës berühmtem Roman, der eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten erzählt. Margot Robbie als Cathy und Jacob Elordi als Heathcliff stehen im Mittelpunkt einer epischen Geschichte von verbotener Liebe, die sich von romantischer Sehnsucht zu einem berauschenden Strudel aus Lust, Leidenschaft und Wahnsinn steigert.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Die Hauptrollen spielen Margot Robbie, Jacob Elordi, Chau Hong, u.a.. Regie führte Emerald Fennell.

„Sturmhöhe“ läuft im Kino Dorsten täglich um 17:15 Uhr und 20 Uhr; Freitag und Samstag auch um 22:15 Uhr. FSK: 16


„Die Ältern“

Foto: Leonine

Hannes (Sebastian Bezzel) hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein braucht: eine liebevolle Familie, ein Haus im Grünen und eine solide Karriere als Schriftsteller. Die großen Bestsellerjahre sind zwar vorbei, doch Hannes nimmt das mit stoischer Gelassenheit – er ist einfach gerne Ehemann und Vater. Nur seine Familie sieht das anders: Seiner Frau Sara (Anna Schudt) und den Kindern Carla (Kya-Celina Barucki) und Nick (Philip Müller) geht er mit übermotivierter Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten zunehmend auf die Nerven. Und dann kommt alles auf einmal: Der Verlag stellt seine Romanreihe ein, Nicks Aussicht auf das Abitur sieht schlecht aus und Carla beschließt, von Zuhause auszuziehen. Als seiner Frau Sara schließlich eine Auszeit von der Ehe will und mit Tochter Carla eine WG gründet, steht Hannes‘ Wohlfühlwelt endgültig Kopf. Er kapituliert – bis er Vanessa (Judith Bohle) begegnet. Gelingt es ausgerechnet ihr, Hannes endlich aus seiner Comfort Zone zu kicken?

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Die Hauptrollen spielen Sebastian Bezzel, Anna Schudt, Kya-Celina Barucki, u.a.. Regie führte Sönke Wortmann.

„Die Ältern“ läuft im Kino Dorsten täglich um 15.30 Uhr, 17.45 Uhr und 19.45 Uhr. FSK: 6.


„Der letzte Walsänger“

Foto: Little Dream Pictures/Central

Vincent, ein jugendlicher Buckelwal, ist der verwaiste Sohn des letzten Walsängers, dessen magisches Lied einst die Ozeane beschützte. Belastet durch den Verlust seiner Eltern zweifelt Vincent an seinen eigenen Fähigkeiten. Als der monströse Leviathan aus einem schmelzenden Eisberg ausbricht und mit seiner giftigen Tinte alles Leben in den Meeren bedroht, muss Vincent sein eigenes Lied finden, um die Gefahr zu stoppen. Doch überwältigt von Selbstzweifeln begibt er sich stattdessen auf eine gefährliche Reise zum tiefsten Punkt des Meeres, um seine Eltern aus dem mystischen Sternenbecken zurückzuholen, in der Hoffnung, dass sein Vater den Leviathan an seiner Stelle besiegen kann. Begleitet von Walter, seinem pedantischen Schiffshalter-Nanny, und Darya, einer mutigen gehörlosen Orca-Kämpferin, muss Vincent seine Ängste überwinden und sein eigenes Lied entdecken, um die Ozeane zu retten.

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„Der letzte Walsänger“ läuft im Kino Dorsten täglich um 15.15 Uhr; Sonntag nur um 13 Uhr. FSK: 6.


Rathaussturm in Dorsten: Simone I. erobert das Alte Rathaus bei der Weiberfastnacht

Beim Rathaussturm in Dorsten an Weiberfastnacht haben die Narren erneut das Alte Rathaus erobert. Stadtprinzessin Simone I. führte ihre Jecken in diesem Jahr alleine durch das närrische Spektakel und bewies, dass es auch ohne Rammbock geht.

Rathaussturm in Dorsten: Mit Charme zum Ziel

Pünktlich um 11.11 Uhr versammelten sich die Karnevalisten vor dem Alten Rathaus in Dorsten. Anders als im Vorjahr setzte Stadtprinzessin Simone I. diesmal nicht auf rohe Gewalt. Statt mit einem Rammbock klopfte sie zaghaft an die Tür und versuchte es mit Charme. „Tobias“, säuselte sie, „Lass uns hinein. Wir sind ganz liebe Leute.“

Doch Bürgermeister Tobias Stockhoff blieb standhaft und ließ sich nicht so leicht erweichen. Die Tür blieb verschlossen und es galt erneut, knifflige Fragen zu beantworten. Für jede richtige Antwort durfte Simone eine Zahl in das Zahlenschloss am Rathausfenster einsetzen.

Weiberfastnacht Karneval Rathaussturm 2026
Fröhliche Jecken mit der Stadtprinzessin Simone I. Foto: Borgwardt

Gefragt wurde nach dem im vergangenen Jahr am häufigsten vergebenen Kindername in Dorsten. Nicht Rudi oder Simone waren richtig, sondern Leo. Auch die Frage nach dem hochrangigen Politiker, der seine Neujahrsansprache in Dorsten hielt, wusste die Prinzessin zu beantworten. „Das war Hendrik Wüst“, erinnerte sie sich richtig. Zudem musste Simone I. wissen, welches Tier nicht in einem Lied der Höhner vorkommt. Kein Problem für die Tollität: Der Löwe war hier die richtige Lösung. Schließlich wurde nach einem Dorstener Ratspolitiker gefragt, der früher Kinderkarnevalsprinz war. Auch diese Hürde meisterte Simone souverän. „Ich habe ganz süße Bilder gesehen“, lachte sie, und tippte richtig auf Claas Römer.

Zahl für Zahl ergänzte sie das Schloss, bis sich schließlich das Fenster öffnete und der Weg zum Stadtschlüssel frei war.

Krawatten fallen beim Rathaussturm

Kaum war das Fenster offen, ging es den Krawatten an den Kragen. Tobias Stockhoff wurde von seiner weißblau gestreiften „schönsten Krawatte“ befreit. Auch der stellvertretende Bürgermeister Jan Heppner musste seine „rentnergraue“ Krawatte lassen.

Weiberfastnacht Karneval Rathaussturm 2026
Schnipp – der Bürgermeister verliert seine Krawatte. Foto: Haller

Bei der mühsamen Arbeit mit der Schere witzelte Simone I., sie wünsche sich eine Scherenschleifmaschine. Trotz des Regens war die Stimmung vor dem Alten Rathaus bestens. Die Narren ließen sich vom Wetter nicht die Feierlaune nehmen und jubelten ihrer Prinzessin zu.

Gemeinsam ging es dann in die heiligen Hallen des Alten Rathauses, wo die Jecken bei Berlinern und Erfrischungen anstoßen konnten.

Weiberfastnacht Karneval Rathaussturm 2026
Bürgermeister Tobias Stockhoff und Stellvertreter Jan Heppner waren rasch ihre Krawatten los – sehr zur Freude von Stadtprinzessin Simone. Foto: Borgwardt

Zweite Amtszeit endet an Aschermittwoch

Für Stadtprinzessin Simone I. ist es bereits die zweite Regentschaft, die sie in diesem Jahr alleine führt. Am Aschermittwoch endet ihre Amtszeit. „Ich habe meinen Kuschelpulli schon auf mein Sofa gelegt“, sagte sie lachend und freut sich auf eine verdiente Pause.

Weiberfastnacht Karneval Rathaussturm 2026
Nach der Eroberung des Rathauses feierten die Narren im Alten Rathaus. Foto: Borgwardt

Doch bevor es so weit ist, stehen noch weitere Termine im Dorstener Karneval an. Heute wird in den Mercaden das traditionelle Prinzessinnenwiegen gefeiert. Außerdem fiebern die Jecken dem großen Rosenmontagszug entgegen, der wieder zahlreiche Besucher in die Innenstadt locken wird.

Der Rathaussturm in Dorsten hat damit einmal mehr gezeigt, dass Charme, Schlagfertigkeit und gute Laune ausreichen, um das Alte Rathaus zu erobern.

5.000 Euro für die Kinder- und Jugendferienstiftung in Dorsten

Große Freude bei der Kinder- und Jugendferienstiftung in Dorsten: Die Stiftung Kind Duisburg unterstützt die wichtige Arbeit vor Ort mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro. Die symbolische Übergabe fand an der Stele vor dem Dorstener Rathaus statt.

Seit mehr als 45 Jahren setzt sich die Kinder- und Jugendferienstiftung dafür ein, dass auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien an Ferienfreizeiten teilnehmen können. Die Stiftung finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

Spende für Ferienfreizeiten in Dorsten

Zur offiziellen Übergabe kam Rolf Wöste, Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Stiftung Kind Duisburg, persönlich nach Dorsten.

Bürgermeister Tobias Stockhoff bedankte sich für die Unterstützung: „Ferien sind für Kinder weit mehr als freie Zeit. Sie bedeuten Erholung, neue Eindrücke und das Gefühl, dazuzugehören. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Stiftung Kind Duisburg, die genau diese Momente möglich macht.“

Auch die Cosanne-Stiftung engagiert sich für die gute Sache. In diesem Jahr erhielt die Kinder- und Jugendferienstiftung daher zusätzlich 2.000 Euro von der Cosanne-Stiftung.

Seit 1979 im Einsatz für Kinder und Jugendliche

Die Kinder- und Jugendferienstiftung wurde 1979 von Manfred Przybylski gegründet. Sie wird treuhänderisch durch das Amt für Familie und Jugend der Stadt Dorsten, Abteilung Kinder- und Jugendförderung, verwaltet.

Ziel der Stiftung ist es, Zuschüsse für Ferienfreizeiten bereitzustellen. Diese werden vor allem vom Katholisches Ferienwerk organisiert. Dank der finanziellen Unterstützung können viele Kinder Ferien erleben, die ohne Hilfe nicht möglich wären.

Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendförderung, betont die Bedeutung der Spenden: „Unbeschwerte Ferienmomente sind für Kinder, die auf Unterstützung angewiesen sind, von großer Bedeutung. Jede Spende schenkt Erinnerungen, Freude und Gemeinschaft.“

Spenden für die Kinderferienstiftung Dorsten

Die Kinder- und Jugendferienstiftung in Dorsten ist weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Wer helfen möchte, kann direkt spenden:

Stadt Dorsten – Kinderferienstiftung
Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN: DE46 4265 0150 0010 0007 01
BIC: WELADED1REK
Stichwort: Kinderferienstiftung

Mit jeder Spende wird ein Beitrag dazu geleistet, Kindern in Dorsten unvergessliche Ferienerlebnisse zu ermöglichen.

Wenn Worte fehlen: Wie Lukas Spiekermann über Sternenkinder spricht

Wenn Kinder sterben, bevor sie geboren werden, bleibt oft Sprachlosigkeit zurück. Für betroffene Eltern ebenso wie für Angehörige und Freundinnen und Freunde. Der Dorstener Lukas Spiekermann hat ein Buch geschrieben, das genau dort ansetzt. Es ist leise, vorsichtig und verzichtet auf Erklärungen. Der Titel lautet „Ein Stern findet sein Zuhause“.

Spiekermann wollte kein Buch über seine persönliche Trauer schreiben. Er wollte auch kein Buch, das Antworten gibt oder Trost verspricht. Ihm ging es darum, eine Sprache anzubieten für Situationen, in denen Worte fehlen. Das sagt er ruhig und ohne Pathos. Sein Buch versteht er als Angebot, nicht als Deutungshilfe für einen Verlust, der sich nicht erklären lässt.

Vaterwerden und ein abrupter Abschied

Der Anlass für das Buch ist dennoch biografisch. Während der Schwangerschaft seiner damaligen Ehefrau begann für ihn allmählich das Gefühl, Vater zu werden. Es gab keinen einzelnen Moment, sondern eine schrittweise Veränderung. Gespräche drehten sich um Planungen, Verantwortung wurde konkreter. Dann kam ein Kontrolltermin beim Frauenarzt. Es waren keine Herztöne mehr zu hören. Die Schwangerschaft endete und ließ vieles offen.

Zurückhaltung statt Chronologie

Über diesen Verlust spricht Lukas Spiekermann bewusst zurückhaltend. Er verzichtet auf Details und auf eine zeitliche Nacherzählung. Nicht, weil der Verlust klein gewesen wäre, sondern weil er ihn nicht in den Mittelpunkt stellen möchte. Manche Erfahrungen, sagt er, seien privat. Andere könnten geteilt werden, wenn sie anderen helfen oder Orientierung geben.

Trauer und die Rolle des Vaters

Gerade als Vater habe er sich lange gefragt, welche Rolle ihm in dieser Situation zugestanden habe. „Trauer ist gesellschaftlich oft klar verortet, aber selten beim Mann“, so Spiekermann. Die Frage, ob er trauern dürfe oder funktionieren müsse, habe ihn beschäftigt. Diese Unsicherheit habe länger gewirkt als der eigentliche Moment des Abschieds.

Schreiben als Struktur

Das Schreiben begann zunächst ohne Veröffentlichungsgedanken. Es waren Notizen und Gedanken, die helfen sollten, Ordnung zu schaffen. Erst später entstand daraus die Idee eines Bilderbuches. Die Form war bewusst gewählt. Spiekermann wollte etwas Niedrigschwelliges schaffen, das man zur Hand nehmen kann, ohne sich überwältigt zu fühlen. Das Buch lässt Raum für eigene Gedanken und auch für Stille.

Für Betroffene und für Begleitende

Ein Stern findet sein Zuhause richtet sich an Eltern, die ein Kind verloren haben. Es richtet sich ebenso an Menschen, die begleiten möchten und oft nicht wissen, wie. Großeltern, Freundinnen, Fachkräfte. Spiekermann betont, dass das Buch kein Muss sei. Es sei ein Angebot, kein Anspruch.

Der Schritt in die Öffentlichkeit

Die Entscheidung zur Veröffentlichung traf Lukas Spiekermann, der in Marl als Erzieher arbeitet, nicht leichtfertig. Rund zweieinhalb Jahre vergingen von der ersten Idee bis zum Erscheinen. Texte wurden überarbeitet, Fragen nach Ton und Öffentlichkeit geklärt. Seine Arbeitskollegin Tanja Talowski entwickelte die kindgerechten Illustrationen. Wichtig war für Spiekermann, niemanden zu drängen oder zu überfordern.

Ein Stern findet sein Zuhause
Das Buch „Ein Stern findet sein Zuhause“ von Lukas Spiekermann. Foto: privat

Reaktionen und Erwartungen

Die Reaktionen aus der Öffentlichkeit waren vielfältig. Viele Rückmeldungen seien dankbar gewesen, andere sehr vorsichtig. Überraschend seien weniger kritische Stimmen gewesen als gut gemeinte Sätze aus dem Umfeld. Relativierungen und Trostformeln hätten oft mehr Distanz geschaffen als Nähe. „Manchmal“, sagt Spiekermann, „hilft es am meisten, einfach da zu sein“.

Ein leiser Gedanke zum Schluss

Was er anderen betroffenen Eltern mitgeben möchte, formuliert er zurückhaltend. „Es gibt keinen richtigen Weg und kein richtiges Tempo. Jeder Mensch geht anders mit Verlust um.“ Entscheidend sei, sich selbst in der eigenen Trauer ernst zu nehmen.

Sein Buch will genau das ermöglichen. Es will Worte anbieten, ohne sie aufzuzwingen. Es will einen Ort schaffen für etwas, das im Alltag oft keinen Platz findet. Still, offen und ohne Erwartung.

Das Buch „Ein Stern findet sein Zuhause“ ist im Buchhandel und online erhältlich.
ISBN 978-3-565-07180-7.

Eisstockschießen ohne Eis: Der 1. AEV trainiert auf Asphalt

Haben Sie Ende des letzten Jahres bei den Eisstockmasters auf dem Dorstener Marktplatz mitgekämpft oder die Teams angefeuert? Können Sie es kaum erwarten, bis es im November und Dezember wieder so weit ist? Um bis dahin fit und im Training zu bleiben, können Sie beim 1. AEV das ganze Jahr über den Eisstock Richtung Daube schieben.

„Die Idee des Eisstockvereins entstand im Freundeskreis vor vier Jahren“, erzählt mir Sven Hecker, der erste Vorsitzende des Vereins. „Wir haben an den Eisstockmasters teilgenommen und dabei den Spaß an diesem Volkssport entdeckt.“ In Österreich hat sich diese Idee dann weiterentwickelt. „Der örtliche Eisstockverein lud uns ein, mitzuspielen, was wir natürlich gerne annahmen“, erinnert er sich.

Das Stockschießen auf Asphalt gefiel den vier Freunden damals so gut, dass sie sich eigene Eisstöcke anfertigen ließen und zwei Jahre lang hin und wieder im Bürgerpark Maria Lindenhof für sich spielten. Dass die Freunde auch in unterschiedlichen Teams bei den Eisstockmasters vertreten waren, versteht sich hierbei sicherlich von selbst. In einer Bierlaune wurde der Plan geschmiedet, einen eigenen Verein zu gründen. Bis zum August 2024 konnten drei weitere Dorstener Freunde für diesen Sport begeistert werden und die Mindestanzahl für eine Vereinsgründung war damit erreicht.

Die Geburtsstunde des 1. AEV

„Mitte Januar 2025 war es dann nach viel ‚Schriftkram‘ so weit: Unser Verein wurde als 1. Asphalt- und Eisstockverein ins offizielle Vereinsregister eingetragen“, freut sich Sven, und Andre Schult, zweiter Vorsitzender, ergänzt: „Wir haben viel Zeit und Arbeit in die Werbung gesteckt, aber wir wurden auch zum Glück von den Medien und in den sozialen Medien super unterstützt. So sind wir mittlerweile stolz darauf, 50 Mitglieder in unserem Verein begrüßen zu können.“

1. AEV Eisstockverein
Präzision und Konzentration sind gefragt. Foto: privat

17.000 Pflastersteine vor dem ersten Wurf

Vor diesem Erfolg stand jedoch zuerst einmal die Muskelkraft der Mitglieder sowie deren Partner BWR GmbH aus Schermbeck, der das benötigte Handwerkszeug sowie die Maschinen zur Verfügung stellte. Sie demontierten die ehemalige Beach-Volleyball-Anlage auf dem Sportgelände des SV Hardt, um im Anschluss in sechs Wochen, sprich 600 Arbeitsstunden, 17000 Pflastersteine für die drei jeweils 30 Meter langen Bahnen der „Vereinte-Volksbank-Eisstockarena“ zu verlegen.

Ohne Sponsoren wäre das Eisstockschießen nicht möglich

„Ohne die Vereinte Volksbank als unseren Sponsor, sowie durch die finanzielle Spritze Jörn Moldenhauers und die Sportpauschale der Stadt Dorsten, wäre dieses Vorhaben gar nicht möglich gewesen“, bedankt sich Sven noch einmal. „Durch das Vereinte Volksbank Eisstockmasters haben wir bereits eine enge Verbundenheit mit diesem Sport“, erklärt mir Volksbank-Marketingleiter Ralf Bröker: „Da der 1. AEV nun das ganze Jahr diese tolle Freizeitaktivität möglich macht, sind wir gerne diese enge Partnerschaft mit dem Verein eingegangen.“

Die neuen Bahnen wurden gut angenommen, das zeigt auch die stattliche Anzahl der aktiven Mitglieder. „Es macht Spaß, hier zu trainieren, und ich würde mich freuen, wenn noch ein paar mehr Frauen zu uns stoßen würden“, erwähnt Andrea Dober, die sich im Verein sehr wohl fühlt.

„Auf den neuen Verein wurde auch der Landeseissportverband aufmerksam und ermunterte uns dazu, eine Bundesligamannschaft aufzustellen oder als Ausrichter für Verbands- und Bundesligaturniere zu fungieren“, betont Sven, der sich am Anfang seiner Vereinsarbeit drei Ziele setzte: mindestens 50 Mitglieder, eine eigene Bahn sowie einen eigenen Cup der Vereine. Die ersten beiden Ziele haben sich bereits erfüllt, den ersten „Vereinte Volksbank Eisstockcup der Vereine“ richten die Organisatoren am 27. und 28. Juni 2026 aus. „Alle Dorstener Vereine werden dazu angeschrieben, teilnehmen können jedoch nur 32 Teams mit max. sechs Spielern“, bedauert er.

Nächstes Ziel: Eine eigene Vereinshütte

Die nächsten Bauabschnitte wie der Bau von Banden und einer Vereinshütte im Alpenstil sind bereits in Planung und sollen zeitnah starten. Hierfür suchen die Mitglieder noch tatkräftige Unterstützer, die den jungen Verein mit Material- oder Geldspenden, aber auch mit Manpower unter die Arme greifen.
Die Trainingszeiten sind mittwochs ab 18:30 Uhr, sonntags ab 15 Uhr, Ende offen. Neue Mitspieler sind herzlich willkommen.

Der 2. Dorstener Grundschulcup setzt Maßstäbe

Mit dem 2. Dorstener Grundschulcup hat sich Dorsten erneut als engagierter Sportstandort präsentiert. Rund 488 Kinder aus vier Grundschulen nahmen an dem Tischtennisturnier teil, das in dieser Größenordnung bundesweit Seltenheitswert hat. Organisiert wurde die Veranstaltung vom TTV Hervest Dorsten in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Stadt und starken Partnern.

Austragungsorte waren die Sporthallen des Gymnasiums Petrinum und des Gymnasiums St. Ursula. Gespielt wurde an 30 Tischtennistischen parallel in zwei Hallen. Zehn Busse sorgten dafür, dass alle Kinder sicher und planmäßig von den Schulen zu den Hallen und zurück transportiert wurden. Dieses abgestimmte Buskonzept war ein wesentlicher Faktor für den reibungslosen Ablauf des Turniers.

Die detaillierte Spiel- und Hallenplanung ermöglichte einen strukturierten Turnierverlauf trotz der hohen Teilnehmerzahl. Für viele Kinder war es das erste große Wettkampferlebnis.

Mehr als ein Schulturnier

Der Dorstener Grundschulcup versteht sich nicht dabei nur als sportlicher Wettbewerb. Fairness, Gemeinschaft und Begeisterung standen im Mittelpunkt. In dieser Konsequenz und organisatorischen Professionalität ist die Veranstaltung deutschlandweit nahezu einzigartig. Für die Stadt Dorsten hat sich der Cup zu einem sportlichen Aushängeschild entwickelt, das auch über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt.

Grundschulcup 2026
Die Kinder gingen mit großem Engagement ins Turnier. Foto: privat

Ehrenamtliches Engagement als Fundament

Der Grundschulcup war wieder von großem ehrenamtlichem Einsatz begleitet. Über 50 Helfer unterstützten das Turnier an den Tischen, in der Turnierleitung, in der Logistik sowie bei Auf- und Abbau. Auch junge Vereinsmitglieder des TTV Hervest Dorsten waren dabei als Schiedsrichter im Einsatz.

Geschäftsführer Marco Stepka betont die Bedeutung dieses Engagements: „Was unsere Vereinshelden hier leisten, ist nicht selbstverständlich. Besonders stolz sind wir darauf, dass auch viele junge Mitglieder Verantwortung übernommen haben. Bereits am Sonntagabend vor dem Turnier standen 15 Helfer beim Aufbau der Hallen bereit. Dieses Miteinander stimmt uns sehr positiv für die Zukunft.“

Grundschulcup 2026
Kleine Altendorf-Fans in Aktion. Foto: privat

Unterstützung durch starke Partner

Ein Turnier dieser Größenordnung wäre ohne verlässliche Sponsoren nicht realisierbar gewesen. Hauptsponsor war hierbei die Vereinte Volksbank. Weitere Unterstützung kam von den langjährigen Partnern Fielmann, Westenergie und der RWW. Vertreter der Stadt Dorsten, des Westdeutschen Tischtennisverbandes sowie Medien waren vor Ort. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Grundschulcup durch eine Live-Schaltung von WDR 2.

Sportliche Ergebnisse im Überblick

Gespielt wurde in Trost- und Hauptrunden der dritten und vierten Klassen. Die Trostrunde der dritten Klassen gewann dabei die Bonifatiusschule 3b vor der Antoniusschule 3c und der Bonifatiusschule 3c. In der vierten Klasse setzte sich die Pestalozzi-Schule 4a durch, gefolgt von der Antoniusschule 4c und der Bonifatiusschule 4b.

In den Hauptrunden siegte bei den dritten Klassen die Bonifatiusschule 3a vor der Pestalozzi-Schule 3c und der Albert-Schweitzer-Schule 3a. Bei den vierten Klassen belegte die Bonifatiusschule 4a den ersten Platz, vor der Bonifatiusschule 4b und der Antoniusschule 4b. Damit stellen die Bonifatiusschule 3a und die Bonifatiusschule 4a die beiden Turniersieger.

Perspektive für die kommenden Jahre

Nach zwei erfolgreichen Austragungen ist der Dorstener Grundschulcup auf dem besten Weg, sich dauerhaft als sportliches Leuchtturmprojekt zu etablieren. Der TTV Hervest Dorsten arbeitet bereits an einer Fortsetzung im kommenden Jahr. Ziel bleibt es, Kinder frühzeitig für Bewegung und Wettkampf zu begeistern und Dorsten weiter als starken Tischtennisstandort zu profilieren.

TC Deuten plant Padel-Tennis-Platz

Der TC Deuten hat bei der Stadt Dorsten einen Bauantrag für einen Padel-Tennis-Platz eingereicht. Nach rund zweieinhalb Jahren mit vielen Gesprächen, intensiver Planungsarbeit und Sponsorenakquise hofft der Club, dass das Vorhaben in diesem Sommer realisiert werden kann.

Zu Beginn des Jahres 2026 bekam der TC Deuten aus dem Dorstener Rathaus das Signal, dass das Bau-Vorhaben vorbehaltlich eines vollständigen Antrages gute Chancen auf eine Genehmigung hat. Mit ehrenamtlicher Hilfe und Unterstützung der Dorstener Diplom-Ingenieurin Julia Koerber wurde der Bauantrag Ende Januar fertiggestellt und wenig später eingereicht. Der Padel-Platz soll am äußersten Rand der Wiese hinter dem Stiftsquelle-Court (Platz 4) entstehen. So besteht neben dem Court weiterhin für die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Action-Park bei Fußball, Basketball, Tischtennis, auf dem Spielplatz oder an der mobilen Ballwand auszutoben.

Im Frühjahr 2023 hatte der Verein den Ganzjahresplatz fertiggestellt. Dieser hat dem TC Deuten und seinen Mitgliedern bereits völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Nun bedeutet der Bau des ebenfalls ganzjährig bespielbaren Padel-Tennis-Platzes einen weiteren infrastrukturellen Meilenstein in der bald 46-jährigen Vereinsgeschichte.

„Wir möchten nicht einfach nur einen Platz auf die Wiese stellen, sondern Padel-Tennis beim TC Deuten strukturell entwickeln. Padel ist für alle Altersklassen sehr einfach und schnell zu lernen und bringt großen Spielspaß. Deswegen sehen wir in dem neuen Angebot nicht nur für Erwachsene sondern auch für die Kinder- und Jugendarbeit großes Potenzial“, sagt der Vorsitzende Jan-Henning Janowitz.

Padel ist beim DTB angekommen

Die Sportart Padel wurde 2022 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) dem Deutschen Tennis Bund (DTB) als zuständigem Dachverband zugeordnet. In allen DTB-Landesverbänden, so natürlich auch im Westfälischen Tennis-Verband, wird die Sportart mit Ligenangeboten und Turnieren für alle Altersklassen ständig weiterentwickelt.

Padel ist die am schnellsten wachsende Sportart weltweit. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Spielerinnen und Spieler rasant. Somit trägt Padel auch zum seit fünf Jahren anhaltenden Mitgliederwachstum im DTB bei.

Karneval für Familien: Kinderkarneval in Holsterhausen am Festwochenende

Holsterhausen ist seit Jahrzehnten die Hochburg des Kinderkarnevals in Dorsten. Am Karnevalssonntag und am Rosenmontag steht der Stadtteil ganz im Zeichen der jungen Jecken. Der große Kinderkarnevalsumzug am Sonntag, 15. Februar, sowie der zweitägige Kinderkarneval des Holsterhausener Carnevals Clubs ergänzen sich zu einem echten Fest für Familien.

Besonders passend: Holsterhausen beteiligt sich mit dem närrischen Treiben am Jubiläum 50 Jahre kommunale Neuordnung.

Kinderkarnevalsumzug als Höhepunkt im Dorf

Der Kinderkarnevalsumzug gilt für viele Familien als das Highlight des Jahres. Am Sonntag, 15. Februar, zieht der närrische Lindwurm ab 15 Uhr durch die Straßen von Holsterhausen. Mehr als 20 Fuß- und Musikgruppen haben dabei ihr Kommen angekündigt und machen den mittlerweile 52. Umzug zu einem der größten seiner Art in Dorsten.

Unter dem Motto „Kunterbunt geht’s rund“ treffen sich die Gruppen um 14.30 Uhr am Familienzentrum an der Heroldstraße. Den offiziellen Startschuss um 15 Uhr gibt dann in diesem Jahr Pfarrer Kurian. Moderator Andreas Kruse stellt die teilnehmenden Gruppen mit viel Humor vor und sorgt entlang der Strecke für beste Stimmung.

Dorsten Holsterhausen Kinderkarneval 2025
Foto: Petra Bosse

Begleitet werden die Fußgruppen von mehreren Musikformationen, darunter Spielmannszüge, Blasorchester, Fanfaren und Trommelgruppen. Für einen sicheren Ablauf sorgen wie gewohnt die Mitglieder des Löschzugs Holsterhausen. Alkohol, Konfetti und Verpackungsmüll bleiben dabei tabu. Der Fokus liegt klar auf einem familienfreundlichen Karneval.

Neuer Zugweg und gemeinsamer Ausklang

Der Zugweg führt über Hauptstraße, Antoniusstraße, Schultenhof, Martin-Luther-Straße und Mittelstraße bis zum Festzelt an der Vogelstange. Dort endet der Umzug erstmals nicht an einer Gaststätte, sondern in einem eigens aufgebauten Zelt. Bei Berlinern und Getränken sind alle Besucher eingeladen, noch gemeinsam zu feiern.

Während des Umzugs sammeln Helferinnen des Frauenkreises ’94 Spenden für die Kamelle der kommenden Jahre und sichern so die Zukunft des Kinderkarnevals.

Zwei Tage HCC-Kinderkarneval in der Neuen Schule

Parallel zum Umzug lädt der Holsterhausener Carnevals Club 1973 e.V. am Sonntag, 15. Februar, und am Rosenmontag, 16. Februar, zum Kinderkarneval in die Neue Schule an der Juliusstraße ein. Gefeiert wird an beiden Tagen von 15 bis 18 Uhr, der Einlass beginnt um 14 Uhr.

Das Programm richtet sich gezielt an Familien mit Kindern. Spiele, Musik und Mitmachaktionen stehen im Mittelpunkt. Für Unterhaltung sorgen Robert und Lisa mit ihrer Kinderanimation. Tanzgarden bringen zusätzliche Karnevalsstimmung auf die Bühne.

Kinderkarneval 1200
HCC Kinderkarneval. Foto: Sczupiol

Ein fester Bestandteil ist die Tombola mit vielen Gewinnen. Kamelle dürfen ebenfalls nicht fehlen. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch von Stadtprinzessin Simone I., die gemeinsam mit den Kindern feiert und für unvergessliche Momente sorgt.

Familienfreundlich und fest im Stadtteil verankert

Der Eintritt ist bewusst niedrig gehalten. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen vier Euro. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, sodass Familien entspannte Karnevalsnachmittage erleben können.

Kinderkarnevalsumzug und HCC-Kinderkarneval zeigen gemeinsam, wie lebendig und engagiert Holsterhausen ist. Beide Veranstaltungen greifen ineinander und machen das Karnevalswochenende Mitte Februar zu einem besonderen Ereignis. Passend zum Jubiläum 50 Jahre kommunale Neuordnung unterstreicht der Kinderkarneval einmal mehr den starken Zusammenhalt im Stadtteil.

11. Februar ist 112-Tag: Europaweite Notrufnummer rettet Leben

Am 11. Februar steht eine Nummer im Mittelpunkt, die im Ernstfall Leben rettet: die 112. Passend zum Datum 11.2. hat die Europäische Kommission diesen Tag zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt. Ziel ist es, die europaweit einheitliche Notrufnummer bekannter zu machen, damit Menschen in Notsituationen schnell Hilfe bekommen. Ganz gleich, ob der Notfall in Datteln, Dorsten, Recklinghausen, Herten, in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land passiert.

Vor allem bei Bränden und bei der Menschenrettung zählt jede Sekunde. Eine einheitliche Notrufnummer sorgt dafür, dass keine Zeit verloren geht. „Es war eine gute Entscheidung, sich auf eine Nummer zu verständigen, die in ganz Europa für Notrufe gilt“, sagt Bodo Klimpel. Im Kreis Recklinghausen nehmen in der Kreisleitstelle 60 Disponenten Notrufe entgegen und sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte schnellstmöglich in die zehn kreisangehörigen Städte ausrücken.

Über 3.000 Einsatzkräfte im Kreis Recklinghausen

Die Einsatzkräfte im Kreis Recklinghausen sind zahlreich. Mehr als 900 hauptamtliche Kräfte arbeiten in den Bereichen Feuerschutz und Rettungsdienst. Hinzu kommen rund 250 Einsatzkräfte bei Betriebs- und Werkfeuerwehren, über 2.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute sowie viele Freiwillige bei den Hilfsorganisationen. „Ich bin sehr froh, dass wir so viele Einsatzkräfte haben, die uns im Notfall zur Hilfe eilen“, betont Klimpel. Der 112-Tag sei auch ein Anlass, all jenen zu danken, die schnelle Hilfe möglich machen.

Feuerwehr Einsatz Marienviertel Garagenbrand
Feuerwehr im Einsatz, hier bei einem Brand im Marienviertel. Foto: Borgwardt

Richtiges Verhalten beim Notruf 112

Wer einen Notruf über die 112 absetzt, sollte vor allem Ruhe bewahren. Seit 2019 arbeiten die Leitstellen-Disponenten im Kreis Recklinghausen mit einer strukturierten Notrufabfrage. Diese führt die Anrufer Schritt für Schritt durch das Gespräch und stellt sicher, dass die richtigen Informationen schnell vorliegen.

Zunächst werden die Adresse und das Ereignis abgefragt. Danach folgen gezielte Fragen: Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Besonders wichtig sind die Vitalfunktionen. Ist die betroffene Person bei Bewusstsein? Atmet sie? Diese Angaben werden direkt an den Rettungsdienst übermittelt, sodass sich die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt ein Bild von der Lage machen können.

„Niemand muss Sorge haben, dass es durch die strukturierte Notrufabfrage zu Verzögerungen kommt“, erklärt Sven Wehrhagen, Leiter der Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Hilfe ist bereits unterwegs, auch wenn das Telefonat noch läuft. Parallel zum Gespräch können die Rettungsmittel alarmiert werden.

Rettungshubschrauber
Rettungskräfte im Einsatz. Foto: Petra Bosse

Notrufe auch bei Stromausfall möglich

Auch für außergewöhnliche Lagen ist vorgesorgt. Sollte es zu einem längeren Stromausfall oder zum Ausfall von Telekommunikationsnetzen kommen, stehen im Kreis Recklinghausen über 80 Notfall-Infopunkte zur Verfügung. Diese können besetzt werden, damit Bürgerinnen und Bürger weiterhin Notrufe absetzen können.

Jubiläumsjahr 875 Jahre Dorf Hervest: Spendenübergaben haben begonnen

Das Jubiläumsjahr 875 Jahre Dorf Hervest wirkt weiter. Nach Abschluss aller Veranstaltungen hat das Organisationsteam nun damit begonnen, die im Rahmen des Festjahres erwirtschafteten Überschüsse für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. Den Auftakt machte am Montag, 10. Februar 2026, die Spendenübergabe an den Kindergarten An der Windmühle.

In fröhlicher Atmosphäre wurde dort ein Scheck über 200 Euro überreicht. Passend zur Karnevalswoche feierten die Kinder ihren sogenannten Streifentag und erschienen gut gelaunt in gestreifter Kleidung. Das Organisationsteam hatte zudem Süßigkeiten für die Kinder mitgebracht, was für zusätzliche Freude sorgte.

Unterstützung für die Kinder

Kindergartenleiterin Mareike Arnoys zeigte sich dankbar für die Unterstützung. „Wir werden von dem Geld Spielfahrzeuge für unsere Eingangshalle beschaffen“, sagte sie bei der Übergabe. Die Spende soll damit direkt den Kindern zugutekommen und den Alltag im Kindergarten bereichern.

Auch Thomas Bikowski, Vorsitzender des SuS Tennis Hervest Dorsten, war bei der Übergabe dabei. Er erinnerte an die gelungene Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten und dem Tennisverein im Jubiläumsjahr. „Wir haben zusammen mit dem Kindergarten unsere Saisoneröffnung gefeiert“, erinnert er sich. „Das war ein wunderschöner Einstieg in die Spiel- und Tennissaison“. Gleichzeitig gratulierte er dem Kindergarten zu der Spende und hob den Wert solcher Kooperationen im Dorf hervor.

875 Jahre Dorf Hervest Spendenübergabe An der Windmühle
Die Mitglieder Organisations- und Kindergartenteam freuten sich über die fröhliche Spendenübergabe. Foto: Borgwardt

Gemeinsame Entscheidung für den guten Zweck

Wie Carsten Bewer vom Organisationsteam erläuterte, war von Beginn an vereinbart, dass alle Veranstaltungen zunächst ihre eigenen Kosten decken. Die darüber hinaus entstandenen Mittel sollten anschließend gemeinschaftlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. In einer gemeinsamen Runde wurde schließlich entschieden, mehrere Einrichtungen zu unterstützen.

Neben den beiden Kindergärten in Dorf Hervest gehen Spenden an die Albert Schweitzer Schule, das Frauenhaus Dorsten sowie den Ambulanten Kinder und Jugendhospizdienst im Kreis Recklinghausen. Die Spendenübergaben finden in den kommenden Tagen an verschiedenen Orten statt.

Jubiläum zeigt nachhaltige Wirkung

Die erste Spendenübergabe macht deutlich, dass das Jubiläumsjahr nicht nur Rückblicke und Feiern geprägt hat, sondern auch konkrete Unterstützung für soziale Einrichtungen ermöglicht. Carsten Bewer betonte, dass ihn besonders freue, wie geschlossen das Dorf hinter diesen Aktionen stehe. Ziel sei es, die Spendenübergaben als Gemeinschaft „875 Jahre Dorf Hervest“ zu begleiten und so erneut zu zeigen, wie stark das Miteinander im Dorf ist.

Darüber hinaus arbeitet das Organisationsteam an einer weiteren Idee. Geplant ist ein bleibendes Erinnerungsstück im Dorf, das an das Jubiläumsjahr erinnern soll. Sobald die notwendigen Abstimmungen und Genehmigungen abgeschlossen sind, soll auch dieses Vorhaben öffentlich vorgestellt werden.

TC Grün-Weiß: Doppelsieg beim Regionalliga-Start in Dorsten

Dorsten erlebte am Sonntag einen spannenden Saisonauftakt im Jazz- und Modern/Contemporary-Tanzsport. Beim ersten Regionalliga-Turnier in der Petrinum-Sporthalle feierte der TC Grün-Weiß Schermbeck einen bemerkenswerten Doppelsieg.

Die Formation „Statement“ gewann das Turnier souverän, dicht gefolgt von „T.D.R.“, der Formationsgemeinschaft des TC Grün-Weiß Schermbeck und der SSV Rhade, auf Platz zwei. „Avalanche“ komplettierte das starke Ergebnis mit einem geteilten siebten Rang.

Austragungsort des Turniers war die Petrinum-Sporthalle in Dorsten, wo sich zehn Regionalliga-Formationen dem Vergleich stellten. Bestens vorbereitet durch ein intensives Tanzfabrik-Wochenende gingen alle drei Teams aus Schermbeck und Rhade hochmotiviert an den Start. Turnierleiter Sven Lorig stellte die Formationen dem zahlreich erschienenen Publikum vor. Schon in der Vorrunde zeigte sich, wie anspruchsvoll die Bewertung für die fünf Wertungsrichterinnen angesichts der vielfältigen Choreografien werden würde.

Nach der Vorrunde qualifizierten sich acht Teams für die Zwischenrunde. Mit dabei waren auch „Statement“, „T.D.R.“ und „Avalanche“. Im anschließenden großen Finale präsentierten „Statement“ und „T.D.R.“ ihre Programme dann erneut. Die Wertung sorgte für großen Jubel: „Statement“ gewann mit der Wertung 1-2-1-1-1, „T.D.R.“ sicherte sich mit 3-3-2-2-2 den zweiten Platz.

TC GW Schermbeck Statement
Die Formation „Statement“ in Aktion. Foto: TCGW

Choreograf Sebastian Spahn zeigte sich hochzufrieden mit den Leistungen der Tänzerinnen sowie der Trainerinnen Vivien Bicker, Angela Faltin Vaz, Jessica Drygalla und Hannah Ollesch. Besonders erfreulich verlief dabei der Auftritt von „Avalanche“, der jüngsten Formation der Regionalliga. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle in der Vorbereitung fand das Team nach anfänglicher Nervosität in der Zwischenrunde zu seiner Stärke und feierte eine gelungene Premiere.

Avalanche TC GW Schermbeck
Die Formation „Avalance“. Foto: TCGW

Rebellen aus Rhade und Schermbeck bewiesen hohen Anspruch

Die Formationsgemeinschaft „The Dancing Rebels“, ein Kooperationsprojekt des SSV Rhade und der TC Grün-Weiß Schermbeck, stellte ebenfalls ihr Können unter Beweis. „T.D.R.“ überzeugte mit einer sehr anspruchsvollen Choreografie, die das Team dreimal mit hoher Geschwindigkeit präsentierte. In den kommenden Wochen soll weiter an der Präzision gearbeitet werden.

„Statement“ zeigte sich in allen drei Runden äußerst präsent und profitierte dabei sichtbar von der langjährigen Erfahrung der Tänzerinnen. Die von Judith Pollmann entworfenen Kostüme rundeten zudem das Gesamtbild ab.

TDR bei ihrer Präsentation. Foto: TCGW

Alle Tänzerinnen zeigten sich überwältigt vom erfolgreichen Saisonstart und vom gemeinsamen Auftreten der Vereine, das dem Team zusätzlichen Rückhalt und Energie verlieh.

Das nächste Regionalliga-Turnier findet am 1. März in Recklinghausen statt. Am 21. März folgt das Heimturnier in Schermbeck. Das Saisonabschlussturnier ist für den 16. Mai in Herne angesetzt.

Tänzerinnen der Formationen

Für „Statement“ tanzen: Franziska Alda, Vivien Bicker, Linda Deppe, Anna Dimitrieva, Miriam Fritsch, Lisa Hatkemper, Maren Hegerring, Lina Maidhof, Carolin Münstermann, Judith Pollmann und Sarah Welter.

Für „T.D.R.“ stehen auf der Fläche: Jessica Drygalla, Madlen Fünfgeld, Lea Hampel, Hannah Haubold, Hannah Ollesch, Carolin Potthast, Laura Rademacher, Lina Schult, Emma Sophie Schwering, Felicitas Sondermann und Lisa Tönsen.

„Avalanche“ wird vertreten durch: Esther Akenya, Phyllis Akenya, Annika Auf der Springe, Luisa Dieckmann, Naima Gülcher, Lea-Sophie Kremp, Asya Mert, Anna-Nyawira Mühlenbrock, Lotta Overkämping, Maja Reckwardt, Sofie Scholz, Sophia Temmler und Jill Turnbull.

Ergebnisse im Überblick

Großes Finale

  1. Statement – TC Grün-Weiß Schermbeck
  2. T.D.R. – TC Grün-Weiß Schermbeck
  3. Sepia – Tanzstudio 60/30
  4. Devotion – TSC Brühl im BTV 1879

Zwischenrunde

Beide 5. Platz: Be Crazy – TSA des Herner Turn-Clubs 1880 und Black Jack – TSA des Troisdorfer TV 1891
Beide 7. Platz: Fusion – DJK SF Dülmen, Abteilung Tanzen und Avalanche – TC Grün-Weiß Schermbeck

Vorrunde

  1. Boston-Dance-Company – FG Boston/Unterbach
  2. Sunrise – Tanzsportclub Recklinghausen

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