Diese Woche enden die Feierlichkeiten im Rahmen des Dorstener Stadtjubiläums in Holsterhausen. Als letzter großer Höhepunkt findet am Samstagabend im Festzelt an der Vogelstange die Holstival-Abschlussparty statt.
Danach wird das Zepter an Wulfen weitergegeben. Doch wie gut kennst du eigentlich den Stadtteil? Bevor in Wulfen und Barkenberg die Festlichkeiten starten, hast du im Quiz die Chance, dein Wissen über Dorstens jüngsten Stadtteil noch einmal aufzufrischen.
Die Schüler des Schulfachs „Dein Dorsten“ vom Gymnasium Petrinum haben zehn Frage zu Wulfen und Barkenberg erstellt. Das Quiz behandelt Themen rund um die Geschichte von Wulfen, die geographische Lage und die Sportkultur. Wie viele Fragen kannst du richtig beantworten? Finde es unten im Quiz heraus.
Der missio-Truck „Eine Welt – keine Sklaverei“ macht zum Auftakt seiner neuen Deutschlandtour Station in Dorsten. Nach einer halbjährigen Umbaupause schickt missio Aachen seine mobile Ausstellung wieder auf Reisen. Neu an Bord ist dabei ein multimedial gestalteter Raum zum Thema Mica-Abbau in Madagaskar.
Am Dienstag, 10. März, um 9 Uhr findet die Eröffnung des Trucks auf dem Platz der Deutschen Einheit statt. Beteiligt sind beide Ursulinen-Schulen. Den Segen spricht Schulseelsorger Kai Kaczikowski.
Multimedialer Rundgang durch fünf Themenräume
Der Themen-Truck bietet einen rund 25-minütigen Rundgang durch fünf multimedial gestaltete Räume. Geführt werden die Besucher dabei von der virtuellen Begleitfigur „Chris“. Die digitale Stimme stellt Fragen, erklärt Zusammenhänge und regt zudem zum Nachdenken an.
In Gruppen von jeweils drei Personen setzen sich die Gäste mit verschiedenen Formen moderner Sklaverei auseinander. Neben dem neu konzipierten Raum zum Mica-Abbau in Madagaskar geht es um Kakaoanbau in Ghana, Fast Fashion in Bangladesch, Arbeitsbedingungen in deutschen Fleischbetrieben sowie um Ausbeutung auf Kreuzfahrtschiffen.
Der missio-Truck bietet verschiedene Themenräume an. Foto: missio Aachen
Neuer Schwerpunkt: Mica-Abbau in Madagaskar
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Mineral Mica. Madagaskar zählt zu den weltweit größten Lieferländern dieses begehrten Rohstoffs, der unter anderem in Kosmetika, Autolacken und Elektronikprodukten verwendet wird. Der neue Themenraum zeigt zudem, unter welchen Bedingungen Menschen, darunter auch Kinder, in den Abbaugebieten arbeiten.
Die Ausstellung macht deutlich, dass moderne Sklaverei kein fernes Problem ist. Sie steht in direktem Zusammenhang mit globalen Lieferketten und unserem Konsumverhalten in Deutschland.
Besuch für Schulen in Dorsten
Bis Freitag, 13. März, können angemeldete Klassen des St. Ursula Gymnasiums und des Petrinums den Truck besuchen. Eine Woche später, vom 16. bis 20. März, steht die mobile Ausstellung dann auf dem Schulhof der St. Ursula Realschule.
Mit dem Start in Dorsten setzt missio Aachen ein deutliches Zeichen. Die Ausstellung will informieren, sensibilisieren und zum Handeln motivieren. Ziel ist es, Zusammenhänge sichtbar zu machen und junge Menschen für globale Verantwortung zu stärken.
Wenn in Dorsten der Strom länger ausfällt oder das Telefonnetz zusammenbricht, sind sie zentrale Anlaufstellen: die Notfall-Infopunkte, kurz NIP. Damit Bürger diese im Ernstfall schnell finden, setzt die Stadt auf eine gut sichtbare Kennzeichnung.
Im konkreten Ereignisfall werden an den 13 Standorten im Stadtgebiet zusätzliche Banner und Beachflags aufgestellt. Sie weisen deutlich auf die jeweiligen Anlaufstellen hin. Unabhängig davon sind die Notfall-Infopunkte dauerhaft an großen roten Schildern mit weißer Aufschrift „Notfall-Infopunkt“ zu erkennen.
Hilfe auch ohne funktionierenden Notruf
Die Notfall-Infopunkte spielen vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn der Notruf 112 nicht erreichbar ist. An diesen Stellen nehmen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei oder Technischem Hilfswerk Meldungen entgegen. Die Informationen werden per Funk an die Leitstelle weitergeleitet. So bleibt die Kommunikation auch in außergewöhnlichen Lagen gesichert und Hilfe kann organisiert werden.
„In einer Notsituation ist jeder von uns gefordert. Wenn Rettungskräfte nicht sofort überall sein können, ist es entscheidend, dass die Menschen wissen, wo sie Unterstützung finden und wie sie sich richtig verhalten“, betont Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Informationen per Flyer und online
Um gut vorbereitet zu sein, hat die Stadt den Flyer „Stadt Dorsten – für den Notfall bereit“ an alle Haushalte verteilt. Darin finden sich nicht nur die Standorte der Notfall-Infopunkte, sondern auch Hinweise zu Warn- und Sirenensignalen sowie zur persönlichen Notfallvorsorge.
Alle Informationen stehen zudem online unter www.dorsten.de/notfallinfo zur Verfügung. Die Stadt empfiehlt, sich bereits im Vorfeld mit dem nächstgelegenen Notfall-Infopunkt vertraut zu machen und die Informationsmaterialien griffbereit aufzubewahren. Denn im Ernstfall zählt jede Minute – und gute Vorbereitung hilft, richtig zu handeln.
Mehr zu den Standorten der Notfall-Infopunkten liest man hier:
Unsere Schülerpraktikantin Sofiia ist 14 Jahre alt und begleitet drei Wochen lang die Arbeit in der Redaktion. In diesem Artikel befasst sie sich mit dem Jugendzentrum Das Leo in Dorsten-Hervest.
Das Leo in Dorsten ist auch ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Von Montag bis Freitag ist das Zentrum von 14 bis 20 Uhr geöffnet.
Im Interview sagt Leiterin Swantje Bärenfänger: „Wir sind ein offener Treff für Kinder und Jugendliche von sechs bis einundzwanzig Jahren. Hier können sie ihre Freizeit verbringen, Freunde treffen und sich sicher fühlen.“
Auf die Frage, was die Jugendlichen im Zentrum machen, erklärt sie: „Die Kinder basteln, machen kreative Projekte, gestalten Plakate oder spielen verschiedene Spiele. Jeden Freitag kochen oder backen wir zusammen. Dabei lernen die Jugendlichen neue Fähigkeiten und arbeiten im Team.“
Tischkicker, Fernseher und gemütliche Sitzecke im Innenraum des Leo. Foto: Sofiia Khoma
Swantje Bärenfänger erzählt auch, dass das Angebot besonders wichtig für Kinder ist, deren Familien nicht immer Geld für Freizeitaktivitäten wie Kino oder Eishalle haben. Deshalb organisiert das Zentrum verschiedene Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten. Im Februar standen etwa ein Kinobesuch und ein Besuch der Eishalle auf dem Plan.
Kommende Veranstaltungen im „Das Leo“
Im März finden mehrere Veranstaltungen statt: Am 7. März um 15 Uhr gibt es „Starke Stimmen – Kreative Begegnungen“ (kostenlos). Im Rahmen der Frauenkulturtage findet am 14. März ab 18.30 Uhr das Femrock Festival (VVK 10 € / AK 12 €) im Leo statt.
Auch an den Besentagen beteiligen sich die Jugendlichen vom Leo. Am 17.03. von 14 bis 15 Uhr wird rund um das Leo geputzt.
Der Eingangsbereich des Leo. Foto: Sofiia Khoma
Im Sommer sind weitere Aktivitäten geplant: Das Red Balloon Musikfestival vom 31. Juli bis 1. August, die Kreativwoche vom 10. bis 14. August und ein Zirkusangebot vom 24. bis 29. August.
Das Leo arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen. So zum Beispiel mit der Mr. Trucker Kinderhilfe, dem Sparkassen Clubraum und Cookie’s Veggies. „Das Zentrum unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung“, erklärt Swantje Bärenfänger abschließend.
In Dorsten hat die Polizei am Freitagmittag einen 32-jährigen Mann festgenommen, der per Haftbefehl gesucht wurde. Der Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Polizei wird ihm unter anderem vorgeworfen, in der Vergangenheit wiederholt Scheiben am Dorstener Rathaus mit Steinen eingeworfen zu haben.
Festnahme am Südwall
Beamtinnen und Beamte konnten den Tatverdächtigen am Südwall stellen. Gegen ihn lag bereits ein Untersuchungshaftbefehl vor. Weitere Details zu den Umständen der Festnahme teilte die Polizei zunächst nicht mit.
Nach früheren Polizeiangaben entstand durch die Taten erheblicher Sachschaden. Zwischenzeitlich war der mutmaßliche Täter in eine Psychiatrie überstellt worden.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei prüft derzeit, ob der 32-Jährige für weitere ähnliche Taten verantwortlich ist. Die Untersuchungshaft soll sicherstellen, dass die Ermittlungen fortgeführt werden können und der Beschuldigte sich dem Verfahren nicht entzieht.
Mit der Vorstellung des Kriminalitätsberichts 2025 hat das Polizeipräsidium Recklinghausen die aktuelle Sicherheitslage im Kreis und in seinen Städten vorgestellt. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen zog dabei eine positive Bilanz: „Die Zahl der Straftaten ist gesunken. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das spricht für eine gute Qualität und Wirksamkeit unserer Polizeiarbeit.“Auch für Dorsten zeigen die Zahlen einen klaren Trend: Die Kriminalität ist spürbar zurückgegangen.
In Dorsten sank die Gesamtzahl der Straftaten um 5,6 Prozent. Insgesamt wurden 5.174 Delikte registriert. Die Aufklärungsquote liegt bei 51,12 Prozent.
Dorsten liegt bei der Kriminalitätshäufigkeit exakt im Schnitt des Polizeipräsidiums Recklinghausen und leicht unter dem Landesdurchschnitt. Der Rückgang der Fallzahlen fällt in Dorsten zudem deutlich stärker aus als im Kreis und in Nordrhein-Westfalen insgesamt.
Rückgang in mehreren wichtigen Deliktfeldern
Die Polizei verzeichnet in Dorsten gleich in mehreren Bereichen positive Entwicklungen. Besonders deutlich ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität, die um mehr als sechs Prozent abnahm. Dazu zählen vor allem weniger Gewaltkriminalität und Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum.
Auch die Zahl der Raubdelikte ist weiter gesunken und erreicht den niedrigsten Stand seit mehr als 15 Jahren. Diese Entwicklung trägt maßgeblich zum verbesserten Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum bei.
Zwei Tötungsdelikte – alle Fälle aufgeklärt
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Dorsten zwei Tötungsdelikte. Beide Fälle konnten aufgeklärt werden, die Aufklärungsquote liegt damit bei 100 Prozent. Solche Delikte bleiben absolute Ausnahmefälle, prägen jedoch die öffentliche Wahrnehmung von Sicherheit besonders stark.
Zwei Tötungsdelikte sorgten 2025 für Bestürzung. Beide Fälle wurden aufgeklärt. Foto: Archiv / Alexander Fichtner
Wohnungseinbrüche deutlich rückläufig
Sehr positiv entwickelt sich die Einbruchkriminalität. 2025 wurden in Dorsten 267 Wohnungseinbrüche erfasst – 57 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 17,6 Prozent.
Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote in diesem Bereich von 10,8 auf 13,1 Prozent. Trotz dieser Verbesserung bleibt die Aufklärung von Einbrüchen weiterhin eine große Herausforderung.
Gewaltkriminalität und Körperverletzungen bleiben Schwerpunkt
Zu den häufigsten Delikten zählen weiterhin Körperverletzungen. Insgesamt registrierte die Polizei 2.134 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt hier bei rund 25 Prozent.
Auch Straftaten gegen die persönliche Freiheit und Rohheitsdelikte bleiben ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit.
Sexualdelikte und Diebstähle prägen das Gesamtbild
Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erfasste die Polizei 222 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 54 Prozent.
Diebstahlsdelikte bleiben ein zentraler Bestandteil der Kriminalitätslage. Dazu zählen unter anderem Ladendiebstähle, Fahrraddiebstähle sowie Diebstähle aus Fahrzeugen.
Fazit: Positive Entwicklung, aber kein Grund zur Entwarnung
Der Kriminalitätsbericht zeigt für Dorsten eine insgesamt erfreuliche Entwicklung mit sinkenden Fallzahlen und Verbesserungen in wichtigen Deliktfeldern. Besonders der Rückgang bei Straßenkriminalität, Raubdelikten und Wohnungseinbrüchen ist deutlich.
Gleichzeitig machen Gewaltkriminalität, Körperverletzungen und Diebstähle weiterhin einen großen Teil der polizeilichen Arbeit aus. Die Statistik zeigt: Dorsten wird sicherer – doch Prävention und Polizeipräsenz bleiben entscheidend für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.
Mit steigenden Temperaturen und feuchter Witterung hat in Dorsten wieder die jährliche Wanderung von Fröschen, Kröten und Molchen begonnen. Vor allem in den Abendstunden machen sich die Tiere aus ihren Winterquartieren auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Zum Schutz der Amphibien und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden daher bis voraussichtlich Anfang April nächtliche Straßensperren eingerichtet.
Sperrungen in fünf Stadtteilen
In der Zeit von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens sind folgende Straßen für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt:
Kaisersweg (Lembeck)
Frankenstraße (Wulfen)
Brauckweg (Hervest)
Gälkenheide (Hervest)
Im Schöning (Deuten)
Die Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund NABU und der Stadt Dorsten.
Beitrag zum Schutz der Biodiversität
Jedes Jahr sterben zahlreiche Amphibien beim Versuch, Straßen zu überqueren. „Die Beachtung der Straßensperren ist ein wertvoller Beitrag, um die Gefährdung der biologischen Vielfalt abzumildern und die Tötung von Amphibien zu vermeiden“, erklärt Max Caesar vom Planungs- und Umweltamt der Stadt Dorsten.
Die Tiere spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie regulieren Insektenpopulationen und dienen gleichzeitig anderen Arten als Nahrung. Ihr Schutz gilt daher als bedeutender Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.
Absperrung zum Schutz der Amphibien: Der Naturschutzbund NABU und die Stadt Dorsten bitten darum, die Sperren zu beachten. Foto: Stadt Dorsten
Verstöße können teuer werden
Die Stadt weist darauf hin, dass das Befahren der gesperrten Straßen eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Wer die Sperrungen missachtet und dabei Amphibien überfährt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz. In solchen Fällen drohen deutlich höhere Bußgelder, Punkte im Fahreignungsregister und – insbesondere bei geschützten Arten – strafrechtliche Konsequenzen nach dem Bundesnaturschutzgesetz.
Verkehrsteilnehmer sollten die Sperrungen beachten und nach Möglichkeit auf alternative Routen ausweichen. Bereits kleine Umwege können dazu beitragen, zahlreiche Amphibien vor dem Tod auf der Straße zu bewahren.
Die Kaue auf Leopold war am Wochenende bis auf den letzten Platz gefüllt. Bei der fünften Ausgabe der Retro-Messe „Marché Noir“ strömten Sammler, Gamer, Hörspiel-Fans und Nostalgiker in die ehemalige Zechenhalle – und sorgten bereits zur Mittagszeit für lange Schlangen vor dem Eingang.
Volle Halle, lange Schlange
„Wir machen das jetzt zum zweiten Mal in Dorsten. Vorher haben wir das in Dortmund gemacht – und wir sind noch begeisterter als vorher“, sagen die Veranstalter Lisa und Carsten. Der Besucherandrang habe sie selbst beeindruckt. „Es ist ganz schön voll hier. Ich glaube, wir haben jetzt Mittagszeit und es ist wirklich voll. Und ich glaube die Schlange ist immer noch lang draußen.“
Auch die Atmosphäre stimmte. „Es ist auch nicht so kalt wie beim letzten Mal“, ergänzte Lisa. „Sehr angenehme Temperaturen.“ Die gute Stimmung war in der gesamten Halle spürbar.
Foto: Emily Flade
Hörspiel-Klassiker neu aufgelegt
Ein fester Bestandteil der Marché Noir ist die Retrofabrik. Frank und Musti sind bereits zum vierten Mal dabei und bringen offiziell lizensierte „Master of the Universe“-Hörspiele sowie Comicbände mit nach Dorsten.
„Wir bringen professionell eingesprochene Hörspiele raus – offiziell lizensiert“, erklärt Frank. Für viele Besucher sind die Geschichten rund um He-Man und Co. ein Stück Kindheit, das nun hochwertig produziert wieder auflebt.
Foto: Emily Flade
Spielzeug, Raritäten und Sammlerstücke
Großen Andrang verzeichnete auch die Toyboxx aus Berlin. Zwischen Vitrinen und Kisten fanden sich Mego-Figuren aus den 70er-Jahren, Batman-Figuren aus den 80ern, seltene Gameboy-Spiele, originalverpackte „Turtle“, Lego-Sets und klassische Kenner-„Star-Wars“-Figuren. „Wir haben eine große Auswahl an seltenen Spielzeugen und Sammelartikeln mitgebracht. Alles, was der Nerd gerne haben möchte.“
Foto: Emily Flade
Peter von Toyplosion nutzte die Messe zudem, um auf sein eigenes Event aufmerksam zu machen: „Die Toyplosion findet zum vierten Mal am 12. September 2026 in der Europastadthalle sowie in der Zusatzhalle in Castrop-Rauxel statt.“ Gleichzeitig lobt er exklusive und private Sammlerstücke an und zeigte sich erfreut, „mittlerweile das zweite Mal auf der Marché Noir sein zu dürfen“.
Foto: Emily Flade
400 Quadratmeter Videospielgeschichte
Ein echtes Highlight waren erneut die Retro Nerds aus Ahaus. Der gemeinnützige Verein restauriert Arcade-Automaten, Flippergeräte, Heimcomputer und Konsolen. So machen sie Automaten- und Videospielgeschichte erlebbar.
Was 2017 als kleine Interessengemeinschaft begann und 2018 offiziell als Verein gegründet wurde, zählt heute rund 150 Mitglieder. Auf rund 400 Quadratmetern präsentieren sie 60 Flipperautomaten, über 50 Arcade-Geräte aus den 80er- und 90er-Jahren sowie eine große Pixel Lounge. „Unsere Geräte fangen bei 1938 an und gehen bis in die Neuzeit“, erklären sie. Alles ist auf Freispiel, ergänzt durch QR-Codes mit Hintergrundinformationen. „Wir wollen nicht nur spielen lassen, sondern auch die Geschichte dahinter zeigen.“
Foto: Emily Flade
Animatronik und Handarbeit
Daniel aus Bochum begeisterte mit seinen animatronischen Figuren wie Stitch. „Das ist mein Hobby. Das mache ich seit ein paar Jahren“, erzählt er. Besonders die jüngeren Besucher seien fasziniert. Seine verwendete Software ist Open-Source – und er motiviert andere, selbst kreativ zu werden.
Zum ersten Mal dabei war Andi von Loose Flip mit seinem siebgedruckten Kunstprojekt „Pinball Merche“. „Das ist alles selbst gemacht, handgedruckt“, sagte er. Für ihn sei es eine „super klasse Veranstaltung“.
Foto: Emily Flade
Vinyl, Raritäten und Drei-Euro-Kiste
Musikalisch wurde es am Stand der Platten Junk’s aus Mülheim an der Ruhr. Daniel, Mark und Rolf hatten ihr Sortiment sorgfältig aufgebaut: Soundtracks, ein großes Rock- und Pop Programm, dazu New Wave, Punk und Heavy Metal. „Vorne sind die News, also alles, was im Rock-Pop-Sektor neu rausgekommen ist“, erklären sie.
Besonders gefragt war eine Kiste mit ausgesuchten Raritäten. Und wer stöbern wollte, wurde ebenfalls fündig: „Ganz am Ende sind die Drei-Euro-Platten – Stück drei Euro.“ Neben Vinyl boten sie auch eigene T-Shirts an.
Mit einem Augenzwinkern ergänzen sie: „Wir sind thegreatest shop„. Vor allem aber seien sie begeistert von der Atmosphäre in Dorsten. „Es ist hier eine super geile Stimmung. Es macht Spaß, wir sind super zufrieden hier. Die Leute sind spitze und alles ist easy“.
Foto: Emily Flade
Treffpunkt für eine lebendige Szene
Abgerundet wurde das Angebot durch die Collectors Bay aus Nordhessen, die sich auf Sammlerstücke aus den 80er- und 90er-Jahren spezialisiert hat. „Wir haben eigentlich alles am Start, womit wir selber groß geworden sind“, sagt Dennis. „Und es ist ganz toll, dass es scheinbar vielen Leuten genauso geht wie uns.“
Foto: Emily Flade
Cosplayer sorgen für galaktische Momente
Neben den Händlern und Vereinen waren es vor allem die Cosplayer, die der Marché Noir ein ganz besonderes Flair verliehen. Immer wieder blieben die Besucher stehen und holten ihre Handys raus um Fotos zu machen oder suchten das Gespräch mit detailverliebt gekleideten Fans.
Zu sehen waren unter anderem Kostüme aus dem „Star Wars“- oder „Predator“-Universum, aus Fantasy- oder Horrorfilmen. Von imperialen Figuren bis hin zu aufwendig gestalteten Rüstungen konnte man viele verschiedene Stile bewundern. Zwischen Flipperautomaten und Sammelvitrinen entstanden so immer wieder kleine Fotomomente, die für zusätzliche Begeisterung sorgten.
Die Cosplayer trugen maßgeblich zur Atmosphäre der Messe bei und machten deutlich: Retro ist nicht nur Sammelleidenschaft, sondern gelebte Popkultur.
Foto: Emily Flade
Zwischen Flippergeräuschen und Gesprächen über seltene Figuren wurde deutlich: Die Marché Noir ist längst mehr als ein Verkaufsmarkt. Sie ist Treffpunkt, Erlebnisraum und Plattform für eine lebendige Retro-Kultur – und Dorsten scheint dafür der perfekte Standort zu sein.
Mit der letzten Spendenübergabe im Februar 2026 hat das Jubiläumsjahr 875 Jahre Dorf Hervest einen würdigen Abschluss gefunden. Was 2025 mit zahlreichen Veranstaltungen begann, wirkt über das Festjahr hinaus. Insgesamt konnten fünf soziale und pädagogische Einrichtungen unterstützt werden. Zudem ist ein dauerhaftes Erinnerungsprojekt für das Dorf auf den Weg gebracht.
Carsten Bewer vom Organisationsteam zeigt sich dankbar für die große Unterstützung. „In diesem Umfang hatten wir im Vorfeld nicht erwartet, so viele Spenden zu erhalten. Umso schöner ist es, dass eine so große Summe zusammengekommen ist“, betont er. Sein besonderer Dank gilt allen Spendern und Unterstützern, die diese Hilfe möglich gemacht haben.
Spenden für Einrichtungen, die direkt helfen
Nach Abschluss aller Veranstaltungen hatten zunächst alle Projekte ihre eigenen Kosten gedeckt. Die darüber hinaus entstandenen Überschüsse wurden gezielt für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Unterstützt wurden zwei Kindergärten, eine Schule sowie zwei wichtige soziale Einrichtungen in der Region.
Das Frauenhaus Dorsten wurde mit 500 Euro unterstützt. Die Spende wird unter anderem für Hochbetten, Stühle und eine kindgerechte Sitzecke eingesetzt. Damit entsteht mehr Geborgenheit für Frauen und Kinder, die Schutz und neue Perspektiven suchen.
Übergabe an das Frauenhaus Dorsten. Foto: privat
Weitere 500 Euro gingen an den Ambulanten Kinder und Jugendhospizdienst im Kreis Recklinghausen. Die Mittel unterstützen die Ausbildung ehrenamtlicher Begleiter, Entlastungsangebote für Familien sowie Trauerbegleitung für betroffene Kinder und Geschwister.
Auch der Kindergarten St. Paulus profitierte von der Aktion. Mit 200 Euro wird ein Nurdachhaus aus Holz angeschafft, das den Kindern künftig als Spielgerät im Außenbereich dient.
Ein Scheck für den Paulus-Kindergarten. Foto: privat
Die Albert Schweitzer Schule erhielt ebenfalls 200 Euro. Die Spende wird für Spielgeräte, Unterrichtsmaterialien und kleinere Verbesserungen im Zuge der aktuellen Umbaumaßnahmen eingesetzt. Ziel ist es, den Schulalltag für die Kinder direkt zu verbessern.
Auch die Albert-Schweitzer-Schule wurde unterstützt. Foto: privat
Starker Zusammenhalt im Dorf
Die Spendenübergaben wurden dabei von vielen Vereinen und Unterstützern begleitet. Bewer hebt hervor, wie deutlich sich der Zusammenhalt gezeigt habe. „Besonders freut uns, dass die gesamte Dorfgemeinschaft hinter all diesen Aktionen steht“, sagt er. Das Jubiläumsjahr habe gezeigt, was gemeinsames Engagement bewegen kann.
Diese Erfahrung knüpft an die Eindrücke aus dem Festjahr 2025 an. Zehn Veranstaltungen brachten Menschen aller Generationen zusammen, von Kirchenführung und Familienaktionen bis zur Hof zu Hof Tour und dem Nikolauszug. Viele Kontakte seien enger geworden und neue Kooperationen entstanden.
Bleibendes Erinnerungsprojekt geplant
Neben den Spenden soll auch ein dauerhaftes Zeichen an das Jubiläumsjahr erinnern. Mit der verbleibenden Restsumme plant das Organisationsteam ein Erinnerungsstück für die Dorfgemeinschaft und Besucher. Das Projekt befindet sich bereits in Abstimmung mit der Stadt Dorsten.
Bürgermeister Tobias Stockhoff unterstützt das Vorhaben. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, soll die Öffentlichkeit über die Umsetzung informiert werden.
Nachhaltige Wirkung über das Festjahr hinaus
Das Jubiläumsjahr 875 Jahre Dorf Hervest war nicht nur eine Reihe von Feierlichkeiten. Es hat konkrete Hilfe ermöglicht und zugleich den Gemeinschaftssinn gestärkt. Die Spenden zeigen, dass Engagement vor Ort direkte Wirkung entfalten kann.
Carsten Bewer zieht ein positives Fazit. Das starke Miteinander im Dorf habe sich einmal mehr bestätigt und bleibe die wichtigste Grundlage für zukünftige Projekte. Das Jubiläum sei damit nicht nur ein Rückblick gewesen, sondern ein Impuls für die Zukunft von Dorf Hervest.
Und schon ist der feierliche Jubiläums-Monat des Stadtteils Holsterhausen vorbei. Als großes Finale veranstaltete der Schützenverein Holsterhausen am Samstagabend eine große Abschlussparty im Festzelt an der Vogelstange. DJ Andy spielte den Soundtrack für eine unvergessliche Nacht.
Die Feier im vollen Festzelt markierte das Ende eines rundum gelungenen Festmonats. Highlights waren unter anderem die Sport Challenge, der Vereinstag des Löschzugs Holsterhausen und der Ausstellung der Urban Sketchers in der Galerie Türkis. Holsterhausen begeisterte mit einer Mischung aus Sport, Kultur und einem ausführlichen Jugendprogramm.
Jetzt wurde das Zepter an den Stadtteil Wulfen weitergegeben. Der erste große Programmpunkt ist das Mitbringbüfett „Lange Tafel“ im Gemeinschaftshaus Wulfen am kommenden Freitag. Darüber hinaus können sich Dorstener auf viele Frühstücksmöglichkeiten, Fußballturniere und Familiennachmittage freuen. Das gesamte Wulfener Programm findet ihr hier.
Das 775-jährige Stadtjubiläum Dorstens und 50 Jahre Holsterhausen fanden am Samstag ihren feierlichen Abschluss im Festzelt Am Emmelkamp. Beim Holstival wurde noch einmal deutlich, wie lebendig der Stadtteil ist. Mit dem Vereinstag mit Musik, Mitmachaktionen, rund 60 Vereine und einer Staffelübergabe an Wulfen endete der Jubiläumsmonat.
Das 775-jährige Stadtjubiläum Dorstens und 50 Jahre Holsterhausen standen im Februar ganz im Zeichen zahlreicher Veranstaltungen für alle Generationen. Am Samstagabend wurde der Jubiläumsmonat im Festzelt in Dorsten Holsterhausen offiziell beendet. Gleichzeitig übernahm Wulfen den Staffelstab für den nächsten Festmonat im Rahmen der Dorstener Stadtjubiläen 2026.
Bürgermeister Tobias Stockhoff überreichte im Festzelt Am Emmelkamp symbolisch den Staffelstab an die Vertreter aus Wulfen. Rückblickend auf die Wochen und Aktionen in Holsterhausen sagte er: „Wobei man ja schon sagen muss, wenn man in der ersten Liga spielt, da kann man ja maximal noch die Meisterschaft erringen. Wir gucken mal, wer die erringt. Auf jeden Fall spielt ihr ganz vorne mit dabei. So viel kann ich schon mal sagen, was ich auf die Beine gestellt habe. Ich freue mich heute aber auch, die Gäste aus Wulfen begrüßen zu dürfen.“
Er begrüßte unter anderem Sabine Bornemann als Vertreterin der Gnadenkirche in Wulfen sowie als Aktive der Wulfen Konferenz. Zugleich betonte er, dass nun Wulfen den Staffelstab übernehme. Mit einem Augenzwinkern verwies er darauf, er sei erst wenige Tage zuvor von Rhade nach Wulfen umgezogen und könne den Jubiläumsmonat nun auch als Bürger vor Ort miterleben.
Mit diesen Worten wandte er sich direkt an die Gäste im Festzelt: „Ja, die Wulfen übernehmen jetzt den Staffelstab. Ich könnte jetzt sagen, zum Glück bin ich noch letzte Woche Donnerstag umgezogen, aus Rade nach Wulfen, damit ich im Jubiläumsmonat auch in Wulfen wohnen kann. Und ich freue mich tatsächlich auch schon bei euch auf einen spannenden Monat und darf natürlich alle hier aus Holsterhausen herzlich einladen, sich ebenfalls ein Bild von Wulfen zu machen und zu erfahren, was die Wulfen so alles können.“
Sabine Bornemann stellte erste Höhepunkte des kommenden Jubiläumsmonats vor: „Also wir fangen an eigentlich so richtig am Freitag mit der langen Schachtel. Das ist ein Treffen, wo alle engagierten Leute aus Wulfen und aus Rhade zusammenkommen. Also wirklich so ziemlich alles dabei in irgendeiner Form.“ Sie kündigte Einblicke in Vorproben und Bläserproben an, Ausstellungen zur Geschichte, Beiträge zur Kommunalpolitik in Wulfen und Programme zur Zeit vor der Zugehörigkeit zu Dorsten. „Also, es ist ein sehr breites Programm. Herzliche Einladung dazu für alle“, sagte Bornemann.
Mit einem großen Fest endete am Samstag das Holstival im Rahmen von 775-jährige Stadtjubiläum Dorstens und 50 Jahre Holsterhausen. Besonders für Kinder und Jugendliche gab es zahlreiche Angebote.
An verschiedenen Ständen warteten Kinderschminken, Rätselspaß mit Preisen, Stockbrotbacken sowie Indoor und Outdoor Aktionen. Die Feuerwehr ermöglichte Einblicke in ihre Arbeit, inklusive einer Fahrt im Feuerwehrauto.
Vertreten waren unter anderem die Bonifatius Schule mit eigenen Aktionen, der Spielmannszug Holsterhausen Dorf sowie das Blasorchester St. Antonius mit Musik zum Mitsingen. Es war ein kurzweiliger Tag für Groß und Klein.
Sport Challenge und Vereinstag als Höhepunkte
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Angeboten für Kinder und Jugendliche. Am 8. Februar verwandelte sich die Juliussporthalle in einen Bewegungsparcours. Bei der „Holsterhausen Sport Challenge“ standen Spiel und sportliche Herausforderungen im Mittelpunkt. Auch die Siegerehrungen fanden im Rahmen des Programms statt.
Den gemeinschaftlichen Höhepunkt und Ausklang bildete schließlich der Vereinstag am 28. Februar im Festzelt. Der Löschzug Holsterhausen lud zu Spiel, Spaß und Begegnung ein. Kulinarische Angebote, Mitmachaktionen und Einblicke in die Vereinsarbeit standen auf dem Programm.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Angeboten wurden Waffeln, Zuckerwatte, Bratwurst vom Grill, Kaffee, Kuchen, Popcorn und Kaltgetränke. Eine Hüpfburg, Kinderschminken und Glitzertattoos ergänzten das Rahmenprogramm.
Im Dorstener Stadtteil Holsterhausen kommt es ab Montag, 2. März 2026, zu Verkehrsbehinderungen. Grund sind Tiefbauarbeiten im Auftrag der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) in der Straße „Am Lipping“. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Rosenstraße und Friedrichstraße. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Mai 2026 dauern.
Arbeiten „Am Lipping“ in zwei Bauabschnitten
Die Maßnahme wird in zwei Bauabschnitte unterteilt. Zunächst wird der Bereich zwischen Nelkenstraße und Rosenstraße bearbeitet. Anschließend folgen die Arbeiten zwischen Friedrichstraße und Nelkenstraße. Durch diese Aufteilung soll der Bauablauf strukturiert und möglichst effizient gestaltet werden.
Einbahnstraßenregelung von West nach Ost
Während der gesamten Bauzeit wird in der Straße „Am Lipping“ eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Der Verkehr wird ausschließlich von West nach Ost geführt. Entsprechende Beschilderungen sind vor Ort aufgestellt und weisen auf die geänderte Verkehrsführung hin.
Stadt bittet um Rücksicht und Umfahrung
Anwohner und Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich nach Möglichkeit umfahren und die ausgeschilderte Verkehrsführung beachten. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten.
Mit den Tiefbauarbeiten verfolgt die RWW Maßnahmen zur Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur. Verkehrsteilnehmer sollten in den kommenden Monaten mehr Zeit einplanen und alternative Routen prüfen.