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Neun bundesweite Feiertage: FDP Dorsten fragt – Einen streichen für die Wirtschaft?

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FDP Dorsten stellt auf Facebook Frage in den Raum: Feiertag abschaffen – wirtschaftlicher Gewinn oder kultureller Verlust?

Die Diskussion über die Bedeutung und Zukunft von Feiertagen hat bundesweit an Fahrt aufgenommen. Auch die FDP Dorsten greift das Thema auf – sachlich, aber offen für verschiedene Perspektiven. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Sollte ein Feiertag gestrichen werden, um mögliche wirtschaftliche Vorteile zu erzielen?

Zwischen Produktivität und Pause

Hintergrund der Debatte ist der Gedanke, dass ein zusätzlicher Arbeitstag das Wirtschaftswachstum stärken könnte. Befürworter dieser Idee argumentierten, mehr verfügbare Arbeitstage könnten zu höheren Umsätzen und einer stärkeren Konjunktur führen. Kritiker hingegen heben hervor, dass Feiertage wichtige Zeiten für Erholung, kulturellen Austausch und familiäre Begegnungen seien, so die FDP Dorsten.

Diese neun Feiertage gelten bundesweit

In Deutschland existieren nur neun bundeseinheitliche Feiertage:

  • Neujahr (1. Januar)
  • Karfreitag (Freitag vor Ostern)
  • Ostermontag (Montag nach Ostern)
  • Tag der Arbeit (1. Mai)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober)
  • Erster Weihnachtstag (25. Dezember)
  • Zweiter Weihnachtstag (26. Dezember)

Darüber hinaus regeln die 16 Bundesländer weitere Feiertage individuell, was die kulturelle Vielfalt und regionale Identität unterstreiche.

Vielfalt durch Föderalismus

In Deutschland gibt es derzeit nur neun bundeseinheitliche Feiertage. Alle weiteren Feiertage werden von den Bundesländern geregelt – ein Spiegelbild regionaler Traditionen und kultureller Identitäten. Diese föderale Struktur führe laut Beobachtern zwar zu Unterschieden im Arbeitsalltag, ermögliche aber auch eine Vielfalt, die im gesellschaftlichen Miteinander verankert sei.

Diskussion angestoßen

Laut FDP Dorsten solle die aktuelle Diskussion nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. Vielmehr gehe es darum, eine ausgewogene Balance zwischen Arbeitswelt und kulturellen Werten zu finden.

Eine mögliche Idee sei, über eine bundesweit einheitliche Feiertagsregelung nachzudenken. Dies würde jedoch einen tiefen Eingriff in die föderale Struktur bedeuten, so die FDP.

Die FDP ruft daher Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung auf:
„Was meint ihr?“
• Sollte ein Feiertag gestrichen werden, um die Wirtschaft zu stärken?
• Oder sollte der gesellschaftliche Wert von Feiertagen stärker betont werden?
• Wäre eine einheitliche Regelung in ganz Deutschland sinnvoll?

Der Austausch in den Kommentaren ist auch bei uns Facebook Dorsten-Online ausdrücklich erwünscht – als Einladung zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten.

Hofläden entdecken: Regional genießen & Ausflüge erleben

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Frische Luft atmen, regionale Köstlichkeiten probieren und Neues entdecken – ein Besuch in den Hofläden unserer Region macht all das möglich.

Er ist mehr als nur ein Einkauf. Vielmehr ist er ein Erlebnis für die ganze Familie oder ein entspannter Ausflug mit Freunden. Ob Spargel frisch vom Feld, süße Erdbeeren oder hausgemachte Antipasti: Im Hofladen schmeckt man, was Heimat bedeutet.

Regionalität hautnah: Direkt vom Erzeuger

Wer in Hofläden einkauft, bekommt Lebensmittel aus erster Hand – ohne Umwege, ohne Kompromisse. Obst, Gemüse, Eier oder Fleisch stammen oft direkt vom eigenen Hof oder aus der Region. Das bedeutet nicht nur Frische, sondern auch Vertrauen in die Herkunft.

Ein gutes Beispiel ist der Waldhof Schulte Spechtel in Dorsten-Wulfen. Hier wachsen Spargel, Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren. Im Frühling locken feldfrischer Spargel und sonnengereifte Erdbeeren – ganz ohne Zwischenhändler. Auch Kartoffeln, Eier und hausgemachte Marmelade gibt’s direkt vor Ort.

Foto: Pixabay

Jeder Einkauf stärkt die Region, schont die Umwelt und macht einfach Freude.

Saisonaler Genuss: Von Spargel bis Antipasti

Der Frühling bringt frischen Spargel und die ersten süßen Erdbeeren. Oft wird morgens geerntet und nachmittags schon gegessen – frischer geht’s nicht. Im Sommer folgen Himbeeren, Heidelbeeren und andere Beeren. Viele Höfe bieten auch die Möglichkeit zur Selbsternte – ein Erlebnis für Groß und Klein.

Fleischliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Im Hofladen Te-Rhedebrügge in Rhedebrügge gibt es Grillfleisch und Wurst aus eigener Aufzucht. Daneben locken hausgemachte Antipasti, Käse und Honig aus eigener Imkerei. Auch Kuchen und andere süße Versuchungen fehlen nicht.

Foto: Pixabay

Ausflug mit Erlebnisgarantie

Ein Besuch im Hofladen ist ein echtes Land-Abenteuer. Vor allem Kinder lieben es, Erdbeeren zu pflücken oder Tiere hautnah zu erleben. Auf dem Waldhof Schulte Spechtel geht das – ein echtes Highlight für Familien.

Doch auch Erwachsene genießen das Hofladen-Feeling. Viele Höfe liegen in wunderschöner Natur und eignen sich perfekt für eine Fahrradtour mit Zwischenstopp. Der Hofladen Te-Rhedebrügge liegt zum Beispiel direkt an einem beliebten Radweg – ideal für Genießer.

Die ländliche Atmosphäre und der persönliche Kontakt mit den Erzeugern machen den Einkauf zu etwas Besonderem. So schmeckt Regionalität – ehrlich und nah.

Geheimtipp für Genießer: Adelheid’s Spargelhaus in Raesfeld-Erle

Wer beim Ausflug in die Natur nicht nur einkaufen, sondern auch genussvoll einkehren möchte, dem sei ein Besuch bei Adelheid’s Spargelhaus in Raesfeld-Erle empfohlen – nur einen Katzensprung von Haltern entfernt. Das traditionsreiche Haus bietet zur Spargelsaison ein reichhaltiges Spargelbuffet an, das Genießerherzen höherschlagen lässt.

Ob Spargelsuppe, gegrilltes Gemüse, Schweine- und Hähnchenschnitzel oder geräucherter Lachs – in Kombination mit frisch gestochenem Spargel von den eigenen Feldern und klassischen Beilagen wie Sauce Hollandaise oder Butter ist der Besuch ein echtes Erlebnis.

Das Buffet wird montags, mittwochs und donnerstags serviert und lädt dazu ein, einen genussvollen Ausklang nach einem Hofladenbesuch oder einer Fahrradtour durch die Region zu erleben. Tipp: Unbedingt vorab reservieren!

Fazit: Hofläden sind perfekte Ausflugsziele

Wenn die Sonne lacht, gibt es kaum etwas Schöneres, als einen Abstecher zum Hofladen zu machen. Frischer Spargel, saftige Erdbeeren, feines Grillfleisch und selbstgemachte Antipasti warten schon auf Genießer.

Also: Rauf aufs Rad oder rein ins Auto – der nächste Hofladen-Ausflug wartet!

Unsere Empfehlung für einen Besuch im Hofladen

Waldhof Schulte Spechtel
Kippheide 30
46286 Dorsten-Wulfen
www.waldhof-schulte-spechtel.de

Hofladen Te-Rhedebrügge
Eppingsweg 2
46325 Borken / Rhedebrügge
www.te-rhedebruegge.de

Adelheid’s Spargelhaus
Rhader Str. 69
46348 Raesfeld-Erle
www.adelheidsspargelhaus.de

Tanz in den Mai rund um den Wappenbaum: Wulfen feiert zum 15. Mal

Wenn sich das erste Abendlicht golden über den frisch aufgeräumten Wappenbaumplatz legt und die Wiesen voller lachender Kinder, plaudernder Nachbarn und fröhlicher Vereinsmitglieder sind, dann ist klar: Wulfen tanzt wieder in den Mai. Und das dieses Jahr zum 15. Mal! Was einst mit einer Idee und einer einfachen Birke begann, hat sich am Wappenbaum längst zu einem echten Highlight im Wulfener Veranstaltungskalender entwickelt.

Von der Birke zum Wahrzeichen – der Wappenbaum als Mittelpunkt

Seit 2009 wächst rund um den Wappenbaum nicht nur das Fest, sondern auch ein starkes Stück Dorfgemeinschaft. Über 20 Vereine gehören heute zum Wulfener Wappenbaum Verein (WWV), der das Maifest ehrenamtlich und mit viel Liebe zum Detail organisiert. Mit dabei: zwei Neuzugänge, die Tennisfreunde Wulfen und Tao-Wulfen.

Der Wulfener Wappenbaum in seinem Maikleid. Foto: Borgwardt

Gemeinsam wird geplant, geschleppt, aufgebaut und gefeiert – von Wulfenern für Wulfener. Die Erlöse fließen vollständig in die Verschönerung des Dorfes – zuletzt wurde mit der neuen Bergbauecke ein besonderer Akzent gesetzt.

Musikalischer Auftakt und Dorfstimmung vom Feinsten

Los geht’s am 30. April um 18 Uhr – pünktlich zum Start in einen fröhlichen Frühlingsabend. Noch bei Tageslicht begrüßen Reiner Schulze-Tenberge und sein Stellvertreter Thorsten Schadwinkel die Gäste. Über ihnen flattern die bunten Bänder des Maikranzes im Wind, den traditionell die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Leiterwagen aufhängt. Im Anschluss stimmt die Dorfgemeinschaft gemeinsam ein traditionelles Lied an, musikalisch begleitet von der Blasmusik Wulfen und dem Spielmannszug – ein echter Gänsehautmoment, der längst fester Bestandteil des Maifestes ist.

Blasmusik und Spielmannszug sorgen für die passende Musik. Foto: Borgwardt

Sobald die Dämmerung einsetzt, übernimmt ein DJ das musikalische Ruder – mit einer Mischung, die garantiert zum Tanzen einlädt. Ob klassischer Partyschlager, 80er, Charts oder Tanzbares aus der Region – bis 1 Uhr nachts darf auf dem Platz gefeiert werden.

Grillduft und Getränkeklön – so schmeckt Wulfen

Ein Fest ohne Verpflegung? Nicht in Wulfen. Am Grillstand gibt’s Würstchen und Nackensteaks im Brötchen, dazu kühle Getränke an der Bierbude und edlere Tropfen an der Wein- und Sektbar. Keine überladene Gastro-Meile, sondern ehrliche Klassiker – und das bewusst. Hier zählt das Gespräch mit dem Nachbarn mehr als der neueste Foodtrend.

Am Grillstand haben die Helfer alle Hände voll zu tun. Foto: Borgwardt

Kinder, Kumpel, Kicker – beim Tanz in den Mai ist für alle was dabei

Kinder haben beim Maifest freien Lauf – sie toben über die Wiese, spielen Fangen, lachen, genießen einfach den Platz, der ihnen gehört. Eine Hüpfburg sorgt für zusätzlichen Spaß – während sich die Erwachsenen an den Stehtischen oder den Parkbänken in Gespräche vertiefen.

Ein Highlight in diesem Jahr: Die Maskottchen von Schalke 04 und Borussia Dortmund schauen vorbei! Ein Spaß für Fußballfans jeden Alters – und natürlich ein Selfie-Magnet.

Wulfen – zwischen Geschichte, Zukunft und gelebtem Miteinander

Die Geschichte des Festes ist auch die Geschichte eines Dorfs, das sich immer wieder neu erfindet: zwischen Alt-Wulfen und dem jüngeren Stadtteil Barkenberg, zwischen ländlicher Identität und urbanem Wandel. Der Wappenbaum symbolisiert genau das: Zusammenhalt, Verwurzelung und die Lust am gemeinsamen Gestalten.

Ein Fest, das bleibt – weil alle es machen

Ob Vereinsmitglied oder Besucher, Alt-Wulfener oder Neubürger: Beim Tanz in den Mai trifft man sich, lacht miteinander, schließt neue Bekanntschaften – und feiert das, was Wulfen ausmacht: Gemeinschaft, Ehrenamt und Freude am Leben.

Also: Termin vormerken, Freunde einladen, Tanzschuhe rausholen. Am 30. April ab 18 Uhr heißt es wieder: Wulfen tanzt – und die ganze Region ist herzlich willkommen.

Einbruch in Dorsten-Hardt – Polizei bittet um Hinweise

Im Dorstener Stadtteil Hardt kam es am Mittwoch, dem 23. April, zu einem Einbruch in ein Mehrfamilienhaus an der Auerhahnstraße. Die Tat ereignete sich im Zeitraum zwischen 10 und 19 Uhr, während die Bewohner abwesend waren.

Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich bislang unbekannte Täter Zugang zur Wohnung im ersten Obergeschoss. Auf bisher ungeklärte Weise gelangten sie auf den Balkon des Hauses und hebelten dort die Balkontür auf. Im Inneren der Wohnung durchsuchten die Einbrecher sämtliche Räume und entwendeten eine größere Summe Bargeld.

Die Polizei Recklinghausen bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatorts beobachtet haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 2361 111 zu melden.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei appelliert zudem an die Nachbarschaft, aufmerksam zu sein und verdächtige Wahrnehmungen nicht zu zögern, zu melden.

Schwerer Unfall in Dorsten: Auto überschlägt sich an der Wienbecke

In den frühen Morgenstunden des 25. April kam es auf der Straße „An der Wienbecke“ in Dorsten zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei junge Menschen schwer verletzt wurden.

Gegen 2.55 Uhr war ein 21-jähriger Mann aus Dülmen auf der Straße An der Wienbecke mit seinem Auto in Richtung Wulfen unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, das daraufhin nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Auto prallte gegen zwei Bäume, überschlug sich mehrfach und blieb schließlich auf dem Dach in einem angrenzenden Feld liegen.

Trotz der dramatischen Umstände konnten sich der Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin aus Dorsten selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien. Beide erlitten schwere Verletzungen und wurden nach notärztlicher Versorgung vor Ort mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Das Fahrzeug wurde stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Recklinghausen zu melden.

Hub Erle: Dachstuhl bald drauf – Gemeinschaftshaus wächst sichtbar

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Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle – Ein Ort für Feste, Begegnung und Gastronomie entsteht – Bau im Zeit- und Kostenplan

Feucht-fröhlich, aber auch mit spürbarer Vorfreude: Beim Pressegespräch am Donnerstag im Rohbau des künftigen Gemeinschaftshauses HUB Erle der Bürgergenossenschaft Erle e.G. informierten Architekt Bernfried Lammersmann sowie Mitglieder des Vorstands, darunter Prokurist Peter Stöbel, über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Neben technischen Details wurde auch über architektonische Besonderheiten, Herausforderungen und die geplante Nutzung gesprochen – und über die Vorfreude auf das, was kommt.

Zukünftige Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle Restaurant und Kneipe Schermbecker Strassse

Dachstuhl HUB Erle in Sicht – Richtfest geplant

In der kommenden Woche soll der Dachstuhl gesetzt werden. Damit ist der Rohbau des künftigen Gemeinschafts- und Gastronomiegebäudes nahezu abgeschlossen. Das Richtfest steht kurz bevor – und mit ihm ein weiterer Meilenstein für das Projekt mitten in der Ortsmitte von Erle.

Klinkerarbeiten im Zeitplan – wetterbedingte Pause

In den vergangenen Tagen wurde bereits der Klinker gesetzt – ein weiterer sichtbarer Fortschritt am Gebäude. Aufgrund des schlechten Wetters mussten die Arbeiten heute jedoch vorübergehend eingestellt werden. „Nicht wirklich prickelnd“, kommentierte Peter Stöbel mit einem Schulterzucken die ungeplante Unterbrechung.

Peter Stöbel Prokurist Bürgergenossenschaft Erle
Peter Stöbel von der Bürgergenossenschaft hat Zahlen und Fakten während des Baus fest „im Auge“. Foto: Petra Bosse

Heizöltank, Bombenfund – und trotzdem im Plan

Peter Stöbel, Prokurist der Bürgergenossenschaft Erle eG., blickt zurück auf einen herausfordernden Start: „Ein alter Heizöltank mit fast 30.000 Litern Fassungsvermögen lag mitten im Baufeld – ein Riesending.“ Auch ein Bombenfund verzögerte die Arbeiten. Trotzdem: „Wir liegen im Zeit- und Kostenrahmen.“ Möglich sei das nur durch vorausschauende Planung und stringentes Kostenmanagement.

Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle

80 Prozent der Leistungen vergeben

Rund 80 Prozent der Gewerke sind bereits beauftragt. Etwa 200.000 Euro an Aufträgen stehen noch aus. „Je früher wir vergeben, desto besser lassen sich Preissteigerungen vermeiden“, so Stöbel. Das Risiko unerwarteter Mehrkosten sei damit deutlich reduziert.

Bauunternehmer Alfons Klein Ridder HUB Erle Dorfgemeinschaftshaus
Bauunternehmer Alfons Klein-Ridder. Foto: Petra Bosse

Ein besonderes Haus – aber einfach zu bauen

Ist der Bau des HUB Erle eine besondere Herausforderung? Architekt Bernfried Lammersmann winkte ab: „Läuft alles im Plan.“ Die gute Vorbereitung und enge Abstimmung mit allen Beteiligten zahle sich aus. Auch Bauunternehmer Alfons Klein-Ridder zeigte sich zufrieden: „Es ist zwar ein besonderes Haus in Massivbauweise – mit individuellen Anforderungen und vielen Details. Aber die Umsetzung ist einfach und technisch gut lösbar.“

Architekt Bernfried Lammersmann HUB Erle Dorfgemeinschaftshaus
Architekt Bernfried Lammersmann ist zufrieden mit dem Fortschritt des Neubaus. Foto: Petra Bosse

Viel Raum für Begegnung: 220-Quadratmeter-Saal

Das Herzstück des Neubaus bildet ein 220 Quadratmeter großer Festsaal. Er soll künftig für Veranstaltungen aller Art genutzt werden – flexibel, offen und mit guter Ausstattung. Auch im Obergeschoss entstehen Räume mit Atmosphäre: bodentiefe Fenster im Giebel öffnen den Blick ins Dorf. „Ich kann mir schon jetzt vorstellen, wie schön es wird, dort zu sitzen“, hieß es beim Rundgang.

Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Obergeschoss mit Blick auf das Ärztehaus. Foto: Petra Bosse

Gebäude fügt sich harmonisch in die Ortsmitte ein

Architekt Bernfried Lammersmann vom Dorstener Architektenbüro Thieken betont die Verbindung zur Umgebung: „Die Scheune, die früher hier stand, war unsere gestalterische Vorlage.“ Der Scheunencharakter mit typischen westfälischen Elementen ziehe sich durch das gesamte Gebäude – etwa in der Form der Fenster oder in der Gestaltung des Eingangsbereichs.

Neues Dorfgemeinschaft der Bürgergenossenschaft Erle
Seitenanblick vom zukünftigen Dorfplatz aus, wo auch die Außenterrasse/Biergarten sein wird. Foto: Petra Bosse

Gastronomie bis zum Dorfplatz

Der Gastronomiebereich wird später über einen eigenen Zugang von der Schermbecker Straße erreichbar sein. Von dort führt der Weg direkt zum geplanten Dorfplatz, den die Gemeinde im Rahmen des Dorfentwicklungskonzepts neugestalten will. Die Gastronomie soll sich bis dorthin erstrecken – als Verbindung von Treffpunkt und öffentlichem Raum.

Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Der Gastraum. Foto: Petra Bosse

Technik mit Weitblick

Geplant ist eine moderne Beschallungsanlage, die individuell in verschiedenen Bereichen steuerbar ist – vom Festsaal bis zum Gastraum. „Wir stimmen aktuell ab, wo genau Lautsprecher sinnvoll sind“, erklärte Stöbel. Die Technik wird kabelgebunden installiert. Das Elektro-Gewerk Welsing übernimmt die Umsetzung.

Die Kisten stehen bereit

Christian Lippert, der künftige Pächter des Dorfgemeinschaftshauses, fiebert dem Einzug entgegen: „Ich kann es kaum erwarten, meine Kisten zu packen, über die Straße zu ziehen – und bei klarer Sicht den Blick nach draußen zu genießen.“ Die Eröffnung ist für Ende des Jahres geplant.

Auch Architekt Bernfried Lammersmann zeigte sich zuversichtlich: „Wenn alles weiterhin nach Plan verläuft, sollten wir Ende des Jahres fertig sein.“

Vorstand HUB Erle Bürgergenossenschaft Erle

Der Scheunencharakter mit typischen westfälischen Elementen zieht sich durch das gesamte Gebäude – etwa in der Form der Fenster oder in der Gestaltung des Eingangsbereichs.

Architekt Bernfried Lammersmann

Bürgergenossenschaft „Wir in Erle“ – Zahlen, Fakten und Ziel

Die Bürgergenossenschaft Wir in Erle eG.“ zählt aktuell rund 2.100 Mitglieder. Gemeinsam halten sie etwa 7.000 Genossenschaftsanteile, was einem Kapital von rund 2,1 Millionen Euro entspricht.

Mit dem Projekt HUB Erle schafft die Genossenschaft mehr als nur ein neues Restaurant: Geplant ist ein moderner Treffpunkt im Herzen des Dorfes – offen für alle, die dazugehören oder einfach gern vorbeischauen. Der HUB Erle soll nicht nur kulinarisch, sondern auch sozial ein zentraler Anlaufpunkt werden.

Rohbau HUB Erle der Bürgergenossenschaft Erle

Die Eröffnung ist – bei planmäßigem Verlauf – für Ende des Jahres vorgesehen. Die nächste Generalversammlung der Genossenschaft findet im Juni statt, ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben.

Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Blick auf die Schermbecker Straße und die Kornbrennerei Dirk Böckenhoff.
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle-Kneipe und Restaurant der Bürgergenossenschaft Erle
Rohbau HUB Erle der Bürgergenossenschaft Erle

Wochenmarkt in der Altstadt Dorsten wird vorverlegt

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Wegen des Feiertags am 1. Mai wird der Wochenmarkt in der Dorstener Altstadt in der kommenden Woche auf Mittwoch, den 30. April, vorgezogen. Damit soll sichergestellt werden, dass Besucher der Innenstadt nicht auf das beliebte Angebot des Marktes verzichten müssen.

Der Altstadtmarkt, der regulär donnerstags stattfindet, zählt mit rund 50 Händlern zu den größten in Dorsten. Neben einem vielfältigen Angebot an frischen Lebensmitteln aus der Region finden Marktbesucher auch Textilien, Schmuck, Spielwaren und Kunsthandwerk. Sowohl feste Händler als auch wechselnde Anbieter sorgen für eine abwechslungsreiche Auswahl.

Die Wochenmärkte haben in Dorsten eine lange Tradition und prägen das Bild der Stadtteile. Sie finden an fast jedem Werktag in einem der vier Stadtteile – Altstadt, Holsterhausen, Hervest und Wulfen – statt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung und Belebung der Einkaufszonen.

Weitere Informationen zu den Dorstener Wochenmärkten sind online unter www.dorsten.de/wochenmarkt zu finden.

Stadt Dorsten: Zehn Auszubildende glänzen mit Bestnoten

Zehn Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung Dorsten haben ihre Aus- oder Weiterbildungen im Jahr 2024 mit Bravour abgeschlossen. Mit Noten von „gut“ bis „sehr gut“ zeigten sie eindrucksvoll, wie erfolgreich Ausbildung im öffentlichen Dienst sein kann. Als Anerkennung für ihre Leistungen überreichte die Stadt ihnen in einer Feierstunde einen „Dorsten-Gutschein“, der bei über 60 lokalen Unternehmen eingelöst werden kann.

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Gemeinsam mit Ausbildungsleiter Maurice Schnigge, Personaldezernent Karsten Meyer, Thomas Löppki vom Personalrat und Melissa Julius von der Jugend- und Auszubildendenvertretung beglückwünschte er die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.

Mit hervorragenden Leistungen überzeugten Oleg Sultanov, Stefan Wilsing und Mike Butzke (alle Brandmeister), Stefan Westrich, Jessica Gburek und Theresa Püthe (Verwaltungsfachangestellte), Andrea Heppner-Micheel (Verwaltungslehrgang II) sowie Sam Rudolf (Fachkraft Medien- und Informationsdienstleistungen). Nele Tönsen (Stadtinspektorin) und Birger Wüller (Brandmeister) konnten zwar nicht an der Feier teilnehmen, gehören mit ihren ebenfalls sehr guten Abschlüssen aber genauso zur Gruppe der Geehrten.

In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Stockhoff: „Diese guten und sehr guten Ergebnisse freuen uns und ganz besonders natürlich die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Fachabteilungen. Die hohe Quote an Bestleistungen zeigt: Die Ausbildung bei uns funktioniert – und wer sich engagiert, hat beste Chancen.“

Auch Personaldezernent Karsten Meyer sieht die Zukunft rosig: „Viele Kolleginnen und Kollegen gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Wer Verantwortung übernehmen will, dem stehen bei uns alle Türen offen.“

Thomas Löppki hob den Einsatz der Ausbilder hervor: „Neben ihrer regulären Arbeit leisten sie Herausragendes. Ihre Arbeit bildet das Fundament für solche Erfolge.“ Jugendvertreterin Melissa Julius sprach den Absolventen Mut für die Zukunft zu: „Wir stehen am Anfang unserer Karrieren – mit einer Ausbildung, die uns alle Möglichkeiten eröffnet.“

Zukunft gestalten in Dorsten

Wer ebenfalls Interesse an einer Karriere bei der Stadt Dorsten hat, sollte aufmerksam sein. Kurz vor den Sommerferien werden die Ausbildungsplätze für das Jahr 2026 unter www.schluesselposition.de ausgeschrieben. Rund 30 Stellen bieten spannende Perspektiven – vom klassischen Verwaltungsberuf über Feuerwehr und Handwerk bis hin zu sozialen und technischen Tätigkeiten.

Deponie-Streit um Halde Hürfeld: CDU Altendorf-Ulfkotte erhebt neue Vorwürfe

Die umstrittenen Pläne zur Einrichtung einer Deponie auf der Halde Hürfeld in Dorsten sorgen weiterhin für politischen und gesellschaftlichen Widerstand. In einer aktuellen Stellungnahme erneuert der CDU-Ortsverband Altendorf-Ulfkotte seine Kritik und wirft den beteiligten Unternehmen sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) schwerwiegende Verstöße gegen bestehende Verträge und demokratische Verfahren vor.

Im Fokus steht der sogenannte Haldenvertrag, der zwischen der Stadt Dorsten und der RAG geschlossen wurde. Nach Darstellung der CDU sieht dieser Vertrag ausdrücklich vor, dass auf der Halde Hürfeld ausschließlich Bergematerial abgelagert werden darf. Zudem räumt er der Stadt ein Vorkaufsrecht ein, sobald die Halde renaturiert ist. Der Verkauf an die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR), eine Tochtergesellschaft des RVR, sei somit vertraglich nicht gedeckt – ein Vorwurf, den mittlerweile auch die Stadt Dorsten in einem laufenden Gerichtsverfahren gegen die RAG geltend macht.

„Pacta sunt servanda – Verträge sind einzuhalten. Das muss auch für die RAG gelten“, heißt es in dem Schreiben des CDU-Ortsverbandes. Die Position werde, so die Verfasser Christian Müller und Dr. Wolfgang Schröder, von allen Ratsfraktionen sowie Bürgermeister Tobias Stockhoff mitgetragen.

Vorwurf: Deponiestandortwahl „willkürlich“

Kritik äußert der Ortsverband auch an der Standortwahl. Obwohl laut Regionalplan Ruhr Halden generell als mögliche Deponiestandorte vorgesehen seien, sieht die CDU Alternativen – wie etwa die Halde Schurenbach in Essen – als weitaus geeigneter an. Diese sei infrastrukturell besser angebunden und liege näher an den Müllerzeugern im Ruhrgebiet.

„Warum wird ausgerechnet die Hürfeldhalde in Dorsten, weit entfernt von den urbanen Ballungsräumen, zur Deponie erklärt, während zentralere Halden ungenutzt bleiben?“, fragt der Ortsverband. Die Entscheidung sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar.

Widersprüche im Regionalplan Ruhr?

Inhaltlich besonders brisant sind die von der CDU aufgedeckten Widersprüche im aktuellen Regionalplan Ruhr. Während dieser Plan laut CDU-Angaben bescheinigt, dass für die Deponieklasse III derzeit keine zusätzlichen Standorte erforderlich seien, heißt es in den AGR-eigenen Scoping-Unterlagen vom September 2024, dass ein „dringender Bedarf“ an neuen Kapazitäten bestehe.

„Wie kann es sein, dass die AGR als Tochter des RVR den offiziellen Planungsbeschluss ihres eigenen Mutterverbandes ignoriert?“, fragt die CDU und stellt die Frage, ob die AGR sich außerhalb demokratisch legitimierter Entscheidungsprozesse bewege.

Zweifel an demokratischer Legitimation

Auch das Verfahren zur Verabschiedung des Regionalplans selbst steht in der Kritik. Der Feststellungsbeschluss umfasst über 12.000 Seiten – eine Menge, die aus Sicht der CDU für ehrenamtlich tätige Mitglieder des Ruhrparlaments kaum bewältigbar sei. Man habe Zweifel, ob hier eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung noch möglich gewesen sei.

Forderungen des CDU-Ortsverbandes im Überblick:

  • Sofortiger Stopp aller Planungs- und Genehmigungsaktivitäten zur Deponie Hürfeldhalde, bis die Gültigkeit des Haldenvertrags endgültig geklärt ist.
  • Arbeitsrechtliche Konsequenzen für die AGR-Geschäftsführung aufgrund mutmaßlicher Verstöße gegen unternehmensinterne Compliance-Regeln.
  • Rechtliche Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Regionalplanbeschlusses durch unabhängige Instanzen.

Demonstrationen und Klagen untermauern Widerstand

Bereits im Oktober 2024 demonstrierten rund 350 Menschen gegen die Deponiepläne auf der Halde Hürfeld. Auch Bürgermeister Stockhoff sowie die Ratsfraktionen in Dorsten stellen sich gegen das Vorhaben. Die Stadt hat die RAG inzwischen wegen des mutmaßlichen Vertragsbruchs verklagt.

Demonstration gegen die geplante Deponie im Herbst 2024. Foto: Archiv / Petra Bosse

Die AGR hingegen verteidigt die Planungen. In Stellungnahmen betont das Unternehmen, dass alle gesetzlichen Vorgaben beachtet würden und keine Umweltgefährdung zu befürchten sei. Man gehe davon aus, dass die Pläne für eine neue Deponie langfristig zur Sicherstellung der Entsorgungskapazitäten in Nordrhein-Westfalen beitragen.

Ein Konflikt mit Signalwirkung

Die Auseinandersetzung um die Hürfeldhalde ist längst mehr als ein lokales Thema. Sie berührt grundsätzliche Fragen des Umweltschutzes, der demokratischen Entscheidungsfindung und der Verbindlichkeit von Verträgen. Wie die Gerichte entscheiden, könnte weit über Dorsten hinaus Wirkung entfalten.

Neue Ausstellung in der Biologischen Station in Lembeck

Mit einem faszinierenden Thema startet die Biologische Station in die neue Ausstellungssaison. Unter dem Titel „Vernetzte Landschaften“ steht in diesem Jahr die geheimnisvolle Welt der Pilze im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher erwartet eine eindrucksvolle Präsentation, die zeigt, wie essenziell Pilze für das Leben auf der Erde sind – obwohl sie oft unsichtbar und übersehen bleiben.

Ein besonderes Highlight ist ein lebensechtes Baummodell, das anschaulich erklärt, wie Pilze über das sogenannte „Wood Wide Web“ mit Bäumen kommunizieren und ganze Ökosysteme miteinander vernetzen. An einer interaktiven Hörstation kann man sogar „Gespräche“ zwischen Pilz und Baum belauschen. Eine stimmungsvolle Waldkulisse und eine neue Lichtinstallation sorgen für ein atmosphärisches Ausstellungserlebnis.

Geöffnet ist die Ausstellung werktags von 8.30 bis 16.30 Uhr, ab dem 1. Mai auch sonn- und feiertags von 11 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Blick in die neu gestaltete Ausstellung „Vernetzte Landschaften“ in der Biologischen Station in Lembeck. Foto: Heike Kalfhues

Hinter der Ausstellungserweiterung steckt viel Engagement. Ausgebildete „PilzCoaches“ haben ehrenamtlich bei der Umsetzung mitgewirkt und bereichern künftig das Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Seminaren rund um das Thema Pilze.

Unterstützung durch den Naturfonds und die Stadt Dorsten

Finanziell unterstützt wurde das Projekt mit rund 40.000 Euro aus dem Naturfonds des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Stadt Dorsten beteiligte sich mit einer Co-Finanzierung von 1.000 Euro. Zur feierlichen Übergabe der Förderplakette reisten Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des LWL, und Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff an. Gemeinsam gratulierten sie Georg Tenger, Geschäftsführer der Biologischen Station, zur gelungenen Ausstellung.

Der LWL-Naturfonds fördert seit 2023 Projekte zur Kulturlandschaftspflege, zum Natur- und Artenschutz sowie zur Umweltbildung. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Förderprogramm gibt es unter www.biostation-re.de und www.lwl-naturfonds.de.

Vor der Papstwahl: Jugendpfleger David Rikels über Reformwünsche

Im Vorfeld der anstehenden Papstwahl rücken zentrale Themen der katholischen Kirche erneut in den Fokus. Welche inhaltlichen Weichenstellungen ein neuer Papst vornehmen könnte, ist Gegenstand intensiver Debatten – sowohl auf globaler Ebene als auch innerhalb der deutschen Kirche.

Im Interview spricht Petra Bosse mit David Rikels, Präventionsfachkraft und Gemeindejugendpfleger der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus Wulfen, über die Erwartungen an die anstehende Papstwahl. Thematisiert werden mögliche Reformen, globale Herausforderungen und die Rolle der Kirche in Deutschland.

Wie geht es weiter mit den Reformen?

Welche Themen dürften Ihrer Einschätzung nach bei der Wahl des neuen Papstes im Mittelpunkt stehen?

David Rikels: Unter Papst Franziskus hat das Thema Synodalität (also eine verstärkte Beteiligung der Bischöfe und Gläubigen an der Entscheidungsfindung) große Bedeutung gewonnen. Ein neuer Papst könnte entscheiden, inwieweit diese Reformen fortgeführt oder neu ausgerichtet werden.

Die Aufarbeitung der sexuellen Missbrauchsskandale in der Kirche bleibt ein äußerst drängendes Thema. Ein neuer Papst wird vermutlich den fortlaufenden Umgang mit Opfern, die rechtliche Aufarbeitung und die Prävention von Missbrauch stärker in den Fokus stellen müssen.

Papst Franziskus hat sich stark für soziale Gerechtigkeit, die Bekämpfung von Armut und für den Umweltschutz eingesetzt. Ein neuer Papst könnte diese Themen fortführen oder neue Schwerpunkte setzen, etwa in Bezug auf die Bekämpfung von Ungleichheiten oder die Unterstützung von Migranten und Flüchtlingen.

Innerhalb der Kirche gibt es immer wieder Diskussionen über Lehre und Moral. Themen wie die Rolle der Frau in der Kirche, die Haltung zu Homosexualität, Sexualmoral oder Verhütung könnten weiterhin eine Rolle spielen und das Papsttum prägen.

Papst Franziskus (Pontifex 2013-2025). Foto: Annett Klingner/Pixabay

Papst-Kandidaten aus aller Welt

Gibt es Stimmen innerhalb der Kirche, die bestimmte Kandidaten oder Regionen (z. B. Afrika, Asien, Lateinamerika) stärker in den Fokus rücken?

David Rikels: Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Region mit den damit verbundenen Themen besonders in den Fokus genommen werden sollte. Es gibt sicherlich wichtige Stimmen innerhalb der Kirche, die sich für eine stärkere Berücksichtigung von Afrika, Asien oder Lateinamerika einsetzen, weil dort das Christentum stark wächst und soziale Herausforderungen besonders groß sind.

Trotzdem denke ich, dass auch Europa nicht aus dem Blick geraten sollte. Hier ist die Kirche stark unter Druck: Viele Menschen wenden sich ab, die Kirchenmitgliedszahlen sinken, und der Glaube verliert für viele an Bedeutung. Vielleicht wäre es gerade deshalb wichtig, Europa wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken, um neue Wege der Glaubensvermittlung und der gesellschaftlichen Relevanz zu finden.

Wunsch nach einer menschlicheren Kirche

Wie wird das aktuelle Pontifikat rückblickend innerhalb der deutschen Kirche bewertet?

David Rikels: Ich finde, dass das Pontifikat von Papst Franziskus in der deutschen Kirche sehr gemischt bewertet wird. Viele Menschen – mich eingeschlossen – schätzen seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit, den Klimaschutz und eine offenere, menschlichere Kirche. Sein Stil wirkt auf mich sehr nahbar und glaubwürdig, weil er sich wirklich für die Menschen interessiert und nicht nur von oben herab spricht.

Aber ich merke auch, dass es bei manchen Themen Frust gibt – vor allem, wenn es um konkrete Reformen geht. In Deutschland wünschen sich viele in der Kirche mehr Veränderung, zum Beispiel bei der Rolle der Frauen oder beim Umgang mit Macht und Strukturen. Da ist Papst Franziskus für einige vielleicht nicht konsequent genug. Trotzdem sehe ich sein Pontifikat insgesamt eher positiv – vor allem, weil er wichtige Themen überhaupt erst angestoßen hat.

Mögliche Veränderungen unter einem neuen Papst

Sehen Sie Chancen auf strukturelle Veränderungen, etwa im Hinblick auf den Umgang mit Reformanliegen?

David Rikels: Ich sehe durchaus Chancen auf strukturelle Veränderungen, auch wenn der Weg dorthin sicher nicht einfach ist. Gerade durch den Synodalen Weg in Deutschland wurden viele wichtige Reformanliegen offen angesprochen – etwa die Rolle der Frauen, der Umgang mit Macht oder auch die Sexualmoral der Kirche. Ich habe das Gefühl, dass sich da etwas bewegt, auch wenn es oft langsam und zäh vorangeht.

Natürlich stößt das nicht überall auf Zustimmung, vor allem im weltweiten Vergleich. Aber ich glaube, dass der Druck von innen – also von Gläubigen, Gemeinden und engagierten Menschen – weiterwachsen wird. Und das könnte langfristig echte Veränderungen anstoßen. Ich bin vorsichtig optimistisch.

„Welche Wünsche und Erwartungen nehmen Sie aktuell im kirchlichen Umfeld in Bezug auf die Papstwahl wahr?“

David Rikels: In meinem kirchlichen Umfeld nehme ich wahr, dass viele sich einen Papst wünschen, der den Kurs von Franziskus fortsetzt – also einen, der offen, dialogbereit und nah an den Menschen ist. Es gibt das Bedürfnis nach jemandem, der Mut zu Reformen hat, aber gleichzeitig auch die Einheit der Weltkirche im Blick behält. Besonders in Deutschland hoffen viele darauf, dass der neue Papst den Reformprozess nicht abbremst, sondern eher begleitet oder sogar weiter öffnet.

Casting und Filmdreh in Dorsten: Regisseur Meier-Wilkening im Interview

Der Dorstener Regisseur und Drehbuchautor Christopher Meier-Wilkening meldet sich nach dem gefeierten Debütfilm ‘Willbaht’ mit einem neuen Projekt zurück – einer Coming-of-Age-Komödie, die das Kino selbst ins Zentrum rückt. Im Interview mit Dorsten Online spricht er über seine persönliche Verbindung zum Central Kino Dorsten, das anstehende Casting und die Rückkehr beliebter Figuren.

Dorsten Online: „Herr Meier-Wilkening, nach dem starken Debüt mit ‘Willbaht’ vor gut einem halben Jahr kehren Sie nun an den Ort der Premiere zurück. Was bedeutet das Central Kino Dorsten für Sie persönlich – und warum fällt genau hier der Startschuss für das Casting zu Ihrem zweiten Film?“

Christopher Meier-Wilkening: „Da die Geschichte des neuen Films hauptsächlich im Kino selbst spielt und eine Hommage an das Kino als Ort des Erlebens darstellt, war es mir wichtig, einen authentischen Drehort zu finden. Mit dem Central Kino Dorsten habe ich einen langjährigen Begleiter und Unterstützer gefunden. Ich bin dort seit vielen Jahren Stammgast und schaue regelmäßig mehrere Filme im Monat – die Räume, die Atmosphäre, all das ist mir sehr vertraut. Beim Schreiben des Drehbuchs hatte ich das Kino bereits vor Augen, was die Umsetzung natürlich erleichtert. Deshalb war für mich klar: Der Startschuss muss genau hier fallen.“

Diese Typen werden beim Casting gesucht

Dorsten Online: „Sie halten die Story Ihres neuen Films noch unter Verschluss – was dürfen die Casting-Teilnehmenden trotzdem erwarten? Gibt es dabei bestimmte Rollenprofile oder Charaktertypen, nach denen Sie besonders Ausschau halten?“

Christopher Meier-Wilkening: „Es handelt sich um eine Coming-of-Age-Komödie, die sich über einen ungewöhnlichen Arbeitstag im Kino entfaltet – so viel darf ich verraten. Im Zentrum stehen drei Hauptrollen des Kinoteams: Die Hauptrolle ist männlich, etwa 25 bis 30 Jahre alt. Ergänzt wird das Team durch zwei weitere Figuren – einen Jungen im Alter von ca. 12–14 Jahren und eine Frau um die 40. Darüber hinaus suchen wir eine bunt gemischte Gruppe an Neben- und Statistenrollen, die die Kinobesucher darstellen. Wer Interesse hat, hinter der Kamera mitzuwirken, ist ebenfalls herzlich willkommen!“

Dorsten Online: „Dürfen sich Fans vielleicht auf bereits bekannte Gesichter freuen?“

Christopher Meier-Wilkening: „Natürlich wirken auch viele Beteiligte von „Willbaht“ wieder an diesem Projekt mit, wobei wir alle schon auf heißen Kohlen sitzen. Auch vor der Kamera wird man mit Sicherheit das eine oder andere bekannte Gesicht wiedersehen.“

Dorsten Online: „Verraten Sie uns noch die Zeit, in der das Casting stattfindet, und wie man sich bewerben kann?“

Christopher Meier-Wilkening: „Die Castings finden an zwei Terminen im Keller des Pfarrheims St. Agatha in Dorsten (An der Vehme 3) statt. Der Weg wird vor Ort ausgeschildert sein. Die Termine sind:

  • Samstag, 17. Mai von 13 bis 15 Uhr
  • Sonntag, 25. Mai von 18 bis 20 Uhr

Zur Vorbereitung könnt ihr euch eine Szene ausdenken, die im Kino spielt – oder einen kreativen Pitch für einen „Film im Film“. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Mit etwas Glück findet eine besonders gute Idee vielleicht sogar noch den Weg ins Drehbuch. Für Fragen oder weitere Infos schreibt gerne an [email protected]. Wir freuen uns auf euch!“

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