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„Wir sind auf einem guten Weg“: Dorstens Innenstadt entwickelt sich positiv

Dorstens Innenstadt entwickelt sich nach Einschätzung der WINDOR positiv. Citymanager Christoph Uphaus und WINDOR-Geschäftsführer Oliver Göttlich sehen trotz sichtbarer Veränderungen gute Perspektiven für neue Konzepte, Gastronomie, Handel und Aufenthaltsqualität.

„Wir konnten in den letzten Jahren sehr viel Positives für die Innenstadt bewirken. Was mit der Neugestaltung der Innenstadt begann, konnte durch attraktive Neuansiedlungen fortgesetzt werden“, erzählt Christoph Uphaus, Citymanager der Wirtschaftsförderung Dorsten (WINDOR). Heute weiß der Halteraner, dass in dieser Zeit viel erreicht wurde, aber auch zukünftig noch viele Projekte möglich sind, die zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.

Austausch mit Unternehmern bleibt zentral

„Der Austausch mit den Unternehmern ist dabei das Herz unserer Arbeit. Durch jedes Gespräch ergeben sich neue Perspektiven, die zu einem guten Innenstadt-Konzept beitragen. Ich bin erst zufrieden, wenn der Unternehmer mir mit einem Lächeln im Gesicht berichtet“, sagt Christoph Uphaus. Deshalb setzt er auf viele Gespräche mit den ansässigen Unternehmern.

Natürlich wissen auch der Citymanager und Oliver Göttlich als Geschäftsführer der WINDOR, dass es in der Wirkung nach außen nicht gut ist, wenn zuletzt mehrere Geschäfte zeitgleich geschlossen haben. Beide sehen aber zugleich die Chance, dass gerade diese Ladenlokale wieder genutzt werden können.

Oliver Göttlich, Geschäftsführer der WINDOR
Oliver Göttlich, Geschäftsführer der WINDOR. Foto: Christian Sklenak

„Für das Objekt Körmann ist bereits ein Nachfolger gefunden und auch bei den beiden anderen Geschäftslokalen sehe ich positiv in die Zukunft. Am Markt konnten wir die Lücke schnell schließen und mit Joe’s Café bekommen wir ein spannendes neues Gastronomie-Projekt“, sagt Oliver Göttlich. Zugleich verweist er auf das erfolgreich umgesetzte Konzept des Dorstener Campus.

Neue Konzepte für die Innenstadt Dorsten

Auch durch das Konzept „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ konnten neue und spannende Ideen Wirklichkeit werden. Dazu zählen Barista & Uomo, zuletzt die Bunte-Steine-Werkstatt und Feinwerk im Seidemannschen Haus.

„Elf Unternehmerinnen und Unternehmer wurden wirtschaftlich unterstützt und 90 Prozent von ihnen sind auch nach Ablauf der Förderung noch Teil der Innenstadt. Diese neuen Konzepte tragen zur Vielseitigkeit der Dorstener Innenstadt bei“, freut sich Christoph Uphaus über den Erfolg der neu gegründeten Unternehmen.

Christoph Uphaus und Daniel Strauch in der Feinwerk Weinbar in Dorsten
Christoph Uphaus und Daniel Strauch, Geschäftsführer der Feinwerk Weinbar. Foto: Christian Sklenak

Vor allem sieht Uphaus, dass Unternehmen mehr Erfolg haben, wenn sie einen Concept-Store betreiben. „Die Mischung aus Gastronomie und Bekleidung wie bei Barista & Uomo sowie das Konzept von Feinwerk im denkmalgeschützten Seidemannschen Haus zeigen, dass solche Ideen gut angenommen werden“, sagt er.

„Shoppen hat etwas mit Gefühlen und Emotionen zu tun“

Christoph Uphaus

Heute möchte nach seiner Einschätzung niemand mehr einfach etwas „von der Stange“. „Shoppen hat etwas mit Gefühlen und Emotionen zu tun. Einkaufserlebnisse und schöne gastronomische Betriebe, die zum Verweilen einladen, sind das Herz der zukünftigen Innenstädte. Und was wir nicht vergessen dürfen, ist das Erlebnis Wochenmarkt, der an drei Tagen in der Woche für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt und ein Ort der Kommunikation und des Miteinander-Treffens ist.“

WINDOR sieht Dorsten als gefragten Standort

Dass Dorsten sich auch nach außen als interessanter Standort anbietet, zeigt nach Angaben der WINDOR die hohe Zahl an Anfragen für Gewerbeflächen in der Innenstadt über die Stadtgrenzen hinaus. „Hier stehen wir gegenüber anderen Städten deutlich überdurchschnittlich da“, erklärt Oliver Göttlich.

Göttlich ist froh, dass mit Christoph Uphaus ein „Kümmerer und Motor“ für neue Projekte und Entwicklungen gefunden werden konnte. Der Blick des Citymanagers geht dabei deutlich in die Zukunft, „denn die Vergangenheit können wir nicht mehr beeinflussen.“

Innenstadt als erlebbare Altstadt

Zukünftig müssen nicht nur weiter freistehende Gewerbeflächen bewirtschaftet werden. Auch Start-ups und die lang ansässigen Unternehmen sollen über Unterhaltung, Kulturveranstaltungen oder andere Arten von Events unterstützt werden, damit die Innenstadt erlebenswert bleibt.

„Die Innenstadt ist nicht nur eine Einkaufsstraße, es ist eine funktionierende Altstadt“

Christoph Uphaus

„Wir können heute glücklich darüber sein, dass wir eine modern gestaltete Innenstadt haben, die mit dem Marktplatz ein fantastisches Herz hat. Die Innenstadt ist nicht nur eine Einkaufsstraße, es ist eine funktionierende Altstadt, deren Flair und Angebot auch von Menschen aus den umliegenden Städten gern besucht wird.“

Oliver Göttlich ergänzt: „Wir sind uns sicher, dass die Ideen und Visionen von Citymanager Christoph Uphaus, die in engem Austausch mit der Wirtschaftsförderung entwickelt werden, die Dorstener Innenstadt in eine positive Zukunft führen werden!“

Der Blick auf die Innenstadt ist Teil der breiteren Standortarbeit der WINDOR. Beim Wirtschaftsempfang 2026 wurde zuletzt deutlich, worauf Oliver Göttlich und sein Team setzen: kurze Wege zu Unternehmen, konkrete Unterstützung im Alltag und Netzwerke, die Dorsten als Wirtschaftsstandort stärken. Weitere Beiträge dazu bündelt Dorsten-Online unter dem Schlagwort WINDOR.

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Melanie Winkelmann: Mit Fachkompetenz und Feingefühl an Ihrer Seite

Familienrecht in Dorsten bedeutet für Melanie Winkelmann weit mehr als Paragrafen: Bei KTH & Partner begleitet die Rechtsanwältin Mandanten in persönlichen Ausnahmesituationen mit fachlicher Kompetenz, Empathie und einem klaren Blick für tragfähige Lösungen.

Wenn Familien auseinandergehen oder ein Erbfall Konflikte auslöst, geht es selten nur um juristische Fragen. Es geht um Menschen, Emotionen und oft um Lebenssituationen, die alles verändern. Genau hier setzt Melanie Winkelmann an.

Als Rechtsanwältin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Familien- und Erbrecht bei KTH & Partner in Dorsten steht sie für eine individuelle und lösungsorientierte Beratung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Lösung zur jeweiligen persönlichen Situation passt.

„Gemeinsam eine einvernehmliche Regelung zu finden, ist oft die beste Lösung“

Melanie Winkelmann

Nicht jeder Konflikt muss vor Gericht entschieden werden. „Man muss nicht immer streitige Verfahren führen. Häufig lassen sich tragfähige und faire Vereinbarungen im gegenseitigen Einvernehmen erzielen, etwa durch eine Scheidungsfolgenvereinbarung“, erklärt Melanie Winkelmann.

Gleichzeitig macht sie deutlich, dass außergerichtliche Lösungen nicht in jedem Fall möglich sind: „Wo eine gerichtliche Auseinandersetzung erforderlich ist, vertrete ich die Interessen meiner Mandantschaft mit Nachdruck und Konsequenz.“

Orientierung in sensiblen Lebenssituationen

Familienrecht und Erbrecht gehören zu den Rechtsgebieten, in denen juristische Beratung oft besonders eng mit persönlichen Fragen verbunden ist. „Meine Mandanten befinden sich in einer emotionalen Ausnahmesituation. Die Gespräche sind vielfach sehr persönlich und hochemotional“, berichtet sie.

Umso wichtiger sind neben juristischem Fachwissen Empathie, Verständnis und die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten Orientierung und Sicherheit zu geben. Gerade in Trennungs-, Scheidungs- oder Erbangelegenheiten geht es häufig darum, klare Entscheidungen zu ermöglichen, ohne die menschliche Seite aus dem Blick zu verlieren.

Beruflicher Weg zu KTH & Partner

Ihr juristischer Weg begann nach dem Abitur am Gymnasium der Mariannhiller Missionare in Maria Veen mit dem Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Es folgten das Rechtsreferendariat am Landgericht Essen sowie eine Tätigkeit als Assessorin, bevor sie 2004 als Rechtsanwältin zugelassen wurde.

Berufliche Erfahrung sammelte Melanie Winkelmann in familienrechtlich spezialisierten Kanzleien in Herten und Marl. Seit 2019 verstärkt sie das Team von KTH & Partner in Dorsten. Der Wechsel war bewusst gewählt, denn nach vielen Jahren wollte sie ihr berufliches Umfeld noch einmal erweitern und bewarb sich initiativ.

„Das Motto ‚Gemeinsam gewinnen‘ hat mich sofort angesprochen. Mich interessierte die Philosophie dahinter.“ Schon nach den ersten Gesprächen war für beide Seiten klar, dass es fachlich und menschlich hervorragend passt.

Regelmäßige Fortbildungen sind für sie selbstverständlich. „Ich möchte fachlich immer auf dem neuesten Stand sein, um meine Mandantschaft nach aktueller Rechtsprechung bestmöglich beraten zu können.“

Verbunden mit Lembeck und Dorsten

Trotz Studium und beruflicher Stationen in verschiedenen Städten ist Melanie Winkelmann ihrer Heimat treu geblieben. Die gebürtige Lembeckerin lebt bis heute mit ihrer Familie in ihrem Heimatort.

Privat steht für sie vor allem eines im Mittelpunkt: ihre Familie. „In der Familie finde ich den Ausgleich zu meinem oft anspruchsvollen Berufsalltag.“ Viel Freizeit bleibt zwischen Beruf und familiären Aufgaben zwar nicht, doch wenn Zeit für eine gemeinsame Radtour durch die Natur bleibt, ist das für sie perfekt. „Das macht den Kopf frei und lässt mich durchatmen.“

KTH & Partner in Dorsten

Wer Beratung im Familienrecht, Erbrecht oder in weiteren Rechtsgebieten sucht, erreicht KTH & Partner an der Fürst-Leopold-Allee in Dorsten. Dorsten-Online hat bereits weitere Teammitglieder der Kanzlei vorgestellt: Konrad Hagelstange als Partner der Kanzlei und Konstantin Schröter als Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der Beitrag KTH & Partner: Gemeinsam gewinnen ordnet außerdem ein, wie die Kanzlei ihren Teamgedanken versteht.

Logo der Kanzlei KTH & Partner in Dorsten

KTH & Partner Rechtsanwälte und Notar
Fürst-Leopold-Allee 49
46284 Dorsten

Telefon: 02362 9194-0
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Web: www.kth-partner.de

50 Jahre Trilogy: Dorstener Band feiert Jubiläum mit neuer Vinyl-EP

Ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung meldet sich die Dorstener Band Trilogy mit neuer Musik zurück. Zum 50-jährigen Bestehen erscheint die Vinyl-EP „Video“. Das Stück verbindet Erinnerungen an die Musik- und Medienwelt der 1970er- und 1980er-Jahre mit einem Blick auf die Gegenwart. Gefeiert wird die Veröffentlichung Anfang August bei einer Release-Party in Schermbeck.

Ganz abgeschlossen war die Geschichte von Trilogy offenbar nie. 50 Jahre nach der Gründung und knapp zwei Jahre nach dem großen Revival-Konzert in Dorsten veröffentlicht die Band noch einmal neue Musik auf Vinyl.

Die Jubiläums-EP „Video“ erscheint beim Schermbecker Label PBSR Records, besser bekannt als Plattenbau Schermbeck. Neben dem Titelstück enthält die Platte zwei unterschiedliche Remix-Versionen.

Von Musikfernsehen bis Social Media

Den Song „Video“ stellte Trilogy bereits beim Revival-Konzert im August 2024 in der Oude Marie erstmals live vor. Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit der immer größeren Bedeutung bewegter Bilder.

Der Bogen reicht dabei von den Anfängen des Musikfernsehens in den 1980er-Jahren bis zur heutigen Welt von Smartphones und sozialen Netzwerken, in der Videos längst zum Alltag gehören.

Auch musikalisch blickt Trilogy zurück, ohne einfach nur alte Zeiten zu kopieren. Synthetische Klänge aus den 1970er- und 1980er-Jahren treffen auf klassische Einflüsse und einen rockigen Rhythmus. So ist eine musikalische Reise durch mehrere Jahrzehnte entstanden.

„Es hat nach so langer Zeit wieder richtig Spaß gemacht, mit der Band im Studio aufzunehmen und mit aktueller Technik am Sound zu feilen“, sagt Schlagzeuger Martin Breuer.

Trilogy
Trilogy heute, von vorne nach hinten: Guido Harding, Martin Breuer, Jochen Kistein und Ludger Samson. Foto: Sklenak

Trilogy wurde 1976 in Dorsten gegründet

Die Geschichte der Band begann 1976. Keyboarder Jochen Kirstein, Schlagzeuger Martin Breuer und Bassist Ludger „Sammy“ Samson gründeten damals Trilogy.

Schon zwei Jahre später machte die Gruppe über Dorsten hinaus auf sich aufmerksam. 1978 gewann Trilogy das Vest Rock Festival in Recklinghausen. Wenig später kam Guido Harding von der Band Topas als zweiter Keyboarder hinzu.

Der Erfolg beim Festival ermöglichte die Produktion des Debütalbums „Here It Is“. Die Platte wurde über den Bellaphon Importdienst international vertrieben und gilt heute unter Sammlern als gesuchte Rarität.

Mit dem Album „Nachtlichter“ entwickelte Trilogy ihren Stil 1984 weiter. Jazz-Rock-Elemente wurden stärker mit eingängigen Gesangspassagen verbunden. Im selben Jahr gewann die Band außerdem den Wettbewerb „WDR-Stadtmusik“ in Köln.

Gemeinsam mit dem WDR entstanden anschließend weitere Aufnahmen. Zwei dieser Titel wurden später auf der CD „Callback“ veröffentlicht.

Comeback vor rund 1000 Fans

Nach einer längeren Pause stand Trilogy 2005 für ein viel beachtetes Konzert im Treffpunkt Altstadt in Dorsten wieder gemeinsam auf der Bühne.

Fast zwei Jahrzehnte später folgte schließlich das nächste große Wiedersehen. Beim Revival-Konzert im August 2024 in der Oude Marie erlebten rund 1000 Fans die Band noch einmal live.

Die Resonanz gab den Musikern offenbar den entscheidenden Anstoß, erneut ins Studio zu gehen und zum 50. Bandjubiläum eine Platte aufzunehmen.

Eine wichtige Rolle spielte dabei auch Kevin Over. Der Unternehmer und DJ ist selbst langjähriger Trilogy-Fan und hatte das Revival-Konzert in der Oude Marie organisiert.

Für die neue EP hat er das Titelstück zu einem eigenen Remix verarbeitet. Beim „Aroma von Troisdorf Dub-Mix“ setzt Over Fragmente des Originals neu zusammen und macht daraus eine deutlich cluborientierte Version.

Den zweiten Remix liefert Trilogy-Keyboarder Guido Harding selbst. Sein „VHS-DUB Mix“ greift ebenfalls den Gedanken der musikalischen Zeitreise auf.

„Ich würde mich sehr freuen, meinen ,VHS-DUB Mix‘ bald auf der einen oder anderen Tanzfläche wiederzuhören“, sagt Harding.

Medizinischer Notfall am Steuer: 22-Jährige fährt in Hervest in Vorgarten

Ein schwer beschädigter BMW, eine zerstörte Grundstückseinfriedung und Trümmer auf dem Gehweg: Am frühen Mittwochabend ist eine 22 Jahre alte Autofahrerin aus Marl auf der Glück-Auf-Straße in Dorsten-Hervest von der Fahrbahn abgekommen. Nach ersten Informationen dürfte ein medizinischer Notfall die Ursache gewesen sein. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 22. Juli, auf der Glück-Auf-Straße in der Nähe der Kreuzung mit der Heinrich-Wienke-Straße (Glück-Auf-Grill). Die 22-Jährige war mit einem weißen BMW unterwegs, als sie offenbar plötzlich die Kontrolle über ihren Wagen verlor.

Unfall Dorsten Hervest Auto in Garten Glück Auf Straße
Foto: Marc Gruber

Das Auto kam von der Straße ab, durchbrach die Einfriedung eines Grundstücks und kam schließlich auf der Rasenfläche eines Vorgartens zum Stehen. Dabei wurden Teile einer Mauer und eines Metallzauns zerstört. Trümmerteile verteilten sich über das Grundstück und den angrenzenden Gehweg.

Unfall Dorsten Hervest Auto in Garten Glück Auf Straße
Foto: Marc Gruber

BMW bei Unfall schwer beschädigt

Auch der BMW wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt. Vor allem die Front des Fahrzeugs wurde nahezu vollständig zerstört. Teile der Karosserie lagen mehrere Meter vom Wagen entfernt. Ein Abschleppunternehmen rückte später zur Bergung des Autos an.

Unfall Dorsten Hervest Auto in Garten Glück Auf Straße
Foto: Marc Gruber

Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und sicherte die Unfallstelle. Trotz des erheblichen Schadens kam nach bisherigen Erkenntnissen niemand außerhalb des Unfallwagens zu Schaden.

Unfall Dorsten Hervest Auto in Garten Glück Auf Straße
Foto: Marc Gruber

Fahrerin soll es wieder besser gehen

Nach Informationen vor Ort soll ein medizinisches Problem der 22-Jährigen zu dem Unfall geführt haben. Zeugen berichteten, dass es der jungen Frau einige Minuten nach dem Unfall wieder besser gegangen sei. Ersthelfer kümmerten sich um die Frau bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Sie wurde dann vom Rettungsdienst medizinisch weiter versorgt.

Unfall Dorsten Hervest Auto in Garten Glück Auf Straße
Foto: Marc Gruber

Welche gesundheitliche Ursache tatsächlich vorlag, ist bislang allerdings nicht bestätigt. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang liegen bei der Polizei.

Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen eröffnet: Neues Ausflugsziel für Familien aus Dorsten

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Wer in den Sommerferien noch nicht weiß, wohin mit den Kindern, hat seit heute eine neue Möglichkeit direkt vor der Haustür. Um 11 Uhr hat das neue Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen eröffnet. Dorsten Online war beim Start dabei und hat sich auf dem Gelände umgesehen.

von Andreas Heuser

Von Dorsten aus ist der neue Freizeitpark in rund 30 Minuten erreichbar. Er liegt direkt am Westfield Centro, gegenüber der Gastronomie-Promenade. Kostenlose Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Ein Besuch lässt sich deshalb auch gut mit einer Shoppingrunde oder einem Essen im Centro verbinden.

Auch Oberhausens Bürgermeister Thomas Berg (Mitte) war bei der Eröffnung. Foto: Heuser

Rund 20 Fahrgeschäfte und Attraktionen

Auf rund 46.000 Quadratmetern ist eine bunte Erlebniswelt entstanden, bei der sich fast alles um die Erdbeere dreht. Rund 20 Fahrgeschäfte, Spielplätze und weitere Attraktionen warten auf die Besucher. Mit dabei sind unter anderem die Raupenbahn, die Treggerbahn, ein Freifallturm, verschiedene Züge, Rutschen, Go-Karts, Bumper Cars, Wasserspielbereiche und ein kostenloses Indoor-Tobeland.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Vor allem für jüngere Kinder gibt es jede Menge zu entdecken. Oder wie man bei uns sagt: Da wird den Pänz so schnell nicht langweilig. Viele kleinere Fahrgeschäfte und Spielbereiche machen das Erlebnis-Dorf auch für Familien interessant, die nicht gleich einen großen Freizeitpark besuchen möchten.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Von Erdbeer-Bratwurst bis Erdbeer-Döner

Auch beim Essen bleibt Karls seinem Erdbeer-Thema treu. Angeboten werden unter anderem Erdbeer-Bratwurst, Erdbeer-Döner, Erdbeer-Eis, Waffeln, Kuchen und zahlreiche weitere süße und herzhafte Spezialitäten.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Mal was anderes: Erdbeer-Döner. Foto: Andreas Heuser

In den Shops gibt es Erdbeerprodukte von A bis Z: Marmeladen, Süßigkeiten, Getränke, Geschenkideen, Dekorationen und viele weitere ausgefallene Artikel. Wer Erdbeeren mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Eintritt ist kostenlos

Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf ist kostenlos. Auch einige Spielbereiche können ohne Gebühr genutzt werden. Für bestimmte Karussells und Attraktionen müssen dagegen einzelne Tickets oder Fahrchips gekauft werden. So kann jede Familie selbst entscheiden, wie viel sie für den Besuch ausgeben möchte.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Großer Andrang am Eröffnungstag

Am Eröffnungstag war das Gelände bereits gut gefüllt. Der Andrang war groß, die Stimmung insgesamt positiv. Ganz ohne kleinere Startprobleme ging die Premiere allerdings nicht über die Bühne. In der Gastronomie kam es teilweise zu Wartezeiten, auch bei einzelnen Fahrgeschäften hakte es zwischendurch noch. Für einen Eröffnungstag bewegte sich das jedoch im erwartbaren Rahmen.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Karls bringt damit ein neues Ausflugsziel ins Ruhrgebiet. Zwischen Erdbeerduft, Karussells, Shops und vielen liebevollen Details hat das Erlebnis-Dorf seinen eigenen Charme. „Dat is mal wat anderes“ und gerade für Familien aus Dorsten eine interessante Möglichkeit, einen Ferientag zu verbringen.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Nach der Eröffnung am heutigen Mittwoch ist das Erlebnis-Dorf nun täglich geöffnet. Für Familien, die noch nach einem unkomplizierten und schnell erreichbaren Ferienausflug suchen, könnte Karls in Oberhausen damit eine interessante neue Adresse sein.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen
Foto: Andreas Heuser

Dorsten plant Wirtschaftswege neu: Bürger können Hinweise geben

Welche Wirtschaftswege braucht Dorsten auch in Zukunft, wo reicht ein niedrigerer Standard und welche Wege könnten möglicherweise ganz aufgegeben werden? Mit einem neuen Wegenetzkonzept will die Stadt den kommunalen Außenbereich langfristig neu ordnen. Bis zum 30. August können sich Bürger online an den Planungen beteiligen.

Die Stadt Dorsten nimmt ihr umfangreiches Netz an Wirtschaftswegen unter die Lupe. Gemeinsam mit der Ge-Komm GmbH, einer Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus dem Osnabrücker Land, entsteht derzeit ein ländliches Wegenetzkonzept.

Ziel ist es, festzulegen, welche Wege langfristig besonders wichtig sind, wo Investitionen notwendig werden und welche Strecken künftig möglicherweise mit geringerem Aufwand unterhalten werden können. Dabei geht es vor allem um die Wege im Außenbereich, die unter anderem von Landwirtschaft, Anliegern, Radfahrern und weiteren Verkehrsteilnehmern genutzt werden.

Wege nach Bedeutung und Funktion bewertet

In den vergangenen Monaten haben Stadt und Fachbüro zunächst einen Konzeptentwurf erarbeitet. Dafür wurden sämtliche öffentlichen und privaten Wege anhand ihrer Bedeutung und Funktion verschiedenen Kategorien zugeordnet.

Untersucht wurde beispielsweise, welche Wege und Brücken für Dorsten unverzichtbar sind und deshalb eine hohe Priorität besitzen. Gleichzeitig geht es um Strecken, bei denen der Ausbaustandard möglicherweise reduziert werden könnte.

Auch eine ökologische Aufwertung einzelner Wege oder Flächen wird geprüft. In bestimmten Fällen könnte sogar die vollständige Aufgabe eines Weges zur Diskussion stehen.

Darüber hinaus soll geklärt werden, welche Wege für die Allgemeinheit nicht mehr erforderlich sind und möglicherweise einzelnen Interessenten oder Nutzergruppen überlassen werden könnten.

Bürger sollen Erfahrungen vor Ort einbringen

Die bisherigen Ergebnisse sind nach Angaben der Stadt ausdrücklich noch nicht als endgültige Festlegung zu verstehen. In den kommenden Wochen sollen sie gemeinsam mit der Öffentlichkeit weiterentwickelt werden.

Dafür läuft vom 20. Juli bis zum 30. August 2026 eine Online-Bürgerbeteiligung. Bürger können dort Hinweise zu einzelnen Wegen geben und ihre Erfahrungen aus der täglichen Nutzung einbringen.

Die Beteiligung erfolgt über das Bürgerdialogportal unter www.wirtschaftswegekonzept.de. Dort muss zunächst einmalig ein Benutzerkonto angelegt werden. Nach der Anmeldung lässt sich über die Eingabe des Stadtnamens „Dorsten“ das entsprechende Projekt öffnen.

Kommentare lassen sich einzelnen Wegen zuordnen

Auf einer digitalen Karte ist das untersuchte Wegenetz dargestellt. Wer einen Kommentar zu einem bestimmten Abschnitt abgeben möchte, benötigt die zugehörige fünfstellige Wegenummer.

Diese erscheint in einem Informationsfeld, sobald der betreffende Weg in der Kartenansicht angeklickt wird. Anschließend kann die Nummer zusammen mit dem Hinweis in ein Kommentarformular eingetragen werden.

Für Nutzer, die sich zunächst mit dem System vertraut machen möchten, stellt die Ge-Komm GmbH außerdem Erklärvideos bereit. Diese sind über den Bereich „FAQ“ des Bürgerdialogportals erreichbar.

Mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung soll der bisherige Entwurf weiter ergänzt werden. Das fertige Wirtschaftswegekonzept soll der Stadt anschließend als Grundlage dienen, um künftige Investitionen und die dauerhafte Unterhaltung des Wegenetzes gezielter planen zu können.

Beratungsmobil für Sehbehinderte kommt nach Dorsten

Wenn das Sehvermögen nachlässt, stellen sich für Betroffene und ihre Angehörigen oft viele Fragen. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen bietet deshalb Ende Juli erneut eine kostenlose Beratung direkt in der Dorstener Innenstadt an.

Am Donnerstag, 30. Juli 2026, macht das mobile Beratungsangebot des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen e.V. zum zweiten Mal in diesem Jahr Station in Dorsten. Das grüne Beratungsmobil steht von 9 bis 13 Uhr in der Fußgängerzone an der Recklinghäuser Straße.

Beratung aus eigener Erfahrung

Eine Besonderheit des Angebots: Die Beratung übernehmen Menschen, die selbst einen Sehverlust erlebt haben. Sie kennen daher viele der Fragen und Schwierigkeiten, die auftreten können, wenn das Sehen im Alltag zunehmend zum Problem wird.

Dabei geht es beispielsweise darum, welche Hilfen zur Verfügung stehen, wo entsprechende Hilfsmittel erhältlich sind und welche Kosten möglicherweise entstehen. Auch die Frage, welche Unterstützung in der individuellen Situation überhaupt sinnvoll ist, kann vor Ort besprochen werden.

Hilfsmittel direkt ausprobieren

Neben persönlichen Gesprächen können Besucher verschiedene Hilfsmittel ausprobieren. Außerdem gibt das Beratungsteam praktische Tipps für den Alltag und informiert über weitere Unterstützungsangebote.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Menschen, die bereits stark sehbehindert sind. Auch Personen, die erste deutliche Einschränkungen ihres Sehvermögens feststellen oder sich um Angehörige kümmern, können die kostenlose Beratung nutzen.

Unterstützt wird das mobile Angebot des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen durch die Aktion Mensch.

Beratung ohne Kosten

Eine Anmeldung ist für den Besuch des Beratungsmobils nicht erforderlich. Interessierte können am Donnerstag, 30. Juli, zwischen 9 und 13 Uhr in der Recklinghäuser Straße vorbeikommen und sich unverbindlich informieren.

Längere Wartezeiten im Straßenverkehrsamt: Zusatzschichten sollen Entlastung bringen

Wer derzeit einen Termin in der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes benötigt, muss wieder mit längeren Wartezeiten rechnen. Krankheitsbedingte Personalausfälle, eine unerwartet hohe Nachfrage und mehrere kurzfristige Systemausfälle haben zuletzt für Verzögerungen gesorgt. Mit Zusatzschichten und einem zusätzlichen Öffnungstag will die Verwaltung die Rückstände nun abbauen.

Nachfrage überraschend stark gestiegen

Nach Angaben des Straßenverkehrsamtes ist vor allem die Zahl der saisonbedingten Zulassungen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. In den Vorjahren habe sich diese Nachfrage stärker auf das Frühjahr konzentriert und sei in den Sommermonaten weitgehend abgearbeitet gewesen.

In diesem Jahr zeigt sich ein anderes Bild. Hinzu kamen in den vergangenen zwei Wochen mehrere kurzzeitige Systemausfälle, die den Arbeitsablauf zusätzlich erschwerten und weitere Verzögerungen verursachten.

Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt beginnen früher und bleiben länger

Um die Rückstände möglichst schnell aufzuarbeiten, setzt die Zulassungsstelle derzeit auf zusätzliche Arbeitszeiten.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die entstandenen Rückstände aufzuarbeiten und weitere Termine anzubieten“, erklärt Matthias Wäsche, Ressortleiter der Zulassungsstelle.

Mitarbeiter beginnen ihren Dienst demnach bereits vor der regulären Öffnung für den Publikumsverkehr und bleiben teilweise auch anschließend länger. In dieser Zeit werden unter anderem Vorgänge bearbeitet, die über das Online-Verfahren i-Kfz oder über Autohäuser eingegangen sind.

Zusätzlicher Öffnungstag am Samstag

Eine weitere Entlastung soll ein außerplanmäßiger Öffnungstag bringen. Am Samstag, 1. August, öffnet die Zulassungsstelle zusätzlich für Bürger. Die entsprechenden Termine sollen in Kürze zur Buchung freigeschaltet werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass sich die angespannte Terminsituation in den nächsten Wochen wieder etwas entspannen sollte“, sagt Wäsche. Die Entwicklung werde jedoch weiter beobachtet. Falls notwendig, könnten die Maßnahmen ausgeweitet werden.

Bereits 2024 gab es Engpässe

Schon im Jahr 2024 hatte das Straßenverkehrsamt über mehrere Wochen mit erheblichen Engpässen im Kundenservice zu kämpfen. Die Verwaltung reagierte damals unter anderem mit Umstrukturierungen, zusätzlichen Wochenenddiensten und einer vereinfachten sowie beschleunigten Nachbesetzung offener Stellen.

Diese Maßnahmen hatten die Situation anschließend deutlich verbessert. Nun wollen die Planer mit zusätzlichen Schichten und dem weiteren Öffnungstag verhindern, dass sich erneut größere Rückstände aufbauen.

Maskierter bedroht Mitarbeiterin mit Schusswaffe: Raubversuch auf Getränkemarkt in Dorsten

Ein maskierter Mann hat am Dienstagmittag einen Getränkemarkt am Söltener Landweg in Dorsten überfallen. Der Täter bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer Schusswaffe, flüchtete jedoch ohne Beute. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Täter flüchtet mit grauem Auto

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Recklinghausen betrat der bislang unbekannte Mann am Dienstag, 21. Juli 2026, gegen 13.05 Uhr den Getränkemarkt am Söltener Landweg.

Der Täter war maskiert und bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer Schusswaffe. Geld oder andere Beute konnte er nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht erlangen. Anschließend verließ der Mann den Markt und flüchtete.

Nach Angaben der Polizei stieg der Tatverdächtige in ein graues Auto mit Recklinghäuser Kennzeichen. Mit dem Wagen fuhr er in Richtung Am Lipping davon.

Die Mitarbeiterin blieb nach ersten Erkenntnissen körperlich unverletzt.

Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Der gesuchte Mann soll etwa 1,70 Meter groß und älter als 30 Jahre sein. Zur Tatzeit trug er eine dunkle grau-grüne Hose sowie eine dünne schwarze Regenjacke. Außerdem war er mit einer Sturmhaube maskiert und trug Handschuhe.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Mann oder das graue Fahrzeug im Bereich des Söltener Landwegs beziehungsweise Am Lipping beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

Lokallust Dorsten Juli 2026 ist da

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Unsere aktuelle Ausgabe der Lokallust Dorsten erscheint ausnahmsweise einen Tag früher, als gewohnt. Was allerdings geblieben ist, ist der bunte Mix aus Dorstener Geschichten, die zum Schmökern einladen. Und natürlich ist auch diese Ausgabe wieder bunt, vielfältig, informativ, aktuell und natürlich weiterhin gratis, denn gute Unterhaltung muss nichts kosten.

Wir beginnen unsere Ausgabe mit der Titelgeschichte über Heinz Mönk. Der 90-Jährige ist Dorstens ältester Feuerwehrmann. Er und seine beiden Töchter erzählten Martina Jansen von ihrem Leben im Feuerwehrhaus im Lippetal.

Auf ein Bier, natürlich auf ein Stauder-Pils, traf sich Martina Jansen mit Axel Stauder, einem der beiden Geschäftsführer der Essener Privatbrauerei.

Richtig gut zusammengefasst hat Christian Sklenak den 24-Stunden-Lauf im Juli. Als Mitorganisator des Laufes hatte er natürlich einen guten Einblick in gelaufene Runden sowie in die aufgestellten Rekorde.

Über die positive Entwicklung der Dorstener Innenstadt unterhielt sich Christian Sklenak mit Citymanager Christoph Uphaus sowie mit Oliver Göttlich, Geschäftsführer WINDOR.

Über das Leben im Alter vor Jahrzehnten und heute, hat sich dann wieder Martina Jansen einige Gedanken gemacht.

Auf die vertrauten Gesichter ihres Pflegedienstes freut sich Ursula Schneider, die die Besuche der Pflegekräfte sehr genießt, wie sie Martina Jansen erzählt.

Was natürlich bei uns im Magazin nicht fehlen darf, sind weitere Informationen rund um Dorsten, wie zum Beispiel die Fritz-Kolumne und Oliver Borgwardts Serie „Damals in Dorsten“, die Angebote unserer Werbekunden, und Sie können zudem lesen, was in Dorsten passiert ist und welche Veranstaltungen noch anstehen.

Bis Montag sollten Sie unser Monatsmagazin in Ihren Briefkästen haben, ansonsten melden Sie sich bitte bei uns. Sollten Sie Werbeverweigerer sein, können Sie die neue Ausgabe unseres beliebten Monatsmagazins an den bekannten Auslagestellen mitnehmen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team der Heimatmedien

Online aus dieser Ausgabe

Diese Geschichten aus der Lokallust Dorsten Juli 2026 sind bereits auf Dorsten-Online veröffentlicht:

Ein Jahr Peru mit Rotary: Matilda kehrt mit Fernweh nach Dorsten zurück

Vor einem Jahr sprach Matilda Schwieren aus Rhade noch darüber, wie es sich wohl anfühlen würde, für viele Monate Familie, Freunde und den vertrauten Alltag zurückzulassen. Jetzt ist sie wieder da. Hinter ihr liegen ein Schuljahr in Arequipa, zwei Gastfamilien, Reisen durch die Anden und den Amazonas, Machu Picchu, Piranhas, Faultiere, Vogelspinnen und vor allem unzählige Begegnungen. Aus der Jugendlichen, die ohne ein Wort Spanisch nach Peru flog, ist eine junge Frau geworden, die sagt: „Ich war noch nie glücklicher.“

Als Matilda Schwieren vor knapp einem Jahr ihre Koffer packte, war Peru ursprünglich gar nicht das Land gewesen, von dem sie lange geträumt hatte. Australien stand ganz oben auf ihrer Liste. Das Land faszinierte sie, auch weil sie sich vorstellen kann, später Tiermedizin, Biologie oder Meeresbiologie zu studieren.

Doch über ihre Freundin Lilly, die mit dem Rotary-Jugendaustausch nach Argentinien gegangen war, wurde sie auf das Programm aufmerksam. Schließlich fiel die Wahl auf Peru. Rückblickend hätte es für Matilda kaum besser kommen können.

„Ich bin da wirklich mit null Kenntnissen hingeflogen“, erzählt sie heute und meint damit vor allem die Sprache. Spanisch konnte sie bei ihrer Ankunft nicht. Statt monatelang Vokabeln zu pauken, hatte sie sich vor allem mit der Kultur beschäftigt und Kontakt zu anderen Austauschschülern aufgenommen.

Dann stieg sie ins Flugzeug und ließ sich auf das Abenteuer ein.

Foto: privat

Plötzlich war alles laut, bunt und anders

Ihre neue Heimat wurde Arequipa, die zweitgrößte Stadt Perus, eingerahmt von der majestätischen Landschaft der Anden. Schon die ersten Tage waren ein Kontrastprogramm zum beschaulichen Rhade.

Matilda mit anderen Mädchen aus ihrer Klasse. Foto: privat

„Es war total anders und ziemlich verwirrend, als ich rausgegangen bin. Es war laut, es war bunt, die Menschen haben total anders getickt. Aber ich habe es geliebt“, erinnert sich Matilda.

Anfangs half Englisch bei der Verständigung mit ihrer ersten Gastfamilie. Doch irgendwann musste Spanisch her. Besonders nach ihrer ersten Reise begann Matilda, sich immer mehr zu trauen und die neue Sprache tatsächlich zu sprechen.

Mit jedem Satz wurde die fremde Umgebung ein bisschen vertrauter.

Auch der Alltag stellte sie vor Herausforderungen. Matilda besuchte eine private Mädchenschule und war dort die einzige Austauschschülerin von Rotary und meist auch die einzige Europäerin. Der Schultag begann früh. Teilweise wurde sie bereits um 6 Uhr mit einem kleinen Schulbus abgeholt. Unterricht war bis zum Nachmittag, unterbrochen von lediglich zwei kurzen Pausen.

Matilda auf dem Hauptplatz Plaza de Armas in Arequipa. Foto: privat

Das Schulsystem erlebte sie als anspruchsvoll und zugleich überraschend familiär. Lehrer und Schüler kennen sich gut, Umarmungen gehören zum Alltag, Lehrer wissen viel über das Privatleben ihrer Schüler. Neben klassischen Fächern wie Mathematik, Chemie, Geschichte oder Englisch gab es auch Unterricht zur Persönlichkeitsentwicklung, bei dem über Identität, Gesellschaft und das Zusammenleben gesprochen wurde.

Schlüsselerlebnis bei der Freundschaftsparade

Auf die anfangs noch schüchterne Matilda kam schon wenige Wochen nach ihrer Ankunft ein Schlüsselerlebnis zu. Der Rotary Club beteiligt sich jedes Jahr am großen Festumzug, dem Corso de la Amistad („Parade der Freundschaft“). Dieses farbenfrohe Straßenfest ist jedes Jahr im August der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Gründungsjubiläum von Arequipa. Für den Umzug stellen Vereine und Organisationen repräsentative Festwagen, die mit viel Liebe und Mühe geschmückt werden. Kurzerhand wurde Matilda zur „Miss Rotary“ gewählt und durfte den Club vom Festwagen aus vertreten. Als „schönster Tag in meinem Leben“ erinnert sie sich heute daran, als sie durch die geschmückten Straßen gefahren wurde und ihr die Menschen zujubelten. „So etwas habe ich noch nie gefühlt“, betont Matilda.

Stolz und glücklich lächelt Matilda vom Festwagen herunter. Foto: privat

Auch schwierige Momente gehören dazu

Ein Austauschjahr besteht allerdings nicht nur aus spektakulären Landschaften und Urlaubsfotos. Das merkte Matilda besonders in der Schule. Nachdem die anfängliche Neugier ihrer Mitschülerinnen nachgelassen hatte, fühlte sie sich zeitweise außen vor. Erst allmählich verstand sie, dass sie selbst aktiv werden musste.

„Dann lag es an mir, mich bei denen wieder reinzubringen“, erzählt sie. Statt darauf zu warten, dass andere auf sie zukamen, ging sie selbst auf ihre Mitschülerinnen zu.

Gerade solche Erfahrungen gehören für Matilda heute zu den wichtigen Lektionen ihres Jahres. Sie lernte, sich zu überwinden und auf Menschen zuzugehen.

Mit einer Freundin und Alpacas. Foto: privat

Auch der Wechsel der Gastfamilie wurde zu einer emotionalen Herausforderung. Von ihrer ersten Familie wollte sie sich eigentlich gar nicht trennen. „Ich habe mich dagegen gesträubt. Ich wollte wirklich bei meiner ersten Gastfamilie bleiben. Ich war unfassbar traurig.“

Doch gerade das Konzept, während eines Rotary-Austauschs unterschiedliche Familien und Lebenswelten kennenzulernen, hatte sie zuvor gereizt. Nun erlebte sie selbst, was das bedeutet.

Die Unterschiede waren erheblich. Ihre erste Gastfamilie war wohlhabend, viele Angehörige arbeiteten als Ärzte oder Anwälte. In der zweiten Familie musste deutlich stärker auf das Geld geachtet werden. Matilda lernte damit innerhalb derselben Stadt sehr unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kennen.

Der Start dort war zudem von einem traurigen Ereignis geprägt. Bereits einen Tag nach ihrem Einzug starb die Großmutter ihrer neuen Gastfamilie. Matilda erlebte unmittelbar, wie eng Freude und Trauer während eines solchen Jahres beieinanderliegen können. Statt nur Gast zu sein, wollte sie nun selbst für ihre neue Familie da sein.

Blick auf die noch von den Inka angelegten Salzterrassen. Foto: privat

Von Machu Picchu bis in den Amazonas

Und dann waren da natürlich jene Erlebnisse, für die manchmal selbst die vielen Fotos nicht ausreichen.

Gemeinsam mit Rotary und anderen Austauschschülern bereiste Matilda große Teile Perus. Sie sah Cusco und Machu Picchu, folgte den Spuren der Inka, besuchte die berühmten Regenbogenberge, den Titicacasee und den Colca Canyon.

Das Weltkulturerbe Macchu Picchu stand natürlich auch auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Foto: privat

„Ich habe wirklich alles an Landschaft gesehen“, schwärmt sie. Berge und Strände, Seen und Wasserfälle, Wüste, Dschungel und Großstadt. Immer wieder kam sie an Orte, deren Schönheit sie sich vorher kaum hätte vorstellen können.

Am Titicaca-See schlüpfte Matilda in traditionelle Kleidung. Foto: privat

Zu den Höhepunkten gehörte die Reise in den Amazonas.

Dort wurde das Austauschjahr endgültig zum Abenteuerfilm. Matilda fuhr mit Booten über den Fluss, wanderte durch den Regenwald und begegnete Tieren, die sie zuvor vor allem aus Dokumentationen kannte. Faultiere gehörten ebenso dazu wie rosafarbene Flussdelfine, Affen und Vogelspinnen.

Am Amazonas durfte Matilda keine Angst vor großen Spinnen haben. Foto: privat

Auf einer Bootstour angelten die Jugendlichen sogar selbst Piranhas. Am Abend landete der Fang auf dem Grill.

Besonders beeindruckt war Matilda vom Leben der Menschen am Amazonas. Sie besuchte Siedlungen, in denen Häuser teilweise auf Stelzen am Wasser stehen und Mensch und Tier viel unmittelbarer zusammenleben als in Europa. Überall Musik, Tanz und eine Lebensfreude, die ihr im Gedächtnis geblieben ist.

„Man stellt sich das wie im Film vor“, sagt sie.

Matilda mit einem Frosch am Amazonas. Foto: privat

Piranha, Krokodil und Meerschweinchen

Wer ein Land wirklich kennenlernen möchte, muss sich manchmal auch kulinarisch etwas trauen. Matilda tat das offenbar gründlich.

Ihr Lieblingsgericht wurde Ceviche, eines der bekanntesten Gerichte Perus, bei dem Fisch unter anderem mit Limettensaft, Chili und Kräutern zubereitet wird. Auch Meerschweinchen probierte sie.

Im Amazonas wurde die Speisekarte noch ungewöhnlicher. Dort kostete sie Krokodil und sogar gebratene beziehungsweise gekochte Würmer.

Die einheimische Küche bot für die Europäer einige Herausforderungen. Foto: privat

Dazu kamen tropische Früchte und frisch gepresste Säfte, die für sie schnell zum Alltag wurden.

Einige der peruanischen Gerichte will Matilda nun auch zu Hause ausprobieren. Denn nach einem Jahr Peru ist zwar der Koffer wieder in Deutschland angekommen, längst aber nicht alles, was sie mitgenommen hat, passt hinein.

Mit einem Faultier am Amazonas. Foto: privat

„Meine Freunde haben mich noch nie so glücklich gesehen“

Die größte Veränderung lässt sich ohnehin nicht fotografieren.

Matilda selbst sagt, dass sie offener geworden sei und sich heute deutlich mehr zutraue. Menschen in ihrem Umfeld haben die Veränderung ebenfalls bemerkt.

„Meine Freunde haben alle gesagt, sie haben mich noch nie so glücklich gesehen“, erzählt sie. Auf den Fotos aus Peru sei zu erkennen, wie sehr sie dort aufgeblüht sei.

Matilda vor den Regenbogenbergen (Vinicunca) südlich von Cuzco. Foto: privat

Gleichzeitig ist die Rückkehr komplizierter, als man vielleicht vermuten würde. Natürlich hat sie sich auf Familie und Freunde gefreut. Doch während in Deutschland das vertraute Leben weitergeht, ist auf der anderen Seite des Atlantiks ebenfalls ein Zuhause zurückgeblieben.

„Irgendetwas ist da geblieben. Etwas fehlt jetzt“, sagt sie.

Fernweh?

„Ja, definitiv.“

Vielleicht ist genau dieses Gefühl der beste Beweis dafür, was ein gelungenes Austauschjahr bewirken kann. Aus einem fremden Land wird ein Ort, den man vermisst. Aus Menschen, deren Sprache man zunächst nicht versteht, werden Freunde und Familie.

Treffen mit anderen Rotary-Austauschschülern. Foto: privat

Ein bisschen Peru ist mit nach Rhade gekommen

Sogar einige Alltagsgewohnheiten haben die Reise über den Atlantik geschafft.

Vor ihrer Abreise beschreibt sich Matilda selbst als ausgesprochen deutsch, wenn es um Pünktlichkeit und Planung ging. Alles sollte rechtzeitig erledigt und möglichst genau organisiert sein.

Das hat sich geändert.

„Jetzt bin ich, wo ich wieder da bin, eigentlich normalerweise immer zu spät“, erzählt sie lachend. Wenn sie ihrem Vater ankündige, in zehn Minuten zu Hause zu sein, könne daraus durchaus eine halbe Stunde werden.

Nicht unbedingt eine Veränderung, über die sich ihre Eltern uneingeschränkt freuen.

Dahinter steckt für Matilda aber eine grundsätzlichere Erkenntnis: Sie betrachtet vieles entspannter und kann besser unterscheiden, was wirklich wichtig ist und worüber es sich nicht lohnt, sich ständig Gedanken zu machen.

Vor allem aber hat Peru ihre Lust auf die Welt noch größer gemacht.

Zusammen in den Anden. Foto: privat

Ihr Rat: Nicht zu lange nachdenken, sondern machen

Was würde sie heute einem Jugendlichen sagen, der selbst mit dem Gedanken spielt, ein Austauschjahr zu wagen?

Matilda muss nicht lange überlegen.

„Auf jeden Fall machen. So schnell wie möglich. Keine Zweifel haben, keine Ängste haben vor dem Auslandsjahr.“

Es werde neue Menschen, eine neue Kultur und eine andere Sicht auf die Welt geben. Nicht jeder Tag werde einfach sein. Genau darin liege aber ein Teil der Erfahrung.

Einfach mal ins kalte Wasser – das ist für Matilda kein Problem mehr. Foto: privat

„Es wird das beste Jahr deines Lebens, egal wo du sein wirst, egal mit wem, egal wie lange“, sagt Matilda. Ihr wichtigster Rat lautet deshalb, sich wirklich auf das neue Leben einzulassen und nicht gedanklich ständig in Deutschland zu bleiben.

„Genieß dein Jahr, hab keine Angst und nimm einfach so viel mit, wie du kannst.“

Sie selbst hat genau das getan.

Matilda heute: „Das Jahr hat unglaublich viel mit mir gemacht.“ Foto: Borgwardt

Vor einem Jahr flog eine Jugendliche aus Rhade ohne Spanischkenntnisse in ein Land, das ursprünglich nicht einmal ihr erstes Wunschziel gewesen war. Zurückgekehrt ist eine Matilda, die eine zweite Familie auf der anderen Seite der Welt gefunden, Peru von den Anden bis zum Amazonas bereist und gelernt hat, dass ein Sprung ins Unbekannte manchmal genau der richtige Weg sein kann.

Und während ihr Austauschjahr nun offiziell vorbei ist, hat es offenbar etwas ausgelöst, das noch lange nicht beendet ist: den Wunsch, noch viel mehr von der Welt zu sehen.

Der Rotary Jugendaustausch

„Der Rotary Jugendaustausch steht für Völkerverständigung und fördert den globalen Austausch junger Menschen“, erklärt Rotary-Sekretärin Petra Scholten. „Solche Programme sind ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen Austausch und zur globalen Freundschaft – Werte, die Rotary weltweit fördert und lebt.“

Schüler, die Interesse an einem Austausch haben, können sich gerne über die Homepage an den Rotary Club wenden. www.dorsten.rotary.de

Dorsten erinnert in Riga an die Opfer des Holocaust

Die Erinnerung an die aus Dorsten deportierten und ermordeten Juden ist inzwischen auch an einem der wichtigsten Gedenkorte in Lettland sichtbar. Im Wald von Bikernieki bei Riga trägt ein Gedenkstein den Namen „Dorsten“. Bei der diesjährigen Gedenkreise des Deutschen Riga-Komitees besuchte Achim Schrecklein die Gedenkstätte und vertrat dabei die Stadt Dorsten.

Der ehemalige stellvertretende Bürgermeister und langjährige Ratsherr nahm während des mehrtägigen Aufenthalts gemeinsam mit Vertretern zahlreicher Mitgliedsstädte an verschiedenen Gedenkveranstaltungen teil. Zum Programm gehörte unter anderem das stille Gedenken an den Erinnerungsorten Bikernieki und Rumbula. Außerdem fanden Gespräche über die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur in Europa statt.

Gedenkstein erinnert an Opfer aus Dorsten

Ein besonderer Moment war für Schrecklein der Besuch der Gedenkstätte im Wald von Bikernieki. Dort erinnert nun auch ein Stein mit der Aufschrift „Dorsten“ an die jüdischen Bürger der Stadt. Diese waren während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Opfer von Verschleppung und Mord geworden.

Der Dorstener Gedenkstein konnte erst mit zeitlicher Verzögerung auf der Anlage installiert werden. Nun macht er die Verbindung der Stadt mit dem internationalen Erinnerungsort auch vor Ort sichtbar.

Dorsten RIga Komitee Gedenkstein
An der Gedenkstätte im Wald von Bikernieki erinnert inzwischen auch ein Gedenkstein mit der Aufschrift Dorsten an die deportierten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Foto: Stadt Dorsten

„Die Reise nach Riga macht deutlich, dass Erinnerung nicht abstrakt ist. Wer die Orte besucht, an denen so viele Menschen entrechtet, deportiert und ermordet wurden, versteht noch einmal auf ganz andere Weise, warum wir Verantwortung für unsere Geschichte tragen“, sagt Schrecklein. Der neue Gedenkstein mit der Aufschrift Dorsten sei ein sichtbares Zeichen dafür, „dass wir diese Verantwortung gemeinsam wahrnehmen“.

20 Menschen aus Dorsten nach Riga deportiert

Dorsten gehört seit 2021 dem Deutschen Riga-Komitee an. Mit dem Beitritt hat sich die Stadt dazu verpflichtet, die Erinnerung an die mehr als 25.000 Juden wachzuhalten, die in den Jahren 1941 und 1942 nach Riga deportiert wurden. Ein großer Teil von ihnen wurde im Wald von Bikernieki ermordet.

Auch aus Dorsten wurden 20 jüdische Bürger nach Riga deportiert. Nur zwei von ihnen überlebten.

Der Rat der Stadt hatte den Beitritt zum Riga-Komitee 2021 auf Antrag der SPD einstimmig beschlossen. Seitdem beteiligt sich Dorsten gemeinsam mit der Bürgerschaft an der Pflege der Gräber- und Gedenkstätte in Bikernieki. Zudem unterstützt Dorsten die Erinnerungsarbeit des internationalen Städtebündnisses.

Stockhoff dankt Schrecklein für Engagement

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte Achim Schrecklein für die Vertretung der Stadt und dessen persönliches Engagement.

„Unsere Mitgliedschaft im Riga-Komitee ist weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein klares Bekenntnis dazu, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten“, erklärt Stockhoff.

Er freue sich, dass Schrecklein Dorsten in Riga vertreten und die Verbundenheit der Stadt mit diesem wichtigen Erinnerungsort sichtbar gemacht habe. „Ich danke ihm auch sehr herzlich für sein herausragendes persönliches Engagement in dieser Sache“, so der Bürgermeister.

Mit der Beteiligung am Riga-Komitee soll die Erinnerung an die Opfer auch für kommende Generationen lebendig bleiben. Der Gedenkstein mit dem Namen Dorsten macht diese Verantwortung nun auch an jenem Ort sichtbar, an dem Tausende Menschen Opfer des nationalsozialistischen Massenmordes wurden.

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