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Kreative Ideen statt Vorschriften: Die Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten

„Martina ist genau die richtige Person für diese wichtige Aufgabe“, betont Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Jugendförderung im Amt für Familie und Jugend der Stadt Dorsten. „Mit ihren kreativen Ideen, die sie lebendig umsetzt, erreicht sie die Jugendlichen.“

Die Rede ist von Martina Lissner, die mir mit so viel Freude von ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin der Jugendberufshilfe erzählt, dass auch ich ihre Begeisterung spüre. „Unser Angebot ist niedrigschwellig und natürlich kostenlos und richtet sich individuell an Jugendliche, Familien, aber auch an Schulen und Unternehmen. Ich helfe ihnen weiter in Fragen zur Schulausbildung oder Praktika und stehe auch mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn Jugendliche beispielsweise ihre Ausbildung abgebrochen haben.“
Dabei sieht Martina den Ratsuchenden in seiner gesamten Lebenssituation. „Kein Fall ist wie der andere. Es geht immer darum, individuelle Lösungsansätze zu finden. Natürlich ist es besonders schön, wenn ein Jugendlicher mit unserer Unterstützung tatsächlich eine Ausbildung beginnt.“

Martina Lissner Jugendberufshilfe
Martina Lissner von der Jugendberufshilfe. Foto: Christian Sklenak

Die Geschichten hinter den Menschen

Bis die 49-Jährige 2020 diese Aufgabe bei der Stadt Dorsten übernommen hat, konnte sie bereits zahlreiche Erfahrungen in Gesprächen sammeln. Ihren Beruf als Rechtsanwaltsgehilfin gab sie auf, studierte Soziale Arbeit und war im Anschluss als Diakonin in Ostfriesland tätig. „Schon damals haben mich die Geschichten hinter den Menschen interessiert“, erinnert sich Martina. „Und so frage ich Jugendliche, wenn sie mir sagen, sie hätten keine Perspektive: Was wolltest du als Kind werden und was hindert dich daran, diesen Beruf zu erlernen?“

Martina baut die jungen Menschen auf, zeigt ihnen, dass sie wertvoll sind, denn viele haben wenig Selbstvertrauen. Einige haben einen schweren Weg hinter sich, wurden von zu Hause auf die Straße gesetzt, sind Schulverweigerer oder haben Gewalt und Missbrauch erfahren. „Da kann ich nicht mit Vorschriften kommen, sondern muss Vertrauen aufbauen“, betont die engagierte Mitarbeiterin des Jugendamtes. „Auf diese Weise sind die allermeisten meiner Ratsuchenden auf einem guten Weg“, fährt sie fort. Und die positiven Reaktionen der Jugendlichen oder auch die ihrer Eltern bestätigen die Sozialarbeiterin in ihrer Arbeit.

Aktuelles Projekt ist „#ECHT“

Martina ist alles andere als eine Schreibtischtäterin, sie geht raus zu und auch mit den Jugendlichen. So entstand 2022 in dem Schülerkalender „Create your Future“ die Fotoserie mit den Wunschberufen der jugendlichen Teilnehmer. Martinas aktuelles Projekt „#ECHT“ findet zu den Tagen des Grundgesetzes vom 5. bis 11. Mai 2025 statt. Zum Thema (sozialer) gibt es eine Ausstellung mit Infos sowie eine Fotoserie mit und über Menschen, die systemisch diskriminiert werden bzw. wurden.

Gemeinsam mit einer achten Klasse der Gesamtschule Wulfen suchte sie 15 Jugendliche, die noch Hürden bewältigen müssen und auf 15 Erwachsene treffen, die diese Herausforderungen bereits gemeistert haben. Begleitet wird das Projekt vom deutschen Zentrum für Neurodivergenz Dorsten, das sich für die Bekämpfung systemischer Diskriminierung starkmacht. Gesucht werden noch Unternehmen, die bereit sind, diesen jungen Menschen eine echte Chance zu geben. „Mit dieser Ausstellung möchten wir den Jugendlichen zeigen, dass sie trotz der Steine, die ihnen manchmal in den Weg gelegt werden, Zufriedenheit im Beruf erreichen können“, fasst es Martina zusammen.

Die Ausstellung #ECHT ist noch bis zum 9. Mai täglich von 10–16 Uhr im Grundgesetzladen an der Suitbertusstraße 7 zu sehen.

Zahl weiblicher Gewaltopfer im Kreis Recklinghausen verdoppelt

Die Zahl der weiblichen Opfer häuslicher Gewalt hat sich im Kreis Recklinghausen in nur drei Jahren mehr als verdoppelt. Wurden im Jahr 2021 noch 929 Fälle registriert, stieg diese Zahl bis 2024 auf alarmierende 2.121. Die Gewalt findet meist in partnerschaftlichen oder innerfamiliären Beziehungen statt – oft im Verborgenen der eigenen vier Wände.

Umso wichtiger sind leicht zugängliche Hilfsangebote. Genau hier setzt die neue Plakatkampagne „Auswege finden bei häuslicher Gewalt“ der Koordinierungsstelle Gewaltschutz für Frauen und Mädchen (KGFM) an. Ziel ist es, das Thema sichtbarer zu machen und Betroffene direkt auf lokale Unterstützungsmöglichkeiten hinzuweisen.

Hilfetelefon und Ansprechpartner vor Ort

„Das bundesweite Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘ ist wichtig, aber es ist entscheidend, auch Ansprechpersonen vor Ort zu kennen“, betont Astrid Obermanns von der KGFM. „Gerade bei einem so sensiblen Thema wie häuslicher Gewalt ist persönliche Nähe oft ausschlaggebend.“

häusliche Gewalt gegen Frauen Plakataktion
Astrid Obermanns und Anna Weber von der Koordinierungsstelle Gewaltschutz für Frauen und Mädchen im Kreis Recklinghausen sowie Karl Cielontko, Quartiersmanager von Vonovia. Foto: Annabelle Johannböcke

Die Plakate, die ab sofort in vielen Hausfluren im Kreisgebiet hängen, richten sich besonders an Mütter sowie Kinder und Jugendliche. Sie tragen einen QR-Code, der direkt zur Website des Kreisweiten Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen führt. Dort finden Betroffene eine Übersicht über lokale Hilfsangebote – von Beratungsstellen bis zu Notunterkünften. Auffällig gestaltet, großformatig und leicht zugänglich, sollen die Plakate eine stille, aber deutliche Botschaft senden: Du bist nicht allein.

Das Design stammt aus einer Kooperation mit der Kunsthochschule Halle und wurde von Studenten gemeinsam mit der freien Künstlerin Lynn Fuchs sowie dem Verein Wegweiser e.V. entwickelt. „Es war uns wichtig, ein Plakat zu gestalten, das nicht übersehen wird – und gleichzeitig niedrigschwellige Hilfe bietet“, erklärt Anna Weber von der KGFM.

Unterstützung bekommt die Kampagne auch von der Wohnungsbaugesellschaft Vonovia. Dank einer großzügigen Spende können die Plakate in zahlreichen Mehrparteienhäusern in Recklinghausen, Herten, Waltrop, Castrop-Rauxel und Gladbeck angebracht werden. „Unser Ziel ist es, dass sich unsere Mieterinnen und Mieter sicher fühlen“, sagt Quartiersmanager Karl Cielontko. „Mit der Kampagne wollen wir konkrete Wege aus der Gewalt aufzeigen.“

Hilfe bei häuslicher Gewalt

Weitere Informationen und Hilfe erhalten Betroffene bei der
Koordinierungsstelle Gewaltschutz für Frauen und Mädchen (KGFM)
📧 [email protected]
📞 0157-50495993

Stadtsfeld-Broschüre zeigt Geschichte und gelebten Respekt

Mit einer Feierstunde wurde am Mittwoch, 30. April, im Bürgerbahnhof Dorsten die neue Broschüre „Die Stadtsfelder – Aus der Vergangenheit in die Zukunft. Ein Stadtteil schreibt Geschichte“ offiziell vorgestellt. Initiiert von der Ideenfabrik Stadtsfeld, vereint das über 70 Seiten starke Heft historische Einblicke, persönliche Geschichten und gesellschaftlich relevante Themen wie Respekt und Zusammenhalt.

Gerhard Jendrzey, Mitglied der Ideenfabrik, eröffnete die Veranstaltung mit einem Dank an das engagierte Redaktionsteam und die Sponsoren. In seinem Vorwort zur Broschüre lädt er die Leser zu einer „Reise durch Zeit und Raum“ ein. Historische Landkarten, Postkartenmotive, Fotografien und aktuelle Luftbilder dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung des Stadtteils – von seiner ursprünglichen Landschaft hin zu einem urbanen Wohngebiet, das seit den späten 1970er-Jahren kontinuierlich gewachsen ist.

Gerhard Jendrzey von der Ideenfabrik Stadtsfeld. Foto: Leonie Schwanewilm

Eine Zeitreise durch das Stadtsfeld

Besonders wertvoll: Viele der in der Broschüre abgedruckten Fotos und Informationen waren bislang kaum bekannt. „Wir wollten die Geschichte des Viertels greifbar machen“, so Jendrzey. Dabei bleibt der Blick nicht nur rückwärtsgewandt: Der zweite Teil des Heftes widmet sich dem Thema Respekt – einem Wert, der im Stadtteil auch durch ein Kunstprojekt symbolisiert wurde. Ein von Künstlerin Brigitte Stüwe geschaffenes Fadenkunstwerk wurde mehrfach beschädigt – Anlass genug, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Respekt ist eine Haltung“, betont Jendrzey.

Die Macher der Broschüre v.l. : Gerhard Jendrzey, Alexander Fichtner, Johannes Götte, Martin Köcher und Oliver Borgwardt. Es fehlt Marc Kiecok. Foto: Leonie Schwanewilm

Stadtarchiv und Bürgerwissen als Fundament

Martin Köcher vom Stadtarchiv Dorsten stellte in seiner Rede die zentrale Rolle des Archivs als „Gedächtnis der Stadt“ heraus. Mit Dokumenten aus acht Jahrhunderten, einem umfangreichen Zeitungsbestand und als Teil der digitalen Strategie der Stadt leistet das Archiv einen wichtigen Beitrag zur Stadtgeschichte. Für das Projekt „Die Stadtsfelder“ stellte es sein Wissen gern zur Verfügung – auch wenn es für einen Aspekt kaum Material gab: Fotos aus der Entstehungszeit des Viertels.

Stadtarchivar Martin Köcher. Foto: Leonie Schwanewilm

Hier sprang Johannes Götte, Ratsmitglied und Stadtsfeld-Kenner, ein: „Im Archiv war nichts zu finden. Zum Glück hatte ein Anwohner viele Dias gemacht und diese zur Verfügung gestellt.“ So entstand ein beeindruckendes Bildarchiv, das nun ebenfalls Teil der Broschüre ist.

Johannes Götte stellte einige alte Dokumente vor, darunter seltene Fotos und Landkarten. Foto: Leonie Schwanewilm

Respekt – Stimmen aus der Dorstener Stadtgesellschaft

Den zweiten Teil der Broschüre stellte Oliver Borgwardt vor, Chefredakteur der Heimatmedien. Er hatte zahlreiche Interviews mit Persönlichkeiten geführt, die ihre Sicht auf das Thema Respekt darlegen – darunter Bürgermeister Tobias Stockhoff, Dr. Kathrin Pieren (Jüdisches Museum), Marc Kiecok (Sportverein BG Dorsten), Ruth Lange (Bündnis gegen Rechts), Jacky Möller (Gleichstellungsbeauftragte), und viele weitere.

„Diese Gespräche waren nicht nur spannend, sondern auch ein Spiegel unserer Stadtgesellschaft“, so Borgwardt. Auch junge Menschen beschäftigten sich mit dem Thema: Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Ursula führten im Rahmen eines Videoprojekts Interviews mit Jacky Möller, Dr. Pieren und Bürgermeister Stockhoff.

Die begleitenden Porträtfotos fertigte der Dorstener Fotograf Alexander Fichtner, die Gesamtgestaltung übernahm Marc Kiecok. Entstanden ist eine Broschüre, die inhaltlich wie gestalterisch überzeugt – nach rund neun Monaten intensiver Arbeit.

Macher und Beteiligte der Broschüre versammelten sich im Bürgerbahnhof. Foto: Elena Arat

Bürgermeister betont gesellschaftliche Werte

Tobias Stockhoff würdigte in seiner Rede das Engagement des Teams. Respekt und Ehrenamt seien elementar für das Zusammenleben in einer Stadt. Besonders wichtig sei auch Respekt vor der Arbeit anderer: „In den sozialen Medien verrohen oft die Umgangsformen. Wer kritisiert, sollte auch sagen können, wie man es besser machen kann“, so der Bürgermeister. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den „Stadtdialog“, ein Wertesystem für das Zusammenleben in Dorsten.

Kostenlos erhältlich – auch für Unternehmen

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich (unter anderem in der Stadtinfo) und soll auch gezielt Dorstener Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch die Sparkasse Vest und den Demokratiefonds der Stadt Dorsten.

Die Lektüre bietet neben historischen Informationen auch konkrete Hinweise auf ehrenamtliches Engagement, Fördermöglichkeiten und Projekte im Stadtsfeld. Die Texte und Interviews werden zudem in Kürze auf dem Portal Dorsten-Online veröffentlicht.

„Die Stadtsfelder“ ist weit mehr als eine Chronik: Sie ist ein lebendiges Dokument über ein Stadtviertel im Wandel – und ein Aufruf an alle, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Kleine Mosaiksteine für ein besseres Zusammenleben – so beschreibt es Gerhard Jendrzey. Wer die Broschüre liest, erkennt: Aus der Vergangenheit lässt sich tatsächlich ein Wegweiser für die Zukunft formen.

Umweltbus „Lumbricus“ begeistert junge Forscher an der Gesamtschule Wulfen

Einen besonderen Tag voller Entdeckungen und Naturerlebnisse erlebten 18 Schüler des Wahlpflichtkurses Naturwissenschaften der Gesamtschule Wulfen. Der Umweltbus „Lumbricus“ der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW machte Station auf dem Schulgelände und wurde schnell zum rollenden Klassenzimmer – mit direktem Zugang zur Natur.

Im Rahmen einer Exkursion in den nahegelegenen Wald hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, ökologische Zusammenhänge hautnah zu erforschen. Unter fachkundiger Anleitung wurden Bodenprofile untersucht sowie heimische Tier- und Pflanzenarten bestimmt. Besonders spannend war für viele der Einsatz moderner Messinstrumente: An mehreren Standorten erhoben die Schüler wichtige Umweltdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Lichtintensität.

„Solche Projekte machen Naturwissenschaft greifbar und stärken das Umweltbewusstsein unserer Schüler auf eine ganz besondere Weise“, betonte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Er zeigte sich begeistert von der anschaulichen Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts durch das mobile Umweltlabor.

Ein zentrales Thema des Projekttags war die Streuschicht im Waldökosystem – und deren Bedeutung für die Bodenqualität. Dabei entdeckten die Schüler, welche zentrale Rolle Kleintiere wie Asseln, Tausendfüßer und Regenwürmer für das ökologische Gleichgewicht spielen. „Viele waren überrascht, wie entscheidend diese kleinen Lebewesen für die Gesundheit des Waldbodens sind“, erklärte Martin Bodden, Fachlehrer für Naturwissenschaften. „Sie haben erkannt, dass der Schutz dieser Tiere auch eine Investition in unsere eigene Zukunft ist.“

Der Besuch von Umweltbus „Lumbricus“ war für die Gesamtschule Wulfen nicht nur eine spannende Abwechslung vom Unterrichtsalltag, sondern ein lebendiges Beispiel dafür, wie Umweltbildung junge Menschen nachhaltig für den Naturschutz sensibilisieren kann.

Zwischenfall auf dem Wulfener Markt: CDU kritisiert Verhalten von AfD-Vertretern

Ein Informationsstand der AfD auf dem Wochenmarkt in Wulfen-Barkenberg sorgte am Freitagmorgen (2. Mai) für Aufsehen. Nach Angaben des CDU-Stadtverbands kam es zu einem Polizeieinsatz, körperlicher Auseinandersetzung und weiteren Vorfällen am Stand der Alternative für Deutschland (AfD).

Laut Mitteilung der CDU Dorsten fühlten sich Mitglieder der AfD von einem filmenden Bürger provoziert. Statt die Polizei zu verständigen, wie es nach Ansicht der CDU in einer solchen Situation angemessen gewesen wäre, soll es zu einer körperlichen Reaktion durch zwei AfD-Mitglieder gekommen sein. Einer der beiden habe den Bürger demnach mit den Händen zurückgestoßen.

Die CDU zeigt sich insbesondere irritiert darüber, dass Simone Paulsen, Vorsitzende des AfD-Stadtverbands Dorsten, in ihrer Funktion nicht deeskalierend eingegriffen habe. CDU-Ratsherr Günter Lück, der an einem benachbarten CDU-Stand anwesend war, äußerte sich deutlich: „Wer provokante Äußerungen mit körperlicher Gewalt beantwortet, stellt sich gegen den Rechtsstaat.“

Plakate überklebt?

Kritik äußerte die CDU auch an der mutmaßlichen Überklebung von Plakaten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) durch AfD-Materialien. Die ursprünglichen Plakate hätten für Toleranz und Vielfalt geworben. Zudem sei beobachtet worden, dass AfD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Chmielecki eine Zigarettenkippe auf den Marktplatz geworfen habe. CDU-Vorsitzender Jan Heppner bezeichnete dies als „ein Schlag ins Gesicht“ für all jene, die sich in Dorsten für Stadtsauberkeit engagieren.

Heppner betonte, dass es Aufgabe aller demokratischen Parteien sei, der AfD inhaltlich entgegenzutreten. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, Verrohung und Eskalation im politischen Miteinander hinzunehmen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse sieht die CDU die Forderungen der AfD nach mehr Sicherheit und Ordnung als wenig glaubwürdig an.

Die AfD hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Oldtimerfreunde Lembeck sorgten für Nostalgie beim Tiermarkt

Der Lembecker Tiermarkt war auch in diesem Jahr wieder ein Publikumsmagnet. Besonders der Heimathof wurde zum lebendigen Treffpunkt für Nostalgie-Fans, denn die Oldtimerfreunde Lembeck e.V. präsentierten dort eine liebevoll gestaltete Zeitreise in die Vergangenheit.

Zahlreiche historische Traktoren und Standmotoren weckten Begeisterung bei Jung und Alt. Zwei Oldtimer – ein Lanz und ein Hanomag – waren im Dauereinsatz für Rundfahrten über das Gelände. Vor allem Kinder genossen die gemächlichen Fahrten sichtlich.

„Es ist einfach toll, wenn man den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann – und das mit so alten Maschinen!“, freute sich Georg Bögel, Sprecher der Oldtimerfreunde.

Doch auch ältere Gäste ließen sich das Erlebnis nicht entgehen. Ein 82-jähriger Besucher, der selbst früher einen Hanomag R16 auf seinem Hof nutzte, stieg mit strahlenden Augen ein. „So eine Runde wollte ich unbedingt nochmal drehen – das ist ein Stück meiner Jugend!“, erzählte er bewegt.

Oldtimerfreunde Tiermarkt Lembeck
Das Café der Treckerfrauen war gut besucht. Foto: Oldtimerfreunde Lembeck

Treckerfrauencafé mit Herz und Handarbeit

Im Treckerfrauencafé duftete es verführerisch nach frisch gebackenen Waffeln, Kuchen und Gebäck. Bei einer Tasse Kaffee konnten Besucher eine Pause einlegen und das geschäftige Treiben auf dem Heimathof beobachten.

„Unsere Frauen backen mit viel Liebe – das schmeckt man einfach“, sagte eine Helferin am Kuchenstand mit einem Augenzwinkern.

Oldtimerfreunde Tiermarkt Lembeck
In der Seilerei Foto: Oldtimerfreunde Lembeck

Nur ein paar Schritte weiter wurde echtes Handwerk erlebbar gemacht: Besucher konnten unter Anleitung eigene Seile herstellen – ganz ohne Maschinen, nur mit Muskelkraft.

Technik zum Anfassen – und Anhören

Ein weiteres Highlight war die kleine Ausstellung historischer Kettensägen aus aller Welt. Einige der Geräte wurden sogar in Betrieb vorgeführt – ein lautstarkes Spektakel, das besonders die Technikfans unter den Gästen faszinierte.

Oldtimerfreunde Tiermarkt Lembeck
Historische Kettensägen. Foto: Oldtimerfreunde Lembeck

Übungskuh Berta und ein ganz besonderer Schnaps

Auch die bekannte Kunststoffkuh Berta war mit dabei – als beliebtes Trainingsobjekt für angehende Melker. Kinder wie Erwachsene versuchten sich am Euter und erfuhren so spielerisch, wie mühsam das Melken einst war.

Am Infostand der Oldtimerfreunde wartete ein echter Geheimtipp: der Dinkelschnaps „Bulldogöl“. Dieser wird ausschließlich von den Vereinsmitgliedern produziert – mit Dinkel vom eigenen Feld am Lembecker Busbahnhof, geerntet mit historischen Maschinen. Gebrannt wird er von der Kornbrennerei Böckenhoff.

„Unser Bulldogöl ist etwas ganz Besonderes. Es steckt viel Herzblut und Handarbeit drin – und das schmeckt man“, erklärte Georg Bögel stolz. Kein Wunder, dass die Fläschchen schnell ausverkauft waren.

Oldtimerfreunde Tiermarkt Lembeck
Foto: Oldtimerfreunde Lembeck

Großer Andrang trotz Regen am Morgen

Obwohl der Tag zunächst mit Regen begann, klarte es rechtzeitig auf – und die Besucher kamen in Scharen.

„Wir sind sehr zufrieden. Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung war großartig, und wir konnten den Menschen zeigen, was wir lieben: alte Technik lebendig machen“, resümierte Bögel.

Fazit: Der Heimathof der Oldtimerfreunde war beim Tiermarkt Lembeck ein lebendiges Zentrum voller Erinnerungen, Erlebnisse und echter Handwerkskunst. Wer sich für Traktoren, Tradition und Technik begeistert, kommt hier garantiert auf seine Kosten – ob auf dem Fahrersitz eines Lanz oder beim Probieren des legendären Bulldogöls.

Wechsel an der Spitze: Feller koordiniert B-Länder der Bildungsministerkonferenz

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NRW-Schulministerin Dorothee Feller koordiniert seit dem 5. Mai 2025 die Bildungsministerien der B-Länder in der neuen Bildungsministerkonferenz. Sie folgt auf Karin Prien, die künftig als Ministerin in die Bundesregierung wechselt.

Wie das Ministerium für Schule und Bildung mitteilt, übernimmt Dorothee Feller die Koordination der sogenannten B-Länder. Dazu zählen Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen – also jene Länder, die von CDU/CSU oder Grünen geführt werden.

Feller erklärte: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen. Ich werde gemeinsam mit dem Staatssekretär alles dafür tun, um es zu rechtfertigen.“
Sie betonte, Ziel sei es, das Bildungssystem im Schulterschluss mit den B- und A-Ländern weiterzuentwickeln. Als zentrale Herausforderungen nannte sie die Förderung von Basiskompetenzen, die Stärkung der Demokratiebildung und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.

Die Neustrukturierung der Kultusministerkonferenz zur eigenständigen Bildungsministerkonferenz biete laut Feller die Chance, bildungspolitische Themen künftig gezielter und effizienter anzugehen. Sie würdigte zugleich die Arbeit ihrer Vorgängerin: „Karin Prien hat die Entwicklung der letzten Jahre entscheidend mitgestaltet. Ich danke ihr und wünsche ihr viel Erfolg im neuen Amt.“

📞 Für Bürgeranfragen: Tel. 0211 5867-40

Dorsten setzt beim Arbeitnehmerempfang 2025 Zeichen für Zusammenhalt

Unter dem Motto „Mach Dich stark mit uns – Zusammenhalt findet Lösungen“ versammelten sich am Sonntag, 4. Mai 2025, rund 70 Teilnehmer im Bürgerbahnhof Dorsten zum traditionellen Arbeitnehmerempfang. Eingeladen hatten die Stadt Dorsten gemeinsam mit den örtlichen Gewerkschaften, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und dem Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten.

Im Fokus der Veranstaltung stand der gesellschaftliche Zusammenhalt – und das nicht nur als theoretisches Konzept, sondern als gelebte Realität. Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßte die Anwesenden mit klaren Worten: „Unsere Stadt lebt vom Engagement ihrer Bürger. Doch wo andere versuchen, Meinungen zu unterdrücken, setzen wir auf offenen Dialog.“ Der Bürgerbahnhof als Ort des Austauschs bot hierfür die perfekte Kulisse.

„Zusammenhalt ist eine Aufgabe“

Einen nachdrücklichen Impuls setzte Pfarrer Jan-Philipp Hellmers mit seinem Vortrag über Solidarität in Krisenzeiten. Seine Botschaft: Zusammenhalt ist kein Wohlfühlbegriff, sondern eine Aufgabe – unbequem, aber unverzichtbar. Mit der biblischen Geschichte von vier Männern, die einem gelähmten Freund helfen, fand er ein eindrückliches Bild für gemeinschaftliches Handeln: „Wirkliche Lösungen entstehen nur im Miteinander – auch wenn es bedeutet, Dächer einzureißen.“

Podiumsdiskussion zum Arbeitnehmerempfang

In der anschließenden Podiumsdiskussion – moderiert von Klaus Schakulat (KAB) – zeigte sich, wie vielfältig Zusammenhalt in Dorsten gelebt wird. Ruth Lange vom Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“ betonte die Notwendigkeit dauerhafter Präsenz im Kampf gegen Ausgrenzung. „Wir sind mehr – aber wir müssen auch sichtbarer sein. Gerade junge Menschen wollen mitreden.“

Susanne Bender, Schulleiterin der Neuen Schule Dorsten, machte deutlich, wie sehr Schulen Orte des sozialen Zusammenhalts sind. „Viele Kinder kommen mit wenig Selbstvertrauen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu zeigen: Du gehörst dazu.“

Auch André Sänger von der komba-Gewerkschaft zeigte auf, wie kollegiale Solidarität im Alltag der Stadtverwaltung funktioniert. „Wenn jemand Hilfe braucht, springen andere ein – unabhängig von Hierarchie. Das ist Dorsten.“

Arbeitnehmerempfang
Bürgermeister Tobias Stockhoff (am Rednerpult) begrüßte die Gäste beim Arbeitnehmerempfang 2025 im Bürgerbahnhof: Auf dem Podium (v.l.): Herbert Rentmeister (Dorstener Tafel), Susanne Bender (Neue Schule Dorsten), Ruth Lange (Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“) und André Sänger (Personalratsvorsitzender Stadt Dorsten). Foto: Stadt Dorsten

„Armut kann jeden treffen“

Ein besonders bewegender Moment war der Beitrag von Herbert Rentmeister von der Dorstener Tafel. Mit Zahlen und persönlichen Geschichten machte er deutlich, wie präsent Armut ist – auch in einer Stadt wie Dorsten. „Armut kann jeden treffen“, so Rentmeister. Und: „Das Feedback der Menschen gibt uns Kraft. Gerade dann, wenn es existenziell wird.“

Zum Abschluss sprach Marc Rosendahl vom Deutschen Gewerkschaftsbund in der Region Emscher-Lippe. Seine Botschaft war deutlich politisch: Zusammenhalt bedeute auch, sich starkzumachen für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und einen starken Sozialstaat. Und: „Wenn Zweifel manipuliert werden, um Demokratie zu untergraben, müssen wir klar dagegenhalten.“

Beim anschließenden Mittagsimbiss wurde weiter diskutiert, gelacht und vernetzt. Der Arbeitnehmerempfang 2025 hat gezeigt: Zusammenhalt ist in Dorsten kein leeres Wort – sondern eine gelebte Haltung.

Demokratie und Frieden: Auftakt der Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025

Mit einer großen Eröffnungsfeier am Gymnasium Petrinum haben am Montag (5. Mai) die Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025 begonnen. Über 1000 Menschen – Schüler, Lehrkräfte, Bürger sowie Vertreter der Stadtgesellschaft – versammelten sich auf dem Multifunktionsfeld der Schule, um gemeinsam ein kraftvolles Zeichen für Demokratie, Zusammenhalt und den Frieden zu setzen.

Unter dem diesjährigen Motto „Frieden“ präsentierte die Schulgemeinschaft ein vielfältiges Programm. Besonders emotional war die musikalische Darbietung von Imagine durch die Schüler Owen Plottke (Schlagzeug) und Jonas Henrik Overbeck (Gesang und Keyboard). Ergänzt wurde das Programm durch Redebeiträge von Schülerinnen und Schülern sowie eine symbolische Friedensaktion. Auf Plakaten formulierten sie persönliche Botschaften wie: „Frieden ist wie ein Puzzle: Es braucht viele Teile – und jeder von uns ist ein Teil davon.“

Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025
Eröffnungsfeier am Petrinum. Foto: Bludau

Diese Botschaft griff Bürgermeister Tobias Stockhoff in seiner Ansprache auf: „Jeder von uns ist ein Puzzlestück des Friedens. Ob in der Familie, bei Freunden oder in der Schule – Frieden beginnt im Kleinen. Er braucht Respekt, Rücksicht und die Bereitschaft, auch die Sichtweise anderer zu verstehen.“ Stockhoff betonte zudem die Bedeutung des sozialen Friedens als Grundlage für den weltweiten Frieden.

Dr. Vera Merge, Schulleiterin des Gymnasiums Petrinum, hob das Engagement der Jugend hervor: „Das Grundgesetz ist nicht nur Garant unserer Freiheit, es verpflichtet uns auch zur Mitverantwortung. Unsere Schülerinnen und Schüler leben diesen Anspruch – im Schulalltag und darüber hinaus.“

Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025
Eröffnungsfeier am Petrinum. Foto: Bludau

Zentraler Ort der Begegnung: Der Grundgesetzladen

Auch in diesem Jahr begleitet der Grundgesetzladen in der Suitbertusstraße 7 die Aktionswoche. Vom 5. bis 9. Mai ist er täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Zwischen 10 und 13 Uhr stehen dort Schüler des Petrinum für Gespräche mit Bürgern bereit, um über die Inhalte, Bedeutung und Wirkung des Grundgesetzes zu diskutieren. Lehrerin Sonia Reisner erklärt: „Wir hoffen, dass die Jugendlichen die Gedanken und Werte des Grundgesetzes in ihren Alltag mitnehmen und sie so auch außerhalb des Klassenzimmers lebendig werden.“

Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025
v.l.n.r.: Lars Ernst (Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport), Linus Bayer (Praktikant im Büro), Julian Hatzig (Schulleitung), Joachim Thiehoff (Leiter des Büros für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport), Bürgermeister Tobias Stockhoff, unten, v.l.n.r.: Fabiana Stratulat (Schülersprecherin), Julia Möller (stellv. Schülersprecherin), Sonia Reisner (zuständige Lehrkraft), Dr. Vera Merge (Schulleitung). Foto: Stadt Dorsten

Ein besonderes Highlight im Grundgesetzladen ist die Ausstellung #Echt, die Chancen und Hürden im Berufsleben beleuchtet – insbesondere mit Blick auf neurodivergente junge Menschen. Partner sind u.a. das Deutsche Zentrum für Neurodivergenz bei Kindern und Jugendlichen, der Verein Herausforderung e.V., das Bildungsbüro Vest, die Gesamtschule Wulfen, die Stiftung Zukunft bilden, die Globus Stiftung sowie die Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten.

Ein vielfältiges Programm mit vielen Akteuren

Die Dorstener Tage des Grundgesetzes 2025 laufen noch bis zum 11. Mai und bieten ein abwechslungsreiches Programm – von Lesungen und Ausstellungen bis hin zu Gesprächsformaten und Mitmachaktionen. Mit dabei sind unter anderem das Jüdische Museum Westfalen, das Bündnis Wir in Dorsten gegen Rechts, das St. Ursula Gymnasium, der Ellerbruchtreff, das Central Kino Center Dorsten, Mission Dorsten, der Bürgerpark Maria Lindenhof, der SV Dorsten-Hardt, Pro Peace, der Seniorenbeirat, die evangelische Johannesgemeinde, die katholische Arbeitnehmerbewegung, die Kirchengemeinde St. Agatha, das Dorstener Integrationsforum sowie zahlreiche städtische Akteure wie die Stadtagentur.

Weitere Informationen sowie das vollständige Veranstaltungsprogramm sind online unter www.dorsten.de und in der Stadtagentur Dorsten (Lippestraße 41) erhältlich.

Hier ist das Programm zur Ansicht:

Aprilregen in Dorsten: Der Monat machte seinem Ruf alle Ehre

Der April 2025 hat seinem Ruf als launischer Monat alle Ehre gemacht. Viel Wasser von oben, aber in unregelmäßigen Schüben. Die Regenbilanz, die von der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband jetzt veröffentlicht wurde, zeigt: Trotz trockener Phasen am Anfang und Ende des Monats fiel insgesamt überdurchschnittlich viel Niederschlag – besonders auch in Dorsten.

So verzeichnete das Pumpwerk Harsewinkel in Dorsten am 23. April die höchste Tagessumme im gesamten Lippe-Einzugsgebiet: 34,2 Millimeter – das entspricht mehr als 34 Litern Wasser pro Quadratmeter an nur einem Tag. Auch über den gesamten Monat hinweg stach Dorsten mit einer Gesamtniederschlagsmenge von 79,1 Millimetern hervor – ein Spitzenwert im Lippe-Gebiet, dessen durchschnittlicher Monatswert bei 54,5 Millimetern lag.

Die Wetterlage im April war dabei typisch wechselhaft: Eine Trockenperiode hielt bis zum 11. April an, danach kam es bis zum 24. April zu einem intensiveren Regenintervall. Die letzten Apriltage blieben erneut trocken.

Insgesamt weniger Niederschlag als normal

Ein Blick auf das gesamte Winterhalbjahr 2025 (November bis April) zeigt: Insgesamt fiel weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel – mit deutlichen Schwankungen. Der Januar etwa war außergewöhnlich nass und zählt im Emscher-Gebiet zu den zehn nassesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931. Februar und März hingegen zählten zu den trockensten ihrer Art. Dorsten und die umliegenden Städte erlebten also ein Halbjahr voller Gegensätze – mit einem besonders nassen Schlusspunkt im April.

Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband, zuständig für rund 2.300 Kilometer Gewässer- und Kanalnetz in der Region, liefern mit ihren Messungen wichtige Grundlagen für Hochwasserschutz, Abwasserbehandlung und Gewässerpflege. Für Dorsten und das nördliche Ruhrgebiet sind ihre Daten unverzichtbar, um Entwicklungen wie die zunehmende Wetterextreme verlässlich einschätzen und handeln zu können.

Hochbeete geplündert: Ideenfabrik Stadtsfeld sucht Zeugen

Im Stadtsfeld gibt es erneut Ärger um die beliebten Hochbeete am Rossiniplatz. In den letzten Wochen mussten die Verantwortlichen der „Ideenfabrik Stadtsfeld“ bereits dreimal feststellen, dass die frisch bepflanzten Hochbeete geplündert wurden. Dies stößt bei den Ehrenamtlichen auf großes Unverständnis.

Am Rossiniplatz im Stadtsfeld treffen sich regelmäßig Anwohner unterschiedlicher Altersgruppen. Die Grünflächen rund um den Platz, darunter auch zwei Hochbeete, sind zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Die Hochbeete, die von der „Ideenfabrik Stadtsfeld“ mit Pflanzen und Kräutern bestückt werden, stehen allen Anwohnern zur Verfügung. Diese können dort kostenlos ernten und sich mit frischen Kräutern versorgen. Doch immer wieder mussten die Mitglieder der Bürgerinitiative feststellen, dass die Beete in diesem Jahr gleich dreimal „geplündert“ wurden.

In einem aktuellen Newsletter drückte die „Ideenfabrik Stadtsfeld“ ihre Enttäuschung über die Diebstähle aus: „Das macht uns sehr betroffen, da wir die Pflanzen aus eigener Tasche kaufen bzw. als Ableger anzüchten“, heißt es in der Mitteilung. Die Pflanzen für die Beete werden entweder selbst gekauft oder mit viel Aufwand von den Ehrenamtlichen als Ableger angezogen. Das Projekt soll den Bewohnern nicht nur eine grüne Oase bieten, sondern auch das Miteinander im Stadtteil fördern.

Hochbeete sollten Generationen zusammenführen

Die Hochbeete sind ein gemeinschaftliches Projekt: Neben den Mitgliedern der „Ideenfabrik Stadtsfeld“ kümmern sich auch die Vorschulkinder der benachbarten KiTa Arche und Azubis der Stadtgärtnerei um die Pflege und Bepflanzung. Die Zusammenarbeit zwischen den Generationen, von den kleinen Kindern bis zu den älteren Anwohnern, gehört zu den besonderen Aspekten des Projektes.

Bürgerinitiative bittet um offene Augen

„Da die Mitglieder der Ideenfabrik nur wenige Personen sind, bitten wir Sie, beim Spaziergang oder bei der Vorbeifahrt mit dem Rad die Augen offen zu halten, ob an den Hochbeeten alles in Ordnung ist. Gegebenenfalls können Sie uns eine E-Mail schreiben“, fordert die „Ideenfabrik“ in ihrem Newsletter die Unterstützung der Anwohner an.

Einbruch in Dorsten-Wulfen: Senior steht Täter im eigenen Haus gegenüber

Schockmoment am Freitagmittag in Dorsten-Wulfen: Ein bislang unbekannter Täter ist in ein Wohnhaus an der Dimker Allee eingebrochen – während sich der Bewohner, ein älterer Herr, nichtsahnend im Badezimmer aufhielt.

Nach bisherigen Ermittlungen ereignete sich die Tat am 2. Mai zwischen 12.30 Uhr und 13 Uhr. Der Täter verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Haus, indem er die Haustür aufhebelte. Anschließend durchsuchte er mehrere Räume nach Wertsachen. Der Bewohner bemerkte von alledem nichts – bis sich plötzlich die Badezimmertür öffnete und er dem Einbrecher gegenüberstand.

Der Täter ergriff sofort die Flucht. Trotz des Schreckens konnte der Senior eine Beschreibung des Mannes abgeben: etwa 35 Jahre alt, zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß, dunkel gekleidet, mit dunklem, etwa 4 bis 5 Zentimeter langem Haar und stabiler Statur. Besonders bemerkenswert: Der Bewohner meinte, den Täter vom Sehen her zu kennen.

Wie sich herausstellte, wurden Bargeld und Schmuck entwendet. Zudem besteht der Verdacht, dass der Mann sich bereits zuvor als angeblicher Eon-Mitarbeiter ausgegeben hatte, um unter einem Vorwand Zugang zum Haus zu erhalten. Dieser Versuch war jedoch zunächst gescheitert.

Polizei sucht nach dem Einbruch Zeugen

Die Polizei bittet nun Zeugen, die im Bereich der Dimker Allee am Freitag verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Identität des Täters geben können, sich zu melden.

Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 0800/2361 111.

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