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Raumprüfung startet: Geplante Wasserstoffleitung von Emsbüren nach Dorsten

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Raumverträglichkeitsprüfung für Wasserstoffleitung zwischen Emsbüren und Dorsten startet

Münster. Für den geplanten Neubau einer Wasserstoffleitung von Emsbüren in Niedersachsen bis nach Dorsten im Kreis Recklinghausen beginnt am 8. September 2025 die Raumverträglichkeitsprüfung. Das Projekt wird von der Thyssengas H2 GmbH und der Open Grid Europe GmbH geplant. Bürgerinnen und Bürger sowie beteiligte öffentliche Stellen können bis zum 10. Oktober 2025 Stellungnahmen abgeben.

Teil des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes

Die Leitung Emsbüren-Dorsten ist Teil des Wasserstoff-Kernnetzes, das im Oktober 2024 von der Bundesnetzagentur genehmigt wurde. Über dieses Netz sollen künftig große Erzeugungs- und Verbrauchsstandorte für Wasserstoff miteinander verbunden werden.
Die geplante Leitung transportiert Wasserstoffmengen vom Importhafen Wilhelmshaven sowie vom Grenzübergangspunkt Oude Statenzijl in den Niederlanden bis ins Ruhrgebiet.

Erdgasfernleitung-Heiden-Dorsten
Der geplante Trassen-Verlauf der Erdgasfernleitung von Heiden über Dorsten. Foto: OGE

Vorgesehen ist eine Anbindung an den geplanten Nordsee-Ruhr-Link. Der Verlauf führt von Emsbüren in südlicher Richtung bis zum Zielpunkt in Dorsten, wo die Leitung an das geplante Projekt Dorsten-Hamborn („DoHa“) angeschlossen werden soll. Entlang der Strecke sind zudem Kopplungen mit weiteren bestehenden und geplanten Leitungen vorgesehen. Die Gesamtlänge beträgt etwa 100 Kilometer.

Zuständigkeiten und Verfahren

Für das nordrhein-westfälische Teilstück prüfen die Regionalplanungsbehörden der Bezirksregierung Münster sowie des Regionalverbands Ruhr (RVR) das Vorhaben auf Raumverträglichkeit. Die Bezirksregierung Münster übernimmt die Federführung.
Im ersten Schritt wird eine Raumverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Dabei werden die Auswirkungen des Projekts auf Raumordnung und Umwelt untersucht. Das Ergebnis ist eine gutachterliche Stellungnahme mit einer Empfehlung für den raumverträglichsten Korridor.
Im Anschluss folgt das Zulassungsverfahren für den Bau der Wasserstoffleitung.

Einsicht und Stellungnahmen

Die Verfahrensunterlagen sind vom 8. September bis 10. Oktober 2025 online abrufbar:

Stellungnahmen können innerhalb der Frist per E-Mail an [email protected] gesendet oder persönlich bei den auslegenden Regionalplanungsbehörden abgegeben werden.

Ein Zuhause auf Zeit: Dorsten eröffnet erstes Streunerkastrationshotel

Ein Meilenstein für den Tierschutz in Dorsten: Das Projekt Streunerkatzen Dorsten e.V. rund um Conny Sander hat gemeinsam mit der Stadt und privaten Unterstützern das erste Streunerkastrationshotel eröffnet. Untergebracht ist es in einem liebevoll umgebauten Holzgartenhaus, das direkt auf dem Gelände der Praxis von Tierärztin Dr. Susanne Ewens an der Droste-Hülshoff-Straße 47 steht.

Das „Hotel“ bietet herrenlosen Katzen nach ihrer Kastration einen geschützten Platz zum Ausschlafen und Erholen – in der Regel zwei bis drei Tage. Finanziert wurde das Vorhaben durch Sponsoren, Spenden und viel Eigeninitiative des Vereins. „Ich hätte nie damit gerechnet, direkt bei einer Tierärztin ein Streunerkastrationshotel zu bekommen. Ein kleiner Traum geht in Erfüllung“, sagt Initiatorin Conny Sander.

Gemeinsam mit Dr. Susanne Ewers und Bürgermeister Tobias Stockhoff wurde das Häuschen feierlich mit dem Durchschneiden des Bandes eingeweiht. Foto: privat

Ziel: Katzenelend in Dorsten eindämmen

Seit rund sieben Jahren engagiert sich Sander mit ihrem Team für herrenlose Katzen in Dorsten. Ihr Verein koordiniert die Aufnahme, tierärztliche Versorgung und Kastration der Tiere. Meldungen von Anwohnern spielen dabei eine wichtige Rolle. „Nur durch konsequente Kastration können wir das Katzenelend nachhaltig eindämmen“, so Sander.

Streunerkatzen Kastrations Hotel
Conny Sander (M.) mit Philipp Wewers und Annette Klingberg vom Tierheim Marl. Foto: privat

Tierärztin Dr. Ewens übernimmt die medizinische Versorgung und Kastrationen vor Ort. Sie ist zugleich Ansprechpartnerin des Projekts in der Praxis. Für die Tiere soll das neue Hotel ein geschützter Übergang sein, bevor sie wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren.

Streunerkatzen Kastrations Hotel
Blick ins Innere. Foto: privat

Nächster Schritt: Klimaanlage fürs Katzenhotel

Damit sich die Katzen künftig noch wohler fühlen, plant der Verein bereits den nächsten Schritt: eine Klimaanlage für das Holzhäuschen. „Gemeinsam schaffen wir viel“, betont Sander.

Streunerkatzen Kastrations Hotel
Die Ausstattung ist modern und den Anforderungen entsprechend. Foto: privat

Unterstützung gesucht

Das Projekt lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Streunerkatzen Dorsten e.V. sucht weiterhin freiwillige Helferinnen und Helfer, die bei der Versorgung, beim Einfangen oder bei organisatorischen Aufgaben unterstützen.

Wer helfen möchte, findet den Verein auf Facebook und Instagram unter Streunerkatzen Dorsten e.V..

Christina Honsel glänzt beim Diamond-League-Finale in Zürich

Es war ein Abend der Superlative für die internationale Leichtathletik – und mittendrin eine Athletin aus Dorsten: Christina Honsel hat beim Diamond-League-Finale in Zürich einmal mehr bewiesen, dass sie längst zur Weltspitze im Hochsprung gehört. Vor der imposanten Kulisse des Züricher Opernhauses meisterte die 28-Jährige vom TV Wattenscheid 01 1,97 Meter und belegte damit Rang fünf in einem der stärksten Hochsprung-Wettkämpfe der Geschichte.

„Mit 1,97 Metern Fünfte zu werden, ist ein bisschen verrückt“, bilanzierte Honsel nach dem Wettkampf gegenüber dem Portal leichtathletik.de. „Ich bin aber sehr happy mit der Höhe und auch mit dem fünften Platz in meinem ersten Diamond-League-Finale. Der Wettkampf war einfach der Wahnsinn. Es war total cool, vor dem Opernhaus zu springen.“

Dass die gebürtige Dorstenerin aktuell in Topform ist, hatte sie bereits Mitte August in Heilbronn unter Beweis gestellt, als sie erstmals die magische Zwei-Meter-Marke überwand. Auch in Zürich war diese Höhe zum Greifen nah – knapp scheiterte Honsel im dritten Versuch. Erst zweimal ist sie in ihrer Karriere höher gesprungen, zuletzt bei ihrer Hallen-Bestleistung im Februar 2023.

Die Konkurrenz in Zürich war allerdings übermächtig: Gleich vier Athletinnen überquerten die Zwei-Meter-Marke, angeführt von der australischen Hallen-Weltmeisterin Nicola Olyslagers (2,04 m), die sich den Sieg und die Diamond-League-Trophäe sicherte. Auch Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) sowie Yuliya Levchenko (Ukraine) und Morgan Lake (Großbritannien, nationaler Rekord) sprangen über 2,00 Meter.

Für Christina Honsel bedeutet der fünfte Platz dennoch einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere. Erst vor einer Woche hatte sie beim Diamond-League-Meeting in Lausanne bei schwierigen Bedingungen den Sieg geteilt. Nun bestätigte sie eindrucksvoll ihre Stellung in der Weltelite.

Bürgermeister-Kandidaten Dorsten (15): Wie fördern Sie das Ehrenamt?

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31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 15 an die Kandidaten: Wie möchten Sie das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben in Dorsten gezielt unterstützen?

Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.

Es antworten:

Dorsten wählt. Bürgermeisterkandidaten 2025

Kultur, Ehrenamt und Vereinsleben

Wie möchten Sie das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben in Dorsten gezielt unterstützen?

Tobias Stockhoff

Tobias Stockhoff Dorsten

„Das Ehrenamt in Dorsten organisiert sich eigentlich sehr selbstbewusst, autonom und ist ausgesprochen stark. Die Vereine wissen aber auch: Wenn sie Hilfe benötigen, dann bekommen sie diese von der Stadt. Mit dem Verein „Dorsten dank(t) Dir“ und den Bürgerbudgets gibt es Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte.

Mit dem Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport haben wir eine wertvolle Koordinierungsstelle geschaffen, die auch strategisch denkt.

Unser Sportkoordinator ist für 20.000 aktive Sportler in über 100 Vereinen eine wichtige Schnittstelle zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Mir persönlich ist es wichtig, dass wir Engagement anerkennen, wertschätzen und einfach mal DANKE! sagen“.


Julian Henning Fragemann

Fragemann-SPD-

„Das Ehrenamt zählt zu den wichtigsten Säulen der Demokratie. Daher braucht es auch eine weitere Stelle im Bereich Ehrenamt-Management in der Verwaltung. Sicherheitsauflagen dürfen Vereine nicht überfordern, deshalb ist unsere Forderung, dass Vereine, Verbände, Initiativen und Gruppen zum Beispiel die städtischen Überfahrsperren dauerhaft kostenfrei für gemeinwohlorientierte Veranstaltungen nutzen dürfen“.


Claas Römer

„Schon jetzt findet in vielen Fällen eine gute Förderung des Ehrenamts durch die
Stadtverwaltung statt. Ich möchte diese Förderung – finanziell und auch durch entsprechende Beratungsangebote – auch auf Gruppen und Initiativen ausweiten, die nicht in einem Verein oder anderweitig organisiert sind“.


Jürgen Chmielecki

„Ich werde Vereine mit meinem persönlichen Engagement unterstützen, weil wir auch dort mehr Förderung brauchen und Anreize geben müssen, um das Ehrenamt zu stärken.
Generell brauchen wir in Dorsten mehr Plätze und Begegnungsstätten für jung und alt, damit, meine ich generationsübergreifende Begegnungsstätten. Das Gemeinschaftshaus in Wulffen ist dafür eine gute Adresse. Dorsten braucht davon mehr“.


Boris Benkhoff

„Mit Geld, Geld und nochmals Geld. Alle ehrenamtlichen, kulturellen und sonstigen Vereinigungen werden bei mir Wunschzettel abgeben können, die ich in der Reihenfolge der Einreichung abarbeiten werde“.


Maurice Fröhlich

„Finanzielle Förderung ist durch die angespannte Haushaltslage schwierig, aber das Erlassen von bestimmten Gebühren, oder die Organisation von Spendentöpfen für einzelne Vorhaben wären möglich. Ein direkter Austausch mit den Vereinen und ehrenamtlichen Akteuren, in dem genau auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen wird, ist sicherlich auch eine gute Idee“.


Morgen stellen wir die Frage 16: Welche Ideen haben Sie für generationenübergreifende Projekte oder neue Begegnungsorte in der Stadt?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Zeitreise ins Jahr 1986: Dorstener Stadtfilme auf großer Leinwand

Fast vier Jahrzehnte ist es her, dass die Kamera durch Dorsten streifte und Bilder des Stadtlebens einfing, die längst Geschichte geworden sind. Am Sonntag, 7. September 2025, zeigt das Central Kino-Center diese 1986 entstandenen Aufnahmen in einer Sondervorstellung zum Stadtjubiläum. Beginn ist um 11 Uhr.

Gezeigt werden die Filme „Dorsten – der Werbefilm“, „Die Stadt in der wir leben“ und „Feste feiern in Dorsten“. Sie entstanden 1986 unter der Regie von Karl-Heinz Bulasch in Zusammenarbeit mit der Stadt. Für die musikalische Untermalung sorgte damals Klaus Kiekenbeck. Ursprünglich wurden die Streifen vom „Film- und Videoclub Panorama“ produziert. Lange Zeit galten sie als verschollen, bis sie dann aus dem Nachlass des Filmemachers an das Stadtarchiv übergeben wurden. Dort stufte man sie als kulturhistorisch wertvoll ein. Das LWL-Medienzentrum hat die Filme inzwischen digitalisiert, sodass sie nun wieder öffentlich gezeigt werden können.

Dorsten im Jahre 1986. Foto: Stadt Dorsten

Vom Lippetor-Center zum Freibad

Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf eine atmosphärische Reise in das Dorsten der 1980er Jahre freuen. Zu sehen ist das neu eröffnete Lippetor-Center, die Zeche Fürst Leopold im vollen Betrieb und eine Beach-Party im Freibad mit rund 3.000 Besuchern. Außerdem wird der spektakuläre Auftritt eines Tornado-Kampfjets beim Flugtag auf dem Segelflugplatz gezeigt. Auch die Metastadt in Barkenberg ist damals noch vollständig erhalten. Diese Szenen werden vielen Dorstenerinnen und Dorstenern in Erinnerung sein. Für jüngere Generationen vermitteln sie zudem ein eindrucksvolles Bild vom Leben in den 80er-Jahren.

Bürgermeister Tobias Stockhoff hat die Filme bereits gesehen und zeigte sich begeistert. „Diese Zeitreise ist wirklich spannend. Man kann an vielen Stellen sehen, wie rasant sich eine Stadt verändert und wie zugleich auch vieles überdauert. Am Ende wird man sich dem damaligen Urteil der Filmemacher über unsere Stadt auch heute anschließen können: Es lohnt sich, diese Stadt mit Herz näher anzusehen.“

Der Eintritt kostet sechs Euro. Karten sind direkt im Central Kino-Center erhältlich oder online unter central-dorsten.de.

Das Stadtarchiv Dorsten ruft außerdem Bürger dazu auf, weitere private Filmaufnahmen zur Verfügung zu stellen. Wer entsprechendes Material besitzt, kann sich an Stadtarchivar Martin Köcher wenden. Er ist telefonisch unter 02362 66-4072 erreichbar oder per E-Mail an [email protected]
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Grüße zum Schulstart vom Bürgermeister an die Dorstener Schulen

Am heutigen Mittwoch hat für viele Kinder und Jugendliche in Dorsten das neue Schuljahr begonnen. Bürgermeister Tobias Stockhoff wendet sich mit guten Wünschen an alle Schüler, ihre Eltern sowie an Lehrerinnen, Lehrer und das weitere Schulpersonal.

Besonders im Mittelpunkt stehen in dieser Woche die rund 760 Erstklässlerinnen und Erstklässler, die am Donnerstag eingeschult werden. Für sie ist der Tag ein ganz besonderer. Der Bürgermeister erinnert sich dabei auch an seinen eigenen Schulanfang: aufgeregt, neugierig und gespannt auf alles, was ihn erwartet.

Stockhoff formuliert seine Wünsche klar: „Genießt Euren ersten Tag, seid neugierig, habt Freude am Lernen und scheut Euch nicht, neue Dinge auszuprobieren.“ Den Erstklässlern gibt er mit auf den Weg, viele neue Freundinnen und Freunde zu finden, spannende Dinge zu lernen und Freude am Schulalltag zu entwickeln. Auch den älteren Schülerinnen und Schülern wünscht er ein erfolgreiches und lehrreiches neues Schuljahr.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Wiedersehen auf dem Wochenmarkt: VHS Dorsten wirbt für neues Herbstprogramm

Am vergangenen Samstag präsentierte sich die Volkshochschule Dorsten traditionell mit einem Stand auf dem Wochenmarkt. Im Rahmen der Schultütenfüll-Aktion informierte das Team rund um Leiter Carsten Feldhoff über das neue Herbstprogramm, das seit dem 22. August erhältlich ist.

Bei strahlendem Spätsommerwetter nutzten zahlreiche Marktbesucherinnen und Marktbesucher die Gelegenheit, sich ein frisch gedrucktes Programmheft mitzunehmen. Dazu gab es kleine süße Überraschungen, die besonders bei den jüngeren Gästen gut ankamen.

Für eine besondere Note sorgte der Besuch von Bernd Sauerwein-Fox, dem ehemaligen Leiter der VHS. Er ließ es sich nicht nehmen, seine früheren Kolleginnen und Kollegen am Stand zu treffen. „Es ist schön zu sehen, dass das Team von Carsten Feldhoff erneut ein so gelungenes Programm gestaltet hat“, sagte Sauerwein-Fox. Das Wiedersehen wurde von beiden Seiten herzlich begrüßt.

Mit dem Stand auf dem Wochenmarkt machte die VHS Dorsten nicht nur auf ihr vielfältiges Kursangebot aufmerksam, sondern knüpfte auch zahlreiche Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Wer nicht vorbeischauen konnte, findet das gesamte Programm hier:

Spektakel auf der Lippe: 42. Gladbecker Kanu-Slalom in Dorsten-Östrich

Am kommenden Wochenende, am 30. und 31. August, verwandelt sich die Lippe in Dorsten-Östrich in eine sportlichen Bühne. Die Kanu-Freunde Wiking Gladbeck e.V. richten den 42. Gladbecker Kanu-Slalom aus. Unterhalb der A31-Brücke treffen sich an beiden Tagen Sportlerinnen und Sportler aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie aus Bad Kreuznach, um in packenden Rennen gegeneinander anzutreten.

Rund 400 Starts sind angekündigt. Die jüngsten Teilnehmer sind sieben bis acht Jahre alt, die ältesten starten in der Altersklasse über 65. Gefordert ist höchste Konzentration und Technik, denn es gilt 18 Tore möglichst schnell und fehlerfrei zu durchfahren. Sechs dieser Tore müssen gegen die Strömung bewältigt werden. Gefahren wird sowohl im Kajak, also sitzend mit Doppelpaddel, als auch im Canadier, wo die Sportlerinnen und Sportler knieend mit dem Stechpaddel unterwegs sind. Auch Mannschaftswettkämpfe stehen auf dem Programm.

Eine Neuerung sorgt in diesem Jahr für zusätzliche Spannung. Zum ersten Mal gibt es eine eigene Wertung im Kajak-Cross. Diese neue olympische Disziplin lebt von spektakulären Kopf-an-Kopf-Rennen und bringt frischen Schwung in den Wettkampf. Außerdem wird in Dorsten das Finale des NRW-Cup im Kanuslalom 2025 ausgetragen.

Kajak-Sportler aus Dorsten und der Region

Für die heimischen Zuschauer gibt es besondere Gründe zum Mitfiebern. Sieben Aktive aus der Region stehen am Start. Besonders im Fokus stehen Joseph Seibert aus Dorsten und Tim Bremer. Seibert qualifizierte sich in diesem Jahr erstmals für die U18-Nationalmannschaft des Deutschen Kanu-Verbands und gewann direkt den Europameistertitel im Teamwettbewerb. Sein Vereinskamerad Bremer verpasste die Qualifikation für die A-Nationalmannschaft als Vierter nur knapp und belegt derzeit den dritten Platz in der Deutschen Rangliste. Beide gehören damit zu den Top-Favoriten bei den Wettkämpfen.

Neben den Lokalmatadoren treten zahlreiche weitere hochklassige Sportlerinnen und Sportler an, die für spannende Duelle auf der Lippe sorgen werden.

Die Wettkämpfe beginnen am Samstag, den 30. August, um 11 Uhr und enden gegen 18 Uhr. Am Sonntag, den 31. August, starten die Rennen um 9.30 Uhr und laufen bis etwa 16 Uhr. Der Eintritt ist frei und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die Rennen direkt vom Ufer aus verfolgen. Mit sportlicher Spitzenklasse, Nachwuchsförderung und familiärer Atmosphäre verspricht der 42. Gladbecker Kanu-Slalom in Dorsten-Östrich ein Erlebnis für die ganze Familie.

Dorstener Autor Klaus Moyseschewitz im Alter von 101 Jahren verstorben

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Im Alter von 101 Jahren ist Klaus Moyseschewitz in Dorsten verstorben. Mit ihm geht ein Zeitzeuge, dessen Leben ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte widerspiegelt.

1924 wurde er im ostpreußischen Königsberg geboren und wuchs in Rastenburg auf. Seine Jugendjahre waren geprägt von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zwischenkriegszeit. Als junger Mann musste er den Zweiten Weltkrieg erleben: Arbeitsdienst in Estland, Einberufung als Soldat, Gefangenschaft und schließlich die Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1948. Dass er trotz allem niemandem das Leben nehmen musste, empfand er sein Leben lang als großes Glück. „Warum soll der Mann mir gegenüber mein Feind sein?“, fragte er sich damals schon – ein Gedanke, der ihn nie wieder losließ.

Nach seiner Heimkehr arbeitete er zunächst als Bergmann und Tankwart, ehe er im Tanklager des Stadthafens Gelsenkirchen eine feste Anstellung fand. Dort stieg er bis zum Leiter der technischen Verwaltung auf. Sein Leitsatz lautete: „Ihr könnt mir alles geben, und ich versuche es zu erlernen.“

Privat prägte ihn die lange Ehe mit seiner Frau Elisabeth, mit der er sieben Jahrzehnte verheiratet war. Neben der Familie zählten das Reisen, Schach und Tanzen zu seinen Leidenschaften.

Sein Interesse galt auch der Philosophie und den Religionen, mit denen er sich intensiv auseinandersetzte. Nach seiner Pensionierung absolvierte er ein Heilpraktiker-Fernstudium. „Ich wollte mein Leben nicht ohne Sinn und Verstand dahinplätschern lassen“, sagte er einst.

Die Erinnerung an Krieg und Gefangenschaft machten ihn zu einem Mahner für Frieden. „Es ist doch einfach nur Unsinn, wenn wir uns bekriegen“, lautete sein Credo. Mit 97 Jahren veröffentlichte er seine Autobiografie – ein fast 300 Seiten starkes Werk, in dem er seine Erinnerungen aufarbeitete und weitergab.

Klaus Moyseschewitz hinterlässt ein Leben, das von Beständigkeit, Lernbereitschaft und einem klaren Bekenntnis zu Frieden und Menschlichkeit geprägt war.

Bürgermeister-Kandidaten Dorsten (14): Wie digitalisieren Sie die Verwaltung?

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31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 14 an die Kandidaten: Welche Maßnahmen planen Sie, um die digitale Verwaltung in Dorsten weiter auszubauen?

Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.

Es antworten:

Dorsten wählt. Bürgermeisterkandidaten 2025

Bürgerbeteiligung und Verwaltung

Welche Maßnahmen planen Sie, um die digitale Verwaltung in Dorsten weiter auszubauen?

Tobias Stockhoff

Tobias Stockhoff Dorsten

„Wir haben gemeinschaftlich ein Digitalisierungskonzept verabschiedet, das jetzt umgesetzt wird. Das gilt sowohl für die „innere“ Verwaltung wie auch für Dienstleistungen. Viele Behördengänge können über das Serviceportal heute schon online erledigt werden. Das wollen wir weiter ausbauen.

Mit dem „digitalen Bauordnungsamt“ haben wir zudem ein spannendes Pilotprojekt gestartet in einem Fachamt, das eigentlich sehr papierlastig war“.


Julian Henning Fragemann

Fragemann-SPD-

„Die Verwaltung ist auf einem guten Weg, aber es muss noch schneller gehen. Deshalb braucht es mindestens eine weitere Stelle im Bereich Digitalisierung“.


Claas Römer

„Die Einführung der flächendeckenden E-Akte ist verwaltungsintern ein wichtiger Schritt. Zudem sollen Leistungen der Verwaltung – vor allem in der Sozialverwaltung – stärker als bisher digital angeboten werden und somit für Bürgerinnen und Bürger zugänglicher werden“.


Jürgen Chmielecki

„Letztendlich Entscheidung über in Anführungsstrichen Erweiterung und Modernisierung des Rathauses gibt es meines Wissens nach noch keine konkreten Entscheidungen. Aber hier besteht ein großer Bedarf ein weiterer Digitalisierung“.


Boris Benkhoff

„Wir kaufen so lange neue Tablets und Computer, bis ich den Laden hier in ein paar Jahren halbwegs besenrein der kommenden KI-Bürgermeisterin übergeben kann“.


Maurice Fröhlich

„Da ich selbst aus dem Bereich der Automatisierungs- bzw. Steuerungstechnik komme, würde ich mir erst den aktuellen IST-Zustand anschauen und dann geeignete Maßnahmen einleiten. Hierbei geht es mir vor allem um eine intuitive bzw. leichte Bedienung für den Bürger und weniger um eine erzwungene Digitalisierung, die mehr Bürger erzürnt als dass sie die Prozesse vereinfacht“.


Morgen stellen wir die Frage 15: Wie möchten Sie das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben in Dorsten gezielt unterstützen?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Mordfall Dorsten: Neue Erkenntnisse zum gewaltsamen Tod von Mutter und Kind

Dorsten: Zwei Verdächtige im Mordfall – viele Fragen ungeklärt

Nach dem gewaltsamen Tod einer 32-jährigen Frau und ihrer eineinhalbjährigen Tochter in Dorsten-Holsterhausen am 29. Juni 2025 gibt es neue Erkenntnisse zu den laufenden Ermittlungen. In einer Antwort auf die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Markus Wagner (AfD) hat der nordrhein-westfälische Justizminister am 15. August 2025 im Einvernehmen mit dem Innenminister den aktuellen Stand dargelegt. Demnach laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen weiterhin auf Hochtouren.

Polizei Mord Dorsten Holsterhausen Tote Frau Kleinkind
Ein Team der Spurensicherung im Einsatz am Tatort in Dorsten-Holsterhausen. Foto: Petra Bosse/Archiv

Ermittlungen wegen zweifachen Totschlags

Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Essen werde gegen zwei Tatverdächtige ermittelt: einen 16-Jährigen und einen 26-Jährigen. Beide stünden im Verdacht, in den Mordfall verwickelt zu sein.

Der 16-Jährige, der ebenfalls in Dorsten wohnt, sei aufgrund eines dringenden Tatverdachts festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Laut Berichten soll er eng mit dem 26-jährigen Bruder der Getöteten befreundet gewesen sein. Zwischen diesem und seiner Schwester soll es vor der Tat zu einem heftigen Streit gekommen sein.
Bei dem 26-jährigen Bruder der Getöteten bestehe hingegen lediglich ein Anfangsverdacht. Die Ermittlungen zu Tathergang und Motiv seien noch nicht abgeschlossen.

Polizeiliche Erkenntnisse zu den Tatverdächtigen

Laut Bericht gebe es bei einem der beiden Tatverdächtigen polizeiliche Vorerkenntnisse. Der 16-Jährige sei bereits in drei Fällen in Erscheinung getreten: wegen Hausfriedensbruchs, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung sowie eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Der zweite Tatverdächtige sei bislang nicht polizeilich aufgefallen.
Die Behörden betonten, dass diese Erkenntnisse allein keine Rückschlüsse auf die Schuld zuließen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.

Keine Einträge im Bundeszentralregister

Wie aus der Antwort des Justizministeriums hervorgeht, seien die Bundeszentralregisterauszüge der beiden Beschuldigten ohne Eintragungen. Damit liegen aktuell keine Vorstrafen vor.

Staatsangehörigkeit der Beschuldigten

Beide Tatverdächtigen besitzen nach Angaben der Staatsanwaltschaft die ukrainische Staatsangehörigkeit.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittler arbeiten weiterhin daran, den genauen Tathergang und das Motiv zu klären. Laut Ministerium gebe es derzeit noch viele offene Fragen. Weitere Ergebnisse sollen veröffentlicht werden, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Dorsten liebt die Baumpflanz-Challenge: Dorsten-Online verschenkt drei Apfelbäume

Dorsten gräbt, pflanzt und gießt. Seit einigen Tagen sind in fast allen Stadtteilen Menschen mit Spaten unterwegs. Der Grund: Die Baumpflanz-Challenge ist in Dorsten angekommen – und sorgt nicht nur für neue grüne Tupfer im Stadtbild, sondern auch für jede Menge Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Dorsten-Online unterstützt die Aktion.

Die Regeln sind simpel. Wer nominiert wird, muss innerhalb weniger Tage einen Baum pflanzen, das Ganze in Bild oder Video festhalten und neue Teilnehmer nominieren. Wer kneift, lädt die Nominierenden zum Grillabend ein. In Dorsten machen aber erstaunlich wenige einen Rückzieher.

Die Oldtimerfreunde Lembeck haben kurzerhand eine Pinie am Busbahnhof gepflanzt. Damit der Baum gut anwächst, bekam er Wasser und – ganz stilecht – einen Schuss vom vereinseigenen Schnaps.

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Der Thron des Schützenvereins Dorf Hervest rückte mit einer kleinen Parade an und setzte eine Buche am Friedhof, nicht weit vom „Königspalast“ von Schützenkönig Carsten Bewer.

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Auch die Sportvereine geben sich kreativ. Beim Dorstener Tennis Club fiel die Wahl auf eine Birne, nicht zuletzt, weil Trainer Andy Schilasky augenzwinkernd an seine Begrüßung von früher erinnert wurde: „Na du Birne, wie geht’s dir?“

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In Deuten pflanzte der örtliche Tennisclub eine Hanfpalme. „Deuten ist eben von der Sonne geküsst“, meinte Vorstand Jan Henning Janowitz mit einem Lächeln.

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Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen. Der FC Rot-Weiß Dorsten setzte einen Zwergapfelbaum, der Zucht-, Reit- und Fahrverein Dorsten pflanzte ebenfalls tatkräftig, und auch die Feuerwehr Dorsten griff beherzt zum Spaten. Sogar die Sparkasse Vest und der Verein Sag Ja! zu Dorsten packten gemeinsam an und setzten eine Zwetschge am Bonifatius-Kindergarten.

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Dorsten wächst zusammen

Das Schöne an dieser Challenge: Sie bringt Menschen zusammen, die sonst selten gemeinsam in der Erde wühlen. Feuerwehrleute, Sportler, Banker, Schützen, Reiter – alle eint die Freude daran, ein Stück Dorsten grüner zu machen.

„Es ist wunderbar zu sehen, wie die Challenge aus dem Netz auf die Straßen und Plätze unserer Stadt überspringt“, sagt Daniel Bosse, Geschäftsführer von Dorsten-Online. „Die Leute graben nicht nur Löcher in die Erde, sie pflanzen auch gute Laune. Und genau das braucht Dorsten gerade.“

Dorsten-Online verschenkt drei Apfelbäume

Auch wir von Dorsten-Online sind nun an der Reihe. Die Firma Nettrek hat uns nominiert. Da wir unsere Redaktion in der historischen Lohnhalle der Zeche Fürst Leopold haben und dort kein Baum wachsen kann, machen wir aus der Not eine Tugend: Wir verschenken drei pflanzfertige Apfelbäume an unsere Leserinnen und Leser.

Wer mitmachen möchte, schreibt schnell eine E-Mail mit dem Stichwort „BAUM“ an [email protected] . Einsendeschluss ist bereits der 27. August 2025, 15 Uhr.

Bedingung ist, dass die Bäume tatsächlich gepflanzt werden. Ein Foto oder Video von der Pflanzaktion als Beweis gehört natürlich dazu.

„Wir wollen, dass die Bäume nicht nur für eine kurzfristige Challenge wachsen, sondern das Zuhause unserer Leser über viele Jahre bereichern“, sagt Daniel Bosse. „So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass unsere Stadt ein Stück grüner wird.“

So funktioniert die Baumpflanz-Challenge

  • Eine Gruppe oder ein Verein wird nominiert, innerhalb weniger Tage einen Baum zu pflanzen.
  • Die Pflanzaktion wird fotografiert oder gefilmt und in den sozialen Medien geteilt.
  • Danach nominiert man drei weitere Gruppen oder Vereine.
  • Wer nicht mitmacht, lädt als „Strafe“ die Nominierenden zu einem Grillabend oder einer ähnlichen Aktion ein.

Ein Trend, der ganz Deutschland erfasst

Die Baumpflanz-Challenge ist nicht nur ein Dorstener Phänomen. Bundesweit greifen derzeit vor allem Feuerwehren, Sportvereine und Dorfgemeinschaften zu Spaten und Gießkanne. Überall entstehen kleine Pflanzaktionen, die in Videos dokumentiert und mit einem Augenzwinkern in die Welt geschickt werden. Mal ist es eine Eiche, mal ein Apfelbaum, manchmal sogar eine exotische Palme – doch immer geht es um Zusammenhalt, Spaß und Nachhaltigkeit.

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