Das Central Kino-Center zeigt zum Stadtgeburtstag historische Filmaufnahmen aus den Jahren 1976 und 2001. Der Eintritt zum besonderen Jubiläumsabend am 1. Juni ist frei.
Dorsten feiert 2026 sein 775-jähriges Stadtjubiläum. Passend dazu lädt das Central Kino-Center gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde und der Stadt Dorsten zu einem besonderen Filmabend ein. Am Montag, 1. Juni 2026, um 19.30 Uhr werden im Kino historische „Stadtfilme“ gezeigt, die Szenen von den großen Stadtgeburtstagen 1976 und 2001 lebendig werden lassen.
Der Eintritt ist frei. Kostenlose Kartenreservierungen sind persönlich im Central Kino-Center zu den regulären Öffnungszeiten möglich. Zudem können Plätze online über die Internetseite des Kinos reserviert werden.
Filmischer Streifzug durch Dorsten
Bereits im vergangenen Jahr hatten die „Stadtfilme“ von 1986 großes Interesse geweckt. Auch die nun gezeigten Aufnahmen versprechen eine faszinierende Zeitreise. Der Film von 1976 stammt vom „Ton-Film-Studio Klaus Peter“ und zeigt ein Stadtporträt sowie Eindrücke von den Feierlichkeiten zum 725-jährigen Stadtjubiläum vor 50 Jahren.
Die Aufnahmen tragen sichtbar den Charme ihrer Zeit. Das Bild ist leicht farbstichig, der Kommentar aus dem Off erinnert an den Ton früher Wochenschauen. Gerade das macht den Reiz des Films aus. Er zeigt Dorsten in vertrauter Kulisse, aber in einer ganz anderen Zeit.
Schauspieler im Stadtfilm von 2001.
Der zweite Film stammt aus dem Jahr 2001. Unter dem Titel „Dorstener Geschichte(n)“ wurden historische Szenen von Darstellerinnen und Darstellern aus der Lippestadt nachgespielt. Gedreht wurde in historischen Kostümen und an authentischen Schauplätzen.
Dorsten 1976: Schützen, Zeche und eine Stadt im Wandel
Besonders die Bilder aus dem Jahr 1976 dürften bei vielen Dorstenerinnen und Dorstenern Erinnerungen wecken. Damals feierte die Stadt ihr 725-jähriges Bestehen. Zu sehen sind unter anderem ein großer Schützenaufmarsch in der Innenstadt, die damals noch keine Fußgängerzone war, sowie Eindrücke vom Festumzug, vom Platzkonzert auf dem Marktplatz und vom großen Tanz- und Showprogramm im Festzelt.
Zeche Fürst Leopold im Jahr 1976.
Der Film zeigt eine Stadt im Wandel. Die Autos und Motorradhelme waren bunt, das Alte Rathaus blau, die Zeche Fürst Leopold förderte noch unter Volldampf. Barkenberg, die „neue Stadt Wulfen“, war damals eine große Baustelle. Gleichzeitig gehörten die durch die Kommunale Neuordnung 1975 hinzugekommenen Stadtteile Östrich, Altendorf-Ulfkotte, Wulfen, Deuten, Lembeck und Rhade erst seit einem Jahr zur neuen Stadtfamilie.
Barkenberg in 1976.
Im Film wird Dorsten als „junge, moderne, aufwärts strebende Stadt“ mit rund 60.000 Einwohnern beschrieben. Auch manche Programmpunkte wirken aus heutiger Sicht wie ein Blick in eine andere Welt. So gab die Fleischerinnung Dorsten im Festzelt Tipps zum Zerlegen von Schweinehälften, während beim Kinderprogramm unter anderem ein Schokokuss-Wettessen stattfand.
Historische Einordnung zur Stadterhebung
Für den Jubiläumsabend wurden die beiden Filme vom Dorstener Unternehmen filmOrbit gekürzt und bearbeitet. Ergänzt wird das Programm durch zwei kurze Beiträge, die den historischen Rahmen liefern.
Die Historiker Dr. Josef Ulfkotte und Dr. Guido Heinzmann erläutern, was es bedeutete, dass Dorsten am 1. Juni 1251 die Stadtrechte verliehen bekam. „Das Dorf Dorsten an der Lippe wurde am 1. Juni 1251 zur Stadt erhoben – ein Glücksfall aufgrund besonderer Umstände. Die Bewohner wurden aus unfreien Bauern des Oberhofes Dorsten zu freien Stadtbürgern und konnten die Geschicke ihrer Stadt in die eigenen Hände nehmen“, erklärt Guido Heinzmann.
Ausschnitt aus der Gründungsurkunde von 1251.
Zudem werfen Ulfkotte und Heinzmann einen Blick auf frühere Stadtjubiläen. Den Jahrestag der Stadterhebung feiern die Dorstener erst seit etwa 100 Jahren regelmäßig im Abstand von 25 Jahren. Meist wurden diese Jubiläen sehr umfangreich begangen. Die beiden Historiker wollen die mittelalterliche Stadterhebung ebenso erläutern wie die modernen Stadtjubiläen seit 1901 und diese auch kritisch würdigen.
Plakate erläutern die Stadterhebungsurkunde
Begleitend zum Filmabend zeigen Plakate des Vereins für Orts- und Heimatkunde die Stadterhebungsurkunde. Sie erläutern, welche Bedeutung dieses Dokument für Dorsten hatte und warum der 1. Juni 1251 bis heute als zentraler Bezugspunkt der Stadtgeschichte gilt.
Der Filmabend verbindet damit Nostalgie, Stadtgeschichte und lokale Erinnerungskultur. Für viele Besucher dürfte er nicht nur ein Blick zurück auf frühere Jubiläumsfeiern werden, sondern auch eine Begegnung mit dem Dorsten ihrer eigenen Kindheit, Jugend oder Familiengeschichte.
Termin und Reservierung
Der Jubiläumsabend findet am Montag, 1. Juni 2026, um 19.30 Uhr im Central Kino-Center Dorsten statt. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Karten kann man direkt im Kino zu den normalen Öffnungszeiten oder online über die Internetseite des Central Kino-Centers reservieren.
Am Samstag, 6. Juni 2026, wird die neue Kunststoffbahn am Jahnsportplatz in Dorsten eingeweiht. Bürgermeister Tobias Stockhoff eröffnet die Veranstaltung gegen 11 Uhr. Erwartet wird auch Hochspringerin Christina Honsel, die ihre sportlichen Wurzeln bei der LG Dorsten hat.
Mit der Eröffnung rückt die neue Anlage am Jahnsportplatz nach dem Spatenstich für das Leichtathletik-Stadion im Mai 2025 und den weiteren Vorbereitungen der Dorstener Leichtathletik erneut in den Mittelpunkt. Das Leichtathletik-Team Dorsten bereitet zur Eröffnung ein sportliches Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor.
Eröffnung am Jahnsportplatz beginnt um 11 Uhr
Los geht es am 6. Juni gegen 11 Uhr auf dem Gelände des Jahnsportplatzes. Nach der offiziellen Eröffnung sind mehrere Mitmachangebote geplant. Unter anderem kann das Deutsche Sportabzeichen abgelegt werden.
Außerdem ist ein 30-minütiger Spendenlauf vorgesehen. Die Einnahmen sollen in die weitere Optimierung der Sportplatzausstattung fließen. Für Kinder plant das Organisationsteam eine Pendel-Staffel, dazu kommen vielseitige Sprungangebote und eine Olympische Staffel.
Bei der Olympischen Staffel sind für die älteren Teilnehmenden Strecken über 800, 200, 200 und 400 Meter vorgesehen. Für die jüngeren Teilnehmenden ist eine Variante über 400, 100, 100 und 200 Meter geplant. Das Motto der Veranstaltung lautet: „höher – schneller – weiter – länger“. Für die Verpflegung bietet die LG Dorsten Brezeln, Kaffee und Kuchen an.
Christina Honsel und frühere LG-Athleten erwartet
Mit Christina Honsel hat sich eine besonders bekannte frühere LG-Athletin angekündigt. Sie soll zu Beginn der Veranstaltung dabei sein. Honsel sprang am 9. Juni 2025 in Heilbronn 2,00 Meter hoch. Im Trikot der LG Dorsten wurde sie 2015 Deutsche Jugendmeisterin. Dorsten-Online hatte ihren Weg von der Deutschen Meisterin zur Zwei-Meter-Springerin bereits ausführlich vorgestellt.
Auch Marvin Hebenbrock will nach Angaben des Leichtathletik-Teams vorbeischauen. Seine am 21. Juni 2014 in Kreuztal erzielten 1:52,42 Minuten über 800 Meter gelten weiterhin als Westfalenrekord der männlichen U18. Gemeinsam mit Julius Scherr und Niklas Schmitz wurde Hebenbrock 2014 Deutscher U18-Meister im Crosslauf in der Mannschaftswertung.
Weitere Erinnerungen reichen noch weiter zurück. Michael Längler lief am 30. Mai 1977 in Hamm 5:54,4 Minuten über 2.000 Meter Hindernis in der U18. 1979 stellte er in der U20 weitere Westfalenrekorde über 1.000 Meter sowie über 2.000 Meter Hindernis auf. Mit seiner Hinderniszeit gewann der mehrfache Deutsche Meister Bronze bei den U20-Europameisterschaften in Polen.
Gemeinsame Erinnerungen und neue Pläne
Aus Ulm möchte zudem Thorben Dietz zur Bahneröffnung anreisen. Er gewann 2016 mit der LG Dorsten Mannschaftssilber bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf und im Halbmarathon. Beim Berlin-Marathon 2017 war er in 2:19 Stunden schnellster Läufer seines Teams.
Im Mittelpunkt des Tages steht nach Angaben des Leichtathletik-Teams Dorsten aber vor allem die neue Anlage selbst. Die Eröffnung soll Gelegenheit geben, gemeinsam auf frühere sportliche Erlebnisse zurückzublicken und neue Pläne für den Standort zu schmieden. Helfer und Unterstützer werden weiterhin gesucht, Anmeldungen für Staffeln, Sportabzeichen und Spendenlauf werden entgegengenommen.
Schon vor der Eröffnung wurden erste Sportgeräte vom bisherigen Standort an der Marler Straße zum Jahnsportplatz gebracht. Dorsten-Online hatte auch über die gemeinsame Platzpflege auf der Tartanbahn berichtet.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck feierte vom 22. Mai bis 1. Juni 2026 sein großes Jubiläums-Schützenfest. Nach Kaiserschießen, Kinderschützenfest, Festparade und Königsschießen steht fest: Aron Holtgreve ist neuer Schützenkönig in Lembeck, Königin ist Carolin Illerhues.
Wenn in Lembeck Schützenfest gefeiert wird, bleibt kaum jemand unberührt. In diesem Jahr gilt das mehr denn je. Der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck e. V. feiert sein 150-jähriges Bestehen und macht daraus kein gewöhnliches Festwochenende, sondern eine große Jubiläumswoche. Seit dem Auftakt am 22. Mai steht Lembeck ganz im Zeichen von Tradition, Gemeinschaft, Musik und Dorfleben.
Das Motto bringt auf den Punkt, was viele Lembecker mit ihrem Schützenverein verbinden: „Lembeck vereint – Zusammen sind wir Dorf“. Schon seit Jahren liefen die Vorbereitungen für dieses besondere Jubiläum. Vorstand, Offiziere, Throngemeinschaften und Helfer haben geplant, organisiert, gesammelt, abgestimmt und vorbereitet. Mit Kaiserschießen, Kinderschützenfest und der großen Festparade wurde sichtbar, worauf der Verein und das Dorf lange hingearbeitet haben.
Der Verein blickt dabei nicht nur auf 150 Jahre Geschichte zurück. Er zeigt zugleich, wie lebendig das Schützenwesen in Lembeck bis heute ist. Rund 1.750 Mitglieder zählt der Allgemeine Bürgerschützenverein mittlerweile. Damit gehört er zu den größten Schützenvereinen der Region. Besonders bemerkenswert ist, dass die Tradition nicht nur von älteren Generationen getragen wird. Auch viele junge Menschen engagieren sich im Vorstand, im Offizierskorps, bei den Throngemeinschaften und in den Musikzügen.
150 Jahre Geschichte und ein Verein, der weiterlebt
Die Wurzeln des Lembecker Schützenwesens reichen weit zurück. Bereits im Jahr 1609 wird von Schützengesellschaften, Bürgerwehren und Hilfsgemeinschaften in Lembeck berichtet. Damals ging es vor allem darum, die Bevölkerung zu schützen. Aus diesen Zusammenschlüssen entwickelten sich später Schützengilden und schließlich das organisierte Schützenwesen.
Der heutige Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck entstand 1876 aus dem Zusammenschluss aller Lembecker Schützengesellschaften. Eine historische Fahne mit eingesticktem Gründungsjahr erinnert bis heute daran. Das eigentliche Schützenfest hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Früher wurde auf Tennen und in einfachen Aufbauten gefeiert. Heute ist das Schützenfest ein Großereignis mit Festzelt, Umzügen, Musik, Vogelschießen und festlichen Paraden.
Auch das Vogelschießen selbst hat eine lange Entwicklung hinter sich. Anfang der 1950er-Jahre wurde noch mit Luftgewehren auf Glühbirnen geschossen, an denen der Vogel befestigt war. Heute wird nach den geltenden Vorschriften mit dem Schrotgewehr auf den Holzvogel gezielt. Seit 1972 steht die Vogelstange im „Pastors Busch“, der mit seinen hohen Bäumen bis heute eine besondere Atmosphäre bietet.
Für den Vorsitzenden Heinz Thier ist das Jubiläum auch persönlich ein besonderer Moment. Schon als Jugendlicher erlebte er das 100-jährige Bestehen mit, später das 125-jährige Jubiläum. Nun steht er beim 150-jährigen Bestehen als Vorsitzender an der Spitze des Vereins. Seit 1983 arbeitet Thier im Vorstand mit, zunächst als Kassierer, später als zweiter Vorsitzender und seit fünf Jahren als erster Vorsitzender.
Viele Schultern tragen das Jubiläum
Dass Lembeck dieses Jubiläum in dieser Form feiern kann, ist das Ergebnis einer langen Vorbereitung. Bereits vor über drei Jahren trafen sich Vorstand und Offiziere zu einer ersten großen Ideensammlung. Schnell wurde klar, dass das 150-jährige Bestehen nicht an einem einzigen Tag gefeiert werden sollte. Stattdessen entstand ein ganzes Jubiläumsjahr mit mehreren Höhepunkten.
Fröhliche Schützen beim Umzug. Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Dafür bildete der Verein verschiedene Arbeitsgruppen. Eine Gruppe kümmerte sich um die Fortschreibung der Chronik. Dafür wurden die Throngemeinschaften der vergangenen 25 Jahre besucht. Das Ergebnis ist nicht nur ein Erinnerungsbuch, sondern ein Stück Vereinsgeschichte, das zeigt, woher der Verein kommt und welche Werte ihn prägen.
Andere Arbeitsgruppen planten die Lembecker Eisstock-Masters, die große Silvesterparty, das Kaiserschießen, das Königstreffen, das Kinderschützenfest, den Festumzug, das Sponsoring, die Finanzen, den Internetauftritt und die Öffentlichkeitsarbeit. Aus den Reihen des Vorstandes, der Offiziere und vieler weiterer Helfer wurden bereits unzählige ehrenamtliche Stunden geleistet.
„Diese beiden großen und grandiosen Events haben unser Dorf auf die kommende Jubiläumswoche eingestimmt und spürbare Vorfreude aufkommen lassen“, schreibt Vorsitzender Heinz Thier mit Blick auf die Eisstock-Masters und die Silvesterparty zum Start in das Jubiläumsjahr.
Heinz Thier, Erster Vorsitzender der Lembecker Schützen. Foto: Schützenverein
Lesen Sie hier das Grußwort des Vorsitzenden in ganzer Länge
Liebe Schützen, liebe Lembeckerinnen und Lembecker, liebe Gäste,
unser 150-jähriges Jubiläum hat eine lange Vorbereitungszeit hinter sich. Vor über drei Jahren trafen sich Vorstand und Offiziere zu einer ersten großen Sitzung mit dem Ergebnis einer Ideensammlung zum Jubiläum. Schnell wurde klar, dass wir unser Jubiläum nicht nur an einem Tag feiern wollen, sondern mit mehreren Events und einer Festwoche.
So haben wir Arbeitsgruppen für die verschiedenen Jubiläumsaktivitäten gebildet. Jede Arbeitsgruppe hat einen Sprecher, der die Gruppe organisiert und leitet:
AG Chronik: Wir wollten unbedingt die Chronik von vor 25 Jahren fortschreiben. Dazu haben wir die Throngemeinschaften der letzten 25 Jahre besucht. Die vorliegende Chronik ist nicht nur ein Erinnerungsbuch, sondern ein repräsentatives Aushängeschild unseres Vereins geworden. Sie zeigt auf, woher wir kommen, was unser Fundament ist und welche Traditionen und Werte wir leben und vermitteln.
AG Eisstockmasters und Silvesterparty: 64 Teams hatten sich zur ersten Eisstockmasters in Lembeck angemeldet. Mit der großen Silvesterparty haben wir in unser Jubiläumsjahr 2026 hineingefeiert und mit einem prachtvollen Feuerwerk das Jubiläumsjahr begrüßt. Diese beiden großen und grandiosen Events haben unser Dorf auf die kommende Jubiläumswoche eingestimmt und spürbare Vorfreude aufkommen lassen.
AG Kaiserschießen und Königstreffen: Vor 25 Jahren haben wir erstmalig einen Kaiser aus dem Kreis aller ehemaligen Könige ermittelt. Am Pfingstsonntag wird nun durch ein erneutes Kaiserschießen der zweite Kaiser in Lembeck ermittelt.
AG Kinderschützenfest: Hier werden die Kinder es den Großen gleichtun und ebenfalls ihre zwei Kinderkönigspaare ermitteln und feiern.
AG Festumzug: Dieser besondere Umzug wird am 31. Mai 2026 der Höhepunkt unseres Jubiläums sein. Alle ehemaligen Könige und Königinnen werden mit über 20 Kutschen am Festumzug teilnehmen. Neben den Lembecker Schützen werden 18 Gastvereine und 8 Musikzüge dabei sein. Der Festumzug startet mit einem Sternmarsch und feierlichem Festakt auf der Wiese im Gewerbegebiet, um anschließend mit rund 1.500 Teilnehmern durch unser Dorf zu ziehen.
Weitere Arbeitsgruppen haben sich mit den wichtigen Themen Finanzen, Spenden, Sponsoring, Merchandising, Internetauftritt und Social Media beschäftigt.
Aus den Kreisen des Vorstandes und der Offiziere sind bisher bereits unzählige ehrenamtliche Stunden für unser Jubiläum geleistet worden – und es werden bis über das Jubiläum hinaus noch viele weitere folgen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei den Vorstandsmitgliedern, beim Offizierskorps und deren Frauen sowie bei den vielen weiteren Helfern herzlich für die geleistete ehrenamtliche Arbeit bedanken. Ganz besonders bedanken wir uns bei den Sponsoren und Spendern sowie unseren Mitgliedern, die uns mit Zusatzbeiträgen finanziell unterstützen, um die Jubiläumsveranstaltungen zu ermöglichen.
Hierin hat sich unsere Dorfgemeinschaft sehr positiv gezeigt, wir haben eine sehr gute und breite finanzielle Unterstützung im Vorfeld unseres Jubiläums erfahren dürfen. Herzlichen Dank dafür!
Wir wünschen unseren Mitgliedern und deren Familien, allen Lembeckern und unseren Gästen viel Freude und Spaß bei den Veranstaltungen rund um unser 150-jähriges Jubiläum.
Heinz Thier
Vorsitzender des Allgemeinen Bürgerschützenverein Lembeck e.V.
Auftakt unter dem Motto „Zusammen sind wir Dorf“
Der offizielle Start in die Festwoche erfolgt am Freitag, 22. Mai 2026. Um 19 Uhr beginnt der Eröffnungsabend auf der Festwoche. Unter dem Motto „Lembeck vereint – Zusammen sind wir Dorf“ soll es bewusst ungezwungen losgehen. Der Abend ist als gemeinsames Einstimmen gedacht, mit Gesprächen, Begegnungen und einer Atmosphäre, die zum Jubiläum passt.
Stolze Pferde vor der prächtigen Kutsche. Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Schon dieser Auftakt zeigt, dass das Schützenfest in Lembeck mehr ist als ein Vereinsfest. Es ist ein Treffpunkt für Familien, Nachbarschaften, Freunde, ehemalige Throngemeinschaften, Musikzüge und Gäste aus der Umgebung. Viele Menschen, die heute nicht mehr in Lembeck wohnen, kehren zu solchen Anlässen zurück. Auch ein ehemaliger König, der inzwischen in der Nähe von Barcelona lebt, reist eigens zum Jubiläumsschützenfest an.
Kaiserschießen: Wer wird zweiter Kaiser von Lembeck?
Ein besonderer Höhepunkt wartet am Pfingstsonntag, 24. Mai. Dann wird in Lembeck erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ein Kaiser ermittelt. Das erste Kaiserschießen fand 2001 zum 125-jährigen Jubiläum statt. Damals holte Alois Gladen den Vogel von der Stange und wurde erster Kaiser des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck. An seiner Seite stand Rafaele Tersteeg-Hinsken als Kaiserin.
Nun endet nach 25 Jahren diese besondere Amtszeit. Beim Jubiläumsschützenfest 2026 wird der zweite Kaiser der Vereinsgeschichte gesucht. Schussberechtigt sind die ehemaligen Könige. Der Dienstälteste beginnt, danach geht es der Reihe nach weiter.
Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Der Tag startet um 10.30 Uhr mit dem Antreten der Schützen am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“. Ab 10.30 Uhr gibt es dort 100 Liter Freibier für alle Schützen. Anschließend marschieren die Teilnehmer zur Vogelstange in Pastors Busch. Dort beginnt das Kaiservogelschießen.
Um 14.30 Uhr treten die Schützen im Festzelt an. Danach folgen Festumzug und Parade an der Freitreppe. Um 20 Uhr beginnt der große Kaiserball mit der Liveband CONFETTI. Verbunden ist dieser Abend mit dem Königstreffen, bei dem ehemalige Throngemeinschaften zusammenkommen.
Kinderschützenfest mit zwei Kinderkönigspaaren
Auch der Nachwuchs spielt im Jubiläumsjahr eine besondere Rolle. Am Pfingstmontag, 25. Mai, beginnt um 13 Uhr das Kinderschützenfest auf der Festwiese. Musikalisch begleitet wird der Tag vom Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck und der Jugendabteilung der Harmonie Lembeck.
Zum ersten Mal werden gleich zwei Kinderkönigspaare ermittelt. Die jüngeren Kinder schießen mit einer Druckluftanlage auf Tennisbälle. Ältere Kinder und Jugendliche zielen mit dem Luftgewehr auf einen Styroporvogel. Damit setzt der Verein ein Zeichen dafür, dass die Tradition auch an die nächste Generation weitergegeben wird.
Um 16 Uhr beginnt der Festumzug auf der Festwiese. Anschließend zieht der Nachwuchs mit Begleitung durch das Dorf. Gerade dieser Programmpunkt gehörte für viele Familien zu den schönsten Momenten der Festwoche.
Kutschenschmücken und Erinnerungen an frühere Throne
Vor dem großen Festumzug rückten auch die ehemaligen Königspaare und Throngemeinschaften in den Mittelpunkt. Am Freitag, 29. Mai, trafen sie sich zum Kutschenschmücken in der Reithalle. Eingeladen waren frühere Königspaare mit ihrem Ehrengefolge; rund 300 Personen wurden erwartet.
Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Mehr als 20 festlich geschmückte Kutschen werden später beim großen Jubiläumsumzug mitfahren. Für viele ehemalige Majestäten ist das ein emotionaler Moment. Sie werden noch einmal sichtbar Teil der großen Vereinsgeschichte und stehen stellvertretend für viele Jahrzehnte Lembecker Schützenfest.
Kirchgang, Gefallenenehrung und Zapfenstreich
Am Samstag, 30. Mai, wird das Schützenfest durch Böllerschüsse angekündigt. Um 18 Uhr treten die Schützen im Festzelt zum gemeinsamen Kirchgang an. Um 18.30 Uhr beginnt das Festhochamt für die lebenden und verstorbenen Schützenbrüder.
Anschließend folgt die Gefallenenehrung mit großem Zapfenstreich vor der Freitreppe. Dieser Programmpunkt gehört zu den stilleren, aber besonders wichtigen Momenten des Schützenfestes. Er erinnert daran, dass das Schützenwesen nicht nur aus Feiern, Musik und Umzügen besteht, sondern auch aus Erinnerung, Verantwortung und Gemeinschaft.
Hochstimmung im Festzelt. Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Um 20.15 Uhr schließen sich die Ehrungen an. Ab 20.30 Uhr wird im Festzelt gefeiert. Dann beginnt die Tanzparty mit DJ Olaf Vranken.
Der große Jubiläumsumzug wurde zum Höhepunkt
Der Sonntag, 31. Mai, wurde zum größten Schaulaufen der Jubiläumswoche. Beim großen Jubiläumsumzug prägten Schützen, Gastvereine, Musikzüge und Kutschen das Ortsbild. Viele Besucher säumten die Straßen und machten die Festparade zu einem sichtbaren Zeichen der Lembecker Dorfgemeinschaft.
Der Tag begann um 10 Uhr mit dem Antreten des Bataillons am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“. Danach ging es zum Frühschoppen ins Festzelt. Dort spielten die Harmonie Lembeck und der Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck.
Um 12.45 Uhr traten die Schützen im Festzelt an. Gegen 13.15 Uhr wurde das amtierende Königspaar mit Hofstaat am Vereinslokal abgeholt. Um 14.15 Uhr begann der Festakt auf der Festwiese im Gewerbegebiet. Danach setzte sich der große Festumzug in Bewegung; die Parade führte an der Freitreppe vorbei.
Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Für Lembeck war dieser Umzug ein sichtbares Zeichen der eigenen Dorfgemeinschaft. Musikzüge, Gastvereine, Kutschen, Fahnen, Uniformen, Familien und Zuschauer verwandelten das Dorf für mehrere Stunden in eine große Festkulisse.
Am Abend folgte um 20 Uhr der Festball mit der Liveband Strykers. Im Mittelpunkt stand noch einmal das amtierende Königspaar Steffen Kölnberger und Maike Brüggemann mit ihrer Throngemeinschaft.
Steffen Kölnberger und Maike Brüggemann führen den Jubiläumsthron an
Beim letzten Schützenfest holte Steffen Kölnberger mit dem 318. Schuss den Vogel von der Stange. An seiner Seite regiert Königin Maike Brüggemann. Zur Throngemeinschaft gehören die Ehrendamen Linda Hüsken und Hannah Kölnberger sowie die Ehrenherren Kevin Jüttermann und Adrian Brück.
Der aktuelle Thron von 2025. Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Für den amtierenden König ist die Regentschaft im Jubiläumsjahr eine besondere Ehre. Die Throngemeinschaft blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Das Eisstockschießen, die gemeinsame Silvesterparty und die Festparade gehörten zu den Höhepunkten. Nun läuft das Jubiläumsschützenfest weiter bis zum Vogelschießen und Krönungsball am 1. Juni.
In ihrem Grußwort hatte die Throngemeinschaft ihre Vorfreude auf die Festwochen und besonders auf den großen Jubiläumsumzug am 31. Mai beschrieben. Bei der Festparade wurde dieser Moment für viele Lembecker sichtbar: Das Jubiläum brachte Verein, Dorf und Gäste zusammen.
Vogelschießen beim Schützenfest Lembeck 2026: Aron Holtgreve wird neuer König
Am Montag, 1. Juni, ging es früh los. Um 6 Uhr weckte der Spielmannszug Lembeck das Dorf. Um 10.30 Uhr traten die Schützen am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“ an. Bereits ab 9.30 Uhr gab es dort erneut 100 Liter Freibier für alle Schützen. Danach marschierten die Teilnehmer zur Vogelstange in Pastors Busch.
Dort fiel die Entscheidung: Aron Holtgreve holte mit dem 328. Schuss den Vogel von der Stange und wurde neuer Schützenkönig des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck. An seiner Seite regiert Carolin Illerhues. Genau diese Mischung aus Tradition, Spannung und Überraschung machte das Vogelschießen aus.
Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Der Blick auf die Statistik zeigt, wie unterschiedlich ein solches Schießen verlaufen kann. Den Rekord für die meisten Schüsse hält Bernhard Kerkmann. Im Jahr 2007 fiel der Vogel erst nach 576 Schüssen. Besonders schnell ging es dagegen 2018 bei Werner Elwermann. Damals fiel der Vogel bereits mit dem 258. Schuss.
Um 17 Uhr traten die Schützen im Festzelt an. Anschließend folgten Festumzug und Parade an der Freitreppe. Um 20 Uhr begann der große Krönungsball mit der Liveband Strykers. Dort wurde das neue Königspaar offiziell gefeiert.
Musik, Tradition und viel Bewegung
Musik spielt beim Jubiläumsschützenfest eine große Rolle. Mit dabei sind unter anderem die Blaskapelle Harmonie Lembeck, der Spielmannszug Lembeck, die Musikkapelle Heiden, die Vereinigten Spielleute Velen, die Schützenkapelle Rhade, der Spielmannszug Heiden, der Spielmannszug Holsterhausen, die Blaskapelle Reken sowie CONFETTI, DJ Olaf Vranken und Strykers.
Foto: Alfes / Schützenverein Lembeck
Auch körperlich wird den Schützen einiges abverlangt. An beiden Jubiläumswochenenden legen sie zusammen ungefähr zehn Kilometer beim Marschieren zurück. Der Holzvogel selbst braucht rund 50 Stunden Bauzeit. Und über die Festtage dürften nach Schätzungen rund 15.000 Liter Bier fließen.
Programm und Rückblick des Jubiläums-Schützenfestes Lembeck 2026
Freitag, 22. Mai 2026
19 Uhr: Eröffnungsabend für die Festwoche unter dem Motto „Lembeck vereint – Zusammen sind wir Dorf“
Pfingstsonntag, 24. Mai 2026
10.30 Uhr: Antreten der Schützen am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“, ab 10.30 Uhr 100 Liter Freibier für alle Schützen, anschließend Abmarsch zur Vogelstange in Pastors Busch zum Kaiservogelschießen
14.30 Uhr: Antreten der Schützen im Festzelt, anschließend Festumzug und Parade an der Freitreppe
20 Uhr: Großer Kaiserball mit der Liveband CONFETTI
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
13 Uhr: Beginn des Kinderschützenfestes auf der Festwiese, musikalische Begleitung durch den Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck und die Jugendabteilung der Harmonie Lembeck
16 Uhr: Beginn des Festumzugs auf der Festwiese und Umzug durch das Dorf
Samstag, 30. Mai 2026
17 Uhr: Ankündigung des Schützenfestes durch Böllerschüsse
18 Uhr: Antreten der Schützen im Festzelt zum gemeinsamen Kirchgang
18.30 Uhr: Festhochamt für die lebenden und verstorbenen Schützenbrüder, anschließend Gefallenenehrung mit großem Zapfenstreich vor der Freitreppe
20.15 Uhr: Ehrungen
20.30 Uhr: Tanzparty im Festzelt mit DJ Olaf Vranken
Sonntag, 31. Mai 2026
10 Uhr: Antreten des Bataillons am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“, Abmarsch zum Frühschoppen im Festzelt mit der Harmonie Lembeck und dem Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck
12.45 Uhr: Antreten der Schützen im Festzelt
13.15 Uhr: Abholung des Königspaares mit Hofstaat am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“
14.15 Uhr: Festakt auf der Festwiese im Gewerbegebiet, anschließend Festumzug und Parade an der Freitreppe
20 Uhr: Festball mit der Liveband Strykers
Montag, 1. Juni 2026
6 Uhr: Wecken durch den Spielmannszug Lembeck
10.30 Uhr: Antreten der Schützen am Vereinslokal „Köster’s Bierstuben“, ab 9.30 Uhr 100 Liter Freibier für alle Schützen, anschließend Abmarsch zur Vogelstange in Pastors Busch zum Vogelschießen
17 Uhr: Antreten der Schützen im Festzelt, anschließend Festumzug und Parade an der Freitreppe
20 Uhr: Großer Krönungsball mit der Liveband Strykers
Ein Jubiläum, das Lembeck zusammenbringt
150 Jahre Allgemeiner Bürgerschützenverein Lembeck sind mehr als ein historisches Datum. Das Jubiläum zeigt, wie stark Vereinsleben, Nachbarschaft, Musik, Ehrenamt und Dorfgeschichte in Lembeck miteinander verbunden sind. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass aus einer Idee eine ganze Festwoche geworden ist.
Vorsitzender Heinz Thier dankt in seinem Grußwort dem Vorstand, dem Offizierskorps, den Helferinnen und Helfern, den Sponsoren, Spendern und Mitgliedern. Ohne diese breite Unterstützung wäre ein Jubiläum in dieser Größenordnung kaum möglich.
Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff würdigt in seinem Grußwort den starken Zusammenhalt im Ort. Lembeck sei etwas Besonderes, weil Vereine, Nachbarschaften und Unternehmen gemeinsam Verantwortung übernehmen und das Miteinander aktiv unterstützen.
Als sich vom 22. Mai bis 1. Juni die Festwiese füllte, Musik durch das Dorf zog und die Schützen zur Vogelstange marschierten, wurde genau dieses Miteinander sichtbar. Lembeck feierte 150 Jahre Schützenverein. Für einige Tage wurde das ganze Dorf zur Festgemeinschaft.
Der gebürtige Rhader Bernd Nienhaus hat das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. In einer Feierstunde im Forum des Kreishauses Viersen überreichte Landrat Bennet Gielen die hohe Auszeichnung, die vom Bundespräsidenten verliehen wird.
Mit dem Bundesverdienstkreuz würdigte das Land das langjährige ehrenamtliche Engagement von Bernd Nienhaus. Landrat Gielen bezeichnete seinen Einsatz für die heimische Natur, das heimische Brauchtum und die grenzüberschreitende Erinnerungskultur als beispielhaft. Damit hat sich Nienhaus über viele Jahre in besonderer Weise für die Gesellschaft verdient gemacht.
Einsatz für Natur, Brauchtum und Erinnerung
Bernd Nienhaus ist vielen Menschen nicht nur in seiner heutigen Heimat, sondern auch in Rhade und Dorsten ein Begriff. Der gebürtige Rhader engagierte sich in zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten im Naturpark Schwalm-Nette, als Schöffe, Schuldnerberater und Ortschronist.
Besonders hervorgehoben wurde bei der Feierstunde sein Wirken für die heimische Natur und den Erhalt regionaler Traditionen. Auch die grenzüberschreitende Erinnerungskultur spielte in seinem ehrenamtlichen Einsatz eine wichtige Rolle. Gerade dieses Engagement zeigt, wie stark Nienhaus regionale Verbundenheit, gesellschaftliche Verantwortung und historisches Bewusstsein miteinander verbindet.
Hohe Auszeichnung für langjähriges Ehrenamt
Das Bundesverdienstkreuz am Bande gehört zu den bedeutendsten Ehrungen der Bundesrepublik Deutschland. Es wird an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Die Auszeichnung für Bernd Nienhaus ist damit auch ein Zeichen der Anerkennung für ein ehrenamtliches Lebenswerk, das weit über einzelne Funktionen hinausgeht.
An der Feierstunde im Kreishaus Viersen nahmen neben Landrat Bennet Gielen auch Bürgermeister Thomas Ricker sowie weitere Gäste teil.
Verbundenheit nach Rhade bleibt
Auch wenn Bernd Nienhaus heute vor allem mit seinem Engagement am Niederrhein verbunden wird, dürfte die Auszeichnung auch in Dorsten und besonders in Rhade mit Freude aufgenommen werden. Dort hat der gebürtige Rhader weiterhin viele Freunde und Weggefährten. Seine Ehrung zeigt, wie nachhaltiges ehrenamtliches Engagement weit über Ortsgrenzen hinaus Wirkung entfalten kann.
Die Klosterstraße in Dorsten wird am Donnerstag, 21. Mai 2026, im Bereich des Parkhauses für mehrere Stunden voll gesperrt. Betroffen ist der Bereich rund um Hausnummer 18.
Nach Angaben der Stadt Dorsten sind dort notwendige Arbeiten geplant. Die Vollsperrung gilt am Donnerstag von 9 bis 15 Uhr.
Klosterstraße am Parkhaus gesperrt
Verkehrsteilnehmer sollen den Bereich nach Möglichkeit umfahren. Vor Ort wird eine entsprechende Beschilderung aufgestellt.
Die Stadt bittet darum, die Hinweise vor Ort zu beachten und für Fahrten im Bereich der Klosterstraße mehr Zeit einzuplanen.
Perfekter Auftakt für den DTC Jüntgen: Die Herren 30 gewannen sein erstes Saisonspiel beim Gütersloher TC Rot-Weiß klar mit 9:0. Nach sechs Einzeln und drei Doppeln stand ein deutliches Ausrufezeichen zum Start in die neue Spielzeit.
Schon vor dem Saisonstart hatte der DTC Jüntgen große Ambitionen formuliert. In Gütersloh bestätigte die Mannschaft diese Ansprüche auf dem Platz eindrucksvoll. Die Dorstener gaben keinen Satz ab und entschieden die Begegnung nach Angaben des offiziellen DTB-Spielberichts mit 9:0 Matches, 18:0 Sätzen und 109:32 Spielen für sich.
Einzel früh entschieden
Bereits nach den Einzeln war die Partie entschieden. Salvatore Caruso setzte sich an Position eins gegen Jannik Rother mit 6:2, 6:0 durch. Riccardo Bonadio ließ Dinko Panzic beim 6:0, 6:1 kaum ins Spiel kommen. Antonio Massara gewann gegen Christopher Koderisch mit 6:0, 6:3, Gabriel Hidalgo bezwang Pascal Heitmar mit 6:3, 6:0.
Auch Jean-Marc Werner und Michel Meijer sorgten für weitere Punkte. Werner gewann gegen Philipp Scholz mit 7:5, 6:4, Meijer setzte sich gegen Dominik Heitmar mit 6:1, 6:1 durch. Damit führte der DTC Jüntgen bereits vor den Doppeln uneinholbar mit 6:0.
DTC Jüntgen bleibt auch im Doppel makellos
In den Doppeln blieb das Bild ähnlich deutlich. Bonadio und Massara gewannen ihr Match mit 6:4, 6:4. Caruso und Hidalgo holten mit 6:3, 6:1 den nächsten Punkt. Zum Abschluss machten Meijer und Jake Mak mit einem glatten 6:0, 6:0 den 9:0-Endstand perfekt.
Kapitän Marcel Schröder zeigte sich entsprechend zufrieden: „Wie angekündigt haben wir mit einer guten Formation gespielt. Das werden wir auch an den Spieltagen so durchführen. Deswegen sind wir wirklich glücklich, mit dem 9:0 da rausgegangen zu sein.“
Erstes Heimspiel gegen TuS St. Hubert
Der Blick geht nun auf das erste Heimspiel der Saison. Am Samstag, 23. Mai, empfängt der Dorstener TC Jüntgen den TuS St. Hubert. „Jetzt steht das erste Heimspiel an, was zudem etwas Besonderes ist“, sagte Schröder. „Wir spielen dort gegen TuS St. Hubert, die auch nicht zu unterschätzen sind.“
Trotz des klaren Auftaktsieges will der DTC auch im zweiten Saisonspiel mit voller Konzentration auftreten. „Wir hoffen natürlich auch auf den zweiten Saisonsieg und werden dementsprechend mit einer sehr guten Mannschaft auflaufen“, so Schröder.
Der Verein hofft zum Heimauftakt auf viele Zuschauer. „Der Eintritt ist natürlich kostenlos“, betonte Schröder. Wichtig für Besucher sei außerdem der frühere Start: „Spielbeginn ist ganz wichtig: nicht ab 13 Uhr wie in den Vorjahren, sondern 11 Uhr.“
Für viele Gäste war er über Jahre weit mehr als ein Restaurantmitarbeiter. Ali Chahine gehörte im Mezzomar Dorsten zum vertrauten Gesicht des Hauses. Nun nimmt er nach 13 Jahren Abschied von dem Restaurant auf dem Zechengelände.
In einem emotionalen Facebookbeitrag wandte sich Ali an Gäste, Freunde und Wegbegleiter. „Nach 13 unvergesslichen Jahren im Mezzomar Dorsten fällt es mir alles andere als leicht, diese Worte zu schreiben“, heißt es darin. Er habe dort nicht einfach nur gearbeitet, sondern seine Aufgabe „mit Liebe“ gemacht.
Besonders berührt hätten ihn die vielen Gäste, die sagten: „Wir gehen zu Ali.“ Für ihn sei das ein Zeichen gewesen, dass seine Leidenschaft angekommen sei. Viele Besucherinnen und Besucher seien über die Jahre nicht nur Gäste geblieben, sondern Freunde und ein Teil seines Lebens geworden.
Gesicht des Hauses
Noch im April galt Ali Chahine beim Inhaberwechsel im Mezzomar als eine der prägenden Konstanten im Team. Damals hieß es, das bewährte Team bleibe vollständig erhalten. Besonders Ali wurde als „Gesicht des Hauses“ beschrieben. Auch den Kontakt zum neuen Inhaber Gabriel Alexandru Bernt hatte er mit hergestellt.
Umso größer dürfte nun für viele Stammgäste die Überraschung sein. In seinem Abschied schreibt Ali von „wunderschönen Momenten, stressigen Tagen, langen Nächten, emotionalen Gesprächen, Freundschaften fürs Leben und Begegnungen“, die er niemals vergessen werde.
Ganz aus der Welt ist er für Dorsten aber offenbar nicht. Zwar verlässt Ali die Stadt beruflich, kündigt aber zugleich an, dass sein neuer Weg ihn nicht weit weg führe. Wo genau es für ihn weitergeht, ließ er in seinem Beitrag noch offen. Seine Gäste sollen aber bald wieder von ihm hören.
Zum Abschied bedankt sich Ali bei Gästen, Freunden, Firmen, Familie und allen Menschen, die ihn in den vergangenen 13 Jahren begleitet haben. „Danke für jede Umarmung, jedes Lächeln, jedes ‚Ali, machst du uns einen Platz?‘ und jede einzelne Erinnerung“, schreibt er. „Ihr werdet immer einen Platz in meinem Herzen haben.“
Bei bestem Wetter hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag Dorsten besucht und die Stadt als Vorbild für gelebte Demokratie gewürdigt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender zeigte er sich nahbar, freundlich und gesprächsbereit. Beide nahmen sich an mehreren Stationen Zeit für Schülerinnen und Schüler, Ehrenamtliche und Verantwortliche.
Vor Ort überwog deutlich der Applaus. Nur vereinzelt waren Pfiffe zu hören. Damit zeigte sich in der Stadt ein anderes Bild als zuvor in Teilen der sozialen Netzwerke, wo der Besuch teils mit scharfen Kommentaren begleitet worden war.
Der Besuch war der Auftakt von Steinmeiers Reise rund um den bundesweiten „Ehrentag“ des Grundgesetzes am 23. Mai. Dorsten stand dabei bewusst am Anfang. Seit Jahren setzen die Dorstener Tage des Grundgesetzes ein Zeichen für Demokratie, Erinnerungskultur und bürgerschaftliches Engagement.
Auftakt an den Stolpersteinen
Die erste Station führte den Bundespräsidenten zur Ursulastraße. Dort reinigte er gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums St. Ursula Stolpersteine. Die Jugendlichen stellten dabei die Lebensgeschichten früherer Dorstenerinnen und Dorstener in den Mittelpunkt, die während der NS-Zeit Opfer von Verfolgung wurden.
Reinigung von Stolpersteinen in der Ursulastraße. Foto: Petra Bosse
Gerade dieser Moment habe ihn berührt, sagte Frank-Walter Steinmeier später. Die Stolpersteine erinnerten an die Schicksale der Menschen, „die von den Nationalsozialisten verfolgt, entrechtet und viele von ihnen, die meisten von ihnen, ermordet worden sind“. Die Bewahrung dieser Erinnerung sei „unsere gemeinsame Verantwortung“.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundespräsident davon, wie junge Menschen diese Geschichten aufgenommen und weitergetragen hätten. „Mich hat auch berührt, wie wirklich junge, sehr junge Schülerinnen und Schüler sich das Schicksal dieser Familien angeeignet haben und durchaus mit innerer Berührung darüber erzählen können“, sagte er. Verantwortung entstehe nicht durch abstraktes Wissen allein, sondern durch ein persönliches Verständnis für das, was Menschen damals erleiden mussten.
Viele Menschen wollten den Bundespräsidenten sehen. Foto: Petra Bosse
Jüdisches Museum als Ort der Erinnerung
Anschließend besuchte Steinmeier das Jüdische Museum Westfalen. Dort trug er sich ins Goldene Buch der Stadt Dorsten ein und besichtigte unter anderem eine Ausstellung zum Lebensalltag von Menschen mit Behinderungen mit Blick auf das Grundgesetz. Auch hier suchte der Bundespräsident das Gespräch mit den Beteiligten.
Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Dorsten ein. Foto: Borgwardt
Anerkennend sprach Steinmeier über die Arbeit, die in Dorsten über viele Jahre gewachsen ist. „Im Zusammenhang damit habe ich mit großem Respekt gesehen, was durch ehrenamtliche Arbeit hier im Jüdischen Museum zustande gekommen ist“, sagte er. Das Museum sei weit mehr als ein Ort der historischen Aufarbeitung. Es zeige auch „die reiche jüdische Tradition, die auch hier in Dorsten und der Region ihren Platz gehabt hat“.
Im Jüdischen Museum informierte sich das Präsidentenpaar über die Ausstellung und das ehrenamtliche Engagement. Foto: Borgwardt
Auch am Rand des Besuchs war die Freude spürbar. Ein Besucher sprach von einem „tollen Erlebnis“. Ein anderer nannte Steinmeier „eine positive Persönlichkeit, ganz unabhängig von irgendwelchen parteipolitischen Überlegungen“. Mehrere Jugendliche freuten sich sichtbar darüber, ein Foto mit dem Bundespräsidenten bekommen zu haben.
„Dorsten ist Vorbild“
Deutlich wurde die besondere Wertschätzung des Bundespräsidenten bei einem Pressetermin im Grundgesetzladen an der Suitbertusstraße. Dort eröffnete Steinmeier die Ausstellung „Heimat & Demokratie“, die von Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Petrinum gestaltet wurde.
Vor dem Grundgesetzladen mit Brustkrebslauf-Initiatorin Prof. Dr. Khadijeh Mohri (mit Tasche) und NRW-Schulministerin Dorothee Feller. Foto: Borgwardt
„Dorsten ist Vorbild“, sagte Steinmeier. Es sei „kein Zufall“, dass ihn der erste Tag seiner Reise nach Dorsten geführt habe. Was hier geschehe, passe „geradezu ideal“ zu seiner Vorstellung vom Ehrentag. „Ich bin sehr dankbar und ich hoffe, dass möglichst viele Anleihe nehmen an dem Beispiel, was hier in Dorsten gesetzt wird.“
Der Bundespräsident warb dafür, den Geburtstag des Grundgesetzes nicht nur feierlich zu würdigen, sondern durch gemeinsames Handeln lebendig zu machen. „Die Demokratie des Grundgesetzes ist nicht vom Himmel gefallen“, sagte Steinmeier. Demokratie lebe auch nicht nur aus den Buchstaben einer Verfassung, „sondern sie braucht Menschen, die sich für diese Demokratie einsetzen“.
Demokratie braucht sichtbare Verteidiger
Steinmeier nutzte den Besuch auch für eine klare Botschaft in einer Zeit, in der demokratische Werte unter Druck stehen. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und politische Teilhabe seien keine Selbstläufer. Sie müssten immer wieder erklärt, geschützt und mit Leben gefüllt werden.
Schüler bildeten eine Menschenkette vom Grundgesetzladen zur Agathakirche. Foto: Petra Bosse
Gerade jetzt müssten diejenigen sichtbarer werden, die sich für die demokratische Ordnung starkmachen. „In diesen Zeiten, in der es auch Verächter der Demokratie gibt, die sich öffentlich zu Wort melden, müssen die Verteidiger der Demokratie umso sichtbarer werden“, sagte Steinmeier. Demokratie sei nicht allein Aufgabe der Politik. „Sie braucht Menschen überall in unserem Land, die sich für Demokratie einsetzen. Und ich finde, das kann man hier in Dorsten ganz gut zeigen.“
Rikschas, Menschenkette und Ehrenamt
Ein weiteres sichtbares Zeichen für Teilhabe war die Fahrt mit E-Rikschas vom Jüdischen Museum zum Grundgesetzladen. Das Angebot ermöglicht mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Beweglichkeit im Alltag und neue Zugänge zum städtischen Leben. Getragen wird es von Freiwilligen.
Bei der Rikscha durfte der Präsident selbst in die Pedale treten. Foto: Petra Bosse
Steinmeier lobte diese Form des Engagements ausdrücklich. Die Idee sei gut, „wie man mobilitätseingeschränkten Menschen wieder zur Teilhabe am städtischen Leben helfen kann“. Zugleich sei bemerkenswert, dass die Rikschas von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern gefahren würden. Das gehe „nur durch das Ehrenamt“.
Nach seiner Rikscha-Fahrt könne er diese Form des Engagements nur empfehlen. Sie sei „nicht nur vorzeigbar“, sondern mache auch Spaß, schaffe Sinn und ermögliche älteren oder mobilitätseingeschränkten Menschen, „am Leben teilzuhaben“.
Schüler überreichten dem Präsidenten ein Shirt. Er freute sich: „Wie charmant, dass ihr es mir in der Größe M schenkt“, scherzte er. Foto: Petra Bosse
Beim Verlassen des Grundgesetzladens begegnete Steinmeier einer Menschenkette von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums St. Ursula. Auf dem Weg zum Alten Rathaus kam er zudem mit Ehrenbeamten und Engagierten aus der Quartiersarbeit ins Gespräch. Der Besuch führte ihn zuvor unter anderem zu den Stolpersteinen, ins Jüdische Museum und zum Grundgesetzladen, später zum Alten Rathaus und schließlich in die St.-Agatha-Kirche.
Begegnung mit Jugendlichen. Foto: Petra Bosse
Andacht in St. Agatha
Am Abend endete der öffentliche Teil des Besuchs in der St.-Agatha-Kirche. Dort fand die ökumenische Andacht für Ehrenamtliche unter dem Titel „Würde verbindet uns“ statt. In seiner Grußbotschaft stellte Steinmeier das kirchliche und bürgerschaftliche Engagement in Dorsten heraus.
„Man kann spüren, dass hier in Dorsten nicht nur der Glaube lebendig ist, sondern auch das Engagement von Menschen miteinander und füreinander“, sagte der Bundespräsident. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach Halt und Gemeinschaft suchten, sei diese Arbeit wertvoll. „Ich danke Ihnen allen für Ihren so wichtigen Einsatz.“
Eine ökumenische Andacht bildete den Abschluss des Besuches. Foto: Petra Bosse
Einprägsam war auch sein Satz: „Demokratie braucht auch Arme und Beine.“ Sie brauche Menschen, „die sich einbringen, die mitmachen, die diese Demokratie zu ihrer Sache machen“. Wenn Menschen erlebten, dass sie selbst etwas bewirken könnten, sei das „eine der so wichtigen demokratischen Grunderfahrungen“.
Nach dem Gottesdienst gab es noch eine kleine Überraschung für das Staatsoberhaupt: Die Schützenkapelle Rhade bereitete ihm eine musikalische Verabschiedung.
Nach der Andacht verabschiedete die Schützenkapelle Rhade den Bundespräsidenten. Foto: Petra Bosse
Stockhoff: Besuch ist Ehre und Ermutigung
Bürgermeister Tobias Stockhoff bezeichnete den Besuch in seinem Grußwort als große Ehre für Dorsten. Der Tag verbinde bürgerschaftliches Engagement mit den Grundwerten der Demokratie. Der Besuch des Bundespräsidenten sei „Ehre und Wertschätzung“, zugleich aber auch „Ermutigung, dass wir alle uns für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung engagieren und für sie einstehen“.
Elke Büdenbender, Frank-Walter Steinmeier, Tobias Stockhoff und Dorothee Feller. Foto: Petra Bosse
Diese Botschaft passte zum Gesamteindruck des Tages. Der Besuch war nicht nur ein offizieller Termin mit hohem Protokoll, sondern ein Rundgang durch Orte und Projekte, an denen Demokratie in Dorsten konkret sichtbar wurde: in der Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte, in der Arbeit des Jüdischen Museums, im Einsatz für Teilhabe, in Schülerprojekten, in der Quartiersarbeit und im Ehrenamt.
Ein anderes Bild als im Netz
Auffällig war dabei auch die Stimmung am Rande des Besuchs. Im Vorfeld hatten sich in sozialen Netzwerken viele kritische und teils abwertende Kommentare gesammelt. Vor Ort blieb davon wenig übrig. Zwar waren vereinzelt Pfiffe zu hören, doch der Empfang war insgesamt freundlich und von viel Applaus geprägt.
Ein Foto mit dem Präsidenten. Foto: Petra Bosse
Steinmeier und Elke Büdenbender wirkten offen und zugewandt. Immer wieder sprachen sie mit Menschen, hörten zu, stellten Fragen und nahmen sich Zeit für die Verantwortlichen an den einzelnen Stationen. Für Dorsten war der Besuch damit nicht nur ein protokollarischer Höhepunkt, sondern auch eine sichtbare Anerkennung für viele Menschen, die sich seit Jahren für Demokratie, Erinnerungskultur und Gemeinsinn einsetzen.
Vor dem Alten Rathaus gab es für diese Familie eine Gelegenheit für ein Foto. Foto: Borgwardt
Infokasten: Was ist der Ehrentag?
Der Ehrentag steht unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Initiative ins Leben gerufen und ist Schirmherr der Aktion. Er ruft dazu auf, den Geburtstag des Grundgesetzes nicht nur zu würdigen, sondern ihn durch Mitmachen, Engagement und Begegnung lebendig zu feiern.
Der erste bundesweite Ehrentag findet am 23. Mai 2026 statt. An diesem Tag wird das Grundgesetz 77 Jahre alt. Die Idee: Menschen sollen sich vor Ort einbringen, gemeinsam anpacken und zeigen, dass Demokratie vom Mitmachen lebt.
Steinmeier hatte die Initiative bereits am 23. Mai 2025 im Schloss Bellevue vorgestellt. Dabei sagte er: „Mitmenschlichkeit ist eine tägliche Entscheidung.“ Der Ehrentag soll besonders auch Menschen ansprechen, die bislang nicht oder nicht mehr ehrenamtlich aktiv sind.
Besuch des Bundespräsidenten in Dorsten - Fotos: Petra Bosse / Oliver Borgwardt
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Der Fischotter ist zurück an der Lippe. Das meldet der Lippeverband passend zum Tag der Artenvielfalt am Freitag, 22. Mai. Für den Wasserwirtschaftsverband ist die Rückkehr des seltenen Wassermarders ein deutliches Zeichen dafür, dass die Renaturierung der Lippe Wirkung zeigt.
Erste Hinweise auf den Fischotter im Lippe-System gab es bereits vor einigen Jahren. Inzwischen wurde das scheue Tier mehrfach über Spuren nachgewiesen. Der eurasische Fischotter, wissenschaftlich Lutra lutra, gehört zur Familie der Marder. In Deutschland steht er unter strengem Schutz. In Nordrhein-Westfalen galt er über Jahrzehnte als ausgestorben.
Zeichen für saubere Gewässer
„Auch wenn sich der Otter bisher noch nicht überall entlang der Lippe etabliert hat, zeigt die Entwicklung deutlich, dass die neu geschaffenen Lebensräume zunehmend angenommen werden“, sagt Gunnar Jacobs, Mitarbeiter beim Lippeverband und Experte für Artenvielfalt.
Fischotter gelten als wichtige Zeigerart für naturnahe Gewässer. Sie benötigen sauberes Wasser, ruhige Uferbereiche und ausreichend Nahrung. Ihr Vorkommen weist deshalb auf eine verbesserte Gewässerqualität und stabile Lebensräume hin.
Für den Lippeverband, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, ist die Rückkehr des Fischotters auch ein Erfolg jahrzehntelanger Arbeit. Nach Angaben des Verbandes wurden im Einzugsgebiet der Lippe unter anderem Kläranlagen und Regenwasserbehandlungsanlagen verbessert. Zudem wurden zahlreiche Flussabschnitte naturnäher gestaltet.
Renaturierung schafft neue Lebensräume
An vielen Stellen entlang der Lippe wurden befestigte Ufer geöffnet, Flussläufe ökologisch aufgewertet und neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Auch die Durchgängigkeit des Gewässers wurde verbessert. Davon profitieren nicht nur Fischotter, sondern viele weitere Arten.
Der Fischotter nimmt in Gewässerökosystemen eine besondere Rolle ein. Als Spitzenprädator jagt er vor allem Fische, darunter alte, schwache oder kranke Tiere. Damit kann er zur Stabilität und Gesundheit von Fischbeständen beitragen.
Dass der Fischotter nun wieder an der Lippe nachgewiesen wurde, gilt deshalb als positives Signal für die gesamte Flusslandschaft. Auch andere ehemals seltene oder verschwundene Arten wie der Biber sind in den vergangenen Jahren wieder stärker in den Fokus geraten.
Mitforschen am Tag der lebendigen Lippe
Wie stark die Renaturierung der Lippe die Artenvielfalt tatsächlich fördert, soll im Juli genauer untersucht werden. Der Lippeverband, der NABU NRW und die Landschaftsagentur Plus laden zum „Tag der lebendigen Lippe“ am Haus Vogelsang in Datteln ein.
Am 11. und 12. Juli nehmen Forschende dort über 24 Stunden hinweg Tier- und Pflanzenarten unter die Lupe. Besucherinnen und Besucher können am Sonntag, 12. Juli, von 11 bis 17 Uhr dabei sein und selbst mitforschen.
Geplant sind unter anderem Aktionen am Wasser, Einblicke durch das Mikroskop sowie Führungen zu Umbaumaßnahmen an der Lippe. Auch Amphibien und Vögel sollen bei der Veranstaltung eine Rolle spielen. So wird die Rückkehr des Fischotters nicht nur als Erfolgsgeschichte erzählt, sondern auch zum Anlass genommen, die Vielfalt an der Lippe genauer kennenzulernen.
Die 13. Altstadtkonferenz in Dorsten steht diesmal im Zeichen der „Dorstener Tage des Grundgesetzes“. Am Mittwoch, 20. Mai 2026, treffen sich Bürgerinnen und Bürger von 17.30 bis 19.30 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Dorsten an der Johanneskirche, Südwall 5. Der Beginn ist früher als üblich und passt sich dem umfangreichen Programm der Aktionstage an.
Unter dem Leitmotiv „Wir machen Altstadt“ geht es erneut um Themen, die das Zusammenleben in der Dorstener Altstadt unmittelbar betreffen. Pfarrerin Anke Klapprodt wird zunächst die Evangelische Kirchengemeinde und ihre sozialen Aktivitäten vorstellen. Ein besonderer Punkt ist dabei der überraschende Umzug des Paul-Gerhardt-Hauses, das eine neue Heimat mitten in Dorsten findet.
Einsamkeit als Thema der Stadtgesellschaft
Ein Schwerpunkt der Konferenz ist das Thema „Einsamkeit“. Karl-Erich Lutterbeck, ehemaliger evangelischer Pfarrer der Gemeinde, hat sich intensiv mit diesem Phänomen beschäftigt und wird seinen Vortrag mit konkreten Zahlen für Dorsten verbinden. Dabei soll es nicht nur um persönliche Betroffenheit gehen, sondern auch um den sozialen Blick und die Verantwortung der Stadtgesellschaft.
„Einsamkeit wird als große Bedrohung für das Leben des einzelnen Menschen und die Gesellschaft als Ganzes angesehen, ja als Volkskrankheit bezeichnet, an der inzwischen jeder 10. Mitbürger leidet“, wird Lutterbeck in der Ankündigung zitiert. Als mögliche Folgen nennt er unter anderem eine deutlich verkürzte Lebenserwartung und eine Gefährdung der Demokratie.
Breil-Gebäude: Altstadt soll mitreden
Besondere Aufmerksamkeit dürfte auch der Tagesordnungspunkt zum Breil-Gebäude an der Alleestraße bekommen. Unter der Frage „Denkmalschutz für Breil-Gebäude?“ beziehungsweise „Ein Schatz wird gesichert?“ sollen die teilnehmenden Altstadtbewohner ihre Einschätzung einbringen.
Hintergrund ist eine bereits geführte Debatte in Politik und Verwaltung. Die Gebäude der ehemaligen Orgelbauwerkstatt Breil werden in die Denkmalliste der Stadt Dorsten eingetragen. Im Umweltausschuss gab es darüber bereits eine längere Diskussion. Dabei ging es nicht nur um den Denkmalwert, sondern auch um Nutzungsmöglichkeiten, Kosten, den baulichen Zustand und die Frage, welche Perspektive das Haus künftig haben kann.
Mehrere Politiker hatten in der Ausschusssitzung deutlich gemacht, dass sie den kulturhistorischen Wert des Gebäudes anerkennen, zugleich aber offene Fragen sehen. Vor allem der Zustand des Gebäudes und mögliche finanzielle Folgen einer Unterschutzstellung wurden angesprochen. Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keinen Investor, der bereit wäre, in die Immobilie zu investieren.
Stadtbaurat Holger Lohse hatte in der Diskussion darauf hingewiesen, dass es sich bei der Eintragung in die Denkmalliste um eine gebundene Entscheidung handelt. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, sei ein Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. Es gebe dabei keinen Ermessensspielraum. Zugleich machte er deutlich, dass erst nach der Unterschutzstellung konkrete Fragen zur Nutzung und möglichen Veränderungen weiter geprüft werden können.
Bürgerkommune und Altstadtentwicklung
Die Altstadtkonferenz greift damit ein Thema auf, das über die reine Denkmalfrage hinausweist. Es geht auch darum, wie Dorsten mit prägenden Gebäuden umgeht, welche Chancen historische Bausubstanz bietet und wie Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in solche Debatten einbezogen werden können.
Dazu passt ein weiterer Punkt der Konferenz: die einstimmige Verabschiedung der Leitlinie für die Bürgerkommune Dorsten in der Ratssitzung vom 22. April 2026. Die Leitlinie soll vorgestellt und in ihrer Bedeutung für die Bürgerkommune erläutert werden. Exemplare liegen zum Mitnehmen bereit.
Außerdem blickt die Altstadtkonferenz auf das vorherige Treffen zurück, das zugleich als erste Stadtkonferenz fungierte. Dabei geht es unter anderem um den Bürgerbudget-Antrag für ein Stabgittertor beim Löschzug Altstadt, der einstimmig angenommen wurde. Auch die vorgestellte Infowand am Tedi-Haus habe nach Angaben der Tagesordnung Widerhall gefunden.
Die nächste Altstadtkonferenz ist bereits terminiert. Sie soll am Montag, 28. September 2026, stattfinden und von Petrinum-Schülerinnen und -Schülern gestaltet werden.
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott (…)“. So steht es in der Präambel von unserem Grundgesetz geschrieben. Unsere Verfassung bezieht sich einige Male auf das Christentum, so auch direkt im ersten Artikel mit der Menschenwürde. Diese Parallelen zeigte die Mission Dorsten in ihrem Auftaktgottesdienst zur Woche des Grundgesetzes.
Das Oude Marie erlebte am Sonntag einen lebhaften und interaktiven Gottesdienst, der die Bürger auf die anstehende Woche des Grundgesetzes einstimmte. Am 18. Mai begann die Veranstaltung, an dem Tag besuchte uns ebenfalls Bundespräsident Prof. Frank-Walter Steinmeier. Die Mission Dorsten, ein Zusammenschluss aus Dorstener Christen, machte in ihrer Messe vor allem auf die Menschenwürde aufmerksam und was diese für unsere Gesellschaft bedeutet.
Die Menschenwürde in der Religion
Der zentrale Kopf hinter dem Gottesdienst war Jens Vogel von der Kirche im Bahnhof Hervest. Gemeinsam mit seinem Team strukturierte er die Messe. Volker Loh von der Freikirche Wulfen und Jutta Pavelek von der Evangelischen Kirche Hervest-Wulfen hielten den Gottesdienst. Aber was hat das Grundgesetz jetzt konkret mit dem Christentum zutun?
Jutta Pavelek und Volker Loh begleiteten durch den Gottesdienst. Foto: Christian Haug
„Viele Werte aus dem Grundgesetz haben christlich-jüdischen Hintergrund. Respekt, Gleichheit und Rücksicht haben ihren Ursprung in der Bibel. Darauf wollen wir nicht nur aufmerksam machen, sondern die Besucher des Gottesdienstes aktiv einbinden“, verrät Pastor Jens Vogel.
Das Grundgesetz wird auch als Chance von Gott angesehen. Nach all den schrecklichen Taten aus der deutschen Vergangenheit haben wir nun Gesetze, die davor schützen, dass noch einmal solche Verbrechen begangen werden.
Welche Rolle spielt Menschenwürde für Euch?
Während dem Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit, eine ganz einfache Frage zu beantworten: „Welche Rolle spielt Menschenwürde für euch?“. Die Antworten wurden auf einen Zettel aufgeschrieben und dann zu den Messleitern weitergegeben. Die Antworten waren unterschiedlich und vielfältig, zeichneten am Ende aber trotzdem ein klares Bild.
Eine Frage, viele Antworten. Was bedeutet für dich die Menschenwürde? Foto: Christian Haug
Die Würde vor der Freiheit des Menschen, Würde vor Kindern, Würde vor anders Denkende, Würde immer und überall. Auf einem Zettel stand ebenfalls, dass es zur Menschenwürde gehört, dass jeder ein sicheres Dach über dem Kopf hat. Messleiter Volker Loh zeigt sich begeistert von den Antworten: „Ich finde, dass diese Antworten sehr gut zeigen, worauf wir als Gesellschaft achten sollten. Ich finde diesen Nachsatz auf einem Zettel besonders schön: Würde immer im Alltag, so soll es sein.“
Musikalische Untermalung mit Gesang und Gitarre
Akustische Live-Musik untermalte die ausgelassene Atmosphäre des Gottesdienst. Das Duo aus Sängerin Emily Vogel und Gitarrist Phillip Schroer sangen emotionale Lobeshymnen wie „Großer Gott wir loben dich“, bei denen das ganze Publikum tatenkräftig mitsang.
Die Polizei sucht Zeugen nach einem Raub an der Marienstraße in Dorsten. Einem 20-jährigen Dorstener wurden am Sonntagnachmittag Bargeld und eine EC-Karte gestohlen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Recklinghausen lief der Mann gegen 17:30 Uhr zu einer Tankstelle an der Borkener Straße. Dort sollen sich fünf junge Männer aufgehalten haben. Als der Dorstener über die Marienstraße zu seiner Wohnanschrift zurücklief, soll die Gruppe ihn plötzlich angegangen haben.
Polizei bittet um Hinweise
Die Unbekannten sollen den 20-Jährigen aufgefordert haben, sein Geld auszuhändigen. Einer der Männer soll ihn außerdem durchsucht und Bargeld sowie eine EC-Karte entwendet haben. Danach flüchtete die Gruppe.
Die Tatverdächtigen sollen etwa 20 Jahre alt und groß gewesen sein. Sie waren nach Polizeiangaben schwarz gekleidet und trugen Handschuhe.
Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen. Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen.