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Große Ostereiersuche beim SuS Hervest: Die Fotos vom Tag

Am Samstagnachmittag wurden im Hervester Ellerbruchstadion ordentlich Ostereier gesucht. Dutzende Kinder erkundeten das Gelände nach den bunt bemalten Ostereiern. Am Abend erfolgte die traditionelle Entfachung des Osterfeuers.

Feuerwehr, Hüpfburg und Kinderschminke

Man hatte die ganze Wiese des Ellerbruchstadions zur Verfügung, um sich ordentlich auszutoben. Kinder spielten Fußball, spielten auf der Hüpfburg oder ließen sich schminken. Die Erwachsenen konnten sich im Zelt mit einem kühlen Getränk und netten Gesprächen die Zeit vertreiben.

Auch die Dorstener Feuerwehr war vor Ort. Kinder hatten die Möglichkeit, sich die großen Feuerwehrautos mal von innen anzusehen und zu schauen, was es alles für Ausrüstung gibt. „Wenn ein dringender Einsatz ist, müssen wir natürlich eben abhauen, kommen dann aber auch wieder. Wir freuen uns, Teil der Veranstaltung zu sein“, erklärt ein Dorstener Feuerwehrmann.

Kinder hatten viele Möglichkeiten, um sich auszutoben. Foto: Christian Haug

Osteiersuche seit fünf Jahren

Ab 15 Uhr stürmten die Kinder auf die Wiese, um ihren Ostereier-Korb vollzumachen und sie gegen Süßigkeiten einzutauschen. Die Ostereiersuche war aber nicht nur für Vereinsmitglieder organisiert. Jedes Kind das Lust hatte konnte sich auf die Suche machen und Eier gegen Süßigkeiten eintauschen. Dutzende Kinder erkundeten das Ellerbruchstadion nach den bunt bemalten Ostereiern.

„Wir veranstalten die große Ostereiersuche jetzt schon seit fünf Jahren. Für uns ist es wichtig, dass wirklich jedes Kind die Chance hat, am Tag vollkommen teilzunehmen. Wenn die ganzen Kinder durch die Gegend laufen und nach den Ostereiern suchen, dann gibt das uns schon sehr viel. Das will man nicht vermissen“, erklärt Thomas Mann vom SuS Hervest.

Traditionelle Entfachung des Osterfeuers

Ein weiteres Highlight für die Kids war die traditionelle Entfachung des Osterfeuers um 19:19, eine Anspielung an das Gründungsjahr des SuS Hervest. Zu Musik, Bratwurst und Kaltgetränken konnte man bei entspannter Stimmung den Abend ausklingen lassen.

Emma und Lotta aus Dorsten: Kleine Umweltschützerinnen werden aktiv

Dass das Engagement für die Natur nicht mit der Projektwoche an ihrer Grundschule enden muss, haben Emma und Lotta aus Holsterhausen eindrucksvoll gezeigt. Die beiden Freundinnen waren vom Thema „Nachhaltigkeit und Umwelt“ so begeistert, dass sie beschlossen, selbst aktiv zu werden und ihre Nachbarschaft ein Stück grüner zu machen.

Die beiden Kinder zogen sich in den Garten zurück und planten ihre Aktion ganz in Ruhe. Sie überlegten, wann und wo sie sich treffen könnten, gestalteten eigenhändig einen eigenen Flyer und baten ihre Eltern darum, ihn zu kopieren. Einige Exemplare hängten sie an Laternen in der Nachbarschaft auf, doch Emma hatte noch eine weitere Idee: „Wir können doch auch Flyer in die Briefkästen werfen, damit noch mehr Kinder davon erfahren.“

So machten sich die beiden auf den Weg und verteilten ihre Einladungen in ihrem Viertel. Lottas Mutter Joanna ist stolz darauf, wie die beiden neunjährigen Mädchen den Ablauf komplett selbst organisierten. „Zur Vorbereitung kauften sie Blumensamen und sammelten sogar Kerne von Äpfeln, die sie zuvor gegessen hatten. Diese legten sie in Wasser ein, damit diese keimen und daraus vielleicht einmal kleine Bäume wachsen können.“

Emma und Lotte freuten sich auf den geplanten Projekttag, aber je näher er rückte, umso größer wurde die Spannung. „Würde überhaupt jemand kommen und mitmachen? Interessiert sich jemand für die Umwelt?“, fragte sich Lotta ein wenig aufgeregt. Am 9. März war es dann so weit. Mit einem Bollerwagen, der mit Schüppen, Harken, Samen und Getränken beladen war, zogen die Kinder los. Auch an eine kleine Stärkung hatten Emma und Lotta gedacht und von ihrem eigenen Taschengeld Süßigkeiten für alle Helfer gekauft. Insgesamt 15 junge Umweltschützer zwischen vier und elf Jahren aus der Nachbarschaft waren fast eine Stunde lang mit großem Eifer dabei und hatten sichtlich Freude daran, selbst etwas für Natur und Umwelt zu tun. Einige Kinder kamen noch spontan dazu, als sie die Aktion sahen, zudem unterstützten drei Elternteile die Aktion.

Sehr positiv reagierten vorbeigehende Fußgänger, die sich über die Aktion freuten. „Aber auch wir fanden diese Eigeninitiative unserer Kinder sehr bemerkenswert“, waren sich die Eltern einig. „Diese Aktion zeigt, dass auch kleine Ideen einen großen Beitrag für mehr Umweltbewusstsein leisten können.“

Motorrad-Club „Women on Wheels“ – Hier zählen keine Pferdestärken

Langsam füllt sich der Parkplatz, das satte Grollen der Motorräder verstummt. Lederjacken werden zurechtgezogen und Helme unter den Arm geklemmt, andere Frauen werden herzlich begrüßt. Dies hier ist kein gewöhnlicher Motorradtreff. Es ist ein Stammtisch nur für Frauen, die ihre Leidenschaft teilen. „So wie es in meinem Stammtisch in Duisburg zugeht, würde ich es mir auch gerne in Dorsten wünschen“, erzählt mir Claudia Hermes.

Bevor Claudia ihren Mann kennenlernte und mit ihm eine Familie gründete, war die Bekleidungstechnikerin in Griechenland und Tunesien für die Warenkontrolle zuständig. „Als junge Mutter konnte ich aber keine drei Wochen am Stück im Ausland verbringen, also wurde ich Hausfrau, kümmerte mich um unsere beiden Kinder und habe darüber hinaus hobbymäßig selbstgenähte Kinderkleidung verkauft. Mit 50 beschloss ich dann, dass ab jetzt meine Zeit kommen würde.“

Die Hervesterin hat gemalt, Gitarre spielen gelernt, ihr Englisch aufgefrischt und war ehrenamtlich unterwegs. Und sie fuhr mit ihrem Mann Stefan Motorrad. „Damals saß ich jedoch nur hinter ihm, aber das reichte mir irgendwann nicht mehr. So wurde ich mit 57 Jahren bei meiner Fahrschule die älteste Fahrschülerin, die einen Motorradführerschein machte.“ Claudia kaufte sich ihre erste eigene „Maschine“ und fuhr los.

Das Motorrad bedeutet Freiheit

Mittlerweile besitzt sie das dritte Motorrad und liebt die Ausfahrten mit ihren Stammtischfrauen. Sie bedeuten für sie ein Stück Freiheit, das sie nicht mehr missen möchte. „Allerdings ist mir der Weg nach Duisburg oft zu weit, nur um eine kurze gemeinsame Ausfahrt zu unternehmen“, bedauert sie und erklärt mir, dass sie deswegen auf die Idee kam, einen eigenen Stammtisch unter dem Dach von WoW (Women on Wheels e.V.) zu gründen. „Ich möchte aus dem näheren Umkreis Frauen kennenlernen, die genauso gern unterwegs sind wie ich.“

Women on Wheels Motorrad Claudia Hermes
Foto: Christian Sklenak

Wie auf der Webseite des Vereins zu lesen ist, „sind die Frauen auf Rädern eine bunte Truppe, die eins verbindet: das Motorradfahren. Ob schnell oder langsam, mit einem Chopper, einer Enduro oder mit Speed auf dem Ring, ob Studentin, Hausfrau, Mutter, Mechanikerin, Krankenschwester, Rechtsanwältin, Unternehmerin oder Rentnerin, ob Anfängerin oder Wiedereinsteigerin“.

Frauen fahren anders

Mich interessiert, warum Claudia speziell an einen Frauenstammtisch dachte. „Motorräder sind oftmals ein männerdominiertes Hobby, aber Frauen wollen sich nicht so präsentieren, wie es Männer oft machen. Viele von uns, mich eingeschlossen, kennen oft technische Daten ihrer Maschinen, wie zum Beispiel das Drehmoment, nicht“, schmunzelt die 63-Jährige. „Wir haben keinen Leistungsdruck, uns geht es um Sicherheit, Gemeinschaft und Spaß. Jede Frau fährt in ihrem Tempo und wir passen uns bei den Ausfahrten in der Region oder zu anderen Stammtischen an.“

Claudia wünscht sich auch für Dorsten eine vertraute Umgebung, in der die Women on Wheels Unterstützung bekommen und gemeinsam fachsimpeln. Und wer sich ein neues Motorrad zulegen möchte, kann sicher auf ehrliche Erfahrungsberichte von Frauen für Frauen zählen. Die gemeinsamen, sonntäglichen Ausfahrten einmal im Monat sowie die gelegentlichen Wochenendtouren sind für Claudia neben den weiteren gemeinsamen Unternehmungen, das Highlight. „Wenn sich unsere kleine Kolonne auf den Weg macht und vorbei an Feldern und über kurvige Landstraßen fährt, dann ist das schon ein tolles Erlebnis.“

Women on Wheels Motorrad Claudia Hermes
Freiheit. Foto: Christian Sklenak

Kein geschlossener Kreis

Dieser geplante Stammtisch soll kein geschlossener Kreis werden. Neue Gesichter werden stets willkommen sein. Wichtig sind nur die gemeinsame Leidenschaft und die Lust auf Gemeinschaft. „Und wenn am Ende des Stammtisches die Motoren wieder starten und die Lichter langsam in der Dämmerung verschwinden, dann wünsche ich mir, dass in Dorsten nicht nur der Benzingeruch in der Luft zurückbleibt, sondern auch die Freude auf das nächste Treffen“, betont Claudia.

Claudia plant den Stammtisch für jeden zweiten Mittwoch im Monat. Das erste Treffen findet am 8. April 2026 um 19 Uhr im Eiscafé auf dem ehemaligen Zechengelände statt, aber Claudia Hermes ist auch offen für andere Vorschläge. Motorradfahrerinnen können sich gerne bei ihr unter 0157 36618113 für weitere Infos melden. Mehr dazu auf der Internetseite wow-germany.de

Aus der Lokallust Dorsten

Dieser Beitrag gehört zu den Lokallust-Inhalten auf Dorsten-Online.

Star Riders Wulfen feiern gelungenen Start in die Motorradsaison

Mit ihrem traditionellen Saisonauftakt haben die Star Riders Wulfen am Karfreitag wieder zahlreiche Motorradfreunde und Gäste auf ihr Clubgelände an der Köhler Straße gelockt. Unter dem Motto „Karl sein Freitag“ wurde am Freitagabend bei Lagerfeuer, Fassbier und Grillspezialitäten gemeinsam der Start in die Motorradsaison 2026 gefeiert.

Schon ab 19 Uhr füllte sich das Gelände. Clubmitglieder, befreundete Biker und interessierte Freunde nutzten die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre zusammenzukommen, Benzingespräche zu führen und sich auf die kommenden Touren einzustimmen. Rund um das Lagerfeuer entwickelte sich schnell die für die Star Riders typische gesellige Stimmung.

Foto: Alexander Fichtner

„Der Abend war gut besucht. Es war ein erfolgreicher Abend“, sagte Patrick Duwenbeck von den Star Riders Wulfen. „Genau so haben wir uns den Auftakt in die neue Saison vorgestellt.“

Lagerfeuer, Fassbier und Benzingespräche bei den Star Riders

Neben frischem Fassbier sorgten Grillspezialitäten und Pommes für das passende Angebot. Im Mittelpunkt stand jedoch vor allem das Miteinander. Viele Besucher blieben über Stunden, tauschten sich über Maschinen, geplante Ausfahrten und die neue Saison aus.

Foto: Alexander Fichtner

„Karfreitag ist bei uns seit Jahren ein fester Termin“, sagte Duwenbeck. „Es geht nicht nur ums Motorradfahren, sondern auch darum, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam einen guten Abend zu verbringen.“

Traditioneller Start in die neue Saison

Die Veranstaltung hat bei den Star Riders längst Tradition und markiert jedes Jahr den offiziellen Auftakt in die Saison. Dass das Konzept weiterhin aufgeht, zeigte die gute Resonanz der Besucher auch in diesem Jahr.

Foto: Alexander Fichtner

„Wir freuen uns, dass nicht nur unsere Mitglieder da waren, sondern auch viele Gäste den Weg zu uns gefunden haben“, so Duwenbeck weiter. „Diese offene und entspannte Atmosphäre macht den Abend für uns besonders.“

Vorfreude auf die kommenden Touren

Für die Star Riders Wulfen ist nach dem gelungenen Auftakt nun klar: Die Vorfreude auf die kommenden Monate ist groß. Der Abend war nicht nur ein geselliges Treffen, sondern auch ein deutliches Signal dafür, dass die neue Saison mit viel Rückenwind beginnt.

„Der Start ist gemacht“, sagte Duwenbeck. „Jetzt kann die Saison kommen.“

Foto: Alexander Fichtner

Internationaler Fußballzauber in Wulfen: Europe Teams begeistern beim Germany Cup

Der Germany Cup in Dorsten-Wulfen startet mit internationaler Beteiligung und intensiven Spielen. Teams aus mehreren europäischen Ländern prägen das Turniergeschehen. In der U13 sichert sich AS Ermont den Gruppensieg, in der U10 setzt sich SCPB ’22 deutlich an die Spitze.

Der Auftakt des internationalen Germany Cup am Wittenbrink ist in Dorsten-Wulfen eindrucksvoll gelungen. Schon vor Beginn des Turniers war im Hyundai-Borgmann-Stadion zu spüren, dass hier etwas außergewöhnliches stattfindet. Fahrzeuge aus Frankreich, Belgien, Dänemark und den Niederlanden rund um das Gelände zeigten den internationalen Charakter der Veranstaltung.

Der Germany Cup in Dorsten-Wulfen startet mit internationaler Beteiligung und intensiven Spielen
Die Ergebnisse immer im Blick. Foto: Ralf Meier

U13: AS Ermont und Blau-Weiß Wulfen setzen erste Ausrufezeichen

Auch sportlich wurde dieser Eindruck schnell bestätigt. In der U13-Konkurrenz entwickelte sich in Gruppe A ein intensiver Wettkampf. Das französische Team AS Ermont setzte mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 8:0 ein klares Ausrufezeichen und sicherte sich souverän den ersten Platz. Dahinter behaupteten sich die Alphense Boys aus den Niederlanden mit sieben Punkten vor Greve Fodbold aus Dänemark. Haarlem Kennemerland und US Thy-Le-Château 1 mussten sich hingegen mit den Plätzen dahinter zufriedengeben.

Die Mannschaften beim Internationalen Germany Cup in Wulfen schenkten sich nichts.
Die Mannschaften beim Internationalen Germany Cup in Wulfen schenkten sich nichts. Foto: Ralf Meier

Gastgeber SC Blau-Weiß Wulfen in starker Form

In Gruppe B präsentierte sich Gastgeber SC Blau-Weiß Wulfen in starker Form und blieb mit zwei Siegen und 7:0 Toren ohne Gegentreffer an der Spitze. Dahinter folgten vv Zwaagwesteinde und SCPB ’22, während Ensted IF und US Thy-Le-Château 2 die Plätze vier und fünf belegten.
Ein Blick auf den Spielverlauf zeigt, wie offensiv viele Partien waren. Während AS Ermont unter anderem mit einem 4:0 gegen Haarlem Kennemerland und einem 2:0 gegen US Thy-Le-Château überzeugte, setzte Greve Fodbold mit einem 5:0-Erfolg ebenfalls ein deutliches Zeichen.

In Gruppe B dominierte Wulfen seine bisherigen Spiele mit einem 3:0 gegen US Thy-Le-Château 2 und einem klaren 4:0 gegen Ensted IF. Gleichzeitig zeigte das 1:0 von SCPB ’22 gegen Ensted IF sowie das torlose Remis zwischen vv Zwaagwesteinde und SCPB ’22, wie ausgeglichen die Begegnungen dahinter verliefen.

Die Mannschaften beim Internationalen Germany Cup in Wulfen schenkten sich nichts.
Die Mannschaften beim Internationalen Germany Cup in Wulfen schenkten sich nichts.. Foto: Ralf Meier

U10: SCPB ’22 dominiert beim Germany Cup in Wulfen

Auch in der U10-Konkurrenz ging es torreich zur Sache. Besonders SCPB ’22 aus den Niederlanden präsentierte sich in herausragender Form und führte die Tabelle nach dem ersten Turniertag mit drei Siegen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 20:1 an. Unter anderem gelang ein deutlicher 8:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Wulfen sowie ein 11:1 gegen Greve Fodbold.

Dahinter positionierten sich CVV Zwervers und FCV Dender punktgleich, während Greve Fodbold, FC Enghien und der Gastgeber aus Wulfen noch Anschluss suchten. Wulfen selbst startete zwar mit einem 2:1-Erfolg gegen FC Enghien in das Turnier, musste im weiteren Verlauf jedoch mehrere Niederlagen hinnehmen, darunter ein 2:5 gegen Greve Fodbold und ein 2:5 gegen FCV Dender.

Das Team am Grill beim Germany Cup in Wulfen
Grill im Dauereinsatz: Das Team am Grill beim Germany Cup in Wulfen

Rahmenprogramm und Organisation beim Germany Cup

Neben dem sportlichen Geschehen boten die Gastgeber BW Wulfen auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Angebote wie eine Hüpfburg oder Zielschießen sorgten besonders bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern für Begeisterung und machten das Event zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Auch organisatorisch zeigte sich der Veranstalter bestens vorbereitet. Rund 600 Bratwürstchen und 25 kg Pommes frites warteten auf hungrige Gäste.

Spannung vor dem Finaltag beim Germany Cup in Wulfen

Nach dem gelungenen ersten Turniertag ist die Ausgangslage für die Finalspiele klar umrissen. In beiden Altersklassen haben sich bereits Favoriten herauskristallisiert, doch die engen Ergebnisse in vielen Partien lassen weiterhin Spannung erwarten. Der zweite Turniertag verspricht damit hochklassigen Jugendfußball und packende Entscheidungen bis zum Schluss.

Teilnehmerübersicht Germany Cup Wulfen

U13 – Gruppe A:

  • AS Ermont (Frankreich)
  • Alphense Boys (Niederlande)
  • Greve Fodbold (Dänemark)
  • Haarlem Kennemerland (Niederlande)
  • US Thy-Le-Château 1 (Belgien)

U13 – Gruppe B:

  • SC Blau-Weiß Wulfen (Deutschland)
  • vv Zwaagwesteinde (Niederlande)
  • SCPB ’22 (Niederlande)
  • Ensted IF (Dänemark)
  • US Thy-Le-Château 2 (Belgien)

U10:

  • SCPB ’22 (Niederlande)
  • CVV Zwervers (Niederlande)
  • FCV Dender (Belgien)
  • Greve Fodbold (Dänemark)
  • FC Enghien (Belgien)
  • SC Blau-Weiß Wulfen (Deutschland)

Vernissage in der Altstadt: Zwischen Paradies und Wirklichkeit

Künstlerin Anastasiya Nesterova zeigt in ihrer Ausstellung „Paradies und Wirklich“ die Veränderung der Umwelt durch den Menschen. Der Mensch an sich ist aber nur auf einem ihrer Werke zu sehen. Man erkennt vor allem, was Menschen erbaut haben. Zum Beispiel Häuser, Leuchttürme oder auch Strandkörbe. Zentrale Motive sind unter anderem das Meer und weite Strände.

Am Freitagabend fand im Kulturraum franz* die Vernissage für eine neue Kunstausstellung statt. Unter dem Namen „Paradies und Wirklichkeit“ konnten Besucher ab 19 Uhr die Werke von Anastasiya Nesterova bestaunen. Zu Wein und schönen Gesprächen befand man sich hier in wunderbarer Gesellschaft.

Abstrakt, aber alles erkennbar

Wenn man auf Anastasiya Nesterovas Werke blickt, erkennt man sofort, was abgebildet ist. Obwohl die Darstellung doch eher abstrakt ist. Die Motive sind vor allem an der Nord- und Ostsee sowie der irischen See inspiriert. Die Motive kann man aber überall wiedererkennen, egal ob im Urlaub oder im Alltag.

Anastasiya möchte mit ihrer Kunst den Wandel der Umwelt deutlich machen: „Ich zeige den Menschen als Störfaktor in der Natur. Man sieht die Spuren des Menschen, also Strukturen und Bauwerke, ohne den Menschen an sich zu zeigen. Man sieht aber auch, dass Tiere die Strukturen annehmen und so die Natur zurückerobern.“

Kulturraum Franz Anastasiya Nesterova
Anastasiya Nesterova zeigt, wie sich die Umwelt durch den Menschen verändert. Foto: Christian Haug

Nur fünf Auflagen pro Bild

Alle ausgehängten Gemälde stehen zum Verkauf. Pro Kunstwerk gibt es aber nur fünf Auflagen. Grund dafür ist die zeitintensive Technik, mit der die Bilder bedruckt werden. Beim Holzschnitt wird die Farbe auf eine Art Holzstempel aufgerollt und dann auf eine Schicht Papier aufgedruckt. Eine Schicht entspricht einer Farbe.

„Um fünf Bilder fertig zu drucken, braucht man schon zwei Wochen. Die Schichten müssen einzeln trocknen und dann zusammengeführt werden. Dadurch hat aber jedes Kunstwerk auch einen gewissen Unikat Charakter“, erklärt Anastasiya.

Eisstockschießen: Der 1. AEV lädt zur Eröffnungsfeier am 25. April

Während des Trainings versuchen die rund 50 Mitglieder des 1. AEV, den Eisstock möglichst nahe Richtung Daube zu schieben. Und da keine Eisfläche vorhanden ist, wird das Training eben auf die Asphaltfläche im Hermann-Grefer-Sportpark verlegt.

„Die Idee des Eisstockvereins entstand im Freundeskreis vor vier Jahren“, erzählt Sven Hecker, der erste Vorsitzende des Vereins. In einer Bierlaune wurde der Plan geschmiedet, einen eigenen Verein zu gründen. Mitte Januar 2025 war es dann nach viel „Schriftkram“ so weit: Der Verein wurde als 1. Asphalt- und Eisstockverein in das offizielle Vereinsregister eingetragen.

Vor diesem Erfolg stand jedoch zuerst einmal die Muskelkraft der Mitglieder sowie deren Partner BWR GmbH aus Schermbeck, der das benötigte Handwerkszeug sowie die Maschinen zur Verfügung stellte. Sie demontierten die ehemalige Beach-Volleyball-Anlage auf dem Sportgelände des SV Hardt, und verlegten rund 17000 Pflastersteine für die drei jeweils 30 Meter langen Bahnen der „Vereinte-Volksbank-Eisstockarena“. „Ohne die Vereinte Volksbank als unseren Sponsor sowie durch die finanzielle Spritze Jörn Moldenhauers und die Sportpauschale der Stadt Dorsten, wäre dieses Vorhaben gar nicht möglich gewesen“, bedankt sich Sven noch einmal insbesondere bei Volksbank-Marketingleiter Ralf Bröker.

Eröffnungsfeier am 25. April und Eisstockcup im Juni

Am 27. und 28. Juni 2026 werden die Organisatoren den ersten „Vereinte Volksbank Eisstockcup der Vereine“ ausrichten. Noch können Sie Mitglied beim 1. AEV werden und für den Eisstockcup trainieren. Ist Ihr Interesse geweckt worden oder wollen Sie einen unterhaltsamen Nachmittag erleben, dann sind Sie herzlich eingeladen, die Eröffnungsfeier des Vereins zu besuchen. Das WDR-Regionalfernsehen hat sich übrigens ebenfalls für einen Besuch angekündigt.

Am 25. April sorgt die Gastro des SV Hardt Dorsten ab 15 Uhr für das leibliche Wohl, das Ende ist offen. Der 1. AEV freut sich über Spenden, damit die Mitglieder bald den Bau ihrer Vereinshütte in Angriff nehmen können. Die Trainingszeiten sind mittwochs ab 18.30 Uhr, sonntags ab 15 Uhr, Ende offen. Neue Mitspieler sind immer willkommen.

Profisportler Kevin Müller im Interview zum Thema Mobbing

Torwart Kevin Müller im Interview zum Thema Mobbing: Mobbing betrifft Kinder und Jugendliche gleichermaßen und entsteht oft durch Ausgrenzung und Gruppendynamiken. Für das Filmprojekt „Mut gegen Mobbing“ reiste der Profi von FC Schalke 04 privat nach Dorsten und sprach über Erfahrungen und Verantwortung.

Mobbing früh erkennen und handeln

Mobbing tritt in vielen Lebensbereichen auf, in der Schule, im Sportverein oder im Alltag. Gruppen grenzen gezielt aus, Worte verletzen, Verhalten wiederholt sich. Kinder und Jugendliche sind gleichermaßen betroffen. Häufig beginnt Mobbing unauffällig und bleibt zunächst unentdeckt.

Mut gegen Mobbing - Kulturrack Dorsten 2026-Filmdreh mit Kevin Müller
Foto: Petra Bosse

Dreh in Dorsten mit klarer Botschaft

Für einen Drehtag zum Thema Mut gegen Mobbing kam Fußballprofi Kevin Müller am Mittwoch privat nach Dorsten. Vor der Kamera übernahm er die Rolle eines Sportlehrers. Das Projekt will Kinder und Jugendliche sensibilisieren und ihnen konkrete Wege im Umgang mit Ausgrenzung zeigen. Wir berichteten bereits über den Dreh. Im Anschluss stellte sich Kevin Müller unseren Fragen.

„Ich habe es in Mannschaften erlebt“

Du bist ja Spitzsportler, wenn man das so sagen kann. Hast du in deiner Jugend auch Mobbing erlebt?

Kevin Müller: „Persönlich mit meiner Person nicht. Aber ich habe in Mannschaften gespielt, wo das definitiv ein Thema war. Das ist natürlich auch sehr traurig, gerade als Kind. Man nimmt das, glaube ich, unterschiedlich wahr, mal mehr, mal weniger. Es hängt auch davon ab, wie Sympathien verteilt sind, das muss man ehrlich sagen. Für das Kind, das diese Erfahrung macht, ist es aber natürlich sehr schlimm. Als Kind hat man nicht immer das Gefühl dafür, was wirklich schwerwiegend ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir Kinder darüber informieren und sie im Idealfall schützen.“

Veränderungen ernst nehmen

Was rätst du Eltern, wenn sie so etwas mitbekommen? Oder woran erkennt man im Sport, dass ein Kind gemobbt wird?

Kevin Müller: „Da sollte man eigentlich Experten fragen. Ich kann nur meine persönliche Sicht als Elternteil schildern. Ich glaube, dass sich das Verhalten eines Kindes verändert. Das ist aber sehr individuell. Es gibt auch Kinder, die sich schämen und nichts erzählen wollen. Irgendwann können sie das aber nicht mehr verbergen. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern aufmerksam sind. Man sollte mit den Kindern sprechen, Empathie zeigen und ihr Selbstvertrauen stärken. Denn genau das leidet oft darunter. Im Profisport lernt man irgendwann, sich ein dickes Fell zuzulegen. Trotzdem kann man nicht alles verhindern. Entscheidend ist, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst beeinflussen kann, und die Kinder zu unterstützen, ihnen zu zeigen, dass man sie versteht.

„Es geht um Sichtbarkeit“

Glaubst du, solche Projekte sind sinnvoll?

Kevin Müller: „Ja, absolut. Es geht nicht um einzelne Personen, sondern um Sichtbarkeit. Wenn man heute Nachrichten liest, sieht man viele Probleme. Kinder geraten dabei oft in den Hintergrund. Sie können selten selbst für sich sprechen. Deshalb braucht es solche Projekte, die sensibilisieren und aufmerksam machen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem sie das Thema sichtbar machen.“


Weiteres Thema zu diesem Thema finden Sie hier. ➡️„Mobbing betrifft viele“: Tobias Stockhoff setzt beim Filmdreh ein Zeichen

Für eine lebenswerte Stadt: „Sag Ja! zu Dorsten“ feiert 20-jähriges Bestehen

Auf der bestens besuchten Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins, konnten die Mitglieder stolz auf ihre geleistete, ehrenamtliche Arbeit zurückblicken. Auf Initiative von Alfred Sartori gründeten 2006 sieben engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer den Verein „Sag Ja! zu Dorsten“ mit dem Ziel, Dorsten nach vorne zu bringen.

Mit der Eröffnung großer Einkaufszentren wie dem CentrO in Oberhausen stand die Innenstadt damals vor der Herausforderung, Kaufkraft und auch Kundinnen und Kunden in der Stadt zu halten. Die Mitglieder des Vereins „Sag Ja! zu Dorsten“ hatten schnell praktische Ideen im Kopf, wie sie die City attraktiver machen, das Angebot beleben und den Mix aus Handel, Gastronomie und Kultur stärken wollten. „Schnell wurde uns klar, dass die Dorstener Wirtschaftsförderung (WINDOR) dafür allein nicht ausreicht“, berichtet Raimund Enning, einer der Gründungsmitglieder. „Wir brauchten Ideen und Aktionen, die im Kopf bleiben, und natürlich auch Menschen, die anpacken.“

„Kein Kind ohne Mahlzeit“ oder Besentage: Sag Ja! zu Dorsten ist dabei

Und genau das setzen sie auch heutzutage noch um. Von „Kein Kind ohne Mahlzeit“ über das Befüllen von Schultüten oder Nikolausstiefeln in der Altstadt hin zu den Besentagen, die der Verein mehr oder weniger ins Leben gerufen hat, tragen diese Aktionen die Handschrift des Vereins. Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung, der Stadtverwaltung und Akteuren wie Hans Schuster ist ebenso selbstverständlich.

Die 150 Mitglieder, Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handwerk, Handel, Dienstleistung und auch Kultur aus allen elf Stadtteilen, arbeiten daran, Kontakte zu knüpfen, um Projekte anzustoßen und Veranstaltungen mitzugestalten. Die Unternehmerinnen-Lounge, vom Verein ins Leben gerufen, um speziell Frauen, oft Einzelunternehmerinnen, die Scheu zu nehmen, sich mit Vorständen großer Firmen an einen Tisch zu setzen, dient ebenfalls diesem Zweck. Denn auch aus diesen persönlichen Verbindungen wachsen Ideen für die Stadt. „Daher ist es natürlich gerne gesehen, wenn unsere Mitglieder zu unternehmensrelevanten Vorträgen oder zu Unternehmerfrühstücken oder Firmenführungen zahlreich erscheinen“, betont Björn Wesler. Bis Ende April ist er noch der erste Vorsitzende, steht dann jedoch nicht mehr zur Wahl.

Sag Ja! zu Dorsten
Bernd Petersen, Freddie Sartory und Raimund Enning gehören zu den Gründern des Vereins „Sag Ja! zu Dorsten“. Foto: Christian Sklenak

Starkes Ehrenamt im Verein

Was „Sag Ja! Zu Dorsten“ besonders macht, ist die Freiwilligkeit, denn alle Aktionen werden ehrenamtlich getragen. Somit ist auch die Gala des Ehrenamts, die der Verein finanziert, ein weiteres sichtbares Zeichen der Anerkennung für die vielen Freiwilligen in unserer Stadt. Durch die zahlreichen Veranstaltungen ist die Akzeptanz in der Bevölkerung gewachsen, der Verein ist sichtbarer geworden und hat sich über die Jahre als verlässlicher Partner etabliert. Es geht bei den regelmäßigen Treffen natürlich auch gesellig zu. „Hemdsärmlig“, wie Björn schmunzelt. „Bei Bier und Grillwürstchen in lockerer Atmosphäre entstehen oft gute Ideen und perfekte Vernetzungen.“

Blick nach vorne

Zum Jubiläum gehört jedoch auch ein Blick nach vorn. Neue Ideen und Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind willkommen, und so fährt er fort: „Auch wenn ‚Sag Ja! zu Dorsten‘ ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen und Unternehmern ist, so sind wir doch kein elitärer Kreis“, und Raimund fügt noch hinzu: „Jeder, der sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, zu unseren Stammtischen oder zu weiteren ungezwungenen Treffen zu kommen, sich wohlzufühlen und gerne auch Mitglied zu werden.“ Und so beschreibt Björns letzter Satz „Es ist schön, etwas an die Stadt zurückzugeben, in der ich lebe“, sein Motiv, dem Verein anzugehören und dem kann sich Raimund voll und ganz anschließen.

Internationale Impulse und große Erfolge: Judoka aus Wulfen setzen Zeichen

Zwei besondere Ereignisse haben in den vergangenen Tagen für große Begeisterung bei den Judoka aus Wulfen und der Region gesorgt. Eine intensive Trainingseinheit mit internationalem Besuch sowie eine erfolgreiche Kyu-Prüfung zeigten einmal mehr das Engagement und die positive Entwicklung im Judosport vor Ort.

Franz Kofler bei den Kyu-Prüfungen in Wulfen
Foto: Schatzmeister Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen

Internationaler Besuch in Reken begeisterte alle Altersklassen

Ein besonderes Trainingserlebnis durften Judoka aus der Region am vergangenen Freitag beim Judo-Club-Velen-Reken e.V. erleben. Im Rahmen seines internationalen Projekts „Judo for Peace“ besuchte der österreichische Judoveteran Franz Kofler die Trainingsstätte. Und leitete eine mehrstündige Einheit. Eingeladen waren neben den Gastgebern auch Sportler aus Wölfen und Borken.

Den Auftakt bildeten die Kinder, die mit viel Begeisterung und Energie an der rund 90-minütigen Einheit teilnehmen. Spielerische Aufwärmformen sorgten für große Freude auf der Matte und boten gleichzeitig wertvolle Anregungen für die anwesenden Trainer.

Kyu-Prüfungen in Wulfen
Foto: Schatzmeister Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen

Im Anschluss standen die Jugendlichen im Fokus. Kofler vermittelte ihnen praxisnahe technische Details sowie taktische Hinweise, die sich im Wettkampfalltag direkt umsetzen lassen.

Den Abschluss des Trainingstages bildete die Erwachsenengruppe, die zahlreich erschienen war, um von der Erfahrung des 28-fachen Landesmeisters zu profitieren. Neben konkreten Übungsformen gab Kofler auch Einblicke in Technikverständnis, Trainingsstruktur und mentale Stärke.

Nach insgesamt mehr als vier intensiven Stunden endete das gemeinsame Training in geselliger Atmosphäre bei Hotdogs und kühlen Getränken. Für viele Teilnehmende blieb dabei ein besonders Detail in Erinnerung. Während die regionalen Judoka immer wieder zur Trinkflasche griffen, absolvierte Kofler die gesamte Einheit ohne einen einzigen Schluck.

Der Abend klang mit unterhaltsamen Geschichten aus Koflers Reisen durch über 100 Länder aus, die den Trainingstag um persönliche Einblicke und humorvolle Momente bereicherte.

Kyu-Prüfungen in Wulfen
Foto: Schatzmeister Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen

Erfolgreiche Kyu-Prüfung in Wulfen

Am 25. März 2026 stand in der Trainingshalle des Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen die nächste Kyu-Prüfung auf dem Programm.

Zahlreiche Judoka stellten sich den Anforderungen und überzeugten mit starken Leistungen auf der Matte. Am Ende konnten sich alle Prüflinge über neue Gürtelgrade freuen – ein wichtiger Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung.

Den 4. Kyu-Grad (orange-grün) erreichte Christoph Sobbe.

Über den 5. Kyu-Grad (orange) freuen sich Simon Meuser, Jonas Rabe, Franka Sobbe, Johann Sobbe, Till Sobbe und Marc Weißgerber.

Den 6. Kyu-Grad (gelb-orange) erlangten Sophie Friedberger, Emili Pfaar, Ina Pfaar, Mayla Weißgerber, Jonas Wolff und Sophie Wolff.

Den 7. Kyu-Grad (gelb) bestanden Marco Friedberger, Luis Friese, Lothar Kairies, Nik Kashani, Jonah Wiesmann und Noah Wiesmann.

Kyu-Prüfungen in Wulfen
Foto: Schatzmeister Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen

Der Verein gratulierte allen Judoka herzlich zu ihren neuen Kyu-Graden und würdigt damit ihren Trainingsfleiß sowie ihre kontinuierliche Weiterentwicklung im Judosport. Ein besonderer Dank gilt Uli aus Reken, der die Prüfung kompetent abgenommen und begleitet hat.

Mit den erfolgreichen Prüfungen setzt der Verein ein weiteres Zeichen für engagierte Nachwuchsarbeit und die Förderung des Judosports in der Region.

Engagement mit Tradition

Der Judo Verein Hohe Mark 81 Wulfen besteht seit 1981 und steht seitdem für kontinuierliche Vereinsarbeit und die Förderung des Judosports in Wulfen und Umgebung.

Die aktuellen Veranstaltungen zeigen einmal mehr, wie aktiv und engagiert der Verein ist und wie wichtig gemeinschaftliche Erlebnisse – sowohl im Training als auch bei Prüfungen – für das Vereinsleben sind.

Kevin Jüttermann aus Lembeck: „Wenn das ganze Dorf mitfiebert …“

Wer Kevin Jüttermann in Lembeck bisher nicht kannte, weiß spätestens nach dem Spiel der ersten Mannschaft des SV Schwarz-Weiß Lembeck 1921 in der Veltins-Arena mehr als nur seinen Namen. Der gebürtige Lembecker war Dorfgespräch Nummer eins.

„Der SVL ist mein Baby“, sagt er lachend. „Ich habe dort aktiv gespielt, aber nach zwei Bänderrissen war mir das Risiko weiterzuspielen, doch zu groß. Ich konzentrierte mich aufs Studium und meinen Beruf, aber der SV Lembeck bleibt dennoch meine zweite Familie.“ Jeden Sonntag verfolgt Kevin das Spiel seiner Mannschaft und hat somit auch die beiden Aufstiege in den letzten Jahren miterlebt. Zudem ist er für deren Insta-Account zuständig.

Das „Heimspiel“ auf Schalke

Der Wechsel in die Landesliga wurde nur noch getoppt von der Zusage, in der Veltins-Arena spielen zu dürfen. Kevin bewarb seinen Verein beim Gewinnspiel, „Dein Heimspiel 2025“, um die Chance, in der Veltins-Arena spielen zu können. Als das Dorf unter die letzten sechs Gewinner des Gewinnspiels kam, wurde die Bewerbung ein kollektives Erlebnis, das das ganze Dorf in seinen Bann zog. Ob auf dem Sportplatz, an der Fleischtheke oder beim Feierabendbier, der mögliche Sieg war in aller Munde.

„In der regelmäßig online gestellten Liste waren wir immer auf Platz eins, doch 24 Stunden vor dem Spiel rutschten wir plötzlich auf Platz zwei“, erzählt mir Kevin und fährt fort. „Wir haben alle und alles mobilisiert, zahlreiche Unterstützer haben ihr Möglichstes gegeben, damit wir doch noch gewinnen. Wir wandten uns an ehemalige Schalker Legenden, ans Radio, an die Printmedien, an andere Vereine und fluteten zusammen mit einigen Influencern die sozialen Medien. Hierbei unterstützte uns ganz besonders Elena Arat von den Heimatmedien.“

Und die Mühe lohnte sich: Der SV Lembeck durfte sein Landesliga-Heimspiel gegen den VfL Senden in der Gelsenkirchener Arena bestreiten. Mit 20 Bussen und freiem Eintritt war gefühlt das ganze Dorf am 29. November unterwegs Richtung Schalke. „Es war sicher nicht nur für mich ein unvergesslicher Tag. Die Sonne schien, wir waren im originalen Mannschaftsbus unterwegs und liefen wie Profis aus den Katakomben hinauf aufs Spielfeld. Auch wenn ich nicht zur aktiven Mannschaft gehöre, so durfte ich dennoch bei diesen Momenten direkt dabei sein“, freut sich der 31-Jährige.

„Nachdem die Mannschaft auf dem Videowürfel vorgestellt wurde und der erste Ballkontakt erfolgte, bekam bestimmt jeder Lembecker im Stadion Gänsehaut“, vermutet Kevin, der sich auch gerne an die Aftermatch-Party im VIP-Bereich erinnert.

SV Lembeck Heimspiel Veltins Arena Schalke
Heimspiel des SV Lembeck auf Schalke. Foto: privat

Der Schützenverein und Kevin Jüttermann

Neben dem Fußballverein ist Kevin zudem auch fest verwurzelt beim Schützenverein. Mehr als die Hälfte seines Lebens ist er Mitglied in dem 150 Jahre alten Verein. Am Sonntag vor dem regulären Fest findet das Kaiserschießen statt. 25 ehemalige Schützenkönige schießen um die Kaiserwürde. Eine Woche später folgt das reguläre Schützenfest. „Ich bin in diesem Jahr Ehrenherr, ein Traum, der sich nun erfüllt hat. Für mich ist das Schützenfest die fünfte Jahreszeit, Gemeinschaft und Freude gleichzeitig.“ Am Schützensamstag hat Kevin zusätzlich noch Geburtstag, was ihm für sein Portemonnaie doch etwas Sorgen bereitet, wie er lachend gesteht.

Kevin Jüttermann Lembeck
Der SV Lembeck ist Kevins zweite Familie. Foto: Christian Sklenak

Lembeck lebt vom Ehrenamt und der Verbundenheit untereinander. So sieht es auch Kevin. „Ob bei den Lembecker Eisstockmasters oder bei der großen Silvesterfete, überall sind vertraute Gesichter aus Lembeck zu sehen, die die Vorbereitungen kräftig unterstützt haben. Ohne Sponsoren und vor allem ohne Menschen, die anpacken, würde vieles nicht funktionieren. Ich bin froh darüber, Lembecker zu sein, denn ich liebe die Traditionen im Dorf wie das Osterfeuer oder den Neujahrsrundgang, um nur einige zu nennen. Man kennt sich, man hilft sich“, bringt er es auf den Punkt. „Genau dieses Miteinander macht unser Dorf stark. Das ist Heimat.“

Was Christen am Karfreitag feiern – und wie er weltweit begangen wird

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Karfreitag gilt als einer der bedeutendsten Tage im christlichen Kalender. Er erinnert an die Kreuzigung und den Tod Jesu Christi – ein Moment des Innehaltens, der Trauer und der Besinnung. In vielen Ländern wird der Tag mit besonderen Ritualen begangen, oft still und feierlich. Doch wie genau sieht das aus – und warum spielt gerade der Karfreitag eine so zentrale Rolle?

Bedeutung Karfreitag für Christen

Die Bedeutung des Karfreitags

Der Karfreitag ist für Christinnen und Christen einer der wichtigsten Feiertage im Kirchenjahr. Er erinnert an die Kreuzigung und den Tod Jesu Christi. Laut biblischer Überlieferung wurde Jesus an diesem Tag am Kreuz hingerichtet – ein zentrales Ereignis im christlichen Glauben, das als Opfer für die Menschheit verstanden wird.

In vielen christlich geprägten Ländern ist Karfreitag ein stiller Feiertag. Gottesdienste, meist ohne festliche Musik, stehen im Zeichen der Besinnung, Trauer und des Innehaltens. In der katholischen und evangelischen Kirche wird die Leidensgeschichte Jesu gelesen, in vielen Gemeinden findet die Karfreitagsliturgie ohne Eucharistiefeier statt.

Stiller Feiertag

Auch kulturell ist der Tag geprägt von Zurückhaltung: In Deutschland gelten an Karfreitag Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen, Musikdarbietungen und Tanz – gesetzlich festgelegt als sogenannter stiller Feiertag.

Karfreitag markiert zugleich den Beginn des Osterwochenendes. Die Stille dieses Tages steht im Kontrast zur österlichen Freude, die zwei Tage später mit der Auferstehung Christi gefeiert wird.

Karfreitag weltweit: Rituale und Bräuche

Philippinen

Auf den Philippinen wird Karfreitag besonders eindrucksvoll begangen. In einigen Regionen nehmen Gläubige an Passionsspielen teil, die die Kreuzigung Jesu nachstellen. Manche gehen barfuß durch die Straßen, andere lassen sich tatsächlich ans Kreuz nageln – eine extreme Form der Buße, die jedoch nicht von der Kirche unterstützt wird.

Spanien

In Spanien, besonders in Andalusien, sind die Semana Santa-Prozessionen berühmt. Männer tragen schwere Heiligenfiguren durch die Straßen, begleitet von Kapellen und Trommlern. Diese oft stundenlangen Prozessionen sind tief emotional und ziehen Tausende an.

Italien

Auch in Italien gibt es am Karfreitag Kreuzwegprozessionen – die bekannteste ist der „Via Crucis“ in Rom, der unter freiem Himmel am Kolosseum stattfindet. Der Papst selbst leitet diesen Kreuzweg, der weltweit übertragen wird.

Großbritannien

In vielen Gemeinden Großbritanniens wird der Karfreitag mit sogenannten „Walks of Witness“ begangen – stille Gedenkzüge durch die Stadt oder das Dorf. Auch das gemeinsame Brotbrechen in Erinnerung an das letzte Abendmahl ist verbreitet.

Mexiko

In Mexiko sind Passionsspiele (Pasion de Cristo) sehr populär – besonders das Spektakel in Iztapalapa bei Mexiko-Stadt zieht jedes Jahr Hunderttausende Zuschauer an. Die Darsteller bereiten sich monatelang auf ihre Rollen vor, darunter auch der Kreuzträger Jesu.

Karfreitag in Toronto: Prozession in „Little Italy“

Ein besonderes Ereignis am Karfreitag ist die große Prozession Celebrating our Faith and Heritage in Torontos Stadtteil „Little Italy“. Hunderte Menschen versammeln sich dort, um ihren Glauben öffentlich sichtbar zu machen und die Traditionen ihrer Herkunft zu bewahren.

Jesus-Christ-Karfreitag in Little-Italy Toronto
Ein besonderes Ereignis am Karfreitag ist die große Prozession „Celebrating our Faith and Heritage“ in Toronto Foto: Petra Bosse

„Little Italy“ war einst die erste Anlaufstelle für italienische Einwanderer der ersten Generation, die in Toronto ein neues Leben begannen. Heute ist das Viertel an der College Street West das älteste und ursprünglichste der insgesamt drei italienisch geprägten Stadtteile.

Toronto beherbergt mit rund 600.000 Menschen die größte italienische Gemeinschaft außerhalb Italiens – ein kulturelles Erbe, das gerade an Feiertagen wie Karfreitag und Ostern lebendig sichtbar wird.

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