Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke, knatternde Motoren und eine bestens organisierte Veranstaltung sorgten am 20. September für optimale Stimmung an der Gahlener Straße 241. Das 8. Internationale Mofarennen „Auf’m Maisfeld links“ war wieder ein voller Erfolg.
Trotz fortgeschrittener Jahreszeit zeigte sich das Wetter zur Freude der Veranstalter, Fahrer und der rund 1.500 bis 2.000 Zuschauer von seiner allerbesten Seite.
Foto: Meier
Erstmals mit LED-Leinwand
Das Rennen war im wahrsten Sinne des Wortes heiß. Während die Sonne ihren Beitrag von oben leistete, kochten am Boden die Motoren. 30 Teams kämpften in drei verschiedenen Klassen um Runden, Platzierungen und vor allem Spaß. Die Veranstalter vom Verein HARDT AM LIMIT e.V. hatten ganze Arbeit geleistet, um das Spektakel reibungslos über die Bühne zu bringen. Ein eingespieltes Orga-Team und die vielen Helfer sorgten dafür, dass auf und neben der Strecke alles rund lief.
Die neue Leinwand bei „Auf’m Maisfeld links“. Foto: Meier
Erstmals ermöglichte eine große LED-Leinwand den Zuschauern, das Renngeschehen aus nächster Nähe mitzuverfolgen, selbst wenn man gerade nicht direkt an der Strecke stand. Und auch abseits des sportlichen Wettbewerbs war für beste Unterhaltung gesorgt, nicht zuletzt dank kühlem Bier und Grillduft.
Foto: Meier
Dass der Durst bei den hohen Temperaturen besonders groß war, zeigte sich deutlich. Lag der vor zwei Jahren aufgestellte bisherige Rekord noch bei 1.150 Liter Bier, dürften es in diesem Jahr geschätzte 1.300 bis 1.400 Liter gewesen sein, die durch durstige Kehlen flossen.
Foto: Meier
Spannende Duelle und starke Leistungen in allen Klassen
Sportlich lieferten sich die Teams derweil spannende Duelle auf der Rennstrecke. In der Königsklasse setzte sich das Team Fellerhoff mit 168 Runden an die Spitze, dicht gefolgt von den Drehzahlfreunden Büderich mit 162 Runden. Den dritten Platz belegte die Bromfietsbande mit 127 Runden.
Foto: Meier
In der Klasse „Affe aus Schleifstein“ dominierten die Teufelskerle 1, die mit beeindruckenden 176 Runden den ersten Platz belegten. Auf Rang zwei folgte GlaBotKi mit 170 Runden, gefolgt von den Brinkis mit 169 Runden. Ein enges Rennen bis zum Schluss.
Foto: Meier
Auch in der Klasse „Möchtegern“ ging es spannend zu. Die Mofa Allstars sicherten sich mit 166 Runden den ersten Platz, knapp vor dem Kermit Racing Team mit 163 Runden. Dritter wurde das Bussymix Racing Team mit 151 Runden.
Vor einigen Tagen lud der mittlerweile aufgelöste Männer-Gesangs-Verein „MGV Liederkranz 1946 Wulfen e.V.“ Vertreter des „Heimatbund der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten e.V.“ sowie des „Heimatverein Wulfen 1922 e.V.“ zu einem gemütlichen Grillnachmittag auf den Hof Rentmeister im Strock ein.
Obwohl der Chor offiziell nicht mehr besteht, treffen sich die Mitglieder weiterhin regelmäßig, um ihre langjährige Freundschaft zu pflegen. Mit dabei war auch der letzte Chorleiter Sergey Myasoedov, der den MGV von 2012 bis 2023 musikalisch leitete.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Übergabe einer reich bebilderten Vereinschronik. Der ehemalige 1. Vorsitzende Werner Henkel überreichte die Chroniken an die beiden Heimatvereine mit der Bitte, diese im Archiv zu bewahren.
Helmut Richter vom Heimatbund bedankte sich herzlich für die Spende und versicherte, dass die Chronik – wie zahlreiche andere Dokumente – im Archiv im Keller der Montessori-Schule einen sicheren Platz findet. Interessierte können die Sammlung zu den regelmäßigen Öffnungszeiten mittwochs von 10 bis 12 Uhr einsehen.
Gute Stimmung bei der Übergabe: Johannes Krümpel (Vorsitzender Heimatverein Wulfen), Helmut Richter (Geschichtsgruppe Heimatverein Wulfen) und Werner Henkel, ehemaliger Vorsitzender des MGV Liederkranz. Foto: MGV
Auch Johannes Krümpel, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen, sowie Max Schürmann, Sprecher der Archiv- und Geschichtsgruppe, nahmen das Buch entgegen. Sie kündigten an, in der eigenen Sammlung weiter nach Unterlagen zum MGV zu forschen und diese gemeinsam mit der Chronik zu archivieren. Das Heimathaus in Wulfen bietet ebenfalls Gelegenheit, die Materialien zu besichtigen.
„Brücke in die Vergangenheit“
Im Vorwort der 122-seitigen Chronik heißt es: „Entstanden ist eine illustrierte Chronik, die sowohl Einblick in die Geschichte des MGV Wulfen gewährt als auch historische Momente darstellt, und bietet einen Überblick über das Wirken des MGV in Verbundenheit mit Traditionen und Werten als eine Brücke in die Vergangenheit.“
Über Jahrzehnte hinweg habe der Chor mit seinem Liedgut zahlreiche Veranstaltungen und Feiern bereichert. „Möge diese kleine Chronik ihren Teil dazu beitragen, die Geschichte des leider verstummten MGV Liederkranz 1946 Wulfen nicht zu vergessen“, lautet der abschließende Satz des Buches.
Für die Erstellung der Chronik sichteten mehrere Mitglieder in den vergangenen zwei Jahren rund 270 Bilder und Dokumente und wählten schließlich die Inhalte für das Werk aus. Wer Interesse an einem Exemplar hat, kann sich an Werner Henkel oder an Mitglieder des ehemaligen Vereins wenden.
Gut eine Woche nach der Kommunalwahl melden sich die Bündnis90/Die Grünen in Dorsten zu Wort. Hintergrund ist die Panne bei der Auszählung im Wahllokal Rhade, bei der Stimmen für die Grünen im Umschlag der AfD Dorsten landeten.
Zwar liegt inzwischen ein Prüfbericht der Stadtverwaltung vor und das Wahlergebnis wurde korrigiert, doch der Vorstand des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Dorsten sieht weiterhin Aufklärungsbedarf. In einem Schreiben an die Beigeordnete der Stadt Dorsten Nina Laubenthal machen Claas Römer und Kinga Krupa deutlich, dass zentrale Fragen offen geblieben seien.
Die Grünen fragen sich:
„Wäre die fehlerhafte Zuordnung auch ohne die im Prüfbericht genannten ‚mannigfaltigen Anrufe‘ aufgefallen? Gab es, da die Niederschrift offensichtlich korrekt war, am Wahlabend noch einmal Kontakt zwischen Wahlvorstand und Stadtverwaltung?“
„Ist den verantwortlichen Personen bei der Stadt Dorsten die unrealistische Schnellmeldung aus dem Wahllokal aufgefallen? Wenn ja, mit welcher Reaktion?“
„Hat zwischenzeitlich eine Nachbesprechung und Aufarbeitung mit den betroffenen Personen des Wahlvorstandes stattgefunden? Konnte herausgefunden werden, welche Person die Stimmzettel mit Stimmen für die Grünen in den AfD-Umschlag gesteckt hat?“
„Ist seitens der Stadt Dorsten eine Pressemitteilung über diese Vorgänge beabsichtigt? Dies dürfte aufgrund der schon oben genannten Bedeutung der Wahl und des damit verbundenen Vertrauens in den Wahlprozess erforderlich sein.“
Forderung nach Transparenz
Mit diesen Fragen verbinden Römer und Krupa die Erwartung, dass die Stadt Dorsten die Vorgänge transparent aufarbeitet. Eine offene Information der Öffentlichkeit sei für das Vertrauen in die Demokratie unverzichtbar, heißt es.
Prüfberichte dokumentieren Fehler
Die Stadtverwaltung hat die Unregelmäßigkeiten in zwei Prüfberichten bei der Sitzung des Wahlausschusses am 17.9. dokumentiert, die im Zusammenhang mit der Kommunalwahl am 14. September 2025 erstellt wurden.
Im Stimmbezirk 2.2 Kita Am Stuvenberg zeigte die Schnellmeldung zunächst keine Stimmen für Grünen-Kandidatin Frauke Corinna Haake. Da sich jedoch mehrere Wählerinnen und Wähler meldeten, die ihre Stimme den Grünen gegeben hatten, wurde nachgezählt. Dabei stellte sich heraus, dass 39 Stimmen versehentlich in Umschläge mit der Beschriftung „AfD“ einsortiert worden waren.
Nach der Berichtigung erhielt Haake 39 Stimmen und damit 7,75 Prozent. Für AfD-Kandidatin Anastasia Wagner wurden statt 154 korrekt 115 Stimmen gezählt, was 22,86 Prozent der insgesamt 503 gültigen Stimmen entspricht. Wahlberechtigt waren 1.204 Personen.
Und auch im Wahlbezirk 7, zu dem auch der Stimmbezirk Gemeinschaftshaus Wulfen gehört, wurde bei der Feststellung des Ergebnisses der Wahl eine ungewöhnlich hohe Zahl ungültiger Stimmen festgestellt. Während die Schnellmeldung mehr als fünf Prozent ungültige Stimmen auswies, ergab die offizielle Niederschrift lediglich 19 zurückgewiesene Wahlbriefe. Offenbar kam es zu einer falschen Übertragung in den Meldungen. Umschläge mit der Aufschrift „ungültige Stimmen“ sorgten zusätzlich für Irritationen. Nach Feststellung der Abweichung wurde die Schnellmeldung in Abstimmung mit dem Kreis korrigiert. Brisant ist, dass es sich um den einzigen Wahlbezirk handelt, den die AfD in Dorsten gewann.
AfD-Hochburg Wulfen-Barkenberg
Der Wahlbezirk 7 in Wulfen-Barkenberg entwickelte sich bei der Kommunalwahl zu einem der stärksten Stimmbezirke der AfD in Dorsten.
Noch am Wahlabend äußerte sich Bürgermeister Tobias Stockhoff zum Wahlergebnis. Er zeigte sich besorgt über den hohen Stimmenanteil der AfD in Dorsten. Dieser gehe nach seiner Einschätzung vor allem zulasten der SPD, aber auch anderer Parteien. „Das müsse alle aufrütteln“, so Stockhoff. Er betonte, dass es nun Aufgabe aller sei, in den kommenden Jahren mit verlässlicher Arbeit das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger weiter zu gewinnen.
Auf einer Baustelle an der Straße „Im Gorden“ ist am Samstagvormittag (20. September) ein Baukran in einen Rohbau gestürzt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, wurde die Dorstener Wehr um 11.20 Uhr alarmiert. Der Kran hatte aus bislang ungeklärter Ursache den Halt verloren und kippte seitlich in das entstehende Wohngebäude.
Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand. Da der umgestürzte Kran im Inneren des Rohbaus stabil zum Liegen kam, konnten die Einsatzkräfte den Bereich nach kurzer Zeit wieder verlassen. „Der verantwortliche Bauunternehmer kümmert sich nun um alle weiteren Schritte“, hieß es von der Feuerwehr. Wie stark der Unfall das Mehrfamilienhaus im Rohbau beschädigt hat, ist noch unklar.
Foto: Petra Bosse
Bauprojekt für bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum
Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um Teil eines geförderten Wohnungsbauprojekts, das der Kreis Recklinghausen im März 2025 offiziell auf den Weg gebracht hat. Mit 7,15 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt der Kreis den Bau von 28 Mietwohnungen an der Straße „Im Gorden“. Landrat Bodo Klimpel überreichte damals die Förderbescheide an die Geschäftsführer der KD-Komplettbau GmbH, Katharina und Daniel Maryschka.
Die zwei neuen Wohnhäuser – „Im Gorden 121“ mit 18 Wohnungen und „Im Gorden 129“ mit zehn weiteren Einheiten – sollen insgesamt rund 2.000 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt dabei bei rund acht Millionen Euro.
Besonderen Wert legen die Planer auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Die Gebäude entsprechen dem sogenannten Netto-Null-Standard. Eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage deckt den kompletten Energiebedarf für Heizung und Warmwasser.
Die Baufirma kümmert sich nun um die Bergung des Baukrans. Foto: Schumann
Beitrag zur Wohnraumförderung
Landrat Klimpel betonte bei der Übergabe der Förderbescheide, wie wichtig es sei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen: „Wohnraum ist mittlerweile ein knappes Gut, bezahlbaren Wohnraum zu finden, stellt eine große Herausforderung dar.“
Die Fördermittel stammen aus einem Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, das vor allem Familien mit geringerem Einkommen den Zugang zu modernen und zugleich bezahlbaren Wohnungen ermöglichen soll. Neben der finanziellen Förderung werden dabei energetische Effizienz und Barrierefreiheit vorausgesetzt.
Foto: Petra Bosse
Trotz des Zwischenfalls mit dem Baukran sehen die Verantwortlichen in dem Projekt weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von nachhaltigem Wohnraum im Kreis Recklinghausen. Wann die Bauarbeiten nach dem Unfall fortgesetzt werden können, ist derzeit allerdings noch offen.
Der Herbst ist Drachenzeit: Wenn der Wind kräftig bläst, lassen Kinder und Erwachsene ihre bunten Flugobjekte steigen. Doch das Drachenfliegen birgt Gefahren, vor allem in der Nähe von Stromleitungen. Darauf macht der Verteilnetzbetreiber Westnetz aufmerksam.
Besonders riskant wird es, wenn sich ein Drachen in einer Stromleitung verfängt. Dann besteht akute Lebensgefahr durch Stromüberschläge, die bei feuchter Witterung oder hoher Luftfeuchtigkeit noch verstärkt werden können. Um solche Unfälle zu vermeiden, empfiehlt Westnetz, Drachen nur dort steigen zu lassen, wo sich keine Leitungen in der Nähe befinden.
Die Bildungsinitiative 3malE hat dazu sieben goldene Regeln entwickelt. So sollte die Leine nicht länger als 100 Meter sein und aus Kunststoff bestehen, da dieses Material keinen Strom leitet. Außerdem wird ein Mindestabstand von 500 Metern zu Stromleitungen angeraten. Bei starkem Wind oder drohendem Unwetter ist es generell besser, auf das Drachensteigen zu verzichten.
Sollte dennoch ein Drachen in eine Leitung geraten, dürfen Eltern und Kinder auf keinen Fall versuchen, ihn selbst zu bergen. In diesem Fall ist die Störungshotline von Westnetz unter 0800 4 11 22 44 zu verständigen.
Bombenalarm, Sirenen, Nächte in Luftschutzkellern – das war Alltag im Zweiten Weltkrieg. Um Kinder vor dieser Gefahr zu schützen, wurde im ganzen Reich die sogenannten Kinderlandverschickung (KLV) organisiert. Auch Dorsten war betroffen: Viele Jungen und Mädchen wurden zwischen 1940 und 1944 aus ihren Familien gerissen und in ländliche Regionen geschickt, oft hunderte Kilometer entfernt. Ein Stück Kriegsgeschichte, das in der Stadt bislang kaum Beachtung fand.
Die Kinderlandverschickung wurde 1940 offiziell eingeführt. Ziel war es, Schüler aus bombengefährdeten Städten in „sichere“ Gegenden zu bringen. In Dorsten, das durch seine Lage an Lippe und Kanal mehrfach Ziel alliierter Angriffe war, traf dies vor allem Schulkinder zwischen 10 und 14 Jahren. Ganze Klassen wurden aus den Volksschulen zusammengefasst und mit ihren Lehrern in Sammeltransporten fortgeschickt.
Manche Gruppen kamen nach Westfalen oder ins Sauerland, andere sogar bis nach Thüringen oder ins heutige Polen. Dort wurden sie in Barackenlagern oder in Pensionen untergebracht, oft weit weg von allem Vertrauten. Der Alltag war streng geregelt: Morgens Unterricht, nachmittags Sport und paramilitärische Erziehung – alles unter den Augen von Lehrern und NS-Betreuern.
Foto: Bundesarchiv / Hoffmann 1941
Ein Leben in der Fremde
Für viele Kinder war das Leben in der Fremde ein Schock. „Ich erinnere mich, dass ich mit Heimweh im Bett lag und nur an meine Mutter dachte“, berichtet eine Dorstener Zeitzeugin Jahrzehnte später. Zwar gab es in manchen Lagern ausreichend zu essen und mehr Sicherheit vor Bomben, doch die Trennung von der Familie lastete schwer. Hinzu kam die ideologische Beeinflussung: In den KLV-Lagern sollte der Nachwuchs gezielt im nationalsozialistische Geist erzogen werden.
Mit dem Vorrücken der Alliierten 1944/45 lösten sich viele Lager chaotisch auf. Die Kinder kehrten nach Dorsten zurück – in eine Stadt, die zunehmend in Trümmern lag. Während manche froh waren, heil geblieben zu sein, fühlten andere sich entwurzelt und fremd. Besonders schwer traf es diejenigen, die nach ihrer Rückkehr ein zerstörtes Zuhause vorfanden oder Familienmitglieder verloren hatten.
Ein vergessenes Kapitel
Heute ist die Kinderverschickung in Dorsten kaum noch ein Thema. In Archiven finden sich Listen, welche Schulen beteiligt waren, doch viele Einzelschicksale sind nicht dokumentiert. Dabei sind es gerade diese persönlichen Geschichten, die deutlich machen, wie sehr der Krieg auch das Leben der Jüngsten prägte.
Die Erinnerung an die Kinderlandverschickung zeigt: Der Krieg bedeutete nicht nur Zerstörung durch Bomben, sondern auch das schmerzliche Auseinanderreißen von Familien. Für Dorsten ist es ein Kapitel, das lange im Schatten stand – und das es wert ist, erzählt zu werden.
Glosse von Anke:Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Nach der Wahl ist vor der Wahl
Hoch lebe der neue Bürgermeister von Dorsten, der bekanntlich auch der alte war. Mit überzeugender Mehrheit hat Tobias Stockhoff bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag das Rennen gemacht und wieder einmal all seine Mitbewerber auf die Plätze verwiesen. Dass die AfD als zweitstärkste Partei nach der CDU in den Stadtrat zieht, bedauere ich sehr; ebenso, dass einige andere wohlverdiente und demokratisch gefestigte Politiker_innen ihr Mandat verloren haben.
Aber Demokratie ist einfach ein sehr anstrengendes Geschäft. Das sieht man auch daran, dass wir am 28. September schon wieder zur Wahl schreiten müssen, um in einer Stichwahl unseren Landrat „auszustechen“. Wird es Bodo Klimpel (CDU) oder Dr. Karsten Schneider (SPD)?
3000 Kreuzchen auf fünf verschieden farbigen Wahlzetteln
Ich werde auch wieder im Briefwahllokal sitzen, Umschläge aufschlitzen und Stimmen zählen. Bin ja noch gut in Übung nach dem letzten Wahlsonntag, als unser Team rund 3000 Kreuzchen auf fünf verschieden farbigen Wahlzetteln sortieren und zählen musste: Grau, gelb, blau, grün, violett türmten sich die Zettelberge auf den Tischen. Gottlob sind es bei der kommenden Stichwahl nur zwei Kandidaten, die sich einen Zettel teilen. Bin gespannt, welche Farbe der hat.
Es ist schon ein Mordsaufwand, alle notwendigen Vorbereitungen in der Kürze der Zeit auf die Reihe zu bekommen! Im Dorstener Rathaus zum Beispiel hatten in den letzten Tagen viele fleißige Mitarbeiter_innen alle Hände voll zu tun, rund 15000 Briefwahlunterlagen einzutüten. „Jetzt packe ich alles schön in die Umschläge, um sie dann in zehn Tagen bei der Auszählung wieder mit dem Brieföffner aufzuschlitzen“, stöhnte ein Mitarbeiter. Tja, wie schon gesagt: Demokratie ist einfach ein sehr anstrengendes Geschäft!
Autofahrer müssen sich in den kommenden Wochen auf Behinderungen einstellen: Vom 22. September bis 8. Oktober 2025 wird die Vennstraße auf Höhe der Halterner Straße komplett gesperrt.
Grund für die Maßnahme sind notwendige Kanalanschlussarbeiten. Der Verkehr wird während der Bauzeit über eine ausgeschilderte Umleitung geführt.
Anwohner und Verkehrsteilnehmer sollten die Sperrung bei ihren Fahrten einplanen und, wenn möglich, auf alternative Routen ausweichen. Die Stadt bittet um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen.
„Ich kann es kaum glauben“, freut sich Dr. Hans-Jakob Gerlings, Kantor der St.-Agatha-Gemeinde. „20 Jahre lang habe ich mir gewünscht, dass diese Orgel restauriert wird, und nun können wir sie im November endlich feierlich einweihen.“ Ermöglicht haben dies unter anderem die Sparkasse Vest mit ihrer großzügigen Unterstützung sowie zahlreiche Pfeifenpatenschaften von Dorstener Bürgern.
1946, die St.-Agatha-Kirche lag in Trümmern, wurde die Orgel aus noch vorhandenen Teilen der Werkstatt Franz Breils zusammengebaut. Als Provisorium in der Notkirche am Südwall gedacht, erfreute sie die Kirchenbesucher mit ihrem Klang und spendete Trost in den ersten Nachkriegsjahren. 1952 wurde sie schließlich auf der Seitenempore der wieder aufgebauten Stadtkirche installiert. Doch der Wunsch nach einer modernen Orgel wuchs, sodass 1982 die neue Orgel auf der Westempore in Betrieb genommen und das alte Kircheninstrument kaum noch bespielt wurde. „Es verfiel immer mehr und stellte letztlich auch ein Sicherheitsrisiko dar“, erklärt Dr. Gerlings.
Alte Orgel war nie wirklich vergessen
So ganz vergessen wurde das alte Schmuckstück jedoch nie. Jahrelang hoffte Dr. Hans-Jakob Gerlings, dass es eine Möglichkeit geben könnte, die „Notkirchen-Orgel“ wieder zum Klingen zu bringen. „Auch Dechant Dr. Stephan Rüdiger hatte 2020 den Wunsch, die alte Orgel zu restaurieren“, erinnert sich der Kantor und fährt fort: „Schließlich steht sie in der Taufkirche der Familie Breil, die von 1836 bis 2016 als Orgelbauer in Dorsten ansässig war.“
Da die Stadtpfarrkirche samt Inventar unter Denkmalschutz steht, wurde eine Restaurierung dieser Kirchenorgel zur Hälfte möglich durch Fördermittel des Denkmalschutzprogramms des Bundes. Die weiteren 50 Prozent stammen aus der Kirchengemeinde St. Agatha, der Kirchenmusik-St.-Agatha-Stiftung sowie dem Engagement der Sparkasse Vest. Damit kann aber lediglich der Urzustand wiederhergestellt werden. „Viele Unterstützer haben sich jedoch gewünscht, dass wir beide Orgeln gleichzeitig bespielen können“, so Dr. Gerlings weiter.
Die neue Orgel in St. Agatha. Foto: privat
Um dies zu ermöglichen, müssen die alte Elektrik aus Brandschutzgründen erneuert und die beiden Orgeln mittels moderner Digitaltechnik miteinander verbunden werden. „Diese Arbeiten kosten weitere 70.000 Euro, wobei jetzt nur noch 10.000 fehlen“, betont Matthias Feller, ehemaliger Sparkassendirektor, und ergänzt: „Die Sparkasse Vest fördert gerne langfristig die Kirchenmusik in Dorsten, daher habe ich gerne mit Dr. Hans-Jakob Gerlings sowie Oliver Göttlich, dem ehemaligen Marktbereichsleiter der Sparkasse Vest, überlegt, welche Möglichkeiten es neben unserer finanziellen Unterstützung gäbe, um den weiteren Umbau zu finanzieren.“
Die Idee: Pfeifenpatenschaften
Die Idee der Pfeifenpatenschaften war geboren und im Nu waren die ersten hundert Patenschaften vergeben. „Die Dorstener sind stolz auf ihre Kirche und auf ihre alte Orgel. Mit der Patenschaft erhalten sie nun ihren persönlichen Ton der Orgel“, freut sich der Organist. Auch Oliver Göttlich ist beeindruckt: „Ich bin stolz, dass die Dorstener dazu beitragen, die alte Orgel wieder neu erklingen zu lassen. Sie erzählt als Zeitzeugin die besondere Geschichte unserer Stadtkirche.“ „Für viele Gemeindemitglieder ist der Klang der Notkirchen-Orgel der Klang ihrer Kindheit und eine Erinnerung an die ersten Gottesdienste nach Kriegsende.“
Mathias Feller an der restaurierten Orgel in St. Agatha. Foto: privat
Auch der Wulfener Sozialpädagoge Gregor Preis verbindet mit der Orgel eine besondere Geschichte: Sie war die erste Orgel, auf der seine Mutter gespielt hat. Diese und weitere Erinnerungen können am 16. November 2025 um 11 Uhr im Rahmen eines Einweihungsgottesdienstes mit Weihbischof Rolf Lohmann wieder lebendig werden. Eine Woche später findet um 17 Uhr ein doppelchöriges Eröffnungskonzert bei freiem Eintritt statt.
Mehr Informationen zur Orgel und den Patenschaften
Die Orgel in der St.-Agatha-Kirche ist die älteste erhaltene Orgel in ganz Dorsten. Um ihren Klang mit 1184 Pfeifen zu erhalten, können Sie Pfeifenpatenschaften erwerben. Weitere Infos erhalten Sie unter [email protected]
„Berufsorientierung neu gedacht mit unserem kostenlosen Tool Talentrail“, verspricht Moritz Weißmann, ehemaliger Schüler des Gymnasiums St. Ursula. Gemeinsam mit Felix Neufeld, Patryk Widuliski sowie Meteusz Goralewski hat er die App entwickelt, um „Berufsorientierung von einer lästigen Pflicht in ein spannendes Klassenerlebnis zu verwandeln.“
Nach seinem Abitur stand Moritz wie so viele Jugendliche in seinem Alter auch vor der Frage: „Und nun? Was kommt als Nächstes? In welche Richtung soll ich mich beruflich orientieren?“ Er begann zunächst eine Ausbildung als Bankkaufmann bei der VB Schermbeck und blieb auch noch kurze Zeit nach seinem Abschluss dort. „Das Team dort war wirklich cool und ich bekam tiefgehende Einblicke in die Finanzwelt. Aber die Arbeit dort war dennoch nicht das, was ich auf Dauer wollte“, erzählt der junge Dorstener, der inzwischen an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert. „Dennoch bleibt die Frage, wohin mich mein beruflicher Weg führen wird.“
Gründergeist in Koblenz erweckt
Den Gründergeist erlebte Moritz auf dem Event „Idealab!“ an der WHU in Koblenz. „Dort merkte zum ersten Mal in meinem Leben, dass die Selbstständigkeit gar nicht so weit entfernt ist, wie man immer denkt. Danach folgte der Climate Hack der WWU Münster, bei dem ich das erste Konzept entwickelte. Jona Trages, ein guter Freund kam hinzu und begann mit den ersten Programmierungen. Er hat jedoch leider aufgrund seines Werkstudiums momentan keine Zeit mehr.“ So führen die vier jungen Gründer ihr Start-Up alleine weiter. „Da wir vier noch Studenten sind, sind wir von der Realität der Berufsfindung nicht allzu weit entfernt. So können wir uns selbst die Fragen beantworten, was wir von der App erwarten und ob wir auf dem richtigen Weg sind.“
Die Jungunternehmer befragten Dorstener Schüler zu ihren Erfahrungen mit Angeboten zur Berufsorientierung. Bei 326 Ausbildungsberufen sowie 13.000 Bachelorprogrammen war dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen die Hälfte aller Befragten unsicher oder überfordert mit der Wahl ihrer beruflichen Zukunft. Laut einer DGB-Studie bricht zudem jeder vierte Auszubildende seine Ausbildung vorzeitig ab.
„Try and Error‘ bei der Berufswahl ermöglichen unserer Meinung nach Erfahrungen zu sammeln, um wirklich zu verstehen, was man machen möchte“, erklärt Moritz. „Unsere App zeigt den zukünftigen Schulabgängern in nur 15 Minuten in ihrem individuell erstellten Profil, wo ihre Möglichkeiten, Stärken und Talente liegen. Natürlich lässt sich dieser Prozess optimieren, indem die SuS nicht ‚irgendwas‘ machen, sondern das, bei dem sie grundlegendes Interesse zeigen.“
Zudem schlägt die App passende Berufsfelder vor und weist auf Praktikums- oder FSJ-Möglichkeiten hin. Die App basiert auf modernen psychologischen Erkenntnissen und aktuellen Bildungsstudien für eine optimale Berufsorientierung. Die Auswertung erhalten die Jugendlichen per Mail in Form einer „Talentkarte“, die sie in digitalen Bewerbungen einbinden können.
Talentrail-App wertet Daten anonym aus
Bei der Auswertung bleiben alle Namen anonym, auch für uns“, betont Felix und fährt fort. „Wir sind keine klassischen Berufsberater, bieten aber Lösungen als digitale Berufsbegleiter an. Dabei ruhen wir uns nicht auf Erreichtem aus, sondern stellen neue Hypothesen auf und überprüfen gemeinsam mit Schülern, ob sie ihnen weiterhelfen. Ansonsten setzen wir andere Prioritäten. Unsere App wird sich daher kontinuierlich weiterentwickelt, indem wir neue Erkenntnisse, Lösungen und Trends einbringen.“ Zum Ende unseres Gesprächs bedankt sich Moritz noch besonders bei Martina Lissner von der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten, die das Projekt von Beginn an unterstützt und dem Gründerteam wertvolle Türen geöffnet hat.
Mehr zu Talentrail
„Die App finden Schülerinnen und Schüler auf talentrail.de und sie wird für die Jugendlichen immer kostenlos bleiben“, versprechen die Gründer. Möchten Sie als Lehrkraft ab Klasse acht die jungen Gründer zu einer Vorstellung der App einladen, so wenden Sie sich bitte an [email protected].
Zwei unscheinbare Versorgungsstationen in der Innenstadt haben sich in wahre Hingucker verwandelt. Westnetz ließ die zuvor beschmierten Anlagen in der Juliusstraße und am Südwall künstlerisch gestalten.
Am Südwall erstrahlt die Gasdruckregelmessanlage gemeinsam mit der benachbarten 10-kV-Station seit Kurzem in neuem Design. Ihre eigentliche Aufgabe ist hochtechnisch. Sie reduziert den Netzdruck aus dem Transportnetz, um Dorstens Haushalte zuverlässig mit Gas zu versorgen, und sichert zugleich eine stabile Stromversorgung. Doch von außen bot die mit Schmierereien verunstaltete Anlage lange Zeit keinen schönen Anblick.
Die ehemals beschmierte Gasdruckregelanlage in der Juliusstraße ist nun ein Blickfang im sportlichen Design. Foto: Westnetz
Auf Initiative des Verteilnetzbetreibers Westnetz und auf dessen Kosten nahm sich der Kamener Streetart-Künstler Ted Bartnik mit seinem dreiköpfigen Team der Fassade an. „Da die Anlage direkt im Innenstadtbereich steht, haben wir uns gemeinsam mit der Stadt für ein in Grün gehaltenes Innenstadtmotiv entschieden“, erläutert Stephan Pausch, bei Westnetz zuständig für den sicheren Betrieb der Station.
Innerhalb von zwei Tagen entstand ein modernes Wandgemälde. Die Silhouette Dorstens in urbanem Umfeld trifft auf Windräder, die den regionalen Weg in die Energiewende symbolisieren.
Sie sind mit der Gestaltung der Anlage am Südwall sehr zufrieden: v. r. Bürgermeister Tobias Stockhoff, Stephan Pausch, Spezialservice Gas bei Westnetz, Markus Droste, Kommunalmanager bei Westenergie und Andre Schumann, Spezialservice Gas bei Westnetz. Foto: Westnetz
Auch die Gasdruckregelmessanlage an der Juliusstraße erhielt bereits vor wenigen Wochen ein neues Gesicht. Hier beteiligte sich die benachbarte Sekundarschule an der Motivauswahl. Ihr Wunsch nach einem sportlichen Bild mit Bezug zur Inklusion wurde künstlerisch umgesetzt.
„Wir engagieren uns gerne für ein attraktives Stadtbild in unseren Partnerkommunen. Ein schönes Bild auf einer Fassade wünschen sich Bürger sicher mehr als destruktive Schmierereien. Nun sind wahre Hingucker entstanden“, freut sich Markus Droste, Kommunalmanager bei Westenergie.
Die Schützen laden am 27. September bereits zum 18. Mal zu ihrem großen Oktoberfest Feldmark 2025 ein. Im Festzelt an der Wilhelm-Norres-Straße erwartet die Besucher ein Abend voller bayerischer Traditionen, stimmungsvoller Musik und kulinarischer Schmankerl. Mit offizieller Genehmigung der Stadt München, die den Begriff „Oktoberfest“ schützt, darf sich das Dorstener Fest auch ganz offiziell so nennen.
Seit rund zwei Jahrzehnten beweisen die Mitglieder des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorsten Feldmark I & II, dass sich auch im Ruhrgebiet eine echte Wies’n-Atmosphäre aufbauen lässt. „Wir wollten von Anfang an ein Fest für alle Generationen schaffen. Heute sind wir stolz darauf, dass Teenager und Boomer bei uns friedlich und ausgelassen miteinander feiern“, erklärt Detlef Timmer, erster Vorsitzender des Vereins.
Foto: Julian Konezka
Neuer Termin soll Spätsommerwetter bringen
In diesem Jahr beginnt das Oktoberfest außerhalb der Herbstferien, nämlich schon am Freitag, 27. September ab 17 Uhr. Timmer erläutert: „Viele unserer treuen Gäste waren während der Herbstferien oft verhindert. Mit dem neuen Termin kommen wir ihrem Wunsch entgegen und hoffen zugleich auf ein paar spätsommerliche Sonnenstrahlen.“
Die Liveband „VIP`$“ sorgt wieder für authentischen Wies’n-Sound. „Da zeitgleich auch in München und Stuttgart die großen Volksfeste laufen, heißt das für die engagierte Band unter anderem eine Hin- und Rückfahrt aus und nach Süddeutschland“, so Timmer.
Tracht beim Oktoberfest Feldmark ist willkommen, aber nicht Pflicht
Rund 2.500 Besucher werden auch in diesem Jahr erwartet. „Alle unsere Gäste kommen ausnahmslos zum Feiern. Und wenn vom Teenager bis zum Boomer alle sich auf der Tanzfläche in den Armen liegen, dann macht uns das als Verein schon auch ein bisschen stolz auf diesem Wege, etwas für Dorsten zu tun“, betont Timmer.
Foto: Julian Konezka
Der Großteil erscheint traditionell in Dirndl oder Lederhose, doch niemand wird ausgeschlossen, wenn er ohne Tracht kommt. „Nein, alle Interessierten sind willkommen – auch, wenn das passende Outfit nicht im Schrank hängt. Die allermeisten Gäste kommen tatsächlich aber passend gekleidet, aber das kann ja auch das karierte Hemd bzw. die Bluse sein“, so Timmer.
Gäste aus der gesamten Region
Was einst ein Dorstener Geheimtipp war, hat sich längst herumgesprochen. „Unser König hat letztes Jahr am Einlass ganz viele Besucher persönlich begrüßt und im Gespräch wird da ein ganzer Blumenstrauß an Postleitzahlen genannt: Marl, Herten, Recklinghausen, Schermbeck, Buer uvm. Da scheint die Mundpropaganda gut zu funktionieren, sodass Bekannte und Arbeitskollegen mitgebracht werden“, berichtet Timmer.
Foto: Julian Konezka
Von der Boomphase zum gesunden Maß
„Als wir mit dem Konzept vor ca. 20 Jahren noch ganz alleine waren, hatten wir tatsächlich einen unglaublichen Boom mit über 4.000 Besuchern in der Spitze. Da erzählt man sich heute noch, dass Kondenswasser vom Zelt tropfte“, erinnert sich Timmer. „Mit 2.500 bis 3.000 Besuchern haben wir mittlerweile ein stabiles, gesundes und viel schöneres Niveau erreicht.“
Gleichwohl betont er: „Es stimmt aber auch, dass wir jedes Jahr aufs Neue unsere Gäste, gerade die nachwachsende Zielgruppe, für uns gewinnen müssen.“
Fassanstich, Live-Musik und Schmankerl-Dorf
Nach der offiziellen Begrüßung folgt der traditionelle Fassanstich durch König Bruno I. Sailer und Königin Jenny I. Dreckmann. Timmer schmunzelt: „Für das erste Mal ganz okay. Ihm ist zwar vor Nervosität, oder weil er Spökes machen wollte, der Hammer aus der Hand gefallen, aber der Hahn war zügig drin und dicht. Dank des Freibiers, das dann an die Feiernden verteilt wird, wird man ihm aber wohl auch verzeihen, wenn er ein paar mehr Schläge braucht.“
Anschließend heizen die „VIP`$“ und Sängerin Ina Colada dem Publikum ein. Schon kurz nach dem Anstich ist Tischtanz erfahrungsgemäß garantiert.
Foto: Julian Konezka
Für den kulinarischen Genuss sorgt das Schmankerl-Dorf. „Spießbraten, Schweinshaxe und Leberkäs wird es zum Beispiel in unserem Schmankerl Dorf geben. Dazu Lebkuchenherzen, auch wenn die eher nicht zum Verzehr gekauft werden. Aber auch die klassische Pommes oder Currywurst bieten wir an“, zählt Timmer auf.
Bayerische Tradition in Dorsten
Das Oktoberfest in Dorsten-Feldmark ist weit mehr als nur eine Zeltfete. Es ist ein Stück gelebte bayerische Tradition mitten im Ruhrgebiet. Wer echtes Wies’n-Feeling mit Blasmusik, deftigen Schmankerln und ausgelassener Stimmung erleben möchte, sollte sich rechtzeitig Tickets sichern. Dann heißt es bald: „O’zapft is!“
Tickets rechtzeitig sichern
„Die Eintrittskarten werden im Onlineshop der Vereinten Volksbank Dorsten bzw. zu Geschäftszeiten am Schalter verkauft“, erklärt Timmer. „Zudem sind wie in den Vorjahren Vorverkaufsstellen die Bäckerei Krietemeyer an der Kirchhellener Allee und die Getränkewelt van der Moolen an der Bochumer Straße. Bei jedem Vorstandsmitglied kann man aber auch unkompliziert seine Karten erwerben.“