In Dorsten wurde am Dienstagnachmittag ein 9-jähriges Mädchen von einem Auto erfasst und leicht verletzt. Der Autofahrer oder die Autofahrerin entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Ein Zeuge notierte das Kennzeichen. Die Polizei ermittelt.
Unfall vor Bushaltestelle
Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 14.30 Uhr auf dem Söltener Landweg. Das 9-jährige Mädchen wollte laut Mitteilung der Polizei die Straße an der Bushaltestelle „Söltener Landweg“ überqueren, um in einen wartenden Bus einzusteigen. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst, das von rechts kam.
Das Kind stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Der Fahrer oder die Fahrerin fuhr nach dem Zusammenstoß weiter, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern.
Zeuge notiert Kennzeichen
Die Polizei wurde am frühen Dienstagabend über den Vorfall informiert. Ein Zeuge hatte das Kennzeichen des flüchtigen Fahrzeugs notiert. Ob der Halter des Wagens auch gefahren ist, wird derzeit ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.
Zeugenaufruf
Zeugen des Unfalls sowie der gesuchte Fahrer oder die gesuchte Fahrerin werden gebeten, sich beim zuständigen Verkehrskommissariat unter der Telefonnummer 0800 / 2361 111 zu melden.
„Die Vorstellung, dass ein Kind an Krebs erkrankt, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Dennoch passiert es rund 2.200-mal pro Jahr, dass Familien diese Diagnose hören und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird“, bedauert Anja von Kampen. „Neben der Behandlung stellen sich auch soziale Fragen. Wie kann das Leben des erkrankten Kindes weiter schön und lebenswert bleiben, selbst wenn ein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig ist?“
Mit der bekannten Kinderbuchautorin Anja von Kampen hatte ich bereits im letzten Jahr Kontakt, als die bundesweite Initiative Knietzschifizierung auch Dorsten erreichte. Damals ging es bei Anja und ihrem kleinen Philosophen um das Thema Tod.
Knietzsche bringt Kindern Themen näher, bei denen sich Erwachsene oft schwertun, sie mit ihnen zu besprechen. In Anjas kleinen Büchern findet er die richtigen Worte, um das Schwere leicht verständlich zu machen. Ehrlich, tröstlich und so, dass Kinder Spaß daran haben.
Anja van Kampen. Foto: vision x
Knietsche und sein Kampf gegen den Kinderkrebs
Anjas und Knietzsches neueste, kleine Geschichte handelt von Knietzsches Kampf, stellvertretend für den von vielen Kindern, die Krebs haben. Zusammen schafft man so eine Ausnahmesituation leichter zu bewältigen. Ein sehr schönes Beispiel aus dem echten Leben sind Hanna, ihre Familie und ihre Schulklasse. „Die Achtjährige wurde für längere Zeit im Krankenhaus behandelt, weil sie einen Hirntumor überstehen musste“, erzählt mir Anja. Hanna konnte aber dennoch von dort am Unterricht teilnehmen und wurde von ihren Freunden und Schulkameraden nicht vergessen. Denn ganz wichtig ist bei (Kinder-)Krebs das Miteinander, denn Krebs ist nicht ansteckend.
Dr. Katrin Sawitzki, Leitung Senologie/ Brustzentrum St.-Elisabeth-Krankenhaus: „Während einer Behandlung habe ich immer wieder erlebt, wie hilfreich alle positiven Erlebnisse und Gefühle sind, so wie es auch in dem Büchlein so schön dargestellt ist“. Foto: KKRN
„Hannas Geschichte ist so, wie es sich jedes Kind für sich wünschen würde, falls der Krebs sich auch in ihrem Körper breit macht. ‚Knietzsche und der Kinderkrebs‘ ist ein Ratgeber, damit alle Kinder Bescheid wissen und sich unterstützend verhalten, falls der Krebs irgendwo in ihrem Umfeld zuschlägt“, fährt Anja fort. „Denn oft wissen sie nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Das Minibuch könnte genauso gut auch ‚Knietzsche und der Krebs‘ heißen, denn es hilft, glaube ich, immer, wenn die Krankheit zuschlägt und Kinder involviert sind, auch wenn es zum Beispiel ein Elternteil ist.“
Lambert Lütkenhorst, Vorsitzender Hospiz Freundeskreis Dorsten e.V: „Bereits im letzten Jahr kam Anja von Kampens Buch „Knietzsche und der Tod“ sehr gut in Dorstens Schulen an“. Foto: privat
Den Ratgeber versendet die Deutsche Kinderkrebsstiftung kostenlos. Sie engagiert sich schon seit 30 Jahren für krebskranke Kinder, steht Betroffenen und ihren Familien zur Seite und unterstützt Forschungsprojekte zur Verbesserung der Heilungschancen und Behandlungsmethoden krebskranker Kinder und Jugendlicher. Deshalb schenkt die Stiftung Schulen, Familien und allen Interessierten das Minibuch der Kinderbuchautorin Anja von Kampen. „Knietzsche und der Kinderkrebs“ ist auf der Welt, um Wissen zu vermitteln und Anregungen für ein liebevolles Miteinander zu geben.“
Einheitliche Handyregeln bis Herbst 2025: Schulministerium NRW setzt auf klare, altersgerechte Vorgaben
Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen bis Herbst 2025 verbindliche und altersgerechte Regeln für die private Handynutzung entwickeln und in ihre Schulordnungen aufnehmen. Das Schulministerium unterstützt diesen Prozess mit Leitlinien und einer beispielhaften Handyordnung. Für Grundschulen und die Primarstufe an Förderschulen empfiehlt das Ministerium, Handys grundsätzlich in der Schultasche zu lassen.
Klare Leitlinien für den Schulalltag
Wie das Ministerium für Schule und Bildung mitteilte, seien die Schulen aufgefordert, schulintern einen Abstimmungsprozess zu starten, der in verbindlichen Regeln zur privaten Handynutzung münden solle. Diese müssten dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Schulministerin Dorothee Feller betonte: „Handys sind aus dem Leben junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, dass wir an unseren Schulen einen verantwortungsvollen und altersgerechten Umgang damit finden.“
Für die Primarstufe empfiehlt das Ministerium, die private Nutzung von Handys und Smartwatches im Schulgebäude und auf dem Schulgelände grundsätzlich nicht zu erlauben. Ausnahmen – etwa zur Kommunikation mit Eltern oder bei medizinischer Notwendigkeit – seien möglich.
Unterstützung durch Musterregelungen
Das Ministerium stelle den Schulen zur Orientierung mögliche Regeln sowie eine exemplarische Handyordnung zur Verfügung, hieß es weiter. Diese könnten an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Viele Schulen hätten bereits Regelungen getroffen und damit positive Erfahrungen gesammelt.
Schulministerin Dorothee Feller. Foto: Land NRW
Da Schulformen, Altersgruppen und pädagogische Konzepte unterschiedlich seien, bedürfe es individueller Lösungen. Feller erklärte: „Für unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler muss die Schule ein besonderer Schutzraum sein, in dem sie sich ohne Ablenkung auf das Lernen und das gemeinsame Miteinander konzentrieren können.“
Beteiligung aller Schulakteure erwünscht
Empfohlen werde ein partizipativer Ansatz: In Arbeitsgruppen mit Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie gegebenenfalls Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern sollen bestehende Regelungen überprüft und neue entwickelt werden. Dabei sollen unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Nutzung im Unterricht, auf dem Pausenhof und in Freistunden
Festlegung von handyfreien Zonen
Regelungen für den Umgang mit Verstößen
Kommunikationswege bei Notfällen
Die Ergebnisse sollen anschließend in Lehrerkonferenzen und Versammlungen vorgestellt werden. Die Schulkonferenz treffe die endgültige Entscheidung.
Demokratiebildung und Medienkompetenz im Fokus
Feller hob hervor, dass dieser Prozess nicht nur die Regelung der Handynutzung betreffe, sondern auch ein Beitrag zur Demokratiebildung sei. Schülerinnen und Schüler lernten, Perspektiven zu hinterfragen und Verantwortung für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen.
Zudem fördere der Prozess die Medienkompetenz: „Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit der eigenen Handynutzung und ihrem Medienverhalten auseinander“, so Feller. Auch Eltern könnten sich aktiv in die Diskussion einbringen.
Weiterer Austausch geplant
Zum Abschluss erklärte die Ministerin, man werde die Umsetzung beobachten und bei Bedarf nachjustieren. Auch der Austausch mit der Wissenschaft und anderen Bundesländern solle fortgeführt werden: „Klar ist für mich, dass wir das Thema nicht auf die lange Bank schieben dürfen. Deswegen handeln wir jetzt.“
Über 70 Gäste folgten der Einladung der BiBi am See und erlebten eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit. Im Mittelpunkt standen die wiederentdeckten Fotografien von H.J. Bolte, der Barkenberg in den Jahren 1975 bis 1980 dokumentiert hat.
Die Aufnahmen wurden von Reinhard Schwingenheuer und Christian Gruber fachkundig und mit viel Humor präsentiert. Unter dem Motto „Weißt du noch?“ kamen die Besucher schnell ins Gespräch. Erinnerungen wurden lebendig — an die Blaue Schule, die Metastadt und das markante Habiflex-Gebäude. Die Bilder gaben Anlass, die architektonischen und städtebaulichen Besonderheiten der Neuen Stadt Wulfen erneut zu würdigen.
Doch nicht nur Gebäude und Stadtplanung in Barkenberg sorgten für Gesprächsstoff. Auch die Mode der 70er Jahre zauberte so manchem Gast ein Schmunzeln ins Gesicht. Für viele war der Abend mehr als nur eine Fotoschau — es war eine Reise in die eigene Vergangenheit, geprägt von Nostalgie, Austausch und gemeinsamen Erinnerungen.
In einer Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor. Dieses Mal dabei: „Funny Birds“, „The Woman in the Yard“ und „Minecraft“.
Diese Woche gibt es im Kino Dorsten das Familiendrama „Funny Birds“ und den Horrorthriller „The Woman in the Yard“. Zudem können Minecraft-Fans die Vorschau ihrer Videospielverfilmung sehen.
„Funny Birds – Das Gelbe vom Ei“
Foto: Filmwelt
Die 20-jährige Charlie kehrt auf die Farm ihrer Familie in Virginia zurück, um ihrer kranken Mutter zu helfen. Die beiden haben unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Nach langer Zeit taucht Solange, Charlies Grossmutter, auf der Farm auf… Solange hat Amerika verlassen, als ihre Tochter noch ein Kind war. Können die drei Frauen, die scheinbar nichts verbindet, zusammenleben?
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Die Hauptrollen spielen Catherine Deneuve, Andrea Riseborough, Morgan Saylor u.a.. Regie führteMarco La Via und Hanna Ladoul.
„Funny Birds“ läuft im Kino Dorsten täglich um 18 Uhr; Sonntag zusätzlich um 13 Uhr. FSK: 12.
„Heute ist der Tag!“, verkündet die ganz in Schwarz gekleidete Frau, die wie aus dem Nichts im Vorgarten der Familie aufgetaucht ist. Die gespenstische Erscheinung wirft Fragen auf: Woher kommt sie? Was will sie? Wann wird sie wieder gehen? Nur sie kennt die Antworten. Antworten, die man besser fürchten sollte.
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Die Hauptrolle spielen Danielle Deadwyler, Okwui Okpokwasili, Russell Hornsby u.a.. Regie führte Jaume Collet-Serra.
„The Woman in the Yard“ läuft im Kino Dorsten täglich um 20.30 Uhr; Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr. FSK: 16.
Willkommen in der Welt von Minecraft, in der Kreativität nicht nur beim Gestalten hilfreich ist, sondern sogar überlebenswichtig! Die vier Außenseiter Garrett „The Garbage Man“ Garrison (Momoa), Henry (Hansen), Natalie (Myers) und Dawn (Brooks) schlagen sich mit ganz gewöhnlichen Problemen herum. Doch eines Tages werden sie durch ein geheimnisvolles Portal in die Oberwelt hineingesogen: ein bizarres, würfelförmiges Wunderland, das durch ihre Fantasie gedeiht. Um wieder zurück nach Hause zu gelangen, müssen sie diese Welt überwinden – und sich gegen bösartige Wesen wie Piglins und Zombies zur Wehr setzen. Unerwartete Unterstützung erhalten sie auf ihrer fantastischen Suche von Steve (Black), einem erfahrenen „Crafter“. Ihr gemeinsames Abenteuer stellt die fünf Gefährten vor die Herausforderung, Mut zu beweisen und sich auf die kreativen Qualitäten zu besinnen, die jeden Einzelnen von ihnen ausmachen – denn genau diese Eigenschaften brauchen sie, um auch in der realen Welt erfolgreich zu sein.
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Die Hauptrolle spielen Jason Momoa, Emma Myers, Danielle Brooks u.a.. Regie führteJared Hess.
„Minecraft“ läuft im Kino Dorsten als Vorpremiere am Mittwoch, 02.04.2025 um 17.45 Uhr und 20 Uhr. FSK: 6.
Gewalt im Sport ist ein Thema, das zunehmend Besorgnis erregt. Verbalen Attacken und körperlichen Übergriffen sind längst nicht mehr nur Randerscheinungen, sondern belasten Sportler, Zuschauer, Trainer und Funktionäre gleichermaßen. Um dieser bedenklichen Entwicklung entgegenzuwirken, haben der Kreissportbund Recklinghausen und der Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) im Kreis Recklinghausen die Kampagne „Gegen Gewalt im Sport“ gestartet.
Unterstützt wird diese Initiative von den Bürgermeistern der zehn Städte des Kreises sowie von Landrat Bodo Klimpel. Sie alle eint eine klare Botschaft: „Sport verbindet, begeistert und schafft Gemeinschaft. Gewalt hat darin keinen Platz. Wir stehen gemeinsam für Fairness, Respekt und ein sicheres Miteinander auf und neben dem Spielfeld.“
Die Aktion richtet sich nicht nur an den Fußball, sondern an alle Sportarten im Kreis. Auf Initiative des Kreissportbundes und des FLVW sind engagierte Vertreter unterschiedlichster Disziplinen zusammengekommen, um Maßnahmen für mehr Respekt und Fairness zu entwickeln. Ziel ist es, konkrete Regelungen und Leitlinien für einen respektvollen Umgang zu erarbeiten und das Bewusstsein für ein friedliches Miteinander zu schärfen.
Ein sichtbares Zeichen dieser gemeinsamen Haltung ist eine groß angelegte Plakataktion, die derzeit im gesamten Kreisgebiet zu sehen ist. Mit prägnanten Botschaften wird daran erinnert, dass Gewalt im Sport nichts zu suchen hat. Die Bürgermeister und der Landrat treten dabei als prominente Unterstützer auf und rufen zur aktiven Teilnahme auf.
„Wir brauchen viele Mitstreiter, um dem Thema Gewalt im Sport entschlossen entgegenzutreten. Jeder ist aufgerufen, sich zu beteiligen – unabhängig von der Sportart“, betonen Klaus Schild vom Kreissportbund und Dominik Lasarz vom FLVW.
Der FLVW Kreis Recklinghausen übernimmt innerhalb der Projektgruppe eine führende Rolle und arbeitet gemeinsam mit Vereinen, Sportverbänden und engagierten Bürgern daran, Sport als das zu erhalten, was er sein soll: ein Ort der Freude, des Respekts und der Gemeinschaft.
Die geplante EU-weite Reform der Führerscheinregeln bringt Erleichterungen für ältere Autofahrer. Nach langen Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und den Mitgliedsstaaten steht fest: Es wird keine verpflichtenden Gesundheits- oder Fahrtests für Senioren am Steuer geben.
Ursprünglich hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, Führerscheine von Menschen über 70 Jahren alle fünf Jahre zu überprüfen und dafür verpflichtende Gesundheitstests einzuführen. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf Widerstand – auch aus Deutschland. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte sich klar gegen verpflichtende Fahrtests ausgesprochen und eine freiwillige Lösung bevorzugt.
Führerschein bleibt 15 Jahre gültig
Künftig wird der EU-Führerschein 15 Jahre gültig sein. Für die Verlängerung können die Mitgliedsländer ärztliche Untersuchungen verlangen – müssen es aber nicht. Alternativ kann auch eine Selbstauskunft über den eigenen Gesundheitszustand genügen. Dieser Kompromiss soll den unterschiedlichen Vorstellungen in den Mitgliedsstaaten Rechnung tragen.
Der Führerschein bleibt künftig 15 Jahre gültig. Symbolfoto: pixabay
Mehr digitale Lösungen und neue Standards
Ein weiterer Bestandteil der Reform: Bis 2030 soll ein digitaler EU-Führerschein Standard werden. Autofahrer sollen ihre Fahrerlaubnis dann über das Smartphone abrufen können. Wer möchte, kann aber auch weiterhin einen physischen Führerschein beantragen. Außerdem wird in allen EU-Ländern eine einheitliche Probezeit von zwei Jahren eingeführt, die nach bestandener Prüfung gilt.
Kritik und Diskussion
Verkehrssicherheitsverbände und Teile der Politik äußern Kritik am Verzicht auf verpflichtende Tests für Ältere. Sie verweisen auf Studien, die zeigen, dass mit zunehmendem Alter Reaktionsvermögen und Konzentrationsfähigkeit nachlassen können. Die EU hingegen betont, dass das Thema Altersdiskriminierung bei den Beratungen eine Rolle spielte – und dass Gesundheitsprobleme nicht allein eine Frage des Alters sind.
Wie geht es weiter?
Bevor die neuen Regeln endgültig in Kraft treten, müssen sie noch formal vom Rat der Mitgliedstaaten und vom Europäischen Parlament angenommen werden. Das gilt jedoch als Formsache.
Die EU setzt beim Thema ältere Autofahrer auf Vertrauen und Eigenverantwortung statt auf Zwang. Ob die freiwillige Lösung reicht, um die Sicherheit auf Europas Straßen zu gewährleisten, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Anteil älterer Autofahrer steigt stetig
In Europa sind derzeit rund 100 Millionen Führerscheine im Umlauf. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass der Anteil älterer Autofahrer stetig steigt. In Deutschland besitzen laut Statistischem Bundesamt über neun Millionen Menschen im Alter von über 70 Jahren einen Führerschein – Tendenz steigend.
Das schlägt sich auch in den Unfallzahlen nieder: Im Jahr 2024 wurden im Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop 413 Seniorinnen und Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt. Das ist eine Steigerung von über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Am 21. März wird weltweit der Internationale Tag gegen Rassismus begangen — ein Tag, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam Haltung gegen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung zeigen. Auch das AWO Seniorenzentrum Barkenberg hat sich in diesem Jahr klar positioniert und ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt gesetzt.
In Kooperation mit der Gesamtschule Wulfen entstand ein kreatives Projekt, das Generationen miteinander verbindet: Schülerinnen und Schüler der „Schüler-AG“ gestalteten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenzentrums farbenfrohe Mandalas und aussagekräftige Statements für Toleranz und Akzeptanz. Das Ergebnis: Bunte Fenster im Eingangsbereich des AWO Seniorenzentrums, die für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar die Botschaft „Kein Platz für Rassismus“ transportieren.
Doch das Engagement ging noch weiter. Im Rahmen dieser besonderen Woche durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner täglich über internationale Nachspeisen freuen. Ob polnische, dänische oder indische Desserts – die kulinarische Vielfalt sorgte nicht nur für Gaumenfreuden, sondern regte auch zu spannenden Tischgesprächen über fremde Kulturen und neue Perspektiven an.
In der Nacht auf Montag, 24. März, kam es an der Köhler Straße in Dorsten-Wulfen zu einem Einbruch in ein Bürogebäude.
Zwei bislang unbekannte männliche Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt, indem sie ein Fenster aufhebelten. Im Inneren des Gebäudes durchsuchten sie mehrere Schränke im Büro- sowie im Aufenthaltsraum und erbeuteten Bargeld.
Anschließend flüchteten die Täter auf demselben Weg, den sie ins Gebäude genommen hatten. Zeugen berichten, dass einer der Täter etwa 1,75 Meter groß und kräftig gebaut war, während der zweite Mann etwas kleiner sein soll.
Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe und sucht Zeugen, die in der Nacht auf Montag verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Einbrechern geben können.
Hinweise zum Einbruch nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.
34 Schüler und drei Lehrkräfte der Gesamtschule Wulfen haben an einem dreitägigen Digital-Detox-Projekt teilgenommen. Ziel sei es, den eigenen Medienkonsum bewusst zu reflektieren und Alternativen zur Smartphone-Nutzung zu entdecken.
Die Projektleitung integrierte laut Mitteilung der Gesamtschule Wulfen vom 24.03.2025 Medienpädagoge Martin Reuer, der das Konzept gemeinsam mit dem Lokalradio Vest bereits im Vorjahr in einer kürzeren Version erprobt hatte.
Einstieg mit Handysammelbox und Erwartungsrunde
Zu Beginn des Projekts gaben die Teilnehmenden ihre Smartphones ab. Es folgt eine erste Reflexion über die eigenen Erwartungen und möglichen Herausforderungen. Viele Schülerinnen und Schüler hatten sich laut Mitteilung der Schule zunächst unsicher gezeigt – doch bereits am ersten Tag hatten sich die meisten offen auf das Experiment eingelassen.
Wir man drei Tage ohne ein Handy auskommt, interessierte auch die WDR-Lokalzeit, die die Gesamtschule Wulfen besuchte und einen Beitrag drehte. Foto: GSW
Bildschirmzeit zwischen einer und neun Stunden
Eine Analyse der individuellen Bildschirmzeiten ergab große Unterschiede: Die tägliche Nutzung habe zwischen einer und neun Stunden gelegen. Diese Erkenntnisse hätten einen guten Ausgangspunkt für die anschließenden Gespräche und Gruppenarbeiten geboten, so die Projektleitung.
Erwachsene verzichten auf – bewusstes Zeichen
Auch Martin Reuer und die Digitalisierungsbeauftragte Dr. Katlen Schwane verzichteten für die Projektdauer bewusst auf ihre Smartphones. Damit wollte sie ein Zeichen setzen und sich in die Lage der Schülerinnen und Schüler versetzen. „Ein Leben ohne ständige digitale Erreichbarkeit ist auch für Erwachsene herausfordernd – aber zugleich eine bereichernde Erfahrung“, betonte Reuer.
Austausch, Kreativität und persönliche Gespräche
Im Mittelpunkt des Projekts stehen intensive Reflexionsrunden, Diskussionen und gemeinsame Aktivitäten. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Fragen wie: Wie oft denke ich an mein Handy? Was veränderte sich im Alltag ohne digitale Ablenkung? Welche Alternativen gibt es zur Smartphone-Nutzung? Viele nutzen die gewonnene Zeit für persönliche Gespräche, kreative Beschäftigungen oder bewusstes Inneres. Auch jene Jugendlichen, die ihr Handy nicht abgegeben hatten, wurden in die Diskussion einbezogen – ihre Perspektiven bereicherten die Auseinandersetzung mit dem Thema zusätzlich.
WDR berichtet über das Projekt
Am zweiten Projekttag besuchte ein Team der WDR Lokalzeit die Gruppe und sprach mit den Teilnehmenden über ihre bisherigen Erfahrungen. Der TV-Beitrag soll am 9. April im Abendprogramm des WDR ausgestrahlt werden und die Eindrücke von Schülern, Lehrkräften und Projektleitung dokumentieren.
Ausblick: Digital-Detox als fester Bestandteil?
Schulleiter Hermann Twittenhoff und die didaktische Leiterin Susanne Öngören zeigen sich laut Mitteilung beeindruckt vom Verlauf des Projekts. Beide könnten sich vorstellen, das Digital-Detox-Angebot künftig jährlich in der Fastenzeit zu etablieren. „Es war beeindruckend zu sehen, wie die Schüler mit der Herausforderung umgingen und welche positiven Effekte die Auszeit von digitalen Geräten hatte“, so Öngören. Twittenhoff ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Bis zur nächsten Durchführung wird wahrscheinlich bei dem einen oder anderen Schüler genug Bildschirmzeit gesammelt sein, um eine digitale Pause wirklich zu schätzen.“
Zufriedenheit bei der Projektleitung
Projektleiter Martin Reuer zog ein positives Fazit: „Es war beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Schüler dabei waren und wie sie die digitale Auszeit genutzt haben, um sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Wir haben viele spannende Reflexionen und wertvolle Gespräche geführt.“
In Dorsten gibt es ein neues Fachgeschäft für Mobilitäts- und Alltagshilfen. Das Unternehmen „Lebens:Freude by Homann“, das 2018 von Bernd Homann in Dülmen gegründet wurde, hat vor einigen Wochen eine Filiale an der Recklinghäuser Straße eröffnet.
Das Angebot des Geschäfts richtet sich vor allem an Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie an Seniorinnen und Senioren. In der neuen Filiale werden unter anderem Rollatoren, Rollstühle, Elektromobile, Seniorenmobilfahrzeuge bis 25 km/h, Micro Cars sowie Aufstehsessel und verschiedene Alltagshelfer angeboten.
Laut Geschäftsführer Christoph Ramberg, der gemeinsam mit Carolin Selting und Lea Kuttenkeuler die Filiale leitet, umfasst das Sortiment auch Seniorenmobile, die ohne Führerschein genutzt werden dürfen. Fahrzeuge unter 20 km/h unterliegen zudem weder einer Helm- noch einer Anschnallpflicht und können Strecken von bis zu 70 Kilometern zurücklegen. Langsamere Modelle, die unter 6 km/h fahren, sind auch für Bürgersteige und Fußgängerzonen zugelassen und benötigen kein Versicherungsschild.
Das Sortiment an Rollatoren beinhaltet unter anderem besonders leichte Modelle aus Carbon. Darüber hinaus werden zahlreiche Alltagshelfer angeboten, etwa Greifhilfen, Anziehhilfen, Multifunktionsöffner, Kippteller und ergonomisch geformte Trinkbecher.
Mit der Eröffnung in Dorsten möchte das Unternehmen Menschen mit Handicap unterstützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern.
Mit vereinten Kräften, großem Engagement und schwerem Gerät haben die Oldtimerfreunde Lembeck am vergangenen Samstag im Rahmen der Dorstener Besentage kräftig mit angepackt. Insgesamt 15 Mitglieder machten sich mit mehreren Traktoren auf den Weg, um den nördlichen Teil von Lembeck von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.
„Wir haben wirklich alles gefunden – von Papier und Plastik über alte Reifen mit und ohne Felgen“, berichtet Georg Bögel, Schriftführer und Pressewart der Oldtimerfreunde.
Foto: Oldtimerfreunde
Der Verein ist seit Jahren Teil der Aktion und sieht durchaus Fortschritte: „Es wird langsam etwas besser“, stellt Bögel fest. Dennoch bleibt für die Oldtimerfreunde unverständlich, warum immer noch Müll in der Natur landet – obwohl an den Spazierwegen zahlreiche Mülleimer bereitstehen und der Dorstener Entsorgungsbetrieb viele Abfälle sogar kostenlos annimmt.
Foto: Oldtimerfreunde
Am Ende des Tages waren es nicht nur die vollen Müllsäcke, die die Aktion zu einem Erfolg machten, sondern auch das gute Gefühl, gemeinsam etwas für die Umwelt und das Ortsbild getan zu haben. Und für die Oldtimerfreunde ist klar: Auch beim nächsten Mal sind sie wieder dabei – mit Herz, Händen und Traktoren.