Start Blog Seite 136

Wahlkampf in Dorsten: Jürgen Chmielecki (AfD) sieht seine Partei im Aufwind

0

Zwischenbilanz im Dorstener Kommunalwahlkampf 2025: AfD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Chmielecki zieht ein erstes Fazit. Er zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und betont das wachsende Interesse, das seiner Partei entgegengebracht werde.

„Der Wahlkampf ist auf der Zielgeraden, und wir von der AfD sind sehr stolz und zufrieden mit dem uns entgegengebrachten Vertrauen der Bürger von Dorsten“, erklärt Chmielecki. Immer mehr Menschen würden die Angebote seiner Partei sowohl online als auch an den Infoständen wahrnehmen. „Die Arbeit der AfD in Dorsten ist sehr erfolgreich. Wir werden das uns entgegengebrachte Vertrauen sowie viele Argumente gerne mit in den Rat der Stadt Dorsten nehmen.“

Kritik an Mitbewerbern

Unzufrieden zeigte sich Chmielecki mit dem Verhalten anderer Parteien im laufenden Wahlkampf. Aus seiner Sicht hätten diese zu viel Zeit damit verbracht, sich mit der AfD auseinanderzusetzen, anstatt ihre eigenen politischen Inhalte stärker in den Vordergrund zu rücken. „Ich war enttäuscht von dem Verhalten anderer Parteien, die sich viel zu sehr mit der AfD beschäftigen, anstatt sich den Bürgern zu nähern und ihr Wahlprogramm zu unterbreiten“, so Chmielecki.

Nähe zu den Bürgern betont

Für sich und seine Partei leitet der AfD-Kandidat daraus einen Vorteil ab. „Das zeigt mir, dass wir von der AfD den Bürgern näher sind als die Altparteien“, betont er.

Hammer für Wulfen-Barkenberg: Neubau am Wulfener Markt gestoppt

Es sollte der große Neuanfang für den Wulfener Markt werden – doch daraus wird nun nichts. Die Entwicklungsgesellschaft Wulfen (EW) und die Investorengemeinschaft, die den Wettbewerb zur Neubebauung der Abrissfläche gewonnen hatte, haben ihre Zusammenarbeit einvernehmlich beendet. Die Verkaufsverhandlungen sind gescheitert, eine Bebauung liegt auf unbestimmte Zeit auf Eis.

Jahrelang prägte die verfallende alte Ladenzeile das Bild des Wulfener Markts. Nach ihrem Abriss entstand eine Brache, auf der ein modernes Stadtzentrum entstehen sollte. Der Siegerentwurf aus 2022 sah neben Wohn- und Geschäftsräumen vor allem viel Grün, barrierefreie Wege und ein Stadtteilcafé vor. Ziel war es, Alt-Wulfen und Barkenberg enger zu verbinden.

Hans Schmidt-Domogalla, Architekt des Siegerentwurfs, erklärte damals: „Wir haben den Bürgerplatz zum Gemeinschaftshaus orientiert gestaltet und einen kleineren Marktplatz am Ärztehaus vorgesehen. So kann die lange vermisste Gastronomie am Markt wieder aufleben.“

Wirtschaftliche Realität stoppt Neubau

Doch die Realität machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Gestiegene Baukosten, hohe Zinsen und die komplizierte Statik der alten Gebäude machten das Projekt zunehmend unwirtschaftlich. Schon Ende 2023 hatte die Investorengemeinschaft angekündigt, zunächst nur eine Teilumsetzung – die Erweiterung des bestehenden Prisma-Gebäudes – zu prüfen.

Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und Geschäftsführer der EW, erklärt: „Ich bedauere es sehr, dass das Konzept der Gewinnergemeinschaft nicht realisiert wird. Wir haben intensiv über eine teilweise Umsetzung verhandelt. Trotzdem war es nicht möglich, das Projekt wirtschaftlich umzusetzen. Nun haben wir Klarheit und können neu über Investoren und mögliche Folgenutzungen nachdenken.“

Auch Schmidt-Domogalla betont: „Durch die starke Inflation und die hohen Zinsen ist ein Neubau von Wohnungen, die nicht sozial gefördert werden, derzeit nicht marktfähig.“

Übergangslösung für die Brache

Als erste Maßnahme soll die Fläche zumindest hergerichtet werden. Ein Fuß- und Radweg soll die Marktallee mit dem Dimker Weg verbinden. Laut Stadt Dorsten „schaffen wir damit eine stadtverträgliche und wirtschaftlich vertretbare Nutzung der Fläche“. Diese Verbindung ist für Pendler, Schüler und Besucher des Wulfener Markts besonders wichtig.

Historische Probleme erschwerten Abriss

Bereits während des Abrisses stellte sich heraus, dass die Gebäude von vor 45 Jahren massiv von den Bauplänen abwichen. Dagmar Stobbe vom Planungs- und Umweltamt erläuterte 2024: „Die groben Abbrucharbeiten sind deutlich aufwendiger als erwartet, weil alte Baupläne nicht stimmten. Das erschwert die Schuttbeseitigung und erhöht die Kosten erheblich.“

Wulfener Markt bleibt zentrale Herausforderung

Für die Menschen in Wulfen-Barkenberg bedeutet die Entscheidung eine erneute Hängepartie. Viele hatten gehofft, dass die Brache zwischen Alt-Wulfen und Barkenberg bald wieder Leben ins Quartier bringt. Stattdessen muss die Stadt nun nach Alternativen suchen.

Holger Lohse fasst zusammen: „Der Wulfener Markt bleibt ein Symbol für den schwierigen Wandel Barkenbergs.“ Die Stadt steht nach eigenen Angaben bereits in Gesprächen mit möglichen Investoren, doch ein konkreter Neubeginn ist derzeit nicht absehbar. Für die Bewohner bleibt die Hoffnung, dass irgendwann ein Konzept umgesetzt wird, das Alt-Wulfen und Barkenberg dauerhaft verbindet.

Dorsten läuft los: Neuer Lauftreff für alle soll Gesundheit und Gemeinschaft stärken

Der erste Schritt fällt oft schwer. Gerade beim Sport braucht es manchmal einen kleinen Schubs – oder Menschen, die mitziehen. Genau dafür gibt es ab Sonntag, 7. September, in Dorsten ein neues Angebot. Ein Lauftreff für alle, die sich bewegen wollen, egal ob laufend, walkend oder wandernd. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Dorstener Tennisclub (Im Werth 25).

Dorsten bekommt einen neuen Lauftreff. Und der richtet sich ausdrücklich an alle: egal ob Läufer, Walker oder Wanderer. Jeder ist willkommen – ohne Leistungsdruck, ohne Startgeld, aber mit der klaren Botschaft, dass sich Gesundheit und Lebensfreude gemeinsam am besten erreichen lassen.

Kostenlos, aber nicht umsonst

Die Teilnahme am „Barmer Lauftreff“ kostet nichts. Der Gewinn liegt in Gesundheit, Gemeinschaft und einem aktiven Start in den Tag. Organisiert wird der Treff von Lauftrainerin Moni Feldmann und Coach Andy Schilasky, unterstützt von der Barmer Krankenkasse mit ihrem regionalen Ansprechpartner Christian Haring.

„Es geht nicht darum, wer der Schnellste ist – sondern darum, gemeinsame Ziele zu haben und zusammen etwas zu erreichen“, betont Schilasky. Leistungsdruck bleibt außen vor, Freude an der Bewegung steht im Mittelpunkt.

Fit für Dorstens Sport-Highlights

Der Lauftreff bietet eine ideale Vorbereitung für große Sportereignisse wie den Brustkrebslauf oder den 24-Stunden-Lauf. Außerdem sind kleine Aktionen und spontane Herausforderungen geplant – alles in lockerer Atmosphäre.

Mitmachen beim Lauftreff: So einfach geht’s

Mitbringen muss man nur Laufschuhe, etwas zu trinken und gute Laune. Gelaufen wird bei jedem Wetter, auf eigene Verantwortung. Jeden Sonntag um 10 Uhr geht es am Dorstener Tennisclub los.

Unter dem Motto „Training, Gesundheit, Lifestyle – und ein bisschen mehr“ steht das soziale Miteinander im Vordergrund – ganz ohne großen Druck, aber mit der Chance, gemeinsam Schritt für Schritt ein Stück weiterzukommen.

Wahlkampf in Dorsten: Boris Benkhoff setzt auf Satire und Marktplatzkirmes

Zwischenbilanz im Dorstener Kommunalwahlkampf 2025: Boris Benkhoff, Bürgermeisterkandidat der Satirepartei „Die PARTEI“, zieht ein erstes Fazit. Auffällig sei für ihn vor allem, wie wenig von den großen Wahlkampfbudgets der etablierten Parteien in der Stadt sichtbar werde. Gleichzeitig kündigt er eine ungewöhnliche Veranstaltung an, mit der seine Partei am kommenden Wochenende auf dem Marktplatz für Aufmerksamkeit sorgen will.

„Gemessen an den Unsummen, die von den herkömmlichen Parteien für den Wahlkrampf ausgegeben werden, finde ich es auffällig, wie außergewöhnlich wenig davon am Ende beim ,BürgiX‘ zu spüren ist“, erklärt Benkhoff. Zwar würden immer wieder prominente Parteivertreter eingeladen, die für kurze Auftritte vor der Kamera nach Dorsten kämen. Doch der sichtbare Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger halte sich seiner Ansicht nach in Grenzen. „Grundsätzlich finde ich es sehr auffällig, wie billig so überteuerte Wahlkämpfe aussehen. Was passiert mit der ganzen Kohle?“

Seine eigene Partei setze dagegen auf ein sehr kleines Budget – nach eigenen Angaben genau 666,42 Euro. Damit wolle man aber „deutlich mehr für die Menschen auf die Beine stellen“. Als Beispiel nennt Benkhoff die von der PARTEI organisierte „Marktplatzkirmes“, die am Samstag, 6. September, ab 16 Uhr stattfinden soll. „Nach zwanzig Jahren der Abstinenz bringen wir die Kirmes zurück nach Dorsten. Alle sind herzlich eingeladen. Kein Eintritt, alle Attraktionen, Merch und Fressbuden sind kostenlos. Wir bauen zum Beispiel einen Elitenförderturm auf.“

Kritik an ungleicher Berichterstattung

Unzufrieden zeigte sich Benkhoff mit der medialen Begleitung des bisherigen Wahlkampfes. Besonders das Kandidatenduell einer Lokalzeitung, an dem er „während seiner Kaperfahrt auf der Ostsee“ nicht „per Liveschalte“ habe teilnehmen dürfen, habe ihn enttäuscht. „Das fand ich erstmal nur für die braven Menschen in Dorsten schade.“ Geärgert habe es ihn allerdings, dass im Gegenzug die AfD überproportional viel Aufmerksamkeit erhalten habe. „Da fehlt mir ein bisschen die Ausgewogenheit. Es wird leider das Konzept Empörung – ,dumm klickt gut‘ – gefahren. Das ,Fragemänneken‘ oder ich bringen selbstverständlich nicht die Online-Interaktionen ein, die eine Bot- und Trollarmee generieren kann.“

Satirischer Blick auf Erkenntnisse

Auch bei der Frage nach neuen Erkenntnissen im Wahlkampf bleibt Benkhoff seinem satirischen Stil treu. Zunächst verweist er auf aktuelle Beobachtungen aus der Kernphysik, wo die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie untersucht wird. Für Dorsten selbst sieht er hingegen keine neuen Einsichten. „Wir haben schlecht vorbereitet den dreißigjährigen Krieg und zwei Weltkriege überstanden, dann schaffen wir diesen auch.“

75 Jahre Honsel: Familienfest auf dem Edeka-Parkplatz in Dorsten

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Familienunternehmens Honsel fand am Samstag ein Familienfest auf dem Edeka-Parkplatz in Hervest statt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, an dem Programm für Kinder und Familien teilzunehmen.

Zu den Gästen gehörten unter anderem das Schalke-Maskottchen „Erwin“, das Autogramme verteilte, sowie die Figuren Anna und Elsa aus Die Eiskönigin, die den Kindern Märchen vortrugen.

75 Jahre Honsel
Foto: Christian Haug

Für aktive Unterhaltung sorgten der Verein Quadkinder e.V., der einen Parcours für erste Quad-Erfahrungen bereitstellte, sowie eine Fußball-Dart-Anlage, an der die Besucher ihr Können testen konnten.

75 Jahre Honsel
Foto: Christian Haug

Das Fest zog über den Nachmittag hinweg viele Familien an und bot sowohl Spiel- als auch Unterhaltungsmöglichkeiten für Kinder. Mit dem Jubiläumsevent unterstrich Honsel seine langjährige Präsenz in Dorsten und der Region.

Dorstener Umwelt- und Mobilitätsmesse: Projekte für eine nachhaltige Zukunft

Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Mobilität der Zukunft standen am Sonntag im Mittelpunkt der Dorstener Umwelt- und Mobilitätsmesse. Hunderte Besucher nutzten den Bürgerpark als Informationsplattform, um sich über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Lösungen für eine grünere Zukunft zu informieren.

Zahlreiche Institutionen, Unternehmen und Initiativen präsentierten ihre Projekte, von innovativen Bauteilen bis hin zu Strategien für klimaresiliente Städte.

Innovative Fensterlösungen und grüne Stadtentwicklung

Unter den Ausstellern war auch eine Firma aus Duisburg. Sie stellte moderne Bauelemente vor, darunter pflegeleichte Fenster mit integrierten Rollläden. „Unsere Fenster lassen sich durch verschiedene Stellungen besonders leicht reinigen. Das ist nicht nur praktisch, sondern steigert auch die Langlebigkeit“, erklärte ein Mitarbeiter.

Umwelt- und Mobilitätsmesse Dorsten 2025
Foto: Christian Haug

Mit einem Blick auf die großen Herausforderungen des Klimawandels präsentierte die Initiative Klima.Werk ihre Arbeit. Sie unterstützt zahlreiche Projekte in der Region, etwa die „Gießkannenhelden“ aus Soest oder die klimaresiliente Straße in Gladbeck. „Viele reden über den Klimawandel, wir handeln“, betonte ein Vertreter der Initiative.

Umwelt- und Mobilitätsmesse Dorsten 2025
Foto: Christian Haug

Hochwasserschutz gewinnt an Bedeutung

Die Extremwetterereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch Dorsten und das Ruhrgebiet vor Hochwasser nicht gefeit sind. Passend dazu informierte das HochwasserKompetenzCentrum (HKC) über Schutzmaßnahmen für Gebäude. Ein zentrales Angebot ist der sogenannte Hochwasser-Pass, eine Checkliste, mit der Hauseigentümer die Gefährdung ihrer Immobilie einschätzen können. Ergänzend zeigte das HKC technische Lösungen wie spezielle Installationen zum Schutz von Fenstern und Türen.

Umwelt- und Mobilitätsmesse Dorsten 2025
Foto: Christian Haug

Trinkwasser im Fokus

Großes Interesse weckte zudem der Stand der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft. Sie gewährte Einblicke in die aufwendigen Prozesse der Trinkwasseranalyse und -sicherung. „Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Unsere Aufgabe ist es, diese Qualität täglich zu garantieren“, erläuterte ein Sprecher. Mit ihrer Präsenz wollte die RWW verdeutlichen, wie viel Arbeit hinter dem scheinbar selbstverständlichen Luxus steckt, jederzeit reines Leitungswasser genießen zu können.

Umwelt- und Mobilitätsmesse Dorsten 2025
Foto: Christian Haug

Impulse für die Zukunft

Die Umwelt- und Mobilitätsmesse machte deutlich, dass nachhaltige Lösungen nicht nur diskutiert, sondern bereits konkret umgesetzt werden. Von technischen Innovationen bis zu gesellschaftlichen Initiativen zeigte sich die Vielfalt an Ideen, die auch in Dorsten zu einer klimafreundlichen Zukunft beitragen können.

Smartphone weg, Kind im Blick – Kreis startet Kampagne „Sprich mit mir“

Mal eben beim Stillen die Nachrichten beantworten, schnell die E-Mails checken oder durch Social Media scrollen – viele Eltern kennen das doch. Doch dieses Verhalten kann die Entwicklung von Babys und Kleinkindern beeinträchtigen. Darauf macht die neue Kampagne „Sprich mit mir“ des Kreises Recklinghausen aufmerksam.

„Gerade der ständige Blick aufs Smartphone kann einen negativen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben“, erklärt Regina Maienhöfer vom Gesundheitsamt des Kreises. „Besonders in den ersten drei Lebensjahren entwickeln Kinder wichtige seelische, emotionale und soziale Fähigkeiten. Eltern fördern dies instinktiv, indem sie auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Das geschieht zum Beispiel durch Blickkontakt, Berührungen, Mimik, Gestik und Sprache.“

Wird diese Zeit aber durch das Smartphone ersetzt, kann es zu Problemen kommen: „Zum Beispiel verlangsamte Sprachentwicklung oder auch Schlaf- oder Fütterstörungen“, berichtet Maienhöfer. Denn wenn das Smartphone die Eltern-Kind-Zeit ersetzt, sprechen Mütter und Väter weniger mit ihrem Kind, gehen nicht auf Bedürfnisse ein oder bemerken gefährliche Situationen zu spät. Kinder wiederum reagieren gestresst, vermeiden den Kontakt oder zeigen Verhaltensauffälligkeiten.

Sprich mit mir
Mit diesem Plakat wirbt die Agentur für das Projekt „Sprich mit mir“

Die Kampagne will Eltern jedoch nicht belehren, sondern unterstützen. „Man kann bewusst Smartphone-freie Zeit einführen, Regeln für die Nutzung aufstellen oder dem Kind erläutern, was man gerade macht“, so Maienhöfer. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, arbeitet das Kreis-Gesundheitsamt mit den Jugendämtern und Kitas zusammen. In den Einrichtungen hängen Plakate und Flyer liegen aus. Weiter Informationen über die Kampagne „Sprich mit mir“ gibt es unter www.kreis-re.de/sprichmitmir.

Bürgermeister-Kandidaten Dorsten (20): Was hätte besser laufen müssen?

0

31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 20 an die Kandidaten: Welche politischen oder verwaltungstechnischen Entscheidungen der letzten Jahre würden Sie heute anders treffen?

Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.

Es antworten:

Dorsten wählt. Bürgermeisterkandidaten 2025

Welche politischen oder verwaltungstechnischen Entscheidungen der letzten Jahre würden Sie heute anders treffen?

Tobias Stockhoff

Tobias Stockhoff Dorsten

„Die Frage möchte ich einfach mal zurückgeben: Finden Sie, dass in den letzten Jahren irgendetwas fundamental falsch entschieden wurde?

Ich glaube, dass wir als achtsame Verwaltung mit einem klug und vorausschauend agierenden Rat die Stadt insgesamt gut entwickelt haben und auch die Weichen für die Zukunft gut gestellt haben. Das es immer mal wieder kleine Dinge gibt, die man anders machen würde, ist dabei selbstverständlich“.


Julian Henning Fragemann

Fragemann-SPD-

„Besonders zu den Bereichen Kita- und OGS-Gebühren sowie sogenannte Angsträume haben mich und uns Rückmeldungen erreicht. Wir brauchen dringend eine gerechtere Staffelung der genannten Gebühren, die Mittelschicht muss entlastet werden.

Komplette Gebührenfreiheit bleibt hierbei das Ziel der Sozialdemokratie. Weiterhin muss der kommunale Ordnungsdienst (KOD) ausgebaut werden und es braucht einen echten Kriminalpräventiven Rat“.


Claas Römer

„Der Bau eines Shopping-Centers wie den Mercaden war nicht mehr zeitgemäß. Auch der Abriss des Wulfener Markts ohne konkrete Zukunftsperspektive war unüberlegt“.


Jürgen Chmielecki

(Keine Antwort.)


Boris Benkhoff

„Ich hätte bereits deutlich früher ein Rauschmittelverbot während der Ratssitzungen fordern sollen“.


Maurice Fröhlich

„Größerer Fokus auf Investivausgaben, Ortsentwicklung Barkenberg besser fördern. Bessere Bearbeitung  von Geflüchteten seitens der Ausländerbehörde, und insbesondere in Bezug auf Arbeitserlaubnissen und Integration“.


Morgen stellen wir die Frage 21: Welche Rückmeldungen oder Sorgen aus der Bevölkerung haben Sie zuletzt besonders beschäftigt? Wie möchten Sie darauf reagieren?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Schachmatt im Kreis Recklinghausen: Kokain-Schachfiguren führen nach Marl

An einem Flughafen in Paraguay sind Figuren eines Schachspiels aufgefallen, die mutmaßlich aus Kokain gepresst gewesen seien.

Die Spur habe zu einem Adressaten in Marl geführt. Am Montag, 1. September 2025, seien Wohnungen in Marl und Lünen durchsucht worden; ein 40-Jähriger sitze in Untersuchungshaft.

Spur beginnt in Paraguay

Laut Mitteilung der Polizei sei in Paraguay ein Paket mit einem Schachspiel entdeckt worden, dessen Figuren aus gepresstem Kokain bestanden haben sollen. Das Paket sei an einen Mann aus Marl adressiert gewesen, sodass die Ermittlungen in den Kreis Recklinghausen geführt hätten.

Mehrere Sendungen im Fokus

Nach Polizeiangaben hätten umfangreiche Ermittlungen ergeben, dass es vermutlich mehrere, mindestens zwei, Sendungen mit entsprechendem Inhalt gegeben habe. Die Auswertung der Hinweise dauere an.

Durchsuchungen und Festnahme

Am Montag, 1. September 2025, wurde in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Essen zwei Wohnungen in Marl und Lünen durchsucht. Der 40-jährige Hauptverdächtige aus Marl sei angetroffen und ein bereits erwirkter Haftbefehl sei vollstreckt worden. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Weitere Ermittlungen

Die Ermittlungen richteten sich den Angaben zufolge auch gegen mögliche Mittäter. Weitere Auskünfte wolle die Polizei nach derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht geben.

Miriam Höller am 22. September zu Gast bei „all you can meet“

0

Am 22. September 2025 lädt der SVS 2020 – Business-Club zum nächsten Business-Frühstück unter dem Titel „all you can meet“ ein. Beginn ist um 9.30 Uhr. Die Veranstaltung verspricht nicht nur ein fruchtbares Networking für alle Beteiligten, sondern auch inspirierende Impulse. Natürlich steht wieder ein reichhaltiges Frühstücksbuffet bereit.

Im Mittelpunkt steht der Vortrag von Miriam Höller, einer der aktuell gefragtesten Top-Speakerinnen Deutschlands. Die ehemalige Stuntfrau und Top-Model, bekannt aus zahlreichen TV-Formaten und als SPIEGEL-Bestseller-Autorin, überzeugt mit eindringlichen und persönlichen Geschichten. Ihre Auftritte berühren, motivieren und schaffen Raum für neue Perspektiven. Unternehmen wie Porsche, Coca-Cola, Sixt, Vorwerk oder die Sparkasse zählen zu ihren Auftraggebern. Ihre Wurzeln im Bereich Fitness und mentale Stärke reichen bis zu ihrer Ausbildung im INJOY Dorsten, dem Mutterhaus der INJOY Fitnesskette, die von Paul Underberg, Beiratsmitglied des SVS 2020, gegründet wurde.

Weibliche Gäste ausdrücklich erwünscht

Für den künstlerischen Auftakt sorgt wie schon beim letzten Business-Frühstück die Sängerin Svenja Schmidt, die erneut mit ihrer Stimme für besondere Stimmung sorgen wird.

„Wir freuen uns sehr, mit Miriam Höller erstmals eine Frau als Keynote-Speakerin begrüßen zu dürfen. Dieses besondere Format soll unseren Mitgliedern nicht nur neue Impulse geben, sondern auch Gelegenheit schaffen, das eigene Netzwerk um starke Frauen aus dem Geschäfts- oder Privatleben zu erweitern“, erklären Paul Underberg und Daniel Averkamp vom Beirat des SVS 2020.

Mitglieder des Business-Clubs haben die Möglichkeit, eine oder zwei Partnerinnen mitzubringen, um verstärkt auch Frauen für dieses Format begeistern zu können. Für Gäste wird vor Ort eine Tagungspauschale von 49 Euro in bar erhoben. Der SVS bittet aufgrund der großen Nachfrage um frühzeitige Anmeldung, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Zur Anmeldung geht’s hier:

Tel.: +49 173 3241551
Mail: [email protected]

Wahlkampf in Dorsten: Tobias Stockhoff über offene Diskussionen und klare Kante

Zwischenbilanz im Dorstener Kommunalwahlkampf 2025: Tobias Stockhoff zieht ein erstes Fazit. Er erlebe offene Diskussionen und hohes Interesse der Bürgerinnen und Bürger, betont er. Nur eines mag er gar nicht.

In zwei Wochen wird in Dorsten gewählt. Bürgermeister Tobias Stockhoff (CDU) zieht eine Zwischenbilanz und zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Wahlkampfs. „Der Wahlkampf läuft genauso wie zu Beginn. Die Menschen sind sehr interessiert, was mich freut. Sie sind offen für die Ausführungen und die Informationen, die es dazu gibt. Aber sie führen auch gerne Diskussionen. Das ist gerade gut. Darum geht es ja, um den Wettbewerb von verschiedenen Positionen.“

Stockhoff betonte, dass er den Austausch mit den Mitbewerberinnen und Mitbewerbern schätze. „Ich bin auch den Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien sehr dankbar, dass wir da in einem guten Miteinander stehen. Es gibt einen guten Austausch.“

Deutliche Kritik an Mitbewerber

Deutlich kritischer äußerte sich Stockhoff jedoch zu einem Mitbewerber, den er nicht namentlich nennt. „Was mich persönlich, und das hat mich jetzt nicht als Bürgermeister aufgeregt, sondern als Bürgermeisterkandidat oder als Privatperson, ist tatsächlich ein Mitbewerber, der durch vollkommene Unkenntnis von Sachthemen aufgefallen ist. Dafür sät er leider im Moment in unserer Stadt im wahrsten Sinne des Wortes Hass und setzt vor allem auf Spaltung. Und das ist ganz fatal für unsere Stadt.“

Stockhoff betont, wie wichtig eine starke Gemeinschaft sei: „Wir wollen eine starke Gemeinschaft in dieser Stadt, trotz unterschiedlicher Positionen. Dafür stehe ich, dafür stehen auch viele andere Bewerberinnen und Bewerber von demokratischen Parteien. Das ist meine ganz persönliche Meinung als Bürgermeisterkandidat und als Bürger Tobias Stockhoff.“

Forderung nach mehr Sachkenntnis

Abschließend machte Stockhoff deutlich, dass er von allen Kandidierenden mehr inhaltliche Auseinandersetzung erwarte. „Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich informieren. Ansonsten sollte man sich erstmal zurückhalten, insbesondere mit Bewertungen“, sagte er. „Ich glaube, es ist schon wichtig, wenn man Bürgermeister oder Bürgermeisterin einer Stadt werden möchte, dass man sich mit dieser Stadt und den Menschen auseinandergesetzt hat und zumindest die wichtigsten Fakten kennt. Und wenn man das nicht kann, dann ist man vielleicht auch für dieses Amt nicht geeignet.“

Grundwasserabsenkung im Marienviertel: Lippeverband informiert Anwohner

Feuchte Keller und nasse Wände gehören für viele Hausbesitzer im Marienviertel zu den größten Sorgen. Um dieses Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, will der Lippeverband das bestehende Grundwasserabsenkungssystem komplett erneuern. Welche Maßnahmen konkret geplant sind, erfahren Anwohner am Dienstag, 2. September, ab 18 Uhr bei einer Informationsveranstaltung im Gemeindesaal der Freien Christengemeinde Dorsten (Am Holzplatz 4).

„Das alte System arbeitet seit Jahren zuverlässig, kommt aber mittlerweile an seine Grenzen. Mit dem Neubau wollen wir den Stadtteil langfristig vor Schäden durch zu hohes Grundwasser schützen“, heißt es seitens des Lippeverbandes.

Neues System im Marienviertel

Das bisherige System hält das bergsenkungsbedingt angestiegene Grundwasser rund 50 Zentimeter unterhalb der Kellersohlen. Trotz regelmäßiger Brunnenpflege reicht die Leistung inzwischen nicht mehr aus. Deshalb soll ein völlig neues Konzept umgesetzt werden:

  • Im Straßenbereich des Marienviertels entstehen tief liegende Drainagen, die das Grundwasser ableiten.
  • Ein neues Pumpwerk im Marienviertel transportiert das Wasser anschließend in den Blauen See.
  • Zusätzlich wird im Bereich südlich des Nöttenkamps die alte Wienbach-Trasse genutzt, um überschüssiges Wasser in den Hammbach zu leiten.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das: Auf längere Sicht weniger Risiko für feuchte Keller, während in der Bauphase allerdings auch Beeinträchtigungen im Viertel zu erwarten sind.

Hintergrund: Der Lippeverband

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das nach dem Genossenschaftsprinzip arbeitet. Zu den Kernaufgaben zählen Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung. Darüber hinaus kümmert sich der Verband in Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Mitglieder sind derzeit 155 Kommunen und Unternehmen. Weitere Infos: www.eglv.de.

Klick mich!