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Weltkindertag 2025 Dorsten: „Bausteine für Demokratie“ mit großem Programm

Dorsten feiert auch in diesem Jahr wieder den Weltkindertag – inzwischen ein festes Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Am Sonntag, 21. September, lädt das Amt für Familie und Jugend von 12 bis 17 Uhr zum bunten Kinderfest am Treffpunkt Altstadt ein. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie“.

Zum dritten Mal findet das Fest auf dem Gelände rund um den Treffpunkt Altstadt statt. Zuvor war die Innenstadt Schauplatz, inzwischen hat sich die neue Fläche als idealer Austragungsort bewährt. Mehr als 50 Vereine, Initiativen und Institutionen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Neu ist dabei die Beteiligung von Gästen aus anderen Städten: Auch Vertreter sozialer Berufe aus Bottrop und Gelsenkirchen reisen nach Dorsten, um ihre Arbeit vorzustellen und Angebote für Kinder zu gestalten.

Das THW hatte im vergangenen Jahr große und kleine Fahrzeuge dabei. Foto: Borgwardt

„Der Weltkindertag ist für Dorsten zu einem großen Aushängeschild geworden“, betonen die Organisatoren Luca Sörries und Tim Skowronek von der Jugendhilfe. „Die Resonanz ist riesig, und wir freuen uns, dass die Veranstaltung auch überregional immer mehr Zuspruch findet.“

Buntes Programm mit vielen Höhepunkten

Los geht es um 12 Uhr mit Spiel, Spaß und Mitmachaktionen. Auf der Bühne im Saal des Treffpunkt Altstadt wartet um 15 Uhr ein vertrautes Highlight: Der „Singende Bauernhof“ von David Pfeffer und Sarah Schiffer begeistert mit Liedern, Puppenspiel und viel Humor. Zudem wird noch ein „Special Guest“ erwartet, den die Veranstalter als Überraschung ankündigen.

Sarah Schiffer begeisterte schon 2024 die jungen Gäste mit ihrem „Singenden Bauernhof“. Foto: Borgwardt

Rund um das Gelände laden zahlreiche Stände und Aktionen zum Mitmachen ein. Mit dabei sind unter anderem die Kinderschutzallianz, Pimapi (Erste Hilfe für Babys und Kinder) sowie die Dorsten Reapers, die Kindern den American Football spielerisch näherbringen. Auch Vertreter der Politik beteiligen sich in diesem Jahr mit eigenen Spielständen.

Ebenfalls wieder vor Ort: Die Dorstener Feuerwehr. Foto: Borgwardt

Die Mr. Trucker Kinderhilfe baut ihr beliebtes Kinderparadies auf, während Feuerwehr, THW und Polizei wieder mit großen Fahrzeugen, spannenden Spielen und Aktionen präsent sind. Das Dorstener Kindermobil ergänzt das Programm mit kreativen Angeboten.

Sponsoren und Unterstützung

Ermöglicht wird der Weltkindertag durch die Unterstützung von Stiftsquelle, Vereinte Volksbank und der Mr. Trucker Kinderhilfe. Gemeinsam mit vielen weiteren Partnern tragen sie dazu bei, dass das Fest für alle Familien kostenlos zugänglich bleibt.

Auf dem Parkplatz werden auch in diesem Jahr wieder viele Stände zum Besuch einladen. Foto: Borgwardt

Verpflegung und Anreise

Für das leibliche Wohl sorgen erneut lokale Anbieter mit familienfreundlichen Preisen. Von kleinen Snacks über internationale Speisen bis hin zu erfrischenden Getränken ist für alle etwas dabei.

Parkplätze stehen am Veranstaltungstag unter anderem hinter dem Media Markt sowie rund um die Innenstadt zur Verfügung. Aufgrund der zentralen Lage empfiehlt sich auch die Anreise mit Bus und Bahn.

Wichtiger Hinweis für Besucherinnen und Besucher

Am Veranstaltungstag gilt auf dem P+R-Parkplatz an der Gelsenkirchener Straße ein absolutes Halteverbot. Das Halteverbot wurde bereits zwei Wochen vor dem Weltkindertag durch entsprechende Beschilderung kenntlich gemacht.

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Schottische Folk-Legende verzaubert Dorsten: Alan Reid im Funke-Baumhaus

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Ein Hauch von Schottland wehte am Samstagabend durch das Cornelia-Funke-Baumhaus. Mit Alan Reid gastierte dort eine Ikone des Folk. Der Sänger, Musiker und Songwriter blickt auf mehr als 40 Jahre Bühnenerfahrung zurück und gehört zu den prägenden Stimmen der internationalen Folkszene.

Alan Reid war Gründungsmitglied der legendären „Battlefield Band“, mit der er über Jahrzehnte weltweit unterwegs war. Seit seinem Ausstieg im Jahr 2010 ist er als Solokünstler auf den Bühnen Europas und Nordamerikas präsent. In Dorsten zeigte er, warum er bis heute so viele Menschen begeistert: Mit eindringlichen Texten, kraftvollem Gesang und einer Bühnenpräsenz, die zugleich herzlich und humorvoll ist.

Alan Reid Folk Dorsten
Foto: Christian Haug

Zwischen seinen Liedern erzählte Alan Reid kleine Geschichten – mal über die Entstehung einzelner Songs, mal über Begegnungen auf Tour. Überraschend oft griff er dabei sogar zur deutschen Sprache, was beim Publikum für viel Sympathie sorgte. Besonders bewegend war sein Stück „Rough Diamonds“, das vom Ende des Kohleabbaus in Ost-Edinburgh handelt. „Es geht nicht nur um die Männer, die Tag für Tag in die Gruben hinabgestiegen sind“, erklärte Reid, „sondern auch um ihr Leben nach dem Ende der Kohle.“ Ein Thema, das auch im Ruhrgebiet auf offene Ohren stieß.

Das Konzert wurde so zu einer Reise in die schottische Folk-Welt – voller Emotion, Melancholie und Geschichten von Heimat, Träumen und Herzschmerz. Am Ende war klar: Dieser Abend wird den Dorstenern noch lange in Erinnerung bleiben.

Bürgermeister-Kandidaten Dorsten (25): Ihrem Projekt fehlt Zuspruch, was tun Sie?

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31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 25 an die Kandidaten:  Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?

Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.

Es antworten:

Dorsten wählt. Bürgermeisterkandidaten 2025

Tabus und unbequeme Wahrheiten

Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?

Tobias Stockhoff

Tobias Stockhoff Dorsten

„Das kommt auf den Einzelfall an. Die Kunst von Politik ist es ja eben, möglichst viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen, um für eine Lösung oder eine Strategie eine Mehrheit zu finden. „Überzeugen“ funktioniert nicht, wenn die Kritik berechtigt ist.

„Weitermachen“ ist keine Option, wenn es dafür keine Mehrheit gibt. „Anpassen“ bleibt als Königsweg, wenn offenbar noch nicht alle Interessen sorgfältig genug gegeneinander abgewogen wurden, um Kompromiss und Konsens zu erzielen.“


Julian Henning Fragemann

Fragemann-SPD-

„Das Beste daraus machen. Es gibt immer einen Plan B.“


Claas Römer

„Ich finde es in solchen Fällen wichtig, mit allen demokratischen Fraktionen zu sprechen und Kompromisse auszuloten.

Kommt für ein Projekt keine Mehrheit zustande, dann wird es überarbeitet und später noch einmal ─ verbessert und weiterentwickelt ─ eingebracht“.


Jürgen Chmielecki

„Oft gibt es Themen, die über die Entscheidungsbefugnis des Bürgermeisters oder die Stadt oder das Land NRW hinausgeht.

Bei Themen, wo dem Bürgermeister oder die Stadt die Hände gebunden sind, werde ich werde ich dem Bürger die Entscheidung der übergeordneten Stelle mitteilen. ich werde aber weiterhin versuchen, die übergeordneten Stellen davon zu überzeugen, dass die politische Thematik der Stadt Dorsten, für die Bürger immens wichtig ist“


Boris Benkhoff

„Eine gesunde Mischung aus bunte Tüte Klümpchen (ohne Lakritz) und neunschwänzige Bullenpeitsche“.


Maurice Fröhlich

„Das ist die schöne deutsche Demokratie! Hier muss mit Argumenten eine Mehrheiten gefunden werden. Wenn ich keine politische Mehrheit finde, dann waren meine Argumente nicht gut gewesen.“


Morgen stellen wir die Frage 26: Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Nachwuchstalent wird NRW-Meisterin im Tennis

Große Freude bei den Tennis Freunden Wulfen: Die erst 11-jährige Liana Martel aus Pulheim hat bei den NRW-Meisterschaften der U11 vom 5. bis 7. September den Titel geholt. Sie ist nun Nordrhein-Westfalen Meisterin.

Im Finale gelang ihr ein besonderer Coup: Liana besiegte die aktuelle Nummer 1 in Deutschland ihrer Altersklasse – ein Meilenstein in der noch jungen Tenniskarriere.

Liana Martel

Trainer Igor Khoroshilov zeigte sich begeistert vom Erfolg seiner Schülerin: „Man sieht bei Liana nicht nur das Talent, sondern auch ihre Bereitschaft, ständig dazuzulernen. Dieser Titel zeigt, wie weit sie schon ist und wie viel noch in ihr steckt.“

Liana trainiert bei den Tennis Freunde Wulfen und entwickelt sich zusätzlich über die On_Line Tennisschule kontinuierlich weiter. Mit dem Titelgewinn darf sie sich nun offiziell Nordrhein-Westfalen-Meisterin nennen – und gilt schon jetzt als eines der großen Nachwuchstalente im deutschen Tennis.

Zweiter Sieg für die Tennis Freunde Wulfen

Hana Hasanovic im Spiel. Foto: Privat

Ebenfalls hat Hana Hasanovic vom TFW die Dorstener Tennis-Stadtmeisterschafteb 2025 beim Hardter TV gewonnen. Die 15. jährige Spielerin trat in der Tennisklasse der offenen Damen-Kategorie an. Sie setzte sich souverän durch.

Hana Hasanovic nach dem Sieg. Foto: Privat

Kommunalwahl 2025: Landrat Bodo Klimpel im Interview

Bei der „Brotzeit“ der Schützenkapelle Rhade war auch Landrat Bodo Klimpel zu Gast. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit ihm über die Kommunalwahl 2025 gesprochen, über über finanzielle Schwierigkeiten der Kommunen, den Stand bei Betreuungsplätzen, die Flüchtlingssituation, seine Arbeitsbelastung und die Besonderheiten der Städte Dorsten und Haltern. Herausforderungen, Chancen und die Besonderheiten im Kreis Recklinghausen.

Landrat Bodo Klimpel und Ehefrau Sabine bei der Brotzeit in Rhade
Landrat Bodo Klimpel besuchte mit Ehefrau Sabine am Samstag die Brotzeit der Schützenkapelle Rhade. Foto: Petra Bosse

„Die Schwierigkeiten sind ähnlich wie vor fünf Jahren“

Herr Klimpel, die Kommunalwahl 2025 – was hat sich verändert? Was sind die größten Herausforderungen?

„Also einiges hat sich geändert, aber ich sag jetzt mal, die Schwierigkeiten sind ähnlich wie die vor fünf Jahren. Die Kommunen haben mit sehr großen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Bei den Betreuungsplätzen, das war noch das Thema Nummer eins vor fünf Jahren, da hat sich einiges zu Positivem verändert. Insgesamt glaube ich, können wir optimistisch in die Zukunft blicken, aber dazu gehört natürlich auch, dass in Berlin und in Düsseldorf und vor allen Dingen auch überhaupt in der Welt alles vernünftig und normal läuft.“

Thema Flüchtlinge – noch immer relevant

Beziehen wir uns jetzt mal auf Dorsten, Haltern oder den Kreis Recklinghausen: Ist das Thema Flüchtlinge noch das zentrale Problem?

„Also das Thema Flüchtlinge ist natürlich immer ein Thema. Mir wäre sehr recht, wenn man das ein bisschen objektiver mal diskutieren kann, weil was überhaupt nicht berücksichtigt wird, ist beispielsweise, dass fast 70 Prozent derer, die ab 2015 gekommen sind, auch mittlerweile sozialversicherungspflichtig angestellt sind. Aber wir haben natürlich auch viele schwarze Schafe und da haben wir natürlich auch Probleme mit und das muss natürlich auch gelöst werden. Das kann ich schon verstehen, dass es da immer noch eine Debatte gibt.“

„Nichts für Langschläfer“ – der Arbeitsalltag als Landrat

Eine Frage zum Amt des Landrats: Wie viele Stunden arbeiten Sie eigentlich? Ist das nichts für Langschläfer?

„Nee, ist nichts für Langschläfer, das ist so. Aber ich stehe eh immer relativ früh auf und ich glaube, man muss auch immer berücksichtigen, das was man gerne macht, da zählt man nicht die Stunden.“

Und wie sieht Ihr Arbeitstag konkret aus?

„Das ist nicht nur Händeschütteln, ne? Nein, natürlich nicht. Landrat ist auch ein bisschen administrativer, als das beispielsweise bei einer Bürgermeisterin oder einem Bürgermeister ist. Aber ich zähle die Stunden wirklich nicht. Habe ich noch nie gemacht. Ich merke das dann manchmal, wenn ich müde bin, aber der Beruf macht auch wirklich sehr viel Freude.“

Dorsten und Haltern – was beide Städte besonders macht

Dorsten gehört ja genauso wie Haltern zu Ihrem Wahlkreis. Was ist das Besondere an diesen beiden Städten?

„Also was man wirklich sagen muss, was beide Städte sehr auszeichnet, ist die Anzahl der ehrenamtlich Tätigen. Das ist wirklich beeindruckend, wie viele Menschen in diesen beiden Städten ehrenamtlich alles Mögliche machen. Das haben wir auch in den anderen Städten des Kreises, aber so ausgeprägt ist das schon wirklich einmalig. Das ist der ganz, ganz große Unterschied.“

„Wir haben auch, das muss man auch sagen, natürlich im Nordkreis eine etwas münsterländischere Prägung als im Südkreis. Aber beides hat seinen Reiz, muss man ehrlicherweise sagen. Und das macht diesen Kreis auch so sympathisch. Wir sind eben nicht ein Kreis, den man in ein Schema pressen kann, sondern bei uns ist eben viel los.“

„Ich war immer nah bei den Menschen“

Sie sind bekannt dafür, ein Mann zum Anfassen zu sein. Sie scheuen also nicht den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern?

„Hoffe ich. Nein, natürlich nicht. Ich war ja früher 16 Jahre Bürgermeister in Haltern und ich bin direkten Bürgerkontakt gewöhnt. Und das ist ja auch das Schöne an diesen Jobs, dass man natürlich auch viel Kritik bekommt, aber auch ganz viel Zuspruch und man auch wirklich was bewegen kann.“

Brotzeit in Rhade: Rund 2.500 Besucher feiern Musik, Picknick und beste Stimmung

Die „Brotzeit“ der Schützenkapelle Rhade 2025: Musik, Picknick und beste Laune auf der Wiese Hülsken

Rund 2500 Besucherinnen und Besucher packten am Samstagabend ihre Picknickkörbe aus, breiteten Decken auf der Wiese Hülsken in Rhade aus und ließen sich von der Schützenkapelle Rhade verzaubern.

Brotzeit der Schützenkapelle Rhade mit rund 2500 Besucher
Foto: Petra Bosse

Zum dritten Mal wurde die „Brotzeit“ gefeiert und wer dabei war, spürte schnell: Hier geht es nicht nur um Musik, sondern um Gemeinschaft, gute Gespräche und ein Sommerabendgefühl, das man so schnell nicht vergisst.

„Fantastische Atmosphäre!“ – Bürgermeister Stockhoff schwärmt

Schon beim Rundgang über die Wiese kommt Bürgermeister Tobias Stockhoff ins Schwärmen: „Fantastische Atmosphäre. Das dritte Mal. Wir reden hier mittlerweile von Brauchtum. 2.500 Menschen sind hier, genießen wunderschöne Musik und eine herrlich hergerichtete Wiese. Man darf wirklich von einem echten Picknick Brotzeiterlebnis sprechen.“ Und dann schmunzelt er: „Ein tolles Geschenk, was uns die Schützenkapelle Rhade macht. Und ich freue mich, dass auch unser Landrat heute dabei ist.“

Landrat Bodo Klimpel und Bürgermeister Stockhoff bei der Brotzeit in Rhade 2025
Landrat Bodo Klimpel und Ehefrau Sabine besuchten gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Stockhoff die Brotzeit am Samstagabend. Foto: Petra Bosse

Darauf reagierte Klimpel sofort: „Dann nehme ich die Pauke.“ Ehefrau Sabine Klimpel ergänzte lachend: „Und ich die Triangel.“ Stockhoff lachte und fügte hinzu: „Na wunderbar, dann haben wir unser Trio – oder gleich ein ganzes Symphonieorchester fürs nächste Jahr.“

Landrat Bodo Klimpel: „Man könnte fast meinen, wir sind in Schweden“

Anschließend teilte Bodo Klimpel seine Eindrücke von der Veranstaltung. Gemeinsam mit seiner Frau war er erneut zur Brotzeit gekommen: „Ich bin schon das zweite Mal bei der Brotzeit, diesmal gemeinsam mit meiner Frau. Hier ist es immer sehr, sehr lecker und die Stimmung ist wunderbar.“
Dann schaute er sich um, atmete tief durch und fügte lachend hinzu:
„Wenn wir nicht mitten in Westfalen wären, könnte man fast meinen, wir wären in Schweden. So eine tolle, freundliche Atmosphäre.“

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse
Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.

Muss man Blasmusik lieben? Ein klares Nein

Wer denkt, bei der Brotzeit gäbe es nur Märsche und Polka, liegt falsch. Christoph Weigel, Dirigent der Schützenkapelle Rhade, erklärt: „Unser Programm ist bunt gemischt: Rock, Pop, Filmmusik, bekannte Klassiker und natürlich traditionelle Stücke. Da ist für jeden etwas dabei.“ Auch viele Gäste bestätigen, dass genau diese Vielfalt die Veranstaltung besonders macht. „Man muss hier kein Hardcore Blasmusik Fan sein“, sagte eine Besucherin lachend. „Die Mischung ist einfach klasse.“

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse

Nachwuchs im Rampenlicht

Den Auftakt des Abends gestaltete das Vor- und Ausbildungsorchester, das für einen Gänsehautmoment sorgte. Unter großem Applaus begrüßten die Veranstalter die jungen Musikerinnen und Musiker: „Ihr seid unsere Zukunft und wir sind mächtig stolz auf euch.“

Die Förderung des Nachwuchses spielt bei der Brotzeit eine zentrale Rolle. Um auch künftig professionelle Ausbildung zu sichern, setzen die Veranstalter auf freiwillige Spenden. Wer wollte, konnte seine Unterstützung in bereitgestellte Milchkannen geben oder per PayPal beitragen. „Jeder Euro fließt direkt in die musikalische Ausbildung“, betonten die Organisatoren.

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse

Picknickgenuss, Waffeln und Claudias Galerie

Zwischen Decken, Klappstühlen und vollen Picknickkörben herrschte echtes Sommerfeeling. Hier gab es auch Kaffeespezialitäten, Waffeln, regionale Produkte und kalte Getränke. Sogar eine Chill Out Area mit Liegestühlen war dabei.

Besonders beliebt war der große Fotorahmen am Eingang von Claudias Galerie. Das Team „Wiesenzauberer“ hatte sich viel Mühe gegeben, damit sich die Besucherinnen und Besucher Erinnerungen schaffen konnten. Der Rahmen war ideal, um Fotos zu machen und diese – wer mochte – unter dem Hashtag #Brotzeit auf Instagram zu posten. „Das Team Wiesenzauberer hat sich richtig ins Zeug gelegt“, erzählte eine Besucherin, während sie Selfies knipste. „Perfekt für Erinnerungen und natürlich für Instagram.“

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse

Musikalisch blieben an diesem Abend ebenfalls keine Wünsche offen. Von klassischer Blasmusik über fetzige Polka bis hin zu einem Schlagermix am Ende, bei dem sich vor der Bühne der berühmte „Strudel“ bildete, war alles dabei. Die Gäste waren begeistert und forderten immer wieder Zugaben.

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse

Musik, Gemeinschaft und beste Stimmung

Die Schützenkapelle Rhade begeisterte mit einem abwechslungsreichen Programm, das von klassischer Blasmusik bis zu moderner Filmmusik reichte. Immer wieder forderte das Publikum Zugaben und bekam sie auch. Am Ende mischte sich alles vor der Bühne zum sogenannten Strudel, wo getanzt, geschunkelt und gesungen wurde.

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.
Foto: Petra Bosse

Ein Gewinner zum Abschluss

Am Ende gab es auch einen Gewinner unter den zahlreichen Gästen. Die Frage lautete: Wer hatte den schönsten Tisch? Die Wahl fiel auf die Kollegen vom Blasorchester Borken. Sie waren nicht nur mit dem schönsten Tisch dabei, sondern sorgten während des Konzertes auch für mächtig Stimmung und tanzten teilweise sogar auf den Stühlen. Ein verdienter erster Platz für die Musiker aus Borken.

Brotzeit der Schützenkapelle Rhade 2025
Foto: Petra Bosse

Die Brotzeit hat sich längst zu einem festen Termin im Dorstener Kulturkalender entwickelt. Wer einmal dabei war, weiß: Hier zählen Musik, Gemeinschaft und ein unvergessliches Sommerabendgefühl.

Brotzeit 2025 in Rhade
Foto: Petra Bosse

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Kunstroute Virtuell-Visuell feierlich eröffnet

Am Freitagabend, den 5. September, hat der Verein Virtuell-Visuell seine diesjährige Kunstroute an der Lippestraße eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher versammelten sich um 19 Uhr, um den Auftakt der beliebten Veranstaltung mitzuerleben, die seit Jahren fest im Kulturkalender der Stadt verankert ist.

Die Kunstroute zeigt in diesem Jahr Arbeiten von Doris Gerhard, Gilda Bräuer, Alexander Fichtner, Simone Hölzle, Tanja Nowak, Ruth Ocken und Claudia Schnitzler im Franz. Die Vielfalt der Positionen reicht von Malerei über Fotografie bis hin zu Performance-Kunst.

Doris Gerhard und Bernd Saalfeld. Foto: Alexander Fichtner

Zur Eröffnung der Kunstroute begrüßte zunächst Doris Gerhard das Publikum. Sie organisiert die Route seit vielen Jahren mit großem Einsatz. „Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn Kunst die Straße füllt und Menschen miteinander ins Gespräch kommen“, sagte sie. Anschließend sprach der Vereinsvorsitzende Bernd Saalfeld, der die Bedeutung der lokalen Kunstszene hervorhob und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement dankte.

Foto: Alexander Fichtner

Für einen künstlerisch-poetischen Akzent sorgte Gilda Bräuer, die mit einer eindringlichen Wortperformance den Abend bereicherte und das Publikum zum Nachdenken anregte.

Foto: Alexander Fichtner

Die Kunstroute kann noch heute bis 18 Uhr besucht werden sowie am kommenden Wochenende, 13. und 14. September. Im Anschluss daran lädt der Verein zu einem weiteren Highlight ein: Unter dem Titel „artist at work“ öffnet das Franz vom 16. bis 27. September seine Türen. Besucherinnen und Besucher haben dort die Gelegenheit, verschiedenen Kunstschaffenden direkt bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und den Entstehungsprozess neuer Werke mitzuerleben.

Foto: Alexander Fichtner

Mit der Eröffnung am Freitag hat der Verein Virtuell-Visuell einmal mehr gezeigt, wie lebendig und vielseitig die Kunstszene an der Lippestraße ist.

Schützenfest Altendorf-Ulfkotte 2025: Freude und Stolz auf der Vorparade

Mit großer Begeisterung hat der Allgemeine Bürgerschützenverein Altendorf-Ulfkotte 1652 e.V. am Freitagabend die Schützenfestsaison offiziell eröffnet. Auf dem Parkplatz des Hotels Erstay begann die traditionelle Vorparade, zu der sich über hundert Schützen sowie zahlreiche Familienmitglieder einfanden.

Pünktlich um 19 Uhr setzte sich der prächtige Zug in Bewegung: Unter der Führung des amtierenden Königspaares Steffen Schulz und Emelie Besten marschierten die Kompanien über die Gräwingheide hinab bis zum Festzelt. Für eine besondere musikalische Note sorgte in diesem Jahr eine kurzfristige Änderung im Ensemble: Das Tambourcorps Schermbeck und „Einklang Schermbeck“ verstärkten den Marsch mit schwungvollen Klängen.

Die Vorfreude auf die kommenden Festtage ist groß. Major Patrick Schroden betonte dabei besonders die Bedeutung für den Nachwuchs: „Die Jungschützen und alle, die noch nicht so lange bei uns sind, erleben jetzt ihr erstes Schützenfest. Das erfüllt auch mich mit Freude und Stolz. Wir sind überzeugt, dass unser Fest ein prächtiges Bild abgeben wird – und wir freuen uns schon jetzt auf unvergessliche Tage.“

Die Freude war deutlich sichtbar: Endlich wieder Schützenfest. Foto: Haug

Ausblick: Schützenfest Altendorf-Ulfkotte 2025

Mit dem Schützenfest Altendorf-Ulfkotte 2025 steht das große Finale der Schützenfestsaison in Dorsten bevor. Vom 13. bis 15. September verwandelt sich das Dorf in einen Festplatz, auf dem Tradition und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Schon am Freitag, 5. September, eröffnet die Vorparade die Feierlichkeiten und stimmt die Schützen und Gäste auf das Wochenende ein.

Am Samstag ziehen die Schützen mit Fahnen und Musik ein, bevor die Gefallenenehrung mit Zapfenstreich und die Ansprache von Bürgermeister Tobias Stockhoff stattfinden. Der Abend gehört Konzert und Tanz im Festzelt. Der Sonntag startet mit einem Festgottesdienst, anschließend sorgen Frühschoppen, große Parade und Vogelschießen der 1. Kompanie für Stimmung, bevor am Abend der Festball gefeiert wird.

Der Montag bringt die größte Spannung: Beim Vogelschießen wird entschieden, wer das neue Königspaar von Altendorf-Ulfkotte wird. Musikalische Begleitung, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und die Krönung am Abend machen diesen Tag zum Höhepunkt des Festes.

Das amtierende Königspaar Steffen I. Schulz und Emelie I. Besten blickt auf drei unvergessliche Jahre zurück und übergibt die Regentschaft an die Nachfolger. Für Altendorf-Ulfkotte bedeutet das Schützenfest nicht nur Brauchtum, sondern auch ein Fest der Begegnung und ein starkes Zeichen für die Dorfgemeinschaft. Mehr dazu lesen Sie auf unserer großen Sonderseite.

Impressionen von der Vorparade (Fotos: Christian Haug)

Tanzsport der Extraklasse: Dance4Fans-Contest feiert Premiere in Dorsten

Am Samstag verwandelte sich die Sporthalle des Gymnasium Petrinum in Dorsten in eine Bühne für mitreißende Shows, energiegeladene Beats und kreative Choreografien: Erstmals richtete der TSZ Royal Wulfen dort einen Dance4Fans Open Showcase Contest aus. Mit diesem neuen Format setzte der Traditionsverein aus Wulfen, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, einen besonderen Akzent im regionalen Tanzsport.

Der TSZ Royal Wulfen, 1985 gegründet, zählt heute rund 700 Mitglieder – davon etwa 280 Kinder und Jugendliche. Über die Jahre sammelten die Tänzerinnen und Tänzer zahlreiche Titel, darunter Meisterschaften und Auftritte in der Tanz-Bundesliga. Auch als Ausrichter großer Turniere hat sich der Verein einen Namen gemacht. Nun will er mit dem Showcase-Contest neue Maßstäbe setzen.

Foto: Alexander Fichtner

„Das Projekt hat unser gesamtes Team zu Höchstleistungen angespornt. Wir sind stolz, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben“, sagt Helmut Winkler vom Organisationsteam des Vereins. „Ohne die Hilfe der Stadt, die Unterstützung der Sportförderung und die enge Zusammenarbeit mit Vereinen wie dem TTV Hervest Dorsten wäre ein Event dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.“

Foto: Alexander Fichtner

Tanzbegeisterung trifft Teamarbeit

Rund 600 bis 700 Tänzerinnen und Tänzer sind am Samstag in Dorsten angereist. Dazu kommen über 1000 Zuschauer, die sich auf eine bunte Mischung aus Tanz, Musik und Showeinlagen freuten. Hinter den Kulissen sorgt ein Team von 64 ehrenamtlichen Helfern für einen reibungslosen Ablauf – vom Bühnenaufbau bis zur Gastronomie.

„Wir haben eine Woche lang intensiv an Bühne, Technik und Infrastruktur gearbeitet. Gestern waren wir von sieben Uhr morgens bis Mitternacht vor Ort“, berichtet Rainer Lojdl, der ebenfalls zum Projektteam gehört. „Das war ein Riesenaufwand, aber alle haben mit Herzblut daran gearbeitet. Genau das macht unseren Verein aus.“

Rainer Lojdl und Helmut Winkler. Foto: Alexander Fichtner

Dankbarkeit und Vorfreude für den Tanzsport

Für den Verein bedeutet das Tanzsport-Turnier mehr als nur ein sportliches Highlight. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, getragen von Einsatzbereitschaft, Kreativität und Leidenschaft. „Wir sind stolz, dass wir diesen Wettbewerb nach Dorsten holen konnten – und das erfüllt uns mit Dank und Demut“, so Winkler.

Foto: Alexander Fichtner

Mit der Premiere des Dance4Fans Open Showcase Contest setzt der TSZ Royal Wulfen ein starkes Zeichen: für den Tanzsport, für die Nachwuchsförderung – und für das Vereinsleben, das in Dorsten und der Region so fest verankert ist.

Foto: Alexander Fichtner

Besonderen Dank gilt dem gesamten Team vom TSZ Royal Wulfen die mit soviel Kraft, solch ein Event auf die Beine stellen.

Danke an das Team vom TSZ Royal für den tollen Einsatz. Foto: Alexander Fichtner

Wahlkampf in Dorsten: Maurice Fröhlich (Die Linke) sieht neuen Aufbruch

Zwischenbilanz im Dorstener Kommunalwahlkampf 2025: Linken-Bürgermeisterkandidat Maurice Fröhlich zieht ein positives Fazit. Er hebt besonders das Engagement vieler Neumitglieder hervor und sieht seine Partei in Dorsten gestärkt.

„Auffällig war, dass die vielen Neumitglieder in der Partei Die Linke sich mit sehr viel Motivation, Engagement und Tatendrang hervorgetan haben“, erklärt Fröhlich. Das habe dazu geführt, dass nahezu alle Ziele erreicht werden konnten – vom frühzeitigen Erarbeiten des Wahlprogramms über das Aufhängen von Wahlplakaten bis hin zu Infoständen, Flyern und Haustürgesprächen.

Positive Resonanz gibt Kraft

Mit Blick auf mögliche Schwierigkeiten im Wahlkampf bleibt Fröhlich optimistisch. „Ehrlich gesagt versuche ich, das Positive zu sehen und mich nicht von negativen Dingen herabziehen zu lassen“, betont er. Besonders wichtig sei ihm die Rückmeldung aus der Bevölkerung gewesen. „Die positive Resonanz der Dorstener Bürger bei den vielen Gesprächen hat mir sehr viel Kraft gegeben.“

Die Linke sieht sich gestärkt

Als zentrale Erkenntnis des bisherigen Wahlkampfes zieht Fröhlich den Schluss, dass seine Partei in Dorsten an Bedeutung gewonnen hat. „Die große Erkenntnis ist, dass Die Linke in Dorsten neu erblüht ist, in der nächsten Legislaturperiode weiter wachsen wird und in den kommenden Wahlen weiter Druck auf die etablierten Parteien ausüben wird.“

Arbeitsmarkt vor Umbruch: Millionen Babyboomer gehen in Rente

Das Statistische Bundesamt (Destatis) warnt vor tiefgreifenden Veränderungen am deutschen Arbeitsmarkt. Bis 2039 werden nach aktuellen Berechnungen rund 13,4 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschreiten.

Das entspricht knapp einem Drittel der derzeitigen Arbeitskräfte. Besonders betroffen sind die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge, deren Ausscheiden erhebliche Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben dürfte.

Weniger Nachwuchs: Jüngere können Lücke nicht schließen

Die jüngeren Generationen können den Wegfall der Babyboomer zahlenmäßig nicht kompensieren. Zwar weisen die 35- bis 44-Jährigen sowie die 45- bis 54-Jährigen mit 89 % bzw. 90 % die höchsten Erwerbsquoten auf, ihre Gesamtzahl bleibt jedoch deutlich unter der der Babyboomer.

2024 stellten die 55- bis 59-Jährigen mit 5,6 Millionen Erwerbspersonen die größte Altersgruppe am Arbeitsmarkt. Zusammen mit den 60- bis 64-Jährigen (4,4 Millionen) kommen sie auf rund 10 Millionen Erwerbspersonen – mehr als alle jüngeren Altersgruppen bis 54 Jahre zusammen. Die 25- bis 34-Jährigen erreichen dagegen 9 Millionen, die unter 25-Jährigen liegen wegen laufender Ausbildungsphasen noch darunter.

Erwerbstätigkeit Älterer steigt deutlich

Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen ist in den vergangenen zehn Jahren spürbar gestiegen: von 65 % im Jahr 2014 auf 75 % im Jahr 2024 – ein Plus von 10 Prozentpunkten. In keiner anderen Altersgruppe fiel der Anstieg so deutlich aus:

  • 15- bis 24-Jährige: von 46 % auf 51 %
  • 25- bis 54-Jährige: von 83 % auf 85 %

Dieser Trend könnte helfen, den drohenden Fachkräftemangel zumindest teilweise abzufedern.

Früher Ruhestand bleibt weit verbreitet

Trotz der steigenden Erwerbstätigkeit verlassen viele ältere Beschäftigte den Arbeitsmarkt vorzeitig. Gründe sind u. a. gesundheitliche Einschränkungen, spezielle Rentenregelungen, Frühverrentungsangebote oder der Wunsch nach mehr Freizeit.

  • Mit 58 Jahren sind noch 82 % der Menschen erwerbstätig (2014: 74 %).
  • Mit 60 Jahren liegt die Quote bei 79 % (2014: 69 %).
  • Mit 62 Jahren arbeiten noch 70 %, mit 64 Jahren nur noch 46 %.
  • Mit 66 Jahren sinkt die Quote auf 22 %, mit 68 Jahren auf 16 %.

Herausforderung für Politik und Wirtschaft

Mit dem Renteneintritt der Babyboomer verliert der deutsche Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren fast ein Drittel seiner Fachkräfte. Jüngere Generationen können diese Lücke nicht füllen. Umso wichtiger werden Konzepte, die ältere Beschäftigte länger im Berufsleben halten, Fachkräftezuwanderung fördern und junge Menschen gezielt qualifizieren. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Bürgermeister-Kandidaten Dorsten (24): Wie stellen Sie sich Rückschlägen und Kritik?

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31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 24 an die Kandidaten:  Was bedeutet es für Sie, politische Verantwortung zu übernehmen, auch bei Rückschlägen oder öffentlicher Kritik?

Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.

Es antworten:

Dorsten wählt. Bürgermeisterkandidaten 2025

Tabus und unbequeme Wahrheiten

Was bedeutet es für Sie, politische Verantwortung zu übernehmen, auch bei Rückschlägen oder öffentlicher Kritik?

Tobias Stockhoff

Tobias Stockhoff Dorsten

„Das Bessere ist der Feind des Guten, sagt man. Rückschläge sind vor allem Chancen, dazu zu lernen. Kritik ist legitim und sollte nie persönlich genommen werden, sondern immer als sachlicher Beitrag verstanden werden.

Die politische Verantwortung besteht dann darin, subjektive und von Interessen gesteuerte Kritik von der objektiven und sachlichen Kritik zu unterscheiden, um ein Problem anders, vielleicht besser zu lösen. Ansonsten gilt: Bei Kritik sollte man immer gleich auch den besseren Weg mitliefern!“.


Julian Henning Fragemann

Fragemann-SPD-

„Entscheidend ist, keine Verantwortung zu scheuen. Hilfreich ist dabei sicherlich ein Durchhaltevermögen“.


Claas Römer

„Wie bei der letzten Frage dargestellt, kann es Entscheidungen geben, die in der Öffentlichkeit nur schwer vermittelbar sind. Hier möchte ich zum einen Entscheidungen transparent begründen und zum anderen die langfristigen Chancen solcher Entscheidungen thematisieren. Wenn sich Entscheidungen aus der Vergangenheit im Nachhinein als falsch herausstellen, will ich diese dann auch klar als falsch benennen. Das ist gelebte Verantwortung.“


Jürgen Chmielecki

„Oft gibt es Themen, die über die Entscheidungsbefugnis des Bürgermeisters, oder die Stadt, oder das Land NRW hinausgeht.
Bei Themen, wo dem Bürgermeister oder die Stadt die Hände gebunden sind, werde ich werde ich dem Bürger die Entscheidung der übergeordneten Stelle mitteilen. Ich werde aber weiterhin versuchen, die übergeordneten Stellen davon zu überzeugen, dass die politische Thematik der Stadt Dorsten für die Bürger immens wichtig ist“.


Boris Benkhoff

„Das müsste ich im Einzelfall entscheiden. Für eine Kiste Bier im Bürgermeisterbüro würde ich selbstverständlich nicht zurücktreten. Bei schwereren Verstößen sieht das vielleicht schon anders aus. Grundsätzlich lohnt vermutlich ein Blick in den Jens-Spahn-Ehrenkodex der cdU. Da finde ich sicher praktische Hinweise, wie ich als Politiker mit sowas umgehen könnte“.


Maurice Fröhlich

„Aufgrund meines sehr ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein bin ich in meinem beruflichen Werdegang erst in Positionen mit Verantwortung gerutscht. Sei es die Position als Geschäftsführer eines Mittelständischen Automatisierungsunternehmen, die Tätigkeit als selbstständiger Projektleiter oder die aktuelle Position als angestellter Projektleiter.

Ich stehe für meine Überzeugungen bzw. Werte ein und bin in denen so stark gefestigt, so dass ich auf Kritik mit einer sachlichen Diskussion antworte“.


Morgen stellen wir die Frage 25: Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

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