Am kommenden Mittwoch (27. August) beginnt vor der V. Großen Strafkammer des Landgerichts Essen der Prozess gegen einen 19-jährigen Essener. Dem jungen Mann wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in Dorsten vorgeworfen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte am 28. August 2024 im Eingangsbereich seines Wohnhauses in Dorsten unvermittelt auf einen Nachbarn eingestochen haben. Zuvor habe er diesem etwas zugerufen, das der Geschädigte jedoch nicht verstand. Als der Mann nachfragte, soll der 19-Jährige ein Messer gezogen und zweimal in den Rücken- und Lendenbereich des Opfers gestochen haben.
Der schwer verletzte Nachbar konnte sich noch in Richtung Straße retten, um Hilfe zu holen. Dabei habe der Angeklagte erneut versucht, ihn anzugreifen. Erst herbeigeeilte Passanten kümmerten sich um das Opfer, während der mutmaßliche Täter die Flucht ergriff.
Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verlor erheblich Blut. Nur durch schnelle medizinische Versorgung konnte es gerettet werden.
Die Jugendkammer hat mehrere Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt. Mit einem Urteil wird frühestens im kommenden Monat gerechnet.
Auf dem Außengelände des Treffpunkts Altstadt herrscht in dieser Woche quirliges Treiben. 103 Kinder aus Dorsten und Umgebung verwandeln sich Schritt für Schritt in kleine Zirkusartisten. Beim Kinder-Ferienzirkus mit dem Circus Soluna laufen die Proben derzeit auf Hochtouren. Am Samstag stehen gleich zwei große Aufführungen an.
Seit Montag üben die Nachwuchskünstler täglich von 10 bis 16 Uhr in ihren Gruppen. Jonglage, Zauberei, Diabolo, Trapez oder Clownerie: Für jedes Kind gibt es zwei Disziplinen, die es bis zur Show bühnenreif beherrschen soll. Unterstützt werden die Mädchen und Jungen von einem großen Team erfahrener Zirkuspädagogen, die die Kinder spielerisch an Kunststücke, Mutproben und kleine Auftritte heranführen.
Erfahrene Leitung aus Köln
Geleitet wird das Projekt von Katrin Sittinger und Birger Koch, den beiden Direktoren des Circus Soluna. Sittinger, selbst Akrobatin und Vertikaltuchartistin, bringt zudem ihre Ausbildung in Motopädie und Soziale Arbeit ein. Birger Koch ist Akrobat, Comedian und Diplom-Sozialpädagoge. Beide leben in Köln und haben bereits zahlreiche Ferienprojekte mit Kindern auf die Beine gestellt.
Sechste Auflage in Dorsten
Der Kinder-Ferienzirkus findet bereits zum sechsten Mal in Kooperation von Das LEO und dem Treffpunkt Altstadt statt. Damit alle Kinder teilnehmen können, wurde das Projekt in diesem Jahr maßgeblich durch den 2. Dorstener 24-Stunden-Lauf unterstützt. Die Finanzierung war ein wichtiger Beitrag, um allen Mädchen und Jungen die Teilnahme zu ermöglichen.
Generalprobe rückt näher
Noch bis Freitag wird fleißig geübt. Die Aufregung steigt bereits spürbar. Am Samstag, 23. August, heißt es dann „Manege frei“ für die Nachwuchsartisten. In zwei Vorstellungen um 11 und 14 Uhr präsentieren sie im großen Zirkuszelt, was sie in dieser Woche gelernt haben. Eltern, Freunde und Großeltern dürfen sich schon jetzt auf Akrobatik, Magie und viele bunte Überraschungen freuen.
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31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 8 an die Kandidaten: Wie wollen Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im gesamten Stadtgebiet stärken, insbesondere in den Außenbereichen?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Wie wollen Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im gesamten Stadtgebiet stärken, insbesondere in den Außenbereichen?
Tobias Stockhoff
„Städte können dafür vor allem planerische Grundlagen schaffen. Wirtschaftlich attraktiv sind Medizinische Versorgungszentren mit mehreren Facharztpraxen unter einem Dach. In Rhade wollen wir daran mitwirken, dass ein neues „Haus der Gesundheit“ entstehen kann, in dem der Stadtteil auch wieder eine Apotheke bekommt. Ferner könnten wir städtische Räumlichkeiten anbieten, wie wir das in Altendorf-Ulfkotte für eine Arztpraxis in der Mehrzweckhalle bereits getan haben. Beim Thema „Mobilität“ dürfen wir auch die kleinen Dörfer nicht vergessen. So wird aktuell der Bahnhof in Deuten ausgebaut und die Radwegeverbindungen sollen zwischen den Stadtteilen verbessert werden. Nahversorgung wollen wir in möglichst allen Stadtteilen erhalten bzw. optimieren“.
Julian Henning Fragemann
„Wir müssen Anreize für die Ansiedlung von Versorgungsstrukturen schaffen, ähnlich wie wir es in der Innenstadt derzeit tun (zeitlich befristete Zuschüsse für die Ladenmieten gewähren). Dies kann sicherlich sehr gut in allen Stadtteilen funktionieren. Eine weitere Idee sind hier auch sogenannte Nachbarschaftsläden oder ein „kleiner Supermarkt auf 4 Rädern“.
Solche Vorschläge könnte man mit bereits angesiedelten Marktbetreibern besprechen und umsetzen. Im Nahverkehr sollte, neben einer Ausweitung der Angebote von Anrufsammeltaxis, auch in Dorsten ein Bürgerbussystem getestet werden. Es gibt hier bereits einige Beispiele in anderen deutschen Städten, wo sich sogenannte Bürgerbusvereine gegründet haben, um Lücken in den ÖPNV-Fahrplänen in räumlicher und in zeitlicher Hinsicht zu schließen.
Um eine bessere ärztliche Versorgung zu gewährleisten, sind beispielsweise gesonderte Praxiszeiten in den kleineren Ortsteilen denkbar. Dem medizinischen Personal könnten hierfür ohnehin vorhandene Gemeinschaftsflächen wie Pfarr- und Gemeindehäuser (selbstverständlich in Absprache mit den jeweiligen Trägern) zur Verfügung gestellt werden“.
Claas Römer
„Wie bereits erwähnt, soll kein Stadtteil von ÖPNV abgeschnitten sein. Hier sind in jedem Fall Verbesserungen möglich. Bei der Nahversorgung geht es ebenfalls darum, realistisch zu planen. Dass ein Drogeriemarkt nach Lembeck kommt, der auch den Stadtteil Rhade abdeckt, ist eine gute Entwicklung. Bei der medizinischen Versorgung – gerade im Bereich der Hausarztpraxen – sollte sich die Stadt in Zukunft an entsprechenden Förderprogrammen beteiligen“.
Jürgen Chmielecki
„Man muss mehr Anreize geben, niedergelassene Ärzte für Dorsten zu gewinnen. Die Mobilität in Dorsten muss gerade im ÖPNV unbedingt gesteigert werden, damit auch Schichtarbeiter nach 22 Uhr die Möglichkeit haben, ihren Wohnort zu erreichen.“
Boris Benkhoff
„Es wird mehr auf autarke Selbstversorgung gesetzt. Die Stadt wird großzügig Flächen freigeben, auf denen die Menschen zum Beispiel Kartoffeln und andere Feldfrüchte anbauen können.
Mobilität: Der ÖPNV wird massiv ausgebaut. Versuchen Sie mal, an einem Samstagabend mit dem Bus aus Östrich in die Stadt zu fahren, um ein leckeres Bier zu trinken! Und im Vergleich zu anderen Stadtteilen ist Östrich ja schon fast in der Zivilisation.
Medizinische Versorgung: Wir eröffnen das Universitätsklinikum Dorsten-Hünxe und werden weder Kosten noch Mühen scheuen, um in die hinterste Lembecker Treckerfurche die bestmögliche medizinische Versorgung zu tragen“.
Maurice Fröhlich
„Durch mehr und besseren ÖPNV, bessere und angenehmere Radwege, dezentralere Lebensmittelversorgung und kommunale Gesundheitszentren.“
Morgen stellen wir die 9. Frage: Wie wollen Sie Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung in Dorsten fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 9 an die Kandidaten: Wie wollen Sie Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung in Dorsten fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Wie wollen Sie Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung in Dorsten fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?
Tobias Stockhoff
„Da sind wir auf einem guten Weg. Rechnerisch kann Dorsten schon heute zu fast 100 % mit Ökostrom und Biogas versorgt werden.
Unser mittelfristiges Ziel ist: Photovoltaik auf allen städtischen Dächern. Die Stadt profitiert von der Energiewende: Die städtischen Beteiligungen an Windkrafterlösen etwa gehen zu einem Drittel in Natur- und Umweltprojekte. Und wir fördern die Biostation in Lembeck für Projekte zur Umweltbildung.
Eine mittel- bis langfristige Herausforderung ist der Umbau unserer Stadt, um den nicht mehr abzuwendenden Folgen des Klimawandels zu trotzen. Wir brauchen zum Beispiel mehr Flächen für Versickerung, um Starkregen auffangen zu können“.
Julian Henning Fragemann
„Hier sind wir schon ganz gut aufgestellt. Im Fokus steht dabei die klimaneutrale Energieversorgung.“
Claas Römer
„Mit der auch auf unsere Initiative hin geschaffenen Stabsstelle für Umwelt-, Klima-, Natur- und Verbraucherschutz haben wir in Dorsten bereits einen wichtigen Schritt unternommen, um mehr für den Klima- und Umweltschutz zu tun. Die Position der Stabsstelle muss aber noch weiter gestärkt werden. Dies gilt auch für die Stelle des Klimamanagers bzw. der Klimamanagerin. Außerdem ist die konsequente Umsetzung des Mobilitätsentwicklungsplanes auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes besonders wichtig.“
Jürgen Chmielecki
„Wir brauchen mehr Aufforstung durch Mischwälder. Wir brauchen keine weiteren Windräder, denn dadurch entstehen immer mehr abgeholzte und gerodete Flächen.“
Boris Benkhoff
„So, wie wir das bereits in der vergangenen Legislaturperiode im Rat versucht haben. Da waren unsere mannigfaltigen, sehr guten Anträge zum Klimaschutz und zur Klimaresilienz Dorstens (Schottergärten, ÖPNV, Entsiegelung, Fassadenbegrünung, um nur einige Beispiele zu nennen), die durch die Bank – sogar von den Olivgrünen – abgelehnt wurden. So etwas könnte man auch mit der Brechstange durchsetzen. Leider wird uns der Klimakollaps erst mit voller Wucht ins Gesicht schlagen müssen, damit die herkömmliche Politik anfängt zu arbeiten.“
Maurice Fröhlich
„Dorsten muss auf die immer heißer werdenden Sommer vorbereitet werden. Das bedeutet mehr Schatten spendende Bäume an Fußwegen, mehr Wasser und Trinkbrunnen etc.. Es kann aber auch etwa an Freigaben für Neubauten angesetzt werden, durch Maßgaben von etwa Fassadenbegrünung, PV-Anlagen oder Maßgaben in Bezug auf die energetische Effizienz. Es muss außerdem eine kommunale Wärmeplanung umgesetzt werden, mit Nah- und Fernwärmekonzepten und der Förderung von genossenschaftlichen Modellen zum Betrieb von lokalen Wärmepumpenfeldern.“
Morgen stellen wir die 10. Frage: Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik auf öffentlichen oder stadteigenen Flächen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Am Mittwoch dieser Woche hieß es wieder einmal „Dolce Vita“ im Bürgerpark. „Die Veranstaltungsreihe hat sich wirklich toll entwickelt und kommt bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut an“, so ein Mitglied des Bürgerpark-Vereins.
Eingeladen zur „Dolce Vita“ hatte auch die Sparkasse Vest. Marktbereichsleiter Oliver Göttlich freute sich über rund 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Sparkassen-Familientages, die seiner Einladung gefolgt waren und als kleines Dankeschön kühle Getränke und Würstchen vom Grill genießen konnten. „Fast 100 Ehrenamtliche haben uns bei unserem Fest am 28. Juni unterstützt. Ohne diese freiwilligen Helferinnen und Helfer wäre der Sparkassen-Familientag, der rund 4.000 Menschen in den Bürgerpark lockt, gar nicht zu organisieren. Wir hoffen natürlich, dass wir im kommenden Jahr wieder so viele helfende Hände gewinnen können,“ so Oliver Göttlich.
„Dolce Vita“ findet, bevor es in die Winterpause geht, noch am 3. und 17. September ab 17 Uhr im Bereich der ehemaligen Verkehrsschule statt.
Der Höhenflug von Christina Honsel geht weiter. Die 28-jährige Hochspringerin aus Dorsten hat am Mittwochabend beim Diamond-League-Meeting in Lausanne ihren ersten Sieg in der prestigeträchtigen Serie gefeiert – und das unter widrigsten Bedingungen. Im strömenden Regen meisterte sie 1,91 Meter im ersten Versuch und teilte sich damit den Sieg mit der Australierin Nicola Olyslagers und der Polin Maria Zodzik, wie das Portal Leichtathletik.de berichtete.
„Es war heute sehr nass, aber ich habe beschlossen, mutig zu sein und hoch einzusteigen, und am Ende hat es geklappt“, erklärte die Athletin vom TV Wattenscheid 01 nach dem Wettkampf. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von den Zuschauern, die trotz des Dauerregens ausharrten: „Selbst bei strömendem Regen sind die Zuschauer geblieben. Das war großartig.“
Nächste Premiere in einem Sommer voller Höhepunkte
Für Honsel war es ein historischer Abend: Ihr erster Sieg bei einem Diamond-League-Meeting bringt sie zugleich ins Finale der Serie, das am 27. und 28. August in Zürich ausgetragen wird. Damit setzt sie ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte der vergangenen Wochen fort.
Erst Ende Juli hatte die Dorstenerin in Dresden den deutschen Meistertitel mit einer fehlerfreien Serie bis 1,91 Meter gewonnen. Kurz darauf sorgte sie beim internationalen Hochsprung-Meeting in Heilbronn für Schlagzeilen: Vor der Kulisse des Marktplatzes überquerte sie erstmals in ihrer Karriere die magische Marke von 2,00 Metern – als erste deutsche Hochspringerin seit acht Jahren. Mit dem Sieg, einem neuen Stadionrekord und der Erfüllung der WM-Norm machte sie dort den „Sommer der Superlative“ perfekt.
Weltrekordlerin scheitert, Honsel bleibt souverän
Auch in Lausanne zeigte sich die Ausnahmesportlerin nervenstark. Während Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) ohne gültigen Versuch ausschied, blieb Honsel bis einschließlich 1,91 Meter fehlerfrei. An 1,94 Meter bissen sich alle Athletinnen die Zähne aus.
Damit ist Christina Honsel endgültig in der Weltspitze angekommen. Mit dem Meistertitel, dem historischen Zwei-Meter-Sprung und nun auch ihrem ersten Diamond-League-Sieg unterstreicht die Hochspringerin aus Dorsten eindrucksvoll, dass 2025 ihr Jahr ist.
„Du hast die Wahl – Durch Dich funktioniert Demokratie!“ Unter diesem Motto startet in Dorsten eine überparteiliche Aktion zur Kommunalwahl 2025, die vor allem Erst- und Jungwähler ermutigen soll, ihre Stimme abzugeben.
Organisiert wird die Initiative von den soziokulturellen Zentren Das Leo und Treffpunkt Altstadt, dem Arbeitskreis Jugend (AKJ) mit Sprecher Lambert Lütkenhorst sowie von engagierten Bürgern, vertreten durch Ruth Lange.
„Du hast die Wahl“ mit klaren Botschaften
Wie schon bei früheren Wahlen wollen die Beteiligten politische Bildung fördern und junge Menschen für demokratische Prozesse sensibilisieren. Mit Flyern und Plakaten wird auf die Bedeutung der Stimmabgabe hingewiesen. Die Informationsmaterialien sind bewusst kurz gehalten und klar gestaltet. Sie zeigen die wichtigsten Gründe auf, warum es wichtig ist, wählen zu gehen.
Aktion kommt mit einem Gewinnspiel
Um zusätzliche Aufmerksamkeit zu schaffen, ist die Aktion dabei mit einem Gewinnspiel verbunden. Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost. Darunter sind ein Media-Markt-Gutschein, Kinokarten, Eintrittskarten für die Eishalle und das Erlebnisbad Atlantis sowie Eisgutscheine für das Eiscafé Michele.
Die Flyer und Plakate sollen in den kommenden Tagen unter anderem an Dorstener Schulen verteilt werden. Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen in der Stadt zu erreichen und zu motivieren, bei der Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben.
Am Dienstagnachmittag, 19. August, öffnete das Heimathaus Hervest seine Türen für eine große historische Bilderschau über den Stadtteil Hervest als Industriestandort. Mehr als 300 Fotografien sowie zahlreiche Dokumente und Karten sind in den kommenden zwei Wochen zu sehen.Die Schau findet im Rahmen des Jubiläums zur kommunalen Neuordnung statt.
Ziel der Ausstellung ist nicht allein die Präsentation der Bilder, sondern auch der gemeinsame Austausch über die Vergangenheit. Darauf wies die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs in ihrer Eröffnungsrede hin: „Es ist wichtig, eine Möglichkeit zu haben, sich gemeinsam über unsere Geschichte und Traditionen auszutauschen. Das Heimathaus hat einen Rahmen geschaffen, in dem Gespräche entstehen und Erinnerungen geteilt werden können. Aussagen wie ‚Ja, daran erinnere ich mich‘ oder ‚Nein, das war ganz anders‘ sind hier ausdrücklich erwünscht.“
Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Brief ließ sich die Fotos im Heimathaus Hervest zeigen. Foto: Christian Haug
Aufstieg und Wandel in Hervest
Der Stadtteil Hervest blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits vor Beginn des Kohleabbaus waren dort drei große Unternehmen ansässig: die Dorstener Eisengießerei, die Dorstener Maschinenbauerei sowie Stevens & Schürholz. Um 1900 beschäftigten diese Firmen bereits rund 300 Mitarbeiter. Mit der Entdeckung eines großen Steinkohlevorkommens im Jahr 1899 stieg der Bedarf an Arbeitskräften erheblich. Zwischen 1912 und 1922 entstanden daher rund um die Zeche etwa 700 neue Wohnungen. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Bevölkerung von 2.877 auf 6.704 Einwohner.
Mit dem Ende des Bergbaus begann eine schwierige Phase. Viele Arbeitsplätze fielen weg, zudem mussten auch große Betriebe wie die Eisengießerei schließen. Hervest stand vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Ein neu erschlossenes Gewerbegebiet bot Raum für alteingesessene und neue Unternehmen. Auf dem ehemaligen Zechengelände entwickelte sich das CreativQuartier Fürst-Leopold. Darüber hinaus siedelten sich in Hervest Fitnessstudios, große Supermärkte und weitere Dienstleister an.
Besuch im Heimathaus Hervest
Wer die Industriegeschichte von Hervest kennenlernen möchte, hat dazu bis zum 29. August Gelegenheit. Das Heimathaus an der Glück-Auf-Straße 376 ist täglich von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Für größere Gruppen können Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten vereinbart werden. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 0176 5443 4163 möglich.
Dorstener Jugendliche, die hinaus in die Welt ziehen – und junge Menschen aus aller Welt, die nach Dorsten kommen: Der Rotary Club macht es möglich. Drei Geschichten zeigen, wie prägend ein Auslandsjahr sein kann.
Lilli zurück aus Argentinien
Für Lilli Mosdzien war der 20. August 2024 ein Einschnitt. Mit 16 Jahren stieg sie ins Flugzeug nach Argentinien und ließ Dorsten für ein Jahr hinter sich. In Totoras, einer Kleinstadt in der Provinz Santa Fe, wurde sie Teil einer Gastfamilie, ging aufs Colegio San José und fand in den Boulevards und auf der zentralen Plaza ein zweites Zuhause.
Lilly mit einer Bekannten aus Australien, die auch über den Rotary Club nach Argentinien gekommen war. Foto: privat
Sie spielte Hockey im Verein, trank abends Mate mit Freunden und lernte Argentinien auf einer großen Rundreise kennen. „Wir waren 50 Jugendliche, die Fremde waren und am Ende eine Familie wurden“, erzählt sie. Neben Schule und Freundschaften war auch soziales Engagement Teil ihres Alltags: Mit dem örtlichen Interact-Club sammelte sie Flaschendeckel, die später zu Brillenrahmen für Kinder verarbeitet wurden. Zehn Monate später ist sie zurück in Dorsten – und überzeugt: „Ich habe in Argentinien ein zweites Zuhause gefunden.“
Mathildas Aufbruch nach Peru
Während Lilli wieder „Hallo“ sagt, hat Mathilda Schwieren aus Rhade gerade „Adiós“ gesagt. Sie ist 15 Jahre alt, besucht das St. Ursula-Gymnasium und lebt seit Ende Juli in Arequipa, Peru. Für sie beginnt das Abenteuer erst. Ursprünglich standen die USA oder Australien auf ihrer Wunschliste, doch dann inspirierte sie Lillis Erzählung, selbst nach Südamerika zu gehen. Jetzt wohnt sie bei einer Gastfamilie, besucht eine peruanische Schule und ist eingetaucht in eine neue Sprache, eine neue Kultur und eine völlig andere Alltagswelt.
Mathilda auf der Parade in Arequipa: Mathilda Schwieren (15) erlebt in Peru ihr Wunschjahr – ein Abenteuer vor einer Million Menschen. Foto: Rotary Club
Auf einer Parade stand sie gleich zu Beginn mitten im Geschehen – vor Hunderttausenden Menschen in buntem Treiben. Ihre Kamera, ein Kuscheltier und ein Erinnerungsalbum begleiten sie durch die ersten Monate. Die Distanz zur Heimat, auch über Weihnachten, gehört dazu. „Es ist eine riesige Chance, über sich hinauszuwachsen“, sagt sie.
Giordana aus Brasilien in Dorsten
Noch ganz neu in Dorsten ist Giordana aus Capanema in Brasilien. Die 16-Jährige kam vor wenigen Tagen mit dem Koffer am Flughafen Frankfurt an und wohnt nun bei einer Gastfamilie in Dorsten. Ihre Leidenschaften sind Tanz, Literatur und Kunst. In Brasilien hat sie Ballett unterrichtet und im Jugendclub Interact Projekte mitorganisiert. Jetzt freut sie sich darauf, Deutsch zu lernen und gleichzeitig ein Stück brasilianische Kultur einzubringen. „Ich möchte mich einbringen und teilen, was mich ausmacht“, sagt sie – und ihr Lächeln macht deutlich, dass sie es ernst meint.
Giordana bei der Ankunft mit brasilianischer Flagge. Foto: Rotary Club
Drei Geschichten, eine Botschaft
Eine Rückkehr, ein Aufbruch, ein Neubeginn – und alle drei zeigen, worum es beim Rotary-Jugendaustausch geht: nicht nur ein anderes Land zu sehen, sondern ein Stück davon in sich zu tragen. „Wir sind stolz, mit Lilli, Mathilda und Giordana drei junge Menschen zu begleiten, die Mut zeigen, Neues wagen und Freundschaften über Grenzen hinweg schließen“, betont Clubpräsident Rudolf Askemper. Sein Appell an andere Jugendliche ist eindeutig: „Traut euch. Bewerbt euch. Es lohnt sich.“
Infos und Bewerbungen
Weitere Informationen zum Jugendaustausch des Rotary Clubs erhält man per Mail unter📧 [email protected]
In einer Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor. Dieses Mal dabei: „Nobody 2“, „Was ist Liebe wert – Materialists“ und „Bring her back“.
Diese Woche gibt es im Kino Dorsten den Actionfilm „Nobody 2“, den romantischen Film „Was ist Liebe wert – Materialists“ und den Horrorfilm „Bring her back“.
„Nobody 2“
Foto: Constantin
Bob Odenkirk kehrt in der knallharten Fortsetzung NOBODY 2 als Ehemann, Vater und Workaholic-Auftragskiller Hutch Mansell zurück. Auf der Suche nach entspannter Familienauszeit gerät der unterschätzte Teilzeit-Hitman an einen skrupellosen Gangsterboss und knüpft mit handfesten Argumenten nahtlos an den Nummer-eins-Überraschungserfolg von 2021 an.
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Die Hauptrollen spielen Marc Provissiero, Braden Aftergood, Bob Odenkirk, u.a.. Regie führte Timo Tjahjanto.
„Nobody 2“ läuft im Kino Dorsten täglich um 18 Uhr und 20.15 Uhr; Freitag und Samstag auch um 22:45 Uhr. FSK:16.
Mit der Liebe kennt sich Lucy (Dakota Johnson) aus – also jedenfalls rein beruflich, denn die New Yorkerin arbeitet für eine renommierte Partnervermittlung. Sie ist absoluter Profi, und dieser Ruf eilt ihr auch voraus. Wer auf der Suche nach der großen Liebe ist, lässt sich von Lucy passende Dates arrangieren – vorausgesetzt, die eigene Brieftasche ist ausreichend gefüllt. Lucys Expertise und Gespür für perfekte Matches sind bei den Reichen und Einflussreichen äußerst gefragt. Doch ihr Leben gerät ins Wanken, als sie in ein Liebesdreieck verwickelt wird. Plötzlich ist sie hin- und hergerissen zwischen einem nahezu perfekten, wohlhabenden Mann (Pedro Pascal) und ihrem alles andere als perfekten Ex-Freund (Chris Evans).
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Die Hauptrollen spielen Dakota Johnson, Chris Evans, Pedro Pascal u.a.. Regie führte Celine Song.
„Was ist Liebe wert“ läuft im Kino Dorsten täglich um 17.30 Uhr und 20 Uhr; Freitag und Samstag zusätzlich um 22.15 Uhr. FSK: 0.
Ein Bruder und eine Schwester entdecken im abgelegenen Haus ihrer neuen Pflegemutter ein verstörendes Ritual. In den Hauptrollen sind Billy Barratt, Sora Wong, Jonah Wren Phillips, Sally-Anne Upton, Stephen Phillips, Mischa Heywood und Sally Hawkins zu sehen.
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Die Hauptrollen spielen Sally Hawkins, Billy Barratt, Sora Wong u.a.. Regie führten Danny Philippou und Michael Philippou.
„Bring her back“ läuft im Kino Dorsten täglich um 20; Freitag und Samstag auch um 22.30 Uhr. FSK: 18.
31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 7 zur Stadtentwicklung und Infrastruktur. Welche Pläne haben Sie für die Entwicklung einzelner Ortsteile wie Wulfen, Holsterhausen, Hervest oder Rhade?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Welche Pläne haben Sie für die Entwicklung einzelner Ortsteile wie Wulfen, Holsterhausen, Hervest oder Rhade?
Tobias Stockhoff
„Ich beginne im Norden: Mit dem Förderprogramm Dorfentwicklung können wir Rhade und Lembeck wichtige Zukunftsimpulse geben. In Rhade wollen wir die Nahversorgung rund um Aldi und Edeka stärken. Ein Mischgebiet und das Wohngebiet Klever Straße / Debbingstraße werden den Ort weiterentwickeln.
In Wulfen wollen wir das „Matthäus-Quartier“ gegenüber der Montessori-Schule entwickeln. Nach dem Abriss des ehemaligen Matthäusheims können wir dort eine zentrale Fläche in der Dorfmitte überplanen.
In Holsterhausen und Hervest haben wir mit dem Blauen See einen Schatz, der noch nicht gut zur Geltung kommt. Hier müssen wir zukunftsfeste Ideen entwickeln. Der Stadtteil Holsterhausen bräuchte zudem noch ein Neubaugebiet.
In Hervest können wir wirtschaftliche Potenziale heben mit der Entwicklung von Gewerbeflächen nördlich der ehemaligen Zechenfläche. Im Dorf Hervest möchte ich zusätzliche Wohnbauflächen auf den Weg bringen und auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Realschule sollen in Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Marienviertel moderne Wohnformen entstehen. Potenziale für die Wirtschaft haben wir außerdem auf den Schürholz- / Dekowe-Flächen an der Marienstraße. Hier wollen wir kluge Konzepte entwickeln. Südlich der Lippe haben wir mit dem Stadterneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ in den letzten Jahren ganz viel Zukunft geschaffen. Hier wird es in den nächsten Jahren vor allem um Sicherung im Bestand gehen. Auf der Hardt und in Altendorf-Ulfkotte entwickeln wir noch Neubaugebiete.
All das ist nicht abschließend. Unter www.cdu-dorsten.de findet man weitere Ziele – für alle elf Stadtteile!“
Julian Henning Fragemann
„In Wulfen ist die Revitalisierung des Wulfener Marktes die zentrale Herausforderung. In Rhade soll ein neues Gewerbegebiet verwirklicht werden; ein sogenannter Handwerkerhof kann hier entstehen. Auch ein Ärztehaus sowie eine Apotheke werden dringend gebraucht. Im Marienviertel ist endlich die Umsetzung der lang geplanten Neuansiedlung für Jung und Alt (altes Gelände der Realschule) erforderlich.
Bezüglich der Zechensiedlung und des Zechengeländes in Hervest gilt es, die gute Entwicklung weiterzuführen und zu festigen. Ein Ausbau des ÖPNV-Angebotes bzw. der Beförderungsmöglichkeiten insgesamt (siehe hierzu auch Punkt 8) ist für Holsterhausen, aber sicherlich auch für das gesamte Stadtgebiet, ein zentrales Thema für die nächste Zeit“.
Claas Römer
„Jeder Stadtteil in Dorsten hat seine eigenen Herausforderungen. In Rhade und Lembeck will ich die bereits angestoßenen Projekte zur laufenden Dorfentwicklung weiter konstruktiv gestalten. In Wulfen wird die Entwicklung des Wulfener Markts in den nächsten Jahren die größte städtebauliche Herausforderung sein. Für alle Stadtteile sind die Anbindung an den ÖPNV und eine ausreichende Nahversorgung wichtig.“
Jürgen Chmielecki
(keine Antwort zu dieser Frage eingereicht)
Boris Benkhoff
„Für jeden unserer elf wunderschönen Stadtteile haben wir verschiedenste Pläne in unseren schweren, grauen Aktenschränken. Ich nenne hier nur stichprobenartig drei Beispiele: Altstadt – Mercadenabriss, Altendorf – Umsiedelung, Barkenberg – Freizeitpark.“
Maurice Fröhlich
„Der aktuelle Weg, den die Stadt mit den Dorfentwicklungsplänen geht, ist eine gute Möglichkeit, die Menschen vor Ort in ihre Quartiersentwicklung einzubinden. Das möchte ich so, oder in ähnlicher Weise weiterführen, denn wie einzelne Ortsteile entwickelt werden sollen, das wissen die Menschen vor Ort am besten. Besonders geachtet werden muss allerdings unter allen Umständen auf die Anbindung auch äußerer Stadtteile an das gesamtstädtische Geschehen. Das bedeutet Nahverkehr, Versorgung mit Lebensmitteln und gesundheitlichen Diensten und kulturellen Angeboten.“
Morgen stellen wir die Frage: Wie wollen Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im gesamten Stadtgebiet stärken, insbesondere in den Außenbereichen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Am Dienstagabend (19. August) kam es in einem Linienbus in Dorsten-Wulfen zu einem Vorfall sexueller Belästigung. Nach Angaben der Polizei wurde eine 16-Jährige aus Dorsten gegen 22.30 Uhr von einem unbekannten Fahrgast bedrängt.
Die Jugendliche war gemeinsam mit zwei Freundinnen am Busbahnhof in Dorsten in einen Bus in Richtung Wulfen eingestiegen. Als sie an der Haltestelle „Großer Ring“ aussteigen wollte, fasste ihr ein Mitfahrer an das Gesäß und zog an ihrem Rock. Der Mann verließ den Bus ebenfalls und flüchtete anschließend in Richtung einer nahegelegenen Tankstelle.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu dem Täter geben können. Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, kräftige Statur, dunkelhäutig. Bekleidet war er mit einem weißen Pullover, einer langen schwarzen Hose und einer schwarzen Baseballkappe. Zudem trug er einen schwarzen Rucksack.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.