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Maschinenhalle Leopold: Einzigartige Perspektiven auf das Ruhrgebiet

In der denkmalgeschützten Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Fürst Leopold in Dorsten wurde gestern eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet, die zwei Künstler erstmals zusammenbringt, deren Blicke auf das Ruhrgebiet unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch erstaunlich harmonieren.

Die Ausstellung in der Maschinenhalle „Perspektiven auf das Ruhrgebiet“ präsentiert die Werke von Hans Blossey (geb. 1952) und Many Szejstecki (1931-2016), die beide auf ihre Weise einen radikalen Perspektivwechsel vollziehen. Während der eine das Ruhrgebiet aus luftiger Höhe dokumentiert, erschließt der andere dessen unterirdische Dimensionen. Beide ermöglichen den Besuchern, die vertraute Industrielandschaft mit völlig neuen Augen zu sehen.

Von Oben und Unten. Foto: Alexander Fichtner

Das „fliegende Auge des Ruhrgebiets“

Seit 1983 dokumentiert Hans Blossey als Luftbildfotograf die sich stetig verändernde Region von oben. Mit mittlerweile rund 55.000 Flugstunden hat er sich den Ehrentitel „Das fliegende Auge des Ruhrgebiets“ redlich verdient. Seine Fotografien zeigen die Region aus einer Distanz, die alltägliche Strukturen in einen neuen Zusammenhang stellt. Kunsthistoriker Lukas Schepers beschreibt in seiner Eröffnungsrede in der Maschinenhalle den besonderen Reiz dieser Perspektive: „Dieser Effekt ist sowas wie eine Vorstufe von dem, was Astronauten als Overview-Effekt beschreiben. Sobald man weit genug herauszoomt und das ganze große Ganze in den Blick nimmt, empfindet man auf einmal harmonische Zusammenhänge.“

Hans Blossey. Foto: Alexander Fichtner

Der Bergmann mit dem Röntgenblick

Einen völlig anderen, aber ebenso faszinierenden Zugang zum Ruhrgebiet bietet das Werk von Bergarbeiter und Künstler Manfred „Many“ Szejstecki. Seit den 1960er Jahren widmete er sich intensiv der bildenden Kunst und entwickelte eine besondere Vorliebe für die Zentralperspektive. In seinen späteren Arbeiten schuf er eine Art „Maulwurfsperspektive“, die den Blick von unten auf das Ruhrgebiet richtet. Seine berühmten Bergbaupanoramen fangen die bizarren Formwelten und riesigen Dimensionen der unterirdischen Industrielandschaft ein.

Wenn Vogel- und Maulwurfsperspektive in der Maschinenhalle aufeinandertreffen

Die passende Kulisse. Foto: Alexander Fichtner

Das Herzstück der Ausstellung in der Maschinenhalle bildet die Gegenüberstellung von Werken, die denselben geografischen Raum aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel einer Luftaufnahme der Zeche Zollverein mit Szejsteckis „Unter Essen“. Während Blosseys Fotografie das ikonische Fördergerüst des Schachts 12 von oben zeigt, positioniert Szejstecki den Betrachter 750 Meter unter der Erde und blickt mit einer Art Röntgenblick in Richtung Baldeneysee.

Viele Besucher. Foto: Alexander Fichtner

Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, zwei großformatige Bergbaupanoramen Szejsteckis in der Maschinenhalle nebeneinander zu betrachten. „Das ist selbst für eingefleischte Kenner eine einmalige Gelegenheit“, betont Schepers in seiner Einführung. Die präsentierten Reproduktionen stammen von Originalen, die normalerweise auf der Zeche Zollverein und im Bergbaumuseum Bochum hängen.

Ehrenamtliches Engagement in der Maschinenhalle macht Kunstprojekt möglich

Die Ausstellung in der Maschinenhalle, die bis zum 30. September 2025 zu sehen ist, wurde durch intensive Zusammenarbeit ermöglicht. Kunsthistoriker Lukas Schepers, der zusammen mit Roland Szejstecki den Nachlass des Künstlers betreut, dankte in seiner Eröffnungsrede dem Verein für Bergbau, Industrie und Sozialgeschichte Dorsten für die produktive Kooperation und Hans Blossey für sein Vertrauen. Manfred Wissing, 1. Vorsitzender des Vereins, begrüßte die zahlreichen Besucher zur Vernissage.

Die Dampfmaschiene in Aktion. Foto: Alexander Fichtner

Ein besonderer Ort für besondere Perspektiven

Die denkmalgeschützte Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Fürst Leopold bildet nicht nur den perfekten Rahmen für die Ausstellung – sie ist selbst Motiv auf mehreren der ausgestellten Werke. So verbinden sich Ausstellungsort und Kunstwerke zu einem einzigartigen Dialog über die Vielschichtigkeit des Ruhrgebiets, das sowohl über als auch unter der Erde seine faszinierenden Geschichten erzählt.

Foto: Alexander Fichtner

Zeitzeugen berichten über das Schulleben in Wulfen

Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Heimathaus Wulfen in einen Ort lebendiger Geschichte. Bei Kaffee trafen sich zahlreiche ehemalige Schüler und Zeitzeugen, um gemeinsam in Erinnerungen an ihre Schulzeit zu schwelgen. Der thematische Nachmittag widmete sich den Schulen in Wulfen – von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.

Die Veranstaltung mit Zeitzeugen begann mit einem historischen Rückblick auf die Vorgeschichte des Schulwesens in der Region. Die Besucher erfuhren, wie sich das Bildungssystem in Wulfen über die Jahrzehnte entwickelt hat, bevor die erste offizielle Schule ihre Pforten öffnete.

Bildhafte Zeitreise durch die Schulgeschichte

Ein besonderes Highlight war die umfangreiche Fotopräsentation, die einen visuellen Einblick in das Schulleben vergangener Zeiten bot. Die historischen Aufnahmen von Schulgebäuden, Klassenfotos und besonderen schulischen Ereignissen weckten bei vielen Besuchern lebhafte Erinnerungen.

Alte Fotos dokumentieren das Leben. Foto: Alexander Fichtner

Von der alten Volksschule zur Matthäusschule mit Zeitzeugen

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Anwesenden die Ausführungen zur alten Volksschule, die von 1912 bis 1964 als zentrale Bildungseinrichtung diente, bevor sie zur Matthäusschule wurde. Die Präsentation beleuchtete den Übergang zur „neuen“ Matthäusschule, die von 1963 bis 2002 Generationen von Wulfener Kindern unterrichtete.

Notplätze auf der Terasse. Foto: Alexander Fichtner

Die Gesamtschule als pädagogisches Experiment

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gesamtschule Wulfen, die 1973 als „12. Versuchsschule“ in Nordrhein-Westfalen gegründet wurde. Die Teilnehmer diskutierten die damals revolutionären pädagogischen Konzepte und deren Bedeutung für die schulische Entwicklung in der Region.

Lebendige Geschichte aus erster Hand

Der emotionale Höhepunkt des Nachmittags waren zweifellos die persönlichen Berichte der Zeitzeugen. Katharina Leistner teilte ihre Erfahrungen in einem Videointerview, während Irene Schunke, Renate Schaefer und Rudi Schunke von ihren Schulerlebnissen erzählten. Auch Heinrich Knappmann, Josef Vrenegor und Willi van Lück bereicherten die Veranstaltung mit ihren ganz persönlichen Geschichten aus dem Schulalltag vergangener Tage.

Wer entdeckt sich? Foto: Alexander Fichtner

Gemeinsames Erinnern und Entdecken

Nach den Vorträgen entwickelte sich ein reger Austausch unter den Besuchern und Zeitzeugen. Mitgebrachte Fotos und Dokumente wurden herumgereicht, kommentiert und ergänzt. Dabei kamen viele bisher unbekannte Anekdoten und Geschichten zutage, die das Bild vom früheren Schulleben in Wulfen vervollständigten.

Foto: Alexander Fichtner

Ausblick auf kommende Veranstaltungen

Zum Abschluss gab das Organisationsteam einen Ausblick auf die nächsten geplanten Zeitzeugen-Nachmittage: Am 31. Mai 2025 steht ein Film-Nachmittag an, gefolgt vom Thema „Bahnhof Wulfen“ am 14. September 2025, der im Rahmen des Tags des Denkmals stattfindet. Die Reihe „Schulen in Wulfen“ wird am 27. September 2025 mit einem zweiten Teil fortgesetzt. Für den 21. März 2026 ist eine Veranstaltung zur Gebietsreform unter dem Titel „Wulfen wollte eigenständig bleiben“ geplant.

Bis auf dem letzten Platz voll. Foto: Alexander Fichtner

Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Wunsch, diese wertvollen Erinnerungen für nachfolgende Generationen zu bewahren und das lokale Geschichtsbewusstsein weiter zu stärken.

Foto: Alexander Fichtner

Wandern verbindet – 31,5 Kilometer durch Dorsten und Umgebung

Am vergangenen Samstag hieß es früh aufstehen, die Wanderschuhe schnüren und los geht’s: Über 50 motivierte Teilnehmer machten sich auf den Weg zur bislang längsten geführten Wanderung durch Dorsten und das umliegende Grün. Mit stolzen 31,5 Kilometern bildete die Tour den krönenden Abschluss einer kleinen, aber feinen Wanderreihe, die vom KVM-Team rund um Andreas Schilasky seit Februar mit viel Engagement organisiert wurde.

Bereits in den Monaten zuvor hatten sich viele der Teilnehmenden in zwei vorbereitenden Touren auf die große „Königsetappe“ eingestimmt – mit 15 Kilometern im Februar und 20 Kilometern im März. Doch bei aller körperlichen Herausforderung stand von Anfang an eines im Vordergrund: das Gemeinschaftserlebnis. Menschen in Bewegung bringen, sie miteinander verbinden und ihnen die Schönheit ihrer Heimat näherbringen – das war das erklärte Ziel der Veranstalter.

Die Wandergruppe unterwegs. Foto: privat

Von Dorsten über Schermbeck zurück: Natur, Begegnung und ein bisschen Muskelkater

Der Startschuss fiel um 8 Uhr morgens am Dorstener Tennisclub (DTC). Von dort führte die abwechslungsreiche Route durch Holsterhausen in Richtung Schermbeck, weiter über den TuS Gahlen und vorbei am Segelflugplatz – ein Streckenverlauf, der nicht nur landschaftlich beeindruckte, sondern auch neue Perspektiven auf die Region bot.

Leckere Stärkung im Hof von Eva Schulte-Tenderich. Foto: privat

Ein besonderes Highlight erwartete die Wanderer in Hervest: Bei Eva Schulte-Tenderich war eine liebevoll gestaltete Verpflegungsstation aufgebaut, die mit Snacks, Getränken und ganz viel Herzlichkeit neue Energie spendete. Frisch gestärkt ging es anschließend durch die Umgebung von Hervest zurück zum DTC – begleitet von Sonnenschein, Vogelgezwitscher und vielen guten Gesprächen.

Mehr als ein sportliches Event

Was die Tour so besonders machte, war nicht nur die Strecke oder das Wetter, sondern vor allem das Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben. Unabhängig von Alter oder Fitnesslevel – alle gingen gemeinsam los und kamen gemeinsam an. Die Wanderung wurde so zu einem starken Zeichen dafür, wie wichtig Bewegung für Körper und Seele ist, und wie sehr sie Menschen miteinander verbinden kann.

Gute Laune auf dem Marsch. Foto: privat

Viele entdeckten auf dem Weg, wie grün, vielfältig und lebenswert Dorsten tatsächlich ist. Zu Fuß sieht man eben anders hin – und das wurde an diesem Tag eindrucksvoll spürbar.

Mit Stolz im Gepäck Richtung Zukunft

Am Ende des Tages standen nicht nur 31,5 Kilometer auf dem Schrittzähler, sondern auch viele kleine Erfolgsgeschichten: überwundene Grenzen, neu geknüpfte Freundschaften, ein paar Blasen, Muskelkater – und ganz viel Stolz. Ein Satz fasste das Erlebnis für viele Teilnehmende perfekt zusammen: „Man muss nicht immer gewinnen – aber man muss losgehen.“

Und genau das taten sie. Mit so viel Begeisterung, dass schon jetzt der Termin für die nächste große Wanderung steht: Ende September soll es erneut auf eine lange Tour gehen. Bis dahin trifft sich ein Teil der Gruppe regelmäßig zum sonntäglichen Brustkrebslauf-Training am DTC – immer sonntags von 12 bis 13 Uhr. Für die Gesundheit, für die Gemeinschaft – und für den guten Zweck.

Musikschule Dorsten öffnet ihre Türen für junge Talente und Musikinteressierte

Am vergangenen Samstag, den 5. April, lud die Musikschule Dorsten zu ihrem traditionellen Tag der offenen Tür ein. Besonders im Fokus standen dabei die jungen Nachwuchsmusiker, die in zwei Konzerten ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Für viele der jungen Musikerinnen und Musiker war es der erste Auftritt vor Publikum überhaupt. „Wir wollen uns natürlich auch präsentieren mit dem, was wir leisten“, erklärte Wolfgang Endrös, Leiter der Musikschule Dorsten, im Gespräch. „Wir haben heute zweimal so ein kleines Konzert hier, mit dem Schülerinnen und Schüler vorspielen, auch in Gruppen, damit man sieht, dass Musik besonders schön ist, wenn wir sie zusammen machen.“

Eingang der VHS. Foto: Alexander Fichtner

JeKits-Programm als Erfolgsmodell in der Musikschule

Ein besonderes Augenmerk lag auf den Erstklässlern aus den Grundschulen, die bereits am JeKits-Programm teilnehmen. JeKits steht für „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ und hat im Schuljahr 2015/16 das Vorgängerprogramm „JeKi“ abgelöst. Die Musikschule Dorsten nimmt bereits seit 2007 erfolgreich daran teil und kooperiert eng mit fast allen Grundschulen der Kommune.

Eröffnung des Konzerts mit Blockflöten. Foto: Alexander Fichtner

Im ersten Schuljahr erhalten die Kinder eine kostenfreie musikalische Grundausbildung während der regulären Unterrichtszeit. Ab dem zweiten Schuljahr können sie dann ein Instrument erlernen, das ihnen als Leihinstrument kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Unterricht findet in Kleingruppen statt und wird durch das gemeinschaftliche Musizieren im JeKits-Orchester ergänzt.

Klavier und Querflöte. Foto: Alexander Fichtner

„Das ist auch gut auszuprobieren“, betonte Endrös mit Blick auf den Tag der offenen Tür, an dem die Kinder verschiedene Instrumente kennenlernen konnten. Mit über 170 Anmeldungen jährlich für das JeKits-Programm zeigt sich das große Interesse an musikalischer Bildung in Dorsten.

Synergieeffekte durch Kooperationen

Der Tag der offenen Tür bot nicht nur musikalische Einblicke. Während die Besucher auf die Konzerte warteten, konnten sie im Foyer der VHS die Ausstellung „Mind the Earth“ von Kasper Brejnholt Bak besichtigen. Zudem öffnete auch die Stadtbibliothek ihre Türen für die Früherziehungsgruppen. „Wir haben immer so ein bisschen Synergieeffekte“, freute sich Endrös über die Zusammenarbeit verschiedener Kultureinrichtungen.

Das Foyer war zentraler Treffpunkt. Foto: Alexander Fichtner

Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein der Musikschule mit einem Waffelverkauf. Die Veranstaltung kann auf eine lange Tradition zurückblicken: „Früher hieß das mal ‚Mitmachaktion‘ und ‚Mitmachtag‘, dann haben wir irgendwann ‚Tag der offenen Tür‘ daraus gemacht“, erinnerte sich Endrös. Mit Ausnahme der Jahre 2020 und 2021 findet die Veranstaltung jährlich statt.

Die Aula der VHS. Foto: Alexander Fichtner

Der positive Resonanz und das rege Interesse der Besucher zeigten einmal mehr, wie wichtig kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sind und welch wertvolle Arbeit die Musikschule Dorsten in diesem Bereich leistet.

Halbzeit bei „Bauen und Wohnen“ in Dorsten

Die „Bauen und Wohnen“ in Dorsten ist am Samstag gestartet – und bieten noch bis Sonntag ein vielseitiges Erlebnis für alle, die sich für Bauen, Renovieren und nachhaltiges Wohnen interessieren.

In der historischen Kaue der ehemaligen Zeche Fürst-Leopold sowie auf dem weitläufigen Außengelände präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Innovationen und Dienstleistungen rund ums moderne Zuhause.

Energieeffizienz im Fokus

Bereits am ersten Messetag standen die Expertenteams bereit, um individuelle Fragen zu beantworten und konkrete Projekte zu begleiten. Das Team von kWhoch2 empfing interessierte Besucher bereits im Außenbereich. Obwohl das sonnige Wetter und das parallel stattfindende Stadtfest „Dorsten is(s)t mobil“ die Besucherströme ein wenig verteilten, ergaben sich umso intensivere Beratungsgespräche.

Foto: Ralf Meier

Die Aussteller nehmen sich Zeit für individuelle Anliegen – eine ideale Gelegenheit für Bauherren, Hausbesitzer und Renovierer, tiefgehende Informationen aus erster Hand zu erhalten. Eines der Top-Themen der Messe ist die Energie- und Wärmeeffizienz. Angesichts steigender Energiekosten und neuer gesetzlicher Anforderungen stehen nachhaltige Lösungen besonders im Mittelpunkt. Fachleute informieren zu Heiztechnik, Solarenergie, Energiespeicherung und vielem mehr.

Foto: Ralf Meier

Vielfalt für Haus und Garten

Das Angebot reicht von innovativen Haustüren, Fenstern und Wintergärten über Möbel aus recyceltem Holz bis hin zu modernen Klimaanlagen, Spanndecken und großformatigen Fliesen. Damit man die heimischen vier Wände auch im Sommer genießen kann, gibt es sogar Tipps für ein insektenfreies Zuhause.

Foto: Ralf Meier

Wie Umweltschutz und Handwerk Hand in Hand gehen können, zeigen zahlreiche Betriebe mit energieeffizienten, ressourcenschonenden Konzepten. Wer modernisieren möchte und dabei Umwelt und Geldbeutel schonen will, findet hier wertvolle Anregungen und Lösungen.

Ein Besuch lohnt sich

Die „Bauen-Wohnen & Energie Tage“ öffnen auch heute noch einmal ihre Tore:

Sonntag, 6. April, von 11 bis 17 Uhr – der Eintritt ist kostenlos!

Jetzt vorbeikommen, inspirieren lassen und direkt mit den Experten ins Gespräch kommen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.messecom-nord.de

Stromversorgung für Wulfener Schützen

Die Modernisierung des Schützenfestplatzes in Alt-Wulfen schreitet voran. Der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen e.V. hat umfangreiche Arbeiten zur Installation einer fest installierten Stromversorgung auf dem Festplatz in Angriff genommen. Eine wichtige Neuerung für die kommenden Veranstaltungen.

Bisher mussten für sämtliche Festivitäten auf dem Festplatz aufwändige temporäre Stromleitungen gelegt werden. Von der benachbarten Schule über den Großen Ring verliefen dazu die Kabel. Mit dem neuen Stromanschluss und einer entsprechenden Unterverteilung soll dieser Prozess künftig deutlich vereinfacht werden.

Das Wetter spielte mit an diesem Morgen. Foto: Alexander Fichtner

Nachhaltige Stromversorgung statt temporärer Lösungen

„Durch eine eigene Stromversorgung wird der Schützenfestplatz zukunftsfähig ausgebaut. Damit wird dieser durch die Vereine und Schulen einfacher und wirtschaftlicher genutzt werden kann“, erklärt Thorsten Rathmann, Projektpate und Mitarbeiter der Westenergie.

Leitungen wurden gelegt. Foto: Alexander Fichtner

Fleißige Helfer sorgen für zügigen Fortschritt

Die Arbeiten begannen dazu am 5. April. Am ersten Arbeitstag waren bereits 30 tatkräftige Helfer im Einsatz. Nach getaner Arbeit wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt – Bratwurst vom Grill stärkte die fleißigen Ehrenamtlichen. In den kommenden Tagen werden Gräben ausgehoben, Leerrohre verlegt und Kabel eingezogen sowie Verteilerschränke und ein Wandlerschrank installiert. Die neue Stromversorgung nimmt dementsprechend konkrete Formen an.

Für das leibliche Wohl war gesorgt. Foto: Alexander Fichtner

Starke Partner unterstützen die Stromversorgung des Festplatzes

Westenergie tritt dabei als Hauptsponsor des Projekts auf. Sie fördern dazu das Vorhaben im Rahmen der Mitarbeiterinitiative „Westenergie vor Ort“ mit 2.000 Euro. Der Netzanschluss für die dauerhafte Stromversorgung soll noch vor Ostern durch die Westnetz erfolgen.

Die Verteilerkästen stehn. Foto: Alexander Fichtner

Auch lokale Unternehmen zeigen darüber hinaus großes Engagement. Die Wulfener Firmen Hütter und ebenfalls Badde unterstützen das Projekt. Durch die Bereitstellung von Baumaschinen – eine Hilfe, die für die Umsetzung der neuen Stromversorgung vom Verein besonders geschätzt wird.

Finanzierung durch breite Unterstützung gesichert

Zusätzliche finanzielle Unterstützung erhielt der Verein dazu Ende 2024. Aus dem Bürgerbudget der Stadtteilkonferenz, das jedem Stadtteil von Dorsten ein bestimmtes Budget zur Verfügung stellt. Einige Stadtteile haben nicht benötigte Gelder zurückgegeben. Dadurch konnte der Verein von zusätzlichen Mitteln profitieren, die nun in die verbesserte Stromversorgung fließen.

Der Schützenplatz. Foto: Alexander Fichtner

Auch eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion in Partnerschaft mit der Vereinten Volksbank trug zum Erreichen des Finanzierungsziels bei. Der Schützenverein bedankt sich dazu bei allen Unterstützern. Er blickt nun erwartungsvoll auf das kommende Schützenfest. Das in diesem Jahr erstmals zu einem früheren Zeitpunkt vom 23. bis 25. Mai stattfindet. Eine Woche zuvor, am 17. Mai, wird zudem das Kinderschützenfest mit anschließender Vorparade auf dem modernisierten Festplatz mit seiner neuen Stromversorgung ausgerichtet.

Durch die Bagger ging dabei zügig voran. Foto: Alexander Fichtner

Bürgermeister Stockhoff bezieht Stellung: Diskussion um neues Sicherheitskonzept

Nach der Premiere des neuen Sicherheitskonzepts bei „Dorsten is(s)t mobil“ haben sich auch auf Facebook zahlreiche Nutzer zu Wort gemeldet. Besonders die Einführung von Warnschildern mit unterschiedlichen Sicherheitszonen sorgte für Diskussionen. Bürgermeister Tobias Stockhoff reagierte ausführlich auf die Kritik.

Ein Nutzer äußerte Unverständnis:

„Es sind unsere Steuergelder, außerdem sollte sich der Bürgermeister um die Sicherheit am Kanal kümmern und diese beachtet er nicht und jetzt Schilder. Oh man und dann wundert man sich, dass die AfD so stark ist.“

Stockhoff stellte klar, dass solche Hinweise den ehrenamtlichen Veranstaltern nicht weiterhelfen. Er fragte konkret nach kurzfristigen Lösungen, etwa für die anstehenden Schützenfeste im Mai. Zum Thema Sicherheit am Kanal verwies er auf die Polizei, die dort keine besondere Häufung von Kriminalität feststellt. Der Kommunale Ordnungsdienst sei regelmäßig vor Ort, könne jedoch nur Ordnungswidrigkeiten ahnden.

Er erläuterte, dass hinter dem neuen Sicherheitskonzept weit mehr stecke als nur die Schilder.

„Am Ende geht es uns als Stadt Dorsten darum, dass wir auch in Zukunft Schützenfeste, Karneval, Nikolaus- und Martinsumzüge, Heimatfeste, Sportfeste oder Familienfeste feiern können, weil das Ehrenamt beim Thema ‚Sicherheit‘ nicht finanziell wie personell überfordert wird.“

Stockhoff betonte, dass die Absage von Festen aufgrund hoher Sicherheitsauflagen für Dorsten keine Option sei. Maßnahmen wie Überfahrsperren an jeder potenziellen Gefahrenstelle seien in einer Flächenstadt wie Dorsten logistisch und finanziell nicht umsetzbar.

„Hier würden Kosten im Bereich von einigen zehntausend Euro entstehen, die sich kein Verein leisten kann. Nicht wenige Karnevalsumzüge wurden genau aus diesen Gründen abgesagt. Das wollen wir in Dorsten nicht.“

Ein weiterer Nutzer kritisierte die Schilder deutlich:

„Mit solchen Warntafeln gibt man den potentiellen Attentätern noch Tipps, wo es besonders lukrativ ist, Attentate zu verüben… Glückwunsch zu soviel Grips im Kopf Herr Bürgermeister und sein Anhang. Unfassbar.“

Stockhoff konterte knapp:

„Da trauen Sie den Attentätern aber wenig Grips zu.“

Der Nutzer entgegnete, dass die Hinweise Attentätern die Entscheidung erleichtern würden. Er schlug vor, keine Stände in den orange markierten Bereichen aufzustellen. Die Gefahr sei zu groß.

Daraufhin erläuterte Stockhoff erneut ausführlich die Gründe für die Zonenaufteilung. Er schilderte die Situation am Beispiel des Rhader Schützenumzugs:

„Dort stehen auf ca. 1,5 km ca. 300 Menschen verteilt. Es ist für einen ehrenamtlichen Verein unmöglich, dort Überfahrsperren zu errichten, Hofzufahrten zu blockieren, Garagen durch das Ordnungsamt zu kontrollieren und parkende Fahrzeuge abzuschleppen.“

Die Alternative wäre die Absage des Umzugs, was die Stadt ausdrücklich vermeiden will. Stockhoff erklärte, dass die Zonen den Besuchern helfen sollen, selbst eine Risikoabwägung zu treffen.

„Jede Einzelne und jeder Einzelner kann somit erkennen, welches abstrakte Risiko dort ist.“

Er zog einen Vergleich aus dem Alltag:

„So fahren wir z. B. an einem Kanal ohne Geländer mit etwas mehr Abstand vom Wasser mit dem Fahrrad her, als in einem Bereich mit Geländer. Sprich, wir passen unsere Geschwindigkeit an und erhöhen unsere Aufmerksamkeit.“

Am Ende betonte Stockhoff, dass Dorsten sich bewusst gegen die Absage von Festen entschieden hat. Ziel sei es, das Ehrenamt zu unterstützen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Bunte Ostereiersuche im Ellerbruchstadion am 19. April

Am Ostersamstag, dem 19. April, verwandelt sich das Ellerbruchstadion in eine fröhlich-bunte Frühlingslandschaft. Der Fußballverein SuS Hervest und das Fanfarencorps Hervest-Dorsten laden im Rahmen des Jubiläumsjahres „875 Jahre Dorf Hervest“ um 15 Uhr zu einer großen Ostereiersuche ein. Eingebettet in das vielfältige Festprogramm, das das ganze Jahr über die Dorfgemeinschaft zusammenbringen soll, richtet sich die Veranstaltung besonders an Familien mit Kindern.

Zahlreiche Ostereier sind auf dem Vereinsgelände versteckt und warten auf die Entdeckung durch kleine Schatzsucher. Die Kinder dürfen anschließend ihr mitgebrachtes Osterkörbchen mit leckeren Süßigkeiten befüllen – eine liebevolle Belohnung für die erfolgreiche Suche.

Musikalisch eröffnet wird die Ostereiersuche vom Fanfarencorps Hervest-Dorsten, das mit festlichen Klängen für fröhliche Stimmung sorgt. Doch damit ist der Nachmittag längst nicht vorbei. Bis zum traditionellen Osterfeuer, das dann um 19.19 Uhr entzündet wird, ist für beste Unterhaltung gesorgt.

Neben einer Hüpfburg gibt es kreative Angebote wie Kinderschminken, Glitzertattoos und Zopfflechten – kleine Highlights, die den Tag für Kinder unvergesslich machen. Auch für das leibliche Wohl ist dabei bestens gesorgt: Von Beginn sind kalte und warme Getränke im Angebot. Vom Grill gibt es Bratwurst im Brötchen und – als besondere Leckerei – selbstgemachte Köfte, ebenfalls im Brötchen.

Jubiläumsfeierlichkeiten im Dorf Hervest

Die Veranstaltung ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten rund um den 875. Geburtstag des Kirchturms der heutigen Pauluskirche – dem ältesten noch erhaltenen Sakralgebäude Dorstens. Das Jubiläumsjahr 2025 wurde vom Heimatverein Dorf Hervest initiiert und wird von zahlreichen Vereinen und Institutionen mit Leben gefüllt. Mit Festen, Führungen, Vorträgen und Aktionen für alle Generationen wird ein ganzes Jahr lang das Miteinander gefeiert.

Wie bei allen Veranstaltungen des Jubiläumsjahres fließen die Erlöse in einen Spendentopf für wohltätige Zwecke in der Region. Am Ende des Jahres entscheiden die Veranstalter dann gemeinsam, welches Projekt sie unterstützen möchten.

Der SuS Hervest freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher, die Lust auf einen fröhlichen Oster-Nachmittag in geselliger Atmosphäre haben. Denn eines ist klar: Diese Ostereiersuche wird mehr als nur ein fröhliches Familienspektakel. Sie wird ein weiterer, besonderer Moment im Jubiläumsjahr voller Herz und Gemeinschaft.

Tao-Wulfen e.V. tritt dem Wulfener Wappenbaum Verein bei

Große Freude beim Wulfener Wappenbaum Verein (WWV): Bei der Vollversammlung am 3. April in der Wittenbrinkklause wurde der Kampfsportverein Tao-Wulfen e.V. einstimmig als neues Mitglied aufgenommen.

Der WWV, ein Zusammenschluss aus über 20 Wulfener Vereinen, wächst damit weiter. Reiner Schulze-Tenberge, der erste Vorsitzende, stellte Tao-Wulfen den anwesenden Mitgliedern vor und leitete die Abstimmung. Das Ergebnis? Einstimmige Zustimmung!

„Wir freuen uns, Tao-Wulfen in unseren Reihen willkommen zu heißen. Der Verein bereichert unser Netzwerk und steht für eine tolle Gemeinschaft“, sagte Schulze-Tenberge nach der Abstimmung.

Andreas Knippenborg, der Vorsitzende von Tao-Wulfen, stellte seinen Verein kurz vor: „Seit zwölf Jahren leben wir den Kampfsport – mit aktuell 50 aktiven Mitgliedern, die viermal pro Woche in der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen trainieren.“ Neben Jiu-Jitsu, Tae Kwon Do und Hapkido ist der Verein auch international auf Turnieren unterwegs. „Es ist eine große Ehre, jetzt Teil des WWV zu sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!“, so Knippenborg.

Große Freude nach Aufnahme von Tao-Wulfen in den WWV bei (v.l.) Reiner Schulze-Tenberge (1. Vorsitzender WWV), Andreas Knippenborg (Vorsitzender Tao-Wulfen), Thorsten Schadwinkel (2. Vorsitzender WWV) und Björn Malcher (Schriftführer WWV). Foto: privat

15. Tanz in den Mai steht am Wappenbaum an

Neben der Aufnahme von Tao-Wulfen stand auch das bevorstehende Maifest am 30. April auf der Tagesordnung. Schon zum 15. Mal wird in Wulfen gefeiert, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Am 26. April um 9 Uhr treffen wir uns zum traditionellen Reinemachen am Wappenbaum“, erinnerte Schulze-Tenberge. Beim Tanz in den Mai gibt’s dann wieder ein buntes Programm – mit einem besonderen Highlight für Fußballfans: Die Maskottchen von Schalke 04 und Borussia Dortmund schauen vorbei und stehen für Fotos bereit.

Kurz angeschnitten wurde auch das neue Sicherheitskonzept der Stadt Dorsten. „Hier stehen noch einige Gespräche mit der Stadt an“, verriet Schulze-Tenberge.

Nach der offiziellen Versammlung ließen die Mitglieder den Abend in geselliger Runde ausklingen – und freuen sich schon auf die kommenden Veranstaltungen des WWV, etwa die kommende Osteraktion am 20. April.

Vivawest verlängert Unterstützung für soziale Einrichtungen in Dorsten-Hervest

Die Wohnungsbaugesellschaft Vivawest verlängert ihre finanzielle Unterstützung für das Kultur- und Begegnungszentrum sowie den Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V. um weitere zwei Jahre.

Insgesamt stellt das Unternehmen 30.000 Euro zur Verfügung, um die Arbeit der beiden Initiativen in Dorsten-Hervest zu sichern.

Förderung des Kultur- und Begegnungszentrums

Bei einem Besuch in Dorsten-Hervest informierte sich Vivawest-Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin Karin Erhard über die Arbeit des Kultur- und Begegnungszentrums. Der Verband Evangelischer Kirchengemeinden, der die Einrichtung betreibt, erhält für die Jahre 2025 und 2026 jeweils 10.000 Euro.

„In Hervest leben Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Biografien. Unser Ziel ist es, sie miteinander ins Gespräch zu bringen, Vorurteile abzubauen und die Gemeinschaft zu stärken. Dank der erneuten Unterstützung von Vivawest können wir unsere integrativen Projekte fortsetzen“, erklärte Einrichtungsleiterin Ute Schlebusch, die die Spende stellvertretend entgegennahm.

Das Kultur- und Begegnungszentrum bietet Sozial- und Freizeitangebote für Menschen aller Altersgruppen. „Vivawest legt großen Wert auf ein gutes Miteinander verschiedener Kulturen“, betonte Karin Erhard. „Hier in Hervest wird mit viel Engagement Integration gelebt. Das unterstützen wir gerne.“

Erhalt der Bergbaugeschichte

Nach dem Besuch im Kultur- und Begegnungszentrum stand ein Treffen mit dem Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten auf dem Programm. Der Verein widmet sich der Bewahrung der Bergbauvergangenheit des Stadtteils. Er betreibt unter anderem eine historische Bergmannsküche sowie einen interkulturellen Siedlungsgarten. Zudem werden Führungen durch die ehemalige Zeche Fürst Leopold angeboten.

Vivawest Bergbauverein
In der Maschinenhalle: Karin Erhard, VIVAWEST-Geschäftsführerin (3. v.l.); Thomas Wels, Geschäftsführer der Vivawest Stiftung (4. v.r.), Christoph Wilczok, Leiter VIVAWEST-Kundercenter Emscher-Lippe (3. v.r.); und Manfred Wissing, 1. Vorsitzender des Bergbau-Vereins (4. v.l.). Foto: Vivawest

Vivawest stellt dem Verein für die Jahre 2025 und 2026 jeweils 5.000 Euro zur Verfügung. „Unsere Wurzeln liegen im Bergbau, daher liegt uns die Arbeit dieses Vereins besonders am Herzen“, sagte Karin Erhard. Der Vereinsvorsitzende Manfred Wissing bedankte sich für die Unterstützung: „Die Bergbauvergangenheit ist für viele Menschen nur noch eine Erzählung älterer Verwandter. Wir helfen dabei, diese Geschichte lebendig zu halten.“

Langfristiges Engagement für die Gemeinschaft

Die finanzielle Unterstützung durch Vivawest ist Teil eines umfassenden sozialen Engagements. Über die Vivawest Stiftung werden deutschlandweit soziale Projekte gefördert, die das nachbarschaftliche Zusammenleben stärken sollen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat die Stiftung rund 13 Millionen Euro in soziale Projekte investiert und zahlreiche Initiativen in den Bereichen Kinder- und Jugendbildung, Seniorenhilfe und Integration unterstützt.

Mit der erneuten Förderung in Dorsten-Hervest setzt Vivawest ein Zeichen für soziale Verantwortung und den Erhalt von Kultur und Geschichte in der Region. Die Bewohner des Stadtteils profitieren weiterhin von den vielfältigen Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten.

Ungleiche Chancen für Dorstens Kinder: Sozialbericht deckt Defizite auf

Wie leben Kinder in Dorsten? Welche Chancen haben sie, sich zu entfalten, und wo gibt es Hindernisse? Der zweite Sozialbericht der Stadt, der am 7. April im Sozialausschuss vorgestellt wird, gibt einen tiefen Einblick in die Lebensrealität junger Dorstener. Besonders auffällig sind zwei zentrale Entwicklungen: Der Bildungsbedarf wächst – und nicht alle Kinder starten mit den gleichen Chancen ins Leben.

In Dorsten steigt die Zahl der Kinder zwischen drei und 14 Jahren kontinuierlich. Seit 2018 wurden bereits 342 neue Kita-Plätze geschaffen – ein Erfolg, aber längst nicht genug. Der Sozialbericht zeigt: Die Stadt muss weiter investieren, denn der Bedarf an frühkindlicher Bildung und schulischen Betreuungsangeboten nimmt weiter zu. Ein gut ausgebautes Bildungssystem ist entscheidend, um jedem Kind die besten Startmöglichkeiten zu bieten.

Startchancen hängen vom Wohnort ab

Nicht alle Kinder in Dorsten haben die gleichen Voraussetzungen, wenn sie in die Schule kommen. Der Sozialbericht zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen: Während einige Kinder in förderlichen Bildungsumfeldern aufwachsen, brauchen andere bereits beim Schuleintritt zusätzliche Unterstützung. Besonders alarmierend: Die Zahl der Hilfen zur Erziehung hat im Vergleich zu 2018 zugenommen – ein klares Zeichen dafür, dass viele Familien durch die Folgen der Corona-Pandemie zusätzlichen Unterstützungsbedarf haben. Die Stadt muss gezielt dort ansetzen, wo die Defizite am größten sind.

Weitere zentrale Erkenntnisse des Berichts

Neben den Bildungschancen zeigt der Bericht weitere Entwicklungen, die für die Zukunft der Kinder in Dorsten wichtig sind:

Dorsten wird älter, internationaler und individueller: Der demografische Wandel macht sich bemerkbar – jede vierte Person ist über 65 Jahre alt.

Sozialleistungen und Erwerbsbeteiligung: Obwohl die Arbeitslosigkeit insgesamt gesunken ist, wächst die Zahl der Kinder, die in Familien mit Sozialleistungsbezug aufwachsen.

Gesellschaftliche Teilhabe: Einkommen, Bildung, Herkunft, Alter und Gesundheit beeinflussen den Zugang zu sozialen Angeboten – und damit auch die Zukunftsperspektiven vieler Kinder.

Ein Auftrag für die Zukunft

Der Sozialbericht soll nicht nur Zahlen liefern, sondern eine Debatte anstoßen. Claudia Brüggemann, Stabsstelle Integrierte strategische Sozialplanung und Verfasserin des Sozialberichts, wird diesen am 7. April 2025 im öffentlichen Teil der Sitzung des Sozialausschusses vorstellen. Sie betont: „Wir wollen mit diesem Bericht nicht nur Daten präsentieren. Er ist eine Einladung zur Diskussion und liefert eine Grundlage für strategische Entscheidungen, die es uns ermöglicht, soziale Entwicklungen vorausschauend zu gestalten und gezielt auf Herausforderungen zu reagieren.

Bürgermeister Tobias Stockhoff betont: „Der Sozialbericht ist nicht nur ein Werkzeug für Politik und Verwaltung, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger sowie engagierten Institutionen, Vereine und Gruppen. Eine lebenswerte Stadt entsteht durch konstruktive Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Trägern und dem Engagement der Stadtgesellschaft.“

Der vollständige Bericht ist nach Beschlussfassung unter www.dorsten.de/sozialbericht abrufbar.

Neuer Jugendvorstand beim 1. SC BW Wulfen gewählt

Der 1. SC BW Wulfen hat einen neuen Jugendvorstand. Bei der Jahreshauptversammlung der Jugendabteilung wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.

Einstimmig gewählt wurde Holger Südhoff als neuer Jugendleiter. Er tritt die Nachfolge von Matthias Alfes an, der nach zwei Jahren im Amt seinen Rücktritt angekündigt hatte. Alfes bleibt dem Verein jedoch als Trainer der F-Jugend und Jugendbeisitzer erhalten. Für sein Engagement wurde er mit viel Applaus verabschiedet.

Thorsten Kichler wurde in seinem Amt als 2. Jugendleiter bestätigt. Ebenso bleiben Jörg Grosche als Jugendgeschäftsführer und Sina Große-Ophoff als seine Stellvertreterin dem Vorstand erhalten. Auch Linda Maag bleibt als 1. Kassiererin im Amt.

Neu im Vorstand sind Sportkoordinator Mustafa Yücel und Medienkoordinator Carsten Sonntag. Jörg Kirchstein bleibt Jugendbeisitzer, und als neuer Jugendvertreter wurde Bjarne Vospohl gewählt. Der Verein wünscht dem neuen Vorstandsteam viel Erfolg für die kommende Amtszeit.

Ein wichtiger Termin für alle Mitglieder steht ebenfalls fest: Die Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins findet am 9. Mai 2025 statt.

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