Die Baumpflanz-Challenge des Löschzugs Hervest I hat inzwischen auch die französische Partnerfeuerwehr in Ernée erreicht. Nachdem die Dorstener Wehr ihre Kameradinnen und Kameraden in der Partnerstadt nominiert hatte, kam bereits 15 Minuten nach dem Versand des Videos eine Rückmeldung aus Frankreich.
Die Baumpflanz-Challenge sei dort noch unbekannt, hieß es, man werde die Herausforderung jedoch selbstverständlich annehmen. Umgehend wurden die „besten Feuerwehr-Gärtner“ mobilisieren.
Im französischen Video, das wegen starken Regens in Ernée zunächst etwas verspätet aufgenommen werden konnte, sind unter anderem Ehrenleutnant Dominique Dupas, seine Feuerwehrkameraden Muriel Clairet, Dominique Beunel und Andrée Colin, sowie mehrere junge Feuerwehrleute zu sehen. Rechtzeitig vor Ablauf der 48-Stunden-Frist wurde der Beitrag online gestellt.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Unter das Video schrieb die französische Wehr schließlich mit einem Augenzwinkern: „Voilà la vidéo complète, fais passer à tes amis. Bisous à vous tous.“ (Übersetzt: „Hier ist das komplette Video, gib es an deine Freunde weiter. Küsse an euch alle.“)
Damit hat die Dorstener Initiative eine grüne Spur bis in die Partnerstadt Ernée gezogen – und einmal mehr die lebendige Freundschaft zwischen beiden Feuerwehren sichtbar gemacht.
31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 19 an die Kandidaten: Wo sehen Sie aktuell die größten ungelösten Probleme in der Stadt Dorsten?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Wo sehen Sie aktuell die größten ungelösten Probleme in der Stadt Dorsten?
Tobias Stockhoff
„Wir verlieren zu viele kluge Köpfe. Nach dem Abitur oder der Ausbildung ziehen viele junge Dorstener in Metropolen und machen dort Karriere. Dabei gibt es auch bei uns attraktive Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten, sich beruflich zu entwickeln oder sich selbstständig zu machen. Wir müssen noch deutlicher machen, dass Dorsten eine kerngesunde Stadt ist mit tollen Lebens- und Arbeitsbedingungen“.
Julian Henning Fragemann
„Der Sanierungsstau im Bereich Infrastruktur ist mit Abstand das drängendste Problem“.
Claas Römer
„Eines der größten ungelösten Probleme sehe ich in dem Sanierungsstau bei Straßen und Gebäuden, der vor allem mit dem Fachkräftemangel zusammenhängt. In dem – auch die Stadtverwaltung betreffenden – Fachkräftemangel ist auch die sehr langsame Umsetzung von Ratsbeschlüssen begründet“.
Jürgen Chmielecki
(Keine Antwort.)
Boris Benkhoff
„Wahlwerbung“
Maurice Fröhlich
„Definitiv die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt. Ohne gesicherte Finanzierung ist kein politischer Handlungsraum eröffnet. Es braucht Unterstützung durch Land und Bund und mithin eine konsequente Durchsetzung des Konnexitätsprinzips (wer bestellt, der bezahlt)“.
Morgen stellen wir die Frage 20: Welche politischen oder verwaltungstechnischen Entscheidungen der letzten Jahre würden Sie heute anders treffen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Nach einem spannenden Vogelschießen der Altstadtschützen am Sonntag war es so weit: Der Vogel ist gefallen! Nach einer kurzen Schmink- und Umziehpause mit frischen Hemden für die Schützen und festlichen Kleidern für die Damen ging es um 17.45 Uhr in der Dorstener Altstadt weiter.
Kaiser Horst Jahnich und Königin Denise Krüskemper, sowie das Prinzregentenpaar Sabine Jahnich und Major Josef Krüskemper. Foto: Petra Bosse
Die Parade bot ein buntes Spektakel für den neuen Kaiser Horst Jahnich und seine Königin Denise Krüskemper vor der malerischen Kulisse des Marktplatzes und des mit Fahnen geschmückten Rathauses.
Foto: Petra Bosse
Zahlreiche Schaulustige genossen in der tiefstehenden Abendsonne den Umzug, begleitet von Blasmusik und viel Applaus. Unter den Gästen war auch der frisch gekürte Biervogelkönig Maximilian Terwellen mit seiner Königin Mira Radojkovic, die ebenfalls ihren großen Auftritt hatten.
Biervogelkönig 2025 Maximilian Terwellen mit Königin Mira Radojkovic. Foto: Petra Bosse
Kurz nach 14.20 Uhr war es so weit: Mit dem 231. Schuss holte Horst Jahnich den hölzernen Vogel von der Stange – unter dem Jubel hunderter Zuschauer, die das Finale eines spannenden Vogelschießens beim Schützenfest Altstadt 2025 verfolgten. An seiner Seite wird Denise Krüskemper als Königin die Thronjahre 2025/27 bestreiten.Das Prinzregentenpaar sind für die nächsten zwei Jahre Sabine Jahnich und Major Josef Krüskemper.
Das Prinzenregentenpaar sind Sabine Jahnich und Josef Krüskemper. Foto: Petra Bosse
Details in Kürze
Der Vogel fiel kurz nach 14.20 Uhr mit dem 231. Schuss von der Stange
Königin ist Denise Krüskemper.
Königsanwärter waren Horst Jahnich, Lukas Küpper, Jan-Philipp Thomis und David Pfau.
Insignien
Zepter: Dominik Schalmann
Reichsapfel: Michael Plauschenat
Linker Flügel: Max Fricke
Rechter Flügel: David Pfau
Krone: Hendrik Kiekenbeck
Das waren die vier Thronanwärter 2025, die sich ein spannendes Schießduell an der Vogelstange lieferten. Foto: Petra Bosse
Foto: Petra Bosse
Starker Auftakt, spannende Entscheidungen
Das Vogelschießen begann kurz nach Mittag bei bester Stimmung und unter blauem Himmel. Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ein ehrgeiziger Wettkampf ab, denn die Insignien fielen in rascher Folge. Die Krone holte sich Hendrik Kiekenbeck, das Zepter ging an Dominik Schalmann, und Michael Plauschenat biss den Apfel vom Vogel. Max Fricke und David Pfau schossen die Flügel ab.
Foto: Petra Bosse
Kaiser Horst Jahnich. Foto: Petra Bosse
Kampf um die Krone
In der finalen Phase traten Horst Jahnich, Lukas Küpper, Jan-Philipp Thomis und David Pfau gegeneinander an. Für Horst Jahnich winkte die Kaiserwürde, war er doch schon 1995 bis 1997 König zusammen mit der inzwischen leider verstorbenen Jeanette Gladziwa.
Und „Hotte“ Jahnich ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen: Nach nur kurzem Schusswechsel und fast auf den Tag genau dreißig Jahre nach seinem Königsschuss katapultierte er sich auf den Kaiserthron. Zur Königin nahm er Denise Krüskemper.
Foto: Petra Bosse
Kaiserwechsel mit Applaus und Anerkennung
Nachdem der neue Kaiser feststand, konnte der alte Kaiser Alexander Krauel die Last der Schützenkette abgeben. Bürgermeister Tobias Stockhoff legte sie dem neuen Kaiser um und krönte auch die neue Königin Denise Krüskemper. Eine Besonderheit bei den Altstadtschützen ist dabei, dass auch die Königin eine Kette erhält. Beide Ketten sind mehrere Jahrhunderte alt und werden liebevoll gepflegt.
Für das scheidende Regentenpaar Kaiser Alexander Krauel und Königin Anja Bellendorf gab es den Stadtorden und die Stadtbrosche, die einem mittelalterlichen Siegel nachempfunden sind. Zeichen des Dankes und der Anerkennung für zwei würdige und engagierte Thronjahre.
Zwei Tage voller Gemeinschaft, Tradition und guter Stimmung: In der Dorstener Altstadt haben die Altstadtschützen bisher ein friedliches und harmonisches Fest erlebt. Der erste Vorsitzende Florian Schultz zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung.
Der Vorsitzende des Schützenverein Dorsten-Altstadt Florian Schultz zieht eine positive Resonanz. Foto: Petra Bosse
Gemeinschaft und Tradition im Mittelpunkt
„Wir haben hier zwei Tage sehr friedlich gefeiert, mit einem harmonischen Miteinander. Man sieht gerade hier in der Dorstener Altstadt, dass die Gemeinschaft des Schützenwesens lebt und aktiv ist“, sagte Florian Schultz.
Besonders wichtig sei es den Organisatoren, die Tradition zu bewahren und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. „Wir wollen alles dafür tun, dass diese Tradition erhalten bleibt, aber wir wollen auch in die Zukunft schauen. Die Moderne ist ein ganz wichtiges Thema für uns“, betonte Schultz.
Foto: Petra Bosse
Zusammenhalt als Botschaft
Auch der dritte Festtag sei gut angelaufen. Für Florian Schultz steht fest: „Dorstener halten zusammen, Dorstener stehen zusammen und Dorstener feiern zusammen.“
Ein Wochenende voller Musik, Gemeinschaft und Emotion
Das Dorstener Schützenfest 2025 startete am Freitagabend mit einem echten Highlight: Die Eröffnungsparty mit der Brass Band Knallblech war bereits im Vorfeld ausverkauft. Die Band heizte dem Publikum mit fetten Beats und wilder Performance ordentlich ein, unterstützt vom Blasorchester Erler Jäger und DJ Peter Suttrop. Die Stimmung im Festzelt war ausgelassen – jung und alt feierten gemeinsam bis in die Nacht.
Am Samstag zog die große Parade durch die Innenstadt zahlreiche Besucher an. Die Schützen präsentierten sich in voller Montur, begleitet von musikalischen Darbietungen und einem begeisterten Publikum am Straßenrand. Höhepunkte des Tages waren das Biervogelschießen der 1. Kompanie und der Königsball am Abend, bei dem die Partyband Concorde für ausgelassene Stimmung sorgte. Auch für Kinder und Familien gab es zahlreiche Attraktionen, von Hüpfburgen über Rodeo bis hin zu Mitmachaktionen auf dem Festplatz.
Foto: Petra Bosse
Sonntag bildete das Vogelschießen den feierlichen Abschluss eines gelungenen Festwochenendes. Mit Spannung verfolgten die Gäste den Wettkampf, feierten die neuen Majestäten und genossen die letzten Stunden in der festlich geschmückten Altstadt. Das Wochenende zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition, Gemeinschaft und Musik in Dorsten zusammenkommen.
Emotionaler Abschied vom scheidenden Königspaar
Mit dem Kaisersschuss endete auch das Thronjahr von Kaiser Alexander Krauel und Königin Anja Bellendorf , die mit einem starken, sympathischen Auftreten die vergangenen zwei Jahre geprägt haben.
Der Gedenkstein, der an die Mahnwache der Bergleute der Zeche Fürst-Leopold/Wulfen in den Jahren 1996/97 erinnert, hat einen neuen, weithin sichtbaren Standort erhalten. Ab sofort steht er neben dem Eingang der denkmalgeschützten Maschinenhalle an der Halterner Straße. Damit ist er für Besucher deutlich präsenter als zuvor.
Der Stein trägt eine von der Künstlerin und Dorstener Ehrenbürgerin Tisa von der Schulenburg entworfene Plastik. Die Ordensfrau, die in Dorsten als Ursuline lebte, war vielen Menschen besser bekannt unter ihrem Ordensnamen Schwester Paula. So nannten sie auch die Bergleute. Mit ihrer Kunst setzte sie sich Zeit ihres Lebens für soziale Themen und für die Würde der Arbeit ein.
Die Plastik erinnert an die fast ein halbes Jahr dauernde Mahnwache. Damit protestierten die Bergleute damals gegen die drohende Schließung des Bergwerks. Tag und Nacht hielten sie an der Halterner Straße Wache, unterstützt von unzähligen Dorstener Bürgerinnen und Bürgern. Trotz bundesweiter Aktionen konnten sie das Ende des Steinkohlenbergbaus in Dorsten jedoch nicht verhindern.
Die Feuerwehr half mit schwerem Gerät. Foto: Bergbauverein
Neuer Ort für den Gedenkstein
Damit die Erinnerung an diesen Einsatz lebendig bleibt, wurde der Gedenkstein nun an einen prominenteren Ort gebracht. Mit schwerem Gerät und unter tatkräftiger Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Hervest I konnte der Stein vom bisherigen Fundament gelöst und sicher an seinen neuen Platz transportiert werden.
Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Industriedenkmalstiftung als Eigentümerin der Maschinenhalle und der Tisa-Stiftung. Vor Ort für die Tisa-Stiftung waren Geschäftsführerin Josefine Jordan und Vorstandsmitglied Michael Sagenschneider.
Freuen sich über den gelungenen Umzug: Josefine Jordan (Geschäftsführerin Tisa Stiftung), Manfred Wissing (Vorsitzender Bergbauverein) und Michael Sagenschneider (Pressesprecher RAG und stv. Tisa-Stiftungsvorstand). Foto: Bergbauverein
„An seinem neuen Standort wird der Gedenkstein von den vielen Besuchern der Halle deutlich besser wahrgenommen als bisher“, erklärte Manfred Wissing, Vorsitzender des Bergbauvereins. „Und das ist wichtig, denn so bleibt das damalige Engagement der vielen tausend Dorstener Bürger und Bergleute sichtbar, die mit ihrer Mahnwache ein starkes Zeichen gegen Arbeitsplatzabbau und wirtschaftliche Rezession in Dorsten gesetzt haben.“
Mit der neuen Platzierung erhält der Gedenkstein den ihm gebührenden Rahmen – als Mahnmal für den Verlust des Bergbaus in der Region und zugleich als Zeugnis für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.
Am Samstag, den 30. August 2025, hat sich der Stadtteil Hervest zum farbenfrohen Herzstück der Dorstener Jubiläumsfeierlichkeiten verwandelt. Rund um das Jugendzentrum DAS LEO und das historische Zechengelände Fürst Leopold erlebten Hunderte Besucher das HerFest voller Musik, Begegnungen, Spielen und kulinarischer Genüsse.
„Das Fest lebt vom Engagement vieler Akteure, die gemeinsam für ein paar fröhliche Stunden in Hervest sorgen“, erklärte Norbert Holz von der Hervester Bürgerrunde zufrieden. Mehr als 25 Gruppen, Vereine, Schulen und Institutionen beteiligten sich aktiv. Von der Fatih Moschee über den Seniorenbeirat bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr und dem Kinder- und Jugendtreff waren zahlreiche Einrichtungen vertreten. Das machte das HerFest zu einem echten Spiegel der Vielfalt des Stadtteils.
Der Seniorenbeirat informierte über seine wichtige Arbeit. Foto: Christian Haug
Stimmungsvoller Auftakt und musikalische Vielfalt
Schon zur Eröffnung mit Bürgermeister Tobias Stockhoff und Vertretern der Hervestkonferenz füllte sich das Gelände mit gut gelaunten Besuchern. Auf der Bühne folgte ein Programmpunkt dem nächsten. Es entstand jedoch nie der Eindruck eines starren Ablaufs, sondern vielmehr ein lebendiger musikalischer Spaziergang durch Hervest.
Die Jüngsten machten den Anfang. Das Jugendballett der Tanzschule Reece brachte mit schwungvollen Choreografien Bewegung auf die Bühne und riss das Publikum mit. Kurz darauf sangen die Kinder der Augusta-Schule ihre fröhlichen Lieder, während viele Eltern voller Stolz applaudierten. Ein besonderes Klangbild schuf anschließend Chorioso, der Chor der St. Paulus Kirche, mit eindrucksvollen mehrstimmigen Liedern.
Die Kinder der Augusta-Schule stimmten fröhliche Lieder an. Foto: Christian Haug
Danach sorgte die Blasmusik der St.-Marien-Gemeinde für eine festliche Atmosphäre. Schottische Klänge brachten später einen Hauch von Internationalität auf das Zechengelände. Am Klavier beeindruckte die junge Musikerin Meryem Arslan mit feinen Melodien, bevor ein interkonfessionelles Friedensgebet für einen Moment der Stille sorgte. Zum Abschluss schließlich brachte der Zauberer LIAR mit seiner Mischung aus Clownerie und Illusionen Kinder wie Erwachsene zum Staunen.
Ein Paradies für Kinder
Abseits der Bühne gab es für Familien viel zu entdecken. Unter den Platanen entstand ein kleines Kinderparadies. Eine Riesenrutsche, ein Karussell, ein Bungee-Trampolin und eine Kindereisenbahn sorgten für strahlende Gesichter. Bastelstationen, Seifenblasen und Kinderschminken machten das Angebot komplett und ließen keine Langeweile aufkommen.
Bastel- und Mitmachstationen luden auch die Kleinsten ein. Foto: Christian Haug
Kulinarische Entdeckungsreise
Ebenso vielfältig war das kulinarische Angebot beim HerFest. Die Fatih Moschee verwöhnte Besucher mit türkischen Spezialitäten. Das Evangelische Migrationsreferat bot internationale Leckereien an. Frische Waffeln vom Team des LEO, Stockbrot am Feuer der Freiwilligen Feuerwehr oder Slush-Eis von der St.-Paulus-Gemeinde ergänzten die Auswahl. Getränke, Gegrilltes und süße Snacks fanden an fast jeder Ecke zufriedene Abnehmer.
Das Speiseangebot war so international wie der Stadtteil. Foto: Christian Haug
Ein starkes Zeichen im Jubiläumsjahr
Das HerFest war Teil des Dorstener Doppeljubiläums, bei dem 50 Jahre kommunale Neugliederung und 775 Jahre Stadt Dorsten gefeiert werden. Für Hervest war dieser Tag mehr als nur ein Stadtteilfest. Er wurde zu einem starken Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt. Den Ausklang bildete am Sonntag ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche am Bahnhof.
Foto: Christian Haug
Fazit: Das HerFest 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und facettenreich Hervest ist. Mitreißende Musik, lachende Kinder, duftende Köstlichkeiten und viele engagierte Helferinnen und Helfer machten den Tag zu einem Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der Sommer verabschiedet sich – und mit ihm auch die Konzertreihe „Sommer im Bürgerpark“ im Bürgerpark Maria Lindenhof in Dorsten. Zum großen Abschluss am Freitag, 29. August, spielte die Formation Project:Flow in der Oude Marie und begeisterte das zahlreich erschienene Publikum.
Das Duo Project:Flow, bestehend aus Dr. Stefan C. Maus (Saxophon, Gitarre) und Guido Harding (Keyboard), verbindet elektronische Beats mit akustischen Klängen. Für den Abend holten sie sich Unterstützung von Sängerin Sally Kahlua, deren kraftvolle Stimme den Arrangements eine besondere Tiefe verlieh. Während die erste Hälfte des Konzerts rein instrumental blieb, sorgte Kahlua im zweiten Teil für eine eindrucksvolle Erweiterung des Klangspektrums.
Über den Musikern war eine große Projektionsfläche installiert, auf der parallel zum Konzert Filmszenen und Impressionen zu sehen waren. Diese teils psychedelisch anmutenden Bilder verstärkten die Wirkung der elektronischen Sounds und schufen ein intensives, zugleich entspannendes Erlebnis. „Wir wollen einen Zustand der entspannten Konzentration erzeugen, den man auch nach dem Konzert noch spürt“, erklärte Dr. Maus.
Eröffnet wurde der Abend vom hannoverschen Musiker Menzman, der mit Live eingespielten Synthesizern und tanzbaren Drum-Loops ebenfalls großen Zuspruch fand.
31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 18 an die Kandidaten: Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorstener Stadtgemeinschaft fühlen?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorstener Stadtgemeinschaft fühlen?
Tobias Stockhoff
„Unsere Gesellschaft altert schnell und damit gehen Einschränkungen einher. Noch bis vor 10 oder 15 Jahren hat Planung aber leider nicht barrierefrei gedacht, der Nachholbedarf in diesem Bereich ist enorm.
Hier möchte ich, dass wir uns nicht in Klein-Klein verzetteln, sondern immer dann, wenn Gebäude, Straßen, Wege kernsaniert oder neu gebaut werden müssen, unsere Ressourcen auf nachhaltige und langlebige Lösungen konzentrieren. Dabei müssen wir die Expertise von alten oder beeinträchtigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einbinden: Wir wollen nicht über sie reden, sondern mit ihnen“.
Julian Henning Fragemann
„Stichwort Mehrgenerationenwohnen, ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. Unsere überaus aktiven Vereine und Verbände binden übrigens fortlaufend auch gerne neu hinzukommende Bürgerinnen und Bürger ein“.
Claas Römer
„Auch Projekte wie das DigiQuartier, in dem insbesondere ältere Menschen Unterstützung im Alltag erhalten, seien von großer Bedeutung. Zudem könne die Stadt künftig stärker als bisher online eine übersichtliche Darstellung von Vereinsaktivitäten und Veranstaltungen anbieten.
Analoge Informationswege sollen dabei jedoch weiterhin bestehen bleiben, um auch jene einzubeziehen, die digitale Angebote nicht nutzen können oder wollen“.
Jürgen Chmielecki
„Baugenehmigungen für barrierefreie Wohnungen müssen schneller erteilt werden. An den meisten Stellen sowie in der Innenstadt gibt es zum Beispiel abgesenkte Bordsteine, damit Rollstuhlfahrer nicht am Bordstein scheitern. Wichtig finde ich eine behindertengerechte öffentliche Toilette in der Innenstadt. Wenn es mehr Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderung gäbe, hätte man die Möglichkeit, in Gesprächen die Sorgen und Nöte der Bürger mit Behinderung besser zu erkennen. Dasselbe gilt natürlich auch für unsere Senioren“.
Boris Benkhoff
Stichwort Mehrgenerationenwohnen, ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. Unsere überaus aktiven Vereine und Verbände binden übrigens fortlaufend auch gerne neu hinzukommende Bürgerinnen und Bürger ein.
Maurice Fröhlich
„Nutzung von städtischen Räumen für Einbindungsprojekte und sozialen Austausch. Verweis auf generationenübergreifendes Wohnen“.
Morgen stellen wir die Frage 19: Wo sehen Sie aktuell die größten ungelösten Probleme in der Stadt Dorsten?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Mit den Erler Jägern sorgte ein Blasorchester zum Start des Dorstener Altstadt-Schützenfests am 29. August für Partystimmung. Oliver Göttlich dirigierte damit auf seiner wohl letzten großen Party, ehe er sich im Oktober auf einem Benefizkonzert verabschiedet.
Nach über zehn Jahren ist auch mal Schluss – so erfolgreich wie Oliver Göttlichs vergangene Jahre mit den Erler Jägern war auch deren Auftakt auf dem Schützenfest in der Dorstener Altstadt am Freitagabend.
Das Blasorchester spielte eine Mischung aus diversen „Schützenfest-Klassikern“ wie Purs „Lena“, Hubert Kahs „Sternenhimmel“ oder Robbie Williams’ „Angels“, aber auch Coldplays „Viva La Vida“ reihte sich ein. Viele der in Medleys arrangierten Songs gingen flüssig ineinander über. Für „Böhmischer Traum“ holte Göttlich den ersten Vorsitzenden Florian Schultz an die Pauke und lud zur Polka ein.
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Immer wieder sang Göttlich einzelne Textpassagen an, um die Menge zum Mitsingen zu ermutigen und nahm seinen Auftrag nicht nur bei „Let Me Entertain You“ wörtlich. Zu „Bella Napoli“ bekam er dann seinen gewünschten „Schlagerstrudel“, bei dem ein Großteil des Publikums in einer kreisförmigen Polonäse durch das Zelt lief und sprang. Nach Zugaberufen genehmigte der Maestro sich bei einem Medley aus „Narcotic“, „Saufen morgens, mittags, abends“ und „Hey, Jude“ selbst mal ein Gläschen.
Kein Abschied für immer
Der Freitagabend markierte zwar die wahrscheinlich letzte große Party, bei der Göttlich die Erler Jäger leitete, trotzdem werde er zwischendurch mal wieder mit auftreten. Von nun an müsse er aber anders priorisieren. Er freue sich, ein „tolles Orchester“ übergeben zu können, „mit tollen Leuten, die Spaß daran haben.“ Besonders gerne erinnere er sich an die Unterstützung in seiner Zeit als Altstadt-Schützenkönig zurück. Einen Nachfolger gibt es bislang noch nicht, die Suche laufe aber gut.
Abschluss bei Benefizkonzert im Oktober
Göttlich dirigiert zu seinem vorerst letzten großen Termin beim Benefizkonzert in der Aula der Realschule St. Ursula am 11. Oktober. Die Erler Jäger erwarten Gäste wie Ginfis; Kabarettist Fritz Schäfer moderiert den Abend.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Mit den Erler Jägern und der Band Knallblech im Programm startete das Altstadt-Schützenfest in Dorsten am 29. August 2025. Kaiser Alexander Krauel und Königin Anja Bellendorf zeigten sich ehrfürchtig gegenüber der Tradition.
Zum Start des Schützenfests in der Dorstener Altstadt am vergangenen Freitag legt das neue Paar auf dem Thron auch ein Geständnis ab, was die lange Tradition des Vereins angeht. Laut eigenen Angaben des Vereins dokumentiert der älteste Beleg das Bestehen aus dem Jahr 1488.
Das macht die Altstadtschützen zu Dorstens ältestem Schützenverein. Tradition schreibt man aber auch in den Familien von Kaiser Alexander Krauel und Königin Anja Bellendorf groß: So sind ihre Kinder in der Kompanie und auch andere Familienmitglieder haben eine längere Historie im Verein. Krauel selbst war 17 Jahre Hauptmann.
Es erfülle die beiden mit Ehrfurcht, diese Tradition mit so einer langen Geschichte weiterzuführen, aber auch mit Stolz. Für Krauel sei das Lebensqualität. „Ich liebe es!“, so der neue Kaiser. Bellendorf sieht die Begeisterung für den Verein mit mehr Humor:
„Der Verein lebt ja nur von so Verrückten wie uns!“
31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 17 an die Kandidaten: Wie möchten Sie sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung in Dorsten barrierefrei am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, sowohl baulich als auch sozial?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Wie möchten Sie sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung in Dorsten barrierefrei am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, sowohl baulich als auch sozial?
Tobias Stockhoff
„Unsere Gesellschaft altert schnell und damit gehen Einschränkungen einher. Noch bis vor 10 oder 15 Jahren hat Planung aber leider nicht barrierefrei gedacht, der Nachholbedarf in diesem Bereich ist enorm. Hier möchte ich, dass wir uns nicht in Klein-Klein verzetteln, sondern immer dann, wenn Gebäude, Straßen, Wege kernsaniert oder neu gebaut werden müssen, unsere Ressourcen auf nachhaltige und langlebige Lösungen konzentrieren. Dabei müssen wir die Expertise von alten oder beeinträchtigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einbinden: Wir wollen nicht über sie reden, sondern mit ihnen“.
Julian Henning Fragemann
„Die gesetzlichen Vorgaben müssen selbstverständlich umgesetzt werden. Zusätzlich ist es dringend notwendig, dass alle erdenklich möglichen Fördertöpfe diesbezüglich ausgeschöpft werden. Die Teilhabe aller Menschen in unserer Stadt ist für mich ein Anliegen mit hoher Priorität“.
Claas Römer
„Wir müssen die Personen mit Behinderung stärker als bisher in Entscheidungsprozesse einbinden. Hierfür soll der bisherige Beirat der Menschen mit Behinderung gestärkt werden. Denn wer selbst eine Behinderung hat, kann die bestehenden Barrieren realistisch einschätzen. Basierend auf dieser Fachkompetenz können wir dann gemeinsam an Lösungen arbeiten“.
Jürgen Chmielecki
„Baugenehmigungen für barrierefreie Wohnungen müssen schneller erteilt werden. An den meisten Stellen sowie in der Innenstadt gibt es zum Beispiel abgesenkte Bordsteine, damit Rollstuhlfahrer nicht am Bordstein scheitern. Wichtig finde ich eine behindertengerechte öffentliche Toilette in der Innenstadt. Wenn es mehr Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderung gäbe, hätte man die Möglichkeit, in Gesprächen die Sorgen und Nöte der Bürger mit Behinderung besser zu erkennen. Dasselbe gilt natürlich auch für unsere Senioren“.
Boris Benkhoff
„Jeder Mensch in Dorsten muss nach Vollendung seines 18. Lebensjahres ein verpflichtendes behindertes Jahr ablegen. Es wird ausgewürfelt, welche Behinderung jeder Mensch bekommt (eine Eins wäre beispielsweise Blindheit, eine Sechs eine Querschnittslähmung). So würden wir gemeinsam ziemlich sicher sehr schnell herausfinden, was es alles zu verbessern gilt“.
Maurice Fröhlich
„Bei allen neuen Bauprojekten sollte Barrierefreiheit eine wichtige Rolle spielen. Es darf nicht sein das Menschen durch Städtische Strukturen ausgegrenzt werden! Für mich als Mitglied der Partei DieLinke ist der soziale Zusammenhalt das A und O für eine funktionierende Gesellschaft bzw. Stadt. Und daher muss jeder Art von Spaltung von oben klar zurückgewiesen werden. Jeder Bürger in unserer Stadt ist gleich viel wert!“
Morgen stellen wir die Frage 18: Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorstener Stadtgemeinschaft fühlen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Mit einem festlichen Auftakt begann am Freitagabend das Schützenfest Altstadt 2025 im Lippetal. Tradition, Musik und ausgelassene Stimmung prägten den Abend, der gleich mehrere Höhepunkte für die Besucher bereithielt. Unsere Fotostrecke zeigt die schönsten Eindrücke.
Erler Jäger
Den Auftakt machten die Erler Jäger, die mit kräftigen Blasmusikklängen den Abend eröffneten. Gemeinsam mit Dirigent Oliver Göttlich sorgten sie für einen stimmungsvollen Start ins Wochenende. Viele Besucher ließen sich von der Musik anstecken und feierten schon früh mit.
Als die Erler Jäger ihr letztes Stück gespielt hatten, übernahm DJ Peter Suttrop das musikalische Kommando im Festzelt. Mit seinem Mix aus Klassikern und aktuellen Hits brachte er die Tanzfläche schnell zum Beben. Die ausgelassene Stimmung hielt bis tief in die Nacht hinein.
Die Party erreicht ihren Höhepunkt, wenn Knallblech die Bühne stürmt: Eine Brassband aus Bonn, gegründet 2016, die bekannt ist für ihre explosive Mischung aus fetten Beats, wilden Performances und ausgefeilten Choreografien.